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Elektrisch betriebenes Gleisleuchtbildstellwerk "--für Spielzeug-
und Modellbahnen Die Erfindung betrifft ein elektrisch betriebenes Gleisleuchtbildstellwerk
für Spielzeug- und Modellbahnen mit symbolischer Kennzeichnung der zu stellenden
Gleiselemente, z. B. Weichen, Signale usw., bei dem Signallampen den Verlauf der
jeweils befahrbaren Gleisabschnitte anzeigen.
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Bekannt sind Bauarten, bei denen die ganze Gleisstrecke auf einer
Pultplatte ausgelegt ist, die vor dein Herstellen der Platte naturgemäß aus mehreren
Teilen bestehen kann, die aber vor dem Auslegen des Gleisplanes zusammengeschraubt,
zusammengeleimt oder mit anderen Verbindungselementen zusammengeschlossen werden.
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Es ist ferner bekannt, bei solchen Anordnungen die jeweils befahrbare
Fahrstraße durch Lämpchen anzuzeigen, die auf dem Schaltbrett sitzen.
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Demgegenüber besteht der Erfindungsgegenstand aus einem Gestell und
aus erfindungsgemäß baukastenähnlich zusammensetzbaren Teilen, die in der Draufsicht
jeweils die gleiche äußere Form eines regelmäßigen Vielecks, z. B. eines Sechsecks,
aufweisen. Die Teile «erden beim Zusammenbau in einen Rahmen des Gestelles eingesetzt
und tragen je nach ihrer Verwendung ein als Leuchtzeichen ausgebildetes Gleiselementsymbol
mit den dazugehörigen Schaltern und Anschlußklemmen. Damit wird der Vorteil erzielt,
daß auch das Gleisbildstellwerk umgebaut und dem Gleisplan angepaßt werden kann,
wenn die Gleisanlage umgestaltet bzw. neu ausgelegt oder erweitert oder verkleinert
wird, ohne daß Bastelarbeiten nötig sind und ohne daß Werkstoffverluste entstehen.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Symbole der zu stellenden
Gleiselemente durch Signallampen dargestellt. die in Kanälen der Bauspielelemente
und damit unterhalb der Stellwerksplattenoberfläche angeordnet sind. wobei diese
Signallampen gleichzeitig als Rückmeldelampen der zu stellenden Gleiselemente dienen
können.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Bild 1 veranschaulicht eine Draufsicht, während die Bilder 2 bis 4
eine Zelle der nach dem Bauspielzeugprinzip zusammengesetzten, wabenähnlichen Stellwerksplatte
zeigt. wovon Bild 2 die Draufsicht, Bild 3 den Querschnitt nach Linie _9-.d von
Bild 3 und 4 den Querschnitt nach Linie B-B von Bild 2 darstellen; Bild 5 zeigt
eine Schaltskizze. während die Bilder 6 bis 14 Draufsichten auf unterschiedliche
Bauelemente veranschaulichen.
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Die Stellwerksplatte ist aus baukastenähnlichen Teilen 1 (Zellen)
und 2 zusammengesetzt. die auf den "Trägern 3 eines Gestelles derart ruhen, daß
die Stirnflachen von benachbarten Teilen 1, 2 aneinander angrenzen. Die Teile l
weisen in der Draufsicht jeweils die gleiche äußere Form eines regelmäßigen Sechsecks
auf und tragen je nach ihrer Verwendung ein entsprechendes. als Leuchtzeichen ausgebildetes
vinbol finit den dazugehörigen Schaltern 1, Stifte 4 S S
und Anschlußklemmen
5. Die Symbole der zu stellenden Gleiselemente sind durch Signallampen 6 in Kanälen
7 unterhalb der Stellwerksplattenoberfläche dargestellt, wobei die Signallampen
gleichzeitig als Rückmeldelampen der zti stellenden Gleiselemente dienen. Außer
den axial beweglichen Stiften 4, den Anschlußklemmen 5 und den Signallampen 6 weisen
die Weichen oder Fahrstreckensignale symbolisierenden Teile 1 noch das die Kanäle
7 bildende Gehäuse mit den Kanalwänden 9, den Deckel 8 aus transparentem Kunstharz,
die Kontaktfedern 10, die Sockel 11 und die Grundplatte 12 als Hauptelemente auf.
Auf dein Deckel 8 ist z. B. mittels Abdeckfarbe das jeweilige Symbol dargestellt.
Schwenkbare Riegel 13
greisen Zungen 13a. auf, mit denen die Teile 1 an den
Trägern 3 festgeklemmt werden können.
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Will man also ein Teil 1 auswechseln, dann werden zunächst die Riegel
13 mittels eines in den Riegelkopf eingeführten Schraubenziehers geschwenkt, so
claß die Zunge 13 a von dem dein Riegel zugeordneten Schenkel des Trägers 3 wegschwenkt.
Daraufhin kann das Teil nach oben aus seinem Fach des wabenrahmen- bzw. gitterartigen
Gestelles herausgezogen werden. Die Teile 1 und 2 können aber auch mit dem Wabenrahmen
des Gestelles verschraubt oder in anderer Weise verklemmt sein, wenn nicht vorgezogen
wird, die Teile lose auf dem Gestell ruhen zu lassen.
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An diesem Gleisbildstellwerk ist übersichtlich zu sehen, wie die Weichen
gestellt sind, ob ein Signal auf Halt oder Fahrt steht, ob ein Gleisstück unter
Strom steht oder abgeschaltet ist usw. All dies zeigen
die dunklen
oder leuchtenden Symbole an. Wird auf der Anlage eine Weiche oder Signal von Hand
umgestellt, so stellt sich auch das Symbol auf dem Gleisbild um. Es können auch
Weichen paarweise derart zusammengeschaltet werden, daß ihre gegenseitige Weichenzungenstellungen
immer voneinander abhängig sind. Es braucht dann beim Umschalten immer nur ein einziger
Schaltknopf betätigt zu werden.
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Die Bilder 6 bis 14 lassen verschiedenartige Symbole mit den jeweils
zu betätigenden Schaltknöpfen erkennen. Dabei sind die Bauelemente nach den Bildern
8 bis 10 lediglich mit nicht dargestellten Lämpchen versehen. um das Gleisbild über
die veränderlichen Symbole hinaus zu vervollständigen und um gegebenenfalls die
Befahrbarkeit der jeweils zu befahrenen Strecke anzuzeigen. In dem Bauteil nach
Bild 12 sind zwei Schalter eingebaut, mit denen die jeweils nachgeschaltete Strecke
an die Spannung gelegt werden kann. Die Bauelemente nach den Bildern 13 und 14 stellen
lediglich Füllstücke dar, wobei das Element nach Bild 14 den Elementen 2 nach Bild
1 entspricht. Bild 2 symbolisiert eine Links-«-eiche. Teile, die Fahrstreckensignale
andeuten, haben zwei Lichtschächte, die abwechselnd je nach Signalbild rot oder
grün leuchten. Hierbei kann dem Lämpchen des grün leuchtenden Symbols das Lämpchen
für die nachfolgende. befahrbare Strecke parallel geschaltet -werden, so daß dieses
bei offenem Signal aufleuchtet. Voraussetzung ist, daß die Magnetspulen erst bei
einem Strom ansprechen, der größer ist als der der beiden parallel geschalteten
Lämpchen. Diese Anordnung ist besonders zweckmäßig, wenn das Signal mit Zugbeeinflussung
versehen ist.
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Bei den Schaltelementen für abschaltbare Strecken z. B. nach Bild
12 ist ein Schalter eingebaut, der den Strom zur Strecke ein- und ausschaltet und
der das Lämpchen des Bauelementes zu- und abschaltet.
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Dies ist nötig, -weil ein normales Lämpchen nicht mit dem Bahnstrom
in Serie geschaltet werden kann. In diesem Fall wird dem Lämpchen auch der zweite
Pol der Stromquelle zugeleitet. Dies gilt auch für die Leuchtbilder der geraden
sowie der Eckstücke, der Prellböcke und der Kreuzungen, aber auch für das Lämpchen,
das bei einfachen Weichen vor der Gabelung sitzt. Dieser Teil vor der Gabelung leuchtet
dauernd, wie ja jeweils ein Ast der Gabelung leuchtet.
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Der Stromverlauf ist bei einem Bauelement beispielsweise für eine
Weiche nach Bild 5 folgender: Ein Strompol 14 ist an das aus leitendem Material
hergestellte Rahmengestell (Träger 3) angeschlossen. Von hier geht der Strom durch
die Verriegelung (Riegel 13) der Deckplatte 8 zu dem aus leitendem Material bestehendem
Lichtkanal 7. Von hier geht er -weiter über die von den Drucktasten 4 betätigten
Kontaktfedern 10 zii den jeweiligen Anschlußklemmen 5 und weiter zu den jeweiligen
Magnetspulen 15, 16 und über diese zur Masse. Die Lämpchen erhalten ihren einen
Anschluß (Pol 14) durch den Lichtkanal 7, während der jeweilige andere Anschluß
mit den feststehenden Anschlußklemmen 5 über Kreuz verbunden ist und je nach Stellung
des magnetelektrischen Artikels über eine der lZagnetspulen 15, 16 Spannung erhält
und aufleuchtet. Bei verkehrtem Aufleuchten werden die Anschlüsse einfach vertauscht.
Die Anschlußklemmen können die gleichen Farbbezeichnungen wie die der entsprechenden
elektrischen Artikeln tragen, so daß Fehlanschlüsse leicht verhindert werden können.
Der Schalter für die doppelte Kreuzungsweiche kann mit einem Merkzeichen 17 (Bild
7) versehen sein imd muß dann so in das Rahmengestell eingesetzt sein, wie die `Teiche
eingebaut wurde (Laterne oben. nisten. links oder rechts).
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Das ganze System ist weitgehend ausbaufähig. Es lassen sich z. B.
mehrere Streckenelemente an einen Streckenabschalter anschließen. so daß sofort
ersichtlich ist. welche Strecke unter Strom steht. Das Besetztsein eines Gleisabschnittes
kann durch das Aufleuchten einer roten Lampe angezeigt werden, wozu bekannte schalttechnische
Maßnahmen Anwendung finden.