DE19828768C2 - Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine mit einer Umwälzpumpe - Google Patents
Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine mit einer UmwälzpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer
Geschirrspülmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine herkömmliche Geschirrspülmaschine weist zum Zwecke der
Reinigung eines Spülgutes eine Umwälzpumpe für die Zirkula
tion einer Spülflüssigkeit in einem Spülbehälter auf. Die
Spülflüssigkeit wird mittels rotierender Sprüharme auf das
Spülgut gespritzt und fällt anschließend schwerkraftbedingt
auf den Boden des Spülbehälters. Dort sammelt sich die
Spülflüssigkeit in einer Ablaufwanne, aus welcher die Um
wälzpumpe die Spülflüssigkeit ansaugt, um sie den Sprühar
men zuzuführen.
Da die Spülflüssigkeit bei ihrem Auftreffen auf den Spül
gutteilen Schmutzreste ablöst und anschließend mittranspor
tiert, ist es erforderlich, diese Schmutzreste abzusondern,
bevor die Spülflüssigkeit erneut der Umwälzpumpe zugeführt
wird. Dazu umfaßt die Geschirrspülmaschine eine Siebein
richtung, welche ein die Ablaufwanne abdeckendes, horizon
tal angeordnetes und flächenförmiges Sieb aufweist. Dieses
Flächensieb hat nur dann eine besonders gute Filterwirkung,
wenn es einerseits von der zu reinigenden Spülflüssigkeit
durchsetzt wird und andererseits von einem Teil der Spül
flüssigkeit in einem Querstrom parallel zur Sieboberfläche
überströmt und dabei von zurückgehaltenen Schmutzpartikeln
gereinigt wird. Drückt dagegen in der Ablaufwanne gesammel
te Spülflüssigkeit von unten durch die Siebfläche, so ist
die Reinigungswirkung des Flächensiebes verschlechtert. In
diesem Fall werden nämlich über dem Sieb in der Schwebe ge
haltene Schmutzpartikel durch die feine Lochung des Siebes
infolge Hindurchsaugens zerkleinert und können nicht mehr
ausfiltriert werden.
Aus DE 43 10 403 A1 ist eine Geschirrspülmaschine bekannt,
welche im unteren Bereich des Spülbehälters eine durchläs
sige Siebanordnung aufweist. Über die Höhe der Siebanord
nung sind ein unteres und oberes Kammerniveau festgelegt,
beim Unterschreiten des unteren Kammerniveaus wird eine Zu
fuhr von Flüssigkeit in den Spülbehälter oder die Ablauf
wanne ausgelöst, während beim Überschreiten des oberen Kam
merniveaus der Flüssigkeitszulauf in die Geschirrspülma
schine unterbrochen wird. Infolge starker Siebverschmutzung
muß der Flüssigkeitsstand in der Maschine über das obere
Abschaltniveau hinaussteigen können, um eine minimal erfor
derliche Spülflüssigkeitsmenge für den laufenden Spülgang
bereitzustellen. Obwohl ein vorgesehenes Bypassrohr den
fortgesetzten Betrieb der Geschirrspülmaschine trotz extre
mer Siebverschmutzung zuläßt, ist es nachteilig an dieser
Ausführung, daß die Siebverschmutzung als solche nicht ver
hindert wird und infolge des Ansteigens der Spülflüssigkeit
über die Siebanordnung sich die Qualität des für den lau
fenden Spülgang bereitgestellten Spülwassers infolge von
aufgeschwemmten und mitgerissenen Schmutzpartikeln ver
schlechtert. Aus DE 35 37 970 A1 ist eine Geschirrspülma
schine mit einer Siebanordnung im unteren Bereich des Spül
behälters bekannt. Unterhalb der Siebanordnung ist ein un
teres Niveau und oberhalb der Siebanordnung ist ein oberes
Niveau angeordnet, wobei dem unteren Niveau eine minimale
Füllmenge an Spülflüssigkeit und dem oberen Niveau eine ma
ximale Menge an Spülflüssigkeit zugeordnet ist. Beim Errei
chen des oberen Niveaus wird die Umwälzpumpe in Betrieb ge
setzt und beginnt mit der Förderung von Spülflüssigkeit,
nach einer vorbestimmten Einschaltdauer wird die Umwälzpum
pe abgeschaltet, da sich das Spülflüssigkeitsniveau bis zum
unteren Niveau abgesenkt hat. Alternativ kann die Förder
menge der Umwälzpumpe durch eine Verminderung ihrer Dreh
zahl reduziert werden. Nachteilig an dieser Niveausteuerung
ist, daß aufgrund der Lage des oberen Niveaus immer
Schmutzpartikel über die Lage des Siebes mit aufsteigen und
durch entsprechende mechanische Zerkleinerung das Spülwas
ser für den laufenden Spülgang mit feinsten Partikeln ver
schmutzen, die nicht ausfiltrierbar sind.
Aus DE 42 09 582 A1 ist eine Schutzeinrichtung gegen Über
schwemmung bei einem flüssigkeitsführenden Haushaltgerät
bekannt. Dieses weist eine Leckwasser oder Niveausteuerein
richtung auf, so daß infolge eines Defektes am Zulauf
schlauch über einen Leckwasserschlauch Wasser in den Ar
beitsbehälter bei Überschreiten eines vorgegebenen Füllni
veaus erfolgt und während eines normalen Arbeitsprozesses
das Programmsteuergerät als Einlaßventil in Schließstellung
schaltet und die Entleerungspumpe einschaltet. Aus DE 43 03 479 A1
ist ein Pumpenaggregat mit einem drehzahlregelbaren
Elektromotor bekannt. Dieser ermöglicht eine einfache und
preisgünstige Vorrichtung zur Erkennung und/oder Steuerung
der Drehzahl des Elektromotors bzw. des Pumpenrades.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren für eine Geschirrspülmaschine mit einer Umwälzpumpe
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 anzugeben, durch die
eine besonders gute Reinigungswirkung einer in der Ge
schirrspülmaschine umfaßten Filtereinrichtung und damit ein
besonders gutes Reinigungsergebnis erreicht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Verfahren
mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Ge
schirrspülmaschine wird der Pegel der Spülflüssigkeit im
Sumpfbereich des Spülbehälters in einem Niveauintervall ge
halten, so daß dessen Maximalwert unterhalb der Einbaulage
des flächenförmigen Siebes liegt und dabei eine Änderung
der Drehzahl Δn in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit der Än
derung des Spülflüssigkeitsniveaus Δn/Δt steht.
Bei diesem Verfahren zum Betreiben der Geschirrspülmaschine
wird die Spülflüssigkeitsmenge im Sumpfbereich zu jedem Be
triebszeitpunkt der Umwälzpumpe auf einem Niveau gehalten,
welches unterhalb der Einbaulage des flächenförmigen Siebes
liegt, so wird ein Aufschwimmen der zurückgehaltenen
Schmutzpartikel verhindert und diese können einem Ruhebe
reich zugeführt werden, so daß sie am Zirkulationsprozeß
der Spülflüssigkeit nicht mehr teilnehmen. Zudem be
steht auch nicht die Gefahr, daß aufschwimmende und in
Schwebe gehaltene Schmutzpartikel durch die Sieblochung ge
saugt und dadurch zerkleinert werden, wodurch feinste Ver
unreinigungen der Spülflüssigkeit gebildet werden würden,
die von der Siebkombination in der Geschirrspülmaschine
nicht ausfiltrierbar wären. Kommt es infolge Unregelmäßig
keiten während der Zirkulation der Spülflüssigkeit zu einem
Anstieg derselben im Sumpfbereich des Spülbehälters, so
kann dieser Anstieg erkannt werden, wodurch eine erhöhte
Entnahme der Spülflüssigkeit aus dem Sumpfbereich einge
stellt wird. Diese erhöhte Entnahme kann insbesondere da
durch erreicht werden, daß die Drehzahl eines Antriebsmo
tors der Umwälzpumpe veränderbar ist. Wird die Drehzahl er
höht, so erhöht sich in gleicher Weise die Pumpleistung der
Umwälzpumpe und ein verstärktes Ansaugen aus dem Sumpfbe
reich ist die Folge. Dies bewirkt dann ein Absinken des
Flüssigkeitsniveaus im Sumpfbereich.
Vorteilhafterweise ist in der Geschirrspülmaschine ein Ni
veausensor umfaßt, durch den aus Niveauänderungen resultie
rende Druckänderungen erkennbar sind. Detektiert dieser ei
ne solche Druckänderung, welche insbesondere darauf hindeu
tet, daß ein Anstieg des Flüssigkeitsniveaus bis zum flä
chenförmigen Sieb bevorsteht, so kann beispielsweise durch
eine elektronische Steuerung der Geschirrspülmaschine die
Drehzahl des Antriebsmotors der Umwälzpumpe so eingestellt
werden, daß der Spülflüssigkeitsstand innerhalb des zuläs
sigen Niveauintervalls bleibt. Insbesondere ist bei der
Vornahme der Drehzahländerung darauf zu achten, daß kein
solcher Niveauabfall eintritt, der zu einem Unterschreiten
eines minimalen Arbeitsniveaus und damit zu einem Ansaugen
von Luft durch die Umwälzpumpe führt.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen eines Ausfüh
rungsbeispiels im Folgenden näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 Die Prinzipskizze einer teilweise dargestellten
Geschirrspülmaschine mit einer Umwälzpumpe; und
Fig. 2 ein Diagramm einer Regelkurve für die Drehzahl
eines Antriebsmotors der Umwälzpumpe gemäß Fig. 1.
Ein für die Aufnahme von zu spülendem Gut mit nicht darge
stellten Geschirrkörben und Sprüharmen ausgestatteter Spül
behälter 1 einer Geschirrspülmaschine weist in seinem nach
unten abfallenden Boden 2 eine Öffnung auf, unter welcher
eine Ablaufwanne 3 sitzt. Die Ablaufwanne 3 ist an ihrer
Oberseite durch ein nach Art eines flachen Trichters eben
falls leicht nach innen abfallendes Flächensieb 4 über
deckt, das eine zentrale Öffnung 5 aufweist. Im Bereich
dieser zentralen Öffnung 5 führt vom Flächensieb 4 eine
Siebanordnung 6 nach unten zum Boden der Ablaufwanne 3, wo
bei diese Siebanordnung 6 beispielsweise aus einem Grobsieb
und einem Feinsieb besteht. Der Innenraum dieser Siebanord
nung 6 ist über eine Entleerungsleitung 7 mit einer Entlee
rungspumpe 8 verbunden, durch welche am Ende eines Teil
spülganges der Geschirrspülmaschine insbesondere ver
schmutzte oder verbrauchte Spülflüssigkeit abgepumpt wird.
Im Bereich des Bodens 9 der Ablaufwanne 3 führt radial eine
Ansaugleitung 10 aus dem Zwischenraum zwischen der Sieb
anordnung 6 und dem Mantel der Ablaufwanne 3 zu einer Um
wälzpumpe 11, von der ein Druckstutzen 12 über eine nicht
dargestellte Rohrleitung zu wenigstens einer Sprüheinrich
tung im Spülbehälter 1 führt. Der Ansaugleitung 10 ist in
nerhalb der Ablaufwanne 3 noch ein bei 13 angedeuteter
Strömungsteiler vorgeschaltet, der sich gegebenenfalls über
den gesamten Umfang der Ablaufwanne 3 erstrecken kann und
eine Ansaugöffnung 14 freiläßt. Innerhalb der Ablaufwanne 3
ist auch eine Luftfallenkammer 15 vorgesehen, die nach un
ten hin offen ist und zumindest kurz oberhalb des Bodens 9
endet. Im oberen Bereich der Luftfallenkammer 15 führt eine
Verbindungsleitung 16 zu einem elektronischen Drucksensor
17, der die durch ihn ermittelten Drucksignale an eine
nicht dargestellte elektronische Programmsteuerung der Ge
schirrspülmaschine übermittelt. Diese elektronische Pro
grammsteuerung regelt unter anderem die Zufuhr von Frisch
wasser in den Spülbehälter 1, wobei ein Wasserzulaufventil
19 in einer Frischwasserleitung 20 angeordnet ist und bei
einem Frischwasserbedarf geöffnet wird.
Zu Beginn eines programmgesteuerten, mit Spülflüssigkeit zu
betreibenden Arbeitsganges der Geschirrspülmaschine signa
lisiert der Niveausensor, der die Luftfallenkammer 15 und
den Drucksensor 17 umfaßt, mangels eines ausreichenden
Flüssigkeitsniveaus in der Ablaufwanne 3 den Bedarf an
Frischwasser, so daß durch die Programmsteuerung das Was
serzulaufventil 19 über die Magnetspule 18 in den Öffnungs
zustand geschaltet wird, so daß Frischwasser in den Spülbe
hälter 1 und damit in die Ablaufwanne 3 einläuft. Der Was
serzulauf muß dabei zumindest so lange aufrechterhalten
werden, bis ein minimales Arbeitsniveau hu erreicht ist.
Dieses minimale Arbeitsniveau hu ist so festgelegt, daß die
Umwälzpumpe 11 keine Luft ansaugt. Um einen gesicherten Be
trieb zu erreichen, erfolgt jedoch der Wasserzulauf bei
laufender Umwälzpumpe 11 so lange, bis ein mittleres Arbeitsniveau
hm erreicht ist. Die Umwälzpumpe 11 wird durch
einen elektrischen Antriebsmotor betrieben, der beim Was
serzulauf eine Drehzahl n1 = 2000 1/min aufweist.
Ändert sich während des Spülbetriebes das Arbeitsniveau in
der Art, daß ein Überschreiten eines maximalen Arbeitsni
veaus ho bevorsteht, so wird abhängig von der Geschwindig
keit der Niveauänderung Δh/Δt eine Drehzahländerung Δn ent
sprechend Fig. 2 vorgenommen. Durch diese Erhöhung der
Drehzahl wird verstärkt von der Umwälzpumpe 11 Spülflüssig
keit aus der Ablaufwanne 3 angesaugt, so daß das Arbeitsni
veau sich wieder auf ein mittleres Arbeitsniveau hm einstel
len kann.
In analoger Weise wird die Drehzahl des Antriebsmotors der
Umwälzpumpe 11 entsprechend dem Diagramm gemäß Fig. 2 um
einen bestimmten Betrag reduziert, wenn die Spülflüssigkeit
in der Ablaufwanne 3 so weit reduziert ist, daß ein Unter
schreiten des minimalen Arbeitsniveaus hu bevorsteht.
Alternativ zur Abhängigkeit der Drehzahländerung Δn von der
Geschwindigkeit der Niveauänderung Δh/Δt kann auch vorgese
hen sein, daß die Drehzahl abhängig von der Abweichung des
Spülflüssigkeitsniveaus von dem mittleren Arbeitsniveau neu
eingestellt wird.
Claims (3)
1. Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine,
welche eine Umwälzpumpe für die Zirkulation einer Spül
flüssigkeit in einem Spülbehälter umfaßt, wobei sich
die Spülflüssigkeit in einem Sumpfbereich am Boden des
Spülbehälters sammelt, und wobei der Sumpfbereich von
einem annähernd horizontal angeordneten, flächenförmi
gen Sieb abgedeckt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Spülflüssigkeitsstand im Sumpfbereich (3) innerhalb
eines Niveauintervalls (hu . . ho) gehalten wird, dessen
Maximalwert (ho) unterhalb der Einbaulage des flächen
förmigen Siebes (4) liegt, wobei bei einem Erkennen ei
nes Anstieges der Spülflüssigkeit über den Maximalwert
(ho) verstärkt Spülflüssigkeit dem Sumpfbereich (3) ent
nommen wird, indem die Drehzahl (n) eines Antriebsmo
tors der Umwälzpumpe (11), welche die umzuwälzende
Spülflüssigkeit aus dem Sumpfbereich (3) ansaugt, so
eingestellt wird, daß das Spülflüssigkeitsniveau im
Sumpfbereich (3) innerhalb der Grenzen des Niveauinter
valls (hu . . ho) eingestellt wird und die Änderung der
Drehzahl (Δn) in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit der
Änderung des Spülflüssigkeitsniveaus (Δh/Δt) steht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mit Hilfe eines Drucksensors (17) das Niveau der Spül
flüssigkeit im Sumpfbereich (3) überwacht wird und daß
bei einer derartigen Änderung des Spülflüssigkeitsni
veaus (Δh), welche auf ein bevorstehendes Überschreiten
des Maximalwertes (ho) hindeutet, die Drehzahl (n) des
Antriebsmotors so eingestellt wird, daß der Spülflüssigkeitsstand
innerhalb des Niveauintervalls (hu . . ho)
bleibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Änderung der Drehzahl (Δn) abhängig von
der Abweichung des Spülflüssigkeitsniveaus von einem
mittleren Arbeitsniveau (hm) der Spülflüssigkeit ist.
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Publications (2)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ELECTROLUX ROTHENBURG GMBH FACTORY AND DEVELOP, DE |
|
| R071 | Expiry of right |