DE1094894B - Gepulvertes magnetisches Schweissmittel zur Einfuehrung in den Schutzgasstrom - Google Patents
Gepulvertes magnetisches Schweissmittel zur Einfuehrung in den SchutzgasstromInfo
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- B23K35/362—Selection of compositions of fluxes
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Description
- Gepulvertes magnetisches Schweißmittel zur Einführung in den Schutzgasstrom Die Erfindung betrifft ein gepulvertes magnetisches Schweißmittel zum Schutzgaslichtbogenschweißen, welches in einen einer abschmelzenden Elektrode zugeführten Luft- oder Kohlendioxydstrom eingeführt wird, um auf der Elektrode einen elektromagnetisch festgehaltenen Überzug aus diesem Mittel herzustellen. Das Schweißmittel haftet an der Oberfläche der Elektrode unter dem Einfluß des Magnetfeldes, das infolge des die Elektrode durchlaufenden Schweißstromes erzeugt wird, und es wird auf diese Weise in die Schweißzone gebracht.
- Gemäß einem älteren Vorschlag wird ein solches gepulvertes Flußmittelgemisch in ein aus Kohlendioxyd oder einem inerten Gas bestehendes Schutzgas gegeben, wobei das Gas die Schweißstelle vor dem Einfluß der Atmosphäre schützt.
- Es sind weiterhin Flußmittel für die Lichtbogenschweißung allgemein bekannt, die Bestandteile enthalten, welche bei Erhitzung Wasserdampf oder Kohlendioxyd entwickeln. Bekanntlich führt jedoch eine zu starke Wasserdampf- bzw. Wasserstoffentwicklung zu Poren in der Schweißnaht.
- Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist, ein magnetisches Schweißpulver zu schaffen, bei dem die wesentlich teureren inerten Schutzgase durch billige Gase, wie Kohlendioxyd oder Luft, ersetzt werden können, ohne daß dabei eine Verschlechterung der Schweißnahteigenschaften auftritt.
- Dieses Schweißmittel soll den Schutz der Schweißstelle :gegen die Atmosphäre von sich aus bewirken, so daß die Menge des als Trägerstrom wirkenden Schutzgases lediglich auf die Transportwirkung abgestellt werden muß, nicht jedoch auf eine Schutzwirkung-an der Schweißstelle, wodurch eine Verbilligung des Schweißprozesses erzielt wird.
- Die Erfindung besteht darin, daß das Schweißmittel 12 bis 40 Gewichtsprozent einer oder mehrerer der Substanzen Ca C 03, Dolomit, Mg C 03, Ba C 03, Asbest oder Glimmer, 5 bis 30 Gewichtsprozent Kalziumfluorid oder Kryolith, 10 bis 35 Gewichtsprozent Eisenpulver, 3 bis 10 Gewichtsprozent FeSi, 1 bis 5 Gewichtsprozent Fe Mn, 0 bis 25 Gewichtsprozent Rutil, 0 bis 10 Gewichtsprozent A1203, 0 bis 10 Gewichtsprozent Si 02, 2 bis 5 Gewichtsprozent Natrium oder Kaliumsilikat als Bindemittel enthält und vorzugsweise noch zusätzlich 3 bis 10 Gewichtsprozent Fe Ti.
- Das in der Schweißzone aus dem Schweißmittel gebildete Gas bzw. der Wasserdampf verdrängt die Luft aus der Nachbarschaft des Bogens und dient auf diese Weise als gasförmiges Abschirmungsmedium. Eine Entwicklung von nur 2 % C 02 oder 0,5 % II2 O führt bereits zu vorteilhaften Ergebnissen. Durch die Zusammensetzung des erfindungsgemäßen Schweißmittels wird das Bestreben des aus ihm entwickelten Wasserdampfes bzw. des Wasserstoffes, Poren zu bilden, unterdrückt bei Aufrechterhaltung seiner Schutzwirkung, indem er die den Schweißlichtbogen umgebende Luft verdrängt.
- Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele genannt. Zusammen mit Luft als Trägergas wurde folgendes Flußmittel verwendet:
Fehlerfreie Auftragsraupen und Schweißungen mit einem guten Aussehen waren das Ergebnis. Die Schweißung wurde bei 300 Ampere Gleichstrom (Elektrode negativ), 28 Volt, mit einer Drahtelektrode von 2,4 mm Durchmesser an Stahlplatten von 12,7 mm Dicke ausgeführt. Das Schweißmetall enthielt 0,13 % C, 0,73% Mn, 0,93'% Si und 0,021% N. Das Gewichtsverhältnis von Schlacke zu Elektrode betrug 3:10. Die Nähte zeigten ohne weitere Wärmebehandlung eine Zugfestigkeit von 63,3 kg/mm2, eine Streckgrenze von 53,6 kg/mm2, 28% Dehnung, 64,6% Einschnürung und einen Biegewinkel von 180°. Bei einem anderen Beispiel wurde mit 1 m3/h CO? als Trägergas folgendes Flußmittel verwendet.Ca C 03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29,6% Kryolith ......................... 10,3% Rutil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24,7% FeSi ............................ 9,4% Fe Mn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,20/0 Eisenpulver ...................... 20,2% Natriumsilikat ................... 3,6% Es wurden Auftragsraupen bei 300 Ampere, 28 Volt, mit einer 2,4-mm-Elektrode gezogen. Das Schweißgut war in jeder Beziehung fehlerfrei und zeigte ein gutes Aussehen, obwohl die Schweißung bei verhältnismäßig starkem Wind von 8 km/h durchgeführt wurde.Ca C 0s .......................... 29,8% A12 03 ........................... 2,4°/0 Si 02 ............................ J,40/0 Ca F 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27,00/0 FeTi .............. ............ 6,80/0 Fe Si ............................ 6,1°/0 Fe Mn ........................... 0,70/0 Eisenpulver ...................... 19,60/0 Natriumsilikat ................... 1,10/0 Kaliumsilikat .................... 1,10/0
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: Gepulvertes magnetisches Schweißmittel zum Schutzgaslichtbogenschweißen, welches in einen einer abschmelzenden Elektrode zugeführten Luft-oder Kohlendioxydstrom eingeführt wird, um auf der Elektrode einen elektromagnetisch festgehaltenen Überzug aus diesem Mittel herzustellen, dadurch gekennzeichnet, daß das Schweißmittel 12 bis 40 Gewichtsprozent einer oder mehrerer der Substanzen CaCO3, Dolomit, Mg C 03, Ba C 03, Asbest oder Glimmer, 5 bis 30 Gewichtsprozent Kalziumfluorid oder Kryolith, 10 bis 30 Gewichtsprozent Eisenpulver, 3 bis 10 Gewichtsprozent Fe Si, 1 bis 5 Gewichtsprozent Fe Mn, 0 bis 25 Gewichtsprozent Rutil, 0 bis 10 Gewichtsprozent A1203, 0 bis 10 Gewichtsprozent Si 02, 2 bis 5 Gewichtsprozent Natrium oder Kaliumsilikat als Bindemittel enthält und vorzugsweise noch zusätzlich 3 bis 10 Gewichtsprozent FeTi. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 722 236; französische Patentschrift Nr. 1025 000; Zeitschrift »Stahl und Eisen«, März 1945, Heft 9/10, S. 109 bis 118. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1030 946.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1094894XA | 1957-04-03 | 1957-04-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1094894B true DE1094894B (de) | 1960-12-15 |
Family
ID=22327926
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU5244A Pending DE1094894B (de) | 1957-04-03 | 1958-03-31 | Gepulvertes magnetisches Schweissmittel zur Einfuehrung in den Schutzgasstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1094894B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1025000A (fr) * | 1949-08-03 | 1953-04-09 | Mond Nickel Co Ltd | électrode pour la soudure |
| GB722236A (en) * | 1952-10-10 | 1955-01-19 | William King Bates Marshall | Improvements in or relating to arc welding electrodes |
| DE1030946B (de) | 1955-01-14 | 1958-05-29 | Union Carbide Corp | Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweissen mit abschmelzender Drahtelektrode |
-
1958
- 1958-03-31 DE DEU5244A patent/DE1094894B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1025000A (fr) * | 1949-08-03 | 1953-04-09 | Mond Nickel Co Ltd | électrode pour la soudure |
| GB722236A (en) * | 1952-10-10 | 1955-01-19 | William King Bates Marshall | Improvements in or relating to arc welding electrodes |
| DE1030946B (de) | 1955-01-14 | 1958-05-29 | Union Carbide Corp | Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweissen mit abschmelzender Drahtelektrode |
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