DE1029175B - Tonarmaufsetzvorrichtung - Google Patents
TonarmaufsetzvorrichtungInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Plattenspielgerät mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen Aufsetzen
des Abtaststiftes in die Einlaufrille der abzuspielenden Schallplatte, die mit einem Einstellorgan
und einem Anschlagorgan versehen ist; hierbei wird das Einstellorgan auf die jeweils oberste, auf dem
Plattenteller liegende Schallplatte abgesenkt und das Anschlagorgan zur Anlage an den Rand derselben
Schallplatte gebracht.
Es sind Plattenspielgeräte bekannt, bei denen eine to Abfühlvorrichtung zum Abtasten des Durchmessers
unterschiedlicher Schallplattenarten und zum Einführen der Abtastspitze des Tonarms vorgesehen ist.
Diese Abfühlvorrichtung ist über eine Reibkupplung mit dem Tonarm verbunden. Nach dem Abspielen
einer Schallplatte schwenkt der Tonarm auswärts, wobei das Abfühlorgan, über die Reibkupplung mitgenommen,
gegen den Rand der untersten Schallplatte eines auf einer Stapelachse angeordneten Vorratsstapels geschwenkt wird. Gemäß der Größe der
untersten Schallplatte wird die Reibkupplung verstellt. Bei dem darauffolgenden Einschwenken des
Tonarms über die zuletzt abgeworfene Schallplatte bewirkt die Verstellung der Reibkupplung das genaue
Einführen der Abtastspitze in die Einlaufrille dieser Platte. Der Nachteil einer solchen Abfühlvorrichtung
ist, daß das Abfühlorgan bei nicht ganz ebenen Schallplatten
unter den Vorratsstapel gedrückt wird, was eine Fehleinstellung der Reibungskupplung bewirkt.
Ferner kann eine Fehleinstellung dadurch entstehen, daß sich eine relativ große Platte über die zuunterst
liegende sehr kleine Platte wölben kann und so das Fühlorgan vorzeitig am Einschwenken hindert.
Des weiteren sind Plattenspielgeräte bekannt, bei denen am Tonarmkopf in Richtung auf den Plattentellermittelpunkt
seitlich ein Stützorgan angebracht ist. Dieses kommt nach dem Einschwenken des Tonarms
bis in den Bereich der größten abzuspielenden Schallplatte mit der Oberfläche der zuoberst auf dem
Plattenteller liegenden Schallplatte in Berührung. Infolge der Schrägstellung des Stützorgans relativ
zur Tangente der augenblicklich vom Stützpunkt berührten Tonrille wird der Tonarm einwärts gezogen,
bis die Abtastspitze auf den Rand der obersten auf dem Plattenteller liegenden Platten heraufgezogen
wird. Danach wird das exzentrisch gelagerte Stützorgan von der Schallplattenoberfläche abgehoben. Ist
jedoch die auf dem Plattenteller zuoberst liegende Schallplatte von der größten bespielbaren Schall
plattenart, so wird die Abtastspitze unmittelbar in die Einlaufrille dieser Schallplatte gesenkt. Durch die
seitliche Anbringung des Stützorgans am Tonarm und auch dadurch, daß das Einschwenken des Tonarms
von der Oberflächengeschwindigkeit des jeweilig Tonarmaufsetzvorrichtung
Anmelder:
ELECTROACUSTIC Gesellschaft m.b.H., Kiel, Westring 425-429
Hermann Hass, Mönkeberg bei Kiel,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
beaufschlagten Kreises der Schallplattenoberfläche sowie von dem Anstellwinkel des Stützorgans abhängig
ist, kann eine derartige Abfühlvorrichtung nur für Schallplatten von geringer Durchmesserdifferenz
Verwendung finden.
Außerdem sind Plattenspielgeräte bekannt, bei denen in einer ähnlichen Weise wie bei der zuvor beschriebenen
Vorrichtung ein Stützorgan seitlich aus dem Tonarm in Richtung auf den Plattentellermittel
punkt herausragt. Auch hierbei bewirkt die Umdrehung des Plattentellers das Einschwenken des Tonarms.
Allerdings wird bei dieser Vorrichtung die Abtastspitze nicht auf die Kante der zuoberst auf dem
Plattenteller liegenden Schallplatte herausgezogen, sondern es wird ein Anschlagorgan gegen die besagte
Kante gedrückt, wodurch das Stützorgan sowie das Anschlagorgan eingezogen werden. Das Einziehen
der beiden genannten Organe erfolgt in dem Augenblick, in dem sich die Abstastspitze genau oberhalb
der Einlaufrille der abzuspielenden Schallplatte befindet. Auch diese Abfühlvorrichtung ist, ebenso wie
die zuvor beschriebene, nicht für alle gängigen Schallplattengrößen verwendbar. Es können lediglich mit
einer solchen Vorrichtung Schallplatten von nur geringer Durchmesserdifferenz verarbeitet werden, weil
sonst das Einschwenkorgan über die Maßen weit seitlich aus dem Tonarmkopf herausragen würde und
in der innersten Stellung des Tonarms nur schwer an der Stapelachse vorbeizuführen wäre. Die Verwendung
einer 38-cm-Stapelachse wäre in diesem Fall sogar völlig unmöglich.
Um nun das Abspielen aller gängigen Schallplatten zu ermöglichen, wobei dasAbfühlen der Schallplattendurchmesser
auf dem Plattenteller erfolgen soll, sind
SM 508/156
erfindungsgemäß das Einstellorgan und das Anschlagorgan
gesondert vom Tonarm auf dem Chassis ange
ordnet und beide Organe gegen vertikale Verschiebung starr gekuppelt und besitzen in horizontaler
Richtung, aber um eine gemeinsame Achse getrennt schwenkbare Arme, die über die größtmögliche Höhe
des auf dem Plattenteller liegenden Plattenstapels gehoben und auf die Ebene der obersten Platte abgesenkt
werden können und nach dem Einführen der Abtastspitze in die Einlaufrille der Schallplatte in
ihre unwirksame Stellung außerhalb des Plattenrandes gebracht werden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert. Es bedeutet
Fig. 1 Aufsicht auf die Steuervorrichtung,
Fig. 2 Seitenansicht der Steuervorrichtung. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Vorrichtung mit zwei
gekuppelten Abf ühlorganen zum Abtasten der Plattengröße der jeweils obersten der auf dem Plattenteller
aufgestapelten Schallplatten. Die Vorrichtung besteht aus einem Anschlagorgan I1 das von außen nach innen
schwenkend die Plattengröße abfühlt, und einem Einstellorgan 2, das das Anschlagorgan 1 auf die Höhe
der abzuspielenden Schallplatte einstellt. Beide Organe sind, obwohl miteinander gekuppelt, horizontal
gegeneinander schwenkbar. Das Einstellorgan 2 ist an der oberen Stirnfläche einer Buchse angebracht,
deren untere Stirnfläche mit dem Hebel 4 verbunden ist. In das gabelförmige Ende des Hebels 4 greift der
Stift 5 eines an der Montageplatte 12 gelagerten Steuerhebels6 ein. Durch dieBuchse3 ist ein mit dem
Anschlagorgan 1 mittels Nietung verbundener Bolzen 7
hindurchgeführt, der an dem unteren Ende der Buchse 3 mit dem Anschlaghebel 8 derart verschraubt ist, daß
Buchse und Bolzen sich gegeneinander vertikal nicht verschieben können. Der Anschlaghebel 8 wirkt mit
einem Hebel 9 zusammen, der mit dem Tonarm 10 beispielsweise durch Nietung fest verbunden ist.
Gegen das untere Ende des Bolzens 7 liegt ein Arm des Kipphebels 11, der die Buchse 3 samt Bolzen 7
und das daran befindliche Anschlagorgan 1 und Einstellorgan 2 in der an der Montageplatte 12 befestigten
Gleitbuchse 13 auf und nieder bewegen kann. Der Steuerhebel 6 sowie der Kipphebel 11 werden von den
Nocken 14 und 15 gesteuert, die auf der Steuerscheibe 16 des Wechselmechanismus angebracht sind. Zwei
Federn 17 und 18, von denen die eine an dem Steuerhebel 6 und die andere an dem Anschlaghebel 8 befestigt
ist, ziehen das Anschlagorgan 1 und das Einstellorgan 2 nach dem Abfühlen einer Platte wieder
in ihre Ausgangsstellung zurück.
Die Arbeitsweise der Abfüllvorrichtung soll im folgenden beschrieben werden:
Liegen auf dem Plattenteller 19 beispielsweise drei Platten und wird nach dem Abspielen der dritten eine
vierte abgeworfen, so muß vor oder während des Einschwenkens des Tonarms die Größe der zuletzt abgeworfenen
Platte abgefühlt werden. Damit nun das Anschlagorgan 1 nicht gegen den Rand einer der unteren
Platten stößt, wird es vom Kipphebel 11 zunächst so hoch gehoben, daß es die maximal mögliche Höhe aller
auf dem Plattenteller 19 aufzustapelnden Platten überragt. Die Kippbewegung des Hebels 11 wird
durch den an der Steuerscheibe 16 befestigten Nocken 15 ausgelöst. Nachdem nun beide, das Anschlagorgan
und das Einstellorgan, die genannte Höhe erreicht haben, drückt der Nocken 14 der
Steuerscheibe 16 den Steuerhebel 6 nach außen. Dadurch wird über den Stift 5 und den Hebel 4 das Einstellorgan
2 über den Plattenteller 19 geschwenkt.
Zeigt die Spitze des Einstellorgans 2 auf die Mitte der Platten, so verläßt der Nocken 15 den Kipphebel
11, und das Eigengewicht der Abfühlvorrichtung läßt diese, von der Buchse 3 und der Gleitbuchse 13 geführt, so weit abwärts fallen, bis die Rolle 20 des
Einstellorgans 2 auf die obere Platte trifft. Damit ist das Anschlagorgan 1 genau auf die Höhe der abzutastenden
Platte eingestellt. Nun beginnt der Tonarm 10 einzuschwenken und nimmt über den Hebel 9
und den Anschlaghebel 8 das Anschlagorgan 1 mit. Trifft die Rolle 21 des Anschlagorgans 1 auf den
Plattenrand der obersten Platte, so befindet sich der Tonarm 10 gerade über demselben und wird am
Weiterschwenken gehindert. Die nicht dargestellte Tonarmsteuerung läuft weiter, denn sie ist über eine
Rutschkupplung mit dem Tonarm 10 reibungsschlüssig verbunden. Schließlich senkt die Tonarmsteuervorrichtung
den Tonarm 10 auf die Platte. Dabei gibt der Hebel 9 den Anschlaghebel 8 frei, und die Feder
zieht diesen und somit auch das Anschlagorgan 1 in die Ausgangsstellung zurück. Gleichzeitig hat der
Nocken 14 den Steuerhebel 6 freigegeben. Darauf zieht die Feder 17 über den Steuerhebel 6 und den
Hebel 4 das Einstellorgan 2 ebenfalls in die Ausgangsstellung zurück, womit der Abfühlvorgang abgeschlossen
ist.
Claims (6)
1. Plattenspielgerät mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen Aufsetzen des Abtaststiftes in die
Einlaufrille der abzuspielenden Schallplatte, mit einem Einstellorgan, das auf die jeweils oberste
auf dem Plattenteller liegende Schallplatte abgesenkt werden kann und einem Anschlagorgan zur
Anlage an den Schallplattenrand, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellorgan (2) und das Anschlagorgan
(1) gesondert vom Tonarm auf dein Chassis (12) angeordnet sind und beide Organe
gegen vertikale Verschiebung starr gekuppelt, in horizontaler Richtung aber um eine gemeinsame
Achse getrennt schwenkbare Arme (1, 2) besitzen, die über die größtmögliche Höhe des auf denv
Plattenteller liegenden Plattenstapels gehoben und auf die Ebene der obersten Platte abgesenkt werden
können und nach dem Einführen der Abtastspitze in die Einlaufrille der Schallplatte in ihre
unwirksame Stellung außerhalb des Plattenrandes gebracht werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein noekengesteuerter Kipphebel
(11) die vertikale Bewegung des Einstell- (2) sowie des Anschlagorgans (1) steuert.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine vorzugsweise
von der Plattentellernabe oder vom Wechselmechanismus angetriebene Steuerscheibe (16)
über Hebel (6, 4) den Bewegungsablauf des Anschlagorgans (1) und des Stellorgans (2) mit Hilfe
der Nocken (14 und 15) steuert.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagorgan (1) mit einem Hebel (8) starr verbunden
ist, der über einen weiteren mit dem Tonarm (10) gekuppelten Hebel (9) den Tonarm (10) auf den
Rand der abgetasteten Platte führt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die Größe
der Platte abtastende Anschlagorgan (1) einen Anschlag verstellt, gegen den ein mit dem Tonarm
(10) gekuppelter Hebel dann stößt, wenn sich der Tonarm über dem Rand der obersten Platte
befindet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den An-
schlagorganen Rollen aus weichem Material, wie Gummi, angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschriften Nr. 661865, 617 821,
747;
USA.-Patentschrift Nr. 2 586 422.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10852A DE1029175B (de) | 1955-06-11 | 1955-06-11 | Tonarmaufsetzvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10852A DE1029175B (de) | 1955-06-11 | 1955-06-11 | Tonarmaufsetzvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1029175B true DE1029175B (de) | 1958-04-30 |
Family
ID=7067961
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE10852A Pending DE1029175B (de) | 1955-06-11 | 1955-06-11 | Tonarmaufsetzvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1029175B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1149546B (de) | 1958-06-05 | 1963-05-30 | Foster Mallard Ltd | Plattenwechsler mit Stapelachse |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB584747A (en) * | 1943-12-02 | 1947-01-22 | Thorens Hermann Sa | Improvements in and relating to talking machines with automatic record changer for playing records of different diameters |
| GB617821A (en) * | 1943-01-27 | 1949-02-11 | Philips Nv | Improvements in or relating to the reproduction of gramophone records |
| GB661865A (en) * | 1946-07-31 | 1951-11-28 | Philips Nv | Improvements in or relating to automatic record-changing devices for gramophones |
| US2586422A (en) * | 1946-11-06 | 1952-02-19 | Gen Instrument Corp | Tone arm indexing apparatus |
-
1955
- 1955-06-11 DE DEE10852A patent/DE1029175B/de active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB617821A (en) * | 1943-01-27 | 1949-02-11 | Philips Nv | Improvements in or relating to the reproduction of gramophone records |
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| DE1149546B (de) | 1958-06-05 | 1963-05-30 | Foster Mallard Ltd | Plattenwechsler mit Stapelachse |
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