DE1028237B - Schaltungsanordnung zur Erhoehung der Spannungsempfindlichkeit elektromagnetischer Relais - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erhoehung der Spannungsempfindlichkeit elektromagnetischer RelaisInfo
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, zur Überwachung von Gleichspannungen
Spannungsüberwachungsrelais vorzusehen, die entweder mit einem einstellbaren Ansprechwert
als Überspannungs relais oder mit einem einstellbaren Abfallwert als Unterspann.ungsrelais
arbeiten. Derartige Relais haben die Aufgabe, sobald die angelegte Spannung einen festgelegten Grenzwert
nach unten bzw. oben überschreitet, zwecks Rückführung auf einen definierten Sollwert einen: Meldeoder
Regelvorgang einzuleiten. Die Art der Rückführung kann sowohl von Hand als auch automatisch
erfolgen, und zwar ist die automatische Rückführung immer dann erforderlich, wenn die möglichen Spannungsschwankungen
von relativ kurzzeitiger Dauer sind. In allen. Fällen wird durch eine derartige Spannungsüberwachung
erreicht, daß bestimmte Verbraucher gegen, Über- oder Unterspannungen: geschützt
werden. Dies ist beispielsweise besonders wichtig bei allen Melde- und Sicherheitseinrichtungen, bei denen
das Ansprech- und Abfallverhalten, bestimmter Relais in hohem Maße von der Höhe der Speisespannung abhängt.
Neben der Forderung, daß Spannungsüberwachungsrelais ein Halteverhältnis aufweisen sollen,
das möglichst wenig über diem Wert 1 liegt, besteht der Wunsch, daß Abweichungen der Überwachungsspannung innerhalb kleiner Grenzen erfaßt werden
können. Bei bekannten Überwachungsrelais dieser Art erfordert die einwandfreie Betätigung eine Spannungsänderung
von. etwa 10%. Sind die Spannungsänderungen geringer, so müssen diese entweder vorher
durch eine Vorstufe verstärkt ••werden, oder es
müssen andere Mittel, die einen wesentlich höheren apparativen Aufwand aufweisen, für die Spannungsüberwachung herangezogen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zu schaffen, durch die es möglich
ist, Überwachungsrelais mit sehr kleinen Spannungsänderungen
zu betreiben:. Damit soll nicht nur erreicht werden, daß eine Spannungsüberwachung
innerhalb eines relativ kleinen Toleranzbereiches erfolgen kann, es soll auch trotz langsamen Ansteigens
bzw. Absinkens der zu überwachenden Spannung eine schieichende Kontaktgabe, wie sie in diesen Fällen
normalerweise eintritt, vermieden werden.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß ein in Sperrichtung betriebener Kristallgleichrichter
in Reihe mit dem elektromagnetischen Relais geschaltet und der Arbeitspunkt des Kristallgleichrichters
im Gebiet der Zenerspannung liegend, gewählt ist. Die Einstellung des Arbeitspunktes des
Kristallgleichrichters kann zweckmäßigerweise durch eine parallel zur Steuer- oder Überwachungsspannung
liegende Spannungsteilerschaltung erfolgen. Als Schaltungsanordnung zur Erhöhung
der Spannungsempfindlichkeit
elektromagnetischer Relais
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Gustav Voß, München-Solln,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Kristallgleichrichter eignen sich besonders Siliziumdioden,
denn diese erfüllen im hohem Maße die Forderung, daß bei geringer Spannungsänderung eine
möglichst hohe Stromänderung bewirkt wird. Auch hinsichtlich des Temperatureinflusses sind Siliziumdioden,
nicht so empfindlich wie andere Halbleiter, insbesondere.1 ist bei diesen ein relativ konstantes
Temperaturverhalten, zu. erwarten.
Um hai gegebener prozentualer Spannungsänderung eine möglichst hohe Stromänderung zu erreichen, ist
es vorteilhaft, daß der steile Kurvenverlauf möglichst
in der Nähe der Ruhestellung liegt. Bei in Sperrrichtung betriebenen, Siliziumdioden; ist dies im Gebiet
der Zenerspannung der Fall, also· in dem Spannungsbereich, in dem der Sperrstrom lawinenartig zunimmt.
Wird bei einem Relais durch Vorschalten eines Kristallgleichrichters in Sperrichtung die Spannungsempfindlichkeit
entsprechend erhöht, so ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig, daß
zur Kompensierung von Temperaturfehlern dem mit positivem Temperaturkoeffizienten arbeitenden
Kristallgleichrichter ein Halbleiter mit negativem Temperaturkoeffizienten in Verbindung mit einem
Spannungsteiler vorgeschaltet wird. Zu diesem Zweck eignet sich beispielsweise ein entsprechend: dimensionierter
Selengleichrichter.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung eines Ausführungsbeispiels,
wobei Fig. 1 das Prinzip der Schaltungsanordnung wiedergibt und das Diagramm gemäß Fig. 2,
welches zur Erläuterung der Erfindung dient, die Spannungs-Strom-Charakteristik eines Kristallgleich-
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richters in Sperrichtung für zwei verschiedene Temperaturbereiche
darstellt.
Die in Fig". 1 mii U bezeichnete Gleichspannung
entspricht derjenigen Speisespannung, die durch ein Relais R hinsichtlich Einhaltung bestimmter Spannungsgrenzwerte
überwacht werden soll. Es ist dabei vorgesehen, daß über den dom. Relais R zugeordneten
Schaltkontaktr eine Rückführung- der Speisespannung
über ein beliebig ausgeführtes Stellglied St erfolgen kann. Mit dem Relais R ist ein Kristallgleichrichter K
in Reihe geschaltet. Zur Einstellung des Arbeitspunktes des Kristallgleichrichtars K dient eine Spannungsteilerschaltung,
die auis dem Widerständen W1,
W 2 und W 3 besteht. Während am Widerstand Wl
die erforderliche Spannung für den Ruhestrom abgegriffen wird, dient der verstellbare Widerstand W 3
zur Anpassung der Gesamtschaltung an die zu überwachende Speisespannung. Der zwischen den Widerständen
.Wl und W3 liegende feste Widerstand W2
dient in Verbindung mit dem parallel dazu liegenden Selengleichrichter Se dazu, den Temperatureinfluß
auf den Kristallgleichrichter in weitgehendem Maße auszuschalten. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, steigt bei
einer Temperaturerhöhung z. B. von. Tl auf T2 auch die Zenerspannung des Kristallgleichrichters an. Dies
bedeutet, daß zur Aufrechterhaltung gleicher Betriebsverhältnisse an den. Kristallgleichrichter K eine erhöhte
Ruhespannung gelegt werden muß, was durch den Selengleichrichter Se bewirkt wird. Bei Temperaturerhöhung
wird der Selengleichrichter Se niederohmiger, was sich beim Widerstand Wl als Spannungserhöhung
auswirkt. Dadurch fließt trotz der veränderten. Temperaturverhältnisse der ursprüngliche
Ruhestrom weiter, d. h. der gewünschte Arbeitspunkt des Kristallgleichrichters K bleibt erhalten.
Damit der steile Kennlinienverlauf, wie er durch das Einsetzen des Zenerstromes bedingt ist, möglichst
wenig verändert wird, ist es vorteilhaft, die Wicklung des in Reihe mit dam Kristallgleichrichter K liegenden,
Relais R niederohmig auszuführen. Da die Beiastbarkeit
bzw. die Verlustleistung des Kristallgleichrichters vielfach beschränkt ist, ist es zweckmäßig,
bei der Reihenschaltung des Gleichrichters mit einem Relais mit höheren Betriebsströmen; einen: Teil der für
das Relais erforderlichen Steuerleistung durch eine unter dem Ansprechwert liegende konstante Vorerregung
aufzubringen. Dadurch wird der Kristallgleichrichter nur mit einem Strom belastet, welcher
der zum Ansprechen erforderlichen. Zusatzerregung" entspricht. Die Vorerregung kann entweder durch
eine auf dem Relais R aufgebrachte zusätzliche Zweitwicklung erfolgen, oder sie kann aber auch durch eine
mittels Dauermagneten fest eingestellte Vormagnetisierung"
erreicht werden.
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung zur Erhöhung der Spannungsompfindlichkeit elektromagnetischer Relais,
vorzugsweise für Spannungswächter, dadurch gekennzeichnet, daß ein in Sperrichtung betriebener
Kristallgleichrichter in Reihe mit dem elektromagnetischen Relais geschaltet und der
Arbeitspunkt des Kristallgleichrichters im Gebiet der Zenerspannung liegend gewählt ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung des
Arbeitspunktes des Kristallgleichrichters eine parallel zur Steuerspannung liegende Spannungsteilerschaltung
dient.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kristallgleichrichter
eine Siliziumdiode vorgesehen ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die zum
Ansprechen des elektromagnetischen Relais erforderliche Steuerleistung zum Teil durch eine
unter dem Ansprechwert liegende konstante Vorerregung aufgebracht und dieser die durch den
Kristallgleichrichter fließenden Strom bewirkte Erregung überlagert ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung
der Wirkung des Kristallgleichrichters die Steuerwicklung des Relais niederohmig ausgeführt ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kompensierung
von Temperaturfehlern dem mit positivem Temperaturkoeffizienten arbeitenden
Kristallgleichrichter ein Halbleiter mit negativem Temperaturkoeffizienten, vorzugsweise ein Selengleichrichter,
in Verbindung mit einem Spannungsteiler vorgeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| US676833A US2987654A (en) | 1956-09-27 | 1957-08-07 | Voltage control system |
| CH352391D CH352391A (de) | 1956-09-27 | 1957-09-20 | Schaltungsanordnung zur Erhöhung der Spannungsempfindlichkeit elektromagnetischer Relais für Spannungswächter |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE1028237B true DE1028237B (de) | 1958-04-17 |
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1956
- 1956-09-27 DE DES50566A patent/DE1028237B/de active Pending
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