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DE1027645B - Vakuumbehaelter mit Heizvorrichtung - Google Patents

Vakuumbehaelter mit Heizvorrichtung

Info

Publication number
DE1027645B
DE1027645B DED22729A DED0022729A DE1027645B DE 1027645 B DE1027645 B DE 1027645B DE D22729 A DED22729 A DE D22729A DE D0022729 A DED0022729 A DE D0022729A DE 1027645 B DE1027645 B DE 1027645B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
chamber
jacket
partition
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED22729A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Dr-Ing Fritz Harders
Dr-Ing Helmut Knueppel
Dipl-Phys Karl Brotzmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dortmund Hoerder Huettenunion AG
Original Assignee
Dortmund Hoerder Huettenunion AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dortmund Hoerder Huettenunion AG filed Critical Dortmund Hoerder Huettenunion AG
Priority to DED22729A priority Critical patent/DE1027645B/de
Publication of DE1027645B publication Critical patent/DE1027645B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J3/00Processes of utilising sub-atmospheric or super-atmospheric pressure to effect chemical or physical change of matter; Apparatus therefor
    • B01J3/006Processes utilising sub-atmospheric pressure; Apparatus therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Vakuumbehälter mit Heizvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf einen Vakuumbehälter mit Heizvorrichtung zur Durchfüh.rung chemischer Reaktionen, beispielsweise zur Oberflächenbehandlullg eines in den Behälter gebrachten Körpers in einer Gasphase unter hoher Temperatur und vermindertem Druck. Bei Behältern dieser Art entstehen Abdichtungsschwierigkeiten, wenn die angewendeten Temperaturen verhältnismäßig hoch sind, also etwa in der Größenordnung von 10000 C liegen. Die Deckel dichtungen müssen dann besonders gekühlt werden, damit die dichtende Wirkung bei der hohen Temperatur nicht verlorengeht. Dadurch entstehen in der Umgebung der Dichtung auf der Innenseite des Behälters Kühlflächen, an denen das Behandlungsgas häufig kondensiert. Der Niederschlag des Gases führt zu einer ständigen Verarmung der Atmosphäre während des Prozesses un.d daher häufig zu Fehlergebnissen. Hinzu kommt, daß die Temperatur innerhalh des Behälters nicht überall gleich ist.
  • Die Erfindung sucht diese Mängel zu beheben. Gemäß der Erfindung besteht der Behälter aus einer heizharzen, nach außen. allseitig abgeschlossenen, evakuierbaren Kammer und einer nicht heizbaren evaku.ierl>aren, von der beheizten Kammer durch eine lösbar eingesetzte Wand getrennten Kammer mit Verschlußdeckel und einem die beiden Kammern verbindenden Kanal, dessen zur Kammer gewandte Mündung verengt sein kann.
  • Es ist bekannt, bei Druckgefäßen zur Durchführung chemischer Reaktionen bei hoher Temperatur und hohem Druck an den Gefäß enden besondere Kammern anzuordnen. die durch Sperrscheiben gegen den Mittelteil des Reaktionsgefäßes abgeschlossen sind, um eine Wärmeübertragung nach dem Verschlußstück zu verhindern. Bei diesen Druckgefäßen stehen. die Kammern an den Gefäß enden unter dem gleichen hohen Druck wie die mittlere Kammer, in der die Reaktion stattfindet. Diese bekannte Maßnahme hat den Zweck, die im Gefäß en.tstehendeReaktionswärme von den Deckeln und Deckelschrauben fernzuhalten, um Abdichtungsschwieriglieiten durch Wärmedehnung zu vermeiden und bei der Bemessung der Schrauben nicht auf die Venninderung der Festigkeit bei hoher Temperatur Rücksicht nehmen zu müssen.
  • Bei Vakuumbehältern, die den Ausgangspunkt der Erfindung bilden, liegen die Verhältnisse anders als bei den bekannten Druckgefäßen, die für Drücke von 50 at und mehr bestimmt sind. Denn d.a der Druckunterschied zwischen Innen- und Außenraum stets kleiner ist als 1 at, wird die Deckelverschraubung nur relativ gering belastet. Sorgt man für hinreichende I(ühlung, so treten daher keine Abdichtungsschwierigkeiten. oder Bemessungsprobleme am Deckel auf.
  • Damit entfällt die Notwendigkeit, Sperrscheiben an- zuordnen, wie sie die bekannten Druckgefäße enthaltern.
  • Der Aufteilung des Vakuumbehälters in eine beheizte und eine unbeheizte Kammer, die die Erfindung vorschlägt, liegt die bei den bekannten Druckgefäßen nicht gestellte Aufgabe zugrunde, das Temperaturgefälle innerhalb d.es Reaktionsraumes trotz der niedrigen Temperatur am Deckelschluß so klein wie möglich zu machen und dadurch einer Verarmung der Gasatmosphäre durch Niederschlag an kälteren Flächen vorzubeugen.
  • Durch die Trennwand werden die in. der beheizten Kammer befindlichen Gase von den. nunmehr praktisch auf die unbeheizte Kammer beschränkten Kühlflächen ferngehalten. Niederschlag aus der Gasphase findet nur in geringem und tragbarem Maße statt, und innerhalb der beheizten Kammer herrscht an allen Stellen nahezu die gleiche Temperatur. Die Abdichtung der unbeheizten Kammer macht nunmehr keine Sehwierigkeiten, weil die Deckeldichtungen ohne schädlichen Einfluß auf den Prozeß gut gekühlt werden können. Zwar läßt sich an den Stellen, wo die Trennwand lösbar in den Behältermantel eingesetzt ist, einwandfreie Abdichtung nicht bei allen Temperaturen erzielen. Die entstehenden Undichtigkeiten sind jedoch praktisch unschädlich. Da beide Kammern evakuiert sind, findet ein Austausch der Gase durch die Undichtigkeiten nur nach Maßgabe der Teildrücke statt, weil die Kammern unter dem gleichen Gesamtdruck stehen. Die Undichtigkeiten wirken daher nur a.ls Diffusionsspalte mit verhältnismäßig langsamem Gasaustausch.
  • Da beim Übergang von der beheizten in die unbeheizte Kammer das Temperaturgefälle groß ist, kondensieren die durchtretenden Gase häufig schon innerhalb der Undichtigkeit, die dadurch selbsttätig geschlossen wird. Diese besondere Wirkung kann noch durch eine Querschnittsverengung in der beheizten Kammer erhöht werden, die sich an die Dichtungsfläche zwischen der Trennwand und dem Behältermantel anschließt, wobei die Dichtungsfläche konisch ausgebildet sein kann. Eine solche Verengung bildet eine Art Spalt, der den beheizten Raum mit der Dicht tungsstelle verbindet und in dem zufolge der steil abfallenden Temperatur der Dampfdruck des Gases stark vermindert wird. Die Querschnittsverengung wird zweckmäßig von einem Ringraum gebildet, der vom Behältermantel und von der einen Teil der Trennwand bildenden Mantelfläche begrenzt ist. Vorteilha,ft wird die Trennwand von einem zylindrischen Körper gebildet, dessen Außendurchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser des Behältermantels und an seinem der Kammer zugewandten. Rand gegen den Mantel abgedichtet ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Schnitt durch einen Vakuumbehälter mit Beheizung durch eine Glimmentladung.
  • Der eigentliche Behälter besteht aus einem topfartigen zylindrischen Gefäß 10 mit Mantel 11 und Boden 12, der oben durch einen Deckel 13 abschließbar ist. Der Behälter 10 ist in einen äußeren, wesentlich größeren Behälter 14 eingesetzt, der mit wärmeiisoberender Masse 15 ausgekleidet ifst. Der Behälter 14 ist oben durch eine Platte 16 abgeschlossen.
  • Flansche 17, 18 und 19 und Dichtungsringe 20 und 21 dichten die Platte 16 gegen die Behälter 10 und 14 ab.
  • Zur Abdichtung des Behälters 10 nach a.ußen dient ein Dichtungsring 22 zwischen Deckel 13 und Flansch 19. Sämtliche Dichtungen werden in geeigneter Weise gekühlt, etwa durch strömende Luft oder durch Wasser. Die Kühleinrichtungen sind nicht gezeichnet.
  • Zur Evakuierung des Behälters ist ein in den Deckel 13 eingesetztes Rohr 23 vorgesehen, das an eine Pumpe anschließbar ist. Zur Beheizung des Behälters dient Glimmentladung, die zwischen einer den. Behältennantel 11 umgebenden, in einem Ringraum 24 angeordneten zylindrischen Anode 25 und dem die Kathode bildenden Mantel 11 brennt. Die Durchführungen der an diese Elektroden- angeschlossenen Leitungen sind in der Zeichnung fortgelassen. Die Anode 25 erstreckt sich nur über einen Teil der Höhe des Behälters 10, und zwar vom Boden 12 bis etwa zu einem in den Mantel 11 eingeschweißten Ring 26 mit einer konischen Dichtungsfläche 27.
  • Das Innere des Behälters 10 wird durch eine Trennwand 28 in zwei Kammern 29 und 30 unterteilt, von denen nur die untere der direkten Heizwirkung der Glimmentladung ausgesetzt ist. Die Trennwand besteht aus einem mit feuerfester Masse 31 gefüllten topfförmigen Einsatz. Der Mantel 32 ist nahe seinem oberen Rand außen passend zur Fläche 27 des Ringes 26 konisch abgedreht. Zwischen der unteren Kante des Ringes 26 und dem Boden 28 befindet sich ein schmaler Ringraum 34, der einerseits vom Mantel 11 des Behälters 10 und andererseits vom Mantel 32 des Einsatzes seitlich begrenzt wird. Die Trennwand durchdringt ein enges Rohr 35, das oben bei 36 konisch zuläuft und dessen Querschnitt kleiner ist, als es die Zeichnung wiedergibt.
  • Für die Beschreibung der Wirkungsweise sei als Beispiel angenommen, daß die Oberfläche eines im Behälter 10 befindlichen Körpers bei einer Temperatur von etwa 11000 C in einer Gasatmosphäre behandelt werden soll, die aus einem Gemisch von Wasserstoff und Chromchloriir bei einem Gesamtdruck des Gemisches von etwa 100 Torr besteht.
  • Ohne die Trennwand 28 würde sich nach kurzer Zeit praktisch das gesamte eingefüllte Chromchlorür auf den kalten Flächen des Deckels 13 und des Mantels 11 in der Umgebung der gekühlten Dichtungen 21 und 22 niederschlagen. Mittels der Trennwand 28 wird jedoch der Behälter 10 in eine beheizte Kammer 29 und eine unbeheizte Kammer 30 geteilt, in denen beiden praktisch der gleiche Gesamtdruck herrscht.
  • Dabei wird in dem betrachteten. Beispiel so vorgegangen, daß die beheizte Kammer je zur Hälfte mit Wasserstoff und Chromchlorür gefüllt wird, während die unbeheizte Kammer 30 nur Wasserstoff enthält.
  • Die Trennwand 28 hält das in der Kammer 29 befin.dliche Chromchlorür von allen kalten Flächen fern.
  • Es ist zwar nicht zu vermeiden, daß zwischen. dem Ring 26 und dem Mantel 32, also in der Fläche 27 bei Beheizung Undichtigkeiten entstehen. Der Übergang des Chromchlorürs von der Kammer 29 in die Kammehr 30 durch diese Undichtigkeiten findet aber nur nach Maßgabe der Teil drücke statt. Unter den angegebenen Bedingungen ist das Teildruckgefälle des Chromohlorürs an der Dichtungsstelle 27 bei 100 Torr Gesamtdruck nur 50Torr und. der Gasaustausch daher gering, so daß nur unwesentliche Mengen: von Chromchlorür in die Kammer 30 übertreten. Andererseits ist die Temperatur bei 27 bereits geringer als im Hauptraum der Kammer 29, mit der Folge, daß der Dampfdruck des Chromchlorürs bei der Strömung durch die Undich.tigkeit erheblich vermindert ist.
  • Liegt die verminderte Temperatur beispielsweise bei 9000 C, so ist der Dampfdruck des Chromchlorürbereiches bereits auf 1 Torr gesunken. Bei diesem Dampfdruck kondensiert das Gas und setzt damit die vorhandenen Undichtigkeiten nach kurzer Zeit zu.
  • Durdi den Riagraum 34 wird diese Wirkutlg noch wesentlich verbessert.
  • Das Rohr 35 ist vorgesehen, um beide Kammern nach dem Einsetzen der Trennwand 28 durch das Rohr 23 hindurch evakuieren zu können. Sein Querschnitt ist so eng, daß er im Hinblick auf den Durchtritt des Gases in die Kammer 30 grundsätzlich nicht anders wirkt als die betrachtete Undichtigkeit bei 27.
  • Im Betrieb setzt sich in dem betrachteten Beispiel dieses Rohr gleichfalls nach kurzer Zeit durch kondensiertes Chromchlorür zu, eine Wirkung, die noch dadurch verstärkt wird, daß das obere Ende 37 des Rohres in die unbeheizte Kammer 30 hineinragt und an der Münd.ung verengt ist.
  • PATENTANSPRCHE: 1. Vakuumbehälter mit Heizvorrichtung zur Durchführung chemischer Reaktionen, gekennzeichnet durch eine heizbare, nach außen allseitig abgeschlossene, evakuierbare Reaktionskammer (29) und eine nicht heizbare, evakuierbare, von der beheizten Kammer durch eine lösbar eingesetzte Wand (28) getrennte Kammer (30) mit Verschluß deckel (13) und einem die beiden Kammern verbindenden Kanal (35, 37), dessen zur Kammer (30) gewandte Mündung verengt sein kann.

Claims (1)

  1. 2. Behälter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Querschnittsverengung in der beheizten Kammer (29), die sich an die Dichtungsfläche (27) zwischen der Trennwand (28) und dem Behältermantel (11) anschließt, wobei die Dichtungsfläche konisch ausgeb-ildet sein kann.
    3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsverengung von einem Ringraum (34) gebildet wird, der vom Behältermantel (11) und von. der einen Teil der Trennwand bildenden Mantel fläche (32) begrenzt ist.
    4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (28) von. einem zylindrischen Körper (32, 33) gebildet wird, dessen Außendurchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser des Behältermantels (11) und an seinem der unbeheizten Kammer (30) zugewandten Rand gegen den Mantel (11) abgedichtet ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 388 127.
DED22729A 1956-04-10 1956-04-10 Vakuumbehaelter mit Heizvorrichtung Pending DE1027645B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED22729A DE1027645B (de) 1956-04-10 1956-04-10 Vakuumbehaelter mit Heizvorrichtung

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DED22729A DE1027645B (de) 1956-04-10 1956-04-10 Vakuumbehaelter mit Heizvorrichtung

Publications (1)

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DE1027645B true DE1027645B (de) 1958-04-10

Family

ID=7037559

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DED22729A Pending DE1027645B (de) 1956-04-10 1956-04-10 Vakuumbehaelter mit Heizvorrichtung

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DE (1) DE1027645B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE388127C (de) * 1924-01-10 Erdoel U Kohle Verwertung Akt Druckgefaess zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE388127C (de) * 1924-01-10 Erdoel U Kohle Verwertung Akt Druckgefaess zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen

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