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DE10308817A1 - Leiterplatte und Verfahren zur Fixierung von bedrahteten Bauteilen auf der Leiterplatte - Google Patents

Leiterplatte und Verfahren zur Fixierung von bedrahteten Bauteilen auf der Leiterplatte Download PDF

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DE10308817A1
DE10308817A1 DE10308817A DE10308817A DE10308817A1 DE 10308817 A1 DE10308817 A1 DE 10308817A1 DE 10308817 A DE10308817 A DE 10308817A DE 10308817 A DE10308817 A DE 10308817A DE 10308817 A1 DE10308817 A1 DE 10308817A1
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recesses
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connecting wires
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DE10308817A
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Karl-Peter Hauptvogel
Dietmar Birgel
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Endress and Hauser SE and Co KG
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Endress and Hauser SE and Co KG
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Abstract

Bedrahtete Bauteile stellen häufig bei einem Überkopf-Transport der bestückten Leiterplatte ein Problem dar. Sind sie nicht geklebt oder durch Haltebügel oder Einrast-Vorrichtungen auf der Leiterplatte befestigt, können sie aus den Durchgangsbohrungen herausfallen. DOLLAR A Die Erfindung löst das Problem durch eine Leiterplatte und ein Verfahren zur Fixierung von bedrahteten Bauteilen auf der Leiterplatte. Die Leiterplatte (10) weist dazu in einem Randbereich der Durchgangsbohrungen (20) jeweils eine Ausnehmung (24, 24') in der Leiterplatte (10) auf, in welchen Ausnehmungen (24, 24'') umgebogene freie Enden (22) der Anschlusspins oder Anschlussdrähte (18) des bedrahteten Bauteils (16) platziert werden. Besonders beim Überkopf-Löten in einem Reflow-Lötofen wird die Qualität der Lötung verbessert, da das Lot (32) während des Überkopf-Lötvorgangs in die Ausnehmungen (24 bzs. 24') und in die Durchgangsbohrung (20) hineinfließt. Die effektiv vom Lot (32) benetzte Länge der Anschlussdrähte (18) ist größer als bei der herkömmlichen Lötung, die Lötung selbst ist damit sicherer.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Leiterplatte und ein Verfahren zur Fixierung von bedrahteten Bauteilen auf der Leiterplatte.
  • Unter einem "bedrahteten Bauteil" im Sinne dieser Anmeldung wird ein solches verstanden, das mit wenigstens zwei Anschlußpins oder Anschlußdrähten versehen ist. Die Anschlußpins oder Anschlußdrähte werden bekanntermaßen von einer Bestückungsseite der Leiterplatte her durch Durchgangbohrungen der Leiterplatte gesteckt und auf der anderen Seite der Leiterplatte, der sogenannten Lötseite, gelötet.
  • Bekannt sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen, bedrahtete Bauteile in ihrer Lage auf einer Leiterplatte zu fixieren bzw. in ihrer Position relativ zur Leiterplatte zu halten, insbesondere dann, wenn die Bauteile mit einem automatischen Verfahren, beispielsweise Wellenlöten, gelötet werden sollen. Eine solche Fixierung ist üblicherweise nach einem Bestücken der Leiterplatte erforderlich bei ungleicher Masseverteilung der betreffenden bedrahteten Bauteile und/oder bei solchen, die zum Kippen neigen oder sonst bei denen, die ihre Position beim Transport zum Lötautomaten in unerwünschter Weise verändern. So ist es beispielsweise bekannt, derartige bedrahtete Bauteile auf der Leiterplatte fest zu kleben oder mittels mechanischer Vorrichtungen, beispielsweise Haltebügel oder Einrastvorrichtungen, auf der Leiterplatte zu fixieren. Solche Vorrichtungen sind aufwendig und erfordern zum Teil Veränderungen am Gehäuse der betreffenden Bauteile. Eine andere bekannte Möglichkeit, die gewünschten bedrahteten Bauteile zu fixieren, besteht darin die Leiterplatte mit den bestückten bedrahteten Bauteilen in eine Art rahmen oder Kassette einzulegen bzw. einzuspannen, der bzw. die an den Stellen, wo sich die zu haltenden Bauteile befinden einzelne, meist federbelastete Halte- oder Andruckelemente aufweisen, die gegen die Bauteile drücken und sie in der gewünschten Position halten.
  • Besondere Probleme einer Fixierung ergeben sich für einen Überkopf-Transport der Leiterplatte mit den angesprochenen kritischen bedrahteten Bauteilen. Hier gilt es, die Bauteile so zu fixieren, daß die Anschlußdrähte und damit die Bauteile nicht aus den Durchgangsbohrungen der Leiterplatte herausfallen. Andererseits ist es aber gerade besonders vorteilhaft thermisch kritische Bauteile in Überkopf-Anordnung in einem Reflowofen zu löten. Bei dieser Überkopf-Anordnung hängen die thermisch kritischen Bauteile quasi unter der leiterplatte und sind dadurch durch die leiterplatte selbst gegenüber einer meist von oben im Reflowofen einstrahlenden Wärmequelle abgeschirmt. Kleben der Bauteile zur ihrer Fixierung ist in diesem fall zwar möglich aber nicht immer unproblematisch und aufwendig, da eine Trocknungszeit erforderlich ist.
  • Alle bekannten, oben angegebenen Methoden zur Fixierung von kritischen Bauteilen sind aufwendig, häufig kostenintensiv und daher unerwünscht.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Fixierung von bedrahteten Bauteilen auf einer Leiterplatte für einen Überkopf-Transport auf einfache Weise und kostengünstig zu verbessern.
  • Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch Leiterplatte mit wenigstens zwei Durchgangsbohrungen für Anschlußpins oder Anschlußdrähte eines bedrahteten Bauteils, wobei in einem Randbereich der Durchgangsbohrungen jeweils eine Ausnehmung in einer Oberfläche der Leiterplatte vorgesehen ist, in welchen Ausnehmungen umgebogene Enden der Anschlußpins oder Anschlußdrähte platziert werden.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leiterplatte weist die Ausnehmung eine Tiefe auf, die wenigstens einem Durchmesser der Anschlußpins entspricht.
  • Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leiterplatte ist die Ausnehmung nicht tiefer als eine halbe Dicke der Leiterplatte im betreffenden Bereich.
  • Bei anderen bevorzugten Ausführungsformen der Leiterplatte nach der Erfindung sind die Ausnehmung und/oder die Durchgangsbohrung metallisiert.
  • In weiterer Ausgestaltung der bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Leiterplatte wird die Ausnehmung durch wenigstens eine Sacklochbohrung geschaffen.
  • Bei noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Leiterplatte nach der Erfindung verläuft die Ausnehmung um die Durchgangsbohrung herum.
  • Die oben angegebene Aufgabe wird nach der Erfindung auch gelöst durch ein Verfahren zur Fixierung von wenigstens einem bedrahteten Bauteil auf der Leiterplatte mit folgenden Verfahrensschritten:
    • a) in die Leiterplatte werden wenigstens zwei Durchgangsbohrungen für Anschlußdrähte bzw. Anschlußpins des bedrahteten Bauteils gebohrt;
    • b) auf jener Seite der Leiterplatte, wo die Anschlußdrähte bzw. Anschlußpins des zu fixierenden Bauteils gelötet werden sollen, wird im Randbereich jeder Durchgangsbohrung eine Ausnehmung angebracht; c) die Anschlußdrähte bzw. Anschlußpins der zu fixierenden bedrahteten Bauteile werden von einer Bestückungsseite der Leiterplatte her durch die Durchgangsbohrungen gesteckt; und
    • d) die Anschlußdrähte bzw. Anschlußpins werden endseitig derart umgebogen, daß sie bei einem Überkopf-Transport von Leiterplatte und Bauteil in den Ausnehmungen versenkt angeordnet sind und das Bauteil in seiner Position und Lage zur Leiterplatte halten.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens nach der Erfindung wird
    • a) die Leiterplatte zusammen mit dem fixierten Bauteil in einer Überkopf-Anordnung in eine Druckvorrichtung gegeben, wo die Seite der Leiterplatte, wo die Ausnehmungen angeordnet sind, mit Lotpaste bedruckt wird; und
    • b) anschließend wird die Leiterplatte in einem Reflow-Lötofen gelötet.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vor dem Löten im Reflow-Lötofen die Leiterplatte auf der mit Lotpaste bedruckten Seite mit SMD-Bauteilen bestückt.
  • Der besondere Vorteil der Erfindung ergibt sich daraus, daß sie auf einfache Weise und ohne größeren Aufwand die Fixierung von bedrahteten Bauteilen auf einer Leiterplatte ermöglicht, indem die Anschlußpins bzw. Anschlußdrähte endseitig umgebogen werden und so bei einem Überkopf-Transport der bestückten leiterplatte in Ausnehmungen eingehängt sind. Da die umgebogenen Enden der Anschlußpins bzw. Anschlußdrähte in den Ausnehmungen quasi abtauchen können, stehen sie nicht über Leiterplattenoberfläche vor. Damit ist es möglich die Leiterplattenoberfläche mit den Ausnehmungen und gerade in diesem bereich in einer Siebdruckanlage mit Lotpaste zu bedrucken, da keine hervorstehenden Enden der Anschlußdrähte bzw. -Pins einen Rakel der Siebdruckanlage behindern.
  • Darüber hinaus macht die Erfindung andere mechanische Hilfsmittel wie Snap-In-Adapter oder Haltebügel zur mechanischen Fixierung kritischer bedrahteter Bauteile überflüssig. Auch Klebungen den Bauteile sind nicht erforderlich. Die Erfindung eignet sich ganz besonders für einen Überkopf-Transport der bestückten leiterplatte und für eine Überkopf-Lötung derart fixierter thermisch kritischer Bauteile in einem Reflowofen, ohne daß zusätzliche Halterahmen oder -Kassetten oder bauteilbezogene zusätzliche mechanische Haltevorrichtungen notwendig sind.
  • Die Herstellung der jeweiligen erfindungsgemäßen Ausnehmung im Randbereich einer Durchgangsbohrung ist auf einfache Weise, beispielsweise als Sackloch, möglich und kann von einem Leiterplatten-Hersteller übernommen werden. bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, die Ausnehmung als Sacklochbohrung mit größerem Durchmesser über die eigentliche Durchgangsbohrung zu legen, so daß beide konzentrisch angeordnet sind.
  • Die Erfindung eignet sich in besonderer Weise auch zur Fixierung von Litzen oder Jumpern durch wechselseitiges Umbiegen von freien Leiterenden in den Ausnehmungen. darüber hinaus ist es denkbar, das Umbiegen der Anschlußpins bzw. Anschlußdrähte im Rahmen eines automatischen Bestückungsvorgangs ebenfalls maschinell durchführen zu lassen.
  • Da auch die in den Ausnehmungen befindlichen Enden der Anschlußdrähte bzw. Anschlußpins verlötet werden, wird durch die dafür verwendete größere Lotmenge eine mechanisch festere Verbindung des bedrahteten Bauteils erreicht.
  • Die Erfindung wird nachfolgend ausführlich beschrieben und erläutert, wobei auf bevorzugte Ausführungsbeispiele, die in der beigefügten Zeichnung dargestellt sind, verwiesen wird. Dabei zeigen:
  • 1 eine schematische Querschnittdarstellung einer ersten Ausführungsform einer leiterplatte nach der Erfindung;
  • 2 eine schematische Draufsicht auf eine leiterplatte nach 1;
  • 3 eine schematische Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer leiterplatte nach der Endung;
  • 4 eine schematische Querschnittdarstellung der Leiterplatte nach 3;
  • 5 eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer leiterplatte nach der Erfindung; und
  • 6 eine schematische Querschnittdarstellung der Leiterplatte nach 5.
  • Der Einfachheit halber sind in der Zeichnung gleiche Elemente oder Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • In 1 ist eine beidseitig bestückte und bereits gelötete Leiterplatte 10 mit verschiedenen elektronischen Bauteilen. Zur Veranschaulichung sind hier zwei unterschiedliche oberflächenmontierte Bauteile 12 und 14 ("SMD-Bauteile) und ein bedrahteten Bauteil 16 ("TNT-Bauteil) schematisch dargestellt. Aus gründen der Übersichtlichkeit wurde hier auf die Darstellung weiterer Bauteile verzichtet, es ist aber klar, daß üblicherweise mehr Bauteile auf einer leiterplatte bestückt sind. Das dargestellte bedrahtete Bauteil 16 weist zwei Anschlußdrähte 18 auf, die vor dem Löten, vorzugsweise ein Überkopf-Lötverfahren im Reflow-Lötofen, in Durchgangsbohrungen 20 der Leiterplatte 10 gesteckt werden, wobei die freien Enden 22 der Anschlußdrähte 18 umgebogen worden sind. Die Durchgangsbohrungen 20 können mit einer Hülse versehen sein, aber dies ist, wie später erklärt wird, nicht unbedingt erforderlich. Es ist klar, daß die in 1 dargestellten wenigen Bauteile nur beispiele sind. Üblicherweise ist eine leiterplatte mit mehr SMD-Bauteilen bestückt. Bisher wurde üblicherweise auch die zahl der bedrahteten THT-Bauteile sehr kleine gehalten, da jedes Bauteil eine gesonderte Lötung erforderte. Mit der Erfindung ist es nun aber möglich, die bedrahteten Bauteile 16 zusammen mit SMD-Bauteilen 12 in einem Reflow-Lötofen zu löten, wie weiter unten erklärt wird.
  • Neben jeder Durchgangsbohrung 20, vorzugsweise in ihrem Randbereich ist in der Leiterplatte 10 eine Ausnehmung 24 angebracht, die vorzugsweise als Sacklochbohrung ausgeführt ist. Eine Tiefe 26 der Sacklochbohrung, also der Ausnehmung 24, richtete sich nach dem Durchmesser 28 Anschlußdrähte 18 und der Gesamtdicke 30 der Leiterplatte 10. Die Tiefe 26 der Ausnehmung 24 ist vorzugsweise so gewählt, daß nicht größer ist als die halbe Gesamtdicke 30 der Leiterplatte 10, sie sollte aber wenigstens gleich dem Durchmesser 28 der Anschlußdrähte 18 sein, so daß die letzteren vorzugsweise vollständig in den Ausnehmungen 24 aufgenommen werden und nicht über die Leiterplatte 10 hinausstehen.
  • Infolge der umgebogenen freien Enden 22 der Anschlußdrähte 18 hängt das bedrahtete Bauteil 16 in den Ausnehmungen 24 neben den Durchgangsbohrungen 20, wenn die leiterplatte 10 und das bedrahtete Bauteil 16 in die in 1 dargestellte Überkopfposition bewegt wird. Wenn, wie oben beschrieben, die umgebogenen freien Enden 22 der Anschlußdrähte 18 nicht über die Oberfläche der leiterplatte 10 hinausstehen, kann die derart bestückte Leiterplatte 10 zusammen mit dem bedrahteten THT-Bauteil 16 mit Lotpaste bedruckt werden, beispielsweise in einer geeigneten Siebdruckanlage, ohne daß die freien Enden 22 der Anschlußdrähte 18 einen Rakel der Siebdruckanlage behindern. In der in 1 veranschaulichten Überkopfanordnung In einem Arbeitsgang kann daher die Lotpaste für die Durchgangsbohrungen 20 und die Ausnehmungen 24 und für die anderen auf dieser Seite der leiterplatte 10 zu platzierenden SMD-Bauteile 12. Es ist keine Sonderlötung für das bzw. die THT-Bauteile 16 erforderlich. Nachdem die Lotpaste an den für die Bestückung der SMD-Bauteile 12 vorgesehenen Stellen aufgebracht und die SMD-Bauteile dort aufgesetzt worden sind, wird die bestückte Leiterplatte 10 mit den, wie in 1 veranschaulichten, obenauf angeordneten SMD-Bauteilen 12 und den in der Überkopfposition befindlichen bedrahteten Bauteilen 16 in einen Reflow-Lötofen gegeben und dort gelötete. Die leiterplatte 10 schützt dabei selbst thermisch kritische bedrahtete Bauteile 16 vor der üblicherweise von oben auf die Leiterplatte und die Lotpaste für die SMD-Bauteile 12 einwirkenden Wärmestrahlung. Die verlötete Leiterplatte 10 mit SMD-Bauteilen 12 und 14 und dem bedrahteten THT-Bauteil 16 ist in 1 schematisch dargestellt.
  • 2 veranschaulicht schematisch eine Draufsicht auf die leiterplatte 10 im bereich zweier bedrahteter THT-Bauteile 16 und 16', die in der hier gewählten Darstellung unterhalb der Leiterplatte 10 liegen und daher gestrichelt dargestellt sind. Deutlich dargestellt sind Ausnehmungen 24 und 24' im Randbereich der Durchgangsbohrungen 20 und 20' gezeigt. Diese Ausnehmungen 24 und 24' sind vorzugsweise wie die in 1 dargestellten Ausnehmungen 24 durch Sacklochbohrungen hergestellt. Die freien Enden 22 und 22' der Anschlußdrähte 18 und 18' sind so umgebogen, daß sie in den Ausnehmungen 24 und 24' zu liegen kommen und nicht darüber hinausragen. Es ist klar, daß in besonderen Fällen, wo aus Gründen der Zweckmäßigkeit auf weiteres Kürzen von freien Enden 22 und 22' der Anschlußdrähte 18 und 18' verzichtet werden soll, die Ausnehmungen auch als längliches Sackloch ausgeführt werden können, um die entsprechend längeren freien Enden 22 und 22' der Anschlußdrähte 18 und 18' aufnehmen zu können.
  • Eine andere Variante der Anordnung von Ausnehmungen zur Aufnahme der freien Enden der Anschlußdrähte veranschaulicht 3. Falls die Anordnungsdichte von Bauteilen auf der Leiterplatte 10 es zuläßt, können die Ausnehmungen 24 nicht nur auf einer Seite der Durchgangsbohrungen 20 sondern alternativ oder auch zusätzlich zu einer anderen Seite der Durchgangsbohrungen 20 hin angeordnet werden. Diese Anordnung ist in 3 durch gestrichelt dargestellte Ausnehmungen 24'' veranschaulicht.
  • 4 zeigt eine schematische Querschnittdarstellung eines Ausschnitts der Leiterplatte 10 nach 3 für den bereich eines bedrahteten Bauteils 16 in vergrößerten maßstab. Diese Darstellung verdeutlicht in welch besondere Weise die Erfindung die Qualität der Lötung verbessert. Dadurch daß die Lotpaste vor dem Lötvorgang oben auf die Ausnehmungen 24 bzw. 24'' und die Durchgangsbohrungen 20 aufgebracht wird, fließt das Lot 32 im Reflow-Ofen während des bereits beschriebenen Überkopf-Lötvorgangs in die Ausnehmungen 24 bzw. 24' und in die Durchgangsbohrungen 20 hinein und benetzt die Anschlußdrähte 18 und insbesondere deren freien Enden 22. Die effektiv vom Lot 32 benetzte Länge der Anschlußdrähte 18 ist größer als bei der herkömmlichen Lötung, die Lötung selbst ist damit sicherer.
  • Eine besonders einfach herzustellende Anordnung von Durchgangsbohrungen und Ausnehmungen ist in 5 als schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer leiterplatte 10 nach der Erfindung dargestellt. Aus Gründen der Vereinfachung ist hier nur einen einzelne Durchgangsbohrung 20 und eine Ausnehmung 24 veranschaulicht, die vorzugsweise als Sackloch über die Durchgangsbohrung 20 gebohrt wird. Die Ausnehmung 24 kann aber auch, wie bei den oben bereits beschriebenen Formen auch, um die Durchgangsbohrung 20 herum gefräst werden.
  • 6 zeigt eine schematische Querschnittdarstellung der Leiterplatte 10 nach 5 in vergrößertem Maßstab. es hat sich in der Praxis gezeigt, es besonders vorteilhaft ist, die Durchgangsbohrungen und die Ausnehmungen zu metallisieren. Für die Durchgangsbohrung 20 ergibt sich damit der bekannte vorteilhafte Effekt auf die Qualität der Lötung, der sich bei üblichen Durchgangsbohrungen mit einer metallenen Hülse zeigt. Durch die erfindungsgemäße Metallisierung der Durchgangsbohrung 20 und der Ausnehmung 24 wird der positive Effekt damit auch auf die Ausnehmung ausgedehnt. Die durch die Metallisierung gebildete metallische Um- bzw. Auskleidung der Durchgangsbohrung 20 und der Ausnehmung 24 ist in 6 mit "34" bezeichnet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Fixieren eines bedrahteten Bauteils 16 auf einer Leiterplatte 10 und das anschließende Löten wird nachfolgend noch einmal zusammenfassend beschrieben: Nachdem in die Leiterplatte 10 wenigstens zwei Durchgangsbohrungen 20 für Anschlußdrähte 18 des bedrahteten Bauteils 16 gebohrt worden sind, wird auf jener Seite der Leiterplatte 10, wo die Anschlußdrähte 18 des zu fixierenden bedrahteten Bauteils 16 gelötet werden sollen, im Randbereich jeder Durchgangsbohrung 20 eine Ausnehmung 24 angebracht. Dann werden vorzugsweise die Durchgangsbohrungen 20 und die Ausnehmungen 24 metallisiert werden, bevor das bedrahtete Bauteil 16 bestückt wird. Wenn die Anschlußdrähte 18 des zu fixierenden bedrahteten Bauteils 16 von einer Bestückungsseite der Leiterplatte 10 her durch die Durchgangsbohrungen 20 gesteckt worden sind, werden die freien Enden 22 der Anschlußdrähte 18 endseitig derart umgebogen, daß sie bei einem Überkopf-Transport von Leiterplatte 10 und Bauteil 16 in den Ausnehmungen 24 versenkt angeordnet sind und das Bauteil 16 in seiner Position und Lage zur Leiterplatte 10 halten.
  • Dann wird die Leiterplatte 10 zusammen mit dem fixierten bedrahteten Bauteil 16 in der Überkopf-Anordnung in eine Druckvorrichtung gegeben, wo die Seite der Leiterplatte 10, wo die Ausnehmungen angeordnet sind, mit Lotpaste bedruckt wird. Da üblicherweise nicht nur ein sondern mehrere bedrahtete Bauteile 16 zusammen mit SMD-Bauteilen 12 gelötet werden, wird sinnvollerweise bei dem gerade beschriebenen Arbeitgang auch die für die SMD-Bauteile 12 erforderliche Lotpaste aufgetragen. Nachdem Einsetzen der SMD-Bauteile 12 in die Lotpaste wird die bestückte leiterplatte 10 in der Überkopf-Anordnung in einem Reflow-Lötofen gelötet.

Claims (11)

  1. Leiterplatte (10) mit wenigstens zwei Durchgangsbohrungen (20; 20') für Anschlußpins oder Anschlußdrähte (18; 18') eines bedrahteten Bauteils (16; 16'), dadurch gekennzeichnet, daß in einem Randbereich der Durchgangsbohrungen (20; 20') jeweils eine Ausnehmung (24, 24', 24'') in einer Oberfläche der Leiterplatte (10) vorgesehen ist, in welchen Ausnehmungen (24; 24'; 24'') umgebogene freie Enden (22; 22') der Anschlußpins oder Anschlußdrähte (18; 18') platziert werden.
  2. Leiterplatte (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (24, 24', 24'') eine Tiefe (26) aufweist, die wenigstens einem Durchmesser (28) der Anschlußdrähte (18; 18') entspricht.
  3. Leiterplatte (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (24, 24', 24'') nicht tiefer ist als eine halbe Dicke (30) der Leiterplatte (10) im betreffenden Bereich.
  4. Leiterplatte (10) nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (24, 24', 24'') metallisiert sind.
  5. Leiterplatte (10) nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrungen (20; 20') metallisiert sind.
  6. Leiterplatte (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (24, 24', 24'') durch Sacklochbohrungen geschaffen wird.
  7. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (24, 24', 24'') um die Durchgangsbohrungen (20; 20') herum verlaufen.
  8. Verfahren zum Fixieren von wenigstens einem bedrahteten Bauteil (16; 16') auf einer Leiterplatte (10), gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: a) in die Leiterplatte (10) werden wenigstens zwei Durchgangsbohrungen (20; 20') für Anschlußdrähte (18; 18') bzw. Anschlußpins des bedrahteten Bauteils (16; 16') gebohrt; b) auf jener Seite der Leiterplatte (10), wo die Anschlußdrähte (18; 18') bzw. Anschlußpins des zu fixierenden Bauteils (16) gelötet werden sollen, wird im Randbereich jeder Durchgangsbohrung (20; 20') eine Ausnehmung (24; 24; 24'') angebracht; c) die Anschlußdrähte (18; 18') bzw. Anschlußpins der zu fixierenden bedrahteten Bauteile (16; 16') werden von einer Bestückungsseite der Leiterplatte (10) durch die Durchgangsbohrungen (20; 20') gesteckt; und d) die Anschlußdrähte (18; 18') bzw. Anschlußpins werden endseitig derart umgebogen, daß sie bei einem Überkopf-Transport von Leiterplatte (10) und Bauteil (16; 16') in den Ausnehmungen (24; 24'; 24'') versenkt angeordnet sind und das Bauteil (16; 16') in seiner Position und Lage zur Leiterplatte (10) halten.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch folgende Schritte, a) die Leiterplatte (10) wird zusammen mit dem fixierten Bauteil (16; 16') in einer Überkopf-Anordnung in eine Druckvorrichtung gegeben, wo die Seite der Leiterplatte (10), wo die Ausnehmungen (24; 24'; 24'') angeordnet sind, mit Lotpaste bedruckt wird; und b) anschließend wird die Leiterplatte (10) in einem Reflow-Lötofen gelötet.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrungen (20; 20') und die Ausnehmungen (24; 24'; 24'') nach ihrer Fertigstellung in der Leiterplatte (10) metallisiert werden, bevor das bedrahtete Bauteil (16; 16') bestückt wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Löten im Reflow-Lötofen die Leiterplatte (10) auf der mit Lotpaste bedruckten Seite mit SMD-Bauteilen (12) bestückt wird.
DE10308817A 2003-02-27 2003-02-27 Leiterplatte und Verfahren zur Fixierung von bedrahteten Bauteilen auf der Leiterplatte Withdrawn DE10308817A1 (de)

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