DE10318913A1 - Schließzylinder - Google Patents
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Abstract
Bei
einem Schließzylinder
mit neben einer Stiftzuhaltung (4) angeordneter Nebenzuhaltung (5)
ist ein Stift (7) der Nebenzuhaltung (5) über eine Tasche (6) zugänglich.
Die Nebenzuhaltung (5) hat eine Bohrung (13) als Führung (11).
Die Tasche (6) erzeugt eine Stufe (12) in der Führung (11), an der sich der
Stift (7) abstützen kann,
wenn versucht wird, ohne berechtigten Schlüssel den Schließzylinder
zu entriegeln.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder mit einem in einem Gehäuse bewegbaren Kern, mit zumindest einer Stiftzuhaltung zur wahlweisen Blockierung oder Freigabe des Kerns gegenüber dem Gehäuse und mit einer in Bewegungsrichtung des Kerns neben der Stiftzuhaltung angeordneten Nebenzuhaltung, mit in Führungen des Gehäuses in Richtung des Kerns vorgespannten Stiften der Stiftzuhaltung und der Nebenzuhaltung und mit einer Stufe in der Führung der Nebenzuhaltung zur Abstützung des teilweise im Bereich des Kerns befindlichen Stiftes der Nebenzuhaltung.
- Ein solcher Schließzylinder ist beispielsweise aus der
bekannt. Hierbei ist die Stiftzuhaltung in einer in die Führung des Gehäuses eingepressten Hülse angeordnet. Das dem Kern zugewandte Ende der Hülse bildet die Stufe der Führung. Ein Rastende des Stiftes kann in eine Kernstiftbohrung der Stiftzuhaltung eindringen, wenn der Kern gedreht und die Stiftzuhaltung nicht auf der vorgesehenen Teilung gehalten ist. In dem in die Kernstiftbohrung eindringenden Zustand verklemmt sich der Stift der Nebenzuhaltung in seiner Führung. Die Stufe der Führung verhindert ein Zurückdrücken des Stiftes der Nebenzuhaltung. Diese Nebenzuhaltung verhindert damit ein Entriegeln des Schließzylinders bei einem Entriegelungsversuch mit der sogenannten Picking-Methode. Weiterhin wird das Werkzeug zum Entriegeln in dem Schließzylinder gefangen.AT 002 328 U1 - Nachteilig bei dem bekannten Schließzylinder ist, dass bei einem Fehler in der Montage die Nebenzuhaltung einrasten kann und damit der Schließzylinder blockiert ist. Weiterhin erfordert die Hülse in der Führung Bauraum, welcher die Stabilität des Gehäuses einschränkt.
- Weiterhin ist aus der
DE 40 42 075 A1 ein Schließzylinder bekannt geworden, bei dem der Stift der Nebenzuhaltung hülsenförmig gestaltet ist. Eine Verbreiterung der Führung nahe des Kerns bildet die Stufe zum Abstützen des in die Kernstiftbohrung eindringenden Stiftes der Nebenzuhaltung. Auch dieser Schließzylinder ist vollständig blockiert, wenn die Nebenzuhaltung bei der Montage einrastet. Weiterhin ist durch die stufige Gestaltung die Bohrrichtung der Führung der Nebenzuhaltung festgelegt. Eine Fertigung der Führung der Nebenzuhaltung von dem dem Kern abgewandten Ende der Führung ist nicht möglich. Dies führt zu einer kostenintensiven Fertigung des Schließzylinders. - Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Schließzylinder der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass er auch nach einem versehentlichen Einrasten der Nebenzuhaltung während seiner Montage entriegelt werden kann.
- Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Führung der Nebenzuhaltung eine zwischen der Stufe und dem Kern seitlich offene Tasche aufweist.
- Durch diese Gestaltung ist die Nebenzuhaltung bei nicht montiertem Schließzylinder von der Seite her zugänglich. Bei einem versehentlichen Einrasten der Nebenzuhaltung kann deren Stift von außerhalb des Gehäuses durch die Tasche gegriffen und wieder in die Führung zurückgedrückt werden. Bei in einem Schloss montiertem Schließzylinder ist die seitliche Tasche jedoch in der Regel von Beschlägen verdeckt, so dass der erfindungsgemäße Schließzylinder bei einem Aufbruchsversuch blockiert ist. Die Stiftzuhaltungen des erfindungsgemäßen Schließzylinders können rein mechanisch mit zumindest zwei übereinander angeordneten Stiften ausgebildet sein oder einen beispielsweise elektromagnetisch betätigten Stift aufweisen.
- Zur besonders einfachen Fertigung des erfindungsgemäßen Schließzylinders trägt es bei, wenn die dem Kern abgewandte Begrenzung der Tasche die Stufe bildet. Durch diese Gestaltung ist die Fertigung der Führung von der Fertigung der Stufe getrennt. Damit lässt sich die Führung wahlweise und damit kostengünstig von dem einen Ende oder von dem anderem Ende her erzeugen. Weiterhin benötigt die Führung der Nebenzuhaltung hierdurch einen besonders kleinen Bauraum. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn der Schließzylinder eine elektromagnetisch betätigte Stiftzuhaltung hat, da solche Stiftzuhaltungen meist einen sehr großen Bauraum benötigen.
- Zur weiteren Vereinfachung der Fertigung der Nebenzuhaltung trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn die Führung der Nebenzuhaltung als Bohrung mit konstantem Durchmesser ausgebildet ist.
- Eine Drehung des Gehäuses bei der Fertigung der Führungen der Stiftzuhaltung und der Nebenzuhaltung lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vermeiden, wenn die Führungen der Stiftzuhaltung und der Nebenzuhaltung parallel zueinander und in einer Ebene senkrecht zur Zylinderachse angeordnet sind. Dies führt zur weiteren Verringerung der Fertigungskosten des erfindungsgemäßen Schließzylinders.
- Der Stift der Nebenzuhaltung vermag sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders zuverlässig zwischen Kern und Stufe zu verkanten, wenn ein durchmesserkleines Ende des Stiftes der Nebenzuhaltung dem Kern zugewandt und ein durchmessergroßes Ende dem Kern abgewandt ist. Hierdurch kippt der Stift besonders leicht, wenn er in die Bohrung des Kerns eindringt.
- Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit des erfindungsgemäßen Schließzylinders gegen einen unbefugten Entriegelungsversuch trägt es bei, wenn der Stift der Nebenzuhaltung auf einer schiefen Ebene eines dem Kern entfernten Stiftes aufliegt. Damit kann der dem Kern nahe Stift entlang der schiefen Ebene gleiten und wird automatisch zu der Stufe geführt.
- Eine Drehung des Kerns nach einem unberechtigten Öffnungsversuch des erfindungsgemäßen Schließzylinders lässt sich besonders zuverlässig vermeiden, wenn in beiden Bewegungsrichtungen des Kerns neben der Stiftzuhaltung jeweils eine Nebenzuhaltung angeordnet ist.
- Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips sind mehrere davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
-
l einen Teilschnitt durch einen erfindungsgemäßen Schließzylinder, -
2 den Schließzylinder aus1 in einer Ansicht von unten, -
3 eine vergrößerte Schnittdarstellung durch den Schließzylinder aus1 entlang der Linie III-III, -
4 eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schließzylinders in einer Schnittdarstellung. -
1 zeigt einen Schließzylinder mit einem in einem Gehäuse1 drehbaren und mit einem Schließbart2 koppelbaren Kern3 . Die Bewegung des Kerns3 lässt sich über mehrere in dem Gehäuse1 angeordnete Stiftzuhaltungen4 wahlweise blockieren oder freigeben. In der Drehebene des Kerns3 neben zwei Stiftzuhaltungen4 sind Nebenzuhaltungen5 angeordnet. Die Nebenzuhaltungen5 weisen eine von der Außenseite in das Gehäuse1 eingefräste Tasche6 auf. Damit sind Stifte7 der Nebenzuhaltungen5 von der Außenseite des Schließzylinders her zugänglich.2 zeigt den Schließzylinder in einer Ansicht von unten. Hierbei ist zu erkennen, dass insgesamt fünf Stiftzuhaltungen4 zur wahlweisen Blockierung oder Freigabe des in1 dargestellten Kerns3 und in der Drehebene des Kerns3 neben zwei Stiftzuhaltungen4 jeweils eine Nebenzuhaltung5 angeordnet sind. -
3 zeigt eine Schnittdarstellung durch einen Teilbereich des Schließzylinders aus1 entlang der Linie III-III. Die Nebenzuhaltungen5 haben insgesamt zwei Stifte7 ,8 , von denen ein dem Kern3 entfernter Stift8 von einem Federelement9 gegen den dem Kern3 nahen Stift7 vorgespannt ist. Der dem Kern3 ferne Stift8 weist eine schiefe Ebene10 auf, über die der dem Kern3 nahe Stift7 bei einer axialen Belastung nach außen gedrückt wird. Beide Stifte7 ,8 sind in einer als Bohrung ausge bildeten Führung11 angeordnet. Eine dem Kern3 abgewandte Begrenzung der Tasche6 bildet eine Stufe12 in der Führung11 . Der dem Kern3 nahe Stift7 weist einen durchmesserkleinen Abschnitt und einen durchmessergroßen Abschnitt auf. Der durchmessergroße Abschnitt befindet sich im Bereich der Tasche6 . - Der Schließzylinder ist in einer Stellung dargestellt, in der der Kern
3 aus seiner Grundstellung, in der eine Bohrung13 im Kern3 mit einer Führung14 der Stiftzuhaltung4 im Gehäuse1 fluchtet, herausgedreht. Ein Stift15 der Stiftzuhaltung4 befindet sich in dem Kern3 , während ein zweiter Stift16 in dem Gehäuse1 an dem Kern3 anliegt. Der in dem Kern3 befindliche Stift15 schließt nicht mit dem äußeren Umfang des Kerns3 ab. Dies kennzeichnet eine Stellung, in der der Schließzylinder beispielsweise mit der sogenannten Picking-Methode zu entriegeln versucht wurde. Der Kern3 befindet sich in einer gedrehten Stellung, in der sich die Bohrung13 des Kerns3 über einer der Nebenzuhaltungen5 befindet. Der Stift7 der einen Nebenzuhaltung5 dringt in die Bohrung13 des Kerns3 ein und blockiert dessen weitere Drehung. Bei einer versuchten Rückdrehung des Kerns3 kippt der dem Kern3 nahe Stift7 und gelangt mit seinem durchmessergroßen Ende aus der Führung11 heraus in die Tasche6 . Damit ist der dem Kern3 nahe Stift7 zwischen dem Kern3 und der von der Tasche6 gebildeten Stufe12 verklemmt. Der Kern3 kann daher weder weiter noch zurückgedreht werden. Die Stiftzuhaltungen4 sind rein mechanisch. Selbstverständlich kann der Schließzylinder auch eine nicht dargestellte elektromagnetisch angesteuerte Stiftzuhaltung aufweisen. -
4 zeigt eine weitere Ausführungsform des Schließzylinders, welche sich von der aus1 nur dadurch unterscheidet, dass eine Nebenzuhaltung17 einen einzigen Stift18 hat. Der Stift18 wird unmittelbar von einem Federelement19 in Richtung Kern3 vorgespannt und dringt in der dargestellten Stellung vollständig mit seinem durchmesserbreiten Ende in die Tasche20 ein. Ansonsten entspricht die Funktion der Nebenzuhaltung17 der in3 beschriebenen Nebenzuhaltung5 .
Claims (8)
- Schließzylinder mit einem in einem Gehäuse bewegbaren Kern, mit zumindest einer Stiftzuhaltung zur wahlweisen Blockierung oder Freigabe des Kerns gegenüber dem Gehäuse und mit einer in Bewegungsrichtung des Kerns neben der Stiftzuhaltung angeordneten Nebenzuhaltung, mit in Führungen des Gehäuses in Richtung des Kerns vorgespannten Stiften der Stiftzuhaltung und der Nebenzuhaltung und mit einer Stufe in der Führung der Nebenzuhaltung zur Abstützung des teilweise im Bereich des Kerns befindlichen Stiftes der Nebenzuhaltung, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (
11 ) der Nebenzuhaltung (5 ,17 ) eine zwischen der Stufe (12 ) und dem Kern (3 ) seitlich offene Tasche (6 ,20 ) aufweist. - Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Kern (
3 ) abgewandte Begrenzung der Tasche (6 ,20 ) die Stufe (12 ) bildet. - Schließzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (
11 ) der Nebenzuhaltung (5 ,17 ) als Bohrung mit konstantem Durchmesser ausgebildet ist. - Schließzylinder nach zumindest einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (
11 ,14 ) der Stiftzuhaltung (4 ) und der Nebenzuhaltung (5 ,17 ) parallel zueinander und in einer Ebene senkrecht zur Zylinderachse angeordnet sind. - Schließzylinder nach zumindest einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein durchmesserkleines Ende des Stiftes (
7 ,18 ) der Nebenzuhaltung (5 ,17 ) dem Kern (3 ) zugewandt und ein durchmessergroßes Ende dem Kern (3 ) abgewandt ist. - Schließzylinder nach zumindest einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (
7 ) der Nebenzuhaltung (5 ) auf einer schiefen Ebene eines dem Kern (3 ) entfernten Stiftes (8 ) aufliegt. - Schließzylinder nach zumindest einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Bewegungsrichtungen des Kerns (
3 ) neben der Stiftzuhaltung (4 ) jeweils eine Nebenzuhaltung (5 ) angeordnet ist. - Schließzylinder nach zumindest einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Stiftes (
7 ,18 ) einen wesentlich geringeren Durchmesser hat als die Stiftzuhaltung (4 ) im Kern (3 ) und dass der obere Teil des Stiftes (7 ,18 ) beim Eintauchen in den Kern (3 ) kippbar angeordnet ist.
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|---|---|---|---|
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- 2003-04-26 DE DE2003118913 patent/DE10318913B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| R018 | Grant decision by examination section/examining division | ||
| R020 | Patent grant now final |
Effective date: 20120609 |
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