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DE102007061946A1 - Verfahren zum Betreiben einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung Download PDF

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DE102007061946A1
DE102007061946A1 DE200710061946 DE102007061946A DE102007061946A1 DE 102007061946 A1 DE102007061946 A1 DE 102007061946A1 DE 200710061946 DE200710061946 DE 200710061946 DE 102007061946 A DE102007061946 A DE 102007061946A DE 102007061946 A1 DE102007061946 A1 DE 102007061946A1
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DE
Germany
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valve element
fuel injection
closing
piezoelectric actuator
fuel
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200710061946
Other languages
English (en)
Inventor
Matthias Burger
Hans-Christoph Magel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/02Circuit arrangements for generating control signals
    • F02D41/04Introducing corrections for particular operating conditions
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
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    • F02D2041/202Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils characterised by the control of the circuit
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Abstract

Bei einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung in (12) wird eine Stellung eines Ventilelements (22) durch) beeinflusst. Dieser ist mit einem Hochdruckraum (40) verbunden. Der Druck in dem hydraulischen Steuerraum (36) wird durch eine Ventileinrichtung (50) beeinflusst, die von einem Piezoaktor (58) betätigt wird. Der Piezoaktor (58) wird für ein Schließen der Ventileinrichtung (50) und des Ventilelements (22) geladen. Es wird vorgeschlagen, dass ein Schließen des Ventilelements (22) detektiert wird, indem eine am Piezoaktor (58) anliegende Spannung nach dessen Laden ausgewertet wird.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft ferner ein Computerprogramm, eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung sowie ein Kraftstoff-Einspritzsystem nach dem Oberbegriff der nebengeordneten Patentansprüche.
  • Die DE 10 2006 019 736 A1 beschreibt eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung und ein Verfahren zu deren Betrieb. Die bekannte Kraftstoff-Einspritzvorrichtung verfügt über eine hydraulische Steuerung, zu deren Realisierung ein Ende eines Ventilelements in einen hydraulischen Steuerraum eintaucht. Dieser wird über eine Zulaufdrossel von einem Hochdruckbereich der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung gespeist. Über eine Ventileinrichtung, die von einem Piezoaktor betätigt wird, kann der hydraulische Steuerraum mit einem Rücklauf verbunden werden. Der Piezoaktor wird dabei invers betrieben, d. h., dass der Piezoaktor im Ruhezustand der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung, wenn diese geschlossen ist oder schließen soll, aufgeladen ist. Zum Auslösen eines Einspritzvorgangs wird der Piezoaktor entladen.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass mit ihm ein zuverlässiger und präziser Betrieb der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung möglich ist.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, sowie durch ein Computerprogramm, eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung und ein Kraftstoff-Einspritzsystem mit den Merkmalen des jeweiligen nebengeordneten Patentanspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben. Für die Erfindung wichtige Merkmale finden sich darüber hinaus in der nachfolgenden Beschreibung und in der Zeichnung, wobei die Merkmale sowohl in Alleinstellung als auch in unterschiedlichen Kombinationen für die Erfindung wichtig sein können, ohne dass hierauf explizit hingewiesen wird.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, ohne zusätzliche Sensoren das tatsächliche Schließen des Ventilelements zu detektieren und damit eine wichtige Information über den Ist-Betrieb der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung zu gewinnen. Diese Information kann dann für ganz unterschiedliche Zwecke verwendet werden, wie weiter unten noch im Detail erläutert werden wird.
  • Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass bei einem Schließen des Ventilelements, wenn also das Ventilelement auf einem ihm zugeordneten Ventilsitz auftrifft, eine Druckwelle erzeugt wird, die sich mit hoher Geschwindigkeit im gesamten Hochdruckbereich ausbreitet. Da bei einer solchen Druckwelle praktisch nichts strömt, durchdringt eine solche Druckwelle auch übliche Drosselstellen ohne Verzögerung und im Wesentlichen ungedämpft. Sie gelangt somit auch in den hydraulischen Steuerraum, der – zum Schließen des Ventilelements – durch den geladenen Piezoaktor „zugehalten" wird. Die Druckwelle führt daher zu einer kurzzeitigen Erhöhung der auf den Piezoaktor wirkenden hydraulischen Druckkraft, die zu einer kurzzeitigen Änderung der am Piezoaktor anliegenden Spannung führt. Dies kann durch eine entsprechende Auswertung der am Piezoaktor anliegenden Spannung erfasst werden. Da der Zeitraum vom Auftreffen des Ventilelements auf den Ventilsitz und der damit zusammenhängenden Erzeugung der Druckwelle bis zum Eintreffen der Druckwelle im hydraulischen Steuerraum sehr kurz ist, kann der Zeitpunkt, zu dem die Änderung der am Piezoaktor anliegenden Spannung detektiert wird, in guter Näherung gleich dem Schließzeitpunkt des Ventilelements angesehen werden. Gegebenenfalls ist es aber möglich, anhand der bekannten Geometrien des Hochdruckbereichs die Laufzeit der Druckwelle vom Ort ihrer Entstehung bis zum Eintreffen im hydraulischen Steuerraum zu berücksichtigen.
  • In einer ersten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorgeschlagen, dass ein Gradient der am Piezoaktor anliegenden Spannung ausgewertet wird. Zwar ist grundsätzlich auch denkbar, den Absolutwert der Aktorspannung auszuwerten, die schlagartige Erhöhung der auf den Piezoaktor einwirkenden Druckkraft beim Eintreffen der Druckwelle macht sich jedoch vor allem in einem hohen Gradienten bemerkbar, der durch geeignete Auswerteverfahren zuverlässig erkannt werden kann.
  • Eine einfache Auswertemöglichkeit besteht darin, dass ein Überschreiten eines Grenzwerts durch den Gradienten als Schließen des Ventilelements gewertet wird. Besonders schonend mit den Rechenressourcen geht ein Verfahren um, bei dem die am Piezoaktor anliegende Spannung zur Detektion des Schließens des Ventilelements nur während eines Zeitraums ausgewertet wird, der eine bestimmte Dauer hat und vom Ende des Ladens einen bestimmten zeitlichen Abstand aufweist. Die Dauer und der zeitliche Abstand bestimmen sich u. a. aus bestimmten charakteristischen, beispielsweise in einem Prüfstand ermittelbaren Betriebsgrößen der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung, beispielsweise dem Zeitraum, der bei einer durchschnittlichen Kraftstoff-Einspritzvorrichtung vom Ende des Ladens bis zum Auftreffen des Ventilelements im Ventilsitz und dem Eintreffen der Druckwelle am Piezoaktor verstreicht, zuzüglich bzw. abzüglich einer gewissen Toleranz.
  • Besonders bevorzugt ist jene Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der der detektierte Zeitpunkt des Schließens (Ist-Einspritzende) mit einem Sollwert (Soll-Einspritzende) verglichen und ein Ist-Ansteuersignal des Piezoaktors entsprechend korrigiert wird. Damit wird eine Regelung des Ist-Ansteuersignals des Piezoaktors und damit eine deutliche präzisere Zumessung des Kraftstoffs möglich. Letztlich wird hierdurch das Emissionsverhalten der Brennkraftmaschine verbessert und der Kraftstoffverbrauch wird gesenkt.
  • In Weiterbildung hierzu wird vorgeschlagen, dass eine Ist-Einspritzdauer unter Berücksichtigung des Ist-Einspritzendes ermittelt und durch eine Korrektur einer Ansteuerdauer auf eine Soll-Einspritzdauer geregelt wird. Dies ist eine konkrete und besonders einfach zu realisierende Ausgestaltung einer Regelung unter Berücksichtigung des detektierten Zeitpunkts des Schließens (Ist-Einspritzende). Grundgedanke für die vorgeschlagene Regelung ist die Tatsache, dass es bei einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung über die Lebensdauer zu einem Verschleiß des Ventilsitzes kommen kann, mit dem das Ventilelement zusammenarbeitet, was wiederum zu einer Änderung der eingespritzten Kraftstoffmenge gegenüber einer an sich vorgesehenen Kraftstoffmenge führt. Durch den Verschleiß des Ventilsitzes kommt es nämlich während der Lebensdauer der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung zu einer Änderung der hydraulischen Kräfte, die beim Öffnen des Ventilelements überwunden werden müssen. Die Änderung kann bedeuten, dass das Öffnen des Ventilelements beschleunigt wird, sie kann jedoch auch bedeuten, dass das Öffnen verzögert wird. Bei gleicher Ansteuerdauer führt dies zu einer Verschiebung der Ist-Einspritzdauer und damit zu einer Änderung der eingespritzten Kraftstoffmenge. Dank des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein solcher Verschleiß erkannt werden, und die Ansteuerdauer wird automatisch angepasst. Dies ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bei allen Einspritzmengen möglich, also auch bei großen Ansteuerdauern.
  • Ferner ist besonders bevorzugt, wenn der Zeitpunkt des Schließens des Ventilelements bei verschiedenen Drücken und verschiedenen Ansteuerdauern detektiert und hierdurch die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung kalibriert wird. Die Zeitpunkte des Schließens des Ventilelements werden also beispielsweise bei kurzen und bei langen Ansteuerdauern und bei unterschiedlichen Drücken, beispielsweise in einem Kraftstoffrail, detektiert. Damit kann beispielsweise bei der Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine für jede Kraftstoff-Einspritzvorrichtung eine Kennlinie bzw. ein Kennfeld erstellt werden, welches für die Ansteuerung verwendet werden kann. Auf diese Weise können die Anforderungen an die Fertigungstoleranzen der Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen reduziert werden, wodurch Kosten gespart werden. Dennoch ist dank des erfindungsgemäßen Verfahrens eine präzise Zumessung des Kraftstoffes möglich, da durch die Kalibrierung Exemplarstreuungen kompensiert werden können.
  • Möglich ist ferner, dass ein detektiertes Schließen des Ventilelements für eine Funktionsdiagnose der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung verwendet wird. Damit kann die Betriebssicherheit der Brennkraftmaschine verbessert werden.
  • Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
  • 1 einen schematischen Schnitt durch eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung;
  • 2 ein Diagramm, in dem eine an einem Piezoaktor der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung von 1 anliegende Spannung über der Zeit aufgetragen ist;
  • 3 ein Diagramm, in dem ein Hub eines Ventilelements einer Ventileinrichtung, mit der ein Druck in einem Steuerraum der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung von 1 beeinflusst wird, über der Zeit aufgetragen ist;
  • 4 ein Diagramm, in dem ein Hub eines Ventilelements der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung von 1 über der Zeit aufgetragen ist;
  • 5 ein Diagramm, in dem ein Druck in einem hydraulischen Steuerraum der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung von 1 über der Zeit aufgetragen ist;
  • 6 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Regeln einer Ansteuerdauer der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung von 1;
  • 7 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Kalibrieren der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung von 1; und
  • 8 ein Diagramm ähnlich 4 für eine alternative Ausführungsform.
  • Ein Kraftstoff-Einspritzsystem einer Brennkraftmaschine trägt in 1 insgesamt das Bezugszeichen 10. Es umfasst eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12, die Kraftstoff direkt in einen ihr zugeordneten Brennraum 14 einer Brennkraftmaschine einspritzen kann. Zu dem Kraftstoff-Einspritzsystem 10 gehört ferner ein Kraftstoffrail 16, an welches die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 in noch näher darzustellender Art und Weise angeschlossen ist und die von einer Kraftstoff-Fördereinrichtung 18 gespeist wird.
  • Die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 umfasst ein längliches und mehrteiliges Gehäuse 20, in dessen Innerem ein nadelartiges Ventilelement 22 aufgenommen ist. An seinem in 1 unteren Ende arbeitet das Ventilelement 22 mit einem gehäuseseitigen Ventilsitz 24 zusammen. Im Bereich des Ventilsitzes 24 sind im Gehäuse 20 mehrere Kraftstoff-Austrittsöffnungen 26 vorhanden. Auf das in 1 obere Ende des Ventilelements 22 ist eine Hülse 28 aufgeschoben, die von einer Feder 30, die sich am Ventilelement 22 abstützt, gegen eine Gehäuseplatte 32 beaufschlagt wird. Die in 1 obere Stirnfläche des Ventilelements 22 bildet eine hydraulische Steuerfläche 34, die zusammen mit der Hülse 28 und der Gehäuseplatte 32 einen hydraulischen Steuerraum 36 begrenzt. Dieser ist über eine Zulaufdrossel 38 mit einem Hochdruckraum 40 verbunden, der als Ringraum zwischen dem Ventilelement 22 und dem Gehäuse 20 ausgebildet ist und der mit dem Kraftstoffrail 16 verbunden ist. In einem unteren Führungsbereich 42 ist das Ventilelement 22 im Gehäuse 20 geführt. Die Fluidverbindung des Hochdruckraums 40 mit einem in 1 unterhalb des Führungsbereichs 42 zwischen Ventilelement 22 und Gehäuse 22 gebildeten ringförmigen Druckraum 44 wird durch am Ventilelement 22 angeordnete Anschliffe 46 sichergestellt. In 1 unterhalb der Anschliffe 46 sowie im Bereich des Ventilsitzes 24 verfügt das Ventilelement 22 über in Öffnungsrichtung wirkende Druckflächen 48.
  • In 1 oberhalb der Gehäuseplatte 32 ist eine piezoelektrische Ventileinrichtung 50 angeordnet. Diese umfasst einen Ventilkörper 52, der mit einem Flachsitz (ohne Bezugszeichen) auf der Oberseite der Gehäuseplatte 32 zusammenarbeitet. Koaxial zu dem Ventilkörper 52 ist in der Gehäuseplatte 32 eine Ablaufdrossel 54 vorhanden.
  • Zwischen einer oberen Endplatte 56 des Gehäuses 20 und dem Ventilkörper 52 ist ein Piezoaktor 58 angeordnet. Der Ventilkörper 52 wird von einer Feder 60, die sich an der Gehäuseplatte 32 abstützt, gegen den Piezoaktor 58 beaufschlagt. Ein Ringraum 62, der zwischen der Ventileinrichtung 50 und dem Gehäuse 20 vorhanden ist, ist mit einem Rücklauf 64 verbunden.
  • Der Piezoaktor 58 ist mit einer Steuer- und Regeleinrichtung 66 verbunden, die Signale von verschiedenen Sensoren erhält, beispielsweise von einem Drucksensor 68, der den Druck im Kraftstoffrail 16 erfasst. Aufbau und Betrieb der in 1 dargestellten Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 sind im Detail darüber hinaus in der DE 10 2006 019 736 A1 beschrieben, deren Offenbarung daher ausdrücklich auch zum Gegenstand der vorliegenden Beschreibung gemacht wird.
  • Die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 arbeitet folgendermaßen (vgl. auch 2 bis 5):
    Bei geschlossener Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12, wenn also noch kein Kraftstoff in den Brennraum 14 eingespritzt wird, befindet sich der Piezoaktor 58 zunächst in seinem geladenen Zustand Spannung (U = U0 in 2), in dem er den Ventilkörper 52 gegen die Gehäuseplatte 32 beaufschlagt (Hub H52 = 0 in 3). Hierdurch ist die Verbindung vom Steuerraum 36 über die Ablaufdrossel 54 und den Ringraum 62 zum Rücklauf 64 unterbunden. Im Steuerraum 36 herrscht daher aufgrund der Zulaufdrossel 38 der auch im Hochdruckraum 40 und im Druckraum 44 herrschende hohe Druck (Druck P36 im Steuerraum 36 = P0 in 5) des Kraftstoffrails 16. Die Summe der auf das Ventilelement 22 einwirkenden Kräfte, einschließlich der an der Steuerfläche 34 aufgrund des Drucks im Steuerraum 36 wirkenden hydraulischen Kraft, drückt das Ventilelement 22 gegen den Ventilsitz 24 (Hub H22 = 0 in 4).
  • Wenn Kraftstoff in den Brennraum 14 eingespritzt werden soll, wird der Piezoaktor 58 zum Zeitpunkt t0 vollständig entladen (Spannung U = 0 in 2). Hierdurch verkürzt sich der Piezoaktor 58, so dass der Ventilkörper 52 zum Zeitpunkt t0 von der Gehäuseplatte 32 abhebt, der Hub H52 steigt also steil an. Hierdurch kann Kraftstoff aus dem Steuerraum 36 über die Ablaufdrossel 54 und den Ringraum 62 zum Rücklauf 64 abströmen. Aufgrund der Abstimmung zwischen Zulaufdrossel 38 und Ablaufdrossel 54 sinkt der Druck p36 im Steuerraum 36 (vgl. 5). Damit reduziert sich auch die an der Steuerfläche 34 in Schließrichtung wirkende hydraulische Kraft. Schließlich hebt zum Zeitpunkt t1 das Ventilelement 22 vom Ventilsitz 24 ab, der Hub H22 steigt also an. Kraftstoff kann nun vom Hochdruckraum 40 über den Druckraum 44 und die Kraftstoff-Austrittsöffnung 26 in den Brennraum 14 einströmen.
  • Zum Beenden der Einspritzung wird zum Zeitpunkt t2 der Piezoaktor 58 durch eine entsprechende Bestromung wieder bis auf seine Nennspannung U0 geladen. Hierdurch wird der Ventilkörper 52 wieder gegen die Gehäuseplatte 32 gedrückt, der Hub H52 in 3 ist also wieder gleich 0. In der Folge ist die Verbindung zwischen dem Steuerraum 36 und dem Rücklauf 64 unterbrochen. Kraftstoff strömt über die Zulaufdrossel 38 in den Steuerraum 36, wodurch der Druck p36 wieder etwas ansteigt. Durch die nun an der Steuerfläche 34 wirkende erhöhte hydraulische Kraft wird die Öffnungsbewegung (Hub H22) beendet, das Ventilelement 22 schließt stattdessen wieder. Zum Zeitpunkt t3 schlägt das Ventilelement 22 auf den Ventilsitz 24 auf, der Hub H22 ist also wieder gleich 0 und die Einspritzung ist beendet.
  • Wenn das Ventilelement 22 auf den Ventilsitz 24 aufschlägt und hierdurch das Abströmen von Kraftstoff schlagartig unterbunden wird, wird eine Druckwelle erzeugt, die sich ausgehend vom Bereich des Ventilsitzes 24 durch den Druckraum 44, den Hochdruckraum 40 und die Zulaufdrossel 38 bis in den Steuerraum 36 fortpflanzt. Der entsprechende Überschwinger des im Steuerraum 36 herrschenden Drucks p36 ist in 5 mit 70 bezeichnet. Der im Steuerraum 36 herrschende Druck wirkt über die Ablaufdrossel 54 auch auf den Ventilkörper 52 und folglich auch auf den Piezoaktor 58. Eine bekannte Eigenschaft von Piezoaktoren besteht darin, dass diese die anliegende Spannung bei konstanter Ladung je nach auf den Piezoaktor einwirkender Kraft ändern. Dies führt bei der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 dazu, dass der Drucküberschwinger 70 im Steuerraum 36 zu einer Änderung der am Piezoaktor 58 anliegenden Spannung U zum Zeitpunkt t3 führt. Der entsprechende Spannungs-Überschwinger ist in 2 mit 72 bezeichnet. Der Piezoaktor 58 kann also als eine Art Drucksensor verwendet werden, mit dem die im Steuerraum 36 ankommende und durch das Schließen des Ventilelements 22 erzeugte Druckwelle detektiert werden kann. Man erkennt aus 2 auch, dass sich der Absolutwert U0 der am Piezoaktor 58 anliegenden Spannung nur geringfügig ändert, jedoch ein vergleichsweise hoher Spannungsgradient beobachtet werden kann.
  • In der Steuer- und Regeleinrichtung 66 wird daher nach dem Laden des Piezoaktors 58 zum Zeitpunkt t2 der Gradient der am Piezoaktor 58 anliegenden Spannung U ausgewertet, und ein Überschreiten eines Grenzwerts durch den Gradienten der Spannung U wird als Schließen des Ventilelements 22 gewertet. Durch diese Auswertung kann der Zeitpunkt t3 des Schließens des Ventilelements 22 vergleichsweise exakt detektiert werden. Dabei erfolgt die Auswertung des Gradienten der Spannung U lediglich in einem Zeitraum dT, der einem Zeitraum entspricht, in dem ein Schließen des Ventilelements 22 auch unter Berücksichtigung großzügiger Toleranzen erwartet werden kann. Hierdurch wird die Steuer- und Regeleinrichtung 66 außerhalb des Zeitraums dT entlastet.
  • Über die Laufzeit der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 kann es zu einem Verschleiß am Ventilsitz 24 kommen. Hierdurch ändern sich die hydraulischen Kräfte, die beim Öffnen des Ventilelements 22 überwunden werden müssen. Dies führt im einen Fall zu einem früheren, im anderen Fall zu einem späteren Öffnen des Ventilelements 22. Aufgrund von Fertigungstoleranzen kann es außerdem zu Exemplarstreuungen, also Unterschieden von einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 zur anderen kommen, die einen ähnlichen Effekt wie der gerade beschriebene Verschleiß am Ventilsitz 24 haben. Ein verfrühtes oder verspätetes Öffnen des Ventilelements 22 führt, bei gleicher Ansteuerdauer AD (vgl. 2) des Piezoaktors 58, jedoch zu einer Veränderung der Einspritzdauer und damit zu einer Änderung der eingespritzten Kraftstoffmenge.
  • Der Fall eines verspäteten Öffnens des Ventilelements 22 ist in den 2, 4 und 5 gestrichelt dargestellt. Man sieht aus 4, dass das Ventilelement 22 erst zu einem Zeitpunkt t'1 öffnet, der nach dem „normalen" bzw. Soll-Zeitpunkt t1 liegt. Aufgrund der konstanten Öffnungsgeschwindigkeit erreicht das Ventilelement 22 zum Zeitpunkt t2 einen etwas geringeren Maximalhub als im Normalfall, und es trifft bereits wieder zum Zeitpunkt t'3 auf dem Ventilsitz 24 auf, wobei t'3 zeitlich vor dem an sich gewünschten Soll-Einspritzende t3 liegt. Entsprechend ist die Ist-Einspritzdauer TSv bei einem verschlissenen Ventilsitz 24 kürzer als die Soll-Einspritzdauer TSn, so dass bei der vorliegenden Ausführungsform aufgrund des Verschleißes am Ventilsitz 24 bei konstanter Ansteuerdauer AD die eingespritzte Ist-Kraftstoffmenge geringer ist als die an sich gewünschte Soll-Kraftstoffmenge.
  • Da, wie oben beschrieben worden ist, das tatsächliche Schließen des Ventilelements 22 (Ist-Einspritzende) detektiert werden kann, kann das Ist-Einspritzende t'3 mit dem Soll-Einspritzende t3 verglichen und das Ist-Ansteuersignal, des Piezoaktors entsprechend korrigiert werden. Auf diese Weise kann die Ist-Einspritzdauer TSv unter Berücksichtigung des Ist-Einspritzendes t'3 ermittelt und durch eine Korrektur der Ansteuerdauer AD auf eine Soll-Einspritzdauer TSn geregelt werden. Dies wird nun unter Bezugnahme auf 6 erläutert: Nach einem Start in 74 wird in 76 durch Auswerten des Gradienten der am Piezoaktor 58 anliegenden Spannung U das Ist-Einspritzende t'3 detektiert. In 78 wird zunächst die Differenz TDv (vgl. 2) zwischen dem Ist-Einspritzende t'3 und dem Ende t2 der Ansteuerung AD berechnet. In 78 wird auch die entsprechende Differenz TDn berechnet (vgl. 2). Schließlich wird in 78 die Differenz zwischen den beiden berechneten Zeiträumen gebildet.
  • In 80 wird aus der gebildeten Differenz mithilfe einer Funktion die verkürzte Ist-Einspritzdauer TSv bestimmt. Hieraus wird in 82 eine Korrektur für das Ansteuersignal U ermittelt, so dass bei einer nachfolgenden Betätigung der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 die Ist-Einspritzdauer TSv möglichst genau der Soll-Einspritzdauer TSn entspricht. Das Verfahren endet in 84. Man erkennt, dass sich das dargestellte Verfahren die Tatsache zunutze macht, dass das Zeitintervall zwischen dem Laden des Piezoaktors 58 zum Zeitpunkt t2 und der Detektion der einlaufenden Druckwelle zum Zeitpunkt t3 bzw. t'3 ein charakteristisches Maß für die Schließzeit der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 bzw. deren Ventilelement 22 ist, und dass dieses Zeitintervall gemessen werden kann. Die Schließzeit ist wiederum jene Zeitspanne, die die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 vom Zeitpunkt t2 der Bestromung des Piezoaktors 58 bis zum Einspritzende t3 bzw. t'3 benötigt. Da bei einer hubgesteuerten Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12, wie sie vorliegend gezeigt ist, die Änderung der Einspritzdauer direkt proportional zur Änderung der Schließzeit ist, kann über die Detektion der verschleißbedingten Änderung der Schließzeit die Einspritzmenge korrigiert werden.
  • Die Detektion des Ist-Einspritzendes kann auch zu einer Kalibrierung der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 beispielsweise bei der Inbetriebnahme oder bei einer Wartung verwendet werden. Hierdurch können durch Fertigungstoleranzen verursachte Exemplarstreuungen kompensiert werden. Dies wird nun unter Bezugnahme auf 7 erläutert: Nach einem Start in 86 wird die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 in 88 bei verschiedenen Drücken im Kraftstoffrail 16 und bei kurzen und langen Ansteuerdauern des Piezoaktors 58 betrieben. In 90 werden die zugehörigen Ist-Einspritzenden detektiert und hieraus in 92 Wertetripel gebildet, welche den Druck im Kraftstoffrail 16, die Ansteuerdauer des Piezoaktors 58 und die auf der Basis des detektierten Ist-Einspritzendes ermittelte eingespritzte Kraftstoffmenge miteinander verknüpfen. Aus den Wertetripeln wird in 92 ein entsprechendes Kennfeld gebildet, welches in einem nachfolgenden Zeitraum für die Ansteuerung der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 verwendet werden kann. Das Verfahren endet in 94.
  • In 4 war ein besonders einfacher Fall einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 dargestellt worden, bei welcher die Geschwindigkeit des Ventilelements 22 beim Öffnen und beim Schließen identisch ist. Die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung 12 kann jedoch auch so abgestimmt werden, dass die Geschwindigkeit des Ventilelements 22 beim Öffnen sehr groß, jedenfalls deutlich größer ist als beim Schließen. Hierdurch werden Toleranzen für den Einspritzbeginn reduziert. Die Gesamt-Einspritzdauer lässt sich in einem solchen Fall recht genau aus der Schließdauer des Ventilelements 22 bestimmen. Die detektierte Schließdauer-Differenz TDn – TDv ist dann äquivalent zu der Änderung TSn – TSv der Einspritzdauer. Dies ist in 8 für die Soll-Einspritzdauer TS und die Soll-Schließdauer TD des Ventilelements 22 beispielhaft aufgetragen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006019736 A1 [0002, 0026]

Claims (11)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (12) eines Kraftstoff-Einspritzsystems (10) einer Brennkraftmaschine, mit der Kraftstoff in mindestens einen Brennraum (14) gelangt, bei dem eine Stellung eines Ventilelements (22) durch einen Druck in einem hydraulischen Steuerraum (36) beeinflusst wird, der mit einem Hochdruckraum (40) der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (12) verbunden ist, und bei dem der Druck in dem hydraulischen Steuerraum (36) durch eine Ventileinrichtung (50) beeinflusst wird, die von einem Piezoaktor (58) betätigt wird, wobei der Piezoaktor (58) für ein Schließen der Ventileinrichtung (50) und des Ventilelements (22) geladen wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schließen des Ventilelements (22) detektiert wird, indem eine am Piezoaktor (58) anliegende Spannung nach dessen Laden ausgewertet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gradient der Spannung ausgewertet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überschreiten eines Grenzwerts durch den Gradienten als Schließen des Ventilelements (22) gewertet wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die am Piezoaktor (58) anliegende Spannung zur Detektion des Schließens des Ventilelements (22) nur während eines Zeitraums ausgewertet wird, der eine bestimmte Dauer hat und vom Ende des Ladens einen bestimmten zeitlichen Abstand aufweist.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der detektierte Zeitpunkt des Schließens (Ist-Einspritzende) mit einem Sollwert (Soll-Einspritzende) verglichen und ein Ist-Ansteuersignal des Piezoaktors (58) entsprechend korrigiert wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ist-Einspritzdauer unter Berücksichtigung des Ist-Einspritzendes ermittelt und durch eine Korrektur einer Ansteuerdauer auf eine Soll-Einspritzdauer geregelt wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitpunkt des Schließens des Ventilelements (22) bei verschiedenen Drücken und verschiedenen Ansteuerdauern detektiert und hierdurch die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (12) kalibriert wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein detektiertes Schließen des Ventilelements (22) für eine Funktionsdiagnose der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (12) verwendet wird.
  9. Computerprogramm, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche programmiert ist.
  10. Steuer- und/oder Regeleinrichtung (66) für ein Kraftstoffsystem (10), dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 programmiert ist.
  11. Kraftstoff-Einspritzsystem (10) mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung (66), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (66) zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 programmiert ist.
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