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Die
Erfindung betrifft einen Rotationsschwenkkolbenmotor und ein Verfahren
zum Betreiben eines Rotationsschwenkkolbenmotors, bei dem in einem
Gehäuse
ein Rotationskolben angeordnet und zwischen einer Innenwand des
Gehäuses
und dem Rotationskolben ein Raum gebildet ist, der durch am Umfang
des Rotationskolbens tangential gelagerte Schwenkkolben, die gegen
die Gehäuseinnenwand
gedrückt
werden, in Arbeitskammern unterteilt ist. Derartige Rotationsschwenkkolbenmotore dienen
vorzugsweise zum Betrieb mit einem Wasserstoff-Knallgasgemisch.
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Ein
Rotationsschwenkkolbenmotor der eingangs genannten Art ist aus dem
Patent
DE 38 09 386
C2 bekannt. Der Rotationskolben ist mit auf seinem Umfang
verteilten Füllkammern
versehen, die über
Dichtklappen, die gleichzeitig als Schwenkkolben dienen, verschließbar sind.
Die Füllkammern werden
aus einem Innenraum des Rotors heraus über Füllkanäle und Ventile mit einem unter
Druck stehenden Treibgas versorgt, als Bestandteil der Arbeitskammern über an der
Gehäuseinnenwand
vorgesehene Nocken durch die Schwenkkolben geschlossen und geöffnet und über Rückschlagventile befüllt, die
durch den aus dem Innenraum des Rotors erzeugten Treibgasdruck geöffnet werden.
Außerdem
sind den Füllkanälen druckraumseitig
Füllventile zugeordnet,
die durch die Schwenkkolben betätigt werden.
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Die
Anordnung, dass jeder Füllkammer
paarweise Ventile zugeordnet sind, gestaltet den Motor kompliziert
und störanfällig. Die
Lagerung der Schwenkkolben mittels eines Lagerstiftes ist hohen Belastungen
ausgesetzt und durch die Art des Brenngases (Wasserstoff- Sauerstoff-
Gemisch) einer hohen Korrosion unterworfen. Außerdem ist die Zuführung der
Treibgase über
die Motorwelle und einem Innenraum des Rotors, was zwar eine gute
Kühlung schaffen
soll, problematisch.
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Des
weiteren ist aus der
DE
195 35 860 A1 ein Wasserstoff Rotationskolbenmotor bekannt,
bei dem die auf dem Umfang des Rotationskolbens verteilten Schwenkkolben,
hier ebenfalls als Dichtklappen bezeichnet, in den Rotationskolben
einschwenkbar sind und durch Federkraft gegen die Innenwand des
Gehäuses
gepresst werden. Die Peripherie der Gehäuseinnenwand, welche den Raum
zwischen dem Kolben und dem Gehäuse
durch Steuernocken in Arbeitskammern unterteilt, ist jeweils jede
Arbeitskammer mit einem Düsensatz
für die
Treibgaszuführung
und einem Ablasskanal mit einem Rückschlagventil bestückt.
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Nachteilig
an dieser Lösung
ist, wie bei der zuvor genannten Erfindung, die Lagerung der Schwenkkolben
und der Einsatz der Druckfedern, die ebenfalls einem hohen Verschleiß unterworfen
sind.
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Ferner
beschreibt die Lösung
nach
DE 196 54 849
A1 hinsichtlich der Abdichtung der Dichtklappen bzw. Schwenkkolben
eine Verbesserung gegenüber
der
DE 195 35 860
A1 , ohne aber deren grundsätzlichen Nachteile zu beseitigen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betreiben eines Rotationsschwenkkolbenmotors
sowie einem Rotationsschwenkkolbenmotor zu schaffen, der in optimaler
Weise eine kontrollierte Verbrennung von Wasserstoff gewährleistet,
eine gute Kühlung
garantiert und dessen Aufbau einfach und robust gestaltet ist.
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Die
Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens mit den Merkmalen des 1.
Patentanspruchs und hinsichtlich der Vorrichtung mit den Merkmalen
des 5. Patentanspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterentwicklungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
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Der
Rotationsschwenkkolbenmotor, der insbesondere als sogenannter Wasserstoffmotor
für den kontrollierten
Betrieb mit einem Wasserstoff Sauerstoff-Knallgasgemisch ausgelegt
ist, besteht im wesentlichen aus einem zylinderförmigen Gehäuse in dem sich ein zylinderförmiger Rotor
dreht, auf dessen Umfang in gleichmäßigen Abständen Schwenkkolben angelenkt
sind.
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Die
für die
Aufnahme des Rotors notwendige Bohrung im Gehäuse weist in einem mittleren
Bereich Ausformungen auf, die zwischen dem Rotor und dem Gehäuse mindestens
drei gleichartige Arbeitskammern bilden, in die die Schwenkkolben
ausschwenken.
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Die
Ausformungen der Gehäuseinnenbohrung
sind axial ausgerichtete, zylindrisch gewölbte Ein- und Ausbuchtungen
mit stetigen Übergängen.
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Die
Schwenkkolben besitzen im wesentlichen die Form von Zylinderausschnitten,
die mit ihren Zentiwinkelspitzen am Umfang des Rotors angelenkt sind
und in entsprechende Ausnehmungen, die als Schwenkkolbenkammern
bezeichnet sind, einschwenken.
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Die
Bogenfläche
des Zylinderausschnittes ist derart bemessen, dass auch bei einem
maximalen Ausschwenkwinkel α,
der durch den maximalen Abstand der Rotoroberfläche zur tiefsten Stelle der
Ausformungen in der Gehäusebohrung
bestimmt ist, die Schwenkkolbenkammern durch die Schwenkkolben vollständig abgedichtet
sind.
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Für eine optimale,
hohe Belastungen aufnehmende Lagerung sind die Zentiwinkelspitzen
der Schwenkkolben abgeschnitten und sphärisch nach innen gewölbt. Die
so geformten Wölbungen
sind über
Schwenkradien derart am Umfang des Rotors gelagert, dass die Schwenkkolben
vollständig
in die Schwenkkolbenkammern einschwenkbar sind und im eingeschwenkten
Zustand mit dem Rotor eine gemeinsame Oberfläche bilden.
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Jede
der Arbeitskammern besitzt in Drehrichtung des Rotors an ihrem Anfang
Einspritzdüsen für die Reaktionsgase
und am Ende einen Auslasskanal für
die Abgase. Bei einem Wasserstoffmotor sind die Reaktionsgase Wasserstoff
und Sauerstoff und das Abgas ist dementsprechend Wasserdampf.
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Eine
vorteilhafte Arbeitsweise für
den Rotationsschwenkkolbenmotor ergibt sich bei einer Anordnung
von fünf
Schwenkkolben, die die Arbeitskammern bei einer Umdrehung des Rotors
entsprechend aufeinanderfolgender Arbeitstakte abwechselnd vergrößern und
verkleinern, wobei in einem ersten Takt durch Einspritzdüsen die
Prozessgase eingeleitet werden, durch Selbst- oder Zwangszündung reagieren
und einen Expansionsdruck gegen einen der Schwenkkolben erzeugen
und anschließend
in einem zweiten Takt durch die Rückseite eines nachfolgenden
Schwenkkolbens die Verbrennungsgase als Abgase über einen Abgaskanal aus der
Arbeitskammer gedrückt
werden, die Schwenkkolben in die Schwenkkolbenkammern des Rotors
abgedichtet einschwenken und durch einen aus dem Inneren des Rotors
erzeugten Druck und durch Fliehkräfte gegen die Innenwand des
Gehäuses
drücken.
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Erfindungsgemäß wird für den Druckaufbau im
Inneren des Rotors der Abgasdruck der Verbrennungsgase genutzt,
der koaxial durch eine Antriebswellenbohrung in den Rotor eingeleitet
und aus der koaxialen Antriebswellenbohrung über radiale Kanäle in die
Schwenkkolbenkammern eingeleitet wird. Es ist aber auch möglich, ein
anderes unter Druck stehendes Gas zu verwenden.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
wird mindestens eine Prozessgaskomponente vor Einleitung in die
Arbeitskammern zur Kühlung
des Gehäuses
benutzt. Dabei ist es zweckmäßig, dass
gleichzeitig die Abgase im Gegenstromprinzip zu den Prozessgasen
gekühlt
werden.
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Die
Schwenkkolben werden über
Dichtleisten gegenüber
den Schwenkkolbenkammern und den Seitenwänden, der durch die Ausformungen
der Innenbohrung gebildeten Kammern, abgedichtet.
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Die
Dichtleisten sind vorzugsweise in ihrem Querschnitt eiförmig gestaltet
und mit ihren dickeren Ende in entsprechende Nuten an den Schwenkkolben
eingepasst.
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Die
Nuten für
die Dichtleisten werden von ihrer Rückseite her über Kanäle, die
mit den Schwenkkolbenkammern und/oder den Arbeitskammern in Verbindung
stehen mit Abgasdruck und/oder Prozessgasdruck beaufschlagt und
so gegen die abzudichtenden Flächen
gepresst.
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Die
Schwenkkolben schwenken in Drehrichtung des Rotors, wobei eine in
die Schwenkkolbenkammern eintauchende radiale Fläche der Schwenkkolben mit dem
durch das Innere des Rotors geleiteten Abgasdruck und die Bogenflächen der
Schwenkkolben mit dem Expansionsdruck der reagierenden Prozessgase
beaufschlagt werden.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
sind an den in die Schwenkkolbenkammern eintauchenden radialen Flächen und
an den Bogenflächen
der Schwenkkolben Einwölbungen
für eine
bessere Druckverteilung eingebracht, in die gleichzeitig die Kanäle für die Aufrechterhaltung
des Dichtleistendruckes führen.
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An
Hand von Zeichnungen wird schematisch der Aufbau und die Wirkungsweise
der Erfindung beispielhaft erläutert.
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Es
zeigen:
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1 den Rotationsschwenkflügelmotor
in einem radialen Schnitt A – A
gemäß 3,
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2 die besondere Gestaltung
der Innenbohrung des Gehäuses
im Schritt A – A,
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3 den Rotationsschwenkflügelmotor
in einem axialen Schnitt B – B
gemäß 1,
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4 den mittleren Teil des
Rotors des Rotationsschwenkflügelmotors
in einer perspektivischen Ansicht,
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5 eine vergrößerte Darstellung
eines Schwenkkolbens mit den Aufnahmenuten für Dichtleisten und
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6 die Darstellung einer
bevorzugten Ausführung
einer Dichtleiste in einer Dichtleistennute.
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Der
grundsätzliche
Aufbau und die Wirkungsweise des Rotationsschwenkflügelmotors
ist aus 1 bis 3 zu entnehmen.
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1 zeigt den Rotationsschwenkflügelmotor
in einem radialen Schnitt A – A
gemäß 3. Er besteht aus einem
Rotor 3, der sich innerhalb eines Gehäuses 1 in einer Innenbohrung 2 dreht.
Die Gehäuseinnenbohrung 2 weist
Ausformungen 5 auf, die zwischen dem Rotor 3 und
dem Gehäuse 1 drei gleichartige
Kammern 4 bilden, die in einem mittleren Bereich der Gehäuseinnenbohrung 2 gleichmäßig verteilt
sind. Die Ausformungen 5 der Gehäuseinnenbohrung 2 sind
axial zum Rotor 3 ausgerichtete, zylindrisch gewölbte Ein- und Ausbuchtungen
mit stetigen Übergängen und
die jeweils höchsten
Erhebungen 28 zwischen zwei Ausformungen 5 berühren den Rotor 3.
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Am
Umfang des Rotors 3 sind fünf Schwenkkolben 6 tangential
angelenkt, die in entsprechende Schwenkkolbenkammern 12 ein
und in die Kammern 4 ausgeschwenkt werden. Die Schwenkkolben 6 unterteilen
so die drei Kammern 4 in Arbeitskammern, deren Größe bei einer
Umdrehung des Rotors 3 entsprechend aufeinanderfolgender
Arbeitstakte verändert
wird, wobei in einem ersten Takt durch Düsen 7 die Prozessgase
eingeleitet werden, durch Selbst- oder Zwangszündung reagieren und einen Expansionsdruck
gegen einen der Schwenkkolben 6 erzeugen und anschließend in
einem zweiten Takt durch die Rückseite 23 eines
nachfolgenden Schwenkkolbens 6 die Verbrennungsgase als
Abgase über
eine Auslassbohrung 8 und den Auslasskanal 9 aus
der Arbeitskammer gedrückt
werden.
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Die
Schwenkkolben 6 besitzen vorteilhaft die Form von Zylinderausschnitten,
die mit den Spitzen ihrer Zentiwinkel 17 am Umfang des
Rotors 3 gelagert sind und die Bogenflächen 16 der Zylinderausschnitte
sind derart bemessen, dass bei jedem Schwenkwinkel α die Schwenkkolbenkammern 12 über die
in den Rotor 3 eintauchenden Radiusflächen 18 abgedichtet
sind.
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Die
Schwenkkolben 6 sind an ihren Zentiwinkelspitzen 17 über Schwenkradien 19 am
Umfang des Rotors 3 derart gleitend gelagert, dass die Schwenkkolben 6 vollständig in
die Schwenkkolbenkammern 12 einschwenken können und
im eingeschwenkten Zustand mit dem Rotor 3 eine gemeinsame
Oberfläche
bilden.
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Damit
die Schwenkkolben 6 sicher gegen die Wand der Gehäuseinnenbohrung 2 bzw.
eine Steuerkante 11 in der Gehäuseinnenwand 2 gedrückt werden,
wirkt ständig
auf sie ein Druckgas, das von innen durch eine axiale Wellenbohrung 14, über die Rotorwelle 10,
einem zentralen Druckraum 13 und über radiale Kanäle 15 den
fünf Schwenkkolbenkammern 12 zugeleitet
wird. Die Steuerkante 11 ist Bestandteil der Gehäuseinnenbohrung 2,
jedoch auf eine notwendige Breite reduziert und deshalb nicht schraffiert
gezeichnet, damit die Abgase ungehindert vorbeiströmen können.
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Zusätzlich sind
an den Bogenflächen 16 und an
den Radiusflächen 18 der
Schwenkkolben 6 Einwölbungen 24, 25 zur
besseren Druckverteilung angeordnet. Dabei ist die Einwölbung 25 der
Radiusfläche 18 und
die Einwölbung 24 der
Bogenfläche 16 zugeordnet.
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Zur
Abdichtung gegenüber
den Schwenkkolbenkammern 12 und den Seitenwänden, der
durch die Ausformungen 5 der Gehäuseinnenbohrung 2 gebildeten
Kammern 4, sind an den Schwenkkolben 6 Dichtleisten 20 eingebracht.
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Ebenso
sind an den Stellen der höchsten
Erhebungen 28 der Gehäuseinnenbohrung 2,
die den Rotor 3 berühren,
zur Abdichtung der Kammern 4 gegeneinander Dichtleisten 29 mit
Dichtleistenkanälen 30 angeordnet.
An diesen Stellen 28 werden die Schwenkkolben 6 vollständig in
die Schwenkkolbenkammern 12 eingeschwenkt.
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Die
Einspeisung der Prozessgase über
die Düsensätze 7 erfolgt
durch elektronisch gesteuerte Ventile über eine zentrale Steuereinheit
(hier nicht dargestellt). H2 und O2 werden nacheinander in einem gasförmigen Zustand
unter einem geeigneten Überdruck
(ca.1,5 bar) eingespeist, wobei zusätzlich über die dargestellte dritte
Düse H2O unmittelbar nach der Zündphase und unter Ausnutzung
der Verbrennungstemperatur eingespeist werden kann.
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Die
Prozessgase H2 und O2,
die tiefstgekühlt im
flüssigen
Zustand aus Behältern
oder Tanks entnommen werden, werden zuvor erwärmt und nur in einem gasförmigen Zustand den
Düsen zugeführt. Dabei
erhöht
sich gleichzeitig der Druck. Die Erwärmung der Prozessgase erfolgt
vorteilhaft durch eine gleichzeitige Kühlung des Gehäuses 1;
natürlich nach
Prozessgaskomponenten getrennt. Mindestens eine Prozessgaskomponente
wird dafür
durch Kühlkammern 26 innerhalb
des Gehäuses 1 geleitet.
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Gleichzeitig
werden dabei die heißen
Abgase, die den Auslasskanal 9 zum Endauslass 27 hin durchströmen im Gegenstromprinzip
zu den Prozessgasen bzw. einer Prozessgaskomponente gekühlt. Sie
können
außerdem
zum Druckaufbau durch Zuleitung zur Druckkammer 13 im Zentrum
des Rotors 3 genutzt werden.
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Im
gleichen Schnitt A – A
durch den Rotationsschwenkkolbenmotor wie in 1 ist in 2 die besondere
Gestaltung der Innenbohrung 2 des Gehäuses 1 verdeutlicht.
Auf den Rotor 3 mit seinen Schwenkkolben 6 wurde
in dieser Darstellung verzichtet.
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In
der Gehäuseinnenbohrung 2 sind
deutlich die drei Ausformungen 5 für die Bildung der Arbeitskammern
zu erkennen. Die Ausformungen 5 sind axial zur Rotorachse 31 ausgerichtet
und in der Tiefe über
einen mittleren Bereich des Rotors 3 begrenzt (zu erkennen
in 3). Sie bilden an
der Gehäuseinnenwand 2 zylindrisch
gewölbte
Ein- und Ausbuchtungen mit stetigen Übergängen, wobei die Stellen der
höchsten
Erhebungen 28 zwischen zwei Ausformungen 5 auf
den Umfang des Rotors 3 hervorgewölbt sind.
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In
Drehrichtung des Rotors 3 ist die Gehäuseinnenbohrung 2 entgegen
der Uhrzeigerrichtung vor den höchsten
Erhebungen 28 auf Steuerkanten 11 reduziert, um
den Abgasen den Weg zu den Auslassbohrungen 8 freizugeben.
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In 3 ist der Rotationsschwenkflügelmotor
in einem axialen Schnitt B – B
gemäß 1 dargestellt. In der Innenbohrung 2 des
Gehäuses 1 dreht sich
der Rotor 3 mit der Rotorwelle 10 um die Rotorachse 31.
In einem mittleren Bereich der Gehäuseinnenbohrung 2 sind
drei Ausformungen 5 für
die Kammern 4 eingebracht, von denen in der Schnittdarstellung 3 nur eine Kammer 4 zu
erkennen ist. In diese Kammern 4 schwenken die am Umfang des
Rotors 3 angelenkten Schwenkkolben 6, dargestellt
in 1, aus. Ebenfalls
ist nur einer der drei Düsensätze 7 für die Prozessgase
zu sehen.
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Der
Rotor 3 ist beidseitig durch mehrere lamellenartig angeordnete
Dichtringe 32 abgedichtet. Im Gehäuse 1 sind um die
Gehäuseinnenbohrung 2 herum
die Kühlkammern 26 angeordnet.
Links ist in 3 der konzentrisch
um die Rotorwelle 10 angeordnete Auslasskanal 9 angedeutet.
Die Verbindung zu den Auslassbohrungen 8 ist nicht dargestellt.
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Das
Druckgas mit dem die Schwenkkolben 6 gegen die Gehäuseinnenwand 2 gedrückt werden, wird über radiale
Wellenbohrungen 33, der axialen Wellenbohrung 14,
dem Druckraum 13 zugeführt.
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4 zeigt den mittleren Teil
des Rotor 3, der sich im Bereich der Arbeitskammern 4 dreht, ohne
Darstellung der Rotorabdichtungen 32 und der Schwenkkolben 6,
in einer perspektivischen Ansicht. Auf dem Umfang des Rotors 3 sind
die fünf
Schwenkkolbenkammern 12 eingefräst. An den Schwenkkolbenkammern 12 befinden
sich die peripher am Rotor angeordneten Schwenkradien 19 zur
schwenkbaren Lagerung der Schwenkkolben 6.
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Im
Zentrum des Rotors 3 ist der zentrale Druckraum 13 zu
erkennen, der über
radiale Kanäle 15 mit
den Schwenkkolbenkammern 12 in Verbindung steht.
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Eine
vergrößerte Darstellung
eines Schwenkkolbens 6 ist aus 5 zu entnehmen. Der Schwenkkolben 6 besitzt
annähernd
die Form eines Zylinderausschnittes mit einer Bogenfläche 16,
einem Zentiwinkel β und
zwei Radiusflächen 18, 23, wobei
die Radiusfläche 18 in
den Rotor 3 einschwenkt und die Radiusfläche 23 den
Arbeitskammern zugewandt ist. Da bei einem in den Rotor 3 eingeschwenkten
Schwenkkolben 6 die Radiusfläche 23 mit dem Rotor 3 eine
gemeinsame Oberfläche
bildet, ist die Radiusfläche 23 leicht
gewölbt
ausgebildet.
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Die
Zentiwinkelspitze 17 ist konkav zylinderförmig nach
innen gewölbt
und bildet somit eine Gleitlagerung mit einem am Umfang des Rotors 3 angeordneten
Schwenkradius 19 (dargestellt in 1). Der Zentiwinkel β und somit auch die Bogenfläche 16 des
Zylinderausschnittes ist derart bemessen, dass bei jedem Schwenkwinkel α, dargestellt
in 1, die Schwenkkolbenkammer 12 über die
in den Rotor 3 eintauchende Radiusfläche 18 abgedichtet
ist.
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Zur
Verbesserung einer Druckwirkung sind in der Bogenfläche 16 und
in der Radiusfläche 18 Einwölbungen 24, 25 eingebracht.
Neben den dargestellten zylinderförmigen Einwölbungen 24, 25 sind auch
andere Formen möglich.
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Für die Abdichtung
des Schwenkkolbens 6 gegenüber der Schwenkkolbenkammer 12 und
den Seitenwänden
der Arbeitskammern sind Aufnahmenuten 21 für Dichtleisten 20 eingebracht.
Zur Gewährleistung
einer guten Abdichtung werden die Dichtleistennuten 21 über Dichtleistenkanäle 22 mit Druck,
der gegen die Dichtleisten 20 drückt, beaufschlagt, wobei der
in der Schwenkkolbenkammer 12 und der in der Arbeitskammer 4 vorhandene
Druck genutzt wird. In der Abbildung 5 sind
die Dichtleistenkanäle 22,
die die Form von Bohrungen besitzen, zweckmäßigerweise mit den Einwölbungen 24, 25 verbunden.
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Eine
zweckmäßige Ausführung der
Dichtleiste 20 in Anordnung in einer Dichtleistennute 21 ist aus 6 zu entnehmen. Die Dichtleiste 20 besitzt eine
im Querschnitt konische, asymetrisch-ovale Form. Die Dichtleistennute 21 besitzt
zur Aufnahme des dickeren Endes der Dichtleiste 20 ebenfalls
eine im Querschnitt ovale oder auch runde Form mit einer verengten Öffnung.
Dadurch wird ein sicherer Halt der Dichtleiste 20, eine
gute Druckverteilung in der Dichtleistennute 21 und eine
hochwertige Abdichtung erreicht. Durch die konische Form der Dichtleiste 20 und
einem Passspiels in der Dichtleistennute 21 wird ein Festkanten
verhindert und ein ständiger
Dichteffekt gewährleistet.
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- 1
- Gehäuse
- 2
- Gehäuseinnenbohrung
- 3
- Rotor
- 4
- Kammern
- 5
- Ausformungen
- 6
- Schwenkkolben
- 7
- Düsensätze für Prozessgase
- 8
- Auslassbohrungen
- 9
- Auslasskanal
- 10
- Rotorwelle
- 11
- Steuerkanten
- 12
- Schwenkkolbenkammern
- 13
- Druckraum
- 14
- Axiale
Wellenbohrung
- 15
- Radiale
Kanäle
- 16
- Bogenflächen
- 17
- Zentiwinkelspitzen
- 18
- Rotorseitige
Radiusflächen
der Schwenkkolben
- 19
- Schwenkradien
- 20
- Dichtleisten
an den Schwenkkolben
- 21
- Nuten
für Dichtleisten
- 22
- Dichtleistenkanäle
- 23
- Arbeitskammernseitige
Radiusflächen
der Schwenkkolben
- 24
- Einwölbungen
in den Bogenflächen
- 25
- Einwölbungen
in den Radiusflächen
- 26
- Kühlkammern
- 27
- Endauslasskanal
- 28
- Höchste Erhebungen
der Gehäuseinnenbohrungen
- 29
- Dichtleisten
an den höchsten
Erhebungen der Gehäuseinnenbohrungen
- 30
- Dichtleistenkanäle zu den
Dichtleisten an den höchsten
Erhebungen der
-
- Gehäuseinnenbohrungen
- 31
- Rotorachse
- 32
- Rotordichtung
- 33
- Radiale
Wellenbohrung
- α
- Maximaler
Schwenkwinkel der Schwenkkolben
- β
- Zentiwinkel