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I Anwendungsgebiet
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Ladungssicherung,
insbesondere von sog. Coils in der Coilmulde des Ladebodens eines
Transportfahrzeuges (Zuggabelanhänger,
Sattelanhänger,
Aufbauten auf LKW-Fahrgestellen, Wechselbehälter, Schienenfahrzeuge).
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II. Technischer Hintergrund
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Unter
Coils versteht man Transportgüter
in Form eines großen
Zylinders, meist mit einem in Längsrichtung
durchgehenden, offenen Auge, und mit großem Gewicht, beispielsweise
aus aufgewickelten Stahlblech-Bändern.
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Derartige
Coils haben ein so großes
Gewicht, dass einige wenige oder auch nur ein einziger Coil der
Gesamtnutzlast des Transportfahrzeuges entspricht, bei Sattelanhängern im
Straßeneinsatz beispielsweise
bis zu 28 t.
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Derartige
Coils werden bereits bisher nicht auf einer ebenen Ladefläche transportiert,
sondern mit der Längsachse
des Coils in einer sog. Coilmulde, einer wannenförmigen Vertiefung des Ladebodens,
liegend, so dass die Mantelfläche
des Coils vorzugsweise an den beiden schrägen Flanken der Coilmulde aufliegt,
und nicht auf dem Boden der Coilmulde, wodurch bereits eine gewisse
Abstützung quer
zur Axialrichtung des Coils gegeben ist.
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Bei
Straßenfahrzeugen
ist die Coilmulde in aller Regel in Fahrtrichtung angeordnet.
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Gegen
das seitliche Herausrollen des Coils aus der Mulde bei Kurvenfahrt
wird ein solcher Coil durch Niederspannen mittels Spanngurten gesichert.
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Wegen
des hohen Einzelgewichtes der Coils muss darauf geachtet werden;
dass der Ladungs-Gesamtschwerpunkt vor allem in Längsrichtung
möglichst
genau mit dem Soll-Ladungsschwerpunkt des Transportfahrzeuges übereinstimmt.
Bereits geringe Abweichungen können
bei Straßenfahrzeugen
zur Überschreitung
der zulässigen
Achsdrücke
bzw. des Satteldruckes auf das Zugfahrzeug führen, und damit nicht nur zu
strafrechtlichen Konsequenzen, sondern auch zu einer so starken
negativen Beeinträchtigung
der Fahreigenschaften des Gesamtfahrzeuges, dass auch in der Praxis
eine große Gefahr
von diesem Fahrzeug ausgeht. Bei Coilmulden quer zu Fahrzeuglängsachse
angeordnet muss der Lastschwerpunkt in der Fahrzeugmitte liegen.
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Wenn
beispielsweise ein 25t schwerer Coil auf einem Sattelanhänger gegenüber dem
Soll-Lastschwerpunkt um einen Meter nach vorn verlagert wird, ergibt
dies bereits eine Erhöhung
des Satteldruckes vom Anhänger
auf das Zugfahrzeug um ca. 40%. Eine entsprechende Verschiebung
vom Soll-Lastschwerpunkt nach hinten ergibt stark überhöhte Hinterachs-Drücke.
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Gegen
ein Verrutschen in Längsrichtung, also
in Mulden-Längsrichtung,
sind unterschiedliche Methoden bekannt:
Zum einen das Abspannen über die
Stirnfläche
des Coils mit Spanngurten nach schräg hinten. Zum anderen durch
Einsetzen von Vertikalstützen
vor der Stirnseite des Coils, indem diese – meist aus Vierkantrohren
bestehenden – Vertikalstützen in
entsprechende Aufnahmetaschen gesteckt und dort gesichert werden,
die sich in der Regel in den schrägen Flanken der Coilmulde befinden.
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Da
das Einarbeiten der Aufnahmetaschen für die Vertikalstützen in
die Coilmulden arbeitsaufwendig und damit kostenintensiv ist, werden
diese Aufnahmetaschen nur in relativ großen Abständen von ca. 0,6 bis 1 m in
Längsrichtung
beabstandet vorgesehen.
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Eine
exakte Positionierung des bzw. der Coils, die ja mit ihrer vorderen
Stirnfläche
unmittelbar an der rückseitigen
Preßfläche der
Vertikalstützen anstehen
sollen, ist damit nicht möglich.
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Zusätzlich werden
die bekannten Vertikalstützen
lediglich durch ihre formschlüssige
Aufnahme in den Aufnahmetaschen gehalten, und müssen daher überdurchschnittlich groß und stabil
ausgebildet werden. Dies gilt vor allem beim Transport von sog.
Spaltringen, also in Axialrichtung sehr kurzen und damit nach vorne
oder hinten kippgefährdeten Coils:
Da
die Umfangs-Bänder,
mit denen diese spiralförmig
gewickelten Spaltbänder
zusammengehalten werden, sich während
langer Transportfahrten häufig lösen, können sich
die einnzelnen Lagen der Spaltbänder
gegeneinander verschieben, so dass derartige Spaltbänder auch
in der Praxis häufig
mit ihrem vollen Gewicht beim Bremsen gegen die Vertikalstützen pressen.
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Gerade
derartige kurze Coils, aber auch längliche Coils müssen nicht
nur nach vorne im Fall des Abbremsens abgestützt werden, sondern auch nach
hinten für
das Verrutschen beim Beschleunigen, vor allem da ein solches Verrutschen
nach hinten neben der Abstützung
nach vorne Abstand schaffen würde,
der sich beim späteren
Bremsen durch die über
diesen Abstand mögliche,
aufbauende Beschleunigung zu hohe Auftreffkräfte auf die Abstützung nach
vorne geben würde,
der diese Abstützung dann
in der Regel nicht mehr gewachsen ist.
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Ein
weiterer Nachteil der beschriebenen Aufnahmetaschen für diverse
Coil-Stützen liegt
darin, dass sie sich im Bereich der Coilmulde befinden.
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Häufig werden
derartige Fahrzeuge nicht nur zum Transport von Coils sondern auch
von normalen Stückgütern oder
anderem Ladegut benutzt. Zu diesem Zweck wird die Coilmulde mit
Muldenabdeckungen flächig
abgedeckt, die auch von Gabelstaplern und ähnlichem befahrbar sein soll,
um die normale Ladung darauf ablegen zu können.
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Für die Abstützung solcher
normalen Ladegüter
stehen die sich dann jedoch unter der Muldenabdeckung befindlichen
Aufnahmetaschen nicht mehr zur Verfügung.
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Den
gleichen Nachteil besitzt auch die Lösung gemäß
DE 3514975 C2 , bei der die
vertikalen Stützen
in ein Aufnahmeteil gesteckt werden, welches an verschiedenen Längspositionen
formschlüssig
auf dem Boden der Coilmulde befestigt wird. Darüber hinaus zeigt das österreichische
Gebrauchsmuster
AT 005619
U1 und auch das US-Patent
US 6190100 B1 eine Schubbalken, der sich
quer über die
Coilmulde verlaufend an unterschiedlichen Längspositionen der Coilmulde
befestigen lässt,
jedoch verlaufen beide auf konstanter Höhe, und weisen keinen im Bereich
der Coilmulde spezifisch ausgebildeten mittleren Bereich auf.
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III. Darstellung der
Erfindung
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a) Technische Aufgabe
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Es
ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sichern von Coils in der
Coilmulde eines Ladebodens zu schaffen, die trotz kostengünstiger
Herstellbarkeit leicht und universell handhabbar ist, eine günstige Krafteinleitung
von der Ladung in die Vorrichtung zulässt und auch für die Ladungssicherung
von nicht in der Coilmulde angeordneten Ladegütern verwendet werden kann.
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b) Lösung der Aufgabe
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 31 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Durch
das Anordnen eines Schubbalkens quer über die Coilmulde hinweg und
Befestigen auf dem Ladeboden außerhalb
der Coilmulde können
die Befestigungsvorrichtungen für
den Schubbalken auch für
andere Verzurrungszwecke benutzt werden. Durch das Verlegen des
Druckpunktes des Coils gegen den Schubbalken herunter auf die Höhe des Ladebodens
werden keine Kippkräfte
um die Querachse auf den Schubbalken ausgeübt und daher sind nur geringe
Sicherungskräfte
nötig,
um den Schubbalken auf dem Ladeboden gegen vertikale Fahr zeugstöße zu befestigen,
z. B. ein entlang des Schubbalkens, also quer über die Coilmulde, über den
Schubbalken gespannter Spanngurt.
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Durch
das Einsetzen von evtl. notwendigen Vertikalstützen in den Schubbalken und
nicht in die Coilmulde direkt müssen
die relativ großflächigen Ausnehmungen
zur Aufnahme des Schubbalkens nur einmalig im Schubbalken vorgesehen
werden, während
die Befestigungsvorrichtungen für
den Schubbalken in Längsrichtung
in geringem Längsabstand
vorgesehen werden, und dadurch der Schubbalken in Längsrichtung
sehr genau positioniert werden kann entsprechend dem Soll-Ladungsschwerpunkt
auf dem Fahrzeug.
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Durch
das große
Spiel zwischen den Vertikalstützen
und den entsprechenden Stützenaufnahmen
im Schubbalken, insbesondere in Längsrichtung und das Abspannen
der Vertikalstützen
durch einen oder mehrere Spanngurte nach hinten unten, wird die gesamte
Belastung in Längsrichtung
durch den kippgefägrdeten
Coil beim Bremsen des Fahrzeuges durch die Spanngurte der Vertikalstützen aufgenommen,
und die Vertikalstützen
in den Stützenaufnahmen
nicht auf Biegung beansprucht. Zusätzlich zu den Abspanngurten
der Vertikalstützen
wird lediglich der Schubbalken auf Schub in Längsrichtung beansprucht.
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Durch
zusätzliche
Querverspannung, beispielsweise mittels Gurtschlaufen durch das
Auge des Coils hindurch nach jeweils beiden Seiten, wird der Coil
gegen Herausrollen auf den Seiten der Coilmulde zusätzlich gesichert.
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Eine
Heckabsicherung kann durch die bekannten über die rückwärtige Stirnseite des Coils
gelegten Spanngurte, die nach vorne unten abgespannt sind, erfolgen,
oder durch eine analoge Absicherung wie auf der vorderen Stirnseite,
also durch Schubbalken und ggf. darin eingesetzte Vertikalstützen mit
Abspannung der Vertikalstützen
diesmal nach vorne unten.
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Die
Spanngurte werden dabei vorzugsweise in den Zurrprofilen fixiert,
die in den äußeren Randbereichen
des Ladebodens und insbesondere als Bestandteil des Außenrahmens
meist durchgängig
vorhanden sind. Sofern es sich dabei um in Längsrichtung nicht unterbrochene
Zurrprofile handelt, sind zur Aufnahme von Kräften in Längsrichtung an oder in den
Zurrprofilen Anschläge
vorhanden, um einen in das Zurrprofil eingelegten Verzurrungsadapter
in Längsrichtung
belasten zu können.
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Als
Befestigungsvorrichtung für
den Schubbalken dient eine formschlüssige, in Längsrichtung z. B. gerasterte
Befestigungsvorrichtung, z. B. Lochleisten, die außerhalb
der Coilmulde im restlichen Ladeboden beidseits angeordnet sind
und vorzugsweise mit ihrer Oberseite fluchtend zu diesem restlichen
Ladeboden. Um die Belastungen durch den Schubbalken in Längsrichtung
aufnehmen zu können,
sind diese Lochleisten fest mit dem übrigen Ladeboden, also vorzugsweise
mit dem Chassis des Ladebodens und insbesondere direkt mit den Rahmenlängsträgern des
Chassis, verschweißt.
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Wenigstens
die vordere Querkante der Löcher
ist gerade ausgebildet und ebenso die vordere Kante der entsprechenden,
nach unten vorstehenden Rastnasen des Schubbalkens, um eine große Anlagefläche bei
Längsbelastung
zu gewährleisten. Vorzugsweise
sind beide als Rechteck-Querschnitt gestaltet, wobei jedoch die
Breite – in
Querrichtung gemessen – der
Löcher
deutlich größer ist
als die der Rastnasen, um Fertigungstoleranzen in Querrichtung besser
aufnehmen zu können.
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Da
diese Lochleisten bei Nutzung des Ladebodens für andere Güter ebenfalls zum Einhängen von
Zurrhaken verwendet werden sollen, müssen die zwischen den einzelnen
Löchern
verbleibenden Stege in Längsrichtung
gemessen schmaler sein als die Öffnung
der verwendeten Zurrhaken, also in der Praxis nicht größer als
etwa 17 mm.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden deshalb entlang der Lochleisten abwechselnd quergerichtete
und längsgerichtete
Rechteck-Löcher angeordnet,
wobei die Querlöcher
der Aufnahme der Rastzapfen der Schubbalken dienen und die Längslöcher dem
Einführen
von anderen Zurrhaken.
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Insbesondere
können
in den Lochleisten auch Schubklötze
eingesetzt werden, indem diese nach unten vorstehende Rastvorsprünge zum
Einsetzen in die Löcher
der Lochleisten aufweisen, die zum Abstützen von Längskräften für andere Ladungsgüter als
für Coils,
beispielsweise für
Blechpakete oder ähnliches
dienen. Flache Ladegüter,
wie z. B. Blechpakete, sind durch Niederzurren zum Aufnehmen von
Bremskräften
nur mit einer sehr großen Anzahl
von Zurrgurten zu sichern, was ist sehr zeitaufwendig und unwirtschaftlich
ist.
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Der
Schubbalken selbst taucht in die Coilmulde etwas ein und besitzt
deshalb ebenfalls an seiner Unterseite Schrägflächen, die im unbelasteten Zustand
bei Einsetzen des Schubbalkens in die Lochleisten geringfügig Spiel
gegenüber
den schrägen
Flanken der Coilmulde aufweisen.
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Sofern
jedoch beim Beladen von Coils mit dem Kran von oben ein Coil aus
Versehen auf dem Schubbalken abgesetzt wird, biegt sich der Schubbalken
etwas durch und stützt
sich in vertikaler Richtung auf den Schrägflächen der Coilmulde ab, so daß sich die
freie Abstützlänge reduziert
und sich der Schubbalken nicht bleibend verbiegt. Dadurch kann der
Schubbalken leichter hergestellt werden. Bei Verwendung des Schubbalkens
alleine wird der Schubbalken – obwohl
der Angriffspunkt von Längskräften des
Coils auf den Schubbalken auf Höhe
des Ladebodens liegt – z.
B. durch einen querlaufenden Spanngurt unten und damit in formschlüssiger Verbindung
mit den Lochleisten gehalten, es wird verhindert, daß der Schubbalken
durch Fahrbahnunebenheiten aus seiner Arretierung herausspringt.
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Die
Vertikalstützen
selbst dienen im Grunde nicht der Abstützung der Coils gegen Umkippen
nach vorne, sondern lediglich der Befestigung des nach hinten unten
gespannten oberen Quergurtes, der über die Vorderseite der Vertikalstützen verläuft und diese
nach hinten abspannt. Beim Bremsen wird – vor allem ein in axialer
Richtung kurzer, schmaler Coil – im
oberen Bereich nach vorne kippen und gegen die Vertikalstützen pressen,
wodurch dieser den oberen Quergurt belasten, der sich unter Belastung
bis zu 5% dehnen kann.
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Um
zu vermeiden, dass dadurch der untere Bereich der Vertikalstütze in der
Aufnahme des Schubbalkens auf Biegung belastet wird und damit auch
der Schubbalken ein Kippmoment um die Querachse des Fahrzeuges erfährt, sind
die Aufnahmen für
die Vertikalstützen
so groß in
Längsrichtung überdimensioniert,
dass sie als freies Gelenk für
die Vertikalstützen
im Schubbalken um die Querachse des Fahrzeuges dienen.
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Um
die in der Regel zwei im Abstand nebeneinander beidseits der Längsmitte
der Coilmulde eingesetzten Vertikalstützen vor allem im oberen Bereich
im definierten Abstand zu halten, sind diese durch eine entfernbare
Querstrebe verbunden, die in ihren Endbereichen von oben nach unten
durchgängige Öffnungen
zum Aufschieben auf die oberen Enden der Vertikalstützen aufweist.
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Diese
Vertikalstützen
weisen zum Coil hin oben einen Überstand
(Abschlußplatte
etc.) auf.
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Nach Überschieben
des Querbalkens auf die Vertikalstützen und Anlegen des Coils
gegen die rückwärtige Preßfläche der
Vertikalstützen
wird der Querbalken vom Coil nach vorne gedrückt und liegt mit seinen Durchgangsöffnungen
an der Rückseite der
Vertikalstützen
an, und kann damit nicht mehr nach oben in die ihn dann blockierenden
nach hinten vorstehenden Vorsprünge
der Vertikalstützen
nach oben rutschen.
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Zur
sicheren Aufnahme der Spanngurte weisen die Vertikalstützen – deren
vordere Außenkanten zur
Schonung der Spanngurte stark gerundet sind – nach oben offene Einhaknasen
auf, in die der Spanngurt eingelegt werden kann und diesen im verspannten
Zustand sicher in der gewünschten
Höhe an
der Vertikalstütze
hält.
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Diese
Vertikalstützen
leiten die resultierenden vertikalen Spanngurtkräfte nach unten ab.
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c) Ausführungsbeispiele
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Ausführungsformen
gemäß der Erfindung sind
im folgenden anhand der Figuren beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:
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1: einen Sattelauflieger mit Coilmulde,
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2: einen Teilschnitt durch den Auflieger mit
eingesetztem Coil und Ladungssicherung des Coils in mehreren Stufen,
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3:
Ladung auf der abgedeckten Coilmulde,
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4: den Schubbalken im Detail,
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5: die Lochleiste im Detail,
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6: den Rand der Coilmulde im Detail und
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7: einen Zurradapter.
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1 zeigt in Seitenansicht und -aufsicht
einen Sattelauflieger 21 mit Ladeboden 1 mit dem üblichen
Königszapfen 24 im
vorderen Bereich und drei Achsen im hinteren Bereich, dessen Chassis 22 in der
Aufsicht sichtbar dargestellt ist, wobei die beiden in Längsrichtung über die
gesamte Länge
des Sattelaufliegers 21 durchgehenden Rahmen-Längsträger 23 ebenfalls
sichtbar dargestellt sind.
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Im
mittleren Längenbereich
ist dabei zwischen den Rahmen-Längsträgern 23,
also auf der Längsmitte,
die Coilmulde 2 eingezeichnet mit den beidseits davon verlaufenden
Lochleisten 5.
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Die 2 zeigen einen Querschnitt durch das Chassis 22 im
Bereich der Coilmulde 2, welche einen ebenen Boden 2b und
von diesem schräg
nach oben anstei gende Schrägflächen 2a aufweist,
die in den restlichen, ebenen, Ladeboden 1 neben der Coilmulde 2 übergehen.
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Die
Schrägflächen 2a sind
dabei direkt oder indirekt mit dem Oberzug des als Doppel-T-Träger ausgebildeten
Rahmenlängsträgers 23 verschweißt.
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Auf
der Außenseite
dieses Oberzuges sind Lochleisten 5 auf der Oberseite bündig mit
dem restlichen Ladeboden 1 angeordnet und vorzugsweise direkt
mit diesem Oberzug des jeweiligen Rahmenlängsträgers 23 verschweißt, wie
am besten in der Detaildarstellung der 6a dargestellt.
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Die
Lochleiste 5, die vorzugsweise nicht nur über die
Länge der
Coilmulde 2 sondern über
die gesamte Länge
des Ladebodens 1 durchgeht, besteht vorzugsweise aus einem
nach unten offenen U-Profil mit am freien Ende eines der U-Schenkel
parallel zur Bodenfläche
des U-abstrebenden Schenkel, welches auf den Querträgern 25 des
Chassis verschweißt
ist.
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Im
oben liegenden, verbindenden Querschenkel dieses Profiles befinden
sich die Löcher, nämlich abwechselnd
quer stehenden rechteckige Querlöcher 5a und
längsstehende
rechteckige Längslöcher 5b mit
jeweils dazwischen befindlichen Stegen 5c.
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Der
horizontal abstehende zusätzliche Schenkel
dient dabei der Auflage von Bodenbrettern im Bereich des ebenen
Ladebodens 1 neben der Coilmulde, während der nach unten frei endende
andere Schenkel des U direkt mit dem Oberzeug verschweißt ist,
vorzugsweise an der Oberkante.
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6b zeigt
in Detaildarstellung eine mittels Muldenabdeckungen 15 abgedeckte
Coilmulde 2, wobei die seitlichen Endbereiche der Muldenabdeckung 15 aus
entsprechend gestalteten Längsprofilen 15a bestehen,
auf die mit bündigem
oberem Abschluß Abdeckbretter 15b einlegbar
sind.
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Die
Abdeckprofile 15a liegen mit einem schräg nach unten ragenden Schenkel
auf der Schrägfläche 2a der
Coilmulde 2 an.
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Zurück zu den 2 sind dort unterschiedliche Verzurrungszustände eines
Coils 20 dargestellt:
In 2a ist
der Coil 20 lediglich durch einen vor seiner vorderen Stirnseite
möglichst
spielfrei angeordneten Schubbalken 3 gesichert, der sich
quer über die
Coilmulde 2 erstreckt und – wie die Detaildarstellungen
der 4 zeigen – bis über beide Lochleisten 5 erstreckt.
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In
diesem Bereich ragen von dem Schubbalken 3 auf jeder Seite
in Längsrichtung 10 der
Mulde 2 entsprechend dem Raster der Lochleiste 5 beabstandete
Rastzapfen 9 nach unten zum Einsetzen in die vorzugsweise
Querlöcher 5a der
Lochleiste 5, während
deren Langlöcher 5b zum
Einhaken üblicher
Zurrhaken 19 – wie
in 5b dargestellt – dienen, weshalb die Stege 5c schmaler
sind als die Maulöffnung
dieser Zurrhaken 19.
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Wie 2 und vor allem 4a zeigt,
ist der Schubbalken 3 in seiner Frontansicht, also betrachtet in
Mulden-Längsrichtung 10,
jochförmig
gestaltet mit einem abgesenkten mittleren Bereich, der nach unten
in die Coilmulde 2 eintaucht, wobei die nach unten außen gerichteten
Schrägflächen des
Schubbalkens 3 parallel, aber im unbelasteten Zustand mit
wenigen Millimeter Abstand, zu den Schrägflächen 2a der Coilmulde 2 liegen,
wenn der Schubbalken 3 in den Lochleisten 5 eingesteckt
ist.
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Die
Absenkung im mittleren Bereich ist so stark, dass sich die vorderen
und hinteren, plattenförmigen
Seitenwangen 3b, c des Schubbalkens 3 in diesem
abgesenkten mittleren Bereich fast vollständig unterhalb der Höhe des Ladebodens 1 und
damit der Anschlagfläche
der Rastzapfen 9 befinden.
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Die
Rastzapfen 9 sind vorzugsweise massive Rechteckstäbe, die
durch entsprechende Öffnung des
waagerechten Schenkels eines Winkelprofiles gesteckt und am senkrechten
Winkel verschweißt sind,
welcher den seitlich nach außen
weisenden Abschluß des
Schubbalkens 3 bildet.
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Weiterhin
sind die beiden Seitenwangen 3b, c in dem seitlich äußeren, nicht
abgesenkten Bereich nahe ihrer Oberkante über einen Rundstab 3d miteinander
verbunden, der – wie 2a zeigt – zum Darüberleiten
eines Spanngurtes 11 dient, der ebenfalls in Querrichtung
oberhalb der gesamten Länge
des Schubbalkens 3 verlaufend diesen nach unten und damit
in den Löchern
der Lochleiste 5 hält.
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Der
Spanngurt 11 ist mittels entsprechender Endstücke in den
randseitig im Ladeboden 1, vorzugsweise als Bestandteil
des Außenrahmens
ausgebildeten, Zurrprofilen 7 formschlüssig verhakt und anschließend verspannt.
Durch die möglichst
hohe Anordnung des Rundstabes 3d mit möglichst geringem Versatz in
Querrichtung gegenüber
den Rastzapfen 9 ist der vertikale Druck auf die Rastzapfen 9 optimal
groß.
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Wie
die Seitenansicht der 4c zeigt, sind die Rastzapfen
bezüglich
der Quermitte 30 symmetrisch angeordnet, also ein Zapfen 9 auf
der Quermitte und die beiden anderen beidseits davon entsprechend
dem Abstand der Löcher
in der Lochleiste. Um trotz des bereits geringen Abstandes der entsprechenden
Löcher,
also vor allem der Querlöcher 5a,
in den Lochleisten 5 eine zusätzliche Variationsmöglichkeit
zu haben, kann die Gruppe, z. B. Dreiergruppe, der Rastzapfen 9 auch
unsymmetrisch zur Quermitte 30 angeordnet sein um so – durch
um 180° verdrehtes
Einsetzen des Schubbalkens 3 um eine vertikale Achse – eine andere
Position der Preßfläche 3a hinsichtlich
ihrer Längsposition
zum Lochraster der Lochleisten 5 zu erreichen, wie in 4d dargestellt.
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Die
Aufsicht der 4b zeigt ferner als rechteckige
Taschen ausgebildete Stützenaufnahmen 12 nahe
der hinteren Preßfläche 3a,
die zum Einstecken von rechteckigen Vertikalstützen 4 in den Schubbalken 3 dienen,
wie in 2c dargestellt.
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Die
Vertikalstützen 4 dienen
der Abstützung des
kippgefährdeten
Coils 20 gegen Umkippen nach vorne beim Bremsen des Fahrzeuges,
nehmen diese Belastung jedoch nicht aufgrund der eigenen Stabilität auf, sondern
primär
aufgrund des Abspannens der Vertikalstützen 4 entgegen der
Belastung, also nach hinten, mittels eines Spanngurtes 11.
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Zu
diesem Zweck weisen die Vertikalstützen 4 nach vorne,
also vom Coil 20 weggerichtet, Einhaknasen 13 auf,
die nach oben offen sind und ein Einlegen eines Spanngurtes 11 von
oben her und vor der Vorderseite über die beiden Vertikalstützen 4 hinwegverlaufend
ermöglicht.
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Dieser
Obergurt wird mit seinen freien Enden nach hinten unten abgespannt
an einem relativ zu den Vertikalstützen 4 deutlich weiter
hinten in den Zurrprofilen 7 eingesetzten Verzurrungsadaptern 6. Die
Einhaknasen 13 dienen dabei lediglich dazu, ein Abrutschen
des Spanngurtes 11 nach unten zu verhindern.
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Damit
ein Gegeneinanderdrücken
beim Spannen der Gurte 11 der beiden Vertikalstützen 4 im oberen
Bereich verhindert wird, ist zwischen den Vertikalstützen 4 eine
Querstrebe 14 angeordnet auf einer solchen Höhe, dass
sie noch im Höhenbereich des
Coils 20 positioniert ist. Die Querstrebe 14 wird durch
die an die Vertikalstützen 4 bis
auf Kontakt mit deren preßseitiger
Holzzwischenlage – die
den Abstand der Aufnahmen 12 gegenüber der Preßfläche 3a gemäß 4b überbrücken – angelegten
Coil 20 auf der Oberseite der Holzzwischenlage, auf der
sie aufliegen, nach vorne gedrückt
und können
damit nicht mehr nach oben von den Vertikalstützen 4 abgezogen werden,
die zu diesem Zweck einen nach hinten, also über den Coil 20 überstehenden
Vorsprung aufweisen. Der Querbalken 14 besitzt an seinen
Enden von oben nach unten durchgängige
Ausnehmungen oder Einschuböffnungen,
die über
die Vertikalstützen 4 gesteckt
werden und danach formschlüssig
unter diesem Vorsprung sitzen.
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Wie 2c zeigt,
sind an jeder Vertikalstütze 4 übereinander
vorzugsweise zwei Einhaknasen 13 auf jeweils gleicher Höhe vorhanden,
um zwei Spanngurte 11 auf unterschiedlichen Höhen einlegen zu
können.
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Die
Belastung in Längsrichtung
durch einen kippgefährdeten
Coil beim Abbremsen wird dabei vollständig durch diese Spanngurte
aufgenommen, so dass die Vertikalstützen 4 in ihren Aufnahmen 12 hierdurch
nicht auf Biegung beansprucht werden, weshalb die Aufnahmen 12 in
Längsrichtung 10 deutlich
größer dimensioniert
sind als der Außen-Querschnitt
der Vertikalstützen 4 in
dieser Richtung.
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2c zeigt
die Abstützung
des Coils 20 nach hinten über einen Heckgurt mit Kopfschlinge, dessen
gesplitteter Mittelbereich einerseits über die hintere Stirnfläche und
andererseits über
die obere Mantelfläche
des Coils verläuft,
und der nach vorne unten zu den Zurrprofilen 7 und dort
eingesetzten Verzurrungsadaptern 6 hin verspannt ist. In
gleicher Weise könnte
jedoch auch heckseitig eine Abstützung
mittels Schubbalken 3 und ggf. zusätzlichen Vertikalstützen 4 und
deren Verzurrung erfolgen.
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Eine
solche Verzurrung gegen Umkippen nach vorne oder hinten in Längsrichtung,
wie in 2c dargestellt, ist vor allem
bei in Axialrichtung kurzen, also schmalen, Coils 20 notwendig,
wie drei hintereinander stehend in 2c dargestellt
sind.
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Bei
einem einzigen längeren
Coil wie in 2a genügt dagegen zusätzlich zu
dem Schubbalken, der in 2a dargestellt
ist, ein quer über den
Coil verlaufender Spanngurt als Niederhalter sowie schlaufenförmig durch
das Auge des Coils gefädelte
Spanngurte, die mit ihren freien Enden jeweils an einem weiteren
Verzurrungsadapter 6 befestigt sind. Die Verzurrungsadapter 6,
auch des Niederhalte-Gurtes,
sind in den außenseitigen
Zurrprofilen 7 aufgenommen und stützen sich in Längsrichtung
gegenüber
Zurranschlägen 17 ab,
wie sie besser in der 7 zu erkennen
sind:
Wie die Querschnittsdarstellung der 7b zeigt,
ist das Zurrprofil 7 etwa C-förmig
mit nach oben weisender Öffnung
ausgebildet, und geht in Längsrichtung 10 durch,
wie anhand 7a zu erkennen.
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In
die Öffnung
des Zurrprofiles 7 kann der Verzurrungsadapter 6 mit
seinen beiden in Längsrichtung
beabstandeten Einhaknasen 6a eingesteckt und durch Abkippen
nach Innen in Querrichtung formschlüssig verriegelt werden. An
den beiden Einhaknasen 6a ist – mittels Verschweißen- eine
Lochplatte 6b befestigt. Dieser Verzurrungsadapter ist
für flache
Gurt-Zurrwinkel von z. B. 0° bis
35° ausgelegt. Ein
anderer Verzurrungsadapter 6 mit seinen drehbar gelagerten
Einhaknasen und der Lochplatte ist für Gurt-Zurrwinkel von z. B.
30° bis
90° ausgelegt.
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Die
Lochplatte 6b ist etwa vorzugsweise C-förmig konturiert und weist wenigstens
zwei in Längsrichtung
beabstandete Löcher 6c zum
Einhaken üblicher
Zurrhaken 19 auf.
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Ein
Verschieben des Verzurrungsadapters 6 in Längsrichtung
wird verhindert durch Zurranschläge 17,
die an oder in dem Zurrprofil 7 vorzugsweise paarweise
und in einem Abstand entsprechend dem Abstand der beiden Einhaknasen 6a so
angeordnet sind, dass sich beide Einhaknasen 6a jeweils
an einem der Zurranschläge 17 abstützen.
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3 zeigt
die Nutzung des Ladebodens 1 für andere Ladegüter als
Coils 20, beispielsweise ein quaderförmiges Ladungspaket, welches
sich über die
Muldenabdeckungen 15 hinweg erstreckt. In Längsrichtung 10 nach
vorne ist das Ladungspaket dabei abgestützt mittels Schubklötzen 8,
die ebenfalls mit Hilfe von nach unten ragenden Rastzapfen 9 in
die Löcher
der Lochleisten 5 eingesteckt werden können, und deren hinteres freies
Ende als Preßfläche und
Anschlag für
das Ladungspaket dient.
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Auch
die Schubklötze 8 werden
durch quer über
jeweils beide Schubklötze
verlaufende, in den seitlichen Zurrprofilen 7 eingehängte, Spanngurte nach
unten in formschlüssigem
Eingriff mit den Lochleisten 5 gehalten.
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- 1
- Ladeboden
- 2
- Coilmulde
- 2a
- Schrägfläche
- 2b
- Boden
- 3
- Schubbalken
- 3a
- Preßfläche
- 3b,
c
- Seitenwangen
- 3d
- Rundstab
- 4
- Vertikalstütze
- 5
- Lochleiste
- 5a
- Querloch
- 5b
- Längsloch
- 5c
- Steg
- 6
- Verzurrungsadapter
- 6a
- Einhaknasen
- 6b
- Lochplatte
- 6c
- Loch
- 6d
- Niet
- 7
- Zurrprofil
- 8
- Schubklotz
- 9
- Rastzapfen
- 10
- Mulden-Längsrichtung
- 11
- Spanngurt
- 12
- Stützenaufnahme
- 13
- Einhaknasen
- 14
- Querstrebe
- 15
- Muldenabdeckung
- 15a
- Abdeckprofile
- 16
- Längsträger
- 17
- Zurranschlag
- 18
-
- 19
- Zurrhaken
- 20
- Coil
- 21
- Sattelauflieger
- 22
- Chassis
- 23
- Rahmenlängsträger
- 24
- Königszapfen
- 25
- Querträger
- 30
- Quermitte