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DE10300161B4 - Flugbienenumleitungsvorrichtung - Google Patents

Flugbienenumleitungsvorrichtung Download PDF

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DE10300161B4 DE2003100161 DE10300161A DE10300161B4 DE 10300161 B4 DE10300161 B4 DE 10300161B4 DE 2003100161 DE2003100161 DE 2003100161 DE 10300161 A DE10300161 A DE 10300161A DE 10300161 B4 DE10300161 B4 DE 10300161B4
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K47/00Beehives
    • A01K47/06Other details of beehives, e.g. ventilating devices, entrances to hives, guards, partitions or bee escapes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
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Abstract

Flugbienenumleitungsvorrichtung montierbar vor zwei Bienenbeutenkörper oder als fester Bestandteil zweier Bienenbeutenkörper bestehend aus vier An- und Abflugräumen (A bis D), die sich aus der Zusammensetzung eines Oberteils (1), der äußeren Seitenteile (2) und (3), der vertikalen Begrenzungsteile (4), (8), (9) und (5) der horizontalen Zwischenteile (6) und (7) und eines Unterteils (10) ergeben, wobei sich die zwei oberen An- und Abflugräume durch Einlegen der Verschlussteile (12) vollständig verschließen lassen oder durch Einschieben der Fluglochverlängerungen (13) öffnen lassen und die zwei unteren An- und Abflugräume durch Aussparungen zwischen den vertikalen Begrenzungsteilen (2 und 8) und (3 und 9) verbunden oder durch Einschieben vom Schieber (11) voneinander getrennt werden können und durch Einlegen der Umleitungskeile (14 und 15) verschlossen werden können und die oberen und die unteren An- und Abflugräumen frontal durch das Einschieben der Frontplatten (16 bis 19) in die Nuten der Seiten- und Mittelteile (3 bis 9) vollständig oder teilweise...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Flugbienenumleitungsvorrichtung gemäß dem einzigen Patentanspruch.
  • Die Flugbienenumleitungsvorrichtung weist 4 An- und Abflugräume auf die durch Einlegen und Herausnehmen mobiler Teile geöffnet oder verschlossen werden können. Damit wird dem Imker ermöglicht, die An- und Abflugwege und das Erreichen der gewünschten Beuteninnenräume der Flugbienen sicher zu bestimmen. Die Flugbienenumleitungsvorrichtung ist vor Bienendoppelbeuten (2 Beutenkörper nebeneinander gestellt) montierbar oder als fest verbundener Bestandteil einer Bienendoppelbeute herstellbar.
  • Das Imkern findet weltweit mit unterschiedlichen Bienenbeutensystemen statt. Die häufigste Verbreitung haben dabei die Magazinbeuten.
  • In der herkömmlichen Imkerei ohne die Anwendung äußerer Umleitungsverfahren beeinflusst der Imker die Entwicklung der Bienenvölker durch Eingriffe innerhalb der Beutensysteme oder durch Umsetzung der Beutenkörper und der Bienenvölker. Zur systematischen Herstellung sammelfähiger Bienenvölker ist in der herkömmlichen Imkerei das Schröpfen und Teilen der Völker je nach ihrem Entwicklungsstand notwendig. Das herkömmliche Imkereiverfahren zwingt den Imker häufig, auf die Entwicklung der Bienenvölker zeitnah reagieren zu müssen. Die Reaktion des Imkers auf das Schwarmverhalten der Bienenvölker, welches im natürlichen Fall des Entwicklungszyklus eines Bienenvolkes zum vorübergehenden Verlust von sammelfähigen Flugbienen im Volk führt, hat wesentlichen Einfluss auf eine effiziente Imkerei.
  • In der vergangenen Dekade wird das Imkern durch den Befall der Bienenvölker mit der Varroa Milbe erheblich erschwert. Die Ausrottung der Varroa Schädlinge mittels chemischer Methoden ist bisher nicht gelungen. Problematisch beim Einsatz der chemischen Varroa Bekämpfung ist die Möglichkeit der Bildung von Rückständen im Honig. Die Jungvolkbildung von möglichst varroenarmen Bienenvölkern ohne Einsatz chemischer Methoden gelingt nur ohne Brutübernahme mit dem Einsatz der vorhandenen Bienen, denn die Brut ist der Vermehrungsort der Varroa Milbe.
  • Umleitungsverfahren erlauben die Bildung junger varroenarmer Bienenvölker bei Erhalt der Sammelleistung des Volkes.
  • Bienenbeuteninterne Umleitungssysteme, wie in AT 399 980 B beschrieben, sind speziell an einen Bienenbeuten-Typ, beispielsweise der Doppelstocktrogbeute, angepasst.
  • Die Erfindung DE 28 18 769 A1 über eine Flugbienenumleitungsvorrichtung zur äußeren Bienenumleitung entspricht dem Stand der Technik. Die Flugbienenumleitungsvorrichtung dieser Erfindung soll eine maximale Trachtausnutzung in einem Wirtschaftsvolk gewährleisten, Eingriffe des Imkers ins Brutnest und das Schwärmen verhindern. Das Prinzip einer äußeren Bienenumleitung (Steuerung der Bienenwege vor Erreichen der Beuteninnenkörper) ist mit der Erfindung DE 28 18 769 A1 einer Flugbienenumleitungsvorrichtung umgesetzt.
  • Die Erfindung DE 28 18 769 A1 ist aus folgenden Gründen kaum geeignet die gewünschten Effekte für den Imker, nämlich die Trachtausnutzung in einem Wirtschaftsvolk, Verhinderung der Eingriffe des Imkers ins Brutnest und Verhinderung des Schwärmens zu bewirken.
  • Um die Eingriffe des Imkers in die Bienenbeuten und das Schwärmen der Bienen zu verhindern, wird in der Flugbienenumleitungsvorrichtung der Erfindung DE 28 18 769 A1 eine Bienenflucht vor das Flugloch abgesenkt. Die durch diese Bienenflucht abfliegenden Flugbienen sollen bei ihrer Rückkehr durch den Verbindungsgang (8) der Erfindung in die andere Beutenseite zum Wirtschaftsvolk ziehen. Dieses Bienenverhalten kann sich aufgrund des Stockgeruches, der durch die Bienenflucht für die Bienen wahrnehmbar ist, nicht vollziehen. Die zurückkehrenden Flugbienen bilden vor der Bienenflucht eine Traube, ziehen nicht durch den Verbindungsgang in die andere Beutenseite und bleiben mit ihrem Volk verbunden.
  • Die Erfindung DE 28 18 769 A1 hat wahrscheinlich aus diesem Grund keine weitere Anwendung und Diskussion in der Imkerei gefunden.
  • Eine äußere Bienenumleitung in einen nebenstehenden anderen Beutenkörper mittels einer Flugbienenumleitungsvorrichtung kann nur gelingen, wenn eine An- und Abflugstelle vollständig verschlossen wird und damit der Stockgeruch entzogen wird.
  • Daher ist zur weiteren praktischen Umsetzung des Gedankens einer äußeren Bienenumleitung eine Flugbienenumleitungsvorrichtung notwendig, die einen vollständigen Verschluss der An- und Abflugstellen sowie die Eröffnung eines neuen, von der alten An- und Abflugstelle optimal entfernten Flugloches, ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des einzigen Patentanspruchs gelöst.
  • Diese Voraussetzungen für eine effiziente äußere Bienenumleitung sind in der Erfindung umgesetzt, indem vier An- und Abflugräume durch die Flugbienenumleitungsvorrichtung eröffnet und vollständig verschlossen werden können.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung montier- und anwendbar an der Flugseite vor verschiedenen Bienenbeuten-Typen z.B. Magazine, Trogbeuten, Blätterbeuten und Hinterbehandlungsbeuten (Warmbau). Die Imkerei mit dem vor den Beuten montierten Umleitungssystem der Erfindung ermöglicht das Imkern mit der Bienenumleitung unabhängig von einem bestimmten Beuten-Typ und ist daher universell einsetz- und/oder nachrüstbar. Die Vorrichtung ist auch als fester Bestandteil einer neu zu konstruierenden und zu produzierenden Doppelbeute an der Flugfront verschiedener Doppel-Beuten-Typen (z.B. Magazine, Trogbeuten, Blätterbeuten und Hinterbehandlungsbeuten) herstell- und anwendbar.
  • Das Imkern mit dem äußeren Umleitungssystem an Doppelbeuten ermöglicht eine kontrollierte Verjüngung der Bienenvölker und ist damit eine effiziente Maßnahme zur Bekämpfung der Varroa-Infektionen in den Bienenvölkern. Damit erhält der Imker die Möglichkeit, durch eine frühe Umleitung der Flugbienen ein junges varroaarmes Volk aufzubauen. Das Imkern mit dem äußeren Umleitungssystem führt zu einer sicheren Steuerung der Bienenvölkerentwicklung durch den Imker mittels Schwarmverhinderung. Somit ergibt sich insgesamt eine Zeitersparnis in der Imkerei, insbesondere mit dem Effekt, dass der Imker seinen terminlichen Arbeitseinsatz weitgehend selbst bestimmen kann und nicht von der unkalkulierbaren Völkerentwicklung der Bienen bestimmt wird. Das externe Umleitungssystem lässt eine externe Beobachtung der Entwicklung der Bienenvölker ohne mechanische Öffnung der Bienenbeutenkörper zu, da die Schwarmstimmung bereits durch das Aufketteln der Bienen im Vorsatzrahmen hinter den Frontplatten weitgehend ablesbar ist.
  • Die Umleitung der Flugbienen in die nach dem Umleitungsverfahren und dem jeweiligen Entwicklungsstand der Bienenvölker gewünschten Fluglöcher und Beuteninnenräume erfolgt durch ein mechanisches Schließen und Öffnen der Bienenwege der Flugbienenumleitungsvorrichtung mittels der Keile, der Platten und den Körpern der Erfindung.
  • Der Vorsatzrahmen und die einsetzbaren Elemente ermöglichen folgende Funktionen:
    Schließen der Fluglöcher, Öffnen neuer Fluglöcher, Umleitung der Flugbienen in die vom Imker gewünschten Beutenräume einer Doppelbeute, direkte Beobachtungsmöglichkeit der Schwarmvorbereitung der Bienenvölker im Vorsatzrahmen hinter den Frontplatten.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
  • In den 13 werden der Vorsatzrahmen und die dazugehörigen Einschub- und Einlegeelemente dargestellt.
  • 1 stellt die Einzelteile des Vorsatzrahmens dar.
  • Liste der Einzelteile des Vorsatzrahmens:
  • 1
    Oberteil
    2, 3
    Seitenteile
    4, 5, 8, 9
    Vertikale Begrenzungsteile
    6, 7
    Horizontale Begrenzungsteile
    10
    Unterteil
  • 2 stellt den Vorsatzrahmen mit den passenden Einlege- und Einschiebe-Elementen dar.
  • Liste der Elemente:
  • 11
    1 Schieber-Element,
    12
    2 Verschlussteile,
    13
    2 Fluglochverlängerung,
    14, 15
    2 Umleitungskeile,
    16
    2 Frontplatten mit großem Flugausschnitt und kleinem Flugausschnitt,
    18
    2 Frontplatten ohne Flugausschnitt,
    17
    2 Frontplatten mit zwei großen Flugausschnitten,
    19
    1 Frontplatte mit großem Flugausschnitt und kleinem Flugloch.
  • 3 stellt den Vorsatzrahmen montiert vor einer Magazindoppelbeute als ein denkbares Ausführungsbeispiel dar.
  • 4 stellt eine mögliche Ausführung der Umleitungsvorrichtung als fester konstruktiver Bestandteil einer Doppelbeute dar.
  • Ausgangssituation (Einwinterung) (4):
  • Der Umleitungsvorsatz wird entweder vor zwei nebeneinander gestellten Magazinbeuten montiert oder ist produktionsseitig bereits fester Bestandteil einer Doppelmagazinbeute wie in den Patentansprüchen dargestellt.
  • Die Beutenseite A (rechtes Magazin) ist mit einem Bienenvolk in zwei übereinander gesetzten Zargen im Winter besetzt. Die Beutenseite B (links) ist noch leer.
  • Die für das Umleitungsverfahren notwendigen Fluglöcher in den Magazinzargen sind das untere große Flugloch (üblicherweise produktionsseitig) und das obere kleine Flugloch (ca. 8 cm × 1 cm) in Beute A rechts oben, in Beute B links oben. Die kleinen Fluglöcher müssen bei der Montage zur Doppelbeute in die Zargen eingearbeitet werden.
  • Die Konfiguration der mobilen Einschiebe- und Einlegeelemente des Vorsatzrahmens in dieser Situation geschieht wie folgt:
    Einschieben des Schiebers (11), sowie Einsetzen des Verschlussstückes (12) in das obere kleine Flugloch der Beute B. Es erfolgt die vollständige Abdeckung der Beute B durch Einlegen der Frontplatte (18).
  • Verschließen des oberen kleinen Flugloches der Beutenseite A mittels Verschlussstück (12). Offenhalten des großen Flugloches der Beute A mittels Einlegen der Frontplatte (16) – großer Flugausschnitt nach unten -.
  • 1. Eingriff (5)
    • Ziel: Gewöhnung der Flugbienen aus der Beutenseite A an das Anfliegen des Flugausschnittes der Frontplatte (16) der Beutenseite B unter Beibehaltung des großen Flugloches der Beute A als Vorbereitungsschritt auf die erste geplante Umleitung (Eingriff 3) in Beute B.
    • Zeitpunkt der Aktion: Nach längerer Winterflugpause, vor Flugbeginn.
    • Vorbereitung der Magazinzargen: Keine.
    • Aktion des Umleitungssystems: Vollständiger Verschluss der Front A durch Einlegen der Frontplatte (18). Ziehen des Schiebers (11). Verschluss des großen Flugloches der Beute B durch Umleitungskeil (15), Einlegen der Frontplatte (16) mit großem Flugausschnitt nach unten vor Beute B.
    • Wirkung: Der An- und Abflug der Flugbienen der Beute A verlegt sich auf die Seite der zukünftigen Beute B.
  • 2. Eingriff (6):
    • Ziel: Freigabe eines Honigraumes.
    • Zeitpunkt der Aktion: Bei vollständiger Besetzung der Waben in der oberen Zarge der Beutenseite A.
    • Vorbereitung der Magazinzargen: Aufsetzen einer Honigraumzarge auf den Beutenkörper der Seite A, zuvor Auflegen eines Absperrgitters auf die vorhandenen Brutraumzargen, Einhängen von Mittelwänden in die neue Zarge.
    • Aktion des Umleitungssystems: Keine.
    • Wirkung: Einlagerung des Honigs in die aufgesetzte Zarge.
  • 3. Eingriff (7):
    • Ziel: Umleitung der Flugbienen des Volkes A in die Beute B.
    • Zeitpunkt der Aktion: Am Entwicklungshöhepunkt des Volkes, beispielsweise ersichtlich am starken Flugbetrieb und an der Besetzung sämtlicher Wabengassen oder an der Schwarmvorbereitung durch Aufketteln der Bienen im Umleitungsvorsatz und durch die Beobachtung des Ansetzens der Weiselnäpfe bzw. durch die Beobachtung der Pflege der bestifteten Weiselzellen an den Brutwaben der Beute A.
    • Vorbereitung der Magazinzargen: In die Mitte der Zarge B werden eine oder zwei frische Brutwaben eingehängt. Zur Aufzucht einer jungen Königin werden Waben mit Stiften einem nachzuchtwürdigen Volk entnommen. Möglichst noch von 2–3 Brutwaben junge Bienen dazufegen. Die Zarge wird mit Mittelwänden aufgefüllt. Die Honigzarge von Volk A wird auf die neu besetzte Beutenseite B über ein Absperrgitter gesetzt, ganz gleich, wie die Honigzarge beschaffen ist.
    • Aktion des Umleitungssystems: Abnahme der Frontplatte (18), Öffnen des großen Flugloches der Zarge B mittels Entfernen des Umleitungskeils (15). Schließen des Überganges zwischen den Beuten durch vollständiges Einschieben des Schiebers (11). Schließen des großen Flugloches der Beute A durch Einlegen des Umleitungskeils (14). Öffnen des oberen Flugloches der Beute A durch Entfernen des Verschlussteils (12) und Einschieben der Fluglochverlängerung (13). Einlegen der Fontplatte (16) vor der Beute A mit kleinem Flugausschnitt nach unten.
    • Wirkung: Die Flugbienen von Volk A verlassen die Beute durch das obere neu eröffnete Flugloch und fliegen wie gewohnt auf Seite B den großen Ausschnitt der Frontplatte (16) an. Sie können nicht, wie bisher durch den Mittelgang ziehen, welcher durch den Trennschieber (11) geschlossen wurde. Durch das breite Flugloch von B, welches jetzt offen ist, nehmen die Bienen den Weg in den Innenraum der Beute B. Mit dieser 1. Umleitung entsteht ein Volk mit junger Königin in Beute B. Ein mögliches Schwärmen des Volkes in Beute A wurde verhindert. Das Risiko eines Varroe-Befalls während der Entwicklung des jungen Volkes in Beute B wurde minimiert. Nach Abfliegen der Flugbienen aus Beute A entwickelt sich eine neue Flugbienengeneration in dieser Beute, die das obere kleine Flugloch sowohl als Abflug wie auch als Anflug nutzt. In Beute A regeneriert sich das Volk mit der alten Königin.
  • 4. Eingriff (8)
    • Ziel: Vorbereitung der 2. Zuführung durch Umleitung von sammelfähigen Flugbienen der Beute A nach Beute B.
    • Zeitpunkt der Aktion: Ca. am 8. Tag nach Eröffnen des oberen Flugloches der Beute A.
    • Vorbereitung der Magazinzargen: Der Brutkörper in A kann zusätzlich durch Einhängen von auslaufenden Brutwaben aus anderen Völkern verstärkt werden.
    • Aktion: Abnehmen der Frontplatte (16) vor der Beute A. Verschluss des oberen Flugloches der Beute A mit dem Verschlussteil (12). Eröffnen des großen Flugloches der Beute A mittels Entfernen des Umleitungskeils (14). Einlegen der Frontplatte mit dem Behelfsflugloch (19).
    • Wirkung: Einfliegen der Flugbienen der Beute A auf das untere Flugloch der Beute A. Dabei erzwingt das Behelfsflugloch der Frontplatte (19) den Eintritt der Bienen in den Vorraum des unteren großen Flugloches.
  • 5. Eingriff (9)
    • Ziel: Vollständiges Einfliegen der Flugbienen der Beute A auf das untere große Flugloch der Beute A und Honigraum eröffnen.
    • Zeitpunkt der Aktion: 4–6 Tage nach Eingriff 4.
    • Vorbereitung der Magazinzargen: Aufsetzen einer Honigzarge auf Beute A über ein Absperrgitter.
    • Aktion: Auswechseln der Frontplatte (19) gegen Frontplatte (16) mit großem Flugausschnitt nach unten vor der Beute A.
    • Wirkung: Vollständiges Ab- und Anfliegen der Beute A durch das große untere Flugloch.
  • 6. Eingriff (10):
    • Ziel: 2. Zuführung von Flugbienen der Beute A in Beute B durch Umleitung und Erweiterung des Brutraumes der Beute B.
    • Zeitpunkt der Aktion: Zum Zeitraum des Höhepunktes der neuen Entwicklung des Volkes in Beute A, vor oder in der Schwarmstimmung.
    • Vorbereitung der Magazinzargen: Absetzen der Honigzarge der Beute B, Abnehmen des Absperrgitters, Aufsetzen einer Zarge mit Mittelwänden zur Brutraumerweiterung auf Beutenseite B. Auflegen des Absperrgitters auf die neue Brutraumzarge, Wiederaufsetzen der Honigzarge. Die Honigzarge der Beutenseite A wird auf die Honigzarge der Beute B gesetzt und verschlossen.
    • Aktion: Abnahme der Frontplatte (16) der Beute A, Eröffnung des oberen Flugloches der Beute A durch Herausnahme des Verschlussteils (12), Einsetzen der Fluglochverlängerung (13), Verschluss des unteren großen Flugloches mittels Umleitungskeil (14), Einsetzen der Frontplatte (16) mit kleinem Flugausschnitt nach unten. Ziehen des Schiebers (11).
    • Wirkung: Abflug der Flugbienen der Beute A durch das obere kleine Flugloch. Anflug dieser Flugbienen durch den kleinen Flugausschnitt der Frontplatte (16) vor Beute A. Umleitung durch den eingelegten Umleitungskeil (14) und den eröffneten Mittelgang zwischen den Beuten in das große Flugloch der Beute B. Damit werden der Beute B weitere Flugbienen aus A zugeführt mit dem Effekt einer Stärkung des Volkes in Beute B und einer Erhöhung der Sammelleistung in B. Nach Abgang der Flugbienen aus Beute A ist das Volk in Beute A schwarmunfähig.
  • 7. Eingriff (11):
    • Ziel: Getrennte Entwicklung der Völker in Beute A und B als Vorbereitung für den kommenden Jahreszyklus.
    • Zeitpunkt der Aktion: Zum Ende der Tracht.
    • Vorbereitung der Magazinzargen: Abnahme der Honigräume (Ernte).
    • Aktion: Entfernen der Fluglochverlängerung (13) und der Frontplatte (16), sowie des Umleitungskeils (14) vor Beute A. Verschluss des oberen Flugloches der Beute A mittels des Verschlussteils (12), Einsetzen der Frontplatte (16) mit dem großen Flugausschnitt nach unten, vollständiges Einschieben des Schiebers (11).
    • Wirkung: Gewinnung des Honigs. Vollständige Trennung der Bienenvölker der Beute A und B. In Beute B ist damit ein junges, starkes Bienenvolk mit besten Voraussetzungen zur weiteren Entwicklung hin zu einem varroaarmen Wintervolk entstanden. Die Bienen in der Beute A stellen bis zur Auflösung dieses Volkes ein gutes Reservoir zur Bildung von Ablegern dar.

Claims (1)

  1. Flugbienenumleitungsvorrichtung montierbar vor zwei Bienenbeutenkörper oder als fester Bestandteil zweier Bienenbeutenkörper bestehend aus vier An- und Abflugräumen (A bis D), die sich aus der Zusammensetzung eines Oberteils (1), der äußeren Seitenteile (2) und (3), der vertikalen Begrenzungsteile (4), (8), (9) und (5) der horizontalen Zwischenteile (6) und (7) und eines Unterteils (10) ergeben, wobei sich die zwei oberen An- und Abflugräume durch Einlegen der Verschlussteile (12) vollständig verschließen lassen oder durch Einschieben der Fluglochverlängerungen (13) öffnen lassen und die zwei unteren An- und Abflugräume durch Aussparungen zwischen den vertikalen Begrenzungsteilen (2 und 8) und (3 und 9) verbunden oder durch Einschieben vom Schieber (11) voneinander getrennt werden können und durch Einlegen der Umleitungskeile (14 und 15) verschlossen werden können und die oberen und die unteren An- und Abflugräumen frontal durch das Einschieben der Frontplatten (16 bis 19) in die Nuten der Seiten- und Mittelteile (3 bis 9) vollständig oder teilweise für den Bienenan- und -abflug verschlossen werden können.
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