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DE1027209B - Verfahren zur Herstellung von primaeren ª‰-Aminoketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von primaeren ª‰-Aminoketonen

Info

Publication number
DE1027209B
DE1027209B DEF13007A DEF0013007A DE1027209B DE 1027209 B DE1027209 B DE 1027209B DE F13007 A DEF13007 A DE F13007A DE F0013007 A DEF0013007 A DE F0013007A DE 1027209 B DE1027209 B DE 1027209B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phthalimide
nitro
aminoketones
primary
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF13007A
Other languages
English (en)
Inventor
Phil Dr Med Et Med Vet H C Dr
Dipl-Chem Dr Ulrich Renner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF13007A priority Critical patent/DE1027209B/de
Publication of DE1027209B publication Critical patent/DE1027209B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C231/00Preparation of carboxylic acid amides
    • C07C231/02Preparation of carboxylic acid amides from carboxylic acids or from esters, anhydrides, or halides thereof by reaction with ammonia or amines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von primären ß-Aminoketonen Während es leicht gelingt, mit Formaldehyd kondensierbare Ketone durch Kondensation mit Formaldehyd und den Salzen sekundärer Amine in ß-Dialkylaminoketone (Mannich-Basen) überzuführen, bleibt die analoge Reaktionsfolge bei Verwendung von Salzen des Ammoniaks oder primärer Amine nicht bei der einfachen Verknüpfung der intermediär rein schematisch anzunehmenden Methylolverbindung stehen. Verbindungen der allgemeinen Konstitution sind daher mittels der bekannten Mannich-Synthese an sich direkt nicht zugänglich.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in einfacher Weise dadurch zu ß-Aminoketonen gelangen kann, daß man ß-Dialkylaminoketone durch Umsetzung mit Phthalimid unter Abspaltung von Dialkylamin in ß-Phthaliinidoketone überführt und diese durch anschließende Hydrolyse in an sich bekannter Weise mit Mineralsäuren zu den Salzen der ß-Aminoketone verseift.
  • So entsteht beispielsweise aus /')-Dimethylamiiiopropiophenon durch Einwirkung von Phthalimid unter Abspaltung von Dimethylamin das ß-Phthalimidopropiophenon; dessen Verseifung mit starker Salzsäure das Hydrochlorid des ß-Aminopropiophenons ergibt: Zweckmäßig führt inan die Umsetzung des ß-Dialkylaminoketons mit dem Phthalimid in einem geeigneten Lösungsmittel, wie beispielsweise Äther, Dioxan oder in Alkoholen, durch. Zur Beschleunigung der Umsetzung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, beim Kochpunkt des Lösungsmittels zu arbeiten; außerdem wurde festgestellt, daß durch geringe Mengen starker Alkalien. wie Ätznatron, Ätzkali oder Alkali.lallcoliolate, die Reaktion katalytisch beschleunigt wird.
  • G#egenüber dein bisher bekannten Verfahren zur I-Ierstellung von ß-Phthalimido-ketonen durch Umsatz von /3-Ilalogen-hetonen mit Phthalimid-kalium stellt <las erfindungsgemäße Verfahren einen wesentlichen Fortschritt dar, da die als Ausgangsmaterial nunmehr benutzten /3-Dialkyl-aniino-l;etone wesentlich leichter zugänglich sind als die bisher benutzten ß-Halogenketone.
  • Die Verseifung der in erster Stufe des Verfahrens erzeugten ß-Acylimidoketone geschieht zweckmäßig durch Erhitzen mit konzentrierten Halogenwasserstoffsäuren, wie Salzsäure oder Bromwasserstoffsäure, wobei man vorteilhaft unter Druck auf 100 bis 200° C, vorzugsweise 150° C, erhitzt.
  • Die als Zwischenprodukte des neuen Verfahrens erfindungsgemäß erhaltenen ß-Phthalimidoketone können im Ketonteil der Molekel zusätzliche Substituenten, wie beispielsweise im o-Nitro-ß-phthalimidopropiophenon eine Nitrogruppe, enthalten; ist die Herstellung eines eine zusätzliche Aminogruppe tragenden ß Aniinolcetons, wie beispielsweise beim o-Aminoß -aminopropiophenon, beabsichtigt, so wird man die Reduktion der Nitrogruppe zweckmäßig auf der Stufe des o-Nitro-ß-phthalimidoketons vornehmen, weil die Amine auf dieser Stufe leichter zu isolieren und zu reinigen sind.
  • Beispiel 1 1.87g (0,0105 Mol) ß-Dimethy laminopropiophenon werden in 15 ccm absolutem Alkohol gelöst, mit 1,55 g (0,0105 Mol) Phthalimid versetzt und 1 Stunde am Rückfluß gekocht bis zur Lösung des Phthalimids. Nach weiterem 15stiindigem Kochen scheidet sich aus der klaren hellgelben Lösung beim Abkühlen 0,7 g nicht umgesetztes Phthaliinid ab. Das alkoholische Filtrat wird im Vakuum eingeengt, der gelbe ölige Rückstand in Äther aufgenommen, von nicht umgesetztem Phthalimid filtriert und die ätherische Lösung einmal mit verdünnter Salzsäure und danach mit 2 n-Natronlauge durchgeschüttelt. Die gelbe ätherische Lösung wird nach dem Trocknen (Natriumsulfat) eingedampft, wobei ein gelber Rückstand verbleibt, der nach dem Aufnehmen in wenig Methanol kristallisiert.
  • Ausbeute: 90 mg ß-Phthalimidopropiophenon, farblose Prismen vom F. 130 bis 131° C (aus Benzol-Petroläther).
  • Durch Hydrolyse des so erhaltenen ß-Phthalimidopropiophenons in an sich bekannter Weise [Am. Soc., 41, 846 (1919] erhält man das ß Amionpropiophenonhydrochlorid vom F. 128° C.
  • Beispiel 2 12g (0,046 Mol) o-Nitro-ß-dimethylaminopropiophenon-hy drochlorid (C. M a n n i ch und H. D a n -n e h 1, Arch. Pharm., 276, 206 (1938) ] werden in 120 ccm Wasser gelöst, auf 0° C abgekühlt, mit 80 ccm Äther überschichtet und tropfenweise unter ständigem Schütteln mit etwa 20 ccm eiskalter 2 n-Natronlauge versetzt. Die Ätherschicht wird abgetrennt, mit kaltem Wasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach der Filtration wird die ätherische Lösung mit 6,8 g (0,046 Mol) Phthalimid versetzt, der Äther zum größten Teil abdestilliert, der Rückstand in 30 ccm absolutem Alkohol gelöst und mit wenig Natriumalkoholat versetzt. Nach 2stündigem Kochen am Rückfluß ist alles Phthalimid in Lösung gegangen. Beim Abkühlen der rotbraunen Lösung kristallisiert das Reaktionsprodukt teilweise aus. Die alkoholische Lösung wird vom Bodenkörper dekantiert, mit 150 ccm Wasser verdünnt und zweimal mit Äther ausgeschüttelt. Man nimmt mit der abgetrennten Ätherlösung den zuvor abgeschiedenen Bodenkörper auf, schüttelt die Lösung einmal mit verdünnter Salzsäure, dreimal mit 2 n-Natronlauge, wäscht mit Wasser und kristallisiert den Rückstand der Ätherlösung durch Aufnehmen in wenig Methanol. Auf diese Weise erhält man -1,5g = 30% der Theorie an o-Nitro-ß-phthalimidopropiophenon vom F. 154 bis 155° C (aus Aceton/1letliaiiol).
  • 3 g des so erhaltenen o-Nitro-ß-phthalimidopropiophenons werden, gelöst in 15 ccm Eisessig, nach Zu->atz von 9ccm konzentrierter Salzsäure li!zStuiiden im Rohr auf 150° C erhitzt. Die stark saure Lösung wird nach dem Abkühlen mit Wasser verdünnt, von ausgeschiedener Phthalsäure abfiltriert und im Vakuum bis nahezu zur Trockne eingeengt. Beim Aufnehmen des Rückstandes in heißem Aceton kristallisiert das o-Nitro-ß-aminopropiophenon-hydrochlorid in farblosen Tafeln. F. 169 bis 171° C unter Zersetzung. Ausbeute: 1,5 g=70% der Theorie. Pikrat: F. 159 bis 160° C unter Zersetzung. Beispiel 3 1 g (0,0034 Mol) o-Amino-ß-phthalimidopropiophenon-hydrochlorid (F. 173 bis 174° C; erhalten durch Zinnchlorür-Reduktion des o-Nitro-ß-phthaliminopropiophenons) wird, gelöst in 5 ccm Eisessig, nach Zusatz von 3 ccm konzentrierter Salzsäure 1 Stunde im Rohr auf 150° C erhitzt. Nach der Aufarbeitung analog Beispiel 2 erhält man einen Rückstand, der nach Lösung in 3 ccm heißem Alkohol beim Abkiihlen kristallisiert. Das so erhaltene o-Aminoß-aminopropiophenon- (Kynurain in-) hydrochlori d schmilzt bei 185 bis 187° C unter Zersetzung. Ausbeute: 0,65 g=81 % der Theorie. Pikrat: F. 166 bis 167° C unter Zersetzung. N, N-Diacetylverbindung: F. 133 bis 134° C.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE. 1. Verfahren zur Herstellung von primären ß-Aminoketonen der allgemeinen Formel R-C O-C H., , C H2 * IST H2, worin R einen Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man die entsprechenden ß-Dialkylaminoketone mit Phthalimid umsetzt und die so erhaltenen ß-Acylimidoketone in an sich bekannter Weise mit Mineralsäuren verseift.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung der ß-Dialkylaminoketone mit Phthalimid durch geringe Mengen stark alkalischer Substanzen katalysiert.
  3. 3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Ausgangsstoffen, wie o-Nitro-ß-dialkylaminopropiophenon, vor der Verseifung des daraus erhaltenen ß-Acylimidoketons die Nitrogruppe in an sich bekannter Weise reduziert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Journ. Am. chem. Soc., Bd. 41, S. 846/47 (1919).
DEF13007A 1953-10-12 1953-10-12 Verfahren zur Herstellung von primaeren ª‰-Aminoketonen Pending DE1027209B (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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