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Die
Erfindung betrifft eine Flugbienenumleitungsvorrichtung gemäß dem einzigen
Patentanspruch.
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Die
Flugbienenumleitungsvorrichtung weist 4 An- und Abflugräume auf
die durch Einlegen und Herausnehmen mobiler Teile geöffnet oder
verschlossen werden können.
Damit wird dem Imker ermöglicht,
die An- und Abflugwege und das Erreichen der gewünschten Beuteninnenräume der
Flugbienen sicher zu bestimmen. Die Flugbienenumleitungsvorrichtung
ist vor Bienendoppelbeuten (2 Beutenkörper nebeneinander gestellt)
montierbar oder als fest verbundener Bestandteil einer Bienendoppelbeute
herstellbar.
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Das
Imkern findet weltweit mit unterschiedlichen Bienenbeutensystemen
statt. Die häufigste
Verbreitung haben dabei die Magazinbeuten.
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In
der herkömmlichen
Imkerei ohne die Anwendung äußerer Umleitungsverfahren
beeinflusst der Imker die Entwicklung der Bienenvölker durch Eingriffe
innerhalb der Beutensysteme oder durch Umsetzung der Beutenkörper und
der Bienenvölker. Zur
systematischen Herstellung sammelfähiger Bienenvölker ist
in der herkömmlichen
Imkerei das Schröpfen
und Teilen der Völker
je nach ihrem Entwicklungsstand notwendig. Das herkömmliche
Imkereiverfahren zwingt den Imker häufig, auf die Entwicklung der
Bienenvölker
zeitnah reagieren zu müssen.
Die Reaktion des Imkers auf das Schwarmverhalten der Bienenvölker, welches
im natürlichen
Fall des Entwicklungszyklus eines Bienenvolkes zum vorübergehenden
Verlust von sammelfähigen
Flugbienen im Volk führt,
hat wesentlichen Einfluss auf eine effiziente Imkerei.
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In
der vergangenen Dekade wird das Imkern durch den Befall der Bienenvölker mit
der Varroa Milbe erheblich erschwert. Die Ausrottung der Varroa Schädlinge mittels
chemischer Methoden ist bisher nicht gelungen. Problematisch beim
Einsatz der chemischen Varroa Bekämpfung ist die Möglichkeit
der Bildung von Rückständen im
Honig. Die Jungvolkbildung von möglichst
varroenarmen Bienenvölkern ohne
Einsatz chemischer Methoden gelingt nur ohne Brutübernahme
mit dem Einsatz der vorhandenen Bienen, denn die Brut ist der Vermehrungsort
der Varroa Milbe.
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Umleitungsverfahren
erlauben die Bildung junger varroenarmer Bienenvölker bei Erhalt der Sammelleistung
des Volkes.
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Bienenbeuteninterne
Umleitungssysteme, wie in
AT
399 980 B beschrieben, sind speziell an einen Bienenbeuten-Typ,
beispielsweise der Doppelstocktrogbeute, angepasst.
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Die
Erfindung
DE 28 18
769 A1 über
eine Flugbienenumleitungsvorrichtung zur äußeren Bienenumleitung entspricht
dem Stand der Technik. Die Flugbienenumleitungsvorrichtung dieser
Erfindung soll eine maximale Trachtausnutzung in einem Wirtschaftsvolk
gewährleisten,
Eingriffe des Imkers ins Brutnest und das Schwärmen verhindern. Das Prinzip
einer äußeren Bienenumleitung
(Steuerung der Bienenwege vor Erreichen der Beuteninnenkörper) ist
mit der Erfindung
DE
28 18 769 A1 einer Flugbienenumleitungsvorrichtung umgesetzt.
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Die
Erfindung
DE 28 18
769 A1 ist aus folgenden Gründen kaum geeignet die gewünschten Effekte
für den
Imker, nämlich
die Trachtausnutzung in einem Wirtschaftsvolk, Verhinderung der
Eingriffe des Imkers ins Brutnest und Verhinderung des Schwärmens zu
bewirken.
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Um
die Eingriffe des Imkers in die Bienenbeuten und das Schwärmen der
Bienen zu verhindern, wird in der Flugbienenumleitungsvorrichtung der
Erfindung
DE 28 18
769 A1 eine Bienenflucht vor das Flugloch abgesenkt. Die
durch diese Bienenflucht abfliegenden Flugbienen sollen bei ihrer
Rückkehr
durch den Verbindungsgang (
8) der Erfindung in die andere
Beutenseite zum Wirtschaftsvolk ziehen. Dieses Bienenverhalten kann
sich aufgrund des Stockgeruches, der durch die Bienenflucht für die Bienen
wahrnehmbar ist, nicht vollziehen. Die zurückkehrenden Flugbienen bilden
vor der Bienenflucht eine Traube, ziehen nicht durch den Verbindungsgang
in die andere Beutenseite und bleiben mit ihrem Volk verbunden.
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Die
Erfindung
DE 28 18
769 A1 hat wahrscheinlich aus diesem Grund keine weitere
Anwendung und Diskussion in der Imkerei gefunden.
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Eine äußere Bienenumleitung
in einen nebenstehenden anderen Beutenkörper mittels einer Flugbienenumleitungsvorrichtung
kann nur gelingen, wenn eine An- und
Abflugstelle vollständig
verschlossen wird und damit der Stockgeruch entzogen wird.
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Daher
ist zur weiteren praktischen Umsetzung des Gedankens einer äußeren Bienenumleitung
eine Flugbienenumleitungsvorrichtung notwendig, die einen vollständigen Verschluss
der An- und Abflugstellen sowie die Eröffnung eines neuen, von der
alten An- und Abflugstelle optimal entfernten Flugloches, ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des einzigen Patentanspruchs gelöst.
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Diese
Voraussetzungen für
eine effiziente äußere Bienenumleitung
sind in der Erfindung umgesetzt, indem vier An- und Abflugräume durch
die Flugbienenumleitungsvorrichtung eröffnet und vollständig verschlossen
werden können.
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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung montier- und anwendbar an der
Flugseite vor verschiedenen Bienenbeuten-Typen z.B. Magazine, Trogbeuten,
Blätterbeuten
und Hinterbehandlungsbeuten (Warmbau). Die Imkerei mit dem vor den
Beuten montierten Umleitungssystem der Erfindung ermöglicht das
Imkern mit der Bienenumleitung unabhängig von einem bestimmten Beuten-Typ
und ist daher universell einsetz- und/oder nachrüstbar. Die Vorrichtung ist
auch als fester Bestandteil einer neu zu konstruierenden und zu
produzierenden Doppelbeute an der Flugfront verschiedener Doppel-Beuten-Typen (z.B.
Magazine, Trogbeuten, Blätterbeuten
und Hinterbehandlungsbeuten) herstell- und anwendbar.
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Das
Imkern mit dem äußeren Umleitungssystem
an Doppelbeuten ermöglicht
eine kontrollierte Verjüngung
der Bienenvölker
und ist damit eine effiziente Maßnahme zur Bekämpfung der
Varroa-Infektionen in den Bienenvölkern. Damit erhält der Imker die
Möglichkeit,
durch eine frühe
Umleitung der Flugbienen ein junges varroaarmes Volk aufzubauen. Das
Imkern mit dem äußeren Umleitungssystem
führt zu
einer sicheren Steuerung der Bienenvölkerentwicklung durch den Imker
mittels Schwarmverhinderung. Somit ergibt sich insgesamt eine Zeitersparnis in
der Imkerei, insbesondere mit dem Effekt, dass der Imker seinen
terminlichen Arbeitseinsatz weitgehend selbst bestimmen kann und
nicht von der unkalkulierbaren Völkerentwicklung
der Bienen bestimmt wird. Das externe Umleitungssystem lässt eine
externe Beobachtung der Entwicklung der Bienenvölker ohne mechanische Öffnung der
Bienenbeutenkörper
zu, da die Schwarmstimmung bereits durch das Aufketteln der Bienen
im Vorsatzrahmen hinter den Frontplatten weitgehend ablesbar ist.
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Die
Umleitung der Flugbienen in die nach dem Umleitungsverfahren und
dem jeweiligen Entwicklungsstand der Bienenvölker gewünschten Fluglöcher und
Beuteninnenräume
erfolgt durch ein mechanisches Schließen und Öffnen der Bienenwege der Flugbienenumleitungsvorrichtung
mittels der Keile, der Platten und den Körpern der Erfindung.
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Der
Vorsatzrahmen und die einsetzbaren Elemente ermöglichen folgende Funktionen:
Schließen der
Fluglöcher, Öffnen neuer
Fluglöcher, Umleitung
der Flugbienen in die vom Imker gewünschten Beutenräume einer
Doppelbeute, direkte Beobachtungsmöglichkeit der Schwarmvorbereitung der
Bienenvölker
im Vorsatzrahmen hinter den Frontplatten.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
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In
den 1–3 werden
der Vorsatzrahmen und die dazugehörigen Einschub- und Einlegeelemente
dargestellt.
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1 stellt
die Einzelteile des Vorsatzrahmens dar.
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Liste der Einzelteile des Vorsatzrahmens:
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- 1
- Oberteil
- 2,
3
- Seitenteile
- 4,
5, 8, 9
- Vertikale
Begrenzungsteile
- 6,
7
- Horizontale
Begrenzungsteile
- 10
- Unterteil
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2 stellt
den Vorsatzrahmen mit den passenden Einlege- und Einschiebe-Elementen
dar.
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Liste der Elemente:
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- 11
- 1
Schieber-Element,
- 12
- 2
Verschlussteile,
- 13
- 2
Fluglochverlängerung,
- 14,
15
- 2
Umleitungskeile,
- 16
- 2
Frontplatten mit großem
Flugausschnitt und kleinem Flugausschnitt,
- 18
- 2
Frontplatten ohne Flugausschnitt,
- 17
- 2
Frontplatten mit zwei großen
Flugausschnitten,
- 19
- 1
Frontplatte mit großem
Flugausschnitt und kleinem Flugloch.
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3 stellt
den Vorsatzrahmen montiert vor einer Magazindoppelbeute als ein
denkbares Ausführungsbeispiel
dar.
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4 stellt
eine mögliche
Ausführung
der Umleitungsvorrichtung als fester konstruktiver Bestandteil einer
Doppelbeute dar.
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Ausgangssituation (Einwinterung) (4):
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Der
Umleitungsvorsatz wird entweder vor zwei nebeneinander gestellten
Magazinbeuten montiert oder ist produktionsseitig bereits fester
Bestandteil einer Doppelmagazinbeute wie in den Patentansprüchen dargestellt.
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Die
Beutenseite A (rechtes Magazin) ist mit einem Bienenvolk in zwei übereinander
gesetzten Zargen im Winter besetzt. Die Beutenseite B (links) ist
noch leer.
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Die
für das
Umleitungsverfahren notwendigen Fluglöcher in den Magazinzargen sind
das untere große
Flugloch (üblicherweise
produktionsseitig) und das obere kleine Flugloch (ca. 8 cm × 1 cm)
in Beute A rechts oben, in Beute B links oben. Die kleinen Fluglöcher müssen bei
der Montage zur Doppelbeute in die Zargen eingearbeitet werden.
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Die
Konfiguration der mobilen Einschiebe- und Einlegeelemente des Vorsatzrahmens
in dieser Situation geschieht wie folgt:
Einschieben des Schiebers
(11), sowie Einsetzen des Verschlussstückes (12) in das obere
kleine Flugloch der Beute B. Es erfolgt die vollständige Abdeckung
der Beute B durch Einlegen der Frontplatte (18).
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Verschließen des
oberen kleinen Flugloches der Beutenseite A mittels Verschlussstück (12).
Offenhalten des großen
Flugloches der Beute A mittels Einlegen der Frontplatte (16) – großer Flugausschnitt nach
unten -.
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1. Eingriff (5)
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- Ziel: Gewöhnung
der Flugbienen aus der Beutenseite A an das Anfliegen des Flugausschnittes
der Frontplatte (16) der Beutenseite B unter Beibehaltung
des großen
Flugloches der Beute A als Vorbereitungsschritt auf die erste geplante
Umleitung (Eingriff 3) in Beute B.
- Zeitpunkt der Aktion: Nach längerer
Winterflugpause, vor Flugbeginn.
- Vorbereitung der Magazinzargen: Keine.
- Aktion des Umleitungssystems: Vollständiger Verschluss der Front
A durch Einlegen der Frontplatte (18). Ziehen des Schiebers
(11). Verschluss des großen Flugloches der Beute B
durch Umleitungskeil (15), Einlegen der Frontplatte (16)
mit großem
Flugausschnitt nach unten vor Beute B.
- Wirkung: Der An- und Abflug der Flugbienen der Beute A verlegt
sich auf die Seite der zukünftigen
Beute B.
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2. Eingriff (6):
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- Ziel: Freigabe eines Honigraumes.
- Zeitpunkt der Aktion: Bei vollständiger Besetzung der Waben
in der oberen Zarge der Beutenseite A.
- Vorbereitung der Magazinzargen: Aufsetzen einer Honigraumzarge
auf den Beutenkörper
der Seite A, zuvor Auflegen eines Absperrgitters auf die vorhandenen
Brutraumzargen, Einhängen
von Mittelwänden
in die neue Zarge.
- Aktion des Umleitungssystems: Keine.
- Wirkung: Einlagerung des Honigs in die aufgesetzte Zarge.
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3. Eingriff (7):
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- Ziel: Umleitung der Flugbienen des Volkes A in die Beute
B.
- Zeitpunkt der Aktion: Am Entwicklungshöhepunkt des Volkes, beispielsweise
ersichtlich am starken Flugbetrieb und an der Besetzung sämtlicher
Wabengassen oder an der Schwarmvorbereitung durch Aufketteln der
Bienen im Umleitungsvorsatz und durch die Beobachtung des Ansetzens
der Weiselnäpfe bzw.
durch die Beobachtung der Pflege der bestifteten Weiselzellen an
den Brutwaben der Beute A.
- Vorbereitung der Magazinzargen: In die Mitte der Zarge B werden
eine oder zwei frische Brutwaben eingehängt. Zur Aufzucht einer jungen
Königin
werden Waben mit Stiften einem nachzuchtwürdigen Volk entnommen. Möglichst
noch von 2–3
Brutwaben junge Bienen dazufegen. Die Zarge wird mit Mittelwänden aufgefüllt. Die
Honigzarge von Volk A wird auf die neu besetzte Beutenseite B über ein
Absperrgitter gesetzt, ganz gleich, wie die Honigzarge beschaffen
ist.
- Aktion des Umleitungssystems: Abnahme der Frontplatte (18), Öffnen des
großen
Flugloches der Zarge B mittels Entfernen des Umleitungskeils (15).
Schließen
des Überganges
zwischen den Beuten durch vollständiges
Einschieben des Schiebers (11).
Schließen des
großen
Flugloches der Beute A durch Einlegen des Umleitungskeils (14). Öffnen des
oberen Flugloches der Beute A durch Entfernen des Verschlussteils
(12) und Einschieben der Fluglochverlängerung (13). Einlegen
der Fontplatte (16) vor der Beute A mit kleinem Flugausschnitt
nach unten.
- Wirkung: Die Flugbienen von Volk A verlassen die Beute durch
das obere neu eröffnete
Flugloch und fliegen wie gewohnt auf Seite B den großen Ausschnitt
der Frontplatte (16) an. Sie können nicht, wie bisher durch
den Mittelgang ziehen, welcher durch den Trennschieber (11)
geschlossen wurde. Durch das breite Flugloch von B, welches jetzt
offen ist, nehmen die Bienen den Weg in den Innenraum der Beute
B.
Mit dieser 1. Umleitung entsteht ein Volk mit junger Königin in
Beute B. Ein mögliches
Schwärmen
des Volkes in Beute A wurde verhindert. Das Risiko eines Varroe-Befalls
während
der Entwicklung des jungen Volkes in Beute B wurde minimiert. Nach
Abfliegen der Flugbienen aus Beute A entwickelt sich eine neue Flugbienengeneration
in dieser Beute, die das obere kleine Flugloch sowohl als Abflug
wie auch als Anflug nutzt. In Beute A regeneriert sich das Volk
mit der alten Königin.
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4. Eingriff (8)
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- Ziel: Vorbereitung der 2. Zuführung durch Umleitung von sammelfähigen Flugbienen
der Beute A nach Beute B.
- Zeitpunkt der Aktion: Ca. am 8. Tag nach Eröffnen des oberen Flugloches
der Beute A.
- Vorbereitung der Magazinzargen: Der Brutkörper in A kann zusätzlich durch
Einhängen
von auslaufenden Brutwaben aus anderen Völkern verstärkt werden.
- Aktion: Abnehmen der Frontplatte (16) vor der Beute A.
Verschluss des oberen Flugloches der Beute A mit dem Verschlussteil
(12). Eröffnen
des großen
Flugloches der Beute A mittels Entfernen des Umleitungskeils (14).
Einlegen der Frontplatte mit dem Behelfsflugloch (19).
- Wirkung: Einfliegen der Flugbienen der Beute A auf das untere
Flugloch der Beute A. Dabei erzwingt das Behelfsflugloch der Frontplatte
(19) den Eintritt der Bienen in den Vorraum des unteren
großen
Flugloches.
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5. Eingriff (9)
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- Ziel: Vollständiges
Einfliegen der Flugbienen der Beute A auf das untere große Flugloch
der Beute A und Honigraum eröffnen.
- Zeitpunkt der Aktion: 4–6
Tage nach Eingriff 4.
- Vorbereitung der Magazinzargen: Aufsetzen einer Honigzarge auf
Beute A über
ein Absperrgitter.
- Aktion: Auswechseln der Frontplatte (19) gegen Frontplatte
(16) mit großem
Flugausschnitt nach unten vor der Beute A.
- Wirkung: Vollständiges
Ab- und Anfliegen der Beute A durch das große untere Flugloch.
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6. Eingriff (10):
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- Ziel: 2. Zuführung
von Flugbienen der Beute A in Beute B durch Umleitung und Erweiterung
des Brutraumes der Beute B.
- Zeitpunkt der Aktion: Zum Zeitraum des Höhepunktes der neuen Entwicklung
des Volkes in Beute A, vor oder in der Schwarmstimmung.
- Vorbereitung der Magazinzargen: Absetzen der Honigzarge der
Beute B, Abnehmen des Absperrgitters, Aufsetzen einer Zarge mit
Mittelwänden
zur Brutraumerweiterung auf Beutenseite B. Auflegen des Absperrgitters
auf die neue Brutraumzarge, Wiederaufsetzen der Honigzarge. Die
Honigzarge der Beutenseite A wird auf die Honigzarge der Beute B
gesetzt und verschlossen.
- Aktion: Abnahme der Frontplatte (16) der Beute A, Eröffnung des
oberen Flugloches der Beute A durch Herausnahme des Verschlussteils
(12), Einsetzen der Fluglochverlängerung (13), Verschluss
des unteren großen
Flugloches mittels Umleitungskeil (14), Einsetzen der Frontplatte
(16) mit kleinem Flugausschnitt nach unten. Ziehen des
Schiebers (11).
- Wirkung: Abflug der Flugbienen der Beute A durch das obere kleine
Flugloch. Anflug dieser Flugbienen durch den kleinen Flugausschnitt
der Frontplatte (16) vor Beute A. Umleitung durch den eingelegten
Umleitungskeil (14) und den eröffneten Mittelgang zwischen
den Beuten in das große
Flugloch der Beute B. Damit werden der Beute B weitere Flugbienen
aus A zugeführt
mit dem Effekt einer Stärkung
des Volkes in Beute B und einer Erhöhung der Sammelleistung in B.
Nach Abgang der Flugbienen aus Beute A ist das Volk in Beute A schwarmunfähig.
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7. Eingriff (11):
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- Ziel: Getrennte Entwicklung der Völker in Beute A und B als Vorbereitung
für den
kommenden Jahreszyklus.
- Zeitpunkt der Aktion: Zum Ende der Tracht.
- Vorbereitung der Magazinzargen: Abnahme der Honigräume (Ernte).
- Aktion: Entfernen der Fluglochverlängerung (13) und der
Frontplatte (16), sowie des Umleitungskeils (14) vor
Beute A. Verschluss des oberen Flugloches der Beute A mittels des
Verschlussteils (12), Einsetzen der Frontplatte (16)
mit dem großen
Flugausschnitt nach unten, vollständiges Einschieben des Schiebers
(11).
- Wirkung: Gewinnung des Honigs. Vollständige Trennung der Bienenvölker der
Beute A und B. In Beute B ist damit ein junges, starkes Bienenvolk
mit besten Voraussetzungen zur weiteren Entwicklung hin zu einem
varroaarmen Wintervolk entstanden.
Die Bienen in der Beute
A stellen bis zur Auflösung dieses
Volkes ein gutes Reservoir zur Bildung von Ablegern dar.