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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Gargerät
gemäß Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
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Bei vielen Gargeräten wird eine Ofenmuffel mit
Strahlungshitze beheizt. Zusätzlich
oder alternativ kann die Ofenmuffel mit umgewälzter heißer Luft erhitzt werden. Typischerweise
ist bei solchen Gargeräten
wenigstens ein Gebläse
vorgesehen, das für eine
Strömung
von erhitzter Luft in die Ofenmuffel sorgt. Das Gebläse ist meist
hinter einem Luftleitblech an einer rückseitigen Prallwand angeordnet. Das
Luftleitblech dient einerseits als Schutz vor den rotierenden Gebläseflügeln. Weiterhin
dient es als Abdeckung der Gebläsekammer,
die für
eine Trennung der Ansaug- von der Ausblasluft sorgt. Schließlich dient
es zur Luftführung
und damit zur gleichmäßigen Wärmeverteilung
in der Ofenmuffel. Die Ansaugöffnungen
sind normalerweise in einem mittleren Bereich in Nähe des Gebläseflügels angeordnet, während sich
die Ausströmöffnungen
in randseitigen Bereichen des Luftleitblechs befinden.
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Aus der
DE 24 38 302 C3 ist eine Vorrichtung zum
Kochen, Braten und zum Räuchern
von Fleischwaren bekannt, die eine Kammer mit seitlichen Öffnungen
aufweist. Die Kammer ist jeweils mit einer Zufuhrkammer und einer
Abzugkammer verbunden, die ihrerseits über einen Kanal verbunden sind,
in dem ein Umwälzgebläse und ein
Lufterwärmer
angeordnet ist.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, ein Gargerät
mit einer Heißluftzufuhr
in eine Ofenmuffel derart zu verbessern, dass eine leichtere Reinigung
der Ofenmuffel ermöglicht
ist.
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Diese Aufgabe wird durch ein Gargerät gemäß Anspruch
1 gelöst.
Bevorzugte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Bei dem erfindungsgemäßen Gargerät ist vorgesehen,
dass ein Luftleitblech in einer Ofenmuffel angeordnet ist, das randseitige
Ausström-
und Ansaugöffnungen
aufweist. Das Luftleitblech ist vorzugsweise plan ausgebildet, kann
jedoch ggf. abgerundete Versteifungssicken oder -rippen aufweisen. Ansaugöffnungen
im Prallblech sind nicht notwendig. Die Ansaugöffnungen werden durch Spalte
gebildet, die zwischen dem Luftleitblech und horizontalen bzw. vertikalen
Wänden
der Ofenmuffel verbleiben. Zu diesem Zweck ist das Luftleitblech
in seiner Grundfläche
kleiner als ein Querschnitt der Ofenmuffel, so dass Ansaug- und
Ausströmspalte
entstehen. Aufgrund der glattflächigen
Gestaltung des Luftleitblechs ist dieses leicht zu reinigen. Zudem
wird durch die im Allgemeinen fehlenden Öffnungen weitgehend verhindert,
dass Fette in ein Umwälzgebläse gesaugt werden
können.
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Die Anordnung der Ansaug- und Ausströmöffnungen
kann auf verschiedenartige Weise erfolgen. So können bspw. die Vertikalspalte
als Ausströmöffnungen
für Heißluft und
die Horizontalspalte als Ansaugöffnungen
ausgebildet sein. Die vertikalen und horizontalen Spalte können jedoch
auch weiter unterteilt werden, so dass mehrere Ansaug- bzw. Ausströmöffnungen
an jedem Vertikal- bzw. Horizontalspalt ausgebildet sind. Eine weitere
Variante kann vorsehen, dass die Eckbereich zwischen den horizontalen
und den vertikalen Spalten jeweils als Ansaug- bzw. Ausströmöffnungen
ausgebildet sind.
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Eine alternative Variante sieht vor,
dass das Luftleitblech doppelwandig ausgebildet ist, und dass die
Ausströmöffnungen
durch eine vertikale Trennwand von den Ansaugöffnungen getrennt sind. Vorzugsweise
sind bei allen Varianten die Ansaugöffnungen jeweils von den Ausströmöffnungen
soweit beabstandet, dass keine Strömungskurzschlüsse entstehen,
bei denen die ausströmende
Heißluft
unmittelbar wieder angesaugt wird, bevor sie in die Ofenmuffel gelangen
kann.
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Vorzugsweise ist zwischen dem Luftleitblech und
der als Prallwand dienenden Rückwand
wenigstens ein Umwälzgebläse angeordnet,
das zur Ansaugung der Luft aus der Ofenmuffel und zur Förderung der
Luft zurück
in die Ofenmuffel sorgt. Vorzugsweise ist zwischen Umwälzgebläse und Ausströmöffnungen
eine Heizeinrichtung angeordnet, die für die Erwärmung der Heißluft auf
die gewünschte
Gartemperatur sorgt. Durch die flache Gestaltung des Luftleitblechs
kann die Heizeinrichtung bspw. als Heizelement rückseitig auf das Luftleitblech
aufgedruckt oder dort befestigt sein. Ggf. können mehrere Umwälzgebläse und/oder
mehrere Heizelemente vorgesehen sein.
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Ein Regelparameter zur Temperaturregelung kann
von einem Temperatursensor geliefert werden, der vorzugsweise in
einem Luftansaugkanal angeordnet ist und auf diese Weise exakte
Werte für
die Temperatur in der Ofenmuffel liefern kann. Weiterhin ist es
möglich,
durch gezielte Anordnung von Leitblechen einzelne Segmente zur gezielten
Belüftung oder
Beheizung dieses Temperatursensors und/oder von weiteren Temperatursensoren
zu bilden.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
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1 eine
erste Variante einer Ofenmuffel eines erfindungsgemäßen Gargeräts,
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2 einen
horizontalen Schnitt der Ofenmuffel gemäß 1 in
schematischer Darstellung,
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3 einen
vertikalen Schnitt der Ofenmuffel gemäß 1 in
schematischer Darstellung,
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4 einen
horizontalen Schnitt einer alternativen Variante der Ofenmuffel
und
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5 eine
weitere Variante der Ofenmuffel in schematischer Darstellung.
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1 zeigt
eine schematische Teilansicht einer Ofenmuffel 10 eines
Gargeräts.
Vor einer als Prallwand dienenden Rückseite 12 der Ofenmuffel 10 ist
ein vertikales Luftleitblech 14 angeordnet, das im gezeigten
Ausführungsbeispiel
eine ebene und glatte Oberfläche
aufweist. Die Fläche
des Luftleitblechs 14 ist kleiner als ein Querschnitt der
Ofenmuffel 10, so dass zwischen vertikalen Wänden 16 der
Ofenmuffel 10 und Schmalseiten 18 des Luftleitblechs 14 jeweils ein
vertikaler Spalt 20 verbleibt. Zwischen horizontalen Wänden 22 der
Ofenmuffel 10 und Längsseiten 24 des
Luftleitblechs 14 verbleibt dem entsprechend jeweils ein
horizontaler Spalt 26.
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Zwischen der Prallwand 12 und
dem Luftleitblech 14 ist ein Umwälzgebläse 28 zur Erzeugung
einer Heißluftströmung innerhalb
der Ofenmuffel 10 angeordnet. Eine Heizeinrichtung sorgt
für die
Erhitzung der in die Ofenmuffel 10 geförderten Heißluft 32.
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Im gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 wird heiße Luft 32 aus
den als Ausströmöffnungen fungierenden
vertikalen Spalte 20 ausgeblasen. Die in der Ofenmuffel 10 befindliche
Luft wird durch die als Ansaugöffnungen
fungierenden horizontalen Spalte 26 als Ansaugluft 34 angesaugt,
erwärmt
und mittels des Umwälzgebläses 28 wieder
ausgeblasen.
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In diagonaler Richtung verlaufende
Leitbleche 36 sind mit unterbrochenen Linien angedeutet. Die
Leitbleche 36 sorgen dafür, dass die Ansaugluft 34 nicht
hinter dem Luftleitblech 14 mit der Heißluft 32 vermischt
wird.
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2 zeigt
einen schematischen horizontalen Schnitt der in 1 gezeigten Ofenmuffel 10, bei dem
die Anordnung des Umwälzgebläses 28 zwischen
der Prallwand 12 und dem Luftleitblech 14 verdeutlicht
wird. Die lediglich angedeutete Heizeinrichtung 30 ist
zwischen Umwälzgebläse 28 und
Ausströmöffnungen
(vertikale Spalte 20) angeordnet und sorgt für die Erwärmung der
Heißluft 32 auf
eine gewünschte
Gartemperatur. Die Heizeinrichtung 30 kann bspw. auf die
radiale Förderseite
des Umwälzgebläses 28 aufgebracht
oder an der Rückseite
des Luftleitblechs 14 aufgedruckt oder auf sonstige Weise
aufgebracht sein.
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3 zeigt
einen schematischen vertikalen Schnitt der in 1 gezeigten Ofenmuffel 10. Hierbei ist
der Verlauf der Ansaugluft 34 verdeutlicht, die über die
Leitbleche 36 zu einer axialen Ansaugseite des Umwälzgebläses 28 geleitet
wird. Die Luft wird dann radial ausgeblasen, zu den Heizeinrichtungen 30 geführt und
als Heißluft 32 in
die Ofenmuffel 10 gefördert.
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4 zeigt
eine Variante des erfindungsgemäßen Gargeräts, bei
dem das Luftleitblech 14 aus zwei hintereinander angeordneten
Blechen 38, 40 besteht. Das plane und glattflächige äußere Blech 38 dient
hierbei als Leitblech zur Führung
der Ansaugluft 34, die zwischen dem äußeren Blech 38 und
dem inneren, vorzugsweise entsprechend dem gewünschten Strömungsweg geformten Blech 40 zur
axialen Saugseite des Umwälzgebläses 28 geleitet
wird. An der radialen Druckseite des Gebläses 28 wird die Luft ausgeblasen,
zu den Heizeinrichtungen 30 geführt, dort aufgeheizt und in
einem Spalt zwischen innerem Blech 40 und Prallwand 12 zu
den Ausströmöffnungen
geführt.
Dort wird die Heißluft 32 in
die Ofenmuffel 10 eingeblasen.
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Um bei dieser Variante keinen Strömungskurzschluss
zu bilden, kann es sinnvoll sein, die Ansaugluft von der Heißluft mittels
sternförmig
angeordneter Leitstege bzw. -bleche soweit zu trennen, dass keine
unmittelbare Ansaugung der gerade ausströmenden Heißluft erfolgt. Diese Leitbleche
können bspw.
in gleicher oder ähnlicher
Weise angeordnet sein, wie dies in den 1 bzw. 5 angedeutet ist.
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Die schematische Teilansicht auf
eine weitere Variante der Ofenmuffel 10 entsprechend 5 zeigt eine Aufteilung
der Ansaugluft 34 sowie der Heißluft 32 in jeweils
vier Teilströme.
Der übrige
Aufbau kann der ersten Variante gemäß 1 bis 3 oder der zweiten Variante
gemäß 4 entsprechen. In jeder
Ecke zwischen horizontalem Spalt 26 und vertikalem Spalt 20 ist
jeweils eine Ansaugöffnung
zur Förderung
der Ansaugluft 34 zum Umwälzgebläse 28 vorgesehen.
In den mittleren Bereichen der Schmalseiten 18 sowie der
Längsseiten 24 des
Luftleitblechs 14 sind jeweils die Ausströmöffnungen
für die
Heißluft 32 gebildet.
Ansaug- und Ausströmkanäle sind
jeweils durch Leitbleche 36 voneinander getrennt.
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Die gezeigten Varianten können in
nahezu beliebiger Weise miteinander kombiniert oder abgewandelt
werden. Es können
eine Vielzahl von Ansaug- und Ausströmöffnungen vorgesehen sein, die jeweils
auf geeignete Weise voneinander zu trennen sind, um eine Ringströmung und
damit einen Strömungskurzschluss
zu vermeiden.
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Vorzugsweise ist in wenigstens einem
Ansaugkanal ein Temperatursensor 42 (vgl. 3) vorgesehen, der zur Temperaturregelung
der Heizeinrichtung 30 dienen kann. Der Temperatursensor 42 im
Ansaugkanal liefert recht genaue Werte für die in der Ofenmuffel 10 herrschenden
Lufttemperaturen, so dass diese Werte für eine exakte Regelung der Gartemperatur
verwendet werden können.
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Bei allen gezeigten Varianten ist
das Luftleitblech 14 zur Ofenmuffel 10 weitgehend
glattflächig ausgebildet
und weist keine Durchbrüche
oder Öffnungen
auf, die zur Verschmutzung führen
könnten und
relativ schwer zu reinigen wären.
Es sind somit keine Ansaugöffnungen
vorhanden, durch die Fette angesaugt werden können.
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- 10
- Ofenmuffel
- 12
- Prallwand
- 14
- Luftleitblech
- 16
- vertikale
Wand
- 18
- Schmalseite
- 20
- vertikaler
Spalt
- 22
- horizontale
Wand
- 24
- Längsseite
- 26
- horizontaler
Spalt
- 28
- Umwälzgebläse
- 30
- Heizeinrichtung
- 32
- Heißluft
- 34
- Ansaugluft
- 36
- Leitblech
- 38
- äußeres Blech
- 40
- inneres
Blech
- 42
- Temperatursensor