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Hintergrund der Erfindung
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1. Erfindungsfeld
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrzeugsitzanordnung und insbesondere
eine Sitzanordnung einschließlich
eines Airbags. Die Sitzanordnung umfasst eine Reißnaht, die
nach dem Zerreißen das
Austreten des sich entfaltenden Airbags gestattet.
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2. Stand der Technik
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Fahrzeuge
und assoziierte Sitzsysteme sind derart aufgebaut, dass sie einen
Insassen vor Verletzungen schützen,
wenn das Fahrzeug einen Zusammenstoß mit in der Längsrichtung
und in der Querrichtung wirkenden Kraftkomponenten erfährt. Seitliche
Airbags bieten einen Schutz gegenüber einem Aufprall, der primär eine laterale
Komponente aufweist. Derartige Einrichtungen können in der Form eines seitlichen
Luftvorhangs, der im Himmel des Fahrzeugs untergebracht ist, oder
in der Form eines Airbags, der in einer Fahrzeugsitzanordnung untergebracht
ist, vorgesehen sein. Eine Beschränkung bei Airbags, die in einer
Sitzanordnung untergebracht sind, besteht darin, dass der Airbag
durch das Sitzmaterial dringen muss, bevor er sich vollständig entfalten
kann, um einen Fahrzeuginsassen zu schützen. Während des Entfaltens kann ein
derartiger Airbag auf Schaum oder andere Sitzpolstermaterialien treffen.
Er muss dann auch noch durch einen Sitzbezug dringen, um aus der
Sitzanordnung austreten zu können.
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Diese
Hindernisse können
ein vollständiges und
schnelles Entfalten behindern oder verhindern. Ein weiterer Nachteil
besteht darin, dass der Airbag an einer vorbestimmten Position durch
das Bezugsmaterial dringen sollte, um die Effektivität zu optimieren.
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Fahrzeugsitzanordnungen
mit seitlichen Airbags sowie entsprechende Herstellungsverfahren werden
zum Beispiel in den
US-Patenten
Nr. 5,816,610 ;
5,860,673 ;
5,938,232 ;
5,967,603 ;
6,045,151 ;
6,237,934 ;
6,299,197 und
6,588,838 beschrieben.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Erfindung gibt allgemein eine Fahrzeugsitzanordnung an, die in wenigstens
einer Ausführungsform
einen Rahmen, ein Sitzpolster in Nachbarschaft zu dem Rahmen und
einen Bezug umfasst, das sich über
das Sitzpolster erstreckt. Der Bezug umfasst einen ersten und einen
zweiten Teil, die zusammen eine Freigabenaht bilden. In einer Ausführungsform
erstreckt sich ein Verbindungsglied (wie etwa eine Vernähung) zwischen
dem ersten und dem zweiten Teil des Bezugs an der Freigabenaht,
um die Freigabenaht lösbar
in einer ersten, geschlossenen Position zu sichern.
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Eine
Airbag-Anordnung ist an dem Rahmen innerhalb des Bezugs mit einem
Abstand zu der Airbag-Freigabenaht montiert. In Übereinstimmung
mit dieser Ausführungsform
weist die Airbag-Anordnung einen steifen oder weichen Behälter und
einen Deckel auf, um einen Gasgenerator und einen gefalteten Airbag
aufzunehmen. In einigen Fällen
kann der Behälter
effektiv einem Sack oder einer Tasche ähnlich sein. Bei einer Aktivierung
entfaltet sich die Tasche und steht schließlich durch die Airbag-Freigabenaht
von dem Sitz vor, wenn sich die Naht in einer zweiten, geöffneten
Position befindet.
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Vorzugsweise
ist ein Reißband
vorgesehen, das einen ersten stationären Endteil aufweist, der an einem
Befestigungselement wie etwa einer Mutter und einer Schraube befestigt
ist, die auch den Behälter
der Airbag-Anordnung in Bezug auf den Rahmen befestigt. An dem anderen
Ende des Reißbands
ist ein zweiter Endteil vorgesehen, der an der Freigabenaht des
Bezugs fixiert ist. In einigen Ausführungsformen erstreckt sich
das Reißband
um eine Seite der Airbag-Anordnung.
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Aus
weiter unten zu erläuternden
Gründen ist
ein Führungsglied
vorgesehen, durch das das Reißband
gleitend hindurchgehen kann.
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In
einigen Ausführungsformen
ist zum Beispiel an dem Befestigungsglied weiterhin ein erstes stationäres Ende
einer Leine befestigt. Ein zweites Ende der Leine ist mit dem Führungsglied
verbunden, sodass eine Bewegung des Führungsglieds beschränkt wird.
Vorzugsweise erstreckt sich die Leine um die andere Seite der Airbag-Anordnung
herum.
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Während des
Betriebs kann das Reißband
in Reaktion auf ein Aufblasen des Airbags mit einer ausreichenden
Kraft bewegt werden, um die Freigabenaht zu zerreißen. Auf
diese Weise kann sich die Reißnaht öffnen und
den Airbag hindurch lassen.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine Seitenansicht eines Teils einer Sitzanordnung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 ist
eine Teilschnittansicht der Sitzanordnung von 1 entlang
der Linie 2-2.
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3 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Teils von 2.
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4 ist
eine Ansicht von hinten auf ein Führungsglied, ein Reißband und
eine Leine vor der Installation um die Airbag-Anordnung herum.
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5 ist
eine Ansicht von hinten auf eine alternative Ausführungsform
des in 4 gezeigten Aspekts der Erfindung.
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6 ist
eine entsprechende Seitenansicht.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform(en)
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Den
Erfordernissen gemäß werden
im Folgenden detaillierte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Es ist jedoch zu beachten,
dass die beschriebenen Ausführungsformen lediglich
beispielhaft für
die Erfindung sind, die auf verschiedene alternative Weisen realisiert
werden kann. Die Figuren sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu.
Einige Merkmale können
vergrößert oder
verkleinert dargestellt sein, um die Details von bestimmten Komponenten
zu verdeutlichen. Deshalb sind die hier beschriebenen spezifischen
Details des Aufbaus und der Funktion nicht als einschränkend, sondern
lediglich als Basis für
die Ansprüche und/oder
als repräsentative
Basis für
den Fachmann aufzufassen, der die vorliegende Erfindung auf verschiedene
Weise realisieren kann.
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Soweit
nicht ausdrücklich
anders angegeben, sind alle in dieser Beschreibung und in den Ansprüchen genannten
Angaben zu Größen von
Materialien oder Reaktions- bzw. Nutzungsbedingungen als ungefähre Angaben
zu verstehen. Eine Realisierung innerhalb der genannten Grenzen
ist allgemein zu bevorzugen. Soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, bedeutet
die Nennung einer Gruppe oder Klasse von Materialien, die für einen
bestimmten Zweck in Verbindung mit der Erfindung geeignet oder zu
bevorzugen ist, dass auch Mischungen aus zwei oder mehr Materialien
aus der Gruppe oder Klasse verwendet werden können.
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1 zeigt
einen Teil einer Sitzanordnung 10 gemäß der vorliegenden Erfindung.
Die Sitzanordnung 10 umfasst eine Sitzlehne 12 und
ein Sitzpolster 16, die wenigstens teilweise durch einen
Bezug 18 bedeckt sind. Wie wohlbekannt ist, umfasst die
Sitzanordnung 16 eine Sitzfläche (nicht gezeigt). Der Bezug 18 kann
aus einem beliebigen geeigneten Material wie etwa Textil, Vinyl,
Leder usw. ausgebildet sein. Wie in 1 gezeigt,
kann in wenigstens einigen Ausführungsformen
ein relativ starres Kunststoffgussteil 14 in dem hinteren
Bereich der Sitzanordnung 10 vorgesehen sein, um einen
Halt und/oder ein ästhetisches
ansprechendes Erscheinungsbild vorzusehen.
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In
wenigstens einer Ausführungsform
ist das Sitzpolster 16 aus einem gegossenen Polymermaterial
wie etwa einem Polyurethanschaum ausgebildet. Die Verwendung eines Polymerschaummaterials
für das
Sitzpolster 16 kann kosteneffizient sein und kann die Flexibilität vorsehen,
die erforderlich ist, um die Form des Sitzpolsters an verschiedene
Typen von Sitzanordnungen anzupassen. Natürlich können aber auch andere Typen
von Polymermaterialien gegossen werden, um das Sitzpolster 16 zu
formen.
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Innerhalb
der Sitzlehne 12 ist eine Airbag-Anordnung wie etwa eine
seitliche Airbag-Anordnung 20 vorgesehen. Die seitliche
Airbag-Anordnung 20 ist hier in der Sitzlehne 12 gezeigt,
in der sie besonders nützlich
ist, wobei eine seitliche Airbag-Anordnung jedoch auch in einer
Sitzfläche
vorgesehen sein kann. Wie gezeigt, ist die Airbag-Anordnung 20 an
einer lateral äußeren Seite
bzw. Extremität
des Sitzes vorgesehen, um einen Schutz gegenüber einer benachbarten Fahrzeugstruktur
vorzusehen, wobei die seitliche Airbag-Anordnung jedoch auch an der lateral
inneren Seite vorgesehen sein könnte,
um einen Schutz gegenüber
einem benachbarten Fahrzeuginsassen vorzusehen. Es können auch
mehrere seitliche Airbag-Anordnungen auf der äußeren und der inneren Seite
vorgesehen sein, um einen Schutz in beiden Richtungen zu bieten.
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Wie
in 2 gezeigt, umfasst die Airbag-Anordnung 20 einen
Airbag 22 und einen Gasgenerator 24, der konfiguriert
ist, um ein Aufblasfluid wie etwa ein Gas zu dem Airbag 22 zuzuführen, um
den Airbag 22 zu entfalten. In wenigstens einer Ausführungsform umfasst
die Airbag-Anordnung 20 auch ein Gehäuse 40, das den Airbag 22 und
den Gasgenerator 24 wenigstens teilweise umgibt. In den
meisten Ausführungsformen
umfasst das Gehäuse 40 einen
Behälter 46,
der an dem Sitzrahmen 26 befestigt ist, und einen Deckel 48,
der sich schwenkend von dem Behälter 46 weg öffnen kann.
Es ist zu beachten, dass weder der Behälter 46 noch der Deckel 48 des
Gehäuses 40 aus
einem starren Material ausgebildet sein müssen. Für einige Anwendungen können in
alternativen Ausführungsformen
der Behälter 46 und/oder der
Deckel 48 aus einem relativ weichen Material wie etwa einem
gewobenen oder nicht gewobenen Textil oder einer Kunststofffolie
ausgebildet sein. Wenn in diesem Fall der Airbag aufgeblasen wird,
werden Entfaltungskräfte
auf das Reißband 50 und
die Leine 72 ausgeübt.
Daraus ergibt sich, dass wenn sich der Airbag nach außen unterhalb
des Bezugs 18 bewegt, ein ruckartiger, nach innen gerichteter
Zug auf die Freigabenaht 28 ausgeübt wird und diese zerreißt.
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Ebenfalls
in 2 ist ein Teil des Sitzrahmens 26 gezeigt,
der verwendet werden kann, um die Sitzanordnung 20 an einem
Fahrzeug zu montieren. Das Sitzpolster 16 ist in Nachbarschaft
zu dem Rahmen 26 und der Airbag-Anordnung 20 angeordnet und
kann an verschiedenen Punkten direkt an dem Rahmen 26 befestigt
sein. Der Bezug 18 umfasst eine Airbag-Freigabenaht 28 (2–3),
die in wenigstens einer Ausführungsform
in Nachbarschaft zu einer Seite 30 des Sitzpolsters 16 angeordnet
ist.
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In
der Ausführungsform
von 2–3 umfasst
der Bezug 18 Endteile 31, 33, die zusammenwirken,
um die Naht 28 zu bilden. Vorzugsweise weisen die Endteile 31, 33 eine
oder mehrere Verbindungen oder Verbindungsglieder auf, die schematisch
als Vernähung
mit Enden 56 und 58 gezeigt sind, die zusammenwirken,
um gefaltete Bezugsränder
(durch eine oder mehrere Stiche) an der Naht 28 miteinander
zu verbinden. Wie ebenfalls in 3 gezeigt,
sind die Enden 31 und 33 des Bezugs 18 an
der Naht 28 über
ein geeignetes Verbindungsglied 60 wie etwa einen Faden
oder eine Klammer verbunden, das wie schematisch gezeigt, dabei
hilft, die Naht 28 vor der Entfaltung des Airbags in einer
geschlossenen Position zu halten. In 3 ist schematisch
eine Vernähung
gezeigt, wobei zu beachten ist, dass auch andere Verbindungsglieder
wie etwa ein zerreißbarer Kunststoff
(z.B. Nylon) verwendet werden können.
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Die
Airbag-Anordnung 20 ist in dem Bezug 18 angeordnet
und kann auf herkömmliche
Weise montiert werden, etwa an dem Rahmen 26 mit einem Abstand
zu der Freigabenaht. Der schematisch gezeigte gefaltete Airbag 22 wird
bei einer Aktivierung durch das Aufblasfluid aus dem Gasgenerator 24 aufgeblasen,
um sich zu entfalten und schließlich
durch die Airbag-Freigabenaht 28 des Bezugs 18 von
dem Sitz 10 nach außen
vorzustehen.
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Wie
weiterhin in 2–4 gezeigt,
ist ein Reißband
allgemein durch das Bezugszeichen 50 angegeben und aus
einem geeigneten und relativ unelastischen Material ausgebildet.
Das Reißband 50 weist
einen ersten stationären
Endteil 52 auf, der in einigen Ausführungsformen an der Schraube
bzw. dem Befestigungsglied 53 befestigt ist. Von dem Befestigungsglied 53 erstreckt
sich das erste stationäre Ende 52 in
einer Ausführungsform
um den Behälter 46 des
Gehäuses 40,
bevor es durch ein Führungsglied 54 hindurchgeht.
Allgemein kann das Führungsglied 54 in
alternativen Ausführungsformen eine Öse sein,
die eine rechteckigen oder gekrümmten
Rand aufweist. Es sind verschiedene alternative Ausführungsformen
möglich,
die Einrichtungen wie etwa einen Karabiner, einen Ring oder ähnliches
vorsehen.
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In 4 ist
eine Kombination aus einem Reißband 50,
einem Führungsglied 54 und
einer Leine 72 gezeigt. Diese drei Glieder können als
zu einem Satz gehörig
betrachtet werden. Es ist zu beachten, dass in einer bestimmten
Anwendung ein oder mehrere derartige Sätze vorgesehen sein können.
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Nach
dem Durchgang durch das Führungsglied 54 erstreckt
sich das Reißband
entlang der Außenseite
des Sitzpolsters 16 innerhalb des Bezugs 18, bevor
es an einem zweiten Ende 55 endet, das an der Freigabenaht 28 befestigt
ist. In einigen Ausführungsformen
kann sich das Reißband
durch das Sitzpolster 16 erstrecken.
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In
der vergrößerten Ansicht
von 3 ist das zweite Ende 55 des Reißbands 50 zwischen
den Enden 31, 33 des Bezugs 18 befestigt
gezeigt.
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Die
Leine 72 weist ein erstes stationäres Ende 74 auf, das
vorzugsweise an einem oder mehreren fixen Objekten wie etwa dem
Rahmen 26 durch beispielsweise eine Öse fixiert ist, die die Schraube bzw.
das Befestigungselement 53 umgibt. Es ist jedoch zu beachten,
dass in einigen Ausführungsformen
ein zweites Ende 76 der Leine 72 mit einem Schenkel 70 des
Führungsglieds 54 verbunden
ist (2, 4). Weil die Leine 72 relativ
unelastisch ist, wird die Bewegung des Führungsglieds 54 beschränkt. Wie
gezeigt erstreckt sich die Leine 74 in einigen Ausführungsformen
um den Deckel 48 des Gehäuses 40 für die Airbag-Anordnung.
Es ist jedoch zu beachten, dass die Positionen der Leine 72 und das
Reißband 50 in
einigen Ausführungsformen
auch vertauscht werden können,
sodass sich das Reißband 50 um
den Deckel 48 erstreckt, während sich die Leine um den
Behälter 46 erstreckt.
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Wenn
sich der Airbag entfaltet, öffnet
sich der Deckel 48 des Gehäuses 40 und bewegt
sich in der Querschnittansicht von 2 nach außen oder unten.
Es ist jedoch zu beachten, dass eine derartige Bewegung des Deckels 48 natürlich eine
nach außen gerichtete
Verschiebung des Deckels 40 zur Folge hat, wenn die Airbag-Anordnung 20 in
der Nähe
des lateralen Endes eines Sitzlehne oder eines Sitzkissens angeordnet
ist.
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Die
Position des Führungsglieds 54 wird durch
eine unelastische Länge
der Leine 72 bestimmt. In einigen Ausführungsformen sind die ersten stationären Enden 50, 74 des
Reißbands 50 und
der Leine 72 durch Ösen
an derselben Schraube bzw. demselben Befestigungsglied 53 befestigt.
Effektiv beschränkt
die Leine 72 die Bewegung des Führungsglieds 54.
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Wenn
sich der Airbag 22 entfaltet, bewegt sich der Deckel 48 schwenkend
nach außen.
Der Behälter 46 ist
als Teil des Gehäuses 40 aufgrund
der Befestigung über
die Schraube bzw. das Befestigungselement 53 unbeweglich
an dem Sitzrahmen 26 fixiert. Die nach innen gerichtete
Bewegung des Führungsglieds 54 wird
durch die fixe Länge
der Leine 72 beschränkt,
die um die Außenseite
des Deckels 48 gewunden ist. Die nach außen gerichtete Bewegung
des schwenkenden Deckels 48 drückt das Führungsglied 54 (in
Bezug auf den Bezugsrahmen von 2), sodass
sich dieses nach unten und außen
bewegt. Diese Aktion verursacht eine Spannung in dem Reißband 50.
Weil das erste stationäre Ende
des Reißbands 50 fixiert
ist, erzeugt die in dem Reißband 50 entstehende
Spannung einen ruckartigen, nach innen gerichteten Zug in der Mitte
der Reißnaht 28.
Bei der Entfaltung des Airbags zerreißt das Reißband 50 die Freigabenaht 28,
um das Austreten des Airbags zu ermöglichen.
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In
einigen Ausführungsformen
ist ein innerer Verstärkungsstreifen
bzw. ein Paneel 62 vorgesehen. Eine Aufgabe des Paneels 62 besteht
darin, den Schaum des Sitzpolsters 16 während des Entfaltens zu schützen und
eine Behinderung des Austretens des Airbags 22 durch Schaumpartikel
zu vermeiden. Ein Ende 63 des Paneels 62 ist zum
Beispiel an der Außenseite 33 der
Freigabenaht 28 befestigt, während das andere Ende 64 (2)
des Verstärkungspaneels 62 fix
an zum Beispiel dem Befestigungselement 53 befestigt ist,
das die Airbag-Anordnung 20 an dem Sitzrahmen 26 befestigt.
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Ein
Merkmal der beschriebenen Erfindung besteht darin, dass das Reißband 50 und
das innere Verstärkungspaneel 62 unmittelbar
nebeneinander in dem Bezug 18 angeordnet sind. Dementsprechend erstreckt
sich der Airbag 22 bei der Entfaltung entlang eines Pfads,
der durch das Reißband 50 oder den
Bezug 18 auf einer Seite und das innere Verstärkungspaneel 62 auf
der anderen Seite gebildet wird.
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Optional
kann das innere Verstärkungspaneel 62 ein
gewobenes oder nicht gewobenes Textilmaterial umfassen, das aus
natürlichen
oder synthetischen Materialien wie etwa Nylon ausgebildet sein kann.
Ein effektives Material ist ein Polyestermaterial des Typs, aus
dem der Airbag 22 hergestellt wird. Unabhängig von
dem verwendeten Materialtyp kann das Paneel 62 hilfreich
sein, um die Reibung an dem sich entfaltenden Airbag 22 zu
reduzieren. Ein Polymer wie etwa Nylon kann besonders vorteilhaft sein,
wobei jedoch auch ein Fliesmaterial die Reibung an dem Airbag 22 reduzieren
kann. Der Grund hierfür
liegt darin, dass das Paneel 62 einen Kontakt zwischen
dem sich entfaltenden Airbag 22 und dem Sitzpolster 16 verhindert
und außerdem
verhindert, dass sich Partikeln von dem Sitzpolster lösen und
in den Innenraum des Fahrzeugs eingeführt werden.
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Das
Reißband 50 erstreckt
sich also zwischen der Mitte der Naht 28 und dem Befestigungselement 53.
In wenigstens einer Ausführungsform kann
das Reißband 50 in
Reaktion auf das Aufblasen des Airbags 22 mit einer ausreichenden
Kraft bewegt werden, um die Vernähung 56, 58 zu
zerreißen,
sodass sich die Freigabenaht 28 öffnen kann. Der Airbag 22 kann
sich also durch die Freigabenaht 28 aus der Sitzanordnung 10 und
zu einer Position zum Schützen
eines Insassen bewegen.
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Wenn
die Naht 28 durch eine kontinuierliche Vernähung gebildet
wird, die sich entlang der Länge des
Reißbands
erstreckt, kann das Reißband 50 nur mit
einem oder mehreren Fäden
der Vernähung
verbunden sein, weil das Zerreißen
eines Fadens in einer kontinuierlichen Vernähung eine Lösung der gesamten Vernähung verursacht,
sodass sich die Naht 28 öffnen kann.
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Das
Reißband 50 kann
durch einen beliebigen Prozess und aus einem beliebigen Material
wie etwa Nylon, PP und PE ausgebildet werden. In wenigstens einer
Ausführungsform
ist das Reißband 50 aus
einem etwas flexiblen Material wie etwa einem Draht oder einem Band
ausgebildet. In alternativen Ausführungsformen kann ein Teil
des Reißbands 50 eine
Schnur, einen Draht, einen Textilstreifen, eine Masche, eine Lasche
oder einen Gurt umfassen.
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In
wenigstens einer Ausführungsform
weist das Reißband 50 eine
Länge von
1 bis 100 cm (Zentimeter) auf, in anderen Ausführungsform von 5 bis 100 cm
und in weiteren Ausführungsformen
von 15 bis 50 cm. In wenigstens einer Ausführungsform weist das Reißband 50 eine
allgemeine Dicke von 0,01 bis 5 mm (Millimeter), in anderen Ausführungsformen
von 0,05 bis 4 mm und in weiteren Ausführungsformen von 0,2 bis 2,00
mm auf.
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Weiterhin
verhindert in wenigstens einer Ausführungsform das innere Verstärkungspaneel 62 jeglichen
Kontakt zwischen dem sich entfaltenden Airbag 22 und dem
Sitzpolster 16. Dabei kann ein Energieverlust verhindert
werden, indem die Reibung vermindert wird, wobei außerdem das
Sitzpolster 16 vor Beschädigungen beschützt werden
kann. Und schließlich
können
die Entfaltungszeit für
den Airbag 22 und/oder die erforderliche Menge des Aufblasfluids
zum Aufblasen des Airbags reduziert werden.
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In 2 ist
ein Reißband 50 zwischen
dem Behälter 46 der
seitlichen Airbag-Anordnung 20 und dem Rahmen 26 installiert
gezeigt. In dieser Ausführungsform
erstreckt sich die Leine 72 um die Außenseite des Deckels 48.
Es ist jedoch zu beachten, dass in alternativen Ausführungsformen
die Positionen des Reißbands 50 und
der Leine 72 vertauscht werden können. In derartigen Ausführungsformen
kann sich die Leine 72 um die Behälterseite der seitlichen Airbag-Anordnung
erstrecken.
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Weiterhin
ist bei der in 2 gezeigten Ausführungsform
das Führungsglied 54 nicht
an der seitlichen Airbag-Anordnung 20 fixiert. In alternativen Ausführungsformen
kann das Führungsglied 54 vorzugsweise
an entweder der Behälter-
oder der Deckelseite des Gehäuses
der seitlichen Airbag-Anordnung fixiert sein.
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Es
ist weiterhin zu beachten, dass der Umfang der vorliegenden Erfindung
nicht auf die in 2 gezeigte Position des Führungsglieds 54 beschränkt ist.
In einigen Ausführungsformen
kann die Leine 72 derart gekürzt werden, sodass das Führungsglied
weiter rechts (oder hinten) in Bezug auf den Bezugsrahmen von 2 liegt.
Entsprechend kann die Länge
der Leine 72 in einigen Ausführungsformen verlängert werden,
sodass das Führungsglied 54 in
Nachbarschaft zu oder über
einer Linie liegt, an der sich der Deckel und der Behälter schneiden.
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In 5–6 ist
eine alternative Ausführungsformen
eines Führungsglieds 70' gezeigt, das die
Form einer Stange aufweist, die optional in einem zentralen Teil
gebogen ist, um einen Griff zu bilden, der das Reißband 50 befestigt.
Der Griff 70' ist
auf herkömmliche
Weise an der Leine 72 befestigt, indem etwa ein Teil des
Materials zurückgebogen
wird, um einen Saum zu bilden, in dem der Griff 70' aufgenommen
wird. In dieser Ausführungsform
wird vorzugsweise eine Vernähung 78 verwendet,
um den umgebogenen Teil an dem Hauptkörper der Leine 72 zu
befestigen. Es ist jedoch zu beachten, dass auch alternative Befestigungsformen 78 verwendet
werden können,
wie etwa ein Nieten, Klammern, Schweißen oder ähnliches.
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Bei
den hier beschriebenen Ausführungsformen
können
die Positionen des Reißbands 50 und der
Leine 72 auch ausgetauscht werden.
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Es
ist weiterhin zu beachten, dass unter „Führungsglied" hier allgemein eine Kraftumlenkungseinrichtung
zu verstehen ist, wie etwa ein Führungsglied
mit einer vierseitigen Form (wie in 4 gezeigt),
ein Karabiner, ein Griff wie etwa der in 5–6 gezeigte
oder ein Ring.
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Es
wurden Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben und gezeigt, wobei die vorliegende Erfindung
jedoch nicht auf die beschriebenen und gezeigten Ausführungsformen
beschränkt
ist. Die Beschreibung ist beispielhaft und nicht einschränkend, wobei
verschiedene Änderungen
vorgenommen werden können,
ohne dass deshalb der Erfindungsumfang verlassen wird.