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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein System, insbesondere Zugangssystem
für ein
Kraftfahrzeug, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Ein
derartiges System ist aus
DE
196 11 576 A1 vorbekannt. Bei dem vorbekannten System wird der
Empfänger
durch einen Zweikanal ASK-Direktempfänger gebildet,
der eine breitbandige Vorstufe und zwei separate, für die Frequenzen
f1 bzw. f2 ausgelegte Empfänger
hat. Der Sender wird im ASK-Verfahren betrieben, in einem Zustand,
beispielsweise 1, werden wiederholt die Frequenzen f1 und f2 ausgesendet,
während
im zweiten Zustand, z.B. 0, kein Signal ausgesandt wird.
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Diese
Systeme, sogenannte RKE-Systeme (Remote Keyless Entry), dienen insbesondere,
um schlüssellos
per Funk z.B. Fahrzeugtüren,
Klappen und dergleichen zu ent- bzw. verriegeln. Sie haben sich
im Automobilbau weitgehend durchgesetzt.
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Dennoch
weisen sie einen großen
Nachteil auf. Wenn sie im ISM-Band (Industrial, Scientific, Medical)
betrieben werden (433,05- bis 434,07 MHz), besteht die Gefahr, dass
ein anderer Sender das System stört
und es somit blockiert, was ein Öffnen bzw.
Abschließen
der Fahrzeugtüren
verhindert. Das ISM-Band wird nämlich
umfangreich genutzt. Die meisten Sender weisen zwar eine kurze Reichweite von
etwa 50 bis 500 Meter auf, da es aber sehr viele davon gibt, ist
die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass ein solcher Sender das
RKE-System blockiert. Derartige Sender können in schnurlosen Kopfhörer-Systemen,
Walky-Talkies und dergleichen enthalten sein.
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Andererseits
können
Störquellen
im ISM-Band sehr leistungsstark sein. Ebenfalls nicht zu vernachlässigende
Störquellen
sind daher medizinische Ge räte,
Radioamateurfunker und Repeater-Stationen. Sie tauchen zwar seltener
auf, weil aber ihre Sendeleistung relativ hoch ist, ist die Wahrscheinlichkeit
dadurch ebenfalls relativ hoch, dass es zu einer Störung des
RKE-Systems kommt.
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Die
Bandbreite eines solchen Störsenders im
ISM-Band beträgt üblicherweise
ca. 100 kHz.
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Aus
der
GB 2 310 300 A ist
ein Sicherheitssystem der oben genannten Art bekannt, dass zur Verriegelung
von Störungen
zwei Frequenzen umfasst. Im Fall, dass eine Frequenz gestört wird,
kann die andere nicht gestörte
Frequenz verwendet werden, um ein intaktes Steuersignal zu erzeugen.
Der Funkempfänger
weist einen Audiofrequenz-Bandpassfilter von 20 kHz auf. Dieser
lässt nur
Steuersignale einer amplitudenmodulierten Frequenz von 20 kHz passieren.
Der Funksender umfasst einen Code-Generator, der jedes H-Signal
mit einer auf einer einzigen Trägerfrequenz
von 433,92 MHz aufmodulierten Audiofrequenz von 20 kHz versieht.
Unterbrechungen der Audiofrequenz von 20 kHz entsprechen dem Code.
Das modulierte Audiosignal von 20 kHz erzeugt im Empfänger das
Steuersignal. Um den Empfänger
störsicher
zu betreiben, wird die Audiofrequenz von 20 kHz (F1) digital verändert, das
heißt
auf etwa 10 kHz = F2. Da eine Periode der Frequenz F2 etwa doppelt
so lang ist, ist F2 auch nur halb so groß wie F1. Durch die zwei Audiofrequenzen
von 10 kHz und 20 kHz, entsteht eine Redundanz, wobei wenn eine
Audiofrequenz gestört
wird, die andere noch zur Code-Signalerzeugung
im Empfänger
bzw. zur Erkennung des Codes genutzt werden kann, was eine Blockierung
des Systems verhindert.
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Es
handelt sich bei der
GB
2 310 300 A im Prinzip um die Sendung von zwei akustischen
Signalen von 10 kHz und 20 kHz im hörbaren Frequenzbereich bzw.
im Höhen-Tonbereich,
die durch eine einzige Trägerfrequenz
von 433,92 MHz amplitudenmoduliert werden. Das heißt, wenn
z. B. das 10 kHz Signal gestört
wird, ist das 20 kHz Signal immer noch vorhanden. Der Funksender
ist daher als amplitudenmodulierter Sender und der Funkempfänger dementsprechend
als amplitudenmodulierter Empfänger ausgebildet.
Weiterhin zeigt die
GB
2 310 300 A zwei parallel geschaltete Bandpassfilter im
Empfänger, wobei
der eine Filter für
20 kHz und der andere Filter für
10 kHz ausgebildet ist.
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Wenn
ein einziger Störsender
zufällig
die gleiche Trägerfrequenz
wie das RKE-System hat, dann wird das System blockiert, weil bereits
das Vorhandensein dieser einzigen Störträgerfrequenz hierzu bereits
ausreicht.
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Die
EP 0 660 901 B1 beschreibt
ein RKE – System,
welches allerdings nur einen Schutz gegen unbefugten Zugang bietet,
nicht jedoch gegen Störungen
im ISM-Band. Ein Fernsignalsender weist eine Oszillator-Schaltung
auf, die ein Signal mit einer festen Frequenz von 434,09 MHz auf
ein frequenzmoduliertes Signal, das mit einer Rate von 15 kHz zwischen
434,03 und 434,09 MHz schwankt, erzeugt. Weiterhin weist das System
eine Einrichtung zum Erfassen des Vorhandenseins des frequenzmodulierten
Signals auf, wobei die Einrichtung einen Detektor für frequenzmodulierte
Signale enthält.
Die zwei Trägerfrequenzen
von 434,03 MHz und 434,09 MHz liegen relativ dicht zusammen, so
dass ein wirksamer Schutz gegen Störungen im ISM-Band nicht vorliegt.
Weiterhin beschreibt die Druckschrift den Einsatz von SAW-Filtern,
einen Mikroprozessor und einen RF-Empfänger mit einer Dämpfung von
10 dB.
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Aus
der
EP 0 393 470 A1 ist
ein System mit einem Sender und einem Empfänger bekannt, bei dem zwei
Modulationsfrequenzen von 30 bis 50 kHz und 400 bis 500 kHz abwechselnd
bzw. nacheinander gesendet werden, so dass sich eine hohe Störsicherheit
eines zu übertragenden
digitalen Signals ergeben soll. Der Empfänger weist zwei getrennte Auswerteschaltungen
mit jeweils einem Empfangssensor auf, wobei jeder Auswerteschaltung
eine der Frequenzen von 30 bis 50 kHz bzw. 400 bis 500 kHz zugeordnet
ist. Beide Auswerteschaltungen sind UND-verknüpft, so dass ein empfangenes
Signal nur akzeptiert wird, wenn beide Modulationsfrequenzen übertragen
werden. Zur Übertragung
werden Infrarotsignale benutzt. Eine Blockierung eines RKE-Systems
würde durch
dieses System allerdings nicht verhindert.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das System der gattungsgemässen Art
dahingehend zu verbessern, dass die Störsicherheit erhöht ist und zudem
das System kostengünstig
ist.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch ein Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Durch
die zwei Trägerfrequenzen,
die weit voneinander beabstandet sind, insbesondere 0,5 MHz bis
1,7 MHz, ist es extrem unwahrscheinlich, dass der erfindungsgemäße Funksender
gestört wird,
die Störungen
sind somit im Bereich einer Trägerfrequenz
sehr weit von der anderen Trägerfrequenz
entfernt. Es müssten
zufällig
zwei Störsignale bzw.
zwei Geräte
gleichzeitig und in der Nähe
auftreten, die zudem zufällig
die gleichen Trägerfrequenzen
wie die des erfindungsgemäßen Systems
aufweisen. Dies kann in der Praxis ausgeschlossen werden, wodurch
das System sehr störungssicher
ist.
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Das
System benötigt
nur einen Sender und nur einen relativ kostengünstigen Empfänger, der
zudem ein handelsüblicher
Baustein sein kann, da er als ASK-Empfänger ausgebildet ist. Die Verwendung eines
ASK-Empfängers
in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen FSK-Senders ist möglich, weil
das Frequenzspektrum eines Signals in einem der beiden Kanäle absolut
identisch mit dem eines amplitudenmodulierten Signals ist. Außerdem verbraucht
das System wenig Strom, da nur ein Sender und nur ein Empfänger erforderlich
ist. Dies schont die Batterien, wie die Batterie des Senders oder
die Autobatterie.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Frequenzunterschied zwischen beiden
Trägerfrequenzen
etwa 1 MHz beträgt.
Dadurch können
handelsübliche
Filter und Empfängerbausteine
in schaltungstechnisch einfacher Weise verwendet werden. Handelsübliche Filterbausteine
weisen nämlich
eine Bandbreite von etwa 0,7 MHz auf. Maximal ist eine Filterbandbreite
von 1 MHz möglich,
wenn der Abstand zwischen den beiden Trägerfrequenzen 1 MHz beträgt. Die
Frequenzkennlinien können
sich auch bei 1 MHz-Filterbandbreite
nicht überschneiden,
was einen sauberen Zweikanalbetrieb und Parallelschaltung von Filtern
ermöglicht.
Der Mindestabstand der Trägerfrequenzen
entspricht stets der Filterbandbreite, wenn jede Trägerfrequenz
in der Mitte eines Filter-Bandpassbereiches angeordnet ist.
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In
einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in
jedem Ka nal ein SAW-Filter angeordnet, dem je eine Trägerfrequenz
zugeordnet ist, was besonders vorteilhaft ist, wenn der Funkempfänger als
Superhet-Empfänger mit
einem Zwischenfrequenzfilter ausgebildet ist. Hierdurch ist eine
hohe Dämpfung
und eine gute Filterkennlinie möglich. Dies
verbessert zusätzlich
die Störsicherheit.
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Weitere
Vorteile sind in den Unteransprüchen
enthalten.
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Anhand
der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden die Erfindung sowie
weitere Vorteile derselben näher
erläutert.
Es zeigen:
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1:
eine vereinfachte Prinzipdarstellung des erfindungsgemäßen Systems,
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2:
ein Blockschaltbild einer Variante eines erfindungsgemäßen Senders,
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3:
eine weitere Variante eines erfindungsgemäßen Senders,
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4:
ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Empfängers,
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5:
ein Impulsdiagramm mit Steuersignalen,
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6:
vereinfachte Frequenzgangkurven von SAW-Filtern,
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7:
eine vereinfachte Frequenzgangkurve eines Zwischenfrequenzfilters
eines Superhet-Empfängers,
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8:
eine Frequenzgangkurve des Gesamt-Empfängerfiltersystems, und
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9:
eine vereinfachte Darstellung von Frequenzspektren von Signalen.
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Im
Folgenden werden die gleichen Teile stets mit denselben Bezugszeichen
gekennzeichnet.
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1 zeigt
ein vereinfachtes Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Systems 1.
Das System besteht aus einem Funksender 2 und einem Funkempfänger 3 und
dient als Zugangssystem für
ein Kraftfahrzeug, insbesondere zum Verriegeln oder Entriegeln von
Fahrzeugtüren
und/oder eines Kofferraums. Möglich
ist aber auch eine Aktivierung oder Deaktivierung einer Alarmanlage.
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Auch
eine Anwendung in einem Tire Pressure Monitoring System ist möglich. Diese
Systeme arbeiten ebenfalls im ISM-Band. Je nach Bedarf kann die
Betriebsfrequenz des TPMS auf das 2-Kanalsystem abgestimmt werden
oder für
den Fall, dass der Reifendrucksensor exakt auf 433,92 MHz bzw. 315 MHz
arbeitet, kann die untere Frequenz von 433,42 auf 433,92 MHz verschoben
werden. Die Filterbandbreiten müssen
dann entsprechend angepasst werden.
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Der
Funksender 2 weist zwei Resonatoren bzw. Sendeschaltungsteile
auf, die später
näher erläutert werden.
Das erste Schaltungsteil erzeugt eine erste Trägerfrequenz f1 von 433,42 MHz,
während das
zweite Sendeschaltungsteil eine Trägerfrequenz von 434,42 MHz
erzeugt. Beide Schaltungsteile sind vereinfacht durch die Angabe
433 MHz (f1) bzw. 434 MHz (f2) in 1 angedeutet.
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Beide
Trägerfrequenzen
f1 und f2 werden nacheinander abwechselnd mit Hilfe einer Sendeantenne 6 gesendet.
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An
der Sendeantenne 6 liegt also abwechselnd immer nur eine
der beiden Trägerfrequenzen
f1 oder f2 an, was symbolisch durch einen Umschalter 7 veranschaulicht
wird. Diese Umschaltung wird durch die Invertierung eines Steuersignals „Data" erreicht, wie später erläutert ist.
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Dieser
fiktive Umschalter 7 wird durch einen Datenstrom „Data" eines Code-Generators betätigt. Wenn
dieses Steuersignal „Data" logisch „H" ist, liegt die erste
Trägerfrequenz
f1 an der Antenne an. Wenn das Steuersignal „Data" logisch „L" ist, liegt die um 1 MHz höhere zweite
Trägerfrequenz
f2 an der Sendeantenne 6 an. Somit bildet die Umschaltfrequenz bzw.
das Umschaltmuster den Code zum Verriegeln bzw. Öffnen der Fahrzeugtüren. Die
Daten müssen im
Format Manchester kodiert sein. Jede Bitzelle enthält somit
eine gleich lange „Low" und „High" Phase. Die Information 1 wird
als „High-Low", die Information „0" wird als „Low-High Übergang übertragen.
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Der
z.B. in einem Kraftfahrzeug angeordnete Funkempfänger ist mit einer Empfangsantenne 8 versehen,
die das Schaltmuster der Trägerfrequenzen f1,
f2 empfängt.
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In 1 ist
symbolisch ein zweiter Umschalter 9 abgebildet, der mit
der Empfangsantenne 8 ebenfalls nur symbolisch verbunden
ist. Der zweite Umschalter 9 schaltet das empfangene Signal
auf einen von zwei Kanälen
ch1, ch2. Daher kann von einem Zweikanalbetrieb des Funkempfängers 3 gesprochen
werden. Dies ermöglicht,
dass nur ein einziger Funkempfänger 3 angeordnet
ist, der ein handelsüblicher
ASK-Empfänger
ist (ASK = Amplitude Shift Keying bzw. digitale, lineare Modulationsform).
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Das
gesendete Funksignal entspricht einem FSK-Signal (FSK = Frequency
Shift Keying bzw. digitale, diskrete Frequenzmodulation). Es handelt
sich also um ein frequenzmoduliertes Datensignal, wobei der Frequenzwert
der Trägerfrequenz
digital verändert
wird und nicht die Amplitude der Trägerfrequenz.
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Jeder
Kanal ch1, ch2 ist mit einem SAW-Filter (Surface Acoustic Wawe Fil ter)
versehen, der an die jeweilige Frequenz f1 oder f2 angepasst ist
und ein sauberes Signal erzeugt.
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Beide
Signale der Kanäle
ch1 und ch2 werden einem einzigen ASK-Funkempfänger zugeführt, der ein handelsüblicher
Superhet-Empfänger 11 ist. Der
Superhet-Empfänger 11 ist
ein Hochfrequenz-Empfänger,
in dem die Empfänger-Empfangsfrequenzen
f1 und f2 durch Überlagerung
mit einer Mischoszillation auf eine niedere Zwischenfrequenz von
10,7 MHz umgesetzt werden. Der Superhet-Empfänger 11 ist mit einem
Zwischenfrequenzfilter versehen, der später näher erläutert wird. Am Ausgang des
Superhet-Empfängers 11 wird
der empfangene Code des Code-Generators mit einer Datengeschwindigkeit
von 1 bis 4 kbyte/s ausgegeben, wobei diese Datengeschwindigkeit
der Datengeschwindigkeit des Funksenders 2 entspricht.
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Der
Mikroprozessor bzw. Mikrokontroller 12, der nach dem Superhet-Empfänger 11 geschaltet
ist, entschlüsselt
den Code und erzeugt Steuerbefehle zum Entriegeln oder Verriegeln
der Türen.
In einer bevorzugten Variante übernimmt
der Mikrokontroller 12 eine Auswahl der beiden Kanäle ch1,
ch2 und schaltet den gewählten
Kanal ch1 oder ch2 entweder unverändert oder mittels Entstörungsmitteln,
befreit von Störimpulsen
auf den Ausgang des Superhet-Empfängers 11.
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Wie
weiterhin in 1 dargestellt ist, steuert der
Mikrokontroller 12 den Umschalter bzw. steuert die Wahl
der Kanäle
ch1 oder ch2 mit einem Oszillator-Schaltkreis 13, der zwei
Frequenzen 13,2100 MHz und 13,2412 MHz aufweist. Werden andere Empfangsfrequenzen
genutzt, so verändern
sich diese Referenzfrequenzen entsprechend (fref =
fempf – 10,7
MHz)/32).
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Der
Oszillator-Schaltkreis 13 steht mit einem Mischer des Superhet-Empfängers 11 in
Verbindung.
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Diese
unterschiedlichen Frequenzen von 13,2100 MHz und 13,2412 MHz sind
erforderlich, um mit den jeweiligen Eingangsfrequenzen f1, f2 eine einheitliche
Zwischenfrequenz von 10,7 MHz zu erzeugen. Hierbei muss die Differenz
der Empfangsfrequenz von 433,42 bzw. 434,42 MHz und einer Mischerfrequenz
(L0 = Local Oscillator Frequenz) in bekannter Weise die Zwischenfrequenz
von in dem Fall gleich 10,7 MHz ergeben. Später erläuterte Filter dienen zur Unterdrückung von
sogenannten Spiegelfrequenzen und von anderen starken Störquellen.
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2 und 3 zeigen
Varianten des Funksenders.
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Der
Funksender 2 gemäß 2 ist
mit einem Sender-Mikrokontroller 14 versehen, der den Code
erzeugt und das digitale Steuersignal „Data" ausgibt. Gleichzeitig gibt der Sender-Mikrokontroller 14 ein
invertiertes Steuersignal „Data'" aus.
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Der
Funksender gemäß 2 weist
einen ersten und einen zweiten Resonator 16, 15 auf.
Das nicht negierte Steuersignal „Data" steuert den zweiten Resonator 15 an,
der eine Oszillationsfrequenz f1 von 433,42 MHz erzeugt. Das negierte
Steuersignal „Data'" ist zur Steuerung des ersten Resonators 16 vorgesehen,
der mit einer zweiten Oszillationsfrequenz f2 von 434,42 MHz schwingt.
Die beiden Resonatoren 15, 16 stabilisieren so
abwechselnd einen als eine Transistorstufe ausgebildeten Oszillator 18. An
dem Oszillator 18 ist die Sendeantenne 6 so geschaltet,
dass sie als Schwingkreiselement wirkt.
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Da
entweder nur einer der Steuereingänge „Data" oder „Data'" logisch „H" sein kann, entspricht diese
in 2 dargestellte Schaltung einer Umschaltung gemäß 1.
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In 2 ist
die Frequenz-Modulation durch den Oszillator 18 und frequenzbestimmenden
Bauteile 15, 16 realisiert, wobei der Oscillator 18 durch den
Sender-Mikrokontroller 14 aktivierbar ist, was durch die
Enable-Leitung veranschaulicht ist.
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Die
in 3 dargestellte Variante eines Funksenders 2' besteht aus
einer Parallelschaltung von Sendeschaltungsteilen 15', 16' mit jeweils
einem Schwingkreis. Das erste Sendeschaltungsteil 15' erzeugt hierbei
die eine Trägerfrequenz
f1 und ist durch das Steuersignal „Data" aktivierbar. Das andere Sendeschaltungsteil 16' erzeugt die
andere Trägerfrequenz
f2 und ist durch ein invertiertes Steuersignal „Data'" aktivierbar,
so dass eine dem Steuersignal Data korrespondierende sequentielle
Umschaltung der Trägerfrequenz
f1, f2 und somit ebenfalls eine diskrete Frequenzmodulation (FSK)
erfolgt.
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4 zeigt
ein anderes Blockschaltbild, in dem der Empfänger 3 dargestellt
ist. Der Funkempfänger 3 ist
mit einem Kanalschalter 20 versehen, wobei jedem Kanal
ch1, ch2 ein SAW-Filter 21, 22 als Bandpassfilter
zugeordnet ist, und zwar mit einer dem Kanal ch1, ch2 korrespondierenden
Frequenz f1, f2.
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Der
Superhet-Empfänger 11 besteht
aus einem Hochfrequenzteil 23 für die Frequenzen 433,42 MHz
und 434,42 MHz, der einen Verstärker
und eine Mischstufe umfasst. Weiterhin besteht der Superhet-Empfänger 11 aus
einem Zwischenfrequenzteil 24 mit einer Zwischenfrequenz
von 10,7 MHz, einen Zwischenfrequenzfilter, eine Demodulationsstufe
und anderen Funktionen handelsüblicher
Empfänger.
Die demodulierten Daten (Data und Data') werden zum Dekodieren dem Mikrokontroller 12 zugeführt. Hierbei
wird ein Fehlerkorrekturprogramm ausgeführt, das bei einem Fehlen eines
der Steuersignale (Data oder Data') in Folge eines Störsenders automatisch das intakte
Steuersignal (Data oder Data')
benutzt und somit den Fehler korrigiert.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
ist vorgesehen, dass der Mikrokontroller 12 zu Beginn der
Datenübertragung
die „Qualität" des Kanals bzw. der
Kanäle
ch1 und/oder ch2 bewertet. Nach dieser Bewertung wählt er für die gesamte
weitere Übertragung
einen der beiden Übertragungskanäle ch1 oder ch2
aus. Dies ist besonders vorteilhaft, da zu Beginn einer Datenübertragung üblicherweise
eine feste und bekannte Folge von „L" und „H" bzw. „0" und „1"-Werten übertragen werden, so dass eine
Kanalbewertung einfacher und genauer erfolgen kann. Dieses beschriebene
Verfahren zur „Fehlerkorrektur" kann praktisch als
Mittel zum Erkennen und Korrigieren einer durch ein Störfunksignal
sonst entstehenden Blockierung des Systems eingesetzt werden.
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Anstelle
dieser Kanalüberwachung,
können zur „Fehlerkorrektur" auch eine Schaltungsanordnung,
z.B. mit logischen Verknüpfungen.
und/oder auch Überwachungsprogramme
eingesetzt werden. Hierbei ist wichtig, dass eine Redundanz erreicht
und eine Blockierung des Systems verhindert wird. Aus beiden Trägerfrequenzen
f1, f2 bzw. aus beiden Kanälen,
ch1, ch2 muss die nicht gestörte
Frequenz (bzw. Kanal) ausgewählt
werden.
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5 veranschaulicht
die digitalen Steuersignale „Data" und „Data'".
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6 zeigt
das Filterverhalten der SAW-Filter 21, 22. Die
Bandbreite jedes Bandpassfilters 21, 22 beträgt ca. 0,7
MHz. Dadurch, dass beide Frequenzen f1, f2 um 1 MHz von einander
beabstandet sind, können
die dargestellten Dämpfungskurven sich
nicht überschneiden.
Zwischen den beiden Kurven ch1, ch2 ist immer noch ein Abstand von
0,3 MHz vorhanden. Die Dämpfung
beträgt
wegen der Parallelschaltung 10 dB. Alle Dämpfungswerte sind beispielhafte
Mindestwerte im interessierenden Bereich des ISM-Bandes.
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Durch
die Reihenschaltung der SAW-Filter 21, 22 mit
dem Zwischenfrequenzfilter, dessen Filterverhalten und Dämpfung von
20 dB in 7 dargestellt ist, wird eine
hohe Gesamtdämpfung
von 30 bis 35 dB erreicht (8). Die
Bandpassbreite des Zwischenfrequenzfilters ist 0,4 MHz, ist also
kleiner als die der SAW-Filter 21, 22, so dass
die Gesamt-Bandpassbreite verkleinert wird.
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9 zeigt,
vereinfacht dargestellt, das Frequenzspektrum der in den Kanälen ch1,
ch2 vorliegenden Frequenzen. Das Frequenzspektrum eines Kanals ist
identisch mit dem Spektrum eines ASK-modulierten Sendesignal mit
einer einzigen Trägerfrequenz.
Daher ist die Verwendung eines Empfängers vom ASK-Typ möglich.
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Wie
weiterhin in 9 veranschaulicht ist, sind
die Frequenzen f1, f2 bzw. dessen Frequenzspektren weit von einander
entfernt, wobei der Abstand Δf
vorzugsweise 1 MHz beträgt.
Ein ca. 100 kHz breites Störsignal
SF, das die erste Modulationsfrequenz f1 umfasst und diese stört, ist
weit von der zweiten Frequenz f2 entfernt. Da ein korrektes Signal bzw.
eine korrekte Frequenz f1 oder f2 ausreicht, ist das System besonders
unempfindlich gegen Störungen.
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Ferner
zeigt 9 die Breite des ISM-Bandes. In Bezug auf dieses
Band, das ca. 1,7 MHz breit ist, ist der Abstand zwischen f1 und
f2 von 1 MHz relativ groß.
Ein großer
Abstand ist bei einem Frequenzunterschied zwischen f1 und f2 von
z.B. etwa 0,5 MHz ebenfalls vorhanden. Ein Frequenzunterschied von
z. B. 0,1 MHz würde
nicht ausreichen. Bei einem Frequenzunterschied von 0.5 MHz müssten die
beschriebenen Vorfilter entsprechend angepasst werden, damit eine Überlappung
der Filterkennlinien vermieden wird.
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Beispielsweise
ist das erfindungsgemäße System
auch für
eine Verwendung mit Systemen für eine
Reifendruckkontrolle, insbesondere mit sogenannten TPMS (Tire preasure
monitoring system) Systemen, geeignet. Diese können vom erfindungsgemäßen System
empfangen werden, wenn die untere Frequenz von 433,42 MHz nach 433,92
MHz verschoben wird, oder wenn das TPMS auf den Empfänger abgestimmt
wird, d.h. entweder auf einer der beiden Frequenzen arbeitet oder
ebenfalls ein 2-Kanal-System aufweist.
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In
Analogie zur 434 MHz Technik kann der 2-Kanal-Receiver natürlich auch
auf der in den USA und Japan üblichen
Frequenz von 315 MHz arbeiten, wenn die frequenzbestimmenden Komponenten
entsprechend geändert
werden.