DE1031223B - Verfahren und Regeleinrichtung zum Betrieb einer Schubzentrifuge - Google Patents
Verfahren und Regeleinrichtung zum Betrieb einer SchubzentrifugeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B11/00—Feeding, charging, or discharging bowls
- B04B11/02—Continuous feeding or discharging; Control arrangements therefor
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Schubzentrifuge und eine Regeleinrichtung zur
Ausübung des Verfahrens.
Die Schubzentrifuge ist eine quasi kontinuierlich arbeitende Maschine. Das Schleudergut fließt der mit
konstanter Drehzahl laufenden Maschine in ununterbrochenem Fluß zu. Die Flüssigkeit wird kontinuierlich
durch die Siebe abgeschleudert. Der Feststoff wird fortlaufend durch die Trommel hindurchbefördert
und in den Fänger ausgestoßen.
Eine solche kontinuierliche Arbeitsweise verlangt auch ein kontinuierliches Speisen der Zentrifuge. Das
Schleudergut, stets ein Gemisch von Flüssigkeiten und Feststoffen, wird in der Regel von einem Behälter in
die Zentrifuge abgelassen. Zur Einstellung einer bestimmten Zuflußmenge in der Zeiteinheit wird dabei
ein Drosselorgan vorgesehen, dessen freie Querschnittöffnung von außen verändert werden kann. Wenn die
Druckhöhe im Behälter, die Konzentration des Gemisches, die Struktur des Feststoffes oder die Zähigkeit
der Flüssigkeit sich ändert, so muß das Drosselorgan entsprechend nachgestellt werden. Mit Änderungen
der beschriebenen Art ist stets zu rechnen. Eine Nachstellung von Hand läßt aber dabei stets gewisse
Unregelmäßigkeiten in der Belieferung der Zentrifuge aufkommen, abgesehen davon, daß auch
die auftretenden Veränderungen im Schleudergut nicht ohne weiteres durch Beobachtung in ihrem Einfluß
auf die Zuflußmenge erkannt werden können.
Die Erfindung bezweckt, eine selbsttätige Speisung einer Schubzentrifuge zu erreichen, bei welcher der Einfluß
der genannten Änderungen im Schleudergut auf die Zuflußmenge praktisch ausgeschaltet wird, was besonders
für Zentrifugen in der Zuckerindustrie von Vorteil ist. Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleudergutzufuhr zur Zentrifuge im Sinn einer ständigen Aufrechterhaltung
eines vorgegebenen Wertes der Antriebleistungsaufnahme der Zentrifuge beeinflußt wird.
Das Verfahren gründet sich auf den Umstand, daß die Antriebleistungsaufnahme der Zentrifuge ein
Maß für die zugeführte Schleudergutmenge bildet, da ein Teil der Leistung zur Beschleunigung der zuströmenden
Massen auf die Umfangsgeschwindigkeit der Schleudertrommel benötigt wird. Erhöht sich aus
irgendeinem Grund die Zuflußmenge, so* hat dies eine
entsprechende Steigerung der Leistungsaufnahme der Zentrifuge zur Folgen, und es wird bei Anwendung
des Verfahrens auf Grund dieser Steigerung der Antriebleistung die Zuflußmenge vermindert, d. h., es
wird der Änderung der Zuflußmenge, welche die Vergrößerung der Antriebleistung zur Folge hatte, entgegengewirkt.
In der Zeichnung ist eine Einrichtung zur Aus-Verfahren
und Regeleinrichtung
zum Betrieb einer Schubzentrifuge
zum Betrieb einer Schubzentrifuge
Anmelder:
Escher Wyss G. m. b. H.,
Ravensburg (Württ.)
Ravensburg (Württ.)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 12. Juli 1955
Schweiz vom 12. Juli 1955
Rudolf Siegrist, Aarberg (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
übung des Verfahrens gemäß der Erfindung als Beispiel schematisch dargestellt. An Hand dieser Einrichtung
wird auch das Verfahren beispielsweise erläutert.
Bei der mit Schleudergut zu beschickenden Schubzentrifuge läuft in einem Gehäuse 1 eine Siebtrommel 2
um, auf welche das Schleudergut durch, einen umlaufenden Trichter 3 verteilt wird. Ein in axialer
Richtung sich hin- und herbewegender Schubboden 4 dient zur Weiterförderung des Schleudergutes auf der
Trommel in axialer Richtung gegen die Austrittsseite. Die Trommel wird durch einen Riementrieb 5 von
einem Elektromotor 6 aus angetrieben. Dieser wird über Leitungen 7 mit elektrischer Energie versorgt.
Das Schleudergut wird von einem Behälter 8 aus, in welchem ein Rührwerk 9 eingebaut ist, über eine
Speiseleitung 10 in den Trichter 3 der Zentrifuge eingeführt. Der Zufluß wird hierbei durch ein in den
Behälter 8 an der Stelle des Anschlusses der Leitung 10 eingebautes Drosselorgan 11 gesteuert. Dieses ist
über eine Stange 12 an einem um einen festen Gelenkpunkt 13 schwenkbaren Hebel 14 angelenkt. Zur Verstellung
des Drosselorgans dient ein elektrischer Hilfsmotor 15, welcher eine Gewindespindel 16 antreibt.
Diese Spindel greift in ein am freien Ende des Hebels 14 angeordnetes Muttergewinde 17 ein. Je nach der
Drehrichtung des Hilfsmotors 15 wird dabei das Drosselorgan 11 in die öffnungs- oder in die Schließ richtung
bewegt.
Der Hilfsmotor 15 wird von einem elektrischen Netz 18 aus gespeist. Vom einen Leiter dieses Netzes
aus zweigt eine Leitung 19 zum Hilfsmotor 15 ab. Je
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nach der Stellung eines Kontaktarmes 20, welcher mit Kontakten 21 und 22 zusammenarbeitet, kann ein
Stromkreis geschlossen werden, der über die Leitung 19, den Hilfsmotor 15, eine an diesen anschließende
Leitung 23, den Kontakt 21, den Kontaktarm 20 und eine Leitung 24 nach dem zweiten Leiter des Netzes
18 führt, oder ein Stromkreis, der über die Leitung 19, den Hilfsmotor 15, eine an diesen anschließende Leitung
25, den Kontakt 22, den Kontaktarm 20 und die Leitung 24 nach dem zweiten Leiter des Netzes 18
führt. Durch den Stromkreis 19, 23, 20, 24 wird der Hilfsmotor 15 in dem Sinn angetrieben, daß das Drosselorgan
11 sich in Schließrichtung bewegt, während der Stromkreis 19, 25, 20, 24 einen Antrieb des Hilfsmotors
15 in entgegengesetzter Drehrichtung bewirkt. Der Kontaktarm 20 steht mit einem Waagebalken
26 in Verbindung, welcher unter dem Einfluß zweier Elektromagnete 27 und 28 steht. Der Elektromagnet
27 wird über einen Stromwandler 29 von einer der zum Antriebmotor 6 der Zentrifuge führenden Leitungen
7 aus gespeist. Er beeinflußt die eine Seite des Waagebalkens 26. Die andere Seite steht unter dem
Einfluß des Elektromagnete 28, welcher vom Netz 18 aus über einen Regulierwiderstand 30 mit Strom versorgt
wird.
Die Einrichtung wirkt folgendermaßen: Bei normalem Betrieb ist der Regulierwiderstand 30 so· eingestellt,
daß sich die Wirkungen der Elektromagnete
27 und 28 auf den Waagebalken 26 aufheben und dieser in seiner Mittellage verharrt. Der Kontaktarm
20 steht dabei zwischen den beiden Kontakten 21 und 22, an welche die Leitungen 23 und 25 anschließen.
Die Stromzufuhr zum Hilfsmotor 15 ist dabei unterbrochen.
Erhöbt sich nun aus irgendeinem Grund die durch das Drosselorgan 11 durchströmende Schleudergutmenge,
so wirkt sich, dies in. einer Erhöhung der Leistungsaufnahme des Antriebmotors 6 der Schleudermaschine
aus. Dabei erhöht sich auch die Stromzufuhr zum Elektromagnet 27, so daß dieser stärker auf den
Waagebalken 26 einwirkt als der Elektromagnet 28. Der Waagebalken 26 dreht sich dabei im Uhrzeigersinn,
bis der Kontaktarm 20 am Kontakt 21 anschlägt und damit den Stromkreis 19, 23, 24 schließt. Dabei
wird der Hilfsmotor 15 mit einem solchen Drehsinn In Bewegung gesetzt, daß das Drosselorgan 11 gesenkt
wird und sein Durchflußquerschnitt sich verengt. Dies geschieht so lange, bis infolge der Verminderung der
Schleudergutzufuhr zur Zentrifuge die Stromaufnahme des Antriebmotors 6 wieder auf den Ursprungliehen
Wert zurückgegangen ist und damit der Magnet
28 wieder dem Magnet 27 das Gleichgewicht zu halten in der Lage ist. Der Waagebalken 26 mit dem Kontaktarm
20 kehrt dabei wieder in seine Mittellage· zurück,
so daß die Stromzufuhr zum Hilfsmotor 15 unterbrochen wird und eine weitere Verstellung des
Drosselorgans 11 unterbleibt.
Eine Verminderung der Schleudergutzufuhr zur Zentrifuge wirkt sich umgekehrt in einer Verminderung
der Leistungsaufnahme des Motors 6 aus. Damit vermindert sich auch die Stromzufuhr zum Elektromagnet
27, und der Elektromagnet 28 erhält das Übergewicht. Der Waagebalken 26 dreht sich dabei
entgegen dem Uhrzeigersinn, und der Kontaktarm 20 schließt durch Anschlag am Kontakt 22 den Stromkreis
19, 25, 24. Hierbei wird der Hilfsmotor 15 in einer solchen Drehriohtung angetrieben, daß das
Drosselorgan 11 im Öffnungssinn bewegt wird. Dieser Vorgang dauert wiederum so lange, bis durch Vergrößerung
der Schleudergutzufuhr die ursprüngliche Leistungsaufnahme des Antriebsmotor 6 der Schleu
dermaschine erreicht ist.
Durch die beschriebene Einrichtung wird also die
Schleudergutzufuhr zur Zentrifuge selbsttätig im Sinn
einer ständigen Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Wertes der Antriebleistungsaufnahme der Zentrifuge
beeinflußt. Das durch den Waagebalken 26 und die Elektromagnete 27, 28 gebildete Regelorgan spricht
auf Änderungen der Antriebleistungsaufnahme an und steht mit dem den Zufluß des Schleudergutes zur
Zentrifuge steuernden Drosselorgan 11 im Sinn der Einleitung einer Öftnungsbewegung desselben bei abnehmender
Leistungsaufnahme und einer Schließbewegung bei zunehmender Leistungsaufnahme in
Wirkungsverbindung.
Statt mit einem Drosselorgan kann auch das auf Änderungen der Antriebleistungsaufnahme ansprechende
Organ mit einer den Zufluß des Schleudergutes beherrschenden Vorrichtung anderer Art, beispielsweise
mit einem Schieber, einem Doeierapparat, einer Kolbenpumpe, einer Zentrifugalpumpe od. dgl.
in Wirkungsverbindung stehen.
Durch diese Einrichtung wird erreicht, daß auch bei Änderungen in der Struktur des Schleudergutes eine
gleichmäßige Zufuhr zur Zentrifuge gewährleistet wird. Die pro Zeiteinheit zugeführte Gemischmenge
ist durch die Einstellung des Regulierwiderstandes 30 bestimmt. Da bei Änderung der Konzentration des
Gemisches und Konstanthaltung der zugeführten Gemischmenge eine Änderung der in der Zentrifuge anfallenden
Feststoffmenge eintritt, kann es von Vorteil sein, mit der Verstellung des die Zufuhr beherrschenden
Drosselorgans 11 auch die Hubzahl des Schubmechanismus und gegebenenfalls auch die zugeführte
Menge der Waschflüssigkeiten zu verändern. Es kann dies beispielsweise dadurch erreicht werden, daß bei
hydraulischem Antrieb des Schubmechanismus die Drehzahl der die Steuerflüssigkeit fördernden Pumpe
etwa durch Verstellen der Bürsten eines diese Pumpe antreibenden Kommutatormotors gleichzeitig mit der
Verstellung des Drosselorgans geändert wird, und daß gleichzeitig auch die Waschflüssigkeitszufuhr beherrschende Ventile verstellt werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Betrieb einer Schubzentrifuge, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleudergutzufuhr
zur Zentrifuge im Sinn einer ständigen Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Wertes der
Antriebleistungsaufnahme der Zentrifuge beeinflußt wird.
2. Regeleinrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein auf Änderungen der Antriebleistungsaufnahme der Zentrifuge ansprechendes Regelorgan
(26) mit einer den Zufluß des Schleudergutes zur Zentrifuge steuernden Vorrichtung (11) im Sinn
der selbsttätigen Einleitung einer Vergrößerung der Schleudergützufuhr bei abnehmender Leistungsaufnahme
und einer Verkleinerung der Schleudergutzufuhr bei zunehmender Leistungsaufnahme in Wirkungsverbindung steht.
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das auf Änderungen der Antriebleis'tungsaufnähme
ansprechende Regelorgan (26) mit einem den Zufluß des Schleudergutes zur Zentrifuge steuernden Drosselorgan (11) in Wirkungsverbindung
steht.
4. Regeleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf die Änderung der dem
Antriebsmotor (6) der Zentrifuge zugeführten elektrischen Leistung ansprechendes Regelorgan
(26) vorgesehen ist, welches bei positiver Abweichung der Leistung von einem vorgegebenen Wert
den einen und bei negativer Abweichung den andern von zwei Stromkreisen schließt, die einen
der Verstellung des den Schleudergutzufluß zur Zentrifuge steuernden Drosselorgan (11) dienenden
elektrischen Hilfsmotor (15) in verschiedenen Drehrichtungien antreiben, und daß der bei positiver
Abweichung der elektrischen Leistung geschlossene Stromkreis (19, 23, 24) jener Drehrichtung
des Hilfsmotors zugeordnet ist, bei welcher das Drosselorgan (11) in Schließrichtung bewegt wird
und der bei negativer Abweichung der elektrischen Leistung geschlossene Stromkreis (19, 25,
24) der entgegengesetzten Drehrichtung zugeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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