DE10317836A1 - Stabilisatorstangenanordnung für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Stabilisatorstangenanordnung für ein KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Stabilisatorstangenanordnung für ein Kraftfahrzeug. Sie umfasst eine Stabilisatorstange, auf der eine Lagerhülse befestigt ist. Weiterhin ist eine Lagerhülsenhalterung vorgesehen, die durch Anpressen mechanisch mit der Lagerhülse verbunden ist. Durch diese mechanische Verbindung ergibt sich ein reibschlüssiger Sitz der Lagerhülse auf der Stabilisatorstange, wodurch eine Bewegung der Lagerhülse relativ zur Stabilisatorstange unterbunden wird. Schließlich ist eine Montagehalterung vorgesehen, um die Stabilisatorstange an einem Kraftfahrzeug zu befestigen.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen eine Stabilisatorstange für ein Kraftfahrzeug. Im Speziellen betrifft die vorliegende Erfindung die Montage eine Lagerhülse auf einer Stabilisatorstange, bei der eine reibschlüssige Verbindung zwischen der Lagerhülse und der Stabilisatorstange hergestellt wird.
- In einem Kraftfahrzeug dient eine Stabilisatorstange dazu, die Lage des Kraftfahrzeugs zu stabilisieren, was besonders bei einer Kurvenfahrt notwendig ist. Die Enden einer Stabilisatorstange sind an dem rechten und linken Radaufbau des Fahrzeugs befestigt. Ein Paar Halterungen, das zwischen den Enden der Stabilisatorstange angeordnet ist, verbindet die Stabilisatorstange mit einer Chassiskomponente des Fahrzeugs. Gummi- Lagerhülsen, die zwischen der Stabilisatorstange und den Halterungen angeordnet sind, erlauben ein begrenztes Torsions-, Axial- und Radialspiel der Stabilisatorstange relativ zu den Halterungen. Die Gummi-Lagerhülsen dämpfen außerdem die Bewegung der Stabilisatorstange. Dementsprechend hat die Steifigkeit oder Federhärte der Lagerhülsen einen Einfluss darauf, wie die Federung des Fahrzeugs empfunden wird.
- Um die Lagerhülsen auf der Stabilisatorstange zu fixieren, wird normalerweise ein Anlagepunkt an der Stabilisatorstange ausgebildet oder mit dieser verbunden. Manchmal sind diese Anlagepunkte als eine oder mehrere ringförmige Rippen ausgeführt, die sich um die Stabilisatorstange erstrecken. Dies macht die Herstellung der Stabilisatorstange aufwendiger und erhöht ihr Gewicht. Alternativ können die Lagerhülsen auf der Stabilisatorstange durch die Verwendung chemischer Haftmittel fixiert werden. Auch diese Maßnahme erhöht die Kosten und vergrößert den Aufwand des Fertigungsprozesses.
- Da die Steifigkeit der Lagerhülsen die Fahreigenschaften des Kraftfahrzeugs beeinflusst, werden in unterschiedlichen Fahrzeugen Lagerhülsen mit unterschiedlicher Steifigkeit eingesetzt. Dies erfordert die Bevorratung unterschiedlicher Lagerhülsen mit verschiedenen Steifigkeiten für unterschiedliche Fahrzeuge. Des Weiteren verlieren die Lagerhülsen mit der Zeit an Elastizität, was dazu führt, dass die Federung des Fahrzeugs als verändert wahrgenommen wird. Um diesen Zustand zu beheben, müssen die Lagerhülsen normalerweise unter erheblichem Kostenaufwand ersetzt werden.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbesserte Stabilisatorstangenanordnung anzugeben, die die Verwendung einer einheitlichen Lagerhülse bei gleichzeitig variabler Steifigkeit erlaubt. Darüber hinaus soll sie einen einfachen und kostengünstigen Austausch der Lagerhülsen ermöglichen.
- Grundsätzlich soll eine solche Stabilisatorstangenanordnung auf einheitlichen Komponenten basieren, aber und dennoch an die Steifigkeitserfordernisse verschiedener Kraftfahrzeuge angepasst werden können.
- Ein weiteres Ziel dieser Erfindung besteht darin, eine Stabilisatorstangenanordnung bereitzustellen, bei dem etwaige Elastizitätsverluste der Lagerhülsen durch eine Justierung ausgeglichen werden können.
- Es ist ebenfalls ein Ziel dieser Erfindung, einen Stabilisatorstangenanordnung bereitzustellen, dessen Lagerhülsen durch Reibung auf der Stabilisatorstange fixiert werden, wobei die Lagerhülsen durch eine Lagerhülsenhalterung so auf die Stabilisatorstange aufgepresst werden, dass die Steifigkeit der Lagerhülsen durch eine Änderung der von der Lagerhülsenhalterung ausgehenden Kompressionskraft geändert werden kann.
- Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Stabilisatorstangenanordnung, die eine Stabilisatorstange und eine darauf angeordnete Lagerhülse umfasst. Die Anordnung umfasst des Weiteren eine Lagerhülsenhalterung, die durch Anpressen mechanisch so mit der Lagerhülse verbunden ist, dass die Lagerhülse reibschlüssig mit der Stabilisatorstange verbunden ist. Weiterhin ist eine Montagehalterung vorgesehen, um die Stabilisatorstange an einem Fahrzeug zu befestigen.
- In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Lagerhülsenhalterung entlang ihrer gesamten Länge einen konstanten Außendurchmesser auf, so dass die Lagerhülse über die gesamte Länge der Lagerhülsenhalterung eine konstante Kompression erfährt.
- In einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Lagerhülsenhalterung einen abgestuften Außendurchmesser auf, so dass die Lagerhülse jeweils innerhalb diskreter Abschnitte den gleichen Anpressdruck erfährt, dieser über die Länge der Lagerhülsenhalterung jedoch variiert.
- Weiterhin stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren bereit, um eine Lagerhülse, die eine Stabilisatorstange umschließt, mit einer Vorspannkraft zu beaufschlagen. Das Verfahren weist dabei die folgenden Schritte auf:
- - Bereitstellen einer Stabilisatorstange,
- - Aufsetzen einer Lagerhülse auf die Stabilisatorstange,
- - Aufsetzen einer zylindrischen Lagerhülsenhalterung, die einen ersten Außendurchmesser hat, auf die Lagerhülse, und
- - Reduzieren des ersten Außendurchmessers der Lagerhülsenhalterung auf einen zweiten Außendurchmesser, der kleiner als der erste Außendurchmesser ist.
- Die verschiedenen Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Stabilisatorstangenanordnung basieren auf einheitlichen Komponenten, können aber an die Anforderungen verschiedener Kraftfahrzeuge angepasst werden. Darüber hinaus können sie auf einfache Weise repariert werden, wenn die Lagerhülsen einen Teil ihrer Elastizität verloren haben.
- Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus den nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen, die nachstehend anhand der Zeichnung erläutert werden.
- Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine Stabilisatorstange gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2 ist eine vergrößerte Darstellung des Ausschnittes der Stabilisatorstange, der in Fig. 1 durch den Kreis mit der Nummer 2 gekennzeichnet ist;
- Fig. 3 ist eine perspektivische Teilansicht einer ersten Ausführungsform;
- Die Fig. 4 bis 7 sind Schnittansichten der ersten Ausführungsform, die jeweils ohne eine Montagehalterung gezeigt sind;
- Die Fig. 8 bis 11 sind Schnittansichten der Fig. 3 und stellen verschiedene alternative Abwandlungen der ersten Ausführungsform dar;
- Fig. 12 ist eine perspektivische Ansicht ähnlich Fig. 3, wobei die Lagerhülsenhalterung ein abgestuftes Profil aufweist;
- Fig. 13 ist die Ansicht eines Schnittes, der entlang der Linie 13-13 in Fig. 12 vorgenommen wurde, und zeigt das abgestufte Profil der Lagerhülsenhalterung;
- Fig. 14 ist eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 15 ist die Ansicht eines Schnittes durch die zweite Ausführungsform im Wesentlichen entlang der Linie 15-15 in Fig. 14;
- Die Fig. 16 und 17 sind Schnittansichten ähnlich Fig. 15 und zeigen alternative Abwandlungen der zweiten Ausführungsform;
- Fig. 18 ist eine Schnittansicht im Wesentlichen entlang der Linie 18-18 in Fig. 17 und zeigt die Falzungen der Lagerhülsenhalterung und der Montagehalterung;
- Fig. 19 ist eine perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 20 ist eine Schnittansicht im Wesentlichen entlang der Linie 20-20 in Fig. 19 und zeigt, wie die Montagehalterung die Lagerhülsenhalterung umfasst;
- Die Fig. 21 bis 23 sind Schnittansichten ähnlich Fig. 20 und zeigen alternative Abwandlungen der dritten Ausführungsform;
- Die Fig. 24 bis 27 sind Ansichten zweier alternativer Abwandlungen der dritten Ausführungsform, bei denen das Profil der Lagerhülsenhalterung abgestuft ist.
- In den Fig. 1 bis 3 ist eine Stabilisatorstangenanordnung 10 für ein Kraftfahrzeug dargestellt. Die Stabilisatorstangenanordnung 10 umfasst eine Stabilisatorstange 12, auf der mindestens eine Lagerhülseneinheit 13 angeordnet ist. Die Stabilisatorstange 12 besteht im Allgemeinen aus Stahl und kann sowohl einen Voll- als auch ein Hohlprofil aufweisen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Stabilisatorstange 12 aus anderen geeigneten Materialien bestehen kann. Die Lagerhülseneinheiten 13 umfassen eine Lagerhülsenhalterung 16, die eine Lagerhülse 14 umfasst und durch Anpressen mechanisch so mit der Lagerhülse 14 verbunden ist, dass die Lagerhülse 14 in reibschlüssiger Verbindung mit der Stabilisatorstange 12 steht.
- Die Lagerhülse 14 besteht aus einem elastomeren Material wie Gummi oder aus einem anderen elastischen Material. Die Lagerhülse 14 ist im Allgemeinen hülsenförmig und hat eine zylindrische Außenseite sowie eine sich entlang ihrer Längsachse erstreckende Durchgangsbohrung, die einen Innendurchmesser definiert. Dieser Innendurchmesser der Lagerhülse 14 ist vorzugsweise etwas kleiner als der Außendurchmesser der Stabilisatorstange 12, wobei jedoch darauf hingewiesen sei, dass die vorliegende Erfindung auch mit einer Lagerhülse 14 ausgeführt werden kann, deren Innendurchmesser gleich oder sogar etwas größer ist als der Außendurchmesser der Stabilisatorstange 12. Die Lagerhülse 14 wird vorzugsweise nur durch Reibung auf der Stabilisatorstange 12 festgelegt. Jedoch kann zusätzlich ein Klebemittel zwischen dem Innendurchmesser der Lagerhülse 14 und dem Außendurchmesser der Stabilisatorstange 12 für zusätzliche Haftung zwischen der Lagerhülse 14 und der Stabilisatorstange 12 sorgen. Sobald die Lagerhülse 14 in eine geeignete Lage auf der Stabilisatorstange 12 gebracht wurde, wird die Lagerhülsenhalterung 16 auf die Lagerhülse 14 aufgesetzt. Wie Fig. 4 zu entnehmen ist, ist die Lagerhülsenhalterung 16 ebenfalls im Allgemeinen hülsenförmig und hat eine zylindrische Außenfläche, die einen ersten Außendurchmesser 18 aufweist, und weist eine sich längs ihrer Längsachse erstreckende, zylindrische Durchgangsbohrung auf, die einen Innendurchmesser definiert. Der Innendurchmesser der Lagerhülsenhalterung 16 ist groß genug, um die Lagerhülse 14 aufzunehmen.
- Sobald die Lagerhülsenhalterung 16 die Lagerhülse 14 in sich aufgenommen hat, wird der Außendurchmesser 18 der Lagerhülsenhalterung 16 auf einen zweiten, kleineren Außendurchmesser 22 reduziert, was in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist. Durch ihren reduzierten Außendurchmesser 22 komprimiert die Lagerhülsenhalterung 16 nun die Lagerhülse 14. Wenn der Außendurchmesser der Lagerhülsenhalterung 16 auf den zweiten Außendurchmesser 22 reduziert wird, presst die Lagerhülsenhalterung 16 die Lagerhülse 14 mit ausreichender Kraft gegen die Stabilisatorstange 12, um eine reibschlüssige Verbindung zwischen der Stabilisatorstange 12 und der Lagerhülse 14 herzustellen, was eine Relativbewegung zwischen der Lagerhülse 14 und der Stabilisatorstange 12 zumindest in Längsrichtung verhindert. Die Lagerhülsenhalterung 16 wird vorzugsweise durch Quetschen auf den zweiten Außendurchmesser 22 reduziert; es können jedoch auch andere aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren zur Reduzierung des Außendurchmessers der Lagerhülsenhalterung 16 und zur Erzeugung der notwendigen Kompressionskraft auf die Lagerhülse 14 angewandt werden.
- Die Stabilisatorstange 12 hat vorzugsweise einen Querschnitt, der in Längsrichtung spiegelsymmetrisch ist. Die Lagerhülse 14 und die Lagerhülsenhalterung 16 haben Querschnitte, die mit dem Querschnitt der Stabilisatorstange 12 korrespondieren. Wie in Fig. 5 dargestellt ist, hat die Lagerhülsenhalterung 16 sowohl vor als auch nach dem Reduzieren durch Quetschen einen kreisförmigen Querschnitt. Die Lagerhülsenhalterung 16 kann jedoch auch eine andere Querschnittsform haben, was in Fig. 6 beispielhaft anhand einer sechseckigen Querschnittsform der Lagerhülsenhalterung 16 und der Stabilisatorstange 12 dargestellt ist.
- Wie in den Fig. 1 bis 3 zu sehen ist, ist an der Lagerhülsenhalterung 16 eine Montagehalterung 24 vorgesehen, um eine Montage der Lagerhülsenhalterung 16 an einem Chassisteil eines Kraftfahrzeugs zu ermöglichen. Die Montagehalterung 24 weist vorzugsweise Montagelöcher 25 auf, die eine Montage der Montagehalterung 24 am Chassisteil des Kraftfahrzeugs zu ermöglichen. Da die Lagerhülse 14 aus einem elastischen Material gefertigt ist, das eine begrenzte Relativbewegung zwischen der Stabilisatorstange 12 und der Lagerhülsenhalterung 16 zulässt, bewirkt die Lagerhülsenvorrichtung 13 eine Rückstellkraft und eine Dämpfungskraft für die Torsions-, Radial- und Axialbewegung der Stabilisatorstange 12 relativ zum Chassis des Fahrzeugs.
- Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform, in der die Montagehalterung 24 ein im Wesentlichen flaches Bauteil ist, das sich aufgrund seiner Formgebung an einen Abschnitt der Außenfläche der Lagerhülsenhalterung 16 anschmiegt und dazu vorgesehen ist, am Chassis eines Kraftfahrzeugs befestigt zu werden. In dieser Ausführungsform ist die Montagehalterung 24 zwischen der Lagerhülsenhalterung 16 und dem Chassis des Fahrzeugs angeordnet. Die Montagehalterung 24 kann auf die Lagerhülsenhalterung 16 aufgeschweißt sein, was durch die Schweißpunkte 25 in den Schnittansichten der Fig. 8 und 9 verdeutlicht wird. Alternativ zu dieser Befestigung kann die Montagehalterung 24 mit Nieten 27 an der Lagerhülsenhalterung 16 befestigt sein, was durch die Nieten 27 in den Schnittansichten der Fig. 10 und 11 dargestellt ist. Die Montagehalterung 24 kann vor oder nach dem Reduzieren des Außendurchmessers der Lagerhülsenhalterung 16 auf den zweiten Außendurchmesser 22 an der Lagerhülsenhalterung 16 angebracht werden.
- In der in den Fig. 9 bis 11 dargestellten Ausführungsform ist die Lagerhülsenhalterung 16 über ihre gesamte Länge auf einen konstanten, zweiten Außendurchmesser 22 reduziert. Die Lagerhülse 14 wird daher über die gesamte Länge der Lagerhülsenhalterung 16 gleichmäßig komprimiert. Alternativ dazu kann für die Stabilisatorstangenanordnung 10 eine Lagerhülsenhalterung 16a mit abgestuftem Außendurchmesser zur Anwendung kommen, wie die Fig. 12 und 13 zeigen. In der abgestuften Ausführung werden einige Abschnitte der Lagerhülsenhalterung 16a nach der Reduzierung auf den zweiten Außendurchmesser 22 nochmals auf einen dritten Außendurchmesser 26 reduziert, der kleiner ist als der zweite Außendurchmesser 22. Wie in den Fig. 12 und 13 dargestellt, werden Abschnitte an den beiden Enden der Lagerhülsenhalterung 16 auf den dritten Außendurchmesser 26 reduziert. Die abgestufte Lagerhülsenhalterung 16a weist daher Abschnitte mit unterschiedlicher Kompression der Lagerhülse 14 auf.
- Wie aus den Fig. 12 und 13 ersichtlich ist, wird durch einen mittig gelegenen Teil der Lagerhülsenhalterung 16a ein erster Abschnitt 28 definiert, der auf den zweiten Außendurchmesser 22 reduziert wurde. Die an den beiden Enden der Lagerhülsenhalterung 16a gelegenen Bereiche der Lagerhülsenhalterung 16a definieren zweite Abschnitte 30, die auf den dritten Außendurchmesser 26 reduziert wurden. Der Bereich der Lagerhülse 14, der innerhalb des ersten Abschnittes 28 liegt, wird nicht so stark komprimiert wie die Bereiche der Lagerhülse 14, die innerhalb der zweiten Abschnitte 30 liegen. Daher werden die Bereiche der Lagerhülse 14, die innerhalb des zweiten Abschnittes 30 liegen, eine höhere Federkonstante und eine größere Steifigkeit aufweisen.
- Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die gleiche Stabilisatorstangenanordnung 10 in verschiedenen Anwendungen, die jeweils unterschiedliche Federkonstanten der Lagerhülsen 14 erfordern, eingesetzt werden kann. Die resultierende Federkonstante der Lagerhülse 14 hängt vom Grad der Komprimierung ab, den die Lagerhülse 14 durch die Lagerhülsenhalterung 16 erfährt. Die Federzahl einer einzigen Anordnung kann einfach dadurch variiert werden, dass die Lagerhülsenhalterungen 16 unterschiedlich stark zusammengequetscht werden. Wenn die Stabilisatorstangenanordnung 10 in einem Fahrzeug zum Einsatz kommt, das eine weiche Federung haben soll, kann die Lagerhülsenhalterung 16 auf einen zweiten Außendurchmesser 22 reduziert werden, der die Lagerhülse 14 zwar komprimiert, aber dennoch eine weiche Federung gewährleistet. Wenn die Stabilisatorstangenanordnung 10 in einem Fahrzeug zum Einsatz kommt, das eine straffe Federung haben soll, kann die Lagerhülsenhalterung 16 auf einen kleineren zweiten Außendurchmesser 22 reduziert werden, der die Lagerhülse in einem größeren Maße komprimiert, woraus eine straffere Federung resultiert.
- Die vorliegende Erfindung trägt außerdem zur Vereinheitlichung des Herstellungsprozesses von Stabilisatorstangenanordnungen 10 bei. Auch wenn standardisierte Lagerhülsen 14 und Montagehalterungen 24 verwendet werden, führen kleine Abweichungen im Herstellungsprozess dazu, dass sich eine Anordnung geringfügig andere Eigenschaften aufweist als eine andere. Gemäß der vorliegenden Erindung kann nun der Grad des Zusammenquetschens der Lagerhülsenhalterungen 16 vorliegenden Erfindung durch Kontrolle der angewendeten Druckkraft gesteuert werden. Damit kann jede einzelne Anordnung soweit komprimiert werden kann, bis der Anpressdruck der Lagerhülse 14 die jeweiligen Vorgaben erfüllt. Auf diese Weise kann der Anpressdruck auch bei unterschiedlich großen Lagerhülsenhalterungen 16 und Lagerhülsen 14 gleich groß sein, wodurch die Stabilisatorstangenanordnungen 10 eine gleich bleibende Steifigkeit aufweisen.
- Zusätzlich lässt die Stabilisatorstange 12 der vorliegenden Erfindung eine Reparatur der Lagerhülsen 14 zu. Mit der Zeit werden die Lagerhülsen 14einen Teil ihrer Elastizität verlieren, was zu einer Änderung ihrer Federhärte und damit zu einem veränderten Fahrgefühl des Kraftfahrzeugs führt. Um die Federhärte wieder zu korrigieren, ist nichts anderes nötig, als die Lagerhülsenhalterung 16 nochmals zu komprimieren, bis der gewünschte Anpressdruck wieder eingestellt ist. Dieses Vorgehen ermöglicht es, die Federung eines älteren Fahrzeugs zu justieren oder zu reparieren, ohne dass ein einziges Bauteil der Stabilisatorstangenanordnung 10 ausgetauscht werden muss.
- Eine zweite Ausführungsform einer Stabilisatorstangenanordnung 110 ist in Fig. 14 dargestellt und umfasst eine Lagerhülse 114, die auf eine Stabilisatorstange 112 aufgeschoben ist und mittels einer Lagerhülsenhalterung 116 auf der Stabilisatorstange 112 gesichert wird. Eine Montagehalterung 124 übergreift die Lagerhülsenhalterung 116 dergestalt, dass die Lagerhülsenhalterung 116 zwischen einem Chassisteil des Fahrzeugs und der Montagehalterung 124 gefangen ist. Wie in Fig. 15 zu sehen ist, weist die Lagerhülsenhalterung 116 der zweiten bevorzugten Ausführungsform einen zentralen Abschnitt 131 mit reduziertem Außendurchmesser sowie Flansche 132 auf, die an den Enden der Lagerhülsenhalterung 116 in radialer Richtung abstehen. Die Montagehalterung 124 übergreift die Lagerhülsenhalterung 116, stützt sich an den Flanschen 132 ab und ist an den Flanschen 132 mit der der Lagerhülsenhalterung 116 verschweißt.
- Alternativ kann in der zweiten Ausführungsform eine Montagehalterung 124a zum Einsatz kommen, die so geformt ist, dass sie zwischen die Flansche 132 der Lagerhülsenhalterung 116 gesetzt werden kann. Wie in Fig. 16 zu sehen ist, passt die Montagehalterung 124a vorzugsweise zwischen die Flansche 132 und weist ihrerseits radial abstehende Montageflansche 134 auf, die an das Profil der Lagerhülsenhalterung 116 angepasst sind. Die Montageflansche 134 der profilierten Montagehalterung 124a ragen über die Flansche 132 der Lagerhülsenhalterung 116 hinaus, um das Anbringen einer Schweißnaht 135 zwischen der Montagehalterung 124a und der Lagerhülsenhalterung 116 zu erleichtern. In einer Variante der Montagehalterung 124a, die in den Fig. 17 und 18 dargestellt ist, bilden die Montageflansche 134 und die Flansche 132 der Lagerhülsenhalterung 116 einen gemeinsamen Abschluss, wobei die Flansche 132 und die Montageflansche 134 in dieser Variante zusammengefalzt sind, um die Montagehalterung 124a an der Lagerhülsenhalterung 116 zu befestigen.
- In Fig. 19 ist eine Ausführungsform einer Stabilisatorstangenanordnung 210 dargestellt. Die dritte Ausführungsform umfasst eine Stabilisatorstange 212, auf der eine Lagerhülse 214 durch eine Lagerhülsenhalterung 216 fixiert ist. Die Lagerhülsenhalterung 216 der dritten Ausführungsform ist ein zylindrischer Mantel und weist keine Flansche auf. Eine Montagehalterung 224, die ebenfalls keine Flansche aufweist, übergreift die Lagerhülsenhalterung 216, um die Lagerhülsenhalterung 216 zwischen einem Chassisteil des Fahrzeugs und der Montagehalterung 224 zu fixieren.
- Die Montagehalterung 224 kann an der Lagerhülsenhalterung 216 durch Schweißpunkte 225 befestigt werden, was in den Fig. 19 und 20 zu sehen ist. Alternativ dazu kann die Montagehalterung 224, wie in Fig. 21 gezeigt, durch Nieten 227 an der Lagerhülsenhalterung 216 befestigt werden. Die Montagehalterung 224 kann außerdem durch Falzen an der Lagerhülsenhalterung 216 befestigt werden, wie in Fig. 22 zu sehen ist. Allerdings sollten bei dieser Variante keine runden Querschnitte zum Einsatz kommen, um einer Verdrehung der Lagerhülsenhalterung 216 in der Montagehalterung 224 vorzubeugen. Fig. 23 zeigt für den Fall, dass die Montagehalterung 224 durch Falzen an der Lagerhülsenhalterung 216 befestigt werden soll, einen besser geeigneten Querschnitt.
- Wie in der ersten Ausführungsform hat die Lagerhülsenhalterung 216 einen ersten Außendurchmesser und einen Innendurchmesser, dessen Größe so gewählt ist, dass er die Lagerhülse 214 aufnehmen kann. Nachdem die Lagerhülsenhalterung 216 um die Lagerhülse 214 gelegt wurde, wird der erste Außendurchmesser der Lagerhülsenhalterung 216 auf einen kleineren zweiten Außendurchmesser 222 reduziert, wodurch die eingeschlossene Lagerhülse 214 komprimiert wird. Die Montagehalterung 224 kann an der Lagerhülsenhalterung 216 vor oder nach dem Reduzieren der Lagerhülsenhalterung 216 auf einen zweiten Außendurchmesser 222 angebracht werden.
- Die Stabilisatorstangenanordnung 210 der dritten Ausführungsform kann außerdem eine Lagerhülsenhalterung 216a mit abgestuftem Außendurchmesser aufweisen. Abschnitte 225 der Lagerhülsenhalterung 216a können vor oder nach dem Anbringen der Montagehalterung 224 an der Lagerhülsenhalterung 216a auf einen dritten Außendurchmesser 226 reduziert werden, der kleiner als der zweite Außendurchmesser 222 ist. Ein Restabschnitt 227 verbleibt dabei reduziert nur auf den zweiten Außendurchmesser 222.
- Wie in den Fig. 24 und 25 dargestellt, kann die Stabilisatorstangenanordnung 210 auch eine Montagehalterung 224a aufweisen, deren Breite an die Breite des Restabschnittes 227, der nur auf den zweiten Außendurchmesser 222 reduziert wurde, angepasst ist. Die Montagehalterung 224a wird dann an der Lagerhülsenhalterung 216a nur im Bereich des Restabschnitts 227 angebracht. Die Montagehalterung 224a kann entweder vor oder nach der Reduzierung einzelner Abschnitte der Lagerhülsenhalterung 216a an derselben befestigt werden. Alternativ dazu kann in der Stabilisatorstangenanordnung 210 eine Montagehalterung 224b zum Einsatz kommen, deren Breite im Wesentlichen gleich der Breite der Lagerhülsenhalterung 216a ist, und die an der Lagerhülsenhalterung 216a angebracht wird, bevor Abschnitte der Lagerhülsenhalterung 216a auf einen dritten Außendurchmesser 226 reduziert werden. Die Lagerhülsenhalterung 216a und die Montagehalterung 224b werden dann gemeinsam auf ein abgestuftes Profil reduziert, wie in den Fig. 26 und 27 dargestellt ist.
- Die vorstehenden Ausführungsbeispiele beschreiben drei bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Ein Fachmann wird anhand dieser Ausführungsbeispiele sowie der angefügten Zeichnungen und Ansprüche schnell feststellen, dass Änderungen und Modifikationen an der Erfindung vorgenommen werden können, ohne dass vom eigentlichen Geist und vom angemessenen Geltungsbereich, der in den folgenden Ansprüchen definiert wird, abgewichen würde. Die Erfindung wurde in illustrativer Weise beschrieben, und es sei darauf hingewiesen, dass die verwendete Terminologie einen eher beschreibenden und keinen einschränkenden Charakter haben soll.
Claims (10)
1. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) für ein Kraftfahrzeug
mit den folgenden Merkmalen:
a) eine Stabilisatorstange (12/112/212);
b) eine Lagerhülse (14/114/214), die an der Stabilisatorstange
(12/112/212) befestigt ist;
c) eine Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a), die
durch Anpressen mechanisch mit der Lagerhülse (14/114/214)
so verbunden ist, dass die Lagerhülse (14/114/214)
durch Reibschluss auf der Stabilisatorstange (12/112/212)
fixiert ist, wodurch eine Bewegung der Lagerhülse (14/114/214)
relativ zur Stabilisatorstange (12/112/212) unterbunden
wird; und
d) eine Montagehalterung (24/124/124a/224/224a/224b),
die dazu vorgesehen ist, die Stabilisatorstange (12/112/212)
an einem Kraftfahrzeug zu befestigen.
2. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülse (14/114/214) aus
einem elastomeren Material besteht.
3. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülsenhalterung (16/16
a/-116/216/216a) entlang ihrer Länge einen konstanten
Außendurchmesser aufweist, so dass die Lagerhülse (14/114/214) über
die gesamte Länge der Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a)
gleichmäßig komprimiert wird.
4. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a)
einen abgestuften Außendurchmesser aufweist, so
dass die Lagerhülse (14/114/214) innerhalb diskreter Abschnitte
den gleichen Anpressdruck erfährt, dieser über die gesamte Länge der
Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a) jedoch variiert.
5. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Montagehalterung (24/124/124a/224/224a/224b)
unverlierbar mit Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a)
verbunden ist.
6. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein chemisches Haftmittel
eingesetzt wird, um die Lagerhülse (14/114/214) unverlierbar mit
der Stabilisatorstange (12/112/212) zu verbinden.
7. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Stabilisatorstange
(12/112/212) bezüglich einer Mittelebene spiegelsymmetrisch ist.
8. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a)
in zwei Positionen eingestellt werden kann, wobei
die erste Position eine erste Kompressionskraft und die zweite Position
eine zweite Kompressionskraft auf die Lagerhülse (14/114/214)
ausübt.
9. Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reibschluss zwischen der
Lagerhülse (14/114/214) und der Stabilisatorstange (12/112/212) durch
Kompression der Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a)
justiert werden kann.
10. Verfahren zum Justieren der Federung eines älteren Kraftfahrzeugs
mit einer Stabilisatorstangenanordnung (10/110/210) gemäß
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülsenhalterung (16/16a/116/216/216a)
nochmals komprimiert wird, bis der
gewünschte Anpressdruck wieder eingestellt ist.
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