DE10312287A1 - Membranophon - Google Patents
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-
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Abstract
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Membranophon, beispielsweise auf einer Trommel gem. Oberbegriff Patentanspruch 1.
- Insbesondere in ihrer Ausbildung als Trommel sind Membranophone in verschiedensten Ausführungen bekannt. Es ist hierbei auch bekannt, die Membrane, bzw. das Fell an seinem über einen Spannrand des Trommelkörpers geführten Umfangsbereich durch eine Spanneinrichtung zu spannen, die im Wesentlichen aus einem mit einem Fellring zusammenwirkenden Spannring sowie aus mehreren Spannbolzen besteht, die zwischen dem Spannring und jeweils einem Gewindeträger wirken. Letztere sind von Beschlägen gebildet, die außen am Trommelkörper befestigt sind und von dessen Außenfläche radial wegstehen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Membranophon aufzuzeigen, welches bei reduziertem Gewicht verbesserte Spieleigenschaften aufweist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Membranophon entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
- Bei der Erfingung ist der Spannrand nicht von einem Rand des Membranophonkörpers gebildet, sondern von einem Basisring, der an der offenen Seite des Membranophonkörpers diesen umschließend befestigt ist und über den der Membrane benachbarten Öffnungsrand des Membranophonkörpers vorsteht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung greifen die Spannbolzen jeweils in Gewinde dieses Basisringes ein, so dass sämtliche für das Spannen der Membrane notwendigen Kräften ausschließlich innerhalb der Spanneinrichtung, d. h. zwischen dem Spannring, dem Basisring und den Spannbolzen wirken, der Membranophonkörper also von derartigen Kräften frei gehalten ist. Dies bedeutet insbesondere, dass der Membranophonkörper frei als Resonanzkörper schwingen kann, aber auch die konstruktive Ausbildung sowie die Materialwahl für den Membranophonkörper ohne Rücksichtnahme auf eine Belastbarkeit durch die beim Spannen der Membrane auftretenden Kräfte frei gewählt werden können.
- Weiterhin ist die jeweilige Spanneinrichtung als komplette, voll funktionsfähige Baueinheit herstellbar und als solche an den jeweiligen Membranophonkörper montierbar, was die Herstellung wesentlich vereinfacht, insbesondere auch durch den Wegfall einer Fehlzahl von Beschlägen, die jeweils einzeln am Membranophonkörper montiert werden müssten.
- Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 in vereinfachter Teildarstellung einen Schnitt durch eine Trommel gemäß der Erfindung; -
2 in vereinfachter Darstellung und im Schnitt die Trommel der1 ; -
3 eine Darstellung ähnlich2 , jedoch bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. - Die in den
1 und2 allgemein mit1 bezeichnete Trommel besteht im Wesentlichen aus dem hohlzylinderförmigen Trommelkörper2 und der an einer Seite des Trommelkörpers vorgesehenen Membrane3 . Zum Halten und Spannen der Membrane3 an der oberen, offenen Seite des Trommelkörpers2 ist an diesem ein Ring4 befestigt, der als Winkelprofil ausgebildet ist, und zwar mit einem ersten Schenkel4.1 und einem zweiten Schenkel4.2 . Mit der dem Schenkel4.2 abgewandten Seite ist der Ring4 an der Außenfläche des Trommelkörpers2 im Bereich des oberen Randes bzw. der oberen Öffnung des Trommelkörpers befestigt, und zwar derart, dass der Ring4 dort den Trommelkörper2 außen umschließt und mit dem Schenkel4.1 , der ebenso wie der Trommelkörper2 die Trommelachse konzentrisch umschließt über den oberen Rand des Trommelkörpers2 wegsteht. Der Schenkel4.2 steht von der Außenfläche des Trommelkörpers2 radial weg und liegt mit seinen Oberflächenseiten in Ebenen senkrecht zur Trommelachse. Der Ring4 ist Teil einer Spannvorrichtung5 , die auch die Spannbolzen6 und den Spannring7 aufweist. - In dem Schenkel
4.2 des ringe4 sind mehrere Gewinde4.3 vorgesehen, in die jeweils ein Spannbolzen6 mit seinem Außengewinde eingreift. Jeder Spannbolzen ist durch eine Bohrung des die Trommelachse ebenfalls konzentrisch umschließenden Spannrings7 hindurchgeführt und liegt mit einem Spannbolzenkopf6.2 gegen die dem Schenkel4.2 abgewandte Oberseite des Spannrings7 an. An der dem Spannring7 abgewandten Seite ist jeder Spannbolzen6 mit einem Vierkannt6.3 zum Ansetzen eines Spannwerkzeugs ausgebildet. - Der Spannring
7 ist bei der dargestellten Ausführungsform ebenfalls mit einem Winkelprofil hergestellt, und zwar bestehend aus den beiden Schenkeln7.1 und7.2 , von denen der Schenkel7.1 hohlzylinderförmig eine Achse parallel zur Trommelachse umschließt, d. h. parallel oder in etwa parallel zum Schenkel4.1 angeordnet ist und von denen der Schenkel7.2 in einer Ebene senkrecht oder annähernt senkrecht zur Trommelachse liegt, und zwar bei der für die1 gewählten Darstellung oberhalb des Schenkels4.2 und in einem Abstand von diesem. Der Schenkel7.1 ist mit einer Abwinklung7.3 versehen, die einen die Achse des Spannringes7 ebenfalls umschließenden Ring bildet und parallel sowie im Abstand von dem Schenkel7.2 angeordnet ist und über die dem Schenkel7.2 zugewandte Seite des Schenkels7.1 wegsteht. Der Schenkel7.1 ist mit einer weiteren Abwinklung7.4 versehen, die als Ring ebenfalls die Achse des Spannringes7 konzentrisch umschließt und über die dem Schenkel7.1 abgewandte Seite des Schenkels7.2 bzw. über die dem Schenkel4.2 zugewandte Seite des Schenkels7.2 wegsteht. Im Schenkel7.2 sind die Öffnungen für die Spannbolzen6 vorgesehen, die mit ihren Achsen parallel zur Trommelachse orientiert sind. - Gegen die Unterseite des Schenkels
7.2 , und zwar am Übergang zum Schenkel7.1 liegt der Fellring8 des Trommelfells3 an. Der Fellring8 ist hierbei den Schenkel4.1 außen umschließend zwischen diesem Schenkel und den Spannschrauben6 angeordnet. Das Trommelfell bzw. die Membrane3 ist über den oberen, abgerundeten Rand des Schenkels4.2 geführt und reicht durch einen zwischen dem Schenkel7.1 und dem Schenkel4.1 gebildeten Spalt9 bis an den Fellring8 . - Die Gewinde
4.3 sind jeweils durch eine in eine Öffnung des Schenkels4.2 eingesetzte Blindnietmutter gebildet. Der Ring4 , der in geeigneter Weise mit dem Trommelkörper2 verbunden ist, beispielsweise durch Verschrauben oder auf andere geeignete Weise, besteht beispielsweise aus einem Metall mit geringem spezifischen Gewicht aber ausreichender Festigkeit, beispielsweise aus Alluminium oder einer Alluminiumlegierung. - Das Spannen der Membrane
3 erfolgt über die Spannbolzen6 . Die Besonderheit der beschriebenen Trommel1 besteht darin, dass die für das Spannen des Fells3 notwendigen Kräfte ausschließlich zwischen dem Ring4 , den Spannbolzen6 und dem Spannring7 wirken, der Trommelkörper2 also von derartigen Kräften vollständig entlastet ist. Dies bedeutet, dass der Trommelkörper beim Schlagen der Trommel1 optimal als Resonanzkörper frei schwingen kann. Dies bedeutet aber auch, dass der Trommelkörper2 von seiner Konstruktion und von der Art des verwendeten Materials her sehr leicht und damit auch die Trommel1 insgesamt mit geringem Gewicht hergestellt werden können. - Die
2 zeigt nochmals die Trommel1 in einer Gesamtansicht und im Schnitt. In der3 ist als weitere Ausführungsform eine Trommel1a dargestellt, bei der der Trommelkörper2 an beiden Seiten jeweils mit einem Fell3 und mit der zugehörigen, von dem Ring4 , den Spannbolzen6 und dem Spannring7 gebildeten Spanneinrichtung5 versehen ist. Diese Spanneinrichtungen können entsprechend der1 ausgebildet sein. Grundsätzlich besteht aber auch die Möglichkeit, anstelle individueller Spannbolzen6 für jede Spanneinheit10 durchgehende Spannbolzen6a zu verwenden, von denen dann jeder mit seinem Kopf6.2 gegen einen Spannring7 bzw. den dortigen Schenkel7.2 anliegt und mit seinem Gewindeschaft6.1 in ein Gewinde des anderen Spannringes7 eingreift. - Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben, es versteht sich, dass zahlreiche weitere Änderungen und Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
-
- 1, 1 a
- Trommel
- 2
- Trommelkörper
- 3
- Fell oder Membrane
- 4
- Basisring der Spanneinrichtung
- 4.1, 4.2
- Schenkel
- 4.3
- Gewinde
- 5
- Spanneinrichtung
- 6, 6a
- Spannbolzen
- 7
- Spannring
- 7.1, 7.2
- Schenkel
- 7.3, 7.4
- Abwinklung
- 8
- Fellring
- 9
- Spalt
Claims (5)
- Membranophon mit einem Membranophonkörper (
2 ) und mit wenigstens einer an einer offenen Seite dieses Körpers (2 ) vorgesehenen und über eine dortige Spannvorrichtung (5 ) spannbare Membrane (3 ), wobei die Spannvorrichtung (5 ) einen mit einem Fellring (8 ) der Membrane (3 ) zusammenwirkenden und über Spannbolzen (6 ) spannbaren Spannring (7 ) aufweist, wobei die Membrane (3 ) im Gespannten Zustand gegen einen die Öffnung des Membraphonkörpers (2 ) umschließenden Rand anliegt, und wobei die Spannbolzen (6 ) mit jeweils einem Gewindeabschnitt (6.1 ) in ein Gewinde (4.3 ) eines am Membraphonkörpers (2 ) befestigtem Trägers (4 ) eingreifen, gekennzeichnet durch einen den Membraphonkörper an seiner offenen Seite umschließenden und mit dem Membraphonkörper (2 ) verbundenen Ring (4 ), der mit einem über die offene Seite des Mambraphonkörper vorstehenden Abschnitt (4.1 ) den Spannrand bildet und an dem weiterhin auch Öffnungen (4.3 ) für die Spannbolzen (6 ) vorgesehen sind. - Membranophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen die Gewindeöffnungen (
4.3 ) für die Spannbolzen sind. - Membranophon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (
4 ) zwei Ringabschnitte oder Schenkel (4.1 ,4.2 ) aufweist, von denen ein erster Ringabschnitt (4.1 ) mit seinem freien Ende den Spannrand bildet und ein zweiter, von dem ersten Abschnitt radial zur Achse des Membranophonkörpers (2 ) zu wegstehender Abschnitt (4.2 ) die Gewinde (4.3 ) für die Spannbolzen (6 ) aufweist. - Membranophon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewinde (
4.3 ) für die Spannbolzen (6 ) von Blindnietmuttern gebildet sind. - Membranophon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisring (
4 ) der Spanneinrichtung (5 ) aus einem Material, vorzugsweise aus Metall mit geringem spezifischen Gewicht, beispielsweise aus Alluminium oder einer Alluminiumlegierung besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10312287A DE10312287A1 (de) | 2003-03-19 | 2003-03-19 | Membranophon |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10312287A DE10312287A1 (de) | 2003-03-19 | 2003-03-19 | Membranophon |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10312287A1 true DE10312287A1 (de) | 2004-09-30 |
Family
ID=32920975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10312287A Withdrawn DE10312287A1 (de) | 2003-03-19 | 2003-03-19 | Membranophon |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10312287A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018120151B4 (de) | 2018-08-17 | 2022-10-13 | Siegfried Tischer | Membranophon |
-
2003
- 2003-03-19 DE DE10312287A patent/DE10312287A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
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| DE102018120151B4 (de) | 2018-08-17 | 2022-10-13 | Siegfried Tischer | Membranophon |
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