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DE10300791B3 - Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge mit einem Überrollbügel - Google Patents

Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge mit einem Überrollbügel Download PDF

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DE10300791B3 DE2003100791 DE10300791A DE10300791B3 DE 10300791 B3 DE10300791 B3 DE 10300791B3 DE 2003100791 DE2003100791 DE 2003100791 DE 10300791 A DE10300791 A DE 10300791A DE 10300791 B3 DE10300791 B3 DE 10300791B3
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Michael Schulte
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Metalsa Automotive GmbH
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ISE Innomotive Systems Europe GmbH
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    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
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    • B60R2021/135Roll bars for convertible vehicles movable from a retracted to a protection position automatically during an accident

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Dieser Überrollbügel, über den das Kraftfahrzeug im Überschlagsfall abrollt, ist dabei starken mechanischen Belastungen ausgesetzt. Er weist typischerweise zwei Schenkelrohre auf, die in einem fahrzeugfesten Führungskörper (5) verfahrbar gehaltert sind. DOLLAR A Haben die Schenkelrohre gemäß dem Stand der Technik einen kreisrunden Querschnitt, dann ist die Belastungsgrenze quer zur Fahrtrichtung (Y-Belastung) kleiner als diejenige in Fahrtrichtung (X-Belastung). DOLLAR A Erfindungsgemäß läßt sich eine gute Kraftaufnahme sowohl in X- als auch in Y-Richtung erzielen, indem zumindest die Schenkelrohre als Vierkantrohre (2, 3) ausgebildet sind, die diagonal in dem Führungskörper (5) gehaltert sind, mit einer Diagonalen in der Bügelebene und der anderen Diagonalen senkrecht dazu.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge, mit einem Überrollbügel, über den das Kraftfahrzeug im Überschlagfall abrollt, der zwei Schenkelrohre aufweist, die in einem fahrzeugfesten Führungskörper verfahrbar gehaltert sind.
  • Derartige Überrollschutzsysteme dienen zum Schutz der Insassen in Kraftfahrzeugen ohne schützendes Dach, typischerweise in Cabriolets oder Sportwagen.
  • Es ist dabei bekannt, einen die gesamte Fahrzeugbreite überspannenden, fest installierten Überrollbügel vorzusehen.
  • Bei dieser Lösung wird der erhöhte Luftwiderstand und das Auftreten von Fahrgeräuschen als nachteilig empfunden, abgesehen von der Beeinträchtigung des Fahrzeugaussehens.
  • Es ist auch bekannt, jedem Fahrzeugsitz einen höhenunveränderlich fest installierten Überrollbügel zuzuordnen. Diese Lösung wird typischerweise bei Sportwagen zur Unterstreichung des sportlichen Aussehens eingesetzt. Weitverbreitet bei Cabriolets sind konstruktive Lösungen, bei denen der Überrollbügel im Normalzustand eingefahren ist, und im Gefahrenfall, also bei einem drohenden Überschlag, schnell in eine schützende Position ausgefahren wird, um zu verhindern, daß die Fahrzeuginsassen durch das sich überschlagende Fahrzeug erdrückt werden.
  • Von einem derartigen verfahrbaren Überrollbügel geht die Erfindung aus.
  • Diese Überrollschutzsysteme weisen typischerweise einen in einem fahrzeugfesten Führungskörper geführten U-förmigen oder aus einem Profilkörper gebildeten Überrollkörper, auf, wobei der Führungskörper in einem Kassetten-Gehäuse befestigt ist. Dieser Überrollkörper wird im Normalzustand gegen die Vorspannkraft einer Antriebs-Druckfeder durch eine Haltevorrichtung in einer unteren Ruhelage gehalten, und ist im Überschlagfall, sensorgesteuert unter Lösen der Haltevorrichtung, durch die Federkraft der Antriebs-Druckfeder in eine obere, schützende Stellung bringbar, wobei eine dann in Wirkeingriff tretende Verriegelungseinrichtung, die Wiedereinfahrsperre, ein Eindrücken des Überrollbügels verhindert. Dabei ist typischerweise jedem Fahrzeugsitz eine Kassette zugeordnet.
  • Die vorgenannte Haltevorrichtung besitzt ein am Überrollkörper befestigtes Halteglied, das in lösbarer mechanischer Wirkverbindung mit einem Auslöseglied an einem sensorgesteuerten Auslösesystem steht, das durch einen Auslösemagneten, den sogenannten Crashmagneten, oder durch ein pyrotechnisches Auslöseglied, gebildet ist.
  • Die als Wiedereinfahrsperre dienende Verriegelungseinrichtung besteht typischerweise aus einer schwenkbar angelenkten, federvorgespannten Rastklinke mit Zahnsegmenten und einer feststehenden Zahnleiste, einem Rastdorn oder dergleichen, wobei ein Verriegelungs-Element mit dem Überrollbügel und das andere fahrzeugfest verbunden ist.
  • Eine derartige Kassetten-Konstruktion eines Überrollbügelschutzsystems mit einem U-förmigen Überrollbügel zeigt beispielsweise die DE 43 42 400 A1 ; eine alternative Kassettenkonstruktion mit einem Überrollkörper in Form eines Profilkörpers zeigen insbesondere die DE 195 23 790 C1 und DE 198 38 989 C1 .
  • Das vorgenannte bekannte Überrollschutzsystem nach der DE 43 42 400 A1 weist ein Gehäuse in Form einer einseitig offenen, U-förmigen Kassette auf, mit zwei Seitenwänden, die auf der offenen Seite der Kassette jeweils einen nach außen abgekanteten Winkelbabschnitt zur fahrzeugfesten Befestigung der Kassette besitzen, an denen weiterhin ein Bodenblech befestigt ist, und die schließlich frontseitig über eine Deckwand miteinander verbunden sind. Das Überrollschutzsystem besitzt weiterhin einen U-förmigen Überrollbügel bestehend aus einem gekrümmten Abschnitt und zwei parallelen Schenkelrohren, die jeweils eine geschlossene Mantelfläche besitzen, und deren offene Enden über ein traversenartiges, versteifendes Verbindungselement miteinander verbunden sind.
  • Das System weist ferner zwei mit einem Ende am Gehäuseboden angebrachte, im Innern jeweils eine Druckfeder für den alleinigen Antrieb des Überrollbügels aufnehmende, Standrohre, die jeweils von einem Schenkelrohr koaxial umgriffen sind und ebenfalls eine geschlossene Mantelfläche aufweisen sowie einen am oberen Ende des Gehäuses flächig an den Seitenwänden der Kassette angebrachten Führungsblock auf, der Führungsöffnungen zur zusätzlichen äußeren Führung der Schenkelrohre besitzt.
  • Das bekannte alternative Überrollschutzsystem nach der vorstehend zitierten DE 198 38 989 C1 besitzt einen Überrollkörper, ausgebildet als biegeversteifter Kastenprofil-Bügelkörper, der sich über die gesamte Bügelbreite erstreckt, und der in einem fahrzeugfesten, die Kassette bildenden kastenartigen Grundprofil, dem Profil-Führungskörper, geführt ist. Im Kopf des Bügelkörpers ist ein traversenartiges Stützelement formschlüssig aufgenommen, über welches das Fahrzeug im Überschlag abrollt, d.h, welches im direkten Bodenkontakt steht. Im Fall der ähnlich gelagerten zitierten DE 195 23 790 C1 besteht der Überrollbügel aus einem brillenartigen Profil-Bügelkörper mit zwei beabstandeten rohrförmigen Profilelementen und einer sie verbindenden, durchgehenden Querwand, der mittels der rohrförmigen Profilelemente in einem fahrzeugfesten Profil-Führungskörper, der sich nur über einen Teilbereich des Bügel-Profilkörpers erstreckt, geführt ist.
  • Bei einem Überschlag muß das Überrollschutzsystem insbesondere mittels des Überrollkörpers die stoßartig auftretende Last aufnehmen. Die hierbei auftretenden Kräfte können in Abhängigkeit von Geschwindigkeit und Masse des Fahrzeuges, sowie Aufschlagwinkel und Beschaffenheit der Aufschlagfläche nach neuesten Erkenntnissen sehr beträchtlich sein (größer als 5 to).
  • Die beim Überschlag auftretenden Kräfte wirken sowohl in Richtung der Fahrzeuglängsachse (X-Richtung) als auch senkrecht dazu (Y-Richtung). Wird vom Fahrzeughersteller ein hohes Kraftniveau bei seitlicher Y-Belastung gefordert, werden häufig für den Überrollbügel Strangpressprofile verwendet, währenddessen aus Rohren mit kreisrundem Querschnitt bestehende Überrollbügel häufig nicht das geforderte Niveau erreichen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs bezeichnete Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge mit einem Überrollbügel, über den das Kraftfahrzeug im Überschlagfall abrollt, der zwei Schenkelrohre aufweist, die in einem fahrzeugfesten Führungskörper verfahrbar gehaltert sind, hinsichtlich des Überrollbügels so auszubilden, daß eine gute Kraftaufnahme sowohl in X-als auch in Y-Richtung gewährleistet ist.
  • Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß der Erfindung dadurch, daß die Schenkelrohre als Vierkantrohre ausgebildet sind, die diagonal in dem Führungskörper gehaltert sind, mit einer Diagonalen in der Bügelebene und der anderen Diagonalen senkrecht dazu.
  • Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergibt sich eine deutliche Verbesserung bei Seitenbelastung auf das Überrollschutzsystem, d.h. in Y-Richtung. Die erfindungsgemäße technische Lösung ist im besonderen Maße von Bedeutung bei bestimmten Forderungen der Automobilindustrie an das Überrollschutzsystem, wie Einsatz von Stahlprofilen, bei Forderung nach hohen Festigkeiten und wo das Gewicht nicht die entscheidende Rolle spielt, oder zur Erreichung von niedrigen Kosten.
  • Die DE 41 00 506 C1 zeigt einen ausfahrbaren U-förmigen Überrollbügel mit einem viereckig geschlossenen, starren Führungsrahmen, in welchem komplementär quadratisch ausgeformte Seitenschenkel des Überrollbügels geführt aufgenommen sind. Die Kanten der Seitenschenkel verlaufen dabei jeweils paarweise in der Bügelebene und senkrecht dazu. Der starre Führungsrahmen ist auch bei einer auftretenden Verwindung des Fahrzeugbodens unnachgiebig und verhindert ein Verkanten gegenüber den im Rahmen geführten Seitenschenkeln. Durch die komplementäre Aufnahme der Bügelschenkel in dem Führungsrahmen, d.h. durch die seitenparallele Ausrichtung des quadratischen Schenkelprofils in den Ecken des rechteckigen Führungsrahmens, kann jedoch keine Erhöhung der Seitenbelastung erzielt werden.
  • Wie beim Stand der Technik üblich, besteht auch der erfindungsgemäße Überrollbügel vorzugsweise nicht aus einem einstückigen, gebogenen Rohr, sondern ist aus drei Teilen zusammengesetzt, indem die beiden Schenkelrohre aus Einzel-Vierkantrohren bestehen, die kopfseitig über ein rohrförmiges Querjoch miteinander verbunden sind. Anstelle über ein rohrförmiges Querjoch können die beiden Einzelvierkantrohre auch kopfseitig über eine Quertraverse in Form eines Profilkörpers miteinander verbunden sein. Diese Quertraverse ist dabei vorzugsweise als Soll-Deformationselement ausgebildet, um hohe, kurzzeitig auftretende Lastspitzen abzubauen.
  • Alternativ oder ergänzend zu der Verbindung über die Quertraverse bzw. das Querjoch kann die Verbindung der beiden Einzel-Vierkantrohre auch so getroffen sein, daß diese zumindest teilweise längs ihrer axialen Erstreckung über eine Blechschale verbunden sind.
  • Diese Blechschale kann kopfseitig auch ein Polsterelement eines vollflächigen Kopfaufprallschutzs (Kopfstütze) tragen.
  • Die Führung der Vierkantrohre ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zweckmäßig so getroffen, daß in dem Führungskörper V-förmige, zumindest die in der Bügelebene liegenden, beiden äußeren, Ecken der Vierkantrohre umfassende Führungselemente vorgesehen sind.
  • Diese Art der Führung wirkt in gleicher Weise in X- wie in Y-Richtung.
  • Eine weitere Verbesserung der Lastaufnahmefähigkeit läßt sich durch eine zusätzliche, neuartige Führung der bereits erwähnten Blechschale erreichen, und zwar dadurch, daß an beiden Stirnseiten des Führungsblockes jeweils innenliegend in komplementären Ausnehmungen ein Ende eines U-förmigen Seitenteiles als Seitenwand eines Kassettengehäuses angebracht ist, die am freien Ende über ein Bodenteil miteinander verbunden sind, und dadurch, daß an den beiden Stirnseiten einer die freien Enden der Schenkelrohre verbindenden Quertraverse jeweils ein Führungsglied angebracht ist, das nach Art einer Kulissenführung im Wirkeingriff mit einer Längsöffnung in dem jeweiligen Seitenteil steht.
  • Um die Führung auch unter Last sehr sicher zu machen, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das Führungsglied flächig ausgebildet ist, mit einem zapfenförmigen Fortsatz zur Aufnahme in der Längsöffnung, und daß auf der gegenüberliegenden Seite des Seitenteiles ein mit dem Führungsglied mitbewegtes flächiges Schließelement vorgesehen ist. Diese formschlüssige Fixierung verhindert mit Vorteil ein seitliches Abheben der Quertraverse aus ihrer Führung in den Seitenteilen.
  • Um das Führungsglied sowie das Schließelement sicher untereinander zu verbinden, ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß Quertraverse, Führungsglied und Schließelement über einen vernieteten Stift miteinander verbunden sind.
  • Anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher beschrieben.
  • Es zeigen:
  • 1 in einer schematisierten isometrischen Darstellung den Aufbau eines Überrollbügel-Kassettensystems mit den erfindungsgemäß diagonal eingebauten Vierkantrohren des Überrollbügels, die in einem Führungsblock geführt sind,
  • 2 eine Querschnitts Ansicht auf Höhe des Führungsblockes,
  • 3 in einer vereinfachten Darstellung den Überrollbügel nach l im ausgefahrenen Zustand unter Verdeutlichung einer die beiden Vierkantrohre des Überrollbügels verbindenden Blechschale,
  • 4 eine vereinfachte Darstellung entsprechend 3 jedoch ohne die verbindende Blechschale,
  • 5 in zwei Figurenteilen A, B eine vergleichende Darstellung von konstruktiven Unterschieden zwischen Überrollbügeln aus Rohren mit kreisrundem Querschnitt und solchen mit diagonal eingebauten Vierkantrohren,
  • 6 einen schematisierten Längsschnitt durch das Kassettensystem nach 1,
  • 7 einen Ausschnitt aus der isometrischen Darstellung nach 1 im Bereich der Führung der die Vierkantrohre verbindenden unteren Quer-Traverse in den Kassetten-Seitenteilen, und
  • 8 einen Ausschnitt einer Querschnitt-Darstellung im Bereich der Führung der Quer-Traverse mittels eines Führungsschuhes.
  • Die 1 zeigt in einer isometrischen Darstellung den bekannten Kassetten-Aufbau eines Überrollschutzsystems für Kraftfahrzeuge mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Überrollbügel 1 im eingefahrenen Zustand. Dabei sind nur die im vorliegenden Sachzusammenhang wesentlichen Elemente gezeigt.
  • Dieser Überrollbügel besteht aus zwei Einzel-Vierkantrohren 2, 3, die kopfseitig über eine Quertraverse 4 in Form eines Profilkörpers miteinander verbunden sind. Über diese Quertraverse 4 rollt das Kraftfahrzeug im Überschlagsfall ab. Um dabei größere Lastspitzen vorab abzubauen, ist der die Quertraverse 4 bildende Profilkörper als Soll-Deforrnationselement ausgebildet.
  • Die Schenkelrohre 2, 3 werden, wie insbesondere auch die Querschnitts-Ansicht nach 2 zeigt, in einem fahrzeugfesten Führungskörper 5, an dem stirnseitig jeweils ein U-förmiges Seitenteil 6, 7 angebracht ist, geführt. Die beiden Seitenteile 6, 7 sind unten über ein Bodenblech 8 miteinander verbunden, auf dem einmal zwei Feder-Führungsbolzen 9, 10 mit kreuzförmigem Querschnitt für die Führung der Antriebs-Druckfedern zum Aufstellen des Überrollbügels im Gefahrenfall (2) und zum anderen ein sensorgesteuerter Aktuator 11 zum Auslösen der Aufstellbewegung angeordnet sind.
  • Andere Komponenten des Überrollschutzsystems, wie die Wiedereinfahrsperre oder die Haltevorrichtung für das Niederhalten des Überrollbügels gegen die Federkräfte im Normalzustand, sind nicht gesondert dargestellt. Sie werden in bekannter Weise realisiert.
  • Zusätzlich zu der Traverse 4 sind vorteilhafterweise die beiden Vierkantrohre 2, 3 über eine Blechschale 13 miteinander verbunden (2, 3), was die Steifigkeit des Überrollbügels zusätzlich erhöht.
  • Wird auf der Vorderseite des Überrollschutzsystem ein vollflächiger Kopfaufprallschutz verlangt, dient vorteilhafterweise die Blechschale 13 auch zur Unterstützung eines Polsterelements 14. Da dieses Polsterelement eine vorgegebene Dicke hat und im eingefahrenen Zustand (1) teilweise in den Führungsblock 5 eintaucht, muß im Führungsblock ein entsprechender Freiraum sein. Beim Ausfahren des Überrollbügels bzw. des Polsterelementes aus dem Führungsblock wäre durch den dann freiwerdenden Freiraum das Spiel zwischen den Schenkelrohren 2, 3 und ihrer Führung im Führungsblock zu groß. Es ist daher ein mehrfach abgekröpftes Distanzblech 12 als untere Quertraverse vorgesehen, das den Freiraum ausfüllt. Es ist an den Schenkelrohren befestigt und wird in den Seitenteilen geführt.
  • Wie insbesondere die 2 zeigt, sind die Vierkantrohre 2, 3 diagonal in dem Führungskörper 5 gehaltert, mit einer Diagonalen in der Bügelebene (Y-Richtung) und der anderen senkrecht dazu (X-Richtung).
  • Zur Führung der Vierkantrohre bzw. einer Schweißgruppe aus Vierkantrohren und Verbindungselementen 4, 12, 13, dienen die äußeren Ecken der Vierkantrohre. Diese werden in V-förmigen Führungselementen 15 bewegt.
  • Prinzipiell ist es auch möglich, den Überrollbügel ohne die versteifende Blechschale 13 auszubilden, indem die Vierkantrohre 2, 3 und die Traverse 4 entsprechend steif ausgelegt werden. Eine derartige Konstruktion zeigt die 4.
  • Die 5 zeigt zu Vergleichszwecken eine Gegenüberstellung von rohrförmigen Schenkelrohren 2', 3' mit kreisrundem Querschnitt und von Schenkelrohren 2, 3, die erfindungsgemäß durch diagonal angeordnete Vierkantrohre gebildet sind. Der Figurenteil A macht dabei die durch die Erfindung verbesserten Führungseigenschaften in X- und Y-Richtung deutlich. Durch die winklige Umschlingung U des Vierkantrohres mittels des U-förmigen Führungselementes 15 ist die bei gleicher Breite des Führungselementes in X-Richtung erzielbare Führungsfläche größer als im Fall der Umschlingung U' durch ein Führungselement mit einem Bogenabschnitt 15', das das Schenkelrohr 2', 3' mit kreisrundem Querschnitt umfaßt.
  • Der Figurenteil B macht anhand der beispielhaft vorgegebenen Werte für Materialabmessungen und -stärke der Schenkelrohre die beachtlich verbesserten Werte für Jx ( = Trägheitsmoment in X-Richtung) und A ( = Fläche) bei Verwendung von Vierkantrohren deutlich. Bei annähernd gleichem, von der Fläche mitbestimmten Metergewicht läßt sich bei Vierkantrohren ein deutlich höheres Trägheitsmoment erzielen.
  • Die verbesserten Belastungswerte des Überrollschutzsystems, insbesondere für die Querbelastung in Y-Richtung, können durch die neuartige Anordnung der Seitenteile 6, 7 mit vermindertem Abstand noch verbessert werden. Bei den bekannten Kassetten-Systemen werden die Seitenteile von außen am Führungsblock 5, beispielsweise durch Verschrauben, angebracht. Wie insbesondere die 1 und 2 zeigen, werden in dem Ausführungsbeispiel nach der Erfindung die Seitenteile 6, 7 innenliegend in dem Führungsblock 5 eingebaut und mit ihm verschraubt. Am Führungsblock 5 angebrachte Rippen 5a oder Abstützungen dienen zur Kraftübertragung in den Führungsblock 5 bzw. die Verschraubung.
  • Wie insbesondere die 6 bis 8 zeigen, ist an dem beweglichen Distanzblech 12 ein Führungsschuh 16 (ähnlich einem Kulissenstein) angebracht. Dieser dient einerseits zur Führung des Distanzbleches 12 in den Seitenteilen 6, 7 beim Ausfahren des Systems, andererseits zur Kraftübertragung bei Druckbelastung. Dazu besitzt jedes Seitenteil eine entsprechend dem Ausfahrhub langgestreckte, schlitzförmige Öffnung 6a, 7a (7). Durch ein zusätzlich aufgesetztes Schließelement 16 (z.B. eine über einen Stift 17a vernietete Scheibe 17), erhält das bewegliche Distanzblech 12 mit dem Führungsschuh 16 eine formschlüssige Verbindung zu den Seitenleisten 6, 7. Diese Verbindung kann besonders bei Querbelastung (Y) die auftretenden Kräfte in die Seitenleiste leiten, welche sich wiederum im Führungsblock 5 abstützt.
  • Die vorstehende formschlüssige Fixierung verhindert bei einer Querbelastung und einer Beanspruchung des unteren Teiles der Bügelanordnung entsprechend dem gebogenen Pfeil in 6 ein seitliches Abheben des Distanzbleches 12 aus seiner Führung und erhöht somit die entsprechende Belastbarkeit.

Claims (10)

  1. Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge, mit einem Überrollbügel, über den das Kraftfahrzeug im Überschlagsfall abrollt, der zwei Schenkelrohre aufweist, die in einem fahrzeugfesten Führungskörper (5) verfahrbar gehaltert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkelrohre als Vierkantrohre (2, 3) ausgebildet sind, die diagonal in dem Führungskörper gehaltert sind, mit einer Diagonalen in der Bügelebene und der anderen Diagonalen senkrecht dazu.
  2. Überrollbügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkelrohre aus Einzel-Vierkantrohren (2, 3) bestehen, die kopfseitig über ein rohrförmiges Querjoch miteinander verbunden sind.
  3. Überrollbügel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkelrohre aus Einzel-Vierkantrohren (2, 3) bestehen, die kopfseitig über eine Quertraverse (4) in Form eines Profilkörpers miteinander verbunden sind.
  4. Überrollbügel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkelrohre aus Einzel-Vierkantrohren (2, 3) bestehen, die zumindest teilweise längs ihrer axialen Erstreckung über eine Blechschale (13) verbunden sind.
  5. Überrollbügel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Quertraverse (4) als Soll-Deformationselement ausgebildet ist.
  6. Überrollbügel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Blechschale (13) kopfseitig ein Polsterelement (14) eines vollflächigen Kopfaufprallschutzes angebracht ist.
  7. Überrollbügel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Führungskörper (5) V-förmige, zumindest die in der Bügelebene liegenden beiden äußeren Ecken der Vierkantrohre (2, 3) umfassende Führungselemente (15) vorgesehen sind.
  8. Überrollbügel nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Stirnseiten des Führungsgblockes (5) jeweils innenliegend in komplementären Ausnehmungen ein Ende eines U-förmigen Seitenteiles (6, 7) als Seitenwand eines Kassettengehäuses angebracht ist, die am freien Ende über ein Bodenteil (8) miteinander verbunden sind, und daß an den beiden Stirnseiten einer die freien Enden der Schenkelrohre (2, 3) verbindenden Quertraverse (12) jeweils ein Führungsglied (16) angebracht ist, das nach Art einer Kulissenführung im Wirkeingriff mit einer Längsöffnung (7a) in dem jeweiligen Seitenteil steht.
  9. Überrollbügel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsglied (16) flächig ausgebildet ist, mit einem zapfenförmigen Fortsatz zur Aufnahme in der Längsöffnung (7a), und daß auf der gegenüberliegenden Seite des Seitenteiles (6, 7) ein mit dem Führungsglied (16) mitbewegtes flächiges Schließelement (17) vorgesehen ist.
  10. Überrollbügel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Quertraverse (12), Führungsglied (16) und Schließelement (17) über einen vernieteten Stift (17a) miteinander verbunden sind.
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Owner name: AUTOMOTIVE GROUP ISE INNOMOTIVE SYSTEMS EUROPE, DE

8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: ISE AUTOMOTIVE GMBH, 51702 BERGNEUSTADT, DE

8339 Ceased/non-payment of the annual fee
R082 Change of representative

Representative=s name: KALKOFF & PARTNER PATENTANWAELTE, DE

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Owner name: METALSA AUTOMOTIVE GMBH, DE

Free format text: FORMER OWNER: ISE AUTOMOTIVE GMBH, 51702 BERGNEUSTADT, DE

Effective date: 20130812

R082 Change of representative

Representative=s name: KALKOFF & PARTNER PATENTANWAELTE, DE

Effective date: 20130812