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DE1029365B - Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure und ihren Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure und ihren Derivaten

Info

Publication number
DE1029365B
DE1029365B DEB40926A DEB0040926A DE1029365B DE 1029365 B DE1029365 B DE 1029365B DE B40926 A DEB40926 A DE B40926A DE B0040926 A DEB0040926 A DE B0040926A DE 1029365 B DE1029365 B DE 1029365B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
compounds
complex
derivatives
acrylic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB40926A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Lautenschlager
Dr Herbert Friederich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB40926A priority Critical patent/DE1029365B/de
Publication of DE1029365B publication Critical patent/DE1029365B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C57/00Unsaturated compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C57/02Unsaturated compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms with only carbon-to-carbon double bonds as unsaturation
    • C07C57/03Monocarboxylic acids
    • C07C57/04Acrylic acid; Methacrylic acid
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/15Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction of organic compounds with carbon dioxide, e.g. Kolbe-Schmitt synthesis

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß man Acrylsäure oder ihre Derivate dadurch herstellen kann, daß man Kohlenoxyd mit Acetylen und Wasser oder Verbindungen mit reaktionsfähigen Wasserstoffatomen, z. B. Alkoholen, Carbonsäuren, primären oder sekundären Aminen, in Gegenwart carbonylbildender Metalle oder deren Verbindungen, insbesondere Nickelhalogeniden, in der Wärme und unter Druck umsetzt.
Es ist ferner bekannt, daß man für diese Umsetzung als Katalysatoren Komplexverbindungen des Nickels verwenden kann, die außer Halogen Phosphonium-, Arsonium- oder Stiboniumverbindungen enthalten (vgl. die deutsche Patentschrift 805 641). Weiterhin ist es bekannt, als Katalysatoren auch solche komplexe Nickelverbindungen zu verwenden, die tertiäre Amine oder davon abgeleitete Ammoniumverbindungen enthalten (vgl. deutsche Patentschrift 892 445). Schließlich ist es auch bekannt, die Umsetzung von Acetylen, Kohlenoxyd und Verbindungen mit beweglichem Wasserstoffatom in Gegenwart von Komplexverbindungen von Nickelsalzen mit Carbonsäureamiden durchzuführen (vgl. deutsches Patent 949 654).
Gegenstand des Patents 1 009 620 ist ein Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure und ihren Derivaten aus Acetylen, Kohlenmonoxyd und Wasser oder Verbindungen mit beweglichem Wasserstoffatom in Gegenwart von Katalysatoren bei erhöhter Temperatur und unter Druck, bei dem als Katalysatoren Komplexverbindungen aus Halogeniden carbonylbildender Metalle und komplexbildenden Verbindungen der allgemeinen Formel X — CH8 —· (C H2) „ — Y verwendet werden, die zwei Elemente der V. und bzw. oder VI. Hauptgruppe des Periodischen Systems enthalten. In dieser Formel bedeuten X und Y eine Oxy-, Alkoxy-, Aryloxy- oder Acylgruppe oder eine entsprechende Schwefel- oder schwefelhaltige Gruppe oder einen Rest eines primären oder sekundären Amins oder Phosphine; jedoch sollen X und Y nicht gleichzeitig Oxygruppen bedeuten; η hat den Wert 0, 1 oder 2.
Es wurde nun gefunden, daß man die Herstellung der Acrylsäure und deren Derivate besonders vorteilhaft durchführen kann, wenn man bei ihrer Herstellung Verbindungen der allgemeinen Formel X —CH2 — (C H2) n — Y verwendet, in der X eine Nitril-, Iminoäther- oder Säureamidgruppe und Y eine Nitril-, Iminoäther-, Säureamid-, Oxy-, Alkoxy-, Aryloxy- oder Acylgruppe oder eine entsprechende Schwefel- oder schwefelhaltige Gruppe oder den Rest eines primären oder sekundären Amins oder Phosphins bedeuten und η den Wert 0 bis 5 hat.
Die Anwendung dieser Verbindungen ermöglicht es, mit geringeren Mengen an komplexbildenden organischen Verbindungen als bisher auszukommen. In manchen Fällen genügt es, 50% der theoretisch zur Komplexbildung nötigen Mengen einzusetzen. Dabei ist in vielen Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure und ihren Derivaten
Zusatz zum Patent 1 009 620
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Dr. Hans Lautenschlager, Ludwigshafen/Rhein,
und Dr. Herbert Friederich, Worms,
sind als Erfinder genannt worden
Fällen das geringe Molekulargewicht der erfindungsgemäß anwendbaren Verbindungen von Vorteil. Weiterhin gestatten sie es, besonders bei der Herstellung des Acrylsäureäthylesters, höhere Konzentrationen an Ester in dem Reaktionsgemisch zu erreichen als bisher, da weniger Nebenprodukte entstehen.
Geeignete Verbindungen der allgemeinen Formel sind beispielsweise Malonsäuredinitril, Bernsteinsäuredinitril, Adipinsäuredinitril, /ί-Äthoxypropionitril, /3-Äthylmerkaptopropionitril, Dimethylaminoacetonitril, 3-Formylaminopropionitril, l-Cyanbutanon-(3), Bernsteinsäurediamid, Adipinsäurediamid, l-Cyan-3-methylaminopropanon-(3), Acetylaminoacetonitril, Malonsäuredi-Ν,Ν'-methylamid, Thiodipropionitril oder Lävulinsäurenitril.
Zweizähnige Komplexbildner, wie die beschriebenen Verbindungen, sind in ihrer Katalysatorwirkung den Verbindungen, die nur eine aktive Gruppe, z. B. eine Säureamid- oder Nitrilgruppe, enthalten, überlegen.
Sie bilden im allgemeinen mit Schwermetallsalzen Komplexverbindungen der Formel NiX2 · 2 X — CH2 — (C H2) „ — Y, doch ist eine solche Komplexbildung für ihre Verwendbarkeit nicht Voraussetzung. Im allgemeinen werden die Schwermetallsalze und die Komplexbildner der Reaktionsmischung getrennt zugesetzt, wobei man zweckmäßig konzentrierte wäßrige Lösungen jener anwendet.
Im allgemeinen wendet man 0,05 bis 0,3 % des carbonylbildenden Metalles und 0,5 bis 1 °/0 des Komplexbildners, berechnet auf das Gewicht des Reaktionsgemisches, an. Geringe Mengen Wasser stören bei der Herstellung der
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Acrylsäurederivate nicht. So ist es bei der Herstellung des Acrylsäureäthylesters möglich, mit 96°/oigem Alkohol zu arbeiten.
Die Umsetzungsbedingungen bei der Anwendung der neuen Komplexbildner entsprechen den bei der Acrylsäureherstellung nach W. Reppe üblichen. Man arbeitet zweckmäßig bei Temperaturen von 175 bis 2000C und vorteilhaft bei erhöhtem Druck. Man kann dabei der Reaktionsmischung auch inerte Lösungsmittel zusetzen.
Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
In einem Schütteldruckgefäß aus Edelstahl löst man 2,4 Teile des grünen Komplexsalzes NiBr2 · 2 Adipinsäuredinitril in 77,6 Teilen Äthanol. Die Lösung wird, nachdem die Luft aus dem Druckgefäß mit Stickstoff verdrängtist,mit einem Gemisch aus Acetylen und Kohlenoxyd im Volumenverhältnis 1:1 unter 45 at bei 185° C umgesetzt. Der Druck, der im Verlauf der Umsetzung abnimmt, wird halbstündlich durch Aufpressen einer Acetylen-Kohlenoxyd-Gasmischung auf 45 at eingestellt. Nach 12 Stunden sind 34 Teile des Gasgemisches aufgenommen entsprechend einem Druck von 203 at. Aus dem Reaktionsgemisch erhält man durch Destillation 103 Teile eines 67°/0igen Acrylsäureäthylesters in Äthanol und 11 Teile Rückstand.
Verfährt man wie oben beschrieben, gibt aber als Katalysator 1,2 Teile feingepulvertes Nickelbromid und 3 Teile Acetonitril zu, so erhält man nach 12 Stunden 87 Teile eines Reaktionsgemisches, das ungelöstes Nickelbromid enthält. Aus diesem Gemisch erhält man durch Destillation 81 Teile eines 12°/0igen Acrylsäureäthylesters in Äthanol neben 6 Teilen eines öligen Rückstandes.
Beispiel 2
Zu 78,2 Teilen Äthanol gibt man 1,2 Teile einer 50°/„igen Nickelbromidlösung in Äthanol und 0,6 Teile Bernsteinsäuredinitril. Durch Umsetzung wie im Beispiel 1 erhält man 106 Teile eines Reaktionsgemisches, aus dem man durch Destillation 94 Teile eines 540/„igen Acrylsäureäthylesters in Äthanol neben 12 Teilen eines Rück-. Standes erhält.
Beispiel 3
Zu 78,3 Teilen Äthanol werden 1,2 Teile einer 50%igen Nickelbromidlösung in Äthanol und 0,5 Teile Äcetoaminoacetonitril gegeben. Nach der Umsetzung wie im Beispiel 1 erhält man 124 Teile Reaktionsgemisch, aus dem durch Destillation 113 Teile eines 52°/oigen Acrylsäureäthylesters und 11 Teile Rückstand erhalten werden.
Beispiel 4
Arbeitet man wie im Beispiel 3, jedoch mit 0,7 Teilen Acetaminopropionsäurenitril an Stelle von 0,5 Teilen Acetoaminoacetonitril, so erhält man 106 Teile eines 42°/oigen Acrylsäureäthylesters neben 9 Teilen Rückstand.
Beispiel 5
Zu 76,4 Teilen Äthanol gibt man 2,4 Teile einer 50°/0igen Nickelbromidlösung in Äthanol und 1,2 Teile yS-Äthoxypropionsäurenitril. Nach der Umsetzung wie im Beispiel 1 erhält man 98 Teile eines Reaktionsgemisches, aus dem man durch Destillation 89 Teile eines ίο 45°/0igen Acrylsäureäthylesters neben 9 Teilen eines Rückstandes erhält.
Beispiel 6
1,2 Teile einer 50°/0igen Nickelbromidlösung in n-Butanol und 0,5 Teile Malonsäuredinitril werden zu 78,3 Teilen n-Butanol gegeben und wie im Beispiel 1 bei 185°C jedoch nur unter 28 at Druck umgesetzt. Man erhält 102 Teile eines Reaktionsgemisches, aus dem man durch Destillation 92 Teile eines 51%igen Acrylsäurebutylesters neben 8,5 Teilen eines Rückstandes gewinnt.
Beispiel 7
2,4 Teile des Komplexsalzes NiBr2 · 2 Adipinsäuredinitril werden in 77,6 Teilen Methanol gelöst. Nach der Umsetzung wie im Beispiel 1 sind 99 Teile eines Reaktionsgemisches entstanden, aus dem man neben 9 Teilen eines Rückstandes 91 Teile eines 37°/oigen Acrylsäuremethylesters in Methanol durch Destillation erhält.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Abwandlung des Verfahr ens nach Patent 1009620 zur Herstellung von Acrylsäure und ihren Derivaten aus Acetylen, Kohlenoxyd und Wasser oder Verbindungen mit beweglichem Wasserstoffatom in Gegenwart von Katalysatoren bei erhöhter Temperatur und unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysatoren Komplexverbindungen aus Halogeniden carbonylbildender Metalle und komplexbildenden Verbindungen der allgemeinen Formel X — CH2—(CH2)„ — Y verwendet, in der X eine Nitril-, Iminoäther- oder eine Säureamidgruppe und Y eine Nitril-, Iminoäther-, Säureamid-, Oxy-, Alkoxy-, Aryloxy- oder Acylgruppe oder eine entsprechende Schwefel- oder schwefelhaltige Gruppe oder den Rest eines primären oder sekundären Amins oder Phosphins bedeuten und η den Wert 0 bis 5 hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die komplexen Metallverbindungen durch Zugabe der Einzelbestandteile zur Ausgangsmischung während der Umsetzung entstehen läßt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften. Nr. 805 641, 892 445; : deutsche Auslegeschrift B 31855 IVb/12o (bekanntgemacht am 29. 3. 56).
DEB40926A 1956-07-05 1956-07-05 Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure und ihren Derivaten Pending DE1029365B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3035088A (en) * 1959-03-23 1962-05-15 Union Carbide Corp Process for producing acrylic acid esters

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE805641C (de) * 1948-10-02 1951-05-25 Basf Ag Verfahren zur Herstellung ª‡,ª‰-ungesaettigter Carbonsaeuren und ihrer Abkoemmlinge
DE892445C (de) * 1951-06-06 1953-10-08 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure und deren funktionellen Derivaten
DE949654C (de) * 1954-07-17 1956-09-27 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure und ihren funktionellen Derivaten

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