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Gebiet der
Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
Vorrichtungen und Verfahren, um chemische Additive für die Kühlflüssigkeit
in Kühlsystemen
bereitzustellen, z.B. aber nicht darauf beschränkt, bei solchen Systemen in
Verbrennungsmaschinen, wie z.B. in Automobilen, Trucks, Schwermaschinen
und ähnlichen,
in offen-zirkulierenden Kühl-
oder Kühlmittelsystem
wie z.B. Kühltürmen und ähnlichen.
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Hintergrund der Erfindung
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Kühlsysteme
in Fahrzeugen werden durch die Bildung von Kesselstein und/oder
Korrosion oft aufgrund eines thermischen Zerfalls der gelösten Komponenten
und eines Angriffs gelöster
Elektrolyte auf Metalloberflächen
des Kühlsystems
gestört.
Im Versuch diesen Schaden zu entschärfen werden verschiedene chemische
Additive üblicherweise
periodisch dem Kühlsystem,
z.B. wann immer die Kühlmittelniveaus
nach Verdampfung aufgefüllt
werden, hinzugefügt.
Die chemischen Additive beinhalten Antifäulnismittel, Kesselsteingegenmittel,
Korrosionsinhibitoren, pH-Puffermittel, Mikrobizide und ähnliches,
sind aber nicht darauf beschränkt.
Gewöhnlich
ist die Konzentration eines bestimmten Mittels im Kühlsystem,
welche aufgrund von Verdampfung, chemischer Neutralisation und von
Abbau etc. variieren kann, nicht zu jeder Zeit bekannt. Stattdessen
wird eine vorherbestimmte Menge von Additiven in einem vorherbestimmten
Verhältnis
in regelmäßigen Wartungsintervallen
oder wann immer die Kühlmittelniveaus
auf ein Niveau fallen, das zusätzliches
Kühlmittel erfordert,
in das System hinzugegeben.
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Verschiedene Verfahren zur Zugabe
von Additiven in Fahrzeugflüssigkeitssysteme
sind allgemein vorgeschlagen worden. Rohde beschreibt in U.S. Patent
Nr.
3,749,247 einen
Behälter
für die
Freisetzung eines Oxidationsinhibitors in ein auf Kohlenwasserstoff
basierendes Schmiermittelöl
in einer Arbeitsmaschine. Der Oxidationsinhibitor wird in einem
Polyolefinbehälter
aufbewahrt, der verhindert, dass das Additiv durch die Behälterwand
in das Öl
eindringt. Ein weiterer Ansatz wird von Lefebvre im U.S. Patent
Nr.
5,591,330 beschrieben,
welches einen Kohlenwasserstoffölfilter
offenbart, wobei die Oxidationsadditive in einem thermoplastischen
Material in einem Gehäuse
zwischen einem Teilchenfiltermaterial und einer Filzunterlage eingebracht werden.
Wie berichtet wird, löst
sich das thermoplastische Material in Gegenwart eines Hochtemperaturöls auf, wobei
dabei die Additive freigesetzt werden. Zusätzlich wird eine Vorrichtung
zur Additivfreisetzung für
die Verwendung in einer Kohlenwasserstofftreibstoffleitung eines
Motors von Thunker et al im U.S. Patent Nr.
5,456,217 vorgeschlagen. Letztere
Vorrichtung umfasst eine teilweise durchlässige Patrone, die im Füllansatz des
Treibstofftanks angebracht ist, so dass, wann immer Treibstoff hinzugeführt wird,
ein Teil des Additivinhalts der Patrone in den Tank freigesetzt
wird.
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Kühlmittel
auf Wasserbasis ergeben eine Umgebung, die sich von der von Kohlenwasserstoffflüssigkeiten
unterscheidet. Zum Beispiel lösen
sich die meisten Thermoplasten nicht in wässrigen Lösungen auf. Außerdem müssen relativ
große
Mengen von Additiven, z.B. 0.23 Kg (0.5 lbs), für ein typisches wässriges
Kühlmittel
bereitgestellt werden. Die plötzliche
Bereitstellung von solchen großen
Mengen von Additiven kann verursachen, daß ein Material-"Klumpen" ausfällt und
im System zirkuliert, was zur Beschädigung und dem Ausfall der
Pumpendichtungen führen
kann. Dementsprechend schlagen Hudgens et al im U.S. Patent Nr.
5,662,799 einen Arbeitskühlmittelfilter
vor, der das Kühlmittel
filtert und eine Additivmenge durch ein Diffusionsrohr oder alternativ
durch eine Diffusionswafer in das Kühlmittel freisetzt. Alternative
Versionen dieses Ansatzes werden von Tregidgo et al in U.S. Patent
Nr.
5,435,346 und Cheadle
et al in U.S. Patent Nr.
4,782,891 vorgeschlagen,
welche sich die korrosive Natur des Kühlmittels zunutze machen, um
ein Trennmittel, wie z.B. eine Stange, in den Kühlmittelfilter zu erodieren
und antikorrosives Material freizusetzen.
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Es wäre vorteilhaft, relativ kostengünstige und
schnell installierte Apparate und Verfahren bereitzustellen, die
chemische Additive in das Kühlmittel
des Kühlsystems
mit einer anhaltenden Geschwindigkeit bereitstellen, ohne es dem
Kühlmittel
zu ermöglichen,
korrosiv zu werden oder auf andere Weise das Kühlmittel oder das Kühlsystem
signifikant nachteilig zu beeinflussen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es sind neue Apparate und Verfahren
zur Bereitstellung der Freisetzung, bevorzugt zur anhaltenden Freisetzung,
wenigstens eines Additivs in die Kühlmittelzusammensetzung eines
Kühlsystems
entdeckt worden. Die vorliegenden Apparate und Verfahren stellen
effektiv eine stufenweise, bevorzugt anhaltende und am bevorzugtesten
im Wesentlichen kontrollierte Freisetzung eines Additives aus den
Apparaten in die Kühlmittelzusammensetzung,
zum Beispiel eine Flüssigkeit
wie z.B. im Wesentlichen eine wässrige
Flüssigkeit,
eine Flüssigkeit,
die Wasser und wenigstens einen Gefrierpunktserniedriger wie z.B.
wenigstens ein Glycol umfasst, im Wesentlichen eine nichtwässrige Flüssigkeit
und ähnliches,
bereit. Da das Additiv nur durch einen Teil des Apparates freigesetzt
wird, hat es sich als sehr zweckmäßig herausgestellt, dass die
Freisetzungsgeschwindigkeit des Additivs im Wesentlichen kontrolliert
werden kann.
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Viele Komponenten der Apparate der
Erfindung sind anders als das Additiv oder die Additive in einer Kühlmittelzusammensetzung
im Wesentlichen unlöslich,
sogar bei den erhöhten
Temperaturen einer solchen Zusammensetzung in der Arbeitsumgebung,
z.B. einem Maschinenkühlsystem,
so dass diese Komponenten intakt bleiben und sich nicht im Kühlmittel
und im Kühlsystem
lösen und/oder
dieses auf andere Weise nachteilig beeinflussen. Zusätzlich können die
unlöslichen
Komponenten der vorliegenden Apparate nach Freisetzung des darin
enthaltenen Kühlmitteladditivs
wiederverwendet werden. Die vorliegenden Apparate sind leicht und
unkompliziert kosteneffizient Handzuhaben, und können leicht und effektiv in
einem Kühlsystem
mit wenigen oder keiner Modifikation verwendet werden.
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In einem breiten Aspekt ist die vorliegende
Erfindung auf Behälter
für chemische
Additive für
die Verwendung in Kühlsystemen,
z.B. in den Kühlsystemen,
die mit Maschinen, Kühltürmen und ähnlichem
verbunden sind, welche entworfen worden sind, um eine stufenweise,
bevorzugt anhaltende und am bevorzugtesten im Wesentlichen kontrollierte
Freisetzung von wenigstens einem Additiv(en) in das Kühlmittel
bereitzustellen, gerichtet. Beispielhafte Kühlmittelzusammensetzungen sind
im Wesentlichen wässrige
Flüssigkeiten,
Flüssigkeiten,
die Wasser und wenigstens ein Gefrierpunktserniedriger, z.B. wenigstens
ein Glycol wie z.B. Ethylenglycol, Propylenglycol und ähnliche
Glycole beinhalten, im Wesentlichen nichtwässrige Flüssigkeiten, z.B. Kühlmittel,
die im Wesentlichen auf einem oder mehreren Glycolen basieren (z.B.
die, die wenigstens ungefähr 50
Gew.-% eines oder mehrerer Glycole enthalten) und ähnliches.
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Die vorliegenden Behälter umfassen
ein Kühlmittel-undurchlässiges Gehäuse, das
einen im Wesentlichen hohlen Innenraum und wenigstens eine Öffnung definiert.
Eine Kühlmitteladditivzusammensetzung,
die wenigstens ein im Kühlmittel
lösliches
chemisches Additiv, zum Beispiel wenigstens ein im Kühlmittel
lösliches zusätzliches
Additiv, umfasst, wird im Innenraum des Gehäuses bereitgestellt. Das Kühlmitteladditiv
kann in Form einer Flüssigkeit,
eines Gels, einer Paste oder in fester Form bereitgestellt werden.
In einer besonders verwendbaren Ausführungsform der Erfindung wird
die Kühlmitteladditivzusammensetzung
als eine Vielzahl von Teilchen oder in Teilchenform, zum Beispiel
in der Form von Kügelchen,
Tabletten, Pellets, Granulaten oder einer anderen Teilchenform bereitgestellt.
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Das Gehäuse und andere Kühlmittel-undurchlässige Komponenten
des Apparates der vorliegenden Erfindung sind bevorzugt aus Materialien,
die aus geeigneten Metallen, im Kühlmittel unlöslichen
polymeren Materialien, Kombinationen davon und Mischungen davon
ausgewählt
werden, zusammengesetzt. Nützliche Gehäuse können aus
Materialien, die aus Metallen wie z.B. Stahl, Aluminium, Metalllegierungen
und ähnlichen,
Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polypropylen, Nylon, Polyethylenvinylacetat
(EVA), Polypropylenvinylacetat (PVA), Kombinationen davon und Mischungen
davon und ähnlichen
ausgewählt
werden, hergestellt werden.
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Die Behälter der vorliegenden Erfindung
beinhalten ebenso wenigstens ein Kühlmittel-durchlässiges Element
oder Komponente, die an oder in der Nähe der wenigstens einen Öffnung des
Gehäuses
bereitgestellt wird. Dieses Kühlmittel-durchlässige Element
ermöglicht
effektiv die Freisetzung eines Teils der chemischen Additivzusammensetzung
des Gehäuses
in eine Kühlmittelzusammensetzung,
z.B. eine flüssige Kühlmittelzusammensetzung,
die in Kontakt mit dem Gehäuse
steht. Eine solche Freisetzung erfolgt über einen Zeitraum, so dass
ein Teil des chemischen Additivs innerhalb des Gehäuses zurückgehalten
wird, wenigstens nachdem die anfängliche
Freisetzung des Additivs erfolgt. Die Additivfreisetzung, die in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung erhalten wird, ist bevorzugt eine
anhaltende Additivfreisetzung.
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In einer Ausführungsform der Erfindung ist
das Gehäuse
im Wesentlichen von zylindrischer Form. Das Gehäuse beinhaltet wenigstens eine Öffnung,
z.B. an einem Ende des Gehäuses
oder in einer Seitenwand des Gehäuses,
wobei es dem Kühlmittel
ermöglicht
wird, mit einem Teil der Kühlmitteladditivzusammensetzung,
die innerhalb des Gehäuses
enthalten ist, in Kontakt zu treten. Zum Beispiel kann eine Abschlusskappe, die
an das offene Ende eingepasst oder angebracht ist und die Kühlmitteladditivzusammensetzung
innerhalb des Gehäuses
zurückhält, verwendet
werden. In einer Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet das zylindrisch geformte Gehäuse zwei
offene Enden, wobei jedes offene Ende von einer Abschlusskappe bedeckt
ist. Die Abschlusskappe umfasst ein Kühlmittel-undurchlässiges Material und hält die Kühlmitteladditivzusammensetzung
effektiv innerhalb des Gehäuses.
Die Abschlusskappe enthält
einen oder mehrere Einlässe
oder Öffnungen,
um eine flüssige
Kommunikation zwischen der Kühlmittelzusammensetzung,
die sich außerhalb
des Gehäuses
befindet, und der Kühlmitteladditivzusammensetzung
innerhalb des Gehäuses
zu ermöglichen,
um die Freisetzung, z.B. durch Diffusion oder auf andere Art und
Weise, des chemischen Additivs in die Kühlmittelzusammensetzung bevorzugt
mit einer im Wesentlichen kontrollierten Geschwindigkeit zu erlauben.
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In einer anderen Ausführungsform
hat das Gehäuse
eine im Wesentlichen schalenförmige
Form. Die wenigstens eine Öffnung
kann sich an irgendeinem Punkt des Gehäuses, z.B. an der Oberseite
des Gehäuses, an
einer Seite (Seitenwand) des Gehäuses
und/oder an der Unterseite des Gehäuses befinden. In einer verwendbaren
Ausführungsform
kann ein Kappenelement, besonders wenn das schalenförmige Gehäuse ein
offenes Ende z.B. eine offene Oberseite hat, beinhaltet sein, welches
Mittel zum Zurückhalten
der Kühlmitteladditivzusammensetzung
innerhalb des Gehäuseinnenraums,
bereitstellt. Das Kappenelement ist vorteilhaft aus einem polymeren
Material hergestellt und beinhaltet wenigstens einen Einlass oder Öffnung und
bevorzugt eine Vielzahl von Einlässen
oder Öffnungen,
um den Kontakt zwischen der Kühlmitteladditivzusammensetzung
und der Kühlmittelzusammensetzung
zu ermöglichen.
Das Kappenelement kann an eine innere Oberfläche des Gehäuses befestigt werden und kann
darin etwas eingelassen werden. In einer Ausführungsform der Erfindung ist
das Kappenelement entfernbar befestigt oder entfernbar an dem Gehäuse, z.B.
mittels eines O-Ringes oder anderer geeigneter, z.B, herkömmlicher,
Dichtelemente oder Baueinheiten, abgedichtet. Zusätzlich kann
ein Plattenelement bereitgestellt und innerhalb des schalenförmigen Gehäuses fixiert
werden. Das Plattenelement beinhaltet eine oder mehrere Platteneinlässe, welche
im Wesentlichen mit den Kappenelementeinlässen ausgerichtet sind. Das
Plattenelement kann aus irgendeinem im Kühlmittel unlöslichen
Material hergestellt werden.
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In einer Ausführungsform umfasst der Behälter der
vorliegenden Erfindung ein schalenförmiges Gehäuse, das sowohl das Kappenelement
als auch das Plattenelement über
dem offenen Ende des Behälters angeordnet
hat. Ein Kühlmittel- durchlässiges Element
ist zwischen dem Kappenelement und dem Plattenelement angeordnet
oder liegt dazwischen.
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Das Kühlmittel-undurchlässige Element(e)
oder Komponente(n) kann irgendeine geeignete Kühlmittel-durchlässige Struktur
umfassen und all diese Strukturen sind in den Anwendungsbereich
der vorliegenden Erfindung eingeschlossen. In einer besonders verwendbaren
Ausführungsform
umfasst das Kühlmittel-durchlässige Element
oder die Komponente ein Filterelement oder Filtermedium, z.B. eine
poröse
oder semipermeable Membran.
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Die poröse oder semipermeable Membran
des Apparates der Erfindung kann aus irgendeinem geeigneten Material
hergestellt sein, das die gewünschte,
bevorzugt anhaltende Freisetzung des chemischen Additivs in das
Kühlmittel
ermöglicht,
insbesondere wenn das Gehäuse
in Kontakt mit dem Kühlmittel
steht. Die Membran kann aus einem im Kühlmittel unlöslichen
Material hergestellt werden, wobei sie darin z.B. Kanäle von unregelmäßiger Größe oder
getrennt große
Poren hat. Eine "poröse" Membran wie hier
verwendet, bezieht sich im Allgemeinen auf Membranen mit Poren in
einem im Wesentlichen getrennten Größenbereich, wie z.B. ein Drahtsieb
oder ein Filtermedium, z.B. Filterpapier und ähnliches. Eine "semipermeable" Membran wie hier
verwendet, bezieht sich auf ein regelmäßiges Medium, welches keine
Poren in einem getrennten Größenbereich
hat, aber stattdessen bevorzugt die Diffusion von Molekülen durch
enge Kanäle,
deren Größe schwierig
zu messen ist, erlaubt.
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In einer Ausführungsform umfasst die Membran,
z.B. die poröse
oder semipermeable Membran, ein oder mehrere Metalle und/oder Gläser und/oder
ein oder mehrere polymere Materialien und/oder ein oder mehrere
Papiere und/oder ähnliches,
Kombinationen davon und Mischungen davon. Sehr nützliche Membrane können aus
Materialien hergestellt werden, die aus Nylon, Zelluloseacetat,
polymere Zellulose, Gläsern,
Polyester, Polyurethan, Polyvinylchlorid, Polyethylenvinylacetat,
Polypropylenvinylacetat, natürlichen
und synthetischen Gummis und ähnlichem,
Kombinationen davon und Mischungen davon ausgewählt werden.
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Alternativ oder zusätzlich kann
das Kühlmittel-durchlässige Element(e)
oder die Komponente(n) ein im Kühlmittel
lösliches
Material beinhalten, wie z.B. in der Form einer auflösbaren,
d.h. im Kühlmittel-auflösbaren Dichtung,
welche sich z.B. stufenweise in Gegenwart des Kühlmittels auflöst, um die
Freisetzung des Additivs aus dem Gehäuse zu bewirken. Die auflösbare Dichtung
kann z.B. eine im Kühlmittel
lösliche
Polymerdichtung umfassen. Obwohl nicht notwendig, enthält das wenigstens
eine Kühlmittel-durchlässige Element
bevorzugt eine Trägerstruktur,
z.B. ein Drahtsieb oder ein Gewebe, z.B. ein Glasfasergewebe oder
ein anderes im Kühlmittel
lösliches
Material oder Kombinationen davon, welche mit einem im Kühlmittel
löslichen
Polymer beschichtet werden können,
um eine geeignete Dichtungsstruktur zu bilden. Alternativ kann die
auflösbare
Dichtung alleine das im Kühlmittel
lösliche
Polymer , ohne eine solche Trägerstruktur,
umfassen. Es sei ebenfalls angemerkt, dass die Membran z.B. mit
einem polymeren Material, wie z.B. einem im Kühlmittel löslichen polymeren Material
oder einem im Kühlmittel
unlöslichen
Material, beschichtet werden kann, um die Freisetzung des Additivs
aus dem Behälter
in das Kühlmittel
effektiver zu kontrollieren.
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In einem anderen breiten Aspekt ist
die Erfindung auf Verfahren zur Freisetzung eines chemischen Additivs
bevorzugt mit einer anhaltenden, bevorzugter mit einer im Wesentlichen
kontrollierten Geschwindigkeit in eine Kühlmittel zusammensetzung, z.B.
ein flüssiges
Kühlmittel,
gerichtet. Optional kann das flüssige
Kühlmittel
andere Additive als die, die von dem Apparat der vorliegenden Erfindung
freigesetzt werden, enthalten. Die vorliegenden Verfahren umfassen
das In-Kontakt-bringen
eines hier dargestellten Behälters
mit einer Kühlmittelzusammensetzung.
Wenn der Behälter
der Kühlmittelzusammensetzung
ausgesetzt ist, tritt das Kühlmittel,
z.B. diffundiert, durch das Kühlmittel-durchlässige Element
oder die Elemente und tritt mit einem Teil der Kühlmitteladditivzusammensetzung
in Kontakt. Die Freisetzung, bevorzugt anhaltende, im Wesentlichen
kontrollierte Freisetzung des Additivs oder der Additive in die
Kühlmittelzusammensetzung
wird z.B. durch Diffusion durch das Kühlmittel-durchlässige Element
erhalten.
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In einer verwendbaren Ausführungsform
ersetzt der Behälter
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung wenigstens teilweise das zentrale
Rohr eines Filterbauelementes, das verwendet wird, um das Kühlmittel
zu filtern, während
z.B. das Kühlmittel
verwendet wird, und/oder ist in dieses integriert. Somit ermöglicht der
Behälter
effektiv die Additivabgabe und ist als ein Strukturelement in einer
Filterbaueinheit effektiv.
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Die gemeinsam übertragene US-Patentanmeldung
Seriennummer (Anwaltsnr. D-2979), die am gleichen Tag wie hier eingereicht
wurde, ist auf einen etwas ähnlichen
Gegenstand gerichtet. Die Offenbarung dieser ebenfalls anhängigen US-Anmeldung
ist hier vollständig
als Referenz aufgenommen.
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Jedes hier beschriebene Merkmal und
jede Kombination zweier oder mehrerer solcher Merkmale ist in den
Anwendungsbereich der vorliegenden Erfindung eingeschlossen, vorausgesetzt,
dass die in eine solche Kombination mit enthaltenen Merkmale nicht
gegenseitig unvereinbar sind.
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Zusätzliche Aspekte oder Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung und
den Ansprüchen
dargelegt, besonders wenn sie in der Verbindung mit den begleitenden
Zeichnungen, in welchen ähnliche
Teile ähnliche
Referenznummern tragen, gesehen werden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1A ist
eine Teilquerschnittsansicht eines bevorzugten zylindrischen Additivbehälters, wobei
das Additiv durch beide Enden des Behälters in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung freigesetzt wird. In dieser Ausführungsform werden Schraubkappen
an beiden Enden des Behälters
mit Löchern
oder Öffnungen
bereitgestellt.
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1B ist
eine Explosionsansicht verschiedener Komponenten des Kühlmittel-durchlässigen Elementes,
das im in 1A gezeigten
Behälter
verwendet wird.
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2A ist
eine Querschnittsansicht eines alternativen zylindrisch geformten
Additivbehälters
der vorliegenden Erfindung, wobei eine Einpressabschlusskappe mit
einer Ausflussöffnung,
die dazu dient die Freisetzung des Additivs aus dem Behälter zu
kontrollieren, bereitgestellt wird.
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2B ist
eine Seitenansicht der Abschlusskappe, die in 2A gezeigt ist.
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3A ist
eine schematische Zeichnung, die den Additivbehälter von 1A in Verwendung in Verbindung mit einer
Kühlmittelleitung
zeigt.
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3B ist
eine schematische Zeichnung, die den Additivbehälter von 2A in Verwendung in Verbindung mit einem
Kühlmittelsystem
zeigt.
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4A ist
eine Querschnittsansicht einer zusätzlichen Ausführungsform
eines Additivbehälters
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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4B ist
eine Ansicht, die entlang der Linie 4B-4B von 4A genommen ist.
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5A ist
eine Querschnittsansicht einer anderen Ausführungsform eines Additivbehälters in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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5B ist
eine Ansicht, die entlang der Linie 5B-5B von 5A genommen ist.
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6 ist
eine schematische Zeichnung einer weiteren Ausführungsform eines im Allgemeinen
schalenförmigen
Additivbehälters
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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7 ist
eine schematische Zeichnung einer weiteren anderen Ausführungsform
eines im Allgemeinen zylindrisch geformten Additivbehälters in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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8 ist
eine schematische Zeichnung einer Kühlmittelfilterbaueinheit, die
einen Additivbehälter
enthält.
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Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft Behälter für den Gebrauch in Kühlmittel-
oder Kühlsystemen,
einschließlich
solcher Systeme, die mit Motoren, Maschinen, wie z.B. Verbrennungsmaschinen,
z.B. in Fahrzeugen wie Automobilen, Flugzeugen, Zügen, Trucks
und ähnlichem,
in Schwermaschinen, einschließlich
sowohl stationärer
als auch mobiler Ausrüstung,
als auch mit offen-zirkulierenden Kühlmittel- oder Kühlsystemen,
wie z.B. Kühltürmen und ähnlichem
verbunden sind, aber nicht darauf beschränkt sind.
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Solche Behälter sind über einen verlängerten
Zeitraum in der stufenweisen Freisetzung, z.B. unter anhaltenden
Bedingungen, eines oder mehrerer chemischer Additive in ein Kühlmittel,
bevorzugt ein flüssiges Kühlmittel,
effektiv. Repräsentative
Kühlmittelzusammensetzungen
beinhalten Flüssigkeiten,
wie z.B. im Wesentlichen eine wässrige
Flüssigkeit,
eine Flüssigkeit,
die Wasser und wenigstens einen Gefrierpunktserniedriger wie z.B.
wenigstens ein Glycol umfasst, im Wesentlichen eine nichtwässrige Flüssigkeit
und ähnliches, sind
aber nicht darauf beschränkt.
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Solche Kühlmittelzusammensetzungen beinhalten
oft anfänglich
(d.h. vor der Behandlung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung) einen oder mehrere Glykole und/oder
andere Gefrierpunktserniedriger und/oder andere Additive, die einen
oder mehrere Vorteile für
die Kühlmittelzusammensetzung
und/oder das Kühlsystem
liefern. Auf jeden Fall macht die Gegenwart einer wesentlichen Menge,
bevorzugt einer Hauptmenge, d.h. wenigstens ungefähr 50 Gew.-%
Wasser oder Glycol in einer solchen Kühlmittelzusammensetzung sie
im Wesentlichen zu auf Kohlenwasserstoff basierenden Schmiermittelölen und
Kohlenwasserstofftreibstoffen chemisch unterschiedlich. Optional
können
diese Kühlmittel
andere Additive als die enthalten, die durch den Apparat der vorliegenden
Erfindung freigesetzt werden. Diese Additive beinhalten ein solches
Additiv oder Additive, die herkömmlich für die in
Frage kommende Art des Kühlmittels
verwendet werden, sind aber nicht darauf beschränkt.
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Wenn nicht anders gegenteilig bemerkt,
bedeuten die Worte "beinhaltet", "beinhalten", "beinhaltet" und "beinhaltend" und der Ausdruck "zum Beispiel" und die Abkürzung "z.B.", wie hier verwendet,
um auf eine oder mehrere Gegenstände
oder Wirkungen Bezug zu nehmen, dass der Bezug nicht auf diese eine
oder mehreren Gegenstände
oder Wirkungen, auf die speziell Bezug genommen wird, beschränkt ist.
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Die vorliegenden Behälter umfassen
ein Gehäuse,
z.B. ein im Kühlmittel
unlösliches
und Kühlmittel-undurchlässiges Gehäuse, das
einen im Wesentlichen hohlen Innenraum hat oder definiert. Das Gehäuse hat
wenigstens eine Öffnung.
Das Gehäuse
kann jede geeignete Form und Größe haben,
die oft ausgewählt wird,
um mit der besonders betroffenen Anwendung übereinzustimmen. Das Gehäuse kann
z.B. eine im Allgemeinen zylindrische Form, eine im Allgemeinen
schalenförmige
Form oder irgendeine der großen
Anzahl der anderen Formen haben. Das Gehäuse kann eine oder mehrere
gekrümmte
und/oder planare Wände
haben oder es kann nur gekrümmte
oder planare Wände
haben.
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Die wenigstens eine Öffnung im
Gehäuse
kann an jeder Stelle oder Stellen im Gehäuse bereitgestellt werden.
Zum Beispiel kann sich eine solche Öffnung oder Öffnungen
wie gewünscht
an der Oberseite und/oder Unterseite und/oder an den Enden und/oder
der Seite oder den Seiten des Gehäuses befinden. Die Wahl des
Ortes für
die Öffnung
oder die Öffnungen
basiert häufig
wenigstens teilweise auf der besonderen verbundenen Anwendung und/oder
der Leichtigkeit und/oder den Kosten zur Herstellung der vorliegenden
Additivbehälter
und ähnlichen
Faktoren und kann wenigstens einen gewissen Effekt auf die Effektivität der Leistung
des Behälters
haben.
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Um die Erfindung genauer zu veranschaulichen
und zu beschreiben sind zylindrisch geformte Gehäuse und schalenförmige Gehäuse hier
hervorgehoben. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht darauf
beschränkt
und ist auf Gehäuse
mit anderen Formen anwendbar. Behälter, die solche anderen geformten
Gehäuse
einschließen,
sind innerhalb des Anwendungsbereiches der vorliegenden Erfindung
beinhaltet.
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In einer Ausführungsform kann das Gehäuse von
zylindrischer Form sein, wobei es z.B. ein erstes Ende und ein zweites
Ende hat. Das Gehäuse
wird mit wenigstens einer Öffnung
an z.B. einem oder sowohl dem ersten Ende als auch dem zweiten Ende
und/oder in der Seitenwand des Gehäuses bereitgestellt. Das Gehäuse kann
im Wesentlichen schalenförmig
sein. Das schalenförmige
Gehäuse
definiert z.B. einen hohlen Innenraum, eine Oberseite, eine Unterseite
und eine oder mehrere Seitenwände.
Die Öffnung
oder die Öffnungen
können
sich in der Oberseite, der Unterseite und/oder einer oder mehreren
Seitenwänden
befinden.
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Eine Kühlmittelzusammensetzung welche
wenigstens ein im Kühlmittel
lösliches
Additiv umfasst wird in dem hohlen Innenraum des Gehäuses bereitgestellt.
Wenigstens ein Kühlmittel-durchlässiges Element
ist an oder in der Nähe
wenigstens einer Öffnung
des Gehäuses
bereitgestellt. Zum Beispiel wird ein Kühlmittel-durchlässiges Element
vorteilhaft an oder in der Nähe
jeder Öffnung
des Gehäuses
bereitgestellt. Ein solches Kühlmittel-durchlässiges Element
oder Elemente ermöglichen
effektiv die Freisetzung eines Teils der chemischen Additivzusammensetzung
in die Kühlmittelzusammensetzung,
die in Kontakt mit dem Gehäuse steht,
z.B. auf eine anhaltende Art und Weise über die Zeit, während ein
Rest des Additivs innerhalb des Gehäuses zurückgehalten wird.
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Das Gehäuse des Behälters kann aus irgendeinem
geeigneten Konstruktionsmaterial oder -materialien hergestellt werden.
Das Gehäuse
als solches hat übt
im Wesentlichen keinen nachteiligen Effekt auf die Additivzusammensetzung
oder die Kühlmittelzusammensetzung
oder auf die Leistung des vorliegenden Behälters aus. Das Gehäuse ist
bevorzugt aus einem Material zusammengesetzt, das aus Metallen wie
z.B. Stahl, Aluminium, Metalllegierungen und ähnlichem, Polymermaterialien,
Kombinationen davon und Mischungen davon ausgewählt wird. In einer besonders
verwendbaren Ausführungsform
wird das Gehäuse
aus Metallen, Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen (Niederdruck-
und/oder Hochdruck-), Polypropylen (PP), Nylon, Polyethylenvinylacetat
(EVA), Polypropylenvinylacetat (PVA), Polyester, Acetal, Polyphenylensulfid
(PPS) und ähnlichem,
Kombinationen davon und Mischungen davon ausgewählt.
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In einer Ausführungsform erleichtert oder
erlaubt das wenigstens eine Kühlmittel-durchlässige Element
oder die Komponente des vorliegenden Behälters, der bevorzugt wenigstens
eine Kühlmittel-durchlässige Membran
wie z.B. eine poröse
oder semipermeable Membran umfasst, den Kontakt der Kühlmittelzusammensetzung
mit dem chemischen Additiv, das innerhalb des Gehäuses bereitgestellt
wird. Die Membran kann wenn gewünscht
optional durch wenigstens ein Membranretentionselement oder zwei
oder mehrere Retentionselemente, z.B. ein offener Drahtsieb, Glasfasergewebe
und ähnliches,
die die Membran effektiv in einer im Wesentlichen fixierten Position
relativ zum Gehäuse,
z.B. innerhalb, halten, begleitet werden.
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Die Kühlmittel-durchlässige Membran
der Erfindung ist vorteilhaft aus einem geeigneten im Kühlmittel unlöslichen
Material, das bevorzugt aus polymeren Materialien, Gläsern, Metallen,
Kombinationen davon und Mischungen davon ausgewählt wird, zusammengesetzt.
Zum Beispiel beinhalten geeignete Materialien Gläser, Nylon, Zelluloseacetat,
Polyester, Polyethylenvinylacetat (EVA), Polypropylenvinylacetat
(PVA), Polyvinylchlorid (PVC), zellulosische Polymere, Polyurethan,
ein rostfreies Stahlnetz, gesintertes Metall (wie z.B. gesinterte
Metalldiscs und ähnliches),
Metallmembranfilter (wie z.B. Silbermembranfilter und ähnliches)
und ähnliches,
als auch Kombinationen davon und Mischungen davon, sind aber nicht
darauf beschränkt.
Die Membran kann alternativ ein Material sein, durch welches ein
Kühlmitteladditiv,
z.B. durch Diffusion (obwohl nicht notwendigerweise durch Poren)
hindurchgehen kann, wie z.B. Silikongummi, Polyethylen, Polyvinylacetat,
natürliches
und synthetisches Gummi und andere Polymere und Wachse und Kombinationen
davon und Mischungen davon. Solche Membranen werden oft als semipermeable
Membranen bezeichnet. In einer Ausführungsform betrifft eine "semipermeable Membran" einen kontinuierlichen
Film eines polymeren Materials, der für eine Kühlmittelzusammensetzung durchlässig ist,
was die Diffusion von Molekülen
durch mikroskopische Kanäle
ermöglicht.
Die Porengröße einer
solchen semipermeablen Membran ist nicht leicht zu messen und ist üblicherweise
weniger als ungefähr
0.2 Mikrometer.
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Die Kühlmittel-durchlässige Membran
der vorliegenden Erfindung umfasst bevorzugt eine poröse Membran,
vorteilhaft eine mikroporöse
Membran, wie z.B. die Membranen mit einer Porengröße innerhalb
des Bereiches von ungefähr
0.2 Mikrometer bis ungefähr
300 Mikrometern. Eine "Membran" kann wie hier bezeichnet
eine einzelne Schicht sein oder kann mehrere Lagen enthalten. Die
Dicke der Membran liegt bevorzugt in einem Bereich von ungefähr 0.1 mm
bis ungefähr
0.5 mm oder ungefähr
1 mm oder ungefähr
5 mm, obwohl andere Dicken effektiv verwendet werden können. Beispiele
von Membranmaterialien beinhalten Metalldrahtnetze, Polymer, wie
z.B. Nylon und ähnliches,
Netze, Filtermedien, Kombinationen davon und Mischungen davon und ähnliches.
Besonders verwendbare Membranmaterialien beinhalten Materialien,
die als Filtermedien, z.B. in Kühlmittelfiltern,
nützlich
sind. Beispiele solcher Materialien beinhalten das Filtermedium,
das von Fleetguard-Nelson unter dem Warenzeichen STRATOPORE verkauft
wird und Filtermedien, die von Whatman und Millipore erhältlich sind.
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Die Kühlmittel-durchlässige Membran
des vorliegenden Apparates umfasst ein geeignetes im Kühlmittel
lösliches
Material, welches Nylon, Zelluloseacetat, Polyester, Polyolefin,
Polyethylenvinylacetat (EVA), Polypropylenvinylacetat (PVA) und ähnliches,
als auch Kombinationen und Mischungen davon sein kann. Für den Fall,
dass ein ausgewähltes
Material unter den wiederholten Heiß-Kaltzyklen eines Kühlsystems
ungenügend steif
ist, kann ein thermoresistenteres Material, wie z.B. eines, das
aus Keramik, Glas und ähnlichem,
Kombinationen davon und Mischungen davon gemacht ist, angewendet
werden.
-
In einer Ausführungsform umfasst das Kühlmittel-durchlässige Element
wie oben erwähnt
des weiteren wenigstens ein Retentionselement. Zum Beispiel kann
die Membran über
der Öffnung
des Gehäuses
durch einen oder mehrere Draht- oder Netzsiebe, z.B. rostfreie Stahlnetzsiebe,
gehalten werden. Die Membran kann zwischen wenigstens zwei Retentionselementen
dazwischenliegen. Die Retentionselemente sind bevorzugt strukturiert,
so dass sie z.B. eine Netzgröße haben,
um es dem chemischen Additiv zu erleichtern oder zu erlauben, z.B.
durch Diffusion aus dem Gehäuse
in die Kühlmittelzusammensetzung,
die in Kontakt mit dem Behälter
steht, überzugehen.
Das Retainerelement oder die -elemente haben bevorzugt z.B. eine
Netzgröße im Bereich
von ungefähr
10 bis ungefähr
300 Mikrometern oder ungefähr
500 Mikrometern oder mehr. Ein besonders bevorzugtes Retentionselement
ist ein Metall, z.B. ein rostfreies Stahlsieb und/oder ein Glasfasergewebe.
-
Eine oder mehrere Komponenten des
Kühlmittel-durchlässigen Elements
können
wenigstens teilweise in der Kühlmittelzusammensetzung,
die in Kontakt mit dem Behälter
steht, löslich
sein. Das Kühlmittel-durchlässige Element
kann z.B. eine wenigstens teilweise Kühlmittel-auflösbare Dichtung
oder Dichtungselement, z.B. eine Wachs(Paraffin)dichtung, beinhalten.
Das Dichtungselement e) kann an eine montierte Membran und/oder
ein Retentionselement angebracht werden, um einen abgedichteten
Behälter
zu bilden, der effektiv verschifft und/oder gelagert werden kann,
ohne dass die Additivzusammensetzung aus dem Gehäuse leckt und/oder der Atmosphäre ausgesetzt
wird. Für
den Fall, dass eine flüssige
Kühlmitteladditivzusammensetzung
im Gehäuse
enthalten ist, wird die Dichtung(en) bevorzugt so ausgewählt, dass
sie z.B. an oder bei Raumtemperatur in der flüssigen Additivzusammensetzung
nicht löslich
sind. Dieses "Additiv-unlösliche" Dichtungsmerkmal
verringert im Wesentlichen oder eliminiert sogar das Risiko, dass
die flüssige
Additivzusammensetzung während
des Verschiffens oder der Lagerung aus dem Gehäuse leckt. Die Dichtung(en)
löst sich nachdem
der Behälter
oder das Gehäuse
z.B. bei erhöhten
Temperaturen dem Kühlmittel
ausgesetzt ist auf, wobei dabei die Freisetzung des chemischen Additivs
aus dem Gehäuse
ermöglicht
wird.
-
In einer sehr gut verwendbaren Ausführungsform
ist das Dichtungselement oder die Baueinheit strukturiert, um die
Freisetzung der Kühlmitteladditivzusammensetzung
aus dem Gehäuse
zu verzögern,
sogar nachdem das Gehäuse
in Kontakt mit dem Kühlmittel
gebracht worden ist. Das Kühlmittel
kann z.B. das Additiv oder die Additive aus dem Gehäuse für einen
wesentlichen Zeitraum nicht benötigen,
insbesondere wenn ein neues Kühlmittel,
das ein volles Komplement frischen Additivs enthält, im Kühlsystem verwendet wird. Somit kann
es vorteilhaft sein, die Freisetzung der Additive aus dem Gehäuse für einen
verlängerten
Zeitraum zu verzögern.
-
In einer Ausführungsform beinhaltet das Dichtungselement
ein Material welches gegenüber
dem Auflösen
im Kühlmittel
resistent ist, so dass z.B. die Dichtung nur wenn sie dem Kühlmittel
verlängert
ausgesetzt ist beeinträchtigt
wird und die Additive aus dem Gehäuse in das Kühlmittel
freigesetzt werden. In einer sehr gut verwendbaren Ausführungsform
werden das Material oder die Materialien, die für das Dichtungselement oder
Bauelement verwendet werden, ausgewählt, um den gewünschten
Grad oder das Ausmaß der
Verzögerung
der anfänglichen
Freisetzung der Kühlmitteladditivzusammensetzung
in das Kühlmittel
bereitzustellen. Eine solche Auswahl kann leicht z.B. durch Messen
der Löslichkeiten
verschiedener Dichtungsmaterialien in dem in Frage kommenden Kühlmittel
bei normalen Arbeitstemperaturen und Bedingungen der speziellen
verbundenen Anwendung bestimmt werden. Das Dichtungselement oder
die Baueinheit können
natürlich
so strukturiert sein, dass sie das Additiv oder die Additive aus
dem Gehäuse
in das Kühlmittel
im Wesentlichen sofort nachdem das Gehäuse in Kontakt mit dem Kühlmittel
gebracht worden ist freisetzen.
-
In einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform
beinhaltet das Dichtungselement oder die Baueinheit eine Trägerstruktur, z.B.
ein poröses
Material, wie z.B. ein Drahtsieb, ein Glasfasergewebematerial und ähnliches,
das beschichtet, imprägniert
oder auf andere Weise mit einem im Kühlmittel löslichen Material oder Dichtungselement,
z.B. einem Wachs, Polymer und ähnlichem
verbunden ist. Eine bevorzugte Dichtungsbaueinheit umfasst z.B.
eine Trägerstruktur,
z.B. eine im Kühlmittel
unlösliche
Trägerstruktur,
wie z.B. ein Drahtsieb, ein Glasfasergewebe und ähnliches, die imprägniert oder
beschichtet oder auf andere Weise mit einem im Kühlmittel löslichen Material, z.B. einem
im Kühlmittel
löslichen
Wachs, Polymer und dergleichen, wie z.B. ein geschmolzenes, im Kühlmittel
lösliches
Polymer, welchem es dann ermöglicht
wird, abzukühlen
und auszuhärten,
verbunden sind. Ein solches im Kühlmittel
lösliches
Dichtungsmaterial und ähnliches
kann z.B. ohne die Trägerstruktur
als Dichtungselement verwendet werden. In einer Ausführungsform
ist die Trägerstruktur des
Dichtungselementes ein Retentionselement für die Membran des Kühlmittel-durchlässigen Elementes.
Die Verwendung einer solchen Trägerstruktur/Retentionselementes
erleichtert effektiv das Abdichten des Behälters für das Verschiffen und die Lagerung
und das Halten der Membran an ihrem Platz während der Freisetzung des Additivs
aus dem Gehäuse.
-
In einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform
umfasst das Dichtungselement ein poröses oder mikroporöses Material,
z.B. ein Drahtsieb oder ein Glasfasergewebematerial, das mit einem
im Kühlmittel
löslichen
Polymer beschichtet oder imprägniert
ist. Eine bevorzugte Dichtung umfasst z.B. ein solches Drahtsieb oder
Glasfasergewebe, das mit einem Wachs (unlöslich) oder Polyvinylalkohol,
Polyethylenoxid, einschließlich Polyethylenglycol
(löslich),
aber nicht darauf beschränkt,
imprägniert
worden ist und dem es ermöglicht
ist, abzukühlen
und auszuhärten.
-
Jedes geeignete Material oder Kombinationen
von Materialien können
für die
vorliegenden, wenigstens teilweise Kühlmittel-auflösbaren
Dichtungen verwendet werden, vorausgesetzt, dass ein solches Material oder
Materialien keinen übermäßig nachteiligen
Effekt auf die chemischen Additive, die Kühlmittelzusammensetzungen oder
die Leistung der vorliegenden Behälter ausüben. Die vorliegenden Dichtungen
können
z.B. aus natürlichen
und/oder synthetischen Wachsen, die eine Erweichungstemperatur von
wenigstens ungefähr 140°F haben und
die in der zu behandelnden Kühlmittelzusammensetzung
löslich
sind, ausgewählt
werden. Repräsentative
Materialien aus welchen die Dichtungen hergestellt werden können, beinhalten
ohne Einschränkungen
Materialien, die schnell im Kühlmittel
löslich
sind, wie z.B. Polyethylenglycol, Polyvinylalkohol, Polyethylenoxid
und ähnliche
und Kombinationen und Mischungen davon, Materialien, die im Wesentlichen gegenüber dem
Auflösen
im Kühlmittel
resistent sind wie z.B. Wachse, z.B. Polyethylenwachse, Polypropylenwachse
und Polyisobutylenwachse und ähnliche
und Kombinationen davon und Mischungen davon. Solche Materialien
beeinträchtigen
die Kühlmittelqualität nicht
und können
tatsächlich
die Kühlmittelqualität/Leistung steigern.
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Die Kühlmitteladditivzusammensetzung,
die innerhalb eines Behälters
der Erfindung bereitgestellt wird, umfasst wenigstens ein chemisches
Additiv, das, wenn es in die Kühlmittelzusammensetzung
freigesetzt wird, effektiv ist, um einen oder mehrere Vorteile oder
vorteilhafte Eigenschaften der Kühlmittelzusammensetzung
und/oder dem Kühlmittelsystem,
in welchem die Kühlmittelzusammensetzung
verwendet wird, zu übertragen
oder aufrechtzuerhalten. Die Additivzusammensetzung kann in der
Form einer Flüssigkeit,
eines Gels, einer Paste oder fester Teilchen, z.B. Kügelchen,
Tabletten, Pellets oder Granulate und ähnliches, als auch Mischungen
davon, innerhalb des Gehäuses
bereitgestellt werden. Ein solches chemisches Additiv wird bevorzugt
aus Korrosionsinhibitoren, Kesselsteininhibitoren, Puffermitteln
und ähnlichen
ausgewählt
und kann wie hier an anderer Stelle genauer beschrieben eine Mischung
davon sein.
-
Eine Kühlmitteladditivzusammensetzung
der Erfindung kann des weiteren vorteilhaft ein Beschichtungsmaterial
umfassen, das wie hier an anderer Stelle diskutiert wenigstens teilweise
das chemische Additiv umhüllt
oder einkapselt oder beschichtet. Ein solches Beschichtungsmaterial
kann bereitgestellt werden, um wenigstens beim Kontrollieren der
Freisetzung des chemischen Additivs aus dem Gehäuse, wie gewünscht, mitzuwirken
oder diese zu kontrollieren. Das Beschichtungsmaterial kann entweder
im Kühlmittel
löslich
oder im Kühlmittel
unlöslich
sein. Die Beschichtung des chemischen Additivs sollte so sein, dass
wenigstens etwas Freisetzung der Additive aus dem Gehäuse in die
Kühlmittelzusammensetzung
ermöglicht
und erlaubt wird.
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Die Kühlmitteladditivkomponenten
der vorliegenden Erfindung können
sich in einem Matrixmaterial, z.B. einem im Kühlmittel unlöslichen
Matrixmaterial, wie z.B. ein im Kühlmittel lösliches polymeres Material, befinden.
Wenn überhaupt
sollte das Matrixmaterial so sein, damit es die Freisetzung der
Additivkomponente aus dem Gehäuse
in das Kühlmittel
erlaubt oder ermöglicht.
Das Matrixmaterial unterstützt
effektiv beim Kontrollieren der Freisetzung der Additivkomponente
in das Kühlmittel
oder ist effektiv um zu kontrollieren. In einer Ausführungsform
liegt die Additivkomponente im Gehäuse vor und kein Matrixmaterial
wird verwendet.
-
Wie hier beschrieben beinhaltet das
Kühlmittel-durchlässige Element
oder die Elemente in einer Ausführungsform
eine polymerenthaltende Membran, z.B. eine polymerbeschichtete Membran,
um eine verbesserte Additivfreisetzungskontrolle zu erreichen. In
diesem letzten Aspekt wird die Membran, d.h. die Membran des Kühlmittel-durchlässigen Elementes
oder der Elemente, mit einem polymeren Material auf geeignete Weise
beschichtet, imprägniert
oder auf andere Weise, z.B. durch Spraybeschichten, Tauchbeschichtung
und ähnlichem,
verbunden. Geeignete Polymermaterialien beinhalten ohne Einschränkung im
Kühlmittel
unlösliche Materialien,
die keinen wesentlich nachteiligen Effekt auf die zu behandelnde
Kühlmittelzusammensetzung, auf
die Additivkomponenten in dem Gehäuse oder auf die Leistung des
vorliegenden Behälters
haben. Beispiele solcher Beschichtungsmaterialien beinhalten die,
die durch Mitchell et al in U.S. Patent Nr.
6,010,639 aufgelistet wurden, wobei
die Offenbarung hier vollständig
als Referenz aufgenommen worden ist. Ein besonders bevorzugtes Polymermaterial
ist Polyethylenvinylacetatcopolymer. Zusätzlich oder alternativ kann
das vorliegende Retentionselement des Kühlmittel-durchlässigen Elementes
oder der Elemente mit einem Material, z.B. einem im Kühlmittel
unlöslichen
Polymermaterial, wie das, das von Mitchell et al in U.S. Patent
Nr.
6,010,639 offenbart
wurde, beschichtet, imprägniert
oder auf andere Weise verbunden werden, um wenigstens beim Kontrollieren
der Freisetzung der Additivzusammensetzung aus dem Gehäuse wie
gewünscht
zu unterstützen
oder dies zu kontrollieren.
-
Der Behälter der vorliegenden Erfindung
wird bevorzugt mit einem oder mehreren Kühlmitteladditiven durch die Öffnung oder
die Öffnungen
des Gehäuses
oder auf andere Weise befüllt.
-
Die Behälter der Erfindung, z.B. die
Gehäuse
der Behälter,
können
ein oder mehrere Kühlmittel-undurchlässige Kappenelemente
oder Kühlmittel-undurchlässige Stopfen beinhalten,
welche von dem Gehäuse oder
dem Rest des Gehäuses
abnehmbar oder entfernbar sind, um die Befüllung des Innenraums des Gehäuses mit
Additivzusammensetzung zu erleichtern.
-
In einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung bei der das Gehäuse
im Wesentlichen von zylindrischer Form ist und die Öffnung oder
die Öffnungen
sich am Ende oder den Enden des Gehäuses befinden, kann ein oder
beide Enden des Gehäuses
ein Kappenelement enthalten, wobei wenigstens eines der Kappenelemente
entfernbar ist, um es dem Gehäuse
oder der Patrone zu ermöglichen,
mit Kühlmitteladditivzusammensetzung
gefüllt
oder wiedergefüllt
zu werden. Wenn gewünscht
kann ein anderes offenes Ende des Gehäuses ein Kappenelement enthalten,
das permanent daran gebunden ist, z.B. während des Herstellens z.B.
während
des Spritzgiessens des Behälters.
Wann immer die Kappe oder der Stopfen durch Einsetzen oder Aufschrauben
auf das Gehäuse
angebracht wird, können
die Schraubengewinde an die entsprechenden Teile während oder
nach dem Giessen mittels geeigneter Stempel oder innerhalb der Gußform angebracht werden.
Das Kappenelement kann alternativ durch Einpressen an das Gehäuse angebracht
werden. In diesem Fall können
geeignete Toleranzen bereitgestellt werden, um ein Schnappschluss
zwischen dem Gehäuse
und dem Endstück
herzustellen, z.B. auf die Plastikspritzgußformen, die verwendet werden,
um die entsprechenden Teile herzustellen. Das Endteil kann ebenso
integral mit dem Gehäuse,
z.B. durch Spritzgiessen, gebildet werden.
-
Die Kappe oder das Endstück, die
verwendet werden, um wenigstens ein Ende des Gehäuses, das das chemische Additiv
enthält,
zu schließen,
wird üblicherweise
mit wenigstens einer Öffnung
bereitgestellt, um die Freisetzung des chemischen Additivs hindurch
zu erlauben und eine flüssige
Kommunikation zwischen der Kühlmittelzusammensetzung,
die sich außerhalb
des Behälters
befindet und der Kühlmitteladditivzusammensetzung,
die innerhalb des Behälterinnenraumes
angeordnet ist, bereitzustellen. Wann immer ein Endstück mit dem
Gehäuse
integral gebildet wird, kann die Öffnung darin während oder
nach der Bildung des Gehäuses,
z.B. durch Spritzgiessen, bereitgestellt werden.
-
Es wird vom Durchschnittsfachmann
beachtet werden, dass die Freisetzung der Additivzusammensetzung
in ein Kühlsystem,
das einen Behälter
der vorliegenden Erfindung nutzt, ermöglicht wird und die Freisetzungsgeschwindigkeit
im Wesentlichen durch Beachtung mehrerer Faktoren kontrolliert werden
kann. Die folgenden Faktoren können
sowie andere ebenfalls einen Effekt auf die Leistung und Effektivität des Behälters der
vorliegenden Erfindung haben. Zum Beispiel kann eine gewünschte Freisetzungsgeschwindigkeit
des Kühlmitteladditivs
durch geeignete Auswahl: der Zahl und der Art der Membranschichten,
der Membranzusammensetzung, der Membranporengröße, wenn überhaupt, des Vorliegens, der
Art und der Menge, wenn überhaupt,
eines verbundenen Polymers, das z.B. auf das Trägerelement oder die Membran
und/oder das Retentionselement beschichtet ist und des Vorliegens,
des Typs und der Menge, wenn überhaupt,
der Beschichtung der Additivzusammensetzung, erhalten werden. Die
Freisetzungsgeschwindigkeit kann ebenfalls durch die Anzahl und
Größe der Öffnungen
im Gehäuse
und ähnlichem
beeinflusst werden. Andere Faktoren die beachtet werden müssen beinhalten
unter anderem die Art und die Form des chemischen Additivs in der
Kühlmitteladditivzusammensetzung,
die Löslichkeit
des Additivs, die Kühlmitteltemperatur
und die Geschwindigkeit des Kühlmittels
durch die Kühlmittelleitung
und andere Faktoren.
-
Des weiteren ist innerhalb der Erfindung
ein Verfahren zur Freisetzung eines chemischen Additivs beabsichtigt,
bevorzugt mit einer kontrollierten Geschwindigkeit in eine flüssige Kühlmittelzusammensetzung. Das
Verfahren umfasst das In-Kontakt-bringen
der Kühlmittelzusammensetzung
mit einem hier beschriebenen Behälter
oder einer Patrone, die die chemische Additivkomponente oder Zusammensetzung
enthält.
Die hier beschriebene Behälter-
oder Patronenkonfiguration ermöglicht
bevorzugt eine Freisetzung, bevorzugt eine kontrollierte Freisetzung,
der Additivkomponente aus dem Gehäuseinnenraum in die Kühlmittelzusammensetzung.
Es ist beabsichtigt, dass es der Kühlmittelzusammensetzung in
einigen Konfigurationen ermöglicht
wird, um das Gehäuse,
dass das chemische Additiv enthält,
herumzufließen
und dieses zu umgeben. Sogar bei diesen Konfigurationen ist die
Freisetzung des chemischen Additivs jedoch bevorzugt eher anhaltend
und/oder kontrolliert durch z.B. passive Diffusion, als durch erzwungenen
Fluss der Kühlmittelzusammensetzung
durch das Gehäuse.
-
Eine chemische Additivkomponente
für die
Verwendung in einem Behälter
oder einer Patrone der Erfindung wird bevorzugt als eine Flüssigkeit,
ein Gel, eine Paste oder als Teilchen, z.B. Kügelchen, Tabletten, Pellets,
Granulate, beschichtete Versionen von diesen und ähnliches,
als auch Mischungen davon bereitgestellt. Die Teilchen haben eine
physikalische Größe, die
groß genug
ist, den Durchgang durch die Kühlmittel-durchlässigen Komponenten
der Erfindung zu verhindern, wie an anderer Stelle hier beschrieben.
-
Ein chemisches Kühlmitteladditiv für die Verwendung
mit der vorliegenden Erfindung ist von der Art, dass es effektiv
ist, um einige vorteilhafte Funktionen innerhalb der Kühlmittelzusammensetzung
und/oder des Kühlsystems
zu dienen. Zum Beispiel kann die Kühlmitteladditivzusammensetzung
ein oder mehrere fäulnisverhindernde
Mittel, ein pH-Puffermittel, ein Oberflächengrübchenbildungsinhibitor, ein
Metallkorrosions- oder Heißoberflächenkorrosionsinhibitor,
ein Entschäumungsmittel,
ein Kesselsteininhibitor, ein Ablagerungsinhibitor auf heißen Oberflächen, ein
Dispersionsmittel, ein Tensid und ähnliches und Mischungen davon
beinhalten. Eine sehr nützliche
Kühlmitteladditivzusammensetzung
ist eine Kombination von Ammonium- oder Alkalimetallsalzen von Nitrit-,
Nitrat- und Molybdationen, insbesondere eine Kombination von Natriumnitrit,
Natriumnitrat und Natriummolybdat. Zusätzliche Additive beinhalten
z.B. Ammonium- oder Alkalimetallsalze, z.B. Phosphatsalze, Boratsalze,
Silikatsalze, saure Salze, basische Salze und ähnliches und Mischungen davon.
Weitere Additive, die mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden
können,
können
bei Mitchell et al in U.S. Patent Nr.
6,010,639 gefunden
werden, dessen Offenbarung hier vollständig als Referenz aufgenommen
worden ist.
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In einer Ausführungsform umfasst die Additivkomponente
eine oder mehrere der folgenden: (1) Puffer, um den gewünschten
Grad an Azidität/Bassizität, z.B.
einen neutralen oder alkalischen pH, aufrechtzuerhalten, wobei z.B.
Alkalimetallphosphate, -borate und ähnliches und Mischungen davon
beinhaltet sind, (2) Inhibitoren der Kavitationsleitungsgrüppchenbildung,
einschließlich
Alkalimetallnitriten, -molybdaten und ähnliches und Mischungen davon,
(3) Metallkorrosionsinhibitoren und/oder Heißoberflächenkorrosionsinhibitoren, einschließlich Alkalimetallnitraten
und -silikaten, Carbonsäuren,
Phosphonsäuren,
Phosphonaten, Pyrophosphaten, Azolen, Sulfonsäuren, Mercaptobenzothiazole,
Metaldithiophosphate, Metaldithiocarbonate, Phenolische Antioxidantien,
einschließlich
4,4'-Methylenebis(2,6-di-tertbutylphenol,
das kommerziell unter dem Warenzeichen Ethyl 702 von der Ethyl Corporation
erhältlich
ist) und ähnliches
und Mischungen davon, (4) Entschäumungsmittel,
die Silikonentschäumer,
Alkohole wie z.B. polyethoxyliertes Glycol, polypropoxyliertes Glycol,
acetylenisches Glycol und ähnliches
und Mischungen davon einschließen,
(5) Ablagerungsinhibitoren auf heißen Oberflächen und/oder Kesselsteininhibitoren,
die Phosphatester, Phosphinocarbonsäuren, Polyacrylate, Styrolmaleinsäureanhydridcopolymere,
Sulfonate und ähnliches
und Mischungen davon einschließen,
(6) Dispersionsmittel, die nichtionische und/oder anionische Tenside,
z.B. Phosphatester, Alkylsulfonate, Arylsulfonate, Alkylarylsulfonate,
lineare Alkylbenzolsulfonate, Alkylphenole, ethoxylierte Alkohole
und Carbonsäureester
und ähnliches
und Mischungen davon enthalten, (7) organische Säuren, die Adipinsäure, Sebazinsäure und ähnliches
und Mischungen davon enthalten, (8) Gelverhütungsmittel, die die von Feldman
et al in U.S. Patent Nr.
5,094,666 offenbarten
beinhalten, wobei die Offenbarung dieser hier vollständig als
Referenz aufgenommen ist, Copolymere von Ethylen und Vinylester
von Fettsäuren
mit Molekulargewichten von 500–50.000,
Talkaminsalze von Phtalanhydrid, Talkaminsalze von Dithiobenzolsäure, 4-Hydroxy-3,5-di-t-butyldithiobenzolsäure, Ethylenvinylacetatcopolymere
und ähnliches
und Mischungen davon, und (9) Mikrobiozide, bevorzugt Mikrobiozide,
die in Kühltürmen verwendet
werden, einschließlich
denen, die von Sherbondy et al in U.S. Patent Nr.
5,662,803 offenbart sind, wobei die
Offenbarung hier vollständig
als Referenz aufgenommen ist und ähnliches und Mischungen davon.
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Die Additivkomponenten, die in der
vorliegenden Erfindung verwendbar sind, können eines oder mehrere der
Hilfsmittel, die in der folgenden Tabelle 1 aufgelistet sind, beinhalten.
Die möglichen
Funktionen der Hilfsmittel, die in Tabelle 1 identifiziert sind,
sind nur beabsichtigt exemplarisch zu sein, nicht beschränkend.
-
-
In einer Ausführungsform beinhaltet die Additivkomponente
Nitritverbindungen. Die Additivkomponente kann eine Mischung von
Nitritverbindungen und Molybdatverbindungen beinhalten, um ein Minimumkonzentrationsniveau
von ungefähr
800 ppm von Nitrit oder von Nitrit und Molybdat im Kühlmittel
des Kühlsystems aufrechtzuerhalten,
mit der Ausnahme, dass das Minimumniveau des Nitrits im Kühlsystem
oft ungefähr
400 ppm ist. Ein verwendbares Additiv, das Nitritverbindungen bereitstellt,
wird von Fleetguard unter dem Warenzeichen DCA-2 Plus verkauft,
welches zusätzlich
zu Nitrit und Molybdat Borat, Silikat, organische Säuren, Tolytriazol,
Kesselsteininhibitoren, Tenside und Entschäumer enthält.
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In einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beinhaltet die Additivkomponente eine Mischung
von Nitrit, Nitrat und Molybdatverbindungen. Eine verwendbare Additivkomponente
umfasst Nitrit, Nitrat, Phosphat, Silikat, Borat, Molybdat, Tolyltriazol,
organische Säure,
Kesselsteininhibitor, Tensid und Entschäumer. Ein solches Additiv wird
von Fleetguard unter dem Warenzeichen DCA-4 Plus verkauft.
-
Eine feste Kühlmitteladditivzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung ist auf eine solche Art und Weise geformt
und bemessen die ihr Handling erleichtert und wird gewöhnlich in
der Form eines Pellets oder einer Tablette mit einer sphärischen
oder unregelmäßigen Form
geformt. Sie ist groß genug,
um den Durchgang durch poröse
Komponenten, die verwendet werden, um die Additivzusammensetzung
im Gehäuse
des Behälters
zu halten, zu verhindern. Solche Tabletten oder Pellets können innerhalb
von Minuten nach dem Aussetzen des Kühlmittels auseinanderbrechen,
wobei die fragmentierten Teilchen jedoch durch die poröse Komponente
gehalten werden, wobei die Auflösung
innerhalb des Gefäßes auftritt.
Dabei wird eine konzentrierte Lösung
eines chemischen Additivs innerhalb des Behälters gebildet, welcher es
wie gewünscht
ermöglicht
wird durch die Membran zu treten, z.B. durch Hindurchdiffundieren,
um mit der Kühlmittelzusammensetzung
verbunden zu werden. Die Diffusionsgeschwindigkeit wird durch solche
Parameter wie Fliessgeschwindigkeit und Temperatur der Kühlmittelzusammensetzung,
Porengröße, Durchmesser
der Ausflussöffnung,
Gegenwart oder Fehlen eines Beschichtungsmaterials auf der porösen Membran,
der Einschluss eines Stopfens zwischen der Membran und dem Additivmaterial,
um weitere Freisetzung zu beschränken,
Additivlöslichkeit und
die Gegenwart oder das Fehlen eines Beschichtungsmaterials darauf
und ähnliches
kontrolliert. Jede Ausdehnung der Länge, Weite und Dicke eines
Teilchens sollte im Bereich von ungefähr 0.79 mm (1/32 inch) bis ungefähr 76.2
mm (3 inch) sein. Geeignete Bindemittel können wie im Stand der Technik
bekannt verwendet werden und beinhalten wasserlösliche Acrylate, Zellulosederivate,
Polyglycole und Silikate. Die Kühlmitteladditivzusammensetzung
kann ein oder mehrere zusätzliche
Materialien enthalten, die z.B. verwendet werden, um die Zusammensetzung
zu stärken,
zu stabilisieren und/oder auf andere Weise zu verbessern.
-
Ein Beschichtungsmaterial kann in
einer Menge bereitgestellt werden, die effektiven ist, um die Kühlmitteladditivzusammensetzung
wenigstens teilweise einzukapseln und/oder zu beschichten und/oder
zu binden, wobei dabei die Freisetzung der Additivzusammensetzung
in die Kühlmittelzusammensetzung
beschränkt
wird. Ein Beschichtungsmaterial hat bevorzugt keine oder eine begrenzte
Wasserlöslichkeit,
so dass die Auflösung
und/oder Diffusion der Additivzusammensetzung in das Kühlmittel
weiter kontrolliert wird. Somit dient eine solche Beschichtung dazu, einen
zusätzlichen
Kontrollgrad gegenüber
der Freisetzung des Additivs in die Kühlmittelzusammensetzung bereitzustellen.
-
Geeignete Beschichtungsmaterialien
beinhalten filmbildende Polymere, wie z.B. (Meth)Acrylate und auf
Vinylchlorid basierende Polymere und Copolymere, als auch auf Wasser
basierende Emulsionspolymere wie z.B. Polymere und Copolymere von
Vinylversatat und ethylenisch ungesättigte Monomere. Beispielhafte Beschichtungsmaterialien
für eine
solche Verwendung sind im U.S. Patent Nr.
6,010,639 von Mitchell et al aufgelistet.
Im Allgemeinen ist ein bevorzugtes Beschichtungsmaterial eine Polymerzusammensetzung,
die vom Durchschnittsfachmann z.B. auf der Basis einer oder mehrerer
ihrer Viskosität,
ihrer Filmbildungstemperatur, ihrer Glasdurchlässigkeitstemperatur, ihres
physikalischen Anhaftens an das Substrat, ihres Löslichkeitsgrads in
der Kühlmittelzusammensetzung
und ihrer Stabilität
in der Kühlmittelzusammensetzung
unter der Arbeitstemperaturen ausgewählt wird.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform
kann ein zuvor genanntes Beschichtungsmaterial ebenfalls verwendet
werden, um eine zuvor genannte Membran der Erfindung zu beschichten.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird die Membran
mit einer Polyvinylacetat-(PVA)-Emulsion beschichtet. Außerdem kann
eine bevorzugte Freisetzungsgeschwindigkeit für das chemische Additiv durch
die Membran mittels Einstellen der Beschichtungsdicke bereitgestellt
werden, um die bevorzugte Freisetzungsgeschwindigkeit herzustellen.
Geeignete filmbildende Polymere beinhalten z.B. Homopolymere, Copolymere
und Mischungen davon, wobei sich die Monomereinheiten der Polymere
bevorzugt von ethylenisch ungesättigten
Monomeren oder Zellulosederivaten ableiten.
-
Ein Beschichtungsmaterial kann durch
irgendein geeignetes Verfahren auf die Membran angewendet werden.
Bevorzugte Verfahren beinhalten Eintauchen, Sprühbeschichten und Trommel- oder Panbeschichten. In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Beschichtungsmaterial auf die Membran in einer Menge, die von
einer Menge von 1 bis ungefähr
95 Gew.-% der Membran reicht, sprühbeschichtet.
-
Eine Vorrichtung der vorliegenden
Erfindung kann in einen Kühlmittelfilter
entweder stromaufwärts oder
stromabwärts
des Filtermediums platziert werden oder sie kann in einer im Wesentlichen
fixierten Position in der Kühlmittelleitung
entweder stromaufwärts
oder stromabwärts
des Kühlmittelfilters
bereitgestellt werden. Die Freisetzung eines Additivs in das Kühlmittel
wird wenigstens in Teilen durch die Porengröße, Membrandicke, Membranzusammensetzung,
Oberflächegröße der Membran,
Viskosität
des flüssigen
Additivs, Oberflächenspannung
und Membranbefeuchtungsfähigkeit
des Additivs, Arbeitstemperatur und ähnlichem beherrscht.
-
Die Erfindung wird nun mit Bezug
auf bestimmte Beispiele, welche sie veranschaulichen aber nicht
beschränken,
beschrieben.
-
Beispiele
-
Beispiel 1: Doppelfreisetzungsgefäß
-
Bezugnehmend auf 1A umfasst der Behälter 1 ein festes,
offenendiges, zylindrisch geformtes PVC-Gehäuse 3 und Abschlusskappen 5 und 5', welche auf
das Gehäuse
aufgeschraubt sind. Das Gehäuse 3 hat
zwei offene Enden 4. Innerhalb des Gehäuses sind die Teilchen 7 einer
Kühlmitteladditivzusammensetzung
bereitgestellt, welche innerhalb des Gehäuses durch die inneren und äußeren Siebe 9 und
die Kühlmittel-durchlässige Membran 11 gehalten
werden. Eine Wachsdichtung 10 wird an den äußeren Sieb 9 für Verschiffen/Lagerung
des Behälters
angebracht. Alternativ oder zusätzlich
kann die Wachsdichtung an den inneren Sieb 9 angebracht
werden. Wenn sich die Dichtung an der Oberseite befindet, wird die
Dichtung mit dem Kühlmittel
im Wesentlichen sofort in Kontakt kommen und eine schnellere Freisetzung
der Kühlmitteladditivzusammensetzung
bewirken. Wenn sich die Dichtung an der Unterseite befindet, muss
das Kühlmittel
zuerst durch die Membran gehen, um das Wachs aufzulösen. Eine
solche Stellung der Dichtung kann nützlich sein, um die anfängliche
Freisetzung der Kühlmitteladditivzusammensetzung
zu verzögern,
wenn eine solche Verzögerung
gewünscht
ist. Die Wachsdichtung löst
sich auf, wann immer sich der Behälter in Gebrauch befindet. Die
Abschlusskappen 5 und 5' werden mit den Öffnungen 13 bzw. 13' bereitgestellt,
die die Infiltration der Kühlmittelzusammensetzung
ermöglichen
und mit der porösen
Membran 11 im Gehäuse 3 in
Kontakt treten. Außerdem
erlaubt die Freisetzung des Kühlmitteladditivs
durch die Membran 11 dessen Aufnahme in die Kühlmittelzusammensetzung
und dessen Zirkulation durch das Kühlsystem. Die Pfeile in 1A zeigen den Fluss der
Kühlmittelzusammensetzung
in und um den Behälter 1 an.
-
1B ist
eine Explosionsansicht eines bevorzugten Kühlmittel-durchlässigen Elementes
der Erfindung, welches die Netzsiebe 9 auf beiden Seiten
der Kühlmittel-durchlässigen Membran 11 umfassen.
Die Siebe 9 sind von solcher Größe und so effektiv, um die
Membran 11 in ihrer Position im Gehäuse 3 zu halten. Die Kühlmittel-durchlässige Membran 11 ermöglicht es
der Kühlmittelzusammensetzung
mit den Teilchen 7 effektiv in Kontakt zu treten und erlaubt
es dem Kühlmitteladditiv
das Gehäuse 3 zu
verlassen. Die Siebe unterstützen des
weiteren die Membran 11, um die Teilchen 7 innerhalb
des Gehäuses 3 zu
halten.
-
Für
einen Behälter 1,
der 152.4 mm (sechs (6) inches) lang ist und einen Innendurchmesser
von 38.1 mm (1.5 inch) hat, ist die Menge des Additivs innerhalb
des Gehäuses
ungefähr
186 ml (173 g). Die Paraffin(Wachs)dichtung 10 kann an
dem äußeren Sieb 9 angebracht
werden. Ein bevorzugtes Wachs hat eine Schmelztemperatur von 158°F und löst sich
im Kühlmittel über mehrere
Stunden bei 100°F
auf. Die Freisetzung einer effektiven Menge des Additivs beginnt
in weniger als ungefähr
24 Stunden.
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Beispiel 2: Einfachfreisetzungsgefäß
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2A stellt
eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform des vorliegenden
Behälters wie
in 1A gezeigt dar. In
dieser Ausführungsform
ist das Gehäuse 3A gleich
dem Gehäuse 3 strukturiert,
aber hat nur einziges offenes Ende 14, welches mit einer
Abschlusskappe 5A bedeckt ist. Die Abschlusskappe 5A ist
eher auf das Gehäuse 3A eingepresst,
als dass sie aufgeschraubt ist und wird des weiteren mit einer Freisetzungsauslassöffnung 12,
die wenigstens im Kontrollieren der Freisetzung des Additivs aus
dem Behälter 1 dient,
bereitgestellt. In dieser Ausführungsform
ist die Membran 11A ausreichend steif, um sie an ihrem
Platz festzuhalten und die Teilchen 7A aufzuhalten. Die
Wachsdichtung 10A befindet sich in der Nähe, bevorzugt auf
der Membran 11A, um den Behälter 1A für das Verschiffen/Lagerung
abzudichten. 2B zeigt
eine Seitenansicht der in 2A gezeigten
Abschlusskappe 5A, wobei deutlich die Auslassöffnung 12 gezeigt
ist. Der Behälter 1A ist,
wenn er in Kontakt mit der Kühlmittelzusammensetzung
gebracht wird, effektiv, um die Additivzusammensetzung aus dem Gehäuse 3A in
das Kühlmittel
in einer anhaltenden Art und Weise über einen Zeitraum freizusetzen.
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Beispiel 3: Doppelfreisetzungskonfiguration
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3A veranschaulicht
einen Aspekt der vorliegenden Erfindung, in welchem ein Doppelfreisetzungsbehälter 1A (wie
in 1A gezeigt) in einem "Bypass"-Additivfreisetzungsgefäß verwendet
wird. Im Besonderen liegt Behälter 1A horizontal
im Gehäuse 15 und
wird darin durch die Schraubkappe 19, welche an den Gehäusekörper 17 angebracht
ist, gehalten. Der Kühlmittelfluss
der Einlassleitung 21 tritt in das Gehäuse 15' ein und verlässt es über die Austrittsleitung 23.
Das Kühlmittel
zirkuliert durch die Öffnungen 13 bzw. 13' in den Abschlusskappen 5 bzw. 5', während es
innerhalb des Gehäuses 15 ist,
wobei die Freisetzung des Additivs aus Behälter 1A in das Kühlmittel
verursacht wird. Im Allgemeinen fließt das Kühlmittel mittels einer Kühlmittelpumpe
(nicht gezeigt) des Kühlsystems
in das Gehäuse 15 hinein,
wobei verständlich
ist, dass die Schwerkraft ebenfalls eine Rolle spielen kann. Zusätzlich befindet
sich ein Kühlmittelfilterelement 20 z.B.
mit einem herkömmlichen
und gut bekannten Design im Ausgang oder der Auslassleitung 23.
Es ist verständlich,
dass sich das Filterelement 20 alternativ in der Einlassleitung 21 befinden
kann. Eine solche Alternative liegt innerhalb des Anwendungsbereiches
der vorliegenden Erfindung.
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Beispiel 4: Einfachfreisetzungskonfiguration
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Wie in 3B gezeigt
ist in einem weiteren Aspekt der Erfindung Behälter 1A (wie in 2A gezeigt) in einer vertikalen
Ausrichtung innerhalb des Gehäuses 26 angeordnet,
wobei er in einer "Bypass"-Konfiguration im
Kühlmittelsystem
bereitgestellt wird. Ein repräsentativer
Durchmesser für
die Auslassöffnung 12 ist 19.05
mm (0.75 inch) für
einen Behälter 1A,
d.h. 152.4 mm (6 inches) in der Länge und hat einen inneren Durchmesser
von 38.1 mm (1.5 inch). Wie gezeigt verhaken sich der Gehäusekörper 22 und
die Gehäuseoberseite
24,
um den Behälter
innerhalb des Gehäuses 26 zu
sichern. Eine Gehäuse
O-Ringdichtung 27 ist zwischen dem Gehäusekörper 22 und der Gehäuseoberseite 24 bereitgestellt,
um den Platz des Innenraums des Gehäuses 26 abzudichten.
Der Kühlmittelfluss
von Einlassleitung 21A tritt in Gehäuse 26 ein und tritt über die Auslassleitung 23A aus.
Das Kühlmittel
passiert in die und aus der Auslassöffnung 12, während es
innerhalb des Gehäuses 26 ist,
wobei die Freisetzung des Additivs aus dem Behälter 1A in das Kühlmittel
bewirkt wird. Eine Kühlmittelpumpe
und ein Kühlmittelfilterelement
können
bei dieser Ausführungsform
in einer Art und Weise, die der in Beispiel 2 beschriebenen analog
ist, verwendet werden.
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Beispiel 5: Schalenförmige Konfiguration
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Wendet man sich nun den 4A und 4B zu, ist ein zusätzlicher Behälter 100 der
vorliegenden Erfindung gezeigt. Der Behälter 100 umfasst im
Allgemeinen ein schalenförmiges
Kühlmittel-undurchlässiges Gehäuse 110 mit
einem Innenraum 111, der mit einer Kühlmitteladditivzusammensetzung 107 gefüllt ist
und einer relativ weiten offenen Oberseite 112, welche
z.B. rund in der Form ist. Der Behälter 100 umfasst des
weiteren ein Kappenelement 116, das darüber angeordnet ist und das
bevorzugt im Wesentlichen das offene Ende 112 vollständig bedeckt.
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Der Behälter 100 ist in einer
Kühlmittelleitung,
z.B. einer internen Verbrennungsmaschine (nicht gezeigt) verwendbar.
Der Behälter
wird üblicherweise
in der Kühlmittelleitung,
z.B. in einer Art und Weise, die der in den 3A und 3B gezeigten
analog ist, platziert und gesichert.
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Das im bevorzugten Behälter 100 gezeigte
Kappenelement 116 ist bevorzugt entfernbar an das Gehäuse 110 gesichert,
um das Füllen
und/oder Wiederfüllen
des Behälters 100 mit
der Kühlmitteladditivzusammensetzung 7 zu
ermöglichen.
Das Kappenelement 116 kann wie gezeigt in die Peripherie
oder den Rand 118 des Gehäuses 110 eingelassen
sein.
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Das Kappenelement 116 kann
an der inneren Oberfläche 122 des
Gehäuses 110 mittels
eines elastischen O-Ringes 124 oder ähnlichem angebracht sein.
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Das Kappenelement 116 schließt wenigstens
einen Einlass 128, bevorzugt eine Vielzahl von Einlässen 128 ein,
um es einer flüssigen
Kühlmittelzusammensetzung
(nicht gezeigt), die außerhalb
des Behälters 100 fließt, zu ermöglichen,
in das Gehäuse 110 einzutreten
und mit der Kühlmitteladditivzusammensetzung 107 in
Kontakt zu kommen.
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Ein Kühlmittel-durchlässiges Element 130 wird
zum Kontrollieren der Freisetzung des Kühlmitteladditivs in das Kühlmittel
bereitgestellt. Im Genaueren beinhaltet das Kühlmittel-durchlässige Element
eine auflösbare
Dichtungsschicht 134, eine Membranfilterelementsschicht 136 und
ein Plattenelement 138, das durch es hindurch einen oder
mehrere Einlässe 140 hat.
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Die auflösbare Dichtungsschicht 134 umfasst
bevorzugt ein Draht- oder Netzsieb, z.B. ein rostfreies Stahlsieb,
das mit einem wie hier an anderer Stelle beschrieben im Kühlmittel
löslichen
Polymer imprägniert ist.
Die Schicht 136 ist eine Schicht eines Filtermediums, wie
an anderer Stelle hier beschrieben.
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Das Plattenelement 138 kann
aus Aluminium oder einem anderen Material oder Materialien, die
in einem auf Wasser basierenden Kühlmittel unlöslich sind,
hergestellt werden. Das Plattenelement 138 befindet sich
an zweiter Stelle im Innenraum 111, wobei man sich nach
innen erstreckende Schlaufen 139 verwendet, welche in festgelegter
aangrenzender Beziehung zur Innenwand 141 des Gehäuses 110 stehen.
Die Plattenelementeinlässe 140 sind
wie in 4A gezeigt im
Allgemeinen mit den Kappenelementeinlässen 128 ausgerichtet.
Alternativ können
die Platteneinlässe 128 und
die Kappeneinlässe 140 teilweise
oder vollständig
voneinander versetzt sein. Es wird zu beachten sein, dass die Größe (und
die versetzte Position, wenn anwendbar) der Einlässe 128, 140 im
Allgemeinen die Freisetzungsgeschwindigkeit des Kühlmitteladditivs
in das Kühlmittel
beeinflussen wird. In der gezeigten Ausführungsform sind sowohl die
Dichtungsschicht 134, die Membranschicht 136 und
das Plattenelement 138 ringförmig oder haben eine "Donut"-Form.
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Wie in 4A gezeigt
liegt die auflösbare
Dichtungsschicht 134 über
der Membranschicht 136 und diese beiden Schichten 134, 136 liegen
zwischen dem Kappenelement 116 und dem Plattenelement 138 dazwischen.
Die Dichtungsschicht 134 und die Filtermediumsschicht 136 kann
alternativ kleinere, mehrfache Elemente, die eine ausreichende Größe haben,
um wenigstens die Einlässe 128, 140 zu
schützen,
umfassen.
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Der Behälter 100 arbeitet
in einer Art und Weise, die im Wesentlichen Behälter 1A analog ist
und setzt das Additiv aus dem Behälter in das Kühlmittel
effektiv frei. Eine Kühlmittelpumpe
und ein Kühlmittelfilterelement
können
in dieser Ausführungsform
in einer Art und Weise, die der in Beispiel 2 beschriebenen analog
ist, verwendet werden.
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Beispiel 6: Alternative
schalenförmige
Konfiguration
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Die 5A und 5B zeigen des weiteren einen
anderen Behälter 200 der
vorliegenden Erfindung, der im Allgemeinen dem in den 4A und 4B gezeigten Behälter 100 ähnlich ist.
Der Behälter 200 umfasst im
Allgemeinen ein schalenförmiges
Gehäuse 210,
das einen hohlen Innenraum 211 zum Aufbewahren einer Kühlmitteladditivzusammensetzung 207 definiert.
Zusätzlich
ist ein Aluminiumplattenelement 213 an die Innenwand 241 des
Gehäuses 210 gesichert,
um die Kühlmitteladditivzusammensetzung 207 innerhalb
des Gehäuses 210 zu
halten. Das Aluminiumplattenelement 213 beinhaltet eine
Vielzahl von Einlässen 212,
z.B. wie gezeigt vier Einlässe 212.
Jeder der Vielzahl von Einlässen 212 wird
von einer auflösbaren
im Kühlmittel
löslichen
Polymerdichtung 216 bedeckt.
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Vier getrennte Trägerstrukturen 218 sind
direkt unterhalb jedes Einlasses 212 an dem Plattenelement 213 gesichert.
Jede dieser Strukturen 218 hat eine Öffnung 220 und hat
eine Größe, um ein
Membransegment 222 zwischen dem Plattenelement 213 und
der Öffnung 220 unterzubringen.
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Der Behälter 220 kann in einer
zu Behälter 100 analogen
Art und Weise verwendet werden und arbeitet und ist effektiv, um
das Additiv aus dem Innenraum in das Kühlmittel freizusetzen. Eine
Kühlmittelpumpe und
ein Kühlmittelfilterelement
können
in dieser Ausführungsform
in einer Art und Weise, die der in Beispiel 2 beschriebenen analog
ist, verwendet werden.
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Beispiel 7 und 8: Behälter, die
verschieden platzierte Öffnungen
beinhalten
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Wie hier an anderer Stelle bemerkt
sind Behälter,
die Öffnungen
und Kühlmittel-durchlässige Elemente an
irgendeiner Stelle oder Stellen im Gehäuses des Behälters beinhalten,
innerhalb des Anwendungsbereiches der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.
Wie in 6 gezeigt, kann
ein schalenförmiger
Behälter 300 z.B.
eine oder mehrere Strukturen haben, die wenigstens eine Öffnung und
ein Kühlmittel- durchlässiges Element
haben, wobei die Strukturen im Allgemeinen als 302, in
der Oberseite 304 und/oder Unterseite 306 und/oder
Seitenwand 308 des Gehäuses 310 gezeigt
sind. Ebenso kann wie in 7 gezeigt
ein zylindrisch geformter Behälter
eine oder mehrere Strukturen haben, die wenigstens eine Öffnung und
ein Kühlmittel-durchlässiges Element
haben, wobei die Strukturen im Allgemeinen als 402, am
ersten Ende 404 und/oder am zweiten Ende 406 und/oder
in der Seitenwand 408 des Gehäuses 410 gezeigt sind.
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Jede der Strukturen 302 bzw. 402 beinhaltet
eine Öffnung
im Gehäuse 310 bzw. 410,
eine Dichtungsschicht, die effektiv für Verschiffen/Lagerung ist
und eine Membranschicht, die effektiv im Kontrollieren der Freisetzung
des Additivs aus dem Gehäuse
in das Kühlmittel
ist. Die Struktur oder die Strukturen 302 bzw. 402 werden
an die Gehäuse 310 bzw. 410 gesichert,
wobei analoge Techniken zu den hier beschriebenen verwendet werden,
um die Kühlmittel-durchlässigen Elemente
an die Gehäuse
zu sichern. Solche analogen Techniken liegen innerhalb des gewöhnlichen
Standes der Technik und müssen
hier nicht im Detail beschrieben werden.
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Die Behälter 300 und 400 können mit
Bezug auf Behälter 1, 1A, 100 und 200 in
einer analogen Art und Weise zu der hier beschriebenen verwendet
werden und sind effektiv, um die Additiv aus dem Behälter in
das Kühlmittel
freizusetzen. Eine Kühlmittelpumpe
und ein Kühlmittelfilterelement
können
in dieser Ausführungsform
in einer Art und Weise, die der in Beispiel 2 beschriebenen analog
ist, verwendet werden.
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Beispiel 9: Filterbaueinheiten,
die Additivbehälter
beinhalten
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8 veranschaulicht
schematisch eine Filterbaueinheit 550 für eine Kühlmittelflüssigkeit in welcher ein Additivbehälter 560,
der in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung angewendet wird, das zentrale Röhrchen ist.
Der Behälter 560 ist
zylindrisch geformt und ist im Allgemeinen vielen der hier an anderer
Stelle beschriebenen Behältern
analog konfiguriert.
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Die Kühlmittelflüssigkeit aus Einlassleitung 562 läuft in das
Filtergehäuse 564 und
kommt mit dem Filtermedium 566 von herkömmlicher Struktur in Kontakt.
Die gefilterte Kühlmittelflüssigkeit
tritt dann mit Behälter 560 in
Kontakt und Additiv aus dem Behälter
wird in die Kühlmittelflüssigkeit
freigesetzt. Die gefilterte, mit Additiv angereicherte Kühlmittelflüssigkeit
läuft dann
aus dem Filtergehäuse 554 durch
die Auslassleitung 570 und ist für die Verwendung im Kühlmittelsystemservice
bereit.
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Es sei angemerkt, dass die Filterbaueinheit
so konfiguriert sein kann, dass die Kühlmittelflüssigkeit mit dem Additivbehälter zuerst
in Kontakt kommt, bevor sie mit dem Filtermedium in Kontakt kommt
und wobei eine solche alternative Konfiguration innerhalb des Anwendungsbereichs
der vorliegenden Erfindung liegt.
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Auf jedenfall dient der Additivbehälter 550 und
ist effektiv sowohl um eine anhaltende Freisetzung des Additivs
als auch ein Strukturelement für
die Filterbaueinheit 550 bereitzustellen.
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Während
die vorliegende Erfindung in Bezug auf verschiedene spezielle Beispiele
und Ausführungsformen
beschrieben worden ist, sollte verständlich sein, dass die Erfindung
nicht darauf beschränkt
ist und dass sie innerhalb des Anwendungsbereiches der folgenden
Ansprüche
verschiedenartig angewendet werden kann.
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Zusammenfassung
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Ein Behälter [1] zum Freisetzen
eines chemischen Additivs in eine Kühlmittelzusammensetzung umfasst
ein Kühlmittel-undurchlässiges Gehäuse [3]
mit einem hohlen Innenraum und eine Kühlmitteladditivzusammensetzung
[7], die wenigstens ein im Kühlmittel lösliches Additiv umfasst. Das
Additiv wird innerhalb des Behälters
durch wenigstens ein Kühlmittel-durchlässiges Element
[11], das an oder in der Nähe der Öffnung des Gehäuses bereitgestellt
wird und die Freisetzung der Additive in die Kühlmittelzusammensetzung effektiv ermöglicht,
festgehalten. Verfahren zur Freisetzung von Additiven in Kühlmittelzusammensetzungen
sind beschrieben.
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