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DE1030946B - Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweissen mit abschmelzender Drahtelektrode - Google Patents

Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweissen mit abschmelzender Drahtelektrode

Info

Publication number
DE1030946B
DE1030946B DEU3687A DEU0003687A DE1030946B DE 1030946 B DE1030946 B DE 1030946B DE U3687 A DEU3687 A DE U3687A DE U0003687 A DEU0003687 A DE U0003687A DE 1030946 B DE1030946 B DE 1030946B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
welding
electrode
powder
amount
wire electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU3687A
Other languages
English (en)
Inventor
Harry Edward Kennedy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1030946B publication Critical patent/DE1030946B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • B23K9/16Arc welding or cutting making use of shielding gas
    • B23K9/173Arc welding or cutting making use of shielding gas and of a consumable electrode

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Nonmetallic Welding Materials (AREA)
  • Arc Welding In General (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweißen mit abschmelzender Drahtelektrode Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweißen mit abschmelzender Drahtelektrode.
  • In Erkenntnis der Tatsache, daß atmosphärische Gase, insbesondere Sauerstoff, Stickstoff und Wasserdampf dazu neigen, die Güte einer Schweißurig zu beeinträchtigen, z. B. durch Bildung von Metalloxyden und -nitriden oder durch Lösung von Wasserstoff im geschmolzenen Metall, ist es üblich gewesen, die Schweißzone gegen die umgebende Atmosphäre entweder mit Hilfe eines geschmolzenen Mineralschweißmittels oder mit einem aus einer Düse rings um den Endteil der Elektrode herausgelassenen Strom eines Schutzgases zu schützen. Das Mineralschweißmittel, das gewöhnlich überwiegend aus einem Erdalkali-Metallsilikat besteht, ist herkömmlicherweise pulverisiert und wird als eine dicke Pulverschicht entlang der zu schweißenden Naht angewandt. Während die Schweißablagerung, die von der Schweißmittelschicht umhüllt ist, längs der Schweißnaht vorgetragen wird, wird das geschmolzene Metall ständig gegen die Atmosphäre mit Hilfe einer darüberliegenden Schicht des geschmolzenen Schweißmittels geschützt. Obwohl dieses Schweißverfahren ohne weiteres zu Schweißurigen von vorzüglichem Aussehen und entsprechenden physikalischen Eigenschaften führt, hat es den Nachteil, daß es im allgemeinen nur auf Horizontalschweißungen anwendbar ist; des weiteren ist der Schweißpfad von der Bedienungsperson wegen der Gegenwart der Schweißmittelschicht nicht erkennbar. Während diese Schwierigkeiten zu einem großen Teil durch das Verfahren behoben werden, bei welchem das geschmolzene Metall von einem Strom eines inerten einatomigen Gases, z. B. Helium oder Argon, abgeschirmt wird, schrecken im allgemeinen die Kosten des Schutzgases, wenn es in genügender Menge vorgesehen wird, um die Verhinderung atmosphärischer Verunreinigungen zu gewährleisten, von der Anwendung dieses Verfahrens für gewöhnliche Zwecke wie Schweißen von urilegierten Kohlenstoffstählen ab.
  • Es ist daher ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, welches die Vorteile der zwei vorerwähnten Verfahren vereinigt, gleichzeitig aber nicht den jedem Verfahren anhaftenden Nachteilen unterworfen ist.
  • Umhüllte Elektroden werden im allgemeinen bei automatischen Schweißverfahren wegen der Schwierigkeit der Zuleitung des Schweißstromes zu der Elektrode, während sie dem Werkstück zugeführt wird, nicht angewandt. Andererseits ist bereits vorgeschlagen worden, den Endteil der Elektrode, der aus dem stromleitenden Führungsrohr heraustritt, durch ein pulverisiertes Schweißmittel hindurchzuführen, das eine gewisse Menge von magnetischem Material enthält, die ausreicht, um das Schweißmittel unter dem Einfiuß des von dem durch die Elektrode fließenden Schweißstrom erzeugten elektromagnetischen Feldes an der Elektrode anhaften zu lassen. Nachteilig ist dabei, daß die Dicke des Überzuges nur dadurch geändert werden kann, daß der Anteil der magnetischen Komponente im Flußmittel geändert wird, oder dadurch, daß die mit Schweißmittel gefüllte Düse gegen eine solche mit einer Mündung anderer Größe ausgetauscht wird, aber gleichwohl kleinerer Größe, als sie der maximale Durchmesser desjenigen Überzuges hat, der magnetisch festgehalten werden kann. In jedem Fall ist die Einregelung derart, daß sie während des Schweißablaufes nicht rasch bewirkt werden kann.
  • Dämpfe zum Schutz der Schweißzone werden in der üblichen Weise erzeugt, wenn das Schweißmittel der Hitze des Lichtbogens unterworfen wird. jedoch wird die geschmolzene tassenförmige Hülle rund um den Berührungspunkt der Elektrode, die ein wesentliches Merkmal der umhüllten Elektrode ist, nicht erzeugt, so daß mehr Schutzdämpfe erforderlich sind, was wiederum die Anwendung von wesentlich mehr Umhüllungsmaterial notwendig macht, als im allgemeinen pro Kilogramm abgelagerten Schweißstabes angewandt wird. Bei diesem Schweißverfahren verschlechtern Luftströme die Qualität der Schweißurig, wodurch das Problem weiter kompliziert wird. Mit der größeren Menge des angewandten gaserzeugenden Materials wird die Menge von Rauch und Qualm. erhöht, wobei Spritzer ein noch ernsthafteres Problem darstellen. Die starke Erhöhung der Materialmenge, die erforderlich ist, um ausreichend Gas zum Schutz bei der Abwesenheit der geschmolzenen Hülle zu erzeugen, bedeutet andererseits, daß die Menge der die Schweißraupe bedeckenden Schlacken vergrößert wird. Dieses Verfahren ist daher nur selten angewandt worden.
  • Dasselbe gilt für einen ferner bekanntgewordenen Vorschlag, dem Schutzgas als Suspension Schweißpulver in einstellbaren Mengen zuzusetzen. Da das Schweißmittel dabei zusammen mit dem Schutzgasstrom direkt der Schweißzone zugeführt wird, treten auch hier die vorstehend genannten Nachteile auf. Es ist wesentlich mehr Schweißmittel erforderlich, als im allgemeinen pro Kilogramm abgelagerten Schweißstabes angewandt wird. Die Menge an Rauch und Qualm sowie an Schlacken wird gleichfalls höher.
  • Es wurde nun festgestellt, daß durch die erfindungsgemäße Kombination folgender an sich bekannter Merkmale a) bis c) ein Schweißverfahren verwirklicht werden kann, bei dessen Anwendung die vorstehend genannten Nachteile vermieden werden.
  • a) Dem Schutzgas wird als Suspension Schweißpulver zugesetzt, dessen Zusatzmenge regelbar ist; b) es wird ein Schweißpulver mit magnetischer Komponente verwendet, das unter dem Einfluß des vom Schweißstrom um die Drahtelektrode erzeugten magnetischen Feldes als Umhüllung an der Elektrode haftet; c) die zugesetzte Menge des magnetischen Schweißpulvers hängt von der Vorschubgeschwindigkeit der Elektrode ab, derart, daß die Umhüllungsdicke konstant bleibt.
  • Während frühere Vorschläge bereits gezeigt haben, daß es vorteilhaft ist, ein Schweißmittel mit Hilfe des Schutzgasstromes zu transportieren und ein magnetisches Mittel an der Elektrode haften zu lassen, um auf ihr einen Überzug zu bilden, ist es erst durch die neue Erfindung erreicht worden, diese grundlegenden Prinzipien in einer Weise auszugestalten, daß im Ablauf der Herstellung einer Schweißung zwei bedeutsame Ergebnisse erzielt werden. Erstens erzeugt eine Einregelung des Pulverflusses während der Zuführung der Elektrode mit konstanter Geschwindigkeit eine entsprechende Änderung in der Dicke des Überzuges, was z. B. nützlich ist, wenn die Lichtbogenspannung geändert wird, um die Tiefe des Schweißeinbrandes zu ändern, und zweitens kann der Pulverfluß mit der Zufuhrgeschwindigkeit der Elektrode derart in Relation gebracht werden, daß eine konstante Dicke des Überzuges aufrechterhalten wird, so daß auf diese Weise sichergestellt wird, daß das Schweißbad zu jeder Zeit angemessen geschützt ist. Darüber hinaus ermöglicht es die vorliegende Erfindung im Falle, daß eine Elektrode anderen Durchmessers verwendet wird, die richtige Dicke des Überzuges lediglich durch Einstellen eines Pulverventils zu gewährleisten, ohne daß die Düse gegen eine solche mit einer unterschiedlichen Größe der Mündung ausgetauscht werden muß, wie es aber notwendig sein würde, wenn die Elektrode direkt durch einen Behälter für das magnetische Schweißmittel geführt wird.
  • Wie ferner gefunden wurde, ergibt sich eine besonders vorteilhafte Wirkung des Verfahrens nach der Erfindung durch Verwendung einer stündlichen Schutzgasmenge von 0,28 bis 1,13 m3 und einer Schweißpulverzufuhr von 10 bis 150 g/min bzw. von 0,2 kg/kg Elektrodenmetall.
  • Weitere Eigenschaften, Ziele und Vorteile der Erfindung sind aus den Darstellungen eines Ausführungsbeispiels sowie aus der folgenden Beschreibung zu ersehen. Es zeigt Fig. 1 eine schematische Darstellung einer zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung geeigneten Einrichtung und Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht des Lichtbogens und der Schweißzone nach Fig. 1.
  • Das den magnetischen Bestandteil enthaltende Schweißmittel muß von einer solchen Beschaffenheit und Zusammensetzung sein, daß es tatsächlich und wirksam von einem Gasstrom befördert werden kann und während einer solchen Beförderung in keiner Weise substantiell verändert wird. Es muß des weiteren befähigt sein, die Elektrode unter dem Einfluß der Anziehungskräfte, die in der Elektrode bei für das Schweißen verwandten Strömen verfügbar sind, wirksam einzuhüllen.
  • Auf diese Weise ist die Zusammensetzung des pulverisierten magnetischen Schweißmittels von größter Wichtigkeit. Vorzugsweise wird als einer der größeren Bestandteile ein geschmolzenes Silikat, das einen kleinen Prozentsatz eines Halogensalzes enthält, verwendet. Dieses wird zweckmäßigerweise als ein primärer Bestandteil angesehen, mit welchem die anderen Bestandteile mit Hilfe eines geeigneten Bindemittels wie Natriumsilikat, Kalitunsilikat u. dgl. gebunden werden. Einige der als primäre Bestandteile erfolgreich angewendeten Silikate sind solche der folgenden Stoffe: Mangan, Eisen, Aluminium, Kalzium, Zirkonium, Kalium, Natrium, Lithium, Barium und Strontium oder Gemische derselben. Auch ein Titanoxyd läßt sich zur Erzeugung des primären Bestandteiles anwenden, wobei dann ein Titansilikat gebildet wird. Der primäre Bestandteil kann auch aus einem der handelsüblichen Silikatschweißmittel bestehen, wobei das vor allem zu bevorzugende ein Mangansilikat ist oder es enthält, dem eine kleine Menge von Kalziumfluorid oder ein äquivalentes Leitfähigkeit verleihendes Halogenid vor der Schmelzung zugesetzt wird.
  • Die pulverisierte magnetische Schweißstabumhüllung wird durch Zermahlen des Hauptbestandteiles zu einer einheitlichen Größe erzeugt, worauf ein magnetischer Bestandteil und andere Zusätze, wie z. B. ein Desoxydationsmittel oder eine Legierung, zugesetzt werden. Die Bestandteile werden sorgfältig vermischt und mittels Natrium- und/oder Kaliumsilikat gebunden. Das entstehende Gemisch wird alsdann getrocknet, z. B. bei 260 bis 316° C, und danach granuliert, und zwar in die für den Gebrauch richtige Teilchengröße.
  • Der magnetische Bestandteil der pulverisierten Umhüllung kann irgendein geeignetes magnetisches Material, wie z. B. Eisenpulver oder Ferrite, aufweisen, die magnetisch zum stromführenden Leiter hingezogen werden, unter dem hier der Schweißstab verstanden wird. Bei Verwendung von pulverisiertem Eisen als magnetischem Bestandteil wird der größere Teil davon geschmolzen und dem abgelagerten Schweißmetall einverleibt. Gebraucht man Ferrit, so wird nur ein kleiner Teil des enthaltenen Eisens dem Schweißmetall einverleibt.
  • Das schützende Trägergas dient mehreren Zwecken. Erstens liefert es eine magnetische Umhüllung für die Elektrode; zweitens schützt es den Berührungspunkt der Elektrode in der Schweißzone gegen atmosphärische Gase. Das geeignetste schützende Trägergas ist Kohlendioxyd oder ein einatomiges inertes Gas, wie Argon oder Helium.
  • Die Menge des Schutzgases kann unter gewissen Bedingungen schwanken, sollte aber innerhalb des Bereiches von 0,28 bis 1,13 m3/h liegen, abhängig von der Schweißart und auch von der Größe des Schweißstromes. Der Strom läßt sich selbstverständlich nach Belieben des Schweißers ändern, um jeweils die idealen Schweißbedingungen zu schaffen. Wünschenswert ist weiter, daß die Menge der Umhüllung geändert werden kann, und zwar kann in dem Maße, wie die Vorschubgeschwindigkeit der Elektrode verringert wird, die Menge der Umhüllung entsprechend vermindert werden. Die Regelung kann entweder durch Einstellung der Einrichtung zur Pulvereinführung in den Gasstrom von Hand vorgenommen werden, wobei gleichzeitig die Elektrodengeschwindigkeit beobachtet wird, oder dadurch, daß der Pulververteiler direkt mit der Elektrodenzufuhreinrichtung gekuppelt ist. Die erforderliche Menge von pulverisierter magnetischer Umhüllung beträgt ungefähr 0,2 kg Umhüllung pro Kilogramm abgelagerten Schweißstabes, was in manchen Fällen weniger ist als das Gewicht der Umhüllung auf einer normalen umhüllten Elektrode. Wird ein Schweißstrom von 200 bis 800 Amp. angewandt, so wird das Schweißmittel vorzugsweise bei einer Geschwindigkeit von 10 bis 150 g/min dem Gasstrom zugesetzt. Bei einer umhüllten Elektrode besteht, um die gewünschten physikalischen Eigenschaften zu erreichen, eine Begrenzung hinsichtlich der Dicke der Raupe, die in einem Schweißlauf abgelagert werden kann. Beim Verfahren nach der Erfindung kann eine 1,27 cm dicke Platte z. B. in zwei oder drei oder mehreren Durchläufen geschweißt werden, ohne die physikalischen Eigenschaften des Schweißmittels zu beeinflussen. Dieses Merkmal ist von besonderer Bedeutung wegen des Umstandes, daß eine Grenze für die Geschwindigkeit besteht, mit welcher der Schweißer die Elektrode in Querrichtung von Hand bewegen kann.
  • Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, wird ein Metallschweißstab oder -draht 10 vom Haspel 12 mit Hilfe von die Zufuhr steuernden Mitteln 14, die vom geschwindigkeitsgeregelten Motor 16 angetrieben werden, abgezogen und durch die Schweißpistole 18 gegen das Werkstück 20 geführt. Ein Kabel 22 führt von der Schweißstromquelle 23 zur Pistole 18, wo es die Elektrode 10 speist, während ein ähnliches Kabel 24 mit dem Werkstück 20 verbunden ist, um den elektrischen Schweißstromkreis zu schließen. Pulverisiertes Material 26 wird im Schutzgasstrom durch die Leitung 28 zur Schweißpistole 18 getragen. Das Pulver wird in das Schutzgas durch den Pulververteiler 30 eingeführt. Dieser weist den geschlossenen Trichter 32, in welchem das Pulver 26 verwahrt wird, und die Regelnadel 34 auf, welche den Anteil des Pulverflusses zum Trägerstrom steuert. Der Pulververteiler kann einer der bekannten Ausführungen sein; die in der Zeichnung veranschaulichte Ausführungsform mittels Schwerkraftförderung ist nur ein Beispiel.
  • Das aus dem Trichter 32 des Verteilers 30 austretende pulverisierte Schweißmittel 26 gelangt in den Trägergasstrom der Leitung 28, die mit der Düse 36 der Schweißpistole 18 in Verbindung steht, und wird in diesen Strom suspendiert.
  • Sobald der Schweißstab 10 mit dem Werkstück 20 zum Zweck der Zündung des Lichtbogens 40 und des Beginns des Schweißvorganges in Berührung gebracht wird, wird Schutzgas aus der den Schweißstab 10 umgebenden Düse herausgelassen, um eine Schutzhülle 41 rund um den Bogen 40 zu bilden. Das suspendierte pulverisierte Schweißmittel 26 wird in die Düse 36 der Schweißpistole 18 getragen, auf Grund seines magnetischen Bestandteils zum stromführenden Elektrodenstab 10 gezogen und bildet auf diesem einen gleichförmigen Überzug. Das Schweißmittel schmilzt mit dem Elektrodenstab 10 und gelangt in das Schweißbad 44 und bildet auf diese Weise eine Schutzschicht 46 aus geschmolzener Schlacke.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist bei Gleichstromschweißungen sowohl mit negativer als auch mit positiver Elektrode sowie bei Wechselstromschweißungen erfolgreich angewandt worden, um die verschiedensten Arten von Stählen, insbesondere Kohlenstoffstähle, zu schweißen. Handschweißungen, bei denen das Verfahren nach der Erfindung angewandt wurde, wurden sehr erfolgreich sowohl bei horizontalen als auch vertikalen sowie Überkopfschweißungen ausgeführt.
  • Im folgenden werden Beispiele verschiedener Anwendungen des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung zum Schweißen von Kohlenstoffstählen gebracht. In jedem Fall wies das bei der Zubereitung des Flußmittels verwandte herkömmliche Schweißmittel die folgende ungefähre Zusammensetzung auf
    Ba0 -f- CaO .................... 50/0
    Ca F............................ 5,250/0
    Si02 ........................... 39 ± 20/0
    Ale 03 .......................... 30/0
    MnO ........................... 42 ± 2 0/0
    Mn OZ ..... . .................... 10/0 max
    MgO ........................... 1,50/0 max
    BaO ........................... 20/0 max
    Beispiel I Ein pulverisiertes Schweißmittel wurde durch Bindung eines mechanischen Gemisches aus Materialien mit dem magnetischen Bestandteil gebildet. Die Bestandteile waren
    Prozent I Teile
    Herkömmliches Schweißmittel..... 70,1 1200
    Eisen .......................... 21,0 360
    FeMn (Flußeisen)................ 5,3 90
    FeSi ........................... 1,8 30
    Natriumsilikat .................. 0,9 40
    Kaliumsilikat ................... 0,9 40
    In sieben Schweißdurchläufen wurde eine Stumpfschweißung in Kohlenstoffstahl erzeugt unter den folgenden Schweißbedingungen
    Werkstückstärke .............. 1,27 cm
    Elektrode .................... 0,130 /0 C,1,050/OMn,
    0,32 0/0 Si, Rest Fe
    Elektrodendurchmesser ......... 2,38 mm
    Pulvergröße ............. Durchgangsfähig
    durch 0,833 mm
    Gittermaschenweite
    Pulververbrauch pro Stunde..... 2,72 kg
    Strom ........................ 300 Amp.
    Spannung..................... 27 Volt
    Elektrodenzuführgeschwindigkeit 178 cm/min
    Schweißgeschwindigkeit ......... 17,8 cm/min
    Gasflußgeschwindigkeit (C02).. .. 0,566 m3/h
    Das Schweißmetall wies die folgenden Eigenschaften auf: Streckgrenze 4598 kg/cm2, Zugfestigkeit 6004 kg/cm2; Dehnung 25 0/0, Einschnürung 56 0/0.
  • Beispiel II Ein pulverisiertes Schweißmittel wurde durch Bindung eines mechanischen Gemisches aus Materialien mit dem magnetischen Bestandteil gebildet. Die Bestandteile waren
    Prozent I Tuile
    Herkömmliches Schweißmittel..... 28,0 400
    Eisen .......................... 28,0 400
    Ti02 .......................... 23,8 340
    Kryolith........................ 5,6 80
    A1203.......................... 5,6 80
    Fe Mn ......................... 5,6 80
    FeSi........................... 1,4 20
    Natriumsilikat .................. 2;0 80
    In fünf Schweißdurchläufen wurde eine Stumpfschweißung unter den folgenden Schweißbedingungen erzeugt:
    Werkstückstärke .............. 1,27 cm
    Elektrode .................... 0,13 %C, 1,05 %mn,
    0,32 % Si, Rest Fe
    Elektrodendurchmesser ......... 2,38 mm
    Pulvergröße .................. Durchgangsfähig
    durch 0,833 mm
    Gittermaschenweite
    Pulververbrauch pro Stunde..... 1,81 kg
    Strom ........................ 300 Amp.
    Spannung..................... 30 Volt
    Elektrodenzufuhrgeschwindigkeit 196 cm/min
    Schweißgeschwindigkeit......... 20,3 cm/min
    Gasflußgeschwindigkeit (CO,) .... 0,849 m3/h
    Die entstandenen Schweißungen wiesen die folgenden Eigenschaften auf: Streckgrenze 4647 kg/cm'" Zugfestigkeit 5561 kg/cm2, Dehnung 29 °/a, Einschnürung 610/,. Beispiel III Ein pulverisiertes Schweißmittel wies die folgenden Bestandteile auf:
    Teile
    Ti02 .............:................... 170
    Herkömmliches Schweißmittel .......... 200
    A1203................................. 40
    Kryolith ............................. 120
    Eisenmangan ......................... 40
    Zirkon-Silizium ........................ 43,5
    Feinpulverisiertes Aluminium
    (2 bis 3 Mikron)...... ................ 17,5
    Eisen.................... .......... 300
    Natrium- und Kaliumsilikat-Binder
    Bei Anwendung von Bedingungen ähnlich denjenigen nach Beispiel II ergaben sich gesunde Schweißungen.
  • Zusätzlich kann, wo das pulverisierte Schweißmittel in einem Schutzgasstrom suspendiert und so zur Elektrode geleitet wird, in bekannter Weise ein zweiter unabhängiger Schutzgasstrom rund um den Lichtbogen und die Schweißzonen Anwendung finden, um die Abschirmwirkung dieses Stromes zu ergänzen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1: Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweißen mit abschmelzender Drahtelektrode, gekennzeichnet durch die Kombination folgender an sich bekannter Merkmale a) bis c) a) dem Schutzgas wird als Suspension Schweißpulver zugesetzt, dessen Zusatzmenge regelbar ist; b) es wird ein Schweißpulver mit magnetischer Komponente verwendet, das unter dem Einfluß des vom Schweißstrom um die Drahtelektrode erzeugten magnetischen Feldes als Umhüllung an der Elektrode haftet; c) die zugesetzte Menge des magnetischen Schweißpulvers hängt von der Vorschubgeschwindigkeit der Elektrode ab, derart, daß die Umhüllungsdicke konstant bleibt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine stündliche Schutzgasmenge von 0,28 bis 1,13 m3 und eine Schweißpulverzufuhr von 10 bis 150 g/nlin bzw. von 0,2 kg/kg Elektrodenmetall. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 838 044; schweizerische Patentschrift Nr. 148 203; britische Patentschrift Nr. 495 299.
DEU3687A 1955-01-14 1956-01-05 Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweissen mit abschmelzender Drahtelektrode Pending DE1030946B (de)

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