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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erkennung der Beladung eines
Siebsystems einer Geschirrspülmaschine.
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Beim
Spülvorgang
in der Geschirrspülmaschine
werden partikelhaltige Verunreinigungen mit der Spülflüssigkeit
in den Gerätesumpf
gespült.
Um die festen Bestandteile der Verunreinigungen aus der Spülflüssigkeit
zurückzuhalten,
ist im Umwälzkreis der
Geschirrspülmaschine
ein Siebsystem vorgesehen, an dem die festen Bestandteile abgeschieden werden.
Das Siebsystem ist im Allgemeinen auf der Saugseite der Umwälzpumpe
angeordnet.
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Durch
eine zunehmende Beladung des Siebsystems mit den aus der Spülflüssigkeit
gefilterten Schmutzpartikeln verschlechtert sich die Durchströmbarkeit
der Siebe und der Druckverlust im Umwälzkreis steigt an. Die Folge
ist eine zunehmende statische Höhendifferenz
in den Flüssigkeitsniveaus vor
und nach den Sieben. Das Siebsystem stößt an seine Beladungsgrenze,
wenn der Druckverlust so hoch wird, dass der umlaufende Volumenstrom
nicht mehr vollständig
durch die Siebe fließen
kann und auf der Saugseite der Umwälzpumpe ein starker Spülflüssigkeitsmangel
herrscht. Das kann dazu führen,
dass das Flüssigkeitsniveau
nach den Sieben so stark absinkt, dass die Umwälzpumpe vermehrt Luft einsaugt,
was unter anderem eine Verringerung der hydraulischen Leistung und
negative Auswirkungen auf das Reinigungsergebnis zur Folge hat.
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Des
Weiteren kann bei Geschirrspülern
mit Niveauregulierung auf der Saugseite einer Umwälzpumpe
wie in
DE 41 40 949
C2 offenbart, der Flüssigkeitsmangel
auf der Saugseite ein Überfüllen der
Geräte
zur Folge haben. Unterschreitet der Flüssigkeitspegel ein minimales
Arbeitsniveau, das vorzugsweise oberhalb der Absaugöffnung der
Umwälzpumpe
liegt wird ein Füllvorgang
ausgelöst
bis entweder ein vorbestimmtes Niveau erreicht ist oder bis Sicherheitseinrichtungen
den Füllvorgang
beenden. Ist das Siebsystem an seiner Beladungsgrenze, dringt kaum noch
Wasser auf die Saugseite der nachgeschalteten Umwälzpumpe
und es wird demnach ununterbrochen Wasser nachgefüllt.
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Zur
Erkennung verschmutzter Siebe in Haushalts-Geschirrspülmaschinen mit Spülbehälter samt
Ablaufwanne und hierin eingebrachter Siebkombination offenbart
DE 44 00 877 C2 ein
Verfahren, bei dem bei laufender Umwälzpumpe ein sich innerhalb
des Siebstutzens in der Ablaufwanne einstellendes dynamisches Niveau
gemessen wird. Aus dem Niveau außerhalb des Siebstutzens und
dem Niveau innerhalb des Siebstutzens wird eine Höhendifferenz
ermittelt. Der Höhendifferenzwert
wird limitiert und eine Messwert-Überschreitung
der limitierten Höhendifferenz
wird als Kriterium für
eine Verschmutzung des Siebes zugrunde gelegt.
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Mit
diesem Verfahren lässt
sich eine Siebverschmutzung sicher erkennen. Allerdings sind zur
Bestimmung des Wasserniveaus in der Geschirrspülmaschine Messeinrichtungen
vor und nach der Siebanordnung nötig,
wodurch zusätzliche
Kosten verursacht werden. Zudem ist insbesondere die Messeinrichtung
vor dem Sieb störungsanfällig, da
die Spülflüssigkeit
vor der Siebanordnung mit Verunreinigungen beladen ist, die sich
auf der Messeinrichtung ablagern und die Genauigkeit oder sogar
die Funktionsfähig keit
der Einrichtung beeinflussen können. Um
Fehlanzeigen zu verhindern erfolgt die Bestimmung der dynamischen
Höhendifferenz
deshalb während
des letzten Zwischenspülgangs
oder im Klarspülgang.
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Es
ist nun Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zur Erkennung der Siebbeladung
bereitzustellen, das die vorgenannten Nachteile beim Stand der Technik
wenigstens teilweise überwindet
oder zumindest vermindert.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
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Bei
dem Verfahren zur Erkennung der Beladung eines Siebsystems einer
Geschirrspülmaschine (insbesondere
einer Haushalts-Geschirrspülmaschine,
im Folgenden auch als Geschirrspüler
bezeichnet), die einen Umwälzkreis
mit einem Siebsystem und eine Umwälzpumpe zum Umwälzen der
Spülflüssigkeit
umfasst, wird eine Differenz aus einem, einem oberen Niveau der
Spülflüssigkeit
zugeordneten Wert einer in eindeutigem Zusammenhang mit der Drehzahl
der Umwälzpumpe
stehenden Prozessgröße, insbesondere
der Umwälzpumpendrehzahl,
des Umwälzpumpenförderdrucks,
der elektrischen Förderleistung
der Umwälzpumpe,
der mechanischen Förderleistung
der Umwälzpumpe,
des Volumenstroms der Spülflüssigkeit
oder der Strömungsgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit,
und einem, einem unteren Niveau der Spülflüssigkeit zugeordneten Wert
der in eindeutigem Zusammenhang mit der Drehzahl der Umwälzpumpe
stehenden Prozessgröße, insbesondere
der Umwälzpumpendrehzahl,
des Umwälzpumpenförderdrucks,
der elektrischen Förderleistung
der Umwälzpumpe,
der mechanischen Eörderleistung
der Umwälzpumpe,
des Volumenstroms der Spülflüssigkeit
oder der Strömungsgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit,
ermittelt und als Maß für die Siebbeladung
herangezogen.
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Bei
dem Verfahren gemäß Anspruch
1 wird der Effekt ausgenutzt, dass das Niveau der Spülflüssigkeit
in Strömungsrichtung
vor dem Siebsystem (im Folgenden auch als Niveau vor dem Siebsystem
bezeichnet) bzw. auf der Anströmseite
des Siebsystems oder anströmseitig
und in Strömungsrichtung nach
dem Siebsystem (im Folgenden auch als Niveau nach dem Siebsystem
bezeichnet) bzw. auf der Abströmseite
des Siebsystems oder abströmseitig, eine
unterschiedliche Höhe
aufweist, die abhängig
ist vom Druckverlust des Siebsystems. Der Druckverlust der Siebe
ist eine Funktion der Siebbeladung und der Strömungsgeschwindigkeit über die
Siebe. Mit steigender Strömungsgeschwindigkeit,
die beispielsweise über
die Drehzahl einer dem Siebsystem nachgeschalteten Umwälzpumpe
erhöht
werden kann, sinkt das Niveau der Spülflüssigkeit in Strömungsrichtung nach
den Sieben und das Niveau auf der Anströmseite der Siebe steigt entsprechend
an sowohl beim unbeladenen als auch beim beladenen Siebsystem.
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Weiterhin
steigt bei zunehmender Ablagerung von Schmutzstoffen am Siebsystem,
der Druckverlust im Vergleich zum unbeladenen Siebsystem bei gleicher
Drehzahl der Umwälzpumpe:
Dadurch ist auch das Flüssigkeitsniveau
bei gleicher Drehzahl beispielsweise nach den beladenen Sieben bzw.
abströmseitig
niedriger als nach den unbeladenen Sieben. Zudem sinkt das Flüssigkeitsniveau
mit steigender Umwälzpumpendrehzahl
nach beladenen Sieben stärker
bzw. schneller ab als nach unbeladenen Sieben. Daraus folgt im umgekehrten
Sinne, dass für
die Einstellung des Niveaus der Spülflüssigkeit zwischen einem oberen
Niveau und einem unteren Niveau auf der Abströmseite des Siebsystems jeweils
unterschiedliche Drehzahlerhöhungen
oder -erniedrigungen für
das beladene und das unbeladene Siebsystem erforderlich sind. Die
Differenz der Umwälzpumpendrehzahl
oder einer mit dieser eindeutig im Zusammenhang stehenden Prozessgröße kann
demnach als Maß für die Siebbeladung
herangezogen werden.
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Ein
großer
Vorteil des Verfahrens gemäß Anspruch
1 gegenüber
dem Stand der Technik ist, dass für die Erkennung der Siebbeladung
lediglich auf einer Seite des Siebsystems eine Messeinrichtungen im
Geschirrspüler
notwendig ist. Dadurch können zum
einen die Kosten für
eine zweite Messeinrichtungen eingespart werden. Ferner ist auch
keine zusätzliche Öffnung in
der Ablaufwanne oder im Spülbehälter anzubringen,
die eine zusätzliche
Leckstelle darstellt und aus diesem Grund aufwändig abzudichten ist. Außerdem kann
das Verfahren zu jedem beliebigen Zeitpunkt des Spülvorgangs
störungsfrei
durchgeführt
werden, wenn das Niveau der Spülflüssigkeit nach
dem Siebsystem, also in der gereinigten Spülflüssigkeit bestimmt wird.
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Die
Beladungsgrenze des Siebsystems wird mit dem Verfahren gemäß der Erfindung
sicher erkannt. Dadurch wird stets ein optimales Reinigungsergebnis
gewährleistet.
Bei nachgeschalteter Umwälzpumpe
wird ein Spülflüssigkeitsmangel
auf der Saugseite der Umwälzpumpe
und die damit verbundenen Nachteile, zum Beispiel verringerte hydraulische
Leistung der Pumpe, erhöhte
Geräuschbildung oder
Schaumbildung, ausgeschlossen.
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Weiterhin
ermöglicht
das Verfahren gemäß Anspruch
1 auf einfache Weise und zu jedem Zeitpunkt des Spülvorgangs
eine genaue Bestimmung des aktuellen Verschmutzungsgrades des Siebsystems.
Dadurch können
auch unvollständige
Abreinigungs- bzw. Rückspülvorgänge erkannt
werden. Unvollständiges
Abreinigen des Siebsystems kann sich negativ auf das Spülergebnis
auswirken, da sowohl Lauge als auch Schmutzpartikel in den nächsten Spülvorgang
verschleppt werden. Des Weiteren erreicht das Siebsystem bei unvollständiger Abreinigung
schneller die Beladungsgren ze. Werden unvollständige Abreinigungsvorgänge erkannt,
können rechtzeitig
die erforderlichen Maßnahmen,
zum Beispiel erneutes Rückspülen, eingeleitet
werden. Das führt
zu einem wirtschaftlicheren Spülbetrieb
und zu einer verbesserten Reinigungsleistung.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung
wird der minimale Wert der Prozessgröße durch das obere Niveau der Spülflüssigkeit
nach dem Siebsystem (bzw. abströmseitig)
oder das untere Niveau der Spülflüssigkeit
vor dem Siebsystem (bzw. anströmseitig)
begrenzt.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der minimale Wert der Prozessgröße durch
das Arbeitsniveau der Geschirrspülmaschine
bestimmt wird. Das Arbeitsniveau ist in der Regel werkseitig vorgegeben und
so gewählt,
dass durch die im Geschirrspüler umgewälzte Spülflüssigkeitsmenge
ein optimales Reinigungsergebnis erzielt wird. Bei einem überschreiten
des Arbeitsniveaus, sprich einer niedrigeren Drehzahl der Umwälzpumpe
oder einer mit dieser in eindeutigem Zusammenhang stehenden Prozessgröße besteht
die Gefahr, dass der Druck in den Leitungen nicht ausreicht, um
eine für
ein gutes Reinigungsergebnis erforderliche Verteilung der Spülflüssigkeit
im Spülbehälter zu
gewährleisten.
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Insbesondere
ist es vorteilhaft, wenn der maximale Wert der Prozessgröße durch
das untere Niveau der Spülflüssigkeit
nach dem Siebsystem oder das obere Niveau der Spülflüssigkeit vor dem Siebsystem
begrenzt wird. Das untere Niveau nach dem Siebsystem bzw. das obere
Niveau vor dem Siebsystem sind so zu wählen, dass noch ausreichend
Spülflüssigkeit
durch das Siebsystem strömen
kann, um alle notwendigen Leitungen im Umwälzkreis zu speisen. Dadurch
wird erreicht, dass die Bestimmung der Siebbeladung zu jeder Zeit
des Spülvorganges durchgeführt werden
kann, ohne dass ein Spülflüssigkeitsmangel
nach dem Siebsystem auftritt. Bei einer dem Siebsystem nachgeschalteten
Umwälzpumpe
ist dadurch auch stets ein optimaler Betrieb der Pumpe gewährleistet.
Wenn die Pumpe nicht mehr genügend
Spülflüssigkeit
sondern stattdessen teilweise Luft ansaugt würde auch das Ergebnis der Ermittlung
der Siebbeladung verfälscht
werden.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform werden das obere
Niveau der Spülflüssigkeit
und das untere Niveau der Spülflüssigkeit
in einer Ablaufwanne des Spülbehälters bestimmt,
die sich am Boden des Spülbehälters befindet
und in die das Siebsystem eingebracht ist.
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Vorzugsweise
werden das obere Niveau der Spülflüssigkeit
und das untere Niveau der Spülflüssigkeit
nach dem Siebsystem bestimmt. Das hat den Vorteil, dass die Verunreinigungen
aus der Spülflüssigkeit
herausgefiltert sind und somit die Messeinrichtung nicht beeinflussen
können.
Sollen die Niveaus vor dem Sieb bestimmt werden, so kann die Messeinrichtung
in der Ablaufwanne vor dem Sieb oder im Spülbehälter angebracht werden.
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Das
obere Niveau der Spülflüssigkeit
und das untere Niveau der Spülflüssigkeit
werden mit wenigstens einer Niveaumesseinrichtung bestimmt. Die Bestimmung
des oberen und unteren Niveaus vor dem Siebsystem oder nach dem
Siebsystem kann wahlweise mit zwei oder mit nur einer Sensoreinrichtung
erfolgen. Als Niveaumesseinrichtung kann vorzugsweise ein Drucksensor
wie in
DE 41 40 949
C2 offenbart, aber auch ein Füllstandsensor, z. B. ein optischer
Füllstandsensor
mit zugeordneter Schalteinrichtung eingesetzt werden.
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Insbesondere
vorteilhaft ist es, wenn als Niveaumesseinrichtung eine Messeinrichtung
zur Einstellung des Arbeitsniveaus in der Geschirrspülmaschine
verwendet wird. Das erspart das Anbringen einer weiteren Messeinrichtung.
Dadurch wird eine weitere Leckagestelle am Spülbehälter vermieden und es kann
eine zusätzliche
Abdichtung eingespart werden.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform werden das obere
Niveau der Spülflüssigkeit
und das untere Niveau der Spülflüssigkeit
durch die Schaltpunkte der Niveaumesseinrichtung bestimmt. Das hat
zum einen den Vorteil, dass nur eine Messeinrichtung notwendig ist.
Des Weiteren ist keine große
Volumendifferenz der Spülflüssigkeit
und damit auch keine große
Pumpenleistung notwendig, um die für die Ermittlung der Siebbeladung
notwendige Niveaudifferenz einzustellen.
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Zur
Erkennung der Beladung des Siebsystems ist es insbesondere vorteilhaft,
wenn die ermittelte Differenz aus dem, dem oberen Niveau der Spülflüssigkeit
zugeordneten Wert der Prozessgröße und dem,
dem unteren Niveau der Spülflüssigkeit
zugeordneten Wert der Prozessgröße mit einem
oder mehreren Referenzwerten verglichen wird. Dazu kann beispielsweise
zu wenigsten zwei Zeitpunkten während
eines Spülvorganges
oder mehrerer aufeinander folgender Spülvorgänge die Differenz aus den, dem
oberen Niveau und den, dem unteren Niveau zugeordneten Werten ermittelt
werden. Werden diese Differenzbeträge miteinander verglichen,
so lässt sich
eine Aussage über
den zeitlichen Verlauf der Siebbeladung machen.
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Besonders
vorteilhaft ist es wenn der Referenzwert der Differenz aus dem,
dem oberen Niveau der Spülflüssigkeit
zugeordneten Wert der Prozessgröße und dem,
dem unteren Niveau der Spülflüssigkeit
zugeordneten Wert der Prozess größe bei unbeladenem
Sieb entspricht. Die ermittelten Differenzbeträge können dann mit diesem Referenzwert
verglichen werden und es kann festgestellt werden wie weit die Siebbeladung
fortgeschritten ist. Das ist von Vorteil, wenn beispielsweise eine
unvollständige
Abreinigung des Siebes erkannt werden soll.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung
wird der Referenzwert für
das unbeladene Sieb beim ersten Anfahren der Geschirrspülmaschine
ermittelt, vorzugsweise werkseitig, oder wird werkseitig vorgegeben.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Referenzwert der Differenz aus dem,
dem oberen Niveau der Spülflüssigkeit
zugeordneten Wert der Prozessgröße und dem,
dem unteren Niveau der Spülflüssigkeit
zugeordneten Wert der Prozessgröße bei einer maximalen
Siebbeladung entspricht. Die maximale Siebbeladung kann eine beliebige
Grenzbeladung sein, die von einer unvollständigen Abreinigung der Siebe
bis hin zu einem vollständig
verstopften Sieb verschiedenen Zuständen zugeordnet werden kann.
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In
einer zweckmäßigen Ausführungsform wird
bei Erreichen der maximalen Siebbeladung ein Siebreinigungsvorgang
ausgelöst.
Zur Entfernung der Verschmutzungen auf dem Siebsystem kann der Reinigungsvorgang
dann beispielsweise tangentiales Spülen oder Rückspülen des Siebsystems umfassen.
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Insbesondere
vorteilhaft ist, wenn bei Erreichen der maximalen Siebbeladung eine
Anzeige ausgelöst
wird. Das kann unter anderem von Vorteil sein, wenn das Siebsystem
so stark verschmutzt ist, dass es aus der Maschine entfernt und
mechanisch abgereinigt werden muss.
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Das
Verfahren gemäß der Erfindung
wird vorteilhaft während
des Betriebs der Geschirrspülmaschine,
vorzugsweise während
des Befüllens
der Geschirrspülmaschine
mit Flüssigkeit
durchgeführt. Wird
das Siebsystem zu Beginn jedes Spülvorganges getestet, ist stets
ein optimaler Betrieb des Geschirrspülers gewährleistet. Von Vorteil kann
es zudem sein das Siebsystem am Ende eines Spülvorganges zu testen und gegebenenfalls
abzureinigen, damit die Schmutzstoffe zwischen den Spülvorgängen nicht
zusammenbacken oder am Sieb anbacken können.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen weiter erläutert.
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Es
zeigen jeweils in schematischer Darstellung:
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1 eine Prinzipskizze der
Betriebsverhältnisse
in einem Spülbehälter mit
Ablaufwanne bei beladenem Siebsystem und niedriger Umwälzpumpendrehzahl,
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2 eine Prinzipskizze der
Betriebsverhältnisse
in einem Spülbehälter mit
Ablaufwanne bei beladenem Siebsystem und hoher Umwälzpumpendrehzahl,
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3 ein Diagramm das die Abhängigkeit des
Wasservolumens in der Geschirrspülmaschine von
der Drehzahl der Umwälzpumpe
darstellt,
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4 ein Diagramm das die Abhängigkeit des
Spülflüssigkeitsniveaus
in der Ablaufwanne nach dem Siebsystem von der Drehzahl der Umwälzpumpe
darstellt,
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5 ein Diagramm das die Abhängigkeit der
Siebbeladung von der Drehzahldifferenz der Umwälzpumpe darstellt.
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Einander
entsprechende Teile und Größen sind
in den 1 bis 5 mit denselben Bezugszeichen versehen.
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1 veranschaulicht die prinzipiellen
Betriebsverhältnisse
in einem Spülbehälter mit
Ablaufwanne bei beladenem Siebsystem und niedriger Umwälzpumpendrehzahl.
Am Boden eines teilweise dargestellten Spülbehälters 1 ist eine Ablaufwanne 2 angebracht.
Die Öffnung
der Ablaufwanne 2 in den Spülbehälter 1 wird von einer
Siebplatte 3 eines herausnehmbaren Siebsystems abgedeckt.
Das Siebsystem besteht aus der Siebplatte 3 und einem Siebstutzen 4,
der mittig auf der Siebplatte 3 aufgesetzt ist und in die
Ablaufwanne 2 hineinragt. Der Siebstutzen 4 ist
auf der, dem Spülbehälter 1 abgewandten
Seite geöffnet
und reicht bis zum Ansaugstutzen einer Entleerungspumpe 5.
Das Siebsystem ist in der Regel aus mehreren Sieben mit unterschiedlichen Öffnungsweiten
aufgebaut. Dabei besitzt beispielsweise der Bereich der Siebplatte 3,
der den Siebstutzen 4 abdeckt größere Öffnungen als die angrenzenden Bereiche,
damit die Schmutzpartikel in den Siebstutzen 4 gelangen
können
und von dort mit Hilfe der Entleerungspumpe 5 ausgetragen
werden. An der Ablaufwanne 2 ist seitlich über dem
Boden der Ansaugstutzen der Umwälzpumpe 6 angebracht.
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Die
Spülflüssigkeit,
in der Regel Wasser, strömt über einen
hier nicht gezeigten Zulauf in den Spülbehälter 1 und von dort
in die Ablaufwanne 2 bis in der Ablaufwanne 2 ein
Arbeitsniveau erreicht ist, das über
eine hier ebenfalls nicht dargestellte Niveaumesseinrichtung zwischen
dem Siebstutzen 4 und der Außenwand der Ablaufwanne 2 bestimmt
wird. Wird nun die Spülflüssigkeit
durch die Umwälzpumpe 6 im
Kreis geführt,
so stellt sich in Abhängigkeit
der Strömungsgeschwindigkeit
vor und nach dem Siebstutzen 4 jeweils ein unterschiedlich
hohes Niveau der Spülflüssigkeit
ein. Die Strömungsgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit
wird beispielsweise über
die Drehzahl der Umwälzpumpe 6 eingestellt. 1 zeigt die Flüssigkeitsniveaus
vor und nach dem Siebstutzen 4 bei niedriger Pumpendrehzahl
n*. Das Flüssigkeitsniveau
auf der Saugseite der Umwälzpumpe, das
im Folgenden als oberes Niveau 7 bezeichnet wird ist niedriger
als das Flüssigkeitsniveau
innerhalb des Siebstutzens 4.
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2 zeigt eine Prinzipskizze
der Betriebsverhältnisse
in dem vorangehend beschriebenen Spülbehälter mit Ablaufwanne bei beladenem
Siebsystem und hoher Umwälzpumpendrehzahl
n. Das Flüssigkeitsniveau
auf der Saugseite der Umwälzpumpe,
im Folgenden als unteres Niveau 8 bezeichnet, ist hier
deutlich niedriger als bei niedriger Drehzahl n* (1). Das ist damit zu begründen, dass
bei erhöhter
Strömungsgeschwindigkeit
der Druckverlust des Siebsystems größer ist und damit vor dem Siebsystem
mehr Spülflüssigkeit
aufgestaut werden muss um den nötigen
Flüssigkeitsdruck
zur Überwindung des
Siebsystems aufzubauen. Aus der, dem oberen Niveau 7 (1). zugeordneten Umwälzpumpendrehzahl
n* und der, dem unteren Niveau 8 (2) zugeordneten Umwälzpumpendrehzahl n lässt sich eine
Drehzahldifferenz Δn
= n – n*
ermitteln, die notwendig ist, um das Flüssigkeitsniveau zwischen dem oberen
Niveau 7 und dem unteren Niveau 8 zu verändern.
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3 zeigt das Wasservolumen
in der Geschirrspülmaschine
als Funktion der Drehzahl der Umwälzpumpe. Auf der x-Achse ist
die Drehzahl n der Umwälzpumpe
und auf der y-Achse das Wasservolumen V aufgetragen. Die als durchgezogene
Linien dargestellten Kurven K1 bis K3 sind einem unbeladenen Siebsystem
zuzuordnen. Die als gestrichelte Linien dargestellten Kurven K4
bis K6 stellen das Verhalten eines beladenen Siebsystems dar. Das
untere Niveau 8 und das obere Niveau 7 der Spülflüssigkeit
wird in der Ablaufwanne nach dem Siebsystem bestimmt (vgl. 1 und 2).
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Die
im Diagramm veranschaulichte Abhängigkeit
des Wasservolumens von der Umwälzpumpendrehzahl
lässt sich
unabhängig
von der eingesetzten Niveaumesseinrichtung ermitteln. Speziell für das in 3 dargestellte Diagramm
wurde eine Messeinrichtung zur Bestimmung des Arbeitsniveaus in der
Ablaufwanne wie sie auch in der Praxis Verwendung mittels Drucksensor
findet, vorausgesetzt. Das untere Niveau 8 und das obere
Niveau 7 der Spülflüssigkeit
wird dabei durch die Schalthysterese der Niveaumesseinrichtung festgelegt.
Das obere Niveau 7 entspricht dem Schaltpunkt (SP) der
Niveaumesseinrichtung. Bei Erreichen dieses Niveaus wird in der Praxis
eine Flüssigkeitszugabe
in den Spülbehälter unterbrochen.
Das untere Niveau 8 entspricht dem Rückschaltpunkt (RSP) der Niveaumesseinrichtung. Wird
dieses Niveau unterschritten, so wird in der Praxis eine Flüssigkeitszugabe
in den Spülbehälter ausgelöst und zwar
solange, bis der Schaltpunkt (SP) bzw. das obere Niveau 8 erreicht
ist. Die Kurven K3 und K6 im Diagramm veranschaulichen den Wasserbedarf
bei einem konstant gehaltenen oberen Niveau (SP) und die Kurven
K2 und K5 bei einem konstant gehaltenen unteren Niveau (RSP).
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Die
Kurve K1 im Diagramm stellt die theoretische Abhängigkeit des Wasservolumens
in der Geschirrspülmaschine
von der Umwälzpumpendrehzahl für ein unbeladenes
Sieb dar. In der Praxis wird jedoch die Spülflüssigkeit durch die Geschirrspülmaschine
und über
ein Siebsystem mit mehreren Sieben geführt. Bei der Betrachtung dieses
Gesamtsystems ergeben sich bei unbeladenem Siebsystem die parallelen
Kurven K2 und K3 als Funktion der Umwälzpumpendrehzahl. Wird die
Drehzahl der Umwälzpumpe
erhöht,
sinkt das Niveau der Spülflüssigkeit nach
dem Sieb system. Um das Niveau auf dem Schaltpunkt oder dem Rückschaltpunkt
konstant zu halten muss mehr Spülflüssigkeit
in den Umwälzkreislauf
gebracht werden und das Wasservolumen im Geschirrspüler steigt
an. Die Volumendifferenz ΔV zwischen
den beiden durchgezogenen Linien entspricht der Volumendifferenz
in der Ablaufwanne zwischen dem Schaltpunkt und dem Rückschaltpunkt. Die
Kurven K2 und K3 sind genau um diese Volumendifferenz parallel verschoben.
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Die
Kurve K4 im Diagramm stellt die theoretische Abhängigkeit des Wasservolumens
in der Geschirrspülmaschine
von der Umwälzpumpendrehzahl für ein beladenes
Sieb dar. Es ist deutlich zu erkennen, dass bei beladenem Sieb das
Wasservolumen mit steigender Drehzahl sehr viel stärker ansteigt
als bei unbeladenem Sieb. Die beiden Kurven K5 und K6 zeigen die
tatsächliche
Abhängigkeit
des Wasservolumens in der Geschirrspülmaschine von der Umwälzpumpendrehzahl
bei beladenem Siebsystem. Dabei veranschaulichen K5 und K6 wiederum
den Wasserbedarf bei einem konstant gehaltenen oberen Niveau (SP)
und einem konstant gehaltenen unteren Niveau (RSP). Das Wasservolumen
nimmt bei beladenem Siebsystem mit steigender Drehzahl sehr viel stärker zu
als bei unbeladenem Siebsystem. Die Volumendifferenz ΔV zwischen
den Kurven K5 und K6 entspricht wiederum der Volumendifferenz in
der Ablaufwanne zwischen dem Schaltpunkt und dem Rückschaltpunkt.
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Wird
nun beispielsweise die Drehzahl der Umwälzpumpe ausgehend von einer
hohen Drehzahl n erniedrigt, bis sich das Wasservolumen im Geschirrspüler bei
konstantem Niveau um ΔV
verringert, so wird bei beladenem Sieb eine Erniedrigung auf die
Drehzahl n* ausreichen, bei unbeladenem Sieb ist die Drehzahl auf
den niedrigeren Wert n** zu reduzieren. Die notwendige Drehzahldifferenz Δn2 ist also
für das
beladene Sieb kleiner als für
das unbeladene Sieb (Δn1)
und das im gesamten, im Diagramm dargestellten Drehzahlbereich.
Aus diesem Zusammenhang kann die Beladung des Siebsystems abgeleitet
werden.
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4 zeigt das Spülflüssigkeitsniveau
nach dem Siebsystem als Funktion der Drehzahl der Umwälzpumpe.
Auf der x-Achse ist die Drehzahl n der Umwälzpumpe und auf der y-Achse
das Spülflüssigkeitsniveau
N aufgetragen. Die als durchgezogene Linien dargestellten Kurven
K1 bis K3 sind dem unbeladenen Siebsystem zuzuordnen. Die gestrichelt dargestellten
Kurven K4 bis K6 veranschaulichen das Verhalten bei beladenem Siebsystem.
Das untere Niveau (RSP) und das obere Niveau (SP) der Spülflüssigkeit
wird in der Ablaufwanne nach dem Siebsystem durch die Schaltpunkte
der Niveaumesseinrichtung bestimmt (vgl. 3).
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Die
Kurven K1 bis K3 bzw. K4 bis K6 veranschaulichen die Veränderung
des Spülflüssigkeitsniveaus
bei einem konstant gehaltenen Wasservolumen im Geschirrspüler. K2
und K5 beziehen sich dabei auf den gleichen Wert für das konstante
Wasservolumen. Der Wert entspricht hier dem für das Erreichen des. unteren
Niveaus (RSP) bei einer vorgegebenen Drehzahl notwendigen Wasservolumens.
Für K4
und K6 ist ebenfalls jeweils das gleiche, konstante Wasservolumen
zugrunde gelegt. Das Wasservolumen entspricht in diesem Fall dem
Volumen, das bei der vorgegebenen Drehzahl für das Erreichen des oberen
Niveaus (SP) notwendig ist. Die Niveaudifferenz ΔN zwischen den Kurven K2 und
K3 bzw. K5 und K6 entspricht dem Höhenunterschied in der Ablaufwanne
zwischen dem Schaltpunkt und dem Rückschaltpunkt der Niveaumesseinrichtung.
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Die
Kurven K1 und K4 stellen die theoretische Abhängigkeit des Flüssigkeitsniveaus
von der Umwälzpumpendrehzahl
für ein
unbeladenes Sieb und ein beladenes Sieb dar. Bei der Betrachtung
des Gesamtsystems ergeben sich bei unbeladenem Siebsystem die Kurven
K2 und K3 und bei beladenem Siebsystem die Kurven K5 und K6.
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Wird
nun beispielsweise die Drehzahl der Umwälzpumpe ausgehend von einer
hohen Drehzahl n erniedrigt, bis das Niveau in der Ablaufwanne um den
Wert ΔN
zwischen dem durch die Schaltpunkte der Niveaumesseinrichtung vorgegebenen
oberen und unteren Niveau abgesunken ist, so reicht bei beladenem
Sieb eine Erniedrigung auf die Drehzahl n* aus. Bei unbeladenem
Sieb ist die Drehzahl auf den niedrigeren Wert n** zu reduzieren.
Die notwendige Drehzahldifferenz Δn2
ist kleiner für
das beladene Sieb als Δn1
für das
unbeladene Sieb (im gesamten dargestellten Drehzahlbereich). Es
ergibt sich also dieselbe Abhängigkeit
der Siebbeladung von der Drehzahldifferenz wie in 3.
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In 5 ist die Siebbeladung x
gegen die Drehzahldifferenz der Umwälzpumpe Δn für die Veränderung des Flüssigkeitsniveaus
zwischen dem Schaltpunkt und dem Rückschaltpunkt aufgetragen. Das
Diagramm veranschaulicht, dass die Siebbeladung umso niedriger ist,
je höher
die notwendige Drehzahldifferenz für die Veränderung des Flüssigkeitsniveaus
zwischen dem oberen und dem unteren Niveau ist.
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Für die Ermittlung
der Beladung des Siebsystems können
nun zu verschiedenen Zeitpunkten eines Spülvorgangs oder mehrerer aufeinanderfolgender
Spülvorgänge die
notwendigen Drehzahldifferenzbeträge ermittelt und miteinander
oder mit einem Referenzwert verglichen werden. Wird als Referenzwert
eine Drehzahldifferenz vorgegeben die einer beliebigen Grenzbeladung
entspricht, so kann bei Errei chen dieses Referenzwertes beispielsweise ein
Siebreinigungsvorgang ausgelöst
werden. Entspricht ein Referenzwert der Drehzahldifferenz bei unbeladenem
Siebsystem und ein weiterer Referenzwert der Drehzahldifferenz bei
maximaler Beladung, kann beispielsweise der Grad der Verschmutzung ausgewertet
werden.
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Ferner
ließe
sich auch direkt aus dem in 3 und 4 dargestellten Zusammenhang
zwischen Wasservolumen und Umwälzpumpendrehzahl oder
Spülflüssigkeitsniveau
und Umwälzpumpendrehzahl
die Beladung des Siebsystems ableiten. Dazu könnte beispielsweise aus 3 der Betrag der Steigung
der Kurven K2 oder K3 und K5 oder K6 in dem eingestellten Drehzahlbereich
ermittelt und miteinander verglichen werden. Dasselbe gilt für 4. Die Steigungen für das unbeladene
und das beladene Sieb ergeben sich bei 3 aus dem Quotienten aus Volumendifferenz ΔV. durch
Drehzahldifferenz Δn1
oder Δn2
und bei 4 aus dem Quotienten
aus Niveaudifferenz ΔN
durch Drehzahldifferenz Δn1
oder Δn2.
Der ermittelte Quotient ist in beiden Fällen für das beladene Sieb betragsmäßig höher als
für das
unbeladene Sieb. Durch Vergleich der ermittelten Werte miteinander
oder mit einem oder mehreren Referenzwert(en) kann eine vorhandene Verschmutzung
oder auch der Grad der Verschmutzung festgestellt werden.
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Neben
der Drehzahldifferenz kann somit auch die notwendige Zeit bzw. auch
das zeitliche Änderungsverhalten
für die
Einstellung des Flüssigkeitsniveaus
zwischen dem unteren Niveau (RSP) und dem oberen Niveau (SP) bei
konstant schneller Drehzahlerhöhung
oder -erniedrigung bestimmt und für die Auswertung der Siebbeladung
herangezogen werden. Hier ergibt sich eine ähnliche Abhängigkeit wie bei der Ermittlung
der Drehzahldifferenz. Bei beladenem Siebsystem wird die Niveaudifferenz schneller über wunden,
als bei unbeladenem Siebsystem. Alternativ ist auch eine Auswertung
eines Drehzahldifferenzwertes für
einen anders als den Schaltpunkt (SP) und Rückschaltpunkt (RSP) des Drucksensor
definierbaren Bezugswertes denkbar, oder aber zumindest die Aufnahme
eines weiteren Bezugspunktes zu dem bereits vorgeschlagenen Rückschaltpunkt
(RSP) und Schaltpunkt (SP) des Drucksensors möglich. Damit ergeben sich für die Auswertung
des/der Drehzahldifferenzwerte(s) und/oder deren zeitlichen bzw.
zeitlichen Änderungsverhaltens
zahlreiche Variationsmöglichkeiten.
-
- 1
- Spülbehälter
- 2
- Ablaufwanne
- 3
- Siebplatte
- 4
- Siebstutzen
- 5
- Entleerungspumpe
- 6
- Umwälzpumpe
- 7
- oberes
Niveau
- 8
- unteres
Niveau
- K1
bis K6
- Kurven