DE10315045A1 - Verbindung von zwei Profilstäben und Absperrungskonstruktion mit derartigen Verbindungen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Verbindung von zwei Profilstäben (9, 9a) mit Hilfe eines Verbinders (1), der an beiden Enden hammerkopfartige Halteelemente (2, 3) aufweist, von denen eines als Klemmelement (2) und das andere als Gleitelement (3) ausgebildet ist. Auf diese Weise lassen sich Profilstäbe (9, 9a) mit hinterschnittenen Längsnuten ohne großen Aufwand gleitend miteinander verbinden. Derartige Verbindungen lassen sich besonders vorteilhaft in aus Profilstäben gebildeten Absperrungskonstruktionen für Maschinen und Anlageteilen verwenden, um Schiebefenster und Schiebetüren linear gleitend zu befestigen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Verbindung von zwei Profilstäben gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 sowie eine aus Profilstäben gebildete Absperrungskonstruktion.
- Verbindungen für Profilstäbe, insbesondere in Form von Aluminium- oder Kunststoffhohlprofilen sind zahlreich bekannt. Im Regelfall geht es darum, die jeweiligen Profilstäbe starr miteinander im Sinne eines Rahmenwerkes zu verbinden. Die Profilstäbe weisen mindestens eine, vielfach aber bei im wesentlichen quadratischem Gesamtquerschnitt an jeder Seite jeweils eine Längsnut auf, die hinterschnitten ist. In die Längsnut lassen sich zugankerähnliche Elemente mit einem Kopf einsetzen, dessen Form der Querschnittsform der Nut angepasst ist. Um diese Elemente nicht regelmäßig von der offenen Stirnseite der Längsnut in diese einschieben zu müssen, ist es bekannt, den Kopf des Verbindungselementes (Verbinder) nach Art eines Hammerkopfes zu gestalten. Das bedeutet, dass der Kopf in seiner Längsrichtung eine dem Querschnitt der Längsnut für eine formschlüssige Verbindung angepasste Querschnittsform hat, wohingegen er in seiner Querrichtung einen schmaleren Querschnitt aufweist, der es gestattet, ihn an beliebiger Stelle durch die Längsöffnung der Längsnut in diese einzuführen. Danach kann der Verbinder durch Drehung um 90° zum Formschluss gebracht werden, so dass er nicht mehr aus der Längsöffnung herausgezogen werden kann. Durch Verspannung mittels einer Schraubverbindung, deren Mutterteil an dem zweiten Profilstab angeformt oder in diesem festgelegt ist, kann die starre Verbindung beider Profilstäbe hergestellt werden. Derartige Verbindungen, die den Vorteil besitzen, an beliebigen Positionen des Profilstabes angeordnet werden zu können, indem vor der Befestigung eine entsprechende Verschiebung des anderen Profilstabs mit dem Verbinder erfolgt, sind beispielsweise aus der
DE 196 38 221 A1 , derDE 196 41 500 C2 und auch aus derDE 197 57 089 C1 bekannt. In allen drei Fällen wird jeweils ein Verbinder mit einem Hammerkopf-förmigen Klemmanker verwendet, der in die Längsnut des einen Profilstabs eingeführt wird und dann durch eine im Bereich der Längsachse des zweiten Profilstabs angeordnete Schraubverbindung verspannt wird, so dass beide Profilstäbe eine starre Verbindung bilden. - Profilstäbe, insbesondere Aluminiumhohlprofile, werden vielfach benutzt als Rahmenwerke zur Bildung von Absperrgittern an Maschinen oder Anlagenteilen. Zu Wartungs- oder Revisionszwecke ist aber eine Zugangsmöglichkeit in Form von Fenstern oder Türen vorzusehen, die den gelegentlichen einfachen Zutritt zum abgesperrten Bereich ermöglichen. Diese Fenster oder Türen werden vielfach wegen des geringen Platzbedarfs beim Öffnungen als Schiebelemente ausgeführt, für die spezielle Gleitprofile als Linearführungen eingesetzt werden.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verbindung von zwei Profilstäben vorzuschlagen, bei denen eine Linearführung von Profilstäben relativ zueinander mit minimalem Aufwand realisierbar ist.
- Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Verbindung mit dem im Schutzanspruch 1 angegebenen Maßnahmen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Erfindung geht aus von zwei Profilstäben, z.B. Aluminiumhohlprofilen, die jeweils mit mindestens einer über die Länge der Profilstäbe gehenden Längsnut versehen sind. Die Längsnuten weisen dabei jeweils Hinterschneidungen auf. Zur Verbindung der Profile ist mindestens ein Verbinder vorgesehen, der eine erste und eine zweite Endseite aufweist, die jeweils mit einem der beiden Profilstäbe verbunden sind. Dabei ist die erste Endseite mit einem in die Längsöffnung der Längsnut einführbaren und durch Drehung um die Längsachse des Verbinders in eine formschlüssige Stellung bringbaren und in dieser Stellung festklemmbaren Klemmanker versehen. Erfindungsgemäß ist die zweite Endseite des Verbinders als Gleitanker gestaltet, dessen Querschnittsform der Längsnut des anderen Profilstabs entspricht, d.h. ein gewisses Spiel diesem gegenüber aufweist, so dass eine formschlüssige Gleitführung dieses Profils gegenüber dem Profil mit dem festgeklemmten Klemmanker geschaffen wird.
- Der große Vorteil hierbei ist, dass auf spezielle Profile für Gleitführungen und deren Verbindungen mit den hier benutzten üblichen Profilen völlig verzichtet werden kann. Ferner können die Gleitführungen an beliebigen Stellen des jeweiligen Profils eingesteckt und befestigt werden, ohne das hierzu aufwändiges Werkzeug erforderlich ist.
- Zweckmäßigerweise weist der Gleitanker ähnlich wie dies beim Klemmanker vorteilhaft der Fall ist, im Längsschnitt durch den Verbinder eine T-Form auf und ist insbesondere als Hammerkopf ausgebildet. Grundsätzlich gilt, dass die Form des Gleitankers der Querschnittsform der Längsnut angepasst sein muss, dieser Nut also unter Beachtung eines gewissen Spieles entspricht. Wesentlich ist, dass der Gleitanker an den für die Linearführung vorgesehene Gleitflächen der Längsnut des Profilstabs gleitend anliegen kann, ohne aus der Nut herausrutschen zu können.
- Selbstverständlich ist es möglich, den Gleitanker von der Stirnseite des Profilstabs her in die jeweilige Längsnut einzuschieben. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, den Gleitanker in ähnlicher Weise wie den Klemmanker so zu gestalten, beispielsweise als Hammerkopf, dass er mit seiner Längsrichtung parallel zur Nutlängsrichtung an beliebigen Stellen des Profilstabs durch die Nutöffnung in die Längsnut eingesetzt und durch Drehung des Verbinders längs gleitbar, formschlüssig in der Längsnut verriegelt werden kann. Im Unterschied hierzu kann der Klemmanker, der z.B. als Hammerkopf ausgeführt ist, durch eine solche Drehung ortsfest mit dem Profilstab, in dessen Längsnut er eingesetzt ist, verbunden (verklemmt) werden. Hierzu weist der Klemmanker eine Anlagefläche auf, die mit einer Profilierung in Form beispielsweise eines Klemmhöckers oder einer Keilfläche (Keilwinkel muss so klein sein, dass Selbsthemmung gegeben ist) versehen ist, wobei die Anlagefläche mit einer einen Presssitz im Innenbereich der Längsnut erzeugenden weiteren Anlagefläche durch die Drehung des Verbinders zur Anlage bringbar ist. Diese weitere Anlagefläche kann beispielsweise dem Grund der Längsnut zugewandt sein; vorteilhaft befindet sie sich jedoch im Bereich der Hinterschneidung der Längsnut. Es versteht sich von selbst, dass statt einer Anordnung einer die Klemmung ermöglichenden Profilierung am Klemmanker auch entsprechende Profilierungen im Innenbereich der Längsnut vorgesehen sein können.
- Der Klemmanker und der Gleitanker sind zweckmäßig durch ein einstückig mit beiden verbundenes Mittelstück zusammengehalten. Grundsätzlich wäre selbstverständlich eine aus mehreren Einzelteilen z.B. durch Schraubverbindungen zusammengesetzte Anordnung des Verbinders möglich. Das Mittelstück selbst weist in einer vorteilhaften Ausführungsform einen sich zum Klemmanker erstreckenden Klemmschaft auf, der mit einer im Bereich der Nutöffnung der Längsnut des jeweiligen Profilstabs an eine Führungsfläche der Nut anlegbare Anschlagfläche versehen ist. Dadurch kann die Drehung des Verbinders bei der Montage exakt z.B. auf 90° begrenzt werden. Vorteilhaft sind zwei paarweise sich gegenüberliegende Anschlagflächen am Klemmschaft vorgesehen, so dass der Verbinder in der montierten Stellung eine gegenüber der Längsnut exakt zentrierte Stellung einnimmt.
- Die Zentrierung des Verteilers in der Längsnut des Profilstabs, in dem die Klemmung vorgesehen ist, wird erleichtert, wenn der Klemmschaft zweckmäßigerweise zwischen den beiden Anschlagflächen teilzylindrisch ausgebildet ist, wobei der Zylinderdurchmesser dem Öffnungsmaß (Breite der Längsnutöffnung) entspricht, d.h. nur geringfügig kleiner ist, um ein leichtes Einführen in die Nut zu ermöglichen.
- Auf der dem Gleitanker zugewandten Seite besitzt das Mittelstück einen Gleitschaft, der vorzugsweise zumindest in der Klemmstellung des Klemmankers gegenüber dem ersten Profilstab seinerseits einen gleitbaren Kontakt mit einer, vorzugsweise aber zwei sich gegenüberliegenden Führungsflächen im Bereich der Nutöffnung der Längsnut des gleitend verbundenen zweiten Profilstabs aufweist. Zweckmäßig ist der Gleitschaft vollzylindrisch ausgebildet. Dies bietet den großen Vorteil, dass dann der gleitend verbundene Profilstab nicht in jedem Fall im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Gleitankers angeordnet sein muss, sondern auch schräg angestellt sein kann, beispielsweise in einem Winkel von 45–90°, ohne die Gleitfunktion zu beeinträchtigen. Das bedeutet also, dass in einem solchen Fall die Gleitführung schräg zu der Längsrichtung des ersten Profilstabs ausgerichtet ist, in dessen Längsnut der Verbinder ortsfest eingeklemmt wurde.
- Um die Drehung und damit das Klemmen des Verbinders zu erleichtern, kann im Mittelteil ein Schlüsselkopf in Form eines Mehrkants angeordnet sein, an dem ein Schraubenschlüssel ansetzbar ist und auf diese Weise durch Hebelwirkung das Drehen erleichtert. Zusätzlich oder alternativ kann im Mittelteil auch ein Dornloch vorgesehen sein, in das für den gleichen Zweck ein Dorn als Hebelinstrument eingesetzt werden kann.
- Der erfindungsgemäße Verbinder wird vorteilhaft in zwei unterschiedlichen Grundformen hergestellt. In der ersten Grundform sind die Längsachsen des Klemmankers und des Gleitankers parallel zueinander ausgerichtet, während in der zweiten Ausführungsform beide senkrecht zueinander stehen, der Klemmanker also um 90° gegenüber dem Gleitanker um die Längsachse des Verteilers verdreht ist. Die erste Ausführungsform eignet sich besonders dann, wenn der Profilstab, in den der Verbinder eingesetzt und verklemmt wird, etwa parallel oder nur leicht schräg (bis 45°) zur Richtung der Längsführung stehen soll, während die zweite Ausführungsform die Fälle mit einer Schrägstellung von 45–90° abdeckt. Selbstverständlich sind auch andere Schrägstellungen zwischen Klemmanker und Gleitanker möglich.
- Die erfindungsgemäße Verbindung eignet sich insbesondere zum Einbau von verschiebbaren Flächenelementen wie Schiebefenster oder Schiebetüren in feststehenden Rahmenwerken, die aus Profilstäben gebildet sind.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 und2 Verbinder unterschiedlicher Ausführung in perspektivischer Ansicht, -
3 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Verbindung, -
4 einen Schnitt durch eine Längsnut, -
5 einen Schnitt gemäß Linie A-A in3 , -
6 einen Schnitt gemäß Linie B-B in3 und -
7 die beiden Grundausführungen der Verbinder mit den zu verbindenden Profilen. - Der in
1 dargestellte Verbinder1 weist an seinen beiden Endseiten einen Klemmanker2 (unten) bzw. einen Gleitanker3 (oben) auf, die beide in Form von Hammerköpfen ausgebildet sind und mit ihren Längsachsen RK bzw. RG parallel zueinander und jeweils senkrecht zur Längsachse L des Verbinders1 stehen. Der Klemmanker2 und der Gleitanker3 sind über ein Mittelteil4 einstückig miteinander verbunden. Der Klemmanker2 besitzt zwei einander parallel gegenüberliegender Längsflächen2a und an der Oberseite eine Anlagefläche2b , die mit einer Profilierung in Form eines Klemmhöckers2c versehen ist. Zweckmäßigerweise ist gegenüber dem Klemmhöcker2c (im verdeckten Bereich der Darstellung) ein zweiter Klemmhöcker symmetrisch dazu angeordnet. Ähnlich wie der Klemmanker2 besitzt auch der Gleitanker3 zwei parallel sich gegenüberliegende Längsflächen3a . An der Unterseite (verdeckt) des Gleitankers3 ist eine Gleitfläche3b vorgesehen. Der Klemmanker2 und der Gleitanker3 sind durch ein Mittelstück4 miteinander verbunden, das seinerseits mehrere Formelemente aufweist. Im oberen Teil ist ein zylindrisch geformter Gleitschaft7 und im unteren Teil ein Klemmschaft8 angeordnet, dessen Querschnittsform in Zusammenhang mit5 noch näher beschrieben wird. Der mittlere Teil des Mittelstücks4 ist als ein im Querschnitt im wesentlichen quadratisch geformter Schlüsselkopf ausgebildet, so dass dort ein Gabelschlüssel angesetzt werden kann, um eine kraftvolle Drehung des Verbinders1 bewirken zu können. Letzteres kann auch mittels eines einfachen Dornes erfolgen, der in ein entsprechendes Dornloch6 im Mittelstück4 vorgesehen ist. Die Unterseite5a des Schlüsselkopfes kann als Widerlager für den Klemmanker2 dienen und die Oberseite5b als Gleitfläche. -
2 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Verbinders1' , bei dem im Unterschied zu1 lediglich der Gleitanker3 gegenüber dem Klemmanker2 um 90° zur Längsachse L verdreht angeordnet wurde, so dass die Längsachsen RK und RG senkrecht zueinander liegen. Die Funktion der beiden Teile ist grundsätzlich die gleiche, so dass für gleiche Formelemente auch gleiche Bezugszeichen verwendet wurden. -
3 zeigt einen Verbinder1 gemäß1 in Einbaulage im Querschnitt, der die beiden nur teilweise dargestellten Profilstäbe9 ,9a (z.B. Aluminiumhohlprofile) miteinander verbindet. Beide Profile haben die gleiche Form und sind, wie dies aus dem Querschnittsbild der4 deutlicher hervorgeht, mit einer Längsnut10 versehen (s. auch5 und6 ). Die Längsnut10 besitzt nach außen eine Öffnung der Nutbreite BNa, die beiderseits von parallelen Führungsflächen12 begrenzt ist. Die innere Nutbreite ist mit NBi bezeichnet und wird durch die beiden Seitenflächen11 begrenzt. Im unteren Teil von3 ist erkennbar, dass der Klemmanker2 den Querschnitt der dem Profilstab9 zugeordneten Längsnut10 weitestgehend ausfüllt. Mit seinen beiden Klemmhöckern2c drückt er auf die beiden Anlageflächen13 und bewirkt einen Klemmsitz, da entweder die Unterseite des Schlüsselkopfes5 auf der Oberseite des Profilstabs9 oder die Unterseite des Klemmankers2 auf dem Grund der Längsnut10 aufliegen und somit ein Widerlager bilden. Im oberen Profilstab9a ist dagegen der Gleitanker3 mit einem gewissen Spiel innerhalb der dortigen Längsnut10 angeordnet. Der Gleitanker3 ist formschlüssig gegen ein Herausfallen oder -ziehen quer zur Längsachse des Profilstabs9 gesichert, so dass eine Gleitführung besteht, bei der sich der Profilstab9a relativ zum Verbinder1 und zum Profilstab9 verschieben lässt. - Aus den
5 und6 geht näher hervor, wie der Verbinder1 in die Längsnuten10 der beiden Profilstäbe9 ,9a aus3 (Schnitte A-A und B-B) eingesetzt und verankert werden kann. Die oberen Darstellungen der beiden5 und6 geben jeweils wieder, wie der Klemmanker2 und der Gleitanker3 an jeder beliebigen Position der beiden Profilstäbe9 ,9a bei Längsausrichtung entsprechend der Längsnut10 in diese eingeführt werden kann. Durch Drehung des Verbinders1 und somit auch durch Drehung des Klemmankers2 und des Gleitankers3 greifen diese hinter die jeweiligen Hinterschneidungen der Längsnuten10 (Anlageflächen13 ,4 ). Nach einer Drehung um 90° im Uhrzeigersinn liegen die Anschlagflächen8b des Klemmankers2 (untere Darstellung in5 ) an den beiden Führungsflächen12 der Nutöffnung an, so dass eine weitere Drehung blockiert ist. Die Klemmhöcker2c haben sich dann unter die Anlageflächen13 gepresst und klemmen den Klemmanker2 und somit den gesamten Verbinder1 fest an den Profilstab9 . Der Schnitt durch den Klemmschaft8 zeigt, dass die Bereiche zwischen den senkrecht zueinander stehenden ebenflächigen Bereichen mit den beiden Anschlagflächen8b gerundet, d.h. teilzylindrisch, ausgeführt sind. Der Zylinderdurchmesser ist nur geringfügig kleiner als die Breite BNa der Öffnung der Längsnut10 . Auf diese Weise ist eine Zentrierung des Verbinders1 auf der Mittelachse der Längsnut10 während der Drehung, die unter Einsatz eines Maulschlüssels oder eines Dorns erfolgt, gewährleistet. Grundsätzlich wäre es auch möglich, den Klemmschaft8 wie den Gleitschaft7 (6 ) zylindrisch auszubilden. Dann wären aber keine Anschlagflächen vorhanden, so dass der Verbinder1 über seine Sollwinkelposition hinaus gedreht werden könnte. Wenn der Verbinder1 in seine Klemmstellung gelangt ist und gleichzeitig der Profilstab9a auf den Gleitanker3 gesetzt wurde, ist die Verbindung wie in3 dargestellt erreicht. Da der Gleitschaft7 (6 ) zylindrisch ausgeführt ist, kann der Profilstab9a ohne weiteres auch schräg zur Längsachse des Profilstabs9 angestellt werden (z.B. bis zu 45°). Bei einem größeren Schrägstellungswinkel kommt der Verbinder aus2 zum Einsatz. - Aus
7 gehen die Einsatzmöglichkeiten der beiden Varianten des Verbinders1 ,1' aus einem schematischen Bild mit den beiden parallel zueinander angeordneten Profilstäben9 ,9a , die durch Verbinder1 gleitend miteinander verbindbar sind, während der Verbinder1' die beiden senkrecht zueinander stehenden Profilstäbe9a ,9b gleitend miteinander verbinden kann. Der Verbinder1 ist dabei in der Längsnut10 des Profilstabs9 festgeklemmt, so dass der Profilstab9a gegenüber dem Profilstab9 gleitend bewegt werden kann. Im Fall des Verbinders1' ist dieser im Profilstab9a festgeklemmt und ermöglicht so eine Gleitbewegung des Profilstabs9b senkrecht zur Ausrichtung des Profilstabs9a . - Wie bereits vorher erwähnt, ist es möglich, unter Beibehaltung der gleitenden Verbindung die Längsachsen der miteinander verbundenen Profile
9 ,9a bzw.9a ,9b diese um einen gewissen Winkel verdreht zueinander anzuordnen. - Die erfindungsgemäße Verbindung eignet sich in besonders vorteilhafter Weise für den Einbau von Schiebefenstern oder Schiebetüren in Absperrungen für Maschinen oder Anlagenteile, die aus Profilstäben zusammengesetzt sind. Die Verwendung spezieller Gleitführungsprofile ist dadurch überflüssig geworden, so dass sich Bauaufwand und Kosten reduzieren lassen. Für Schiebetüren und -fenster, die relativ selten (z.B. für Inspektionszwecke) benutzt werden müssen, ist eine derartig einfache Gleitführung, wie sie die Erfindung vorsieht, völlig ausreichend. Es versteht sich von selbst, dass für eine exakte Linearführung zumindest zwei Verbinder
1 bzw.1' im Abschnitt voneinander zwischen den jeweiligen Profilstäben9 ,9a bzw.9a ,9b vorzusehen sind. -
- 1
- Verbinder
- 2
- Klemmanker
- 2a
- Längsfläche
- 2b
- Anlagefläche
- 2c
- Klemmhöcker
- 3
- Gleitanker
- 3a
- Längsfläche
- 3b
- Gleitfläche
- 4
- Mittelstück
- 5
- Schlüsselkopf
- 5a
- Widerlager
- 5b
- Gleitfläche
- 6
- Dornloch
- 7
- Gleitschaft
- 8
- Klemmschaft
- 8a
- Zentrierfläche
- 8b
- Anschlagfläche
- 9, 9a, 9b
- Profilstab
- 10
- Längsnut
- 11
- Seitenfläche
- 12
- Führungsfläche
- 13
- Anlagefläche
- BNa
- Nutbreite außen
- BNi
- Nutbreite innen
- L
- Längsachse Verbinder
- RK
- Längsachse Klemmanker
- RG
- Längsachse Gleitanker
Claims (19)
- Verbindung von zwei Profilstäben (
9 ,9a bzw.9a ,9b ), die mit jeweils mindestens einer Längsnut (10 ) versehen sind, wobei die Längsnuten (10 ) Hinterschneidungen aufweisen und mindestens ein Verbinder (1 ,1' ) vorgesehen ist, der eine erste und eine zweite Endseite aufweist, die jeweils mit einem der beiden Profilstäbe (9 ,9a bzw.9a ,9b ) verbunden sind, wobei die erste Endseite mit einem in die Längsöffnung der Längsnut (10 ) einführbaren und durch Drehung in eine formschlüssige Stellung bringbaren und festklemmbaren Klemmanker (2 ) versehen ist und die zweite Endseite mit dem jeweils anderen Profilstab (9a bzw.9b ) formschlüssig verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Endseite mit einem Gleitanker (3 ) versehen ist, dessen Querschnittsform zur Ausbildung einer Gleitführung der Querschnittsform der Längsnut (10 ) des anderen Profilstabs (9a bzw.9b ) angepasst ist. - Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitanker (
3 ) im Längsschnitt durch den Verbinder (1 ) T-förmig, insbesondere Hammerkopf-förmig ausgebildet ist. - Verbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitanker (
3 ) im Querschnitt in der Weise ausgebildet ist, dass er von außen in die Längsöffnung des Profilstabs (9a bzw.9b ) einführbar und durch Drehung in seine formschlüssige Gleitführungsstellung bringbar ist. - Verbindung nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmanker (
2 ) im Längsschnitt durch den Verbinder (1 ,1' ) T-förmig, insbesondere Hammerkopf-förmig ausgebildet ist. - Verbindung nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmanker (
2 ) eine Anlagefläche (2b ) aufweist, die mit einer Profilierung versehen ist, welche bei Drehung um die Längsachse (L) des Verbinders (1 ,1' ) einen Presssitz auf einer Anlagefläche (13 ) im Bereich der Längsnut (10 ), insbesondere im Bereich der Hinterschneidung der Längsnut (10 ) erzeugt. - Verbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung in Form mindestens eines Klemmhöckers (
2c ) ausgeführt ist. - Verbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung in Form mindestens einer Keilfläche ausgeführt ist.
- Verbindung nach einem der Ansprüche 1–7, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmanker (
2 ) und der Gleitanker (3 ) durch ein Mittelstück (4 ) verbunden sind. - Verbindung nach einem der Ansprüche 1–8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder (
1 ) einstückig ausgebildet ist. - Verbindung nach einem der Ansprüche 8–9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück (
4 ) einen sich zum Klemmanker (2 ) erstreckenden Klemmschaft (8 ) aufweist, der mindestens eine in der Klemmstellung an einer Führungsfläche (12 ) im Bereich der Nutöffnung der Längsnut (10 ) des einen Profilstabs (9 ,9a ) anlegbare Anschlagfläche (8b ) aufweist, die die Drehung des Verbinders (1 ) gegenüber dem Profilstab (9 ,9a ) begrenzt. - Verbindung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmschaft (
8 ) zwei sich diametral gegenüberliegende Anschlagflächen (8b ) aufweist. - Verbindung nach einem der Ansprüche 10–11, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmschaft (
8 ) im Bereich zwischen den beiden Anschlagflächen (8b ) teilzylindrisch ausgebildet ist, wobei der Durchmesser des Zylinders dem Öffnungsmaß der Nutöffnung der Längsnut (10 ) entspricht. - Verbindung nach einem der Ansprüche 8–12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück (
4 ) einen sich zum Gleitanker (2 ) hin erstreckenden Gleitschaft (7 ) aufweist, der zumindest in der Klemmstellung des Klemmankers (2 ) gegenüber dem einen Profilstab (9 bzw.9a ) seinerseits einen gleitbaren Kontakt mit zumindest einer Führungsfläche (12 ) im Bereich der Nutöffnung der Längsnut (10 ) des anderen Profilstabs (9a bzw.9b ) aufweist. - Verbindung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitschaft (
7 ) zylindrisch ausgebildet ist. - Verbindung nach einem der Ansprüche 8–14, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück (
4 ) einen Schlüsselkopf (5 ) aufweist. - Verbindung nach einem der Ansprüche 8–15, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück (
4 ) ein Dornloch (6 ) aufweist. - Verbinder nach einem der Ansprüche 1–16, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmanker (
2 ) mit seiner Längsachse RK senkrecht zur Längsachse RG des Gleitankers (3 ) verläuft. - Verbinder nach einem der Ansprüche 1–16, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmanker (
2 ) mit seiner Längsachse RK parallel zur Längsachse RG des Gleitankers (3 verläuft. - Absperrungskonstruktion für Maschinen und Anlagenteile, mit einem aus Profilstäben (
9 ,9a ,9b ) mit hinterschnittenen Längsnuten (10 ) gebildeten feststehenden Rahmenwerk, in dem verschiebbare Flächenelemente, insbesondere Schiebefenster oder Schiebetüren angeordnet sind, wobei die Verbindungen zwischen dem feststehenden Rahmenwerk und den verschiebbaren Flächenelementen nach einem der Ansprüche 1–18 gebildet sind.
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