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DE10309719A1 - Verfahren zur Bestimmung der Ansteuerspannung wenigstens eines elektrischen Aktors - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung der Ansteuerspannung wenigstens eines elektrischen Aktors Download PDF

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DE10309719A1
DE10309719A1 DE10309719A DE10309719A DE10309719A1 DE 10309719 A1 DE10309719 A1 DE 10309719A1 DE 10309719 A DE10309719 A DE 10309719A DE 10309719 A DE10309719 A DE 10309719A DE 10309719 A1 DE10309719 A1 DE 10309719A1
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actuator
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Johannes-Jörg Rueger
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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Abstract

Bei einem Verfahren zur Bestimmung der Ansteuerdauer eines piezoelektrischen Aktors eines Einspritzventils zur Einspritzung einer Flüssigkeitsmenge unter Hochdruck in einen Hohlraum, insbesondere in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, wird die Ansteuerdauer in Abhängigkeit von der auf den Aktor aufgebrachten Ladungsmenge geregelt.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der Ansteuerspannung wenigstens eines piezoelektrischen Aktors eines Einspritzventils zur Einspritzung einer Flüssigkeitsmenge unter Hochdruck in einen Hohlraum, insbesondere in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine.
  • Bei Einspritzsystemen mit piezoelektrischen Aktoren werden diese Aktoren auf eine gewisse Spannung aufgeladen. Dabei dehnt sich das piezoelektrische Element aus und erzeugt einen Hub, der nicht linear von der Spannung abhängt und insoweit die Genauigkeit der Einspritzung negativ beeinflußt. Gerade bei Einspritzsystemen für Brennkraftmaschinen, bei denen verstärkt Injektoren mit piezoelektrischen Aktoren eingesetzt werden, soll eine gewünschte Einspritzmenge mit sehr hoher Genauigkeit, insbesondere auch bei kleinen Einspritzmengen, wie zum Beispiel bei Voreinspritzungen, realisiert werden können, um so ein günstiges Abgasverhalten der Brennkraftmaschine zu ermöglichen.
  • Aus der EP 1 139 448 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Ansteuerspannung eines piezoelektrischen Aktors bekannt, bei dem der Strom, mit dem der piezoelektrische Aktor beaufschlagt wird, in Abhängigkeit von dem Spannungsgradienten über dem Aktor bestimmt wird. Aufgrund der Aufladung und der Längendehnung des piezoelektrischen Aktors wird ein Steuerventil positioniert, welches den Hub einer Düsennadel steuert. Um insbesondere die an moderne Einspritzsysteme bei Brennkraftmaschinen gestellten Anforderungen zu erfüllen, ist es erforderlich, daß die durch die Ansteuerung realisierte Längendehnung des piezoelektrischen Aktors sehr exakt unter allen Randbedingungen, das heißt insbesondere auch bei Alterung des piezoelektrischen Aktors, bei Temperaturschwankungen und dergleichen erfolgt. Dabei ist es problematisch, daß der Aktorhub selbst nicht gemessen werden kann.
  • Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements geht beispielsweise aus der DE 199 27 190 A1 hervor. Bei diesem Verfahren und dieser Vorrichtung erfolgt die Ansteuerung des piezoelektrischen Elements so, daß durch eine Steuerelektronik eine Sollspannung errechnet wird. Wenn diese Sollspannung erreicht wird, wird der Ladevorgang des piezoelektrischen Aktors beendet. Die auf den Aktor aufgebrachte Spannung wird zu einem vorgegebenen Zeitpunkt nach Beendigung des eigentlichen Ladevorgangs, jedoch vor dem Beginn des Entladens des piezoelektrischen Aktors gemessen, sie steht sowohl als Steuergröße als auch zu Diagnosezwecken zur Verfügung. Darüber hinaus ist es bekannt, die Ladung zu messen, die bei jedem Lade- oder Entladevorgang zu- bzw. von dem Aktor abfließt. Problematisch ist nun, daß der Abhängigkeit des Aktorhubs von der auf den Aktor aufgebrachten Spannung eine Hysterese zugrunde liegt. Darüber hinaus wird der funktionale Zusammenhang zwischen Aktorhub und Spannung durch Temperatureinflüsse negativ beeinflußt.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde die Ansteuerung der piezoelektrischen Aktoren so zu verbessern, daß eine wesentlich höhere Genauigkeit bei der Ansteuerung erzielt wird, die insbesondere auch von Temperatureinflüssen unabhängig ist.
  • Vorteile der Erfindung
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Bestimmung der Ansteuerspannung wenigstens eines piezoelektrischen Aktors eines Einspritzventils zur Einspritzung einer Flüssigkeitsmenge unter Hochdruck in einen Hohlraum, insbesondere in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, dadurch gelöst, daß die Ansteuerspannung in Abhängigkeit von der auf den Aktor aufgebrachten Ladung geregelt wird. Durch die ladungsbasierte Regelung wird eine wesentlich höhere Genauigkeit der Ansteuerung erzielt, da der funk tionale Zusammenhang zwischen der Ladung und dem Hub des Aktors eine größere Linearität aufweist als der im Stand der Technik verwendete Zusammenhang zwischen der Ladung und der Ansteuerspannung. Darüber hinaus wird die Beziehung der Ladung und dem Hub des Aktors weit weniger durch Temperatureinflüsse beeinflußt als die Beziehung zwischen der Ansteuerspannung und dem Hub.
  • Die Ladung wird vorteilhafterweise während des Ladevorgangs durch Integration des Stroms beim Ladevorgang des Aktors bestimmt. Nach dem Ende des Ladevorgangs fließt kein Strom mehr und die ermittelte Ladung bleibt daher konstant. Vorteilhafterweise wird daher die Ladungsmenge zeitlich nach dem Ende des Ladens und vor dem Beginn des Entladens des Aktors bestimmt, das heißt gemessen.
  • Die Regelung der Ansteuerspannung erfolgt nun bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens dadurch, daß die ermittelte Ladungsmenge mit einer vorgebbaren Solladungsmenge verglichen wird und die Differenz beider Größen als Ausgangswert für eine Regeleinrichtung zur Bestimmung der Ansteuerdauer des Aktors dient.
  • Vorzugsweise dient als Regeleinrichtung ein PI-Regler, dessen Ausgangsgröße dem Soll-Ladungswert hinzuaddiert wird. Dabei wird basierend auf dieser Summe die Ansteuerspannung des wenigstens einen Aktors ermittelt. Auf diese Weise wird gewissermaßen eine Vorsteuerung erzielt, die nicht nur den Vorteil hat, daß der Regelvorgang bei einem optimalen Sollwert begonnen werden kann und insoweit auch sehr schnell erfolgt, sondern daß auch beispielsweise sofort beim Start der Brennkraftmaschine eine sinnvolle Anfangsgröße in Form einer Sollspannung vorliegt. Die Transformation der Ladung in eine Spannung erfolgt deshalb, weil in den meisten Fällen eine Spannung in Steuereinrichtungen wesentlich einfacher zu verarbeiten ist als eine elektrische Ladung. Dabei erfolgt die Transformation der Ladung in die Ansteuerspannung bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens mittels einer Kennlinie.
  • Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird zusätzlich zur Ladungsmenge die an dem wenigstens einen Piezo-Aktor anliegende Ansteuerspannung bestimmt, beispielsweise gemessen, und zur Bildung einer Ansteuersollspannung zu der ermittelten Ansteuerspannung hinzuaddiert. Auf diese Weise kann neben der Ladungsmenge auch die Ansteuerspannung selbst als Regelgröße in den Regelvorgang einbezogen werden.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellungen von Ausführungsbeispielen der Erfindung.
  • In der Zeichnung zeigen:
  • 1 den schematischen Aufbau eines aus dem Stand der Technik bekannten Einspritzventils, bei welchem piezoelektrische Aktoren zur Ansteuerung des Einspritzventils verwendet werden;
  • 2 schematisch eine spannungsgeregelte Ansteuerung eines piezoelektrischen Aktors;
  • 3 eine ladungsgeregelte Ansteuerung eines piezoelektrischen Aktors gemäß der Erfindung und
  • 4 eine kaskadierte spannungs-/ladungsgeregelte Ansteuerung eines piezoelektrischen Aktors gemäß der Erfindung.
  • Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
  • 1 zeigt in schematischer Darstellung ein aus dem Stand der Technik bekanntes Einspritzventil 1 mit einer zentralen Bohrung. Im oberen Teil ist ein Stellkolben 3 mit einem piezoelektrischen Aktor 2 in die zentrale Bohrung eingebracht, wobei der Stellkolben 3 mit dem Aktor 2 fest verbunden ist. Der Stellkolben 3 schließt nach obenhin einen hydraulischen Koppler 4 ab, während nach unten eine Öffnung mit einem Verbindungskanal zu einem ersten Sitz 6 vorgesehen ist, in dem ein Kolben 5 mit einem Ventilschließglied 12 angeordnet ist. Das Ventilschließglied 12 ist als doppelt schließendes Steuerventil ausgebildet. Es verschließt den ersten Sitz 6, wenn der Aktor 2 in Ruhephase ist. Bei Betätigung des Aktors 2, das heißt beim Anlegen einer Ansteuerspannung Ua an den Klemmen +, –, betätigt der Aktor 2 den Stellkolben 3 und drückt über den hydraulischen Koppler 4 den Kolben 5 mit dem Verschließglied 12 in Richtung auf einen zweiten Sitz 7. Unterhalb des zweiten Sitzes ist in einem entsprechenden Kanal eine Düsennadel 11 angeordnet, die den Auslauf in einem Hochdruckkanal (Common-Rail-Druck) 13 schließt oder öffnet, je nachdem, welche Ansteuerspannung Ua anliegt. Der Hochdruck wird durch das einzuspritzende Medium, beispielsweise Kraftstoff für einen Verbrennungsmotor, über einen Zulauf 9 zugeführt, über eine Zulaufdrossel 8 und eine Ablaufdrossel 10 wird die Zuflußmenge des Mediums in Richtung auf die Düsennadel 11 und den hydraulischen Koppler 4 gesteuert. Der hydraulische Koppler 4 hat dabei die Aufgabe, einerseits den Hub des Kolbens 5 zu verstärken und andererseits das Steuerventil von der statischen Temperaturdehnung des Aktors 2 zu entkoppeln. Die Wiederbefüllung des Kopplers 4 ist hier nicht dargestellt.
  • Nachfolgend wird die Funktionsweise dieses Einspritzventils näher erläutert. Bei jeder Ansteuerung des Aktors 2 wird der Stellkolben 3 in Richtung des hydraulischen Kopplers 4 bewegt. Dabei bewegt sich auch der Kolben 5 mit dem Verschließglied 12 in Richtung auf den zweiten Sitz 7 zu. Über Leckspalte wird dabei ein Teil des im hydraulischen Kopplers 4 befindlichen Mediums, beispielsweise der Kraftstoff, herausgedrückt. Zwischen zwei Einspritzungen muß daher der hydraulische Koppler 4 wiederbefüllt werden, um seine Funktionssicherheit zu erhalten.
  • Über den Zulaufkanal 9 herrscht ein hoher Druck, der beim Common-Rail-System beispielsweise zwischen 200 und 2000 bar betragen kann. Dieser Druck wirkt gegen die Düsennadel 11 und hält sie geschlossen, so daß kein Kraftstoff austreten kann. Wird nun infolge der Ansteuerspannung Ua der Aktor 2 betätigt und damit das Verschlußglied 12 in Richtung des zweiten Sitzes bewegt, baut sich der Druck im Hochdruckbereich ab und die Düsennadel 11 gibt den Einspritzkanal frei. Mit P1 ist der sogenannte Kopplerdruck bezeichnet, wie er im hydraulischen Koppler 4 gemessen wird. Im Koppler 4 stellt sich ohne Ansteuerung Ua ein stationärer Druck P1 ein, der beispielsweise 1/10 des Drucks im Hochdruckteil ist. Nach dem Entladen des Aktors 2 ist der Kopplerdruck P1 näherungsweise 0 und wird durch Wiederbefüllung wieder angehoben.
  • Der Aktorhub über der Spannung aufgetragen weist nun eine größere Hysterese auf als der Aktorhub aufgetragen über der Ladung. Darüber hinaus ist der funktionale Zusammenhang zwischen dem Aktorhub und der Ladung linearer und über der Temperatur einfacher charakterisierbar als der Zusammenhang zwischen dem Aktorhub und der Ansteuerspannung.
  • Gleichwohl dient die Ansteuerspannung als alleinige Regelgröße für die Ansteuerung des Aktors. Der Grund hierfür liegt darin, daß die Spannung einfacher meßbar ist, beispielsweise durch einen einfachen Spannungsteiler, während die Ladung nur durch eine Integration des geflossenen Stroms meßbar ist. Für eine on-line-Abschaltbedingung beim Laden eines piezoelektrischen Aktors eignet sich damit im Grunde nur die Spannung.
  • Grundidee der Erfindung ist es nun, eine ladungsgeregelte Ansteuerung des piezoelektrischen Aktors zu realisieren. Die Erfindung macht sich dabei zunutze, daß die Ladung ebenso wie die Aktorspannung nach dem Ende des Ladevorgangs und vor dem Beginn des Entladevorgangs gemessen werden kann und als Regelgröße zur Verfügung steht.
  • Ein Beispiel eines Verfahrens zur spannungsgeregelten Ansteuerung eines Aktors, wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist, wird in Verbindung mit 2 nachfolgend kurz erläutert.
  • Wie in 2 dargestellt, dient als Eingangsgröße der Raildruck p_rail, der in einem Kennfeld 210 in eine Sollspannung Usoll transformiert wird. Von dieser Sollspannung Usoll wird in einem Subtraktionsglied 220 eine gemessene Ist-Spannung Uist,meß subtrahiert und diese Differenz einem PI-Regler 230 zugeführt. In einem Addierglied 240 wird die Ausgangsgröße des PI-Reglers zu der Sollspannung Usoll addiert. Diese Größe wird dann in einem weiteren Rechenglied in eine Sollspannung Ua (Ansteuerspannung), die einer Ansteuerelektronik, beispielsweise einem Ansteuer-IC zugeführt wird, umgewandelt. Die Regelung erfolgt nun immer so, daß die Differenz zwischen Sollspannung und gemessener Ist-Spannung Iist,meß den Wert Null annimmt. Dabei dient als Anfangsregelgröße immer die Sollspannung Usoll. Hierdurch wird eine gewisse Vorsteuerung erzielt, durch die eine sehr schnelle Regelung der Ansteuerspannung, mit der der Aktor beaufschlagt wird, erreicht wird.
  • Eine gemäß der Erfindung vorgeschlagene ladungsgeregelte Ansteuerung wird nachfolgend in Verbindung mit 3 und 4 erläutert. Der Raildruck p_rail wird in einem Rechenglied 310 in einen Soll-Ladungswert Qsoll transformiert. Von diesem wird in einem Subtraktionsglied 320 ein durch Integration des geflossenen Stroms gemessener Ist-Ladungswert Qist,meß subtrahiert. Diese Differenz wird einem PI-Regler 330 zugeführt. Das Ausgangssignal des PI-Reglers 330 wird in einem Addierglied 340 zu dem Soll-Ladungswert Qsoll hinzuaddiert. Diese Summe wird in einem Rechenglied 350 in eine Ansteuerspannung U;, des Aktors umgerechnet. Die Regelung erfolgt nun so, daß die Differenz zwischen Soll-Ladungswert Qsoll und dem gemessenen Ist-Ladungswert Qist, meß den Wert Null annimmt. Als Eingangsregelgröße dient dabei der Soll-Ladungswert Qsoll. Dieser Wert dient auch beispielsweise beim Starten einer Brennkraftmaschine als Anfangswert, so daß bereits beim Start der Brennkraftmaschine sinnvolle Ladungswerte vorliegen, wodurch der Regelvorgang wesentlich beschleunigt wird. Das Rechenglied 350 wird vorteilhafterweise durch eine Kennlinie realisiert, in der eine Transformation der Ladungen in die Spannung Ua erfolgt. Diese Ansteuerspannung Ua ist dann letztendlich wieder die Größe, die einer Ansteuerelektronik übermittelt wird, mit der die piezoelektrischen Aktoren angesteuert werden. Die Ansteuerspannung Ua dient damit auch als on-line-Abschaltbedingung. Die Vorteile einer solchen ladungsgeregelten Ansteuerung liegen zum einen darin, daß der funktionale Zusammenhang zwischen der auf den Aktor aufgebrachten Ladung und dessen Hub eine wesentlich größere Linearität aufweist als der funktionale Zusammenhang zwischen der Ansteuerspannung, mit der der Aktor beaufschlagt wird und dem Hub des Aktors. Darüber hinaus weist die Beziehung zwischen der auf den Aktor aufgebrachten Ladung und dem Hub des Aktors eine wesentlich geringere Temperaturabhängigkeit auf. Darüber hinaus ist es auch vorteilhaft, daß die Ladung während des Ladevorgangs durch Integration des Ladestroms bestimmt wird. Nach dem Ende des Ladevorgangs fließt kein Strom mehr und die ermittelte Ladung ist in Folge davon konstant. Damit kann dieser Meßwert zu jedem Zeitpunkt nach der Beendigung des Ladevorgangs und vor dem Beginn des Entladens mit gleicher Genauigkeit gemessen werden. Demgegenüber zeigt beispielsweise das Spannungssignal, das an einem Piezo-Aktor gemessen werden kann, auch nach dem Ende des Ladevorgangs keinen konstanten Wert, da sich in der Aktorspannung mechanische Schwingungen des Aktors, Änderungen der Kräfte auf den Aktor oder dergleichen deutlich zeigen und eine Verfälschung des Signals herbeiführen. Dieser Effekt klingt zwar nach einiger Zeit ab und ist bei längeren Ansteuerdauern (beispielsweise bei einer Haupteinspritzung) nicht mehr von großer Bedeutung. Jedoch wird die Spannung auch durch andere Einflüsse, wie beispielsweise eine zurückgehende Kopplerkraft aufgrund von Leckagen aus dem hydraulischen Koppler, die eine kontinuierliche Verringerung der Aktorgegenkraft und damit eine Verringerung der Spannung zufolge haben, negativ beeinflußt. In diesem Falle hängt die Ansteuerspannung von der Ansteuerdauer ab. Bei kürzeren Ansteuerdauern ist der Effekt aufgrund der Leckagen noch vernachlässigbar, bei längeren Ansteuerdauern wirkt sich dieser Einfluß jedoch sehr nachteilig aus. Im Gegensatz hierzu ist das Ladungssignal einerseits gewissermaßen "schwingungsfrei" und andererseits unabhängig von der Ansteuerdauer. Die vorbeschriebene ladungsgeregelte Ansteuerung ermöglicht daher eine wesentlich höhere Präzision der Ansteuerung und damit bei einer Brennkraftmaschine wesentlich verbesserte Abgaswerte.
  • In 4 ist eine Ausgestaltung des in 3 beschriebenen Verfahrens dargestellt, wobei in 4 gleiche Elemente wie in 3 mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, so daß zu deren Beschreibung auf die vorstehenden Ausführungen Bezug genommen wird. Im Unterschied zu dem in Verbindung mit 3 beschriebenen Verfahren erfolgt jedoch nach Bestimmung der Ansteuerspannung Ua nicht eine direkte Ansteuerung des Aktors, sondern diese Größe ist nun ihrerseits Eingangsgröße einer weiteren spannungsgeregelten Ansteuerung. Die so ermittelte Spannung wird in diesem Falle als Sollspannung Usoll verwendet, von der in einem Subtraktionsglied 410 die gemessene Ist-Spannung Uist,meß subtrahiert wird. Die so ermittelte Differenz wird einem weiteren PI-Regler 420 zugeführt, in dem die Differenz auf den Wert Null geregelt wird. Die Ausgangsgröße des PI-Reglers 420 wird nun zu der Sollspannung Usoll in einem Addierglied 430 addiert und diese so ermittelte Größe als Ansteuerspannung Ua ausgegeben. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß neben der Ladung auch gleichzeitig noch die gemessene Spannung als weitere Regelgröße in die Regelung einbezogen wird. Auch bei dem in Verbindung mit 4 beschriebenen Verfahren ist die gemessene Aktorladung die für die Ansteuerung der Piezo-Aktoren bestimmende Größe.
  • Das vorstehende Verfahren zur Ansteuerung des piezoelektrischen Aktors zeichnet sich dadurch aus, daß es eine wesentlich größere Genauigkeit bei der Positionierung der Düsennadel von Einspritzsystemen oder auch eines Steuerventils ermöglicht und damit die Zumessung des Kraftstoffs in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine wesentlich verbessert.

Claims (7)

  1. Verfahren zur Bestimmung der Ansteuerdauer eines piezoelektrischen Aktors (2) eines Einspritzventils (1) zur Einspritzung einer Flüssigkeitsmenge unter Hochdruck in einen Hohlraum, insbesondere in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerdauer in Abhängigkeit von der auf den Aktor (2) aufgebrachten Ladungsmenge geregelt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsmenge durch Integration des durch den wenigstens einen Aktor (2) fließenden Stroms bestimmt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsmenge zeitlich nach dem Laden und vor dem Entladen des Aktors (2) bestimmt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ermittelte Ladungsmenge mit einer vorgebbaren Solladungsmenge verglichen wird und die Differenz beider Größen als Ausgangswert für eine Regeleinrichtung zur Bestimmung der Ansteuerdauer des Aktors (2) dient.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung ein PI-Regler ist, dessen Ausgangsgröße dem Soll-Ladungswert hinzuaddiert wird und daß basierend auf dieser Summe eine Ansteuerspannung (Ua) des wenigstens einen Aktors (2) ermittelt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerspannung mittels einer Kennlinie ermittelt wird.
  7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich die an dem wenigstens einen Aktor (2) anliegende Ansteuerspannung bestimmt und zur Bildung einer Ansteuersollspannung zu der ermittelten Ansteuerspannung hinzuaddiert wird.
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