DE1071969B - - Google Patents
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Description
Die Erflnidung betrifft einen Plattenwechsler für verschiedene Plattengrößen mit einer Einrichtung zum
selbsttätigen Aufsetzen des Abtaststiftes auf die Einlaufrille der abzuspielenden Schallplatte mit einer von
der Antriebsvorrichtung des Gerätes bewegten und an der Unterseite .der untersten Platte des Vorratsstapels
entlangstreichenden Fühlvorrichtung zum Abfühlen des Durchmessers der ihre Lage während des Abfüh-Iens
nicht verändernden Schallplatte mit einem Schaltorgan, durch das ein die Aufsetzstellung des Abtast-Stiftes
bestimmender Mechanismus betätigt wird.
Es sind Plattenwechsler dieser Art bekannt, bei denen zum Zwecke des Bestimmens der Größe der abzuspielenden
Schallplatie ein Fühlorgan an der Unterseite der im Vorratsstapel vorrätigen Schallplatten in
Richtung auf den Plattenrand entlangstreicht. Beim Überschreiten des Plattenrandes schnappt eine an dem
Fühlorgan angebrachte Raste in eine einer bestimmten Plattengröße zugeordnete Kerbe und verhindert die
weitere Auswärtsbewegung des Fühlorgans. Während dieser Abwärtsbewegung des Fühlorgans wird gleichzeitig
eine Führungsschiene verstellt. In dem Augenblick, in dem das Abfühlorgan den Rand einer Platte
überschreitet, bleibt die Führungsschiene stehen und stellt in dieser Stellung ein Maß für den Einschwenkwinkel
des Tonarms dar. Dieser Winkel ist stets so groß, daß der Tonarm genau bis über den Rand der
jeweils abgefühlten Platte geschwenkt wird. Nachdem das Abfühlen der untersten Schallplatte des Vorratsstapels erfolgt list, wird dieselbe durch rückläufige Be-
wegung des Fühlorgans über die Schulter einer Stapelachse gestoßen und auf den Plattenteller in ihre Spielstellung
abgeworfen. Das Fühlorgan dient also gleichzeitig als Abwurforgan.
Nachteilig bei dieser bekannten Vorrichtung ist, daß die Steuerung des Fühl- und Abwurforgans sowie aller
übrigen Steuerglieder äußerst umständlich durch eine Vielzahl von Hebeln und Federgliedern durchgeführt
wird und daß zur Halterung des Vorratsstapels zwei Stützvorrichtungen, nämlich die Stapelachse sowie die
äußere Unterstützung, unbedingt erforderlich sind und daß ferner nur das Abfühlen einiger weniger gängiger
Größen von Schallplatten möglich ist, da die Einstellung der Führungsschiene für die horizontale
Tonarmschwenkbewegung über Ausnehmungen oder Kerben erfolgt. Außerdem ist der Energieaufwand
zum Verschwenken der Führungsschiene relativ groß. Ferner ist ein Plattenspielgerät bekannt, bei dem eine
Abfühlvorrichtung im Tonarm ausfahrbar untergebracht ist. Sie besteht im wesentlichen aus zwei Transportrollen,
von denen jeweils eine mit der Oberfläche der zuoberst auf dem Plattenteller liegenden Schallplatte
in Eingriff gebracht wenden kann. Durch die Schrägstellung der jeweiligen Rolle sowie durch die
Plattenwechsler für verschiedene Plattengrößen
Anmelder:
ELECTROACUSTIC Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kiel, Westring 425/429
ELECTROACUSTIC Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kiel, Westring 425/429
Helmut Lilienthal, Herbert Stolze, Kiel, und Heinz E.Hertel, Chicago, III. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
Plattenrotation wird der Tonarm dabei derart verschwenkt, daß die Abtastspitze des Tonabnehmers bis
oberhalb der Einlaufrille der abzuspielenden Platte gelangt und in dieselbe abgesenkt wird.
Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Vorrichtung ist, daß die zum Abfühlen erforderliche Zeit von
der Drehzahl des Plattentellers abhängt. Da nämlich bei modernen Plattenspielgeräten die Schallplatten
sowohl mit 16 2/3 Umdrehungen pro Minute als auch mit 78 Umdrehungen pro Minute abgespielt werden
können, differiert die eigentliche Abspielzeit nachteiligerweise nahezu um das Fünffache. Ferner besteht
bei dieser Art einer Abfühlvorrichtung die Gefahr, daß vornehmlich bei der höchsten Drehzahl des Plattentellers
bei Plattenschlag oder Beschmutzung der Plattenoberfläche die den Tonarm schwenkende Transportrolle
über den Rand der abzuspielenden Platte abrutscht.
Außerdem ist auch ganz besonders die Anordnung dieser Fühlvorrichtung innerhalb des Tonarms nachteilig,
weil nur schwer Vorkehrungen getroffen wenden können, um die Auflagekraft der jeweilig abtastenden
Abtastspitze einzustellen.
Des weiteren erschwert eine derartige Anordnung der Abfühlvorrichtung gleichzeitig die Unterbringung
von Schaltorganen im Tonarm. Die gleichzeitige Umschaltung des Tonabnehmers zusammen mit dem
Mehrganggetriebe ist schwer durchführbar.
Es sind auch Plattenwechsler bekannt, bei denen ein gesondert vom Tonarm angeordneter Fühler vorgesehen
ist. Er ragt in den Raum zwischen den von Hälteorganen getragenen Vorratsstapel und den Plattenteller
hinein. Beim Abwurf der jeweils untersten
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Schallplatte .des Vorratsstapels in die Spielstellung wird der Fühler entsprechend der Größe dieser Platte
von dieser verstellt. Der Fühler wiederum stellt dabei einen Anschlag ein, welcher den Einschwenkwdnkel
des Tonarms festlegt.
Die herunterfallende Platte erfährt infolge ihres einseitigen Auftreffens auf den Fühler eine Schrägstellung
und trifft, sofern eine größere Platte auf dem Plattenteller liegt, .mit ihrer Kante auf deren beschriftete
Oberfläche. Dadurch können beträchtliche Beschädigungen der unteren Platte eintreten, zumal das bei
parallelem Auftreffen der abgeworfenen Platte zwangläufig entstehende und -den Aufschlag dämpfende Luftkissen
sich nicht ausbilden kann. Ferner sind die zuletzt genannten Abfühlvorrichtungen nur für das Abspielen
von Schallplatten mit geringer Durchmesserdifferenz, beispielsweise für Schallplatten mit 30 und
25 cm Durchmesser, brauchbar. Es sind auch plattenförmige Tonträger mit einem Durchmesser von 20
und 17,5 cm im Handel. Die Radiendifferenz beträgt also schon zwischen der 30-cm-Platte und der 20-cm-Platte
5 cm. Für derartige Radiendifferenzen dürfte die bekannte Vorrichtung kaum vorteilhaft verwendbar
sein.
Erfindungsgemäß werden die Nachteile der bekannten Plattenspielgeräte vermieden, wenn die Fühlvorrichtung
von dem Tonarm gesondert angeordnet ist und aus einem Fühlorgan besteht, das einen von diesem
gesteuerten Steuerschieber betätigt, der nach Überschreiten des Randes der abgefühlten Schallplatte
durch das Fühlorgan und Entkupplung der Antriebsvorrichtung die Aufsetzstellung des Abtaststiftes festlegt.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung erläutert. Es bedeutet
Fig. 1 die erfindungsgemäße Einrichtung in Seitenansicht,
Fig. 2 wie Fig. 1, jedoch in Aufsicht, Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 eine Steuereinrichtung nach Fig. 3, Fig. 5 eine Steuereinrichtung nach Fig. 3 in einer
Arbeitslage,
Fig. 6 wie Fig. 5, jedoch in einer weiteren Arbeitsstellung,
Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel in Seitenansicht,
Fig. 8 eine Steuereinrichtung nach Fig. 7, Fig. 9 eine Abwandlung der Steuereinrichtung nach
Fig. 8.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Fühlorgan gezeigt, daß die Größe der jeweils untersten Platte eines stabilisierten
Vorratsstapels abfühlt und einen Anschlag derart verstellt, daß der Tonarm durch diesen auf den
Rand der abgetasteten Platte geführt wird. Dieses Fühlorgan 1 ist auf eine Buchse 2 genietet, die in einer
mit der Montageplaitte 3 fest verbundenen Führungsbuch.se 4 geführt ist. Aus diesem ragt nach oben zeigend
ein Führungsstift 6 hervor, der von einer Druckfeder 7, die zwischen der oberen Stirnfläche der Führungsbuchse
4 und der Unterkante des Fühlorgans 1 angeordnet ist, gegen die als Leitkurve ausgebildete
untere Stirnfläche 8 gedrückt wird. In die Bohrung der Buchse 2 ist die Führungsachse 10 des auf dem
Vorratsstapel 11 lastenden Stabilisators 12 gesteckt, der .mit der Buchse 2 verbundene Verstellhebel 5 liegt
mit seiner Spitze gegen einen Mitnehmerstift 13, der in einem Schlitz 14 des Führungsbleches 15 geführt
wird. Dieser Mitnehmerstift ist mit einem Steuerschieber 16 fest verbunden, der den Anschlag für den
mit dem nicht gezeichneten Tonarm fest gekuppelten
Anschlaghebel 17 bildet. Die Drehbewegung des Fühlorgans 1 erfolgt durch ein an dem Verstellhebel 5 angreifenden
Antriebsmechanismus 18, der wiederum von einem nicht dargestellten Wechselmechanisamis
betrieben wird.
Ist nun eine auf dem Plattenteller 19 liegende Schallplatte 20 abgespielt und der Tonarm bewegt
sich nach außen, so schwenkt der Antriebsmechanismus 18 das in Ruhestellung verharrende Fühlorgan 1
ίο unter den Vorratsstapel 11. Bei dieser Drehbewegung gleitet der Führungsstift, ständig von der Druckfeder 7
nach oben gedrückt, an der Stirnfläche 8 entlang. Zeigt die Spitze des Fühlorgans 1 auf den Plattentellermittelpunkt,
so drückt die Druckfeder 7 das Fühlorgan 1 nach oben, da in der Stirnfläche 8 an dieser Stelle eine
Ausnehmung vorgesehen ist und der Führungsstift 6 keinen Widerstand findet. Das auf dem Fühlorgan
angebrachte Gleitstück 21 trifft bei dieser Aufwärtsbewegung auf die untere Platte des Vorratsstapels 11
und gleitet an dieser, da die Drehbewegung nicht unterbrochen wurde, entlang. Erreicht schließlich das
Gleitstück 21 den Plattenrand und gleitet darüber hinweg, so vollführen alle Teile, die mit dem Fühlorgan
verbunden sind, wie die Buchse 2 und der Verstellhebel 5, einen Hub aufwärts. Dadurch kommen der
Verstellhebel 5 und der Mitnehmerstift 13 außer Eingriff, und der Steuerschieber 16, der bei der Drehbewegung
verstellt worden ist, bleibt an dieser Stelle liegen. Das Fühlorgan 1 jedoch wird weiter gedreht,
bis es einen Winkel von insgesamt 360° beschrieben und seine anfängliche Ruhestellung wieder erreicht
hat. Kurz nachdem das Fühlorgan 1 den Bereich der größten zu spielenden Platte verlassen hat, wird die
abgetastete Platte abgeworfen. Der unterdessen ebenfalls ausgeschwenkte Tonarm beginnt sich wieder einwärts
zu bewegen. Damit schwenkt auch der mit diesem starr gekuppelte Anschlaghebel 17 nach innen.
Dieser trifft auf den von dem Fühlorgan 1 eingestellten Steuerschieber 16, welcher so ausgebildet ist, daß
er das weitere Einschwenken des Tonarmes dann verhindert, wenn er sich gerade über dem Rand der zuletzt
abgeworfenen Platte befindet. Auf diese wird er schließlich abgesenkt, so daß die Abtastspitze mit der
Einlaufrille in Eingriff gelangt.
In den Fig. 3 bis 6 ist eine Abtastvorrichtung dargestellt, bei der ebenfalls ein Fühlorgan von unten her gegen die unterste Platte eines Vorratsstapels gedrückt wird und von innen nach außen sich bewegend die Plattengröße abfühlt. Nur dreht sich das Fühlorgan 1 nicht um 360°, sondern wird lediglich von einem nicht dargestellten Wechselmechanismus unter den Vorratsstapel in eine Winkelstellung ein- und wieder zurückgeschwenkt. Dieses Fühlorgan 1 ist durch Nietung .mit der Achse 22 verbunden, die von der Führungsbuchse 4 geführt wird. Am unteren Ende der Achse22 ist ebenfalls wie im vorigen Ausführungsbeispiel der Verstellhebel 5 angebracht, der über den Mitnehmerstift 13 den Steuerschieber 16 verschiebt, welcher in verschiedene Stellungen eingestellt den mit dem Tonarm fest gekuppelten Anschlaghebel 17 am weiteren Einschwenken hindert. Die untere Stirnfläche der Führungsbuchse 4 ist jedoch bei dieser Ausführung nicht als Kurve ausgebildet, sondern lediglich plan gedreht. An dieser Planfläche gleitet eine Distanzbuchse 23, welche an ihrem unteren Ende mit einem Gleitblech 24 fest verbunden ist. Das Gleitblech 24 weist ein Loch 25 auf, das eine Torsionsfeder 26, die ihre Festpunkte an der Montageplatte 3 und dem Gleitblech 24 hat, stets an derselben Stelle zu halten versucht. An der Unterseite des Gleitbleches 24 gleitet
In den Fig. 3 bis 6 ist eine Abtastvorrichtung dargestellt, bei der ebenfalls ein Fühlorgan von unten her gegen die unterste Platte eines Vorratsstapels gedrückt wird und von innen nach außen sich bewegend die Plattengröße abfühlt. Nur dreht sich das Fühlorgan 1 nicht um 360°, sondern wird lediglich von einem nicht dargestellten Wechselmechanismus unter den Vorratsstapel in eine Winkelstellung ein- und wieder zurückgeschwenkt. Dieses Fühlorgan 1 ist durch Nietung .mit der Achse 22 verbunden, die von der Führungsbuchse 4 geführt wird. Am unteren Ende der Achse22 ist ebenfalls wie im vorigen Ausführungsbeispiel der Verstellhebel 5 angebracht, der über den Mitnehmerstift 13 den Steuerschieber 16 verschiebt, welcher in verschiedene Stellungen eingestellt den mit dem Tonarm fest gekuppelten Anschlaghebel 17 am weiteren Einschwenken hindert. Die untere Stirnfläche der Führungsbuchse 4 ist jedoch bei dieser Ausführung nicht als Kurve ausgebildet, sondern lediglich plan gedreht. An dieser Planfläche gleitet eine Distanzbuchse 23, welche an ihrem unteren Ende mit einem Gleitblech 24 fest verbunden ist. Das Gleitblech 24 weist ein Loch 25 auf, das eine Torsionsfeder 26, die ihre Festpunkte an der Montageplatte 3 und dem Gleitblech 24 hat, stets an derselben Stelle zu halten versucht. An der Unterseite des Gleitbleches 24 gleitet
ein Führungsstift 6, der mit dem Hebel 27 vernietet ist und bei einer bestimmten Stellung des Fühlorgans 1
in das Loch 25 einrastet. Dieser Hebel 27 ist durch Preßsitz starr mit der Achse 22 verbunden. Er kann
von dem Schieber 28, den beispielsweise der nicht gezeichnete Wechselmechanismus betätigt, über den
Zapfen 29 gegen die Kraft der auf Torsion und Druck beanspruchten Feder 30 so weit verdreht werden, daß
er schließlich, wie in Fig. 5 gezeigt, hinter die verfederte Klinke 31 gerät und festgehalten wird. Außerdem
ist am Schieber 28 eine Nase 32 angebracht, die die Klinke 31 derart verschwenkt, daß der Hebel
27 freigegeben wird. EineTransportfeder 33, die ebenfalls an dem Schieber 28 angebracht ist, drückt bei
dessen Rückwärtsbewegung über eine am Hebel 27 vorgesehene schräg« Fläche 34 die Achse 22 und damit
alles, was an dieser befestigt ist, abwärts. Die schräge Fläche ist so ausgebildet, daß dieser Hub nach unten
ausreicht, um den Führungstift 6 aus dem Loch 25 zu ziehen.
Beim Abspielen einer Schallplatte steht das Fühlorgan 1 in seiner Ruhestellung, das heißt außer der
Reichweite der größten zu spielenden Schallplatte. Dabei ist die Feder 30 auf Torsion und Druck gespannt,
und der Hebel 27 wird, wie Fig. 5 zeigt, von der Klinke 31 gehalten. Ist nun eine Schallplatte abgespielt
und der Tonrarm schwenkt nach außen, so wird unverzüglich der Schieber 28 vom Wechselmechanismus
in Tätigkeit gesetzt und wie in der Fig. 5 nach rechts geschoben. Dabei drückt er die Klinke 31 entgegen
dem Uhrzeigersinn herum. Dadurch wird der Hebel 27 freigegeben, und die Feder 30 vermag nun
das Fühlorgan 1 unter den Vorratsstapel 11 zu schwenken. Der Hebel 27 nimmt nach der Schwenkung des
Fühlorgans die in Fig. 5 als strichpunktiert dargestellte Lage ein. In dieser Lage befindet sich die Spitze
des Fühlorgans 1 dem Plattentellermittelpunkt am nächsten, und der auf dem Hebel 27 angeordnete Führangsstift
6 erreicht das Loch 25. Er gleitet, da er keinen Widerstand findet und die Feder 30 ständig
nach oben drückt, in das Loch 25 hinein. Damit macht die Achse 22 und alle daran befindlichen Teile eine
Bewegung nach oben. Dieser Hubbewegung wird Einhalt geboten, sobald das Gleitstück 21 auf die unterste
Platte des Vorratsstapels 11 stößt und von der Feder 30 dagegengepreßt wird. Der Schieber 28 hat sich
unterdessen .stetig weiter nach rechts bewegt und dabei über den Zapfen 29 den Hebel 27 mitgenommen. Das
bedeutet aber, daß sich das Fühlorgan in denselben beim Einschwenken beschriebenen Kreisbogen zurückbewegt,
wobei ständig das Gleitstück 21 unter Druck an der untersten Platte des Vorratsstapels 11 entlanggleitet.
Überschreibet schließlich das Gleitstück 21 den Plattenrand, so macht das Fühlorgan 1 und damit die
Achse 22 einen geringen Hub nach oben. Dadurch kommen der an der Achse 22 befestigte Verstellhebel 5
und der Mitnehmerstift 13 außer Eingriff, und der beim Ausschwenken verstellte Steuerschieber 16 bleibt
in seiner augenblicklichen Stellung liegen. Hat nun das Fühlorgan 1 und der ausschwenkende Tonarm den
Bereich der größten zu spielenden Schallplatte verlassen, so wird sofort die abgetastete Platte abgeworfen.
Unverzüglich danach bewegt sich der Tonarm wieder nach innen. Der mit ihm starr gekuppelte
Anschlaghebel 17 stößt jedoch auf die als Kurve ausgebildete Kante des eingestellten Steuerschiebers 16,
so daß der sich jetzt gerade über der Kante der zuletzt abgeworfenen und abgetasteten Platte befindende Tonarm
am weiteren Einschwenken gehindert wird. Schließlich senkt sich an dieser Stelle der Tonarm,
und seine Abtastspitze gelangt mit der Einlaufrille in Eingriff. Inzwischen hat der Schieber 28 den Hebel 27
gegen die Kraft der Federn 26 und 30 so weit gedreht, daß er wieder hinter die Klinke 31 rastet. Damit hat
auch das Fühlorgan 1 seine anfängliche Ruhestellung wieder erreicht. Der Schieber 28 wird nun rückwärts,
d. h. in der Fig. 6 nach links, bewegt. Dabei gleitet die Transportfeder 33 über die schräge Fläche 34 und
drückt den Hebel 27 und damit alles, was an der Achse
ίο 22 befestigt ist, so weit herunter, daß der Führungsstift 6 von dem Loch 25 freikommt. Da jedoch beim
Ausschwenken das Gleitblech 24 samt Distanzbuchse 23 die Drehung von der innersten Stellung bis in die
Ruhestellung des Fühlorgans mitgemacht haben, ist die Torsionsfeder 26 gespannt worden. Durch das
Herausziehen des Führungsstiftes 6 aus dem Loch 25 ist das Gleitblech entkuppelt und schnellt, von der Torsionsfeder
26 getrieben, herum, so daß das Loch 25 wieder dort seinen Platz erhält, wo sich der Stift 6
nach dem Einschwenken des Fühlorgans 1 befindet. Damit ist der Abtastvorgang vollkommen abgeschlossen
und 'kann nach dem Abspielen der Platte von neuem beginnen.
In den Fig. 7 und 8 ist ein weiteres Beispiel einer kontinuierlichen Abtastung gegeben, bei dem ebenfalls
das Fühlorgan unter den Vorratsstapel geschwenkt und gegen die unterste Platte gepreßt wird. Nur nutzt
man zur Verstellung des Anschlagbleches nicht den Schwenkweg aus, bei dem das Fühlorgan sich unter
dem Plattenetapel befindet, sondern den, bei dem er frei von der Platte in die Ruhestellung schwenkt. An
Stelle des Gleitstücks 21 ist dieses. Fühlorgan 1 mit einem Friktionsrädchen 35 versehen, das über eine
starre Welle 36 mit der Schnecke 37 verbunden ist.
Diese befindet sich im Eingriff mit dem Schneckenrad 38, das an dem Kopfende einer Hohlwelle 39 befestigt
ist. Die Hohlwelle ist durch eine Führungsbuchse 4 geführt und an ihrem unteren Ende über eine Rutschkupplung
40 mit dem Steuerhebel 5 gekuppelt, der den Steuerschieber 16 des Anschlaghebels 17 verstellt. Das
Fühlorgan 1 ist auf eine Achse 22 genietet, die durch die Bohrung der Hohlwelle 39 geführt ist. Ihr unteres
Ende ist mit dem Schaltorgan 41 starr verbunden, das, vom Schaltmechanismus betätigt, das Fühlorgan horizontal
und vertikal bewegt.
Die Wirkungsweise dieser Abfüllvorrichtung ist folgende: Unmittelbar nach dem Abspielen einer
Schallplatte und nach Beginn des Tonarmabhebens schwenkt das Schaltorgan 41 das Fühlorgan 1 unter
den Vorratsstapel 11. Zeigt die Spitze des Fühlorgans 1 nach dem Mittelzapfen, so hebt das Schaltorgan
41 die gesamte in der Führungsbuchse 4 geführte Abfüllvorrichtung an, und das Friktionsrad 35
kommt mit der untersten Platte des Vorrats Stapels reibungsschlüssig in Eingriff. Bei diesem Einwärtsschwenken
ist der Steuerschieber 16 von dem Verstellhebel 5 von dem Begrenzungssteg 42 gegen den
Anschlag 42' geschoben worden. Gemeinsam mit der Ausschwenkbewegung des Tonarms wird jetzt auch
das Fühlorgan 1 mit einer bestimmten Winkelgeschwindigkeit wieder zurückgeschwenkt. Dabei rollt
das Friktionsrad 35 an der Unterseite des Vorratsstapels 11 entlang ■und dreht über die Welle 36 die
Schnecke 37. Nun ist der Durchmesser des Friktionsrädchems 35 und die Übersetzung des Schneckentriebs
derart gewählt, daß die Schwenkbewegung des Fühlorgans ausgeglichen ist. Das bedeutet, daß das
Schneckenrad 38 beim Schwenken nicht erfaßt und nicht mitgedreht wird, solange noch das Friktionsrädchen
35 sich mit der Platte im Eingriff befindet und
Claims (8)
1. Plattenwechsler für verschiedene Plattengrößen mit einer Einrichtung zum selbsttätigen
Aufsetzen des Abtaststiftes auf die Einlaufrille der abzuspielenden Schallplatte mit einer von der Antriebsvorrichtung
des Gerätes bewegten und an der LInter.seite der untersten Platte des Vorratsstapels
entlangstreichenden Fühlvorrichtung zum Abfüh-Ien des Durchmessers der ihre Lage während des
Abfühlens nicht verändernden Schallplatte mit einem Schaltorgan, durch das ein die Aufsetzstellung
des Abtaststiftes bestimmender Mechanismus betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fühlvorrichtung von dem Tonarm gesondert angeordnet ist und aus einem Fühlorgan (1) besteht,
das einen von diesem gesteuerten Steuerschieber (16) betätigt, -der nach Überschreiten des Randes
der abgefühlten Schallplatte durch das Fühlorgan und Entkupplung der Antriebsvorrichtung die
Aufsetzstellung des Abtaststiftes festlegt.
2. Plattenwechsler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (16) eine
Steuerkante besitzt, die mit einem starr mit dem Tonarm verbundenen Anschlaghebel (17) zusammenarbeitet.
3. Plattemvechsler nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein um 360°
drehbares, vom Plattenteller aus über einen Antriebsmechanismus (18) bewegtes Fühlorgan (1)
von einer Stirnfläche (8) derart geführt ist, daß es in seiner der Plattentellerachse nächsten Stellung
von einer Druckfeder (7) gegen die unterste Platte gedrückt wird und an dieser entlanggleitet, und
daß das Fühlorgan beim Überschreiten des Plattenrandes einen Hub vollführt, durch den der den
Steuerschieber (16) befördernde Verstellhebel (5) außer Eingriff gelangt.
4. Plattenwechsler nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter Federspannung
stehendes Fühlorgan (1) vorgesehen ist, das nach dem Abspielen einer Platte unter den Vorratsstapel
(11) schwenkt und in seiner der Stapelachse nächsten Stellung gegen die unterste Platte
des Stapels gedrückt und von einem z. B. vom Wechselimechanismus betätigten Steuerorgan (28)
wieder in seine Ruhestellung zurückgeschwen'kt wird.
5. Plattenwechsler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Fühlorgan
(1) ein Friktionsrädchen (35) angeordnet ■ist, das nach dem Einschwenken des Fühlorgans
(I) mit der untersten Platte des Vorratsstapels
(II) in Eingriff gelangt und das mit Organen gekoppelt ist, welche die Schwenkbewegung des
Fühlorgans ausgleichen, wodurch der den Steuerschieber (16) befördernde Verstellhebel (5) erst
dann mitgenommen wird, wenn das Friktionsrädchen (35) den Plattenrand verlassen hat.
6. Plattenwechsler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich der Schwenkung
eine Schnecke (37) sowie ein Schneckenrad (38) vorgesehen sind und die Schnecke durch eine
Welle (36) mit dem Friktionsrädchen (35) und das Schneckenrad (38) mit dem Verstellhebel (5) des
Steuerschiebers (16) starr verbunden sind.
7. Plattenwechsler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Friktionsrädchen (35) am
Fühlorgan (1) schwenkbar gelagert ist und bei Verlassen des Plattenrandes, von einem als Klinke
ausgebildeten Kipphebel (45) entriegelt, durch den Druck einer Drehfeder (44) in das Fühlorgan (1)
hineingeschwenkt wird.
8. Plattenwechsler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein -mit der Montageplatte
starr verbundener Anschlag vorgesehen ist, der das in seiner Ruhestellung befindliche Friktionsrädchen
beim Schwenken des Fühlorgans in dessen Ruhestellung in seine wirksame Lage zurückdrückt..
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 289 423;
USA.-Patentschrift Nr. 2 504 596.
Schweizerische Patentschrift Nr. 289 423;
USA.-Patentschrift Nr. 2 504 596.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 909 690/283 12.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1071969B true DE1071969B (de) | 1959-12-24 |
Family
ID=596527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1071969D Pending DE1071969B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1071969B (de) |
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