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DE10307480A1 - Sitz mit Seitenairbag - Google Patents

Sitz mit Seitenairbag Download PDF

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DE10307480A1
DE10307480A1 DE2003107480 DE10307480A DE10307480A1 DE 10307480 A1 DE10307480 A1 DE 10307480A1 DE 2003107480 DE2003107480 DE 2003107480 DE 10307480 A DE10307480 A DE 10307480A DE 10307480 A1 DE10307480 A1 DE 10307480A1
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DE
Germany
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protective housing
housing
seat
edges
upholstery
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Withdrawn
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DE2003107480
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English (en)
Inventor
Lars Kauffeld
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Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
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Publication date
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    • B60R21/16Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Sitz mit Seitenairbag für Kraftfahrzeuge, umfassend eine Sitzlehne mit einem Stützrahmen, einer Polsterung und einem Bezug, ein Schutzgehäuse aus mechanisch widerstandsfähigem Material für den Luftsack und ein Airbagmodul mit Luftsack und Gasgenerator, wobei das Schutzgehäuse unter dem Bezug in die Polsterung eingebettet und an dem Stützrahmen befestigt ist und der Bezug im Bereich der Öffnung des Schutzgehäuses eine Aufreißnaht aufweist. Das Schutzgehäuse weist eine der Aufreißnaht des Bezugs zugekehrte schlitzartige Öffnung auf, und Kraftübertragungselemente sind mit den die Öffnung begrenzenden Rändern des Schutzgehäuses und mit dem oder den die Aufreißnaht bildenden Fäden verbunden.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Sitz mit Seitenairbag für Kraftfahrzeuge, umfassend eine Sitzlehne mit einem Stützrahmen, einer Polsterung und einem Bezug, ein Schutzgehäuse aus mechanisch widerstandsfähigem Material für den Luftsack und ein Airbagmodul mit Luftsack und Gasgenerator, wobei das Schutzgehäuse unter dem Bezug in die Polsterung eingebettet und an dem Stützrahmen befestigt ist und der Bezug im Bereich der Öffnung des Schutzgehäuses eine Aufreißnaht aufweist.
  • Bei einem solchen Sitz mit integriertem Seitenairbag öffnet der Luftsack im Funktionsfall die Aufreißnaht am Bezug und entfaltet sich durch die Polsterung und den Bezug hindurch seitlich neben dem Insassen des Fahrzeugs. Damit dieser Vorgang ordnungsgemäß abläuft, muß der Sitzbezug an die Airbagfunktion angepaßt sein. Dadurch wird aber die Auswahl des Materials für den Bezug eingeschränkt, was höhere Kosten für die Herstellung des Bezugs zur Folge hat. Selbst bei geeigneter Materialauswahl sind bei den verschiedenen Bezügen jeweils Freiprüfungsversuche und Serienüberprüfungsversuche notwendig, die einen hohen finanziellen Aufwand bedeuten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Sitz mit Seitenairbag zu schaffen, bei dem das Material des Bezugs hinsichtlich der Airbagfunktion keinen Beschränkungen unterliegt.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Schutzgehäuse eine der Aufreißnaht des Bezuges zugekehrte schlitzartige Öffnung aufweist, und dass Kraftübertragungselemente mit den die Öffnung begrenzenden Rändern des Schutzgehäuses und mit dem oder den die Aufreißnaht bildenden Fäden verbunden sind. Wenn der Gasgenerator gezündet wird, dann wird das Schutzgehäuse unter dem zunehmenden Innendruck des Luftsackes im Bereich der schlitzartigen Öffnung aufgeweitet, so dass sich die beiden gegenüberliegenden Ränder des Schutzgehäuses voneinander weg bewegen. Infolge dieser Bewegung der beiden Ränder des Schutzgehäuses wird von den damit verbundenen Kraftübertragungselementen eine Kraft in die Aufreißnaht des Bezugs eingeleitet. Wenn diese Kraft eine bestimmte Größe erreicht, dann wird die Aufreißnaht zerstört, so dass der Luftsack in der erforderlichen Weise seitlich aus der Sitzlehne austreten kann. Da die Kraft von den Kraftübertragungselementen unmittelbar in den oder die die Aufreißnaht bildenden Fäden eingeleitet wird, ist die Zerstörung der Aufreißnaht vom Material des Bezugs unabhängig. Die Auswahl des Materials für den Bezug ist daher hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des Seitenairbags keinerlei Beschränkungen unterworfen. Die Unabhängigkeit vom Material des Bezugs bedeutet auch Kostenvorteile durch Reduzierung des Versuchsaufwands während der Entwicklung und der Serienüberwachung. Außerdem wird die mögliche Auswahl der Bezugmaterialien erweitert, was für die Gestehungskosten und das Design des Sitzes vorteilhaft ist.
  • Die Kraftübertragungselemente werden vorzugsweise von reißfesten Gewebestreifen gebildet. Diese Gewebestreifen können durch die Aufreißnaht mit dem Bezug vernäht sein, und sie können mit den Rändern des Schutzgehäuses durch Verbindungselemente verbunden sein. Die Gewebestreifen können mit den Rändern des Schutzgehäuses aber auch vernäht oder einstückig verbunden sein. Die Gewebestreifen können mit den Rändern des Schutzgehäuses beispielsweise verschweißt sein oder in diese eingegossen sein. Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass von den Rändern des Schutzgehäuses Zungen abstehen, dass an den freien Enden der Zungen und der Gewebestreifen Ösen ausgebildet sind, und dass in die miteinander fluchtenden Ösen ein biegesteifer bruchfester Stab eingesetzt ist.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 einen Horizontalschnitt durch den seitliche Bereich einer Sitzlehne eines Sitzes für ein Kraftfahrzeug,
  • 2 in größerem Maßstab eine Einzelheit von 1, und
  • 3 einen vertikalen Schnitt durch die Sitzlehne.
  • Eine Sitzlehne für den Sitz eines Kraftfahrzeugs umfaßt einen Stützrahmen 1, eine Polsterung 2 und einen Bezug 3. Bei der Polsterung 2 kann es sich um einen geformten Schaumstoffkörper handeln. An dem der (nicht gezeigten) Karosserie des Kraftfahrzeugs zugekehrten Seitenbereich des Stützrahmens 1 ist ein Airbagmodul mit Schrauben 4 befestigt. Der Airbagmodul besteht aus einem Schutzgehäuse 5 aus einem mechanisch widerstandsfähigen Material, vorzugsweise Kunststoff, und einem darin angeordneten Luftsack 6 und einem Gasgenerator 7. Das Schutzgehäuse 5 hat eine schlitzartige Öffnung, die von gegenüberliegenden Rändern 8 des Schutzgehäuses begrenzt ist. Wie dies insbesondere aus 3 hervorgeht, sind mit dem Schutzgehäuse 5 Zungen 9 einstückig verbunden, die von den Rändern 8 abstehen. An den freien Enden der Zungen 9 sind Ösen 10 ausgebildet. Wie aus 2 hervorgeht, sind die Zungen 9 am freien Ende mit einem Haken 11 versehen, der nach dem Umbiegen der Zungen mit einer Öffnung derselben verrastet werden kann, so dass die Öse 10 gebildet wird.
  • In dem den Zungen 9 des Schutzgehäuses 5 gegenüberliegenden Bereich ist der Bezug 3 mit einem Schlitz versehen, der durch eine von einem oder mehreren Fäden 12 gebildete Aufreißnaht verschlossen ist. Mehrere einander paarweise gegenüberliegende Streifen 13 aus einem reißfesten Gewebe sind mittels der Fäden 12 mit den beiden Schlitzrändern des Bezugs 3 vernäht. Wie aus 2 hervorgeht, sind die freien Enden der Gewebestreifen 13 jeweils nach hinten umgeschlagen und vernäht, so dass Ösen 14 gebildet werden.
  • Der Bezug 3 und das Schutzgehäuse 5 werden vor dem Anbringen an der Sitzlehne in eine Relativstellung gebracht, in der die Ösen 10 der Zungen 9 in Längsrichtung zu den Ösen 14 der Gewebestreifen 13 versetzt sind, aber mit diesen fluchten. In die von den Ösen 10 der Zungen 9 und von den Ösen 14 der Gewebestreifen 13 gebildeten beiden Kanäle werden sodann zwei Stäbe 15 aus einem bruchfesten Material, vorzugsweise Stahl eingesetzt. Auf diese Weise sind die beiden Ränder 8 des Schutzgehäuses 5 mit den beiden Schlitzrändern des Bezugs 3 verbunden. Diese aus dem Bezug 3 und dem Schutzgehäuse 5 bestehende Baugruppe wird sodann mit der Sitzlehne verbunden. Zu diesem Zweck wird das Schutzgehäuse 5 mit dem Stützrahmen 1 verschraubt und mit einem Seitenpolster 16 abgedeckt. Daraufhin wird der Bezug 3 um die Sitzlehne herumgelegt, und seine freien Ränder werden auf der Rückseite der Sitzlehne miteinander verbunden, beispielsweise durch Metallclips.
  • Wenn der Gasgenerator 7 gezündet wird, dann werden die Ränder 8 des Schutzgehäuses 5 unter dem vom Luftsack 6 ausgeübten Druck gespreizt. Über die von den beiden Rändern 8 ausgehenden Zungen 9 und die mit diesen über die Metallstäbe 15 verbundenen Gewebestreifen 13 wird daher eine Kraft unmittelbar in die Fäden 12 der Aufreißnaht eingeleitet. Wenn diese Kraft ein bestimmtes Maß übersteigt, dann reißen die Fäden 12, so dass der Bezug 3 aufplatzt. Die einander paarweise gegenüberliegenden Zungen 9 und Gewebestreifen 13 können sich daher ungehindert voneinander entfernen und eine Längsöffnung freigeben, durch die der Luftsack 6 austreten und sich in der erforderliche Weise entfalten kann.
  • Abweichend von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel könnten die Gewebestreifen 13 mit den Zungen 9 des Schutzgehäuses 5 auch durch gesonderte Befestigungselemente, wie z. B. Clipse oder Krampen verbunden sein. Es wäre aber auch möglich, die Zungen 9 mit Haken oder Dornen zu versehen, mit denen die Gewebestreifen 13 formschlüssig in Eingriff gebracht werden können. Wenn es das Material des Schutzgehäuses 5 zuläßt, könnten die Gewebestreifen 13 mit diesem auch vernäht oder einstückig verbunden sein. Bei einem durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestellten Schutzgehäuse kämen als Verbindungstechniken Schweiß- und Einlegeverfahren in Betracht. Diese Verbindungstechniken sind besonders vorteilhaft, wenn das Schutzgehäuse in der Reihenfolge der Montage zuerst mit Bezug verbunden wird und die aus Luftsack und Gasgenerator bestehende Einheit zu einem späteren Zeitpunkt in das Schutzgehäuse eingesetzt wird.
  • 1
    Stützrahmen
    2
    Polsterung
    3
    Bezug
    4
    Schrauben
    5
    Schutzgehäuse
    6
    Luftsack
    7
    Gasgenerator
    8
    Ränder von 5
    9
    Zungen
    10
    Ösen von 9
    11
    Haken
    12
    Fäden
    13
    Gewebestreifen
    14
    Ösen
    15
    Metallstäbe
    16
    Seitenpolster

Claims (6)

  1. Sitz mit Seitenairbag für Kraftfahrzeuge, umfassend eine Sitzlehne mit einem Stützrahmen, einer Polsterung und einem Bezug, ein Schutzgehäuse aus mechanisch widerstandsfähigem Material für den Luftsack und ein Airbagmodul mit Luftsack und Gasgenerator, wobei das Schutzgehäuse unter dem Bezug in die Polsterung eingebettet und an dem Stützrahmen befestigt ist und der Bezug im Bereich der Öffnung des Schutzgehäuses eine Aufreißnaht aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (5) eine der Aufreißnaht des Bezugs (3) zugekehrte schlitzartige Öffnung aufweist, und dass Kraftübertragungselemente (13) mit den die Öffnung begrenzenden Rändern (8) des Schutzgehäuses (5) und mit dem oder den die Aufreißnaht bildenden Fäden (12) verbunden sind.
  2. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungselemente von reißfesten Gewebestreifen (13) gebildete sind.
  3. Sitz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebestreifen (13) durch den oder die die Aufreißnaht bildenden Fäden (12) mit dem Bezug (3) vernäht sind.
  4. Sitz nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebestreifen (13) mit den Rändern (8) des Schutzgehäuses (5) einstückig verbunden sind.
  5. Sitz nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebestreifen (13) durch Verbindungselemente (9) mit den Rändern (8) des Schutzgehäuses (5) verbunden sind.
  6. Sitz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass von den Rändern (8) des Schutzgehäuses (5) Zungen (9) abstehen, dass an den freien Enden der Zungen (9) und der Gewebestreifen (13) Ösen (10, 14) ausgebildet sind, und dass in die miteinander fluchtenden Ösen (10, 14) ein biegesteifer bruchfester Stab (15) eingesetzt ist.
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