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DE1026299B - Verfahren zum Stabilisieren von als Weichmacher dienenden Estern - Google Patents

Verfahren zum Stabilisieren von als Weichmacher dienenden Estern

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Publication number
DE1026299B
DE1026299B DEU3414A DEU0003414A DE1026299B DE 1026299 B DE1026299 B DE 1026299B DE U3414 A DEU3414 A DE U3414A DE U0003414 A DEU0003414 A DE U0003414A DE 1026299 B DE1026299 B DE 1026299B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ester
treatment
mixture
treated
yellow
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU3414A
Other languages
English (en)
Inventor
Pierre Bourguignon
Paul Biarnais
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Usines de Melle SA
Original Assignee
Usines de Melle SA
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Filing date
Publication date
Application filed by Usines de Melle SA filed Critical Usines de Melle SA
Publication of DE1026299B publication Critical patent/DE1026299B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/10Esters; Ether-esters
    • C08K5/101Esters; Ether-esters of monocarboxylic acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/48Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C67/60Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/76Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C69/80Phthalic acid esters

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Stabilisieren von als Weichmacher dienenden Estern Weichmacher müssen, -um ohne Nachteil für die Herstellung plastischer Massen verwendbar zu sein, gegen die Wärmebehandlung, der sie im Laufe solcher Herstellungsverfahren unterworfen werden, widerstandsfähig sein.
  • Unter dem Einfluß erhöhter Temperatur zeigen sich bei den Weichmachern häufig eine Acidität und eine Verfärbung, die sich auf das Aussehen und die Haltbarkeit der mit ihnen hergestellten Produkte nachteilig auswiiken. b Auf Grund dieser Feststellungen hat man Prüfverfahren für die Haltbarkeit derartiger Weichmacher entwickelt, die eine Messung der Temperaturbeständigkeit dieser Stoffe gestatten. Diese Prüfverfahren beruhen auf der Messung der Aeidität und der Färbung nach einer bestimmten Erhitzungsdauer des Weichmachers auf erhöhte Temperatur (im allgemeinen zwischen 160 und 200z C).
  • Ein anderes geeignetes Verfahren zur Bewertung der Stabilität von Weichmachern ist in der Zeitschrift >,Analytical Chemistry« vom 4. November 1951, S. 1692, beschrieben und besteht darin, daß man den Weichmacher eine bestimmte Zeit in Gegenwart eines Filtrierpapiers auf höhere Temperatur erhitzt. Die Prüfung der dabei eintretenden Färbung des Filtrierpapiers gestattet eine Schätzung des Beständigkeitsgrades des Weichmachers.
  • Die Mehrzahl der Weichmacher sind Ester, die in Gegenwart eines stark sauren Katalysators, wie Schwefelsäure oder Sulfonsäuren, hergestellt werden. Nach der Herstellung des Esters in fortlaufendem oder absatzweise durchgeführtem Betrieb, £einer Nentralisation und dem Auswaschen oder einer sonstigen Behandlung erhält man im allgemeinen einen als Weichmacher geeigneten Ester, der in bezug auf seine Färbung und seine physikalischen und chemischen Eigenschaften die erforderliche Beschaffenheit besitzt, dessen Wärmebeständigkeit jedoch gering ist, da er sich unter dem Einfluß der Wärme infolge der Entwicklung einer starken Acidität sehr stark verfärbt. Das bei dem obenerwähnten Prüfverfahren angewandte Papier nimmt hierbei eine sehr dunkle Farbe an.
  • Es %?# urde erkannt, daß diese Unbeständigkeit z. B. bei Verwendung von Schwefelsäure als Veresterungskatalysator auf die Gegenwart von neutralem Dialkylsulfat zurückzuführen ist, welches beim Erhitzen des Esters auf hohe Temperatur dissoziiert und Schwefelsäure in Freiheit setzt. Diese wirkt nun ihrerseits auf den Ester unter Bildung saurer Zersetzungsprodukte ein.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ein vollkommen beständiges Erzeugnis erhalten kann, wenn man den Ester absichtlich einer Wärmebehandlung unterwirft -und hierbei unter solchen Bedingungen arbeitet, daß die entstehende Schwefelsäure unschädlich gemacht wird. Der auf diese Weise von dem dissoziierbaren Dialkylsulfat befreite Ester wird von den schwefelsäurehaltigen Produkten abgetrennt und ist dann beständig.
  • Erfindungsgemäß muß die Wärmebehandlung- entweder in Gegenwart der wäßrigen Lösung eines löslichen Salzes einer schwachen Säure oder in Gegenwart eines derartigen Salzes im trockenen Zustande, insbesondere von Natriumcarbonat, oder in Gegenwart einer wäßrigen Alkalihvdroxv.dlösung oder in Gegenwart von Wasser allein ausgeführt werden. In den drei ersteren Fällen wird die Schwefelsäure in dem Maße, wie sie sich bildet, neutralisiert und dadurch unschädlich gemacht. Im Falle der Behandlung in Gegenwart von Wasser allein wird die Schwefelsäure bei ihrer Bildung in Lösung übergeführt und liegt dann in genügend geringer Konzentration vor, so daß sie keine schädigende Wirkung auf den Ester mehr hervorbringt. Sodann wird das säurehaltige Wasser durch Dekantieren abgetrennt. Nach einer endgültigen Neutralisation ist der Ester dann von schädlichen Bestandteilen befreit.
  • In jedem Falle muß man für eine innige Durchmischung des Esters mit dem Wasser oder der alkalischen Lösung mittels eines Rührers, einer Pumpe oder auf andere geeignete Weise Sorge tragen.
  • Andererseits muß die Wärinebehandlung für eine Mindestdauer durchgeführt werden, die von der Natur des zu behandelnden Weicbmachers und der Temperatur abhängt. So muß die Behandlungsdauer bei Oktylphthalat z. B. bei einerTemperatur von 150'C mindestens 165 Minuten, bei 160'C mindestens 90 Minuten und bei 170'C mindestens 1 Stunde betragen. Das so behandelte Produkt kann nach Trennung von dem Wasser, Waschen zur Entfernung von gelöstem Alkali und Trocknen sodann auf höhere Temperatur erhitzt werden, ohne daß sich eine Acidität oder eine Verfärbung zeigt.
  • Das Behandlungsverfahren ist allgemein auf alle Weichinacher anwendbar, die durch Veresterung eines Alkohols mit einer Carbonsäure hergestellt sind, z. B. auf Butyl-, Oktyl- und Nonylphthalat, die Adipinsäureester, den Dicapronsäureester des Triäthylenglykols usw.
  • Für jeden dieser Stoffe können die günstigsten Bedingungen bezüglich der Behandlungsdauer und -temperatur verschieden sein, man kann jedoch die allgemeine Regel aufstellen, daß die Temperatur zwischen 70 und 180'C und die Dauer, während der man die betreffende Temperatur in Kombination mit den anderen oben angegebenenMitteln einwirken läßt, zwischen 1-/, und 5 Stunden liegen muß.
  • Man kann den Ester dem erfindungsgemäßen Behandlungsverfahren sowohl als Fertigprodukt, d. h. nach der Abscheidung des überschüssigen Alkohols, des Wasserschleppmittels und des Katalysators, als auch in einer früheren Herstellungsstufe (z. B. unmittelbar nach der Veresterung) in Gegenwart von Wasserschleppmittel, Wasser, Katalysator und überschüssigem Alkohol oder Säure unterwerfen. In diesem Falle muß man natürlich bei der Berechnung der anzuwendenden Menge an Neutralisations- und bzw. oder Verdännungsmittel die Gegenwart des Katalysators und gegebenenfalls der überschüssigen Säure berücksichtigen.
  • Die obigen Angaben bezüglich Temperatur und der Kontaktzeit gelten für ein absatzweise durchgeführtes Verfahren.
  • Die Behandlung kann jedoch im Rahmen der Erfindung auch fortlaufend in einer Vorrichtung durchgeführt weiden, welche die innige Berührung der beiden Phasen gestattet.
  • Die Wärmebehandlung und die Trennung des behandelten Esters vom Behandlungsmittel können kontinuierlich in der Weise durchgeführt werden, daß man den Ester und das Behandlungsmittel in eine auf die erforderliche Behandlungstemperatur erhitzte Zone einführt, die eine der erforderlichen Behandlungsdauer entsprechende mittlere Weglänge für das Gemisch aufweist, und in der das Gemisch in Bewegung gehalten wird, woi auf man das behandelte Gemisch abkühlt und in seine Bestandteile zerlegt.
  • In den Zeichnungen sind zwei'Vorrichtungen beispielsweise schematisch dargestellt, mit denen das Verfahren nach der Erfindung ausgeführt werden kann.
  • In Fig. 1 ist die Wärmebehandlungszone durch ein Rohr 1 dargestellt, welches eines der Elemente eines Wärmeaustauschers bildet, während das andere Element eine von Wasserdampf in der Richtung der Pfeile durchströmte Heizschlange 2 ist. Das Rohr 1 gehört zu einem Kreislaufsystem, welches eine Pumpe 3 enthält, die gleichzeitig eine Bewegung des Behandlungsgemisches mit großer Geschwindigkeit und die Tuibulenz der Mischung bewirkt. Diese Mischung besteht aus dem zu behandelnden Ester, der durch Leitung 4 eingeführt wird, und dem Behandlungsmittel, welches durch Leitung 5 zugeführt wird. Beide Bestandteile werden durch eine Pumpe 6 angesangt und dem Kreislaufsystem zugeführt.
  • Nach dem Austritt aus dem Kreislaufsystem, welcher mit einer der Zufuhr entsprechenden Geschwindigkeit erfolgt, läuft das Gemisch durch einen Kühler 7 und gelangt in einen Abscheider 8, wo der Ester sich von dem Behaudlungsreagens trennt und aus welchem die getrennten Phasen durch die Leitungen 9 bzw. 10 abgezogen werden. Die in Fig. 2 schematisch dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich von der vorhergehenden Ausführungsforin dadurch, daß das Kreislaufsystein durch einen mit Füllkörpern versehenen und von einem Heizmantel 12 umgebenen Turm 11 ersetzt ist.
  • Im Falle einer kontinuierlichen Arbeitsweise ist die Verweilzeit bei Anwendung der gleichen Temperatur je nach der angewandten Ausführungsform verschieden. Diese Kontaktzeit läßt sich durch Anwendung der aUgemeinen Formeln der chemischen Kinetik bestimmen.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsforin des erfindungsgemäßen Verfahrens behandelt man das Veresterungsrohprodukt mit einer Natriumcarbonatlösung. Diese Lösung gestattet die gleichzeitige Neutralisation des Veresterungskatalysators, während man beim Arbeiten mit Wasser noch eine nachträgliche Neutralisationsstufe einschalten muß. Wie oben angegeben, kann man mitNatronlauge oder einer anderen Alkalilauge arbeiten; dies hat jedoch den Nachteil, daß man große Sorgfalt anwenden muß, damit nicht in gewissen Fällen eine teilweise Verseifung des Esters selbst stattfindet. Aus diesem Grunde wird die Anwendung von Nati:iumcarbonat bevorzugt.
  • Die drei oben bereits erwähnten Prüfverfahren für die Beständigkeit des Esters sind folgende: 1. Entwicklung von Aeidität: Man bestimmt die ursprüngliche Acidität (Anfangswert) eines Weichmacheresters inMilliniol je Liter und führt sodann nach 2Stunden langem Erhitzen auf 160'C eine weitere Bestimmung (Endwert) unter unmittelbarer Titration mit n/1 0-Natronlauge aus.
  • 2. Verfärbungsprüfung: Die Färbung des Weichmachers wird mit dem Lovibond-Tintometer mit der 15-cm-Zelle gemessen. Nach 15 Minuten langem Erhitzen des Weichmachers auf 180'C wird eine weitere Messung ausgeführt.
  • 3. Papierprobe: Ein Filtrierpapier wird 1 Stunde in den auf 180'C erhitzten Weichmacher eingetaucht, worauf man die Farbe des Papiers durch eine Reflexionsmessung mit dem Lovibond-Tintometer bestimmt.
  • Beispiel 1 500 ccm Oktylphthalat mit den folgenden Eigenschaften: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,27; Endwert 3,5 Farbprüfung: Anfangswert 0,4 gelb + 0,1 rot Endwert 4,9 gelb + 1,1 rot Papierprobe: 8,5 gelb + 7 rot + 9 blau werden mit 100 ccm einer 101)/oigen Natriumcarbonatlösung in einem geschlossenen Gefäß unter ständiger Bewegung 165 Minuten auf 150'C erhitzt.
  • Nach dieser Behandlung wird das Phthalat dekantiert, mit warmem Wasser gewaschen und durch Hindurchleiten von warmer Luft getrocknet. Nunmehr ausgeführte Stabilitätsprüfungen ergeben folgende Werte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,2; Endwert 0,8 Farbprüfung: Anfangswert 0,4 gelb + 0,1 rot Endwert 0,4 gelb + 0,1 rot Papierprobe: 0,6 gelb + 0,3 rot Beispiel 2 500 ccm des im Beispiel 1 verwendeten Oktylphthalats werden mit 50 ccm 1 n-Natronlauge unter Bewegung 90 Minuten auf 160'C erhitzt. Nach dem Waschen mit Wasser und Trocknen erhält man mit dem so behandelten Phthalat die folgenden Prüfwerte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,14; Endwert 0,75 Farbprüfung: Anfangswert 0,4 gelb + 0,1 rot Endwert 0,5 gelb + 0,1 rot Papierprobe: 0 8 gelb + 0,5 rot Es ist festzustellen, daß 3,5 0/, des eingesetzten Octylphthalats bei dieser Behandlung verseift wurden.
  • Beispiel 3 Die Mischung des Beispiels 1 wird 1 Stunde bei 170'C in Bewegung gehalten. Nach dem Waschen mit Wasser und Trocknen erhält man die folgenden Prüfwerte: Aeiditätsprüfung: Anfangswert 0,12; Endwert 0,8 Farbprüfung: Anfangswert 0,5 gelb + 0,1 rot Endwert 0,6 gelb + 0,1 rot Papierprobe: 0,6 gelb + 0,3 rot Beispiel 4 Das in diesem Beispiel eingesetzte Oktylphthalat liefert vor der Behandlung die folgenden Prüfwerte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,25, Endwert 5 Farbprüfung: Anfangswert 1,7 gelb + 0,6 rot Endwert 15 gelb+ 3 rot Papierprobe: schwarz Man mischt 500 ccm des Phthalats unter Rühren mit 500 cem Wasser und hält das Gemisch 3 Stunden bei 150'C in Bewegung. Sodann wird die Oktylphthalatschicht dekantiert und getrocknet. Hierauf erhält man die folgenden Prüfwerte: Aciditätsprüfung: Anfangswert: 0,2; Endwert 2,2 Farbprüfung: Anfangsweit 1,4 gelb + 0,1 rot Endwert 2 gelb + 0,2 rot Papierprobe: 0,8 gelb + 0,3 rot Beispiel 5 An der Austrittsseite einer kontinuierlichen Veresterungsvorrichtung erhält man ein Gemisch aus 86 0/,) Oktylphthalat, 13 0/, Oktanol und 10/, Benzol. 360 1 dieses Gemisches werden mit 70 1 einer 150/,igen Natriumcarbonatlösung je Stunde in ein Kreislaufsystem eingeführt, welches 1430 1 Fassungsvermögen besitzt und auf einer Temperatur von 175'C gehalten wird. Beim Austritt aus dem Kreislaufsystem wird das Phthalat dekantiert, dann mit heißem Wasser gewaschen, in einer Destillationskolonne zur Entfernung des Alkohols und des Kohlenwasserstoffes mit Wasserdampf behandelt und schließlich in einer mit Füllkörper-Ringen gefüllten Kolonne mit Heißluft getiocknet. Das so erhaltene Phthalat ergibt bei der Papierprobe einen Wert von 0,6 gelb + 0,2 rot, während das gleiche, nicht durch Erhitzen auf 175'C behandelte Phthalat bei der Papierprobe einen Wert von 6 gelb + 3 rot liefert.
  • Beispiel 6 Als Ausgangsstoff dient Oktyladipat, welches durch Umsetzung von Adipinsäure mit einem Überschuß von Oktanol in Gegenwart von Schwefelsäure hergestellt wurde. Dieses Produkt zeigt bei der Stabilitätsprüfung folgende Werte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,6; Endwert5,1 Farbprüfung: Anfangswert 21 gelb + 4,2 rot Endwert 22 gelb + 5 rot Papierprobe: schwarz Dieser Ester wird bei 170'C mit einem gleichen Raumteil Wasser 30 Minuten behandelt, dann mit Natriumcarbonat neutralisiert, gewaschen und getrocknet. Nunmehr erhält man die folgenden Prüfwerte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,15; Endwert 1,75 Farbprüfung: Anfangswert 15 gelb + 2,4 rot Endwert 15 gelb + 3 rot Papierprobe: 6 gelb + 3 rot Wenn man die Behandlung weitere 30 Minuten fortsetzt, erhält man die folgenden Werte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,15; Endweit 1,25 Farbprüfung: Anfangswert 10 gelb + 2 iot Endwert 10 gelb + 2 rot Papierprobe: 2 gelb + 0,5 rot Beispiel 7 Als Ausgangsstoff dient ein Vei esterungsrohprodukt aus Phthalsäureanhydrid und Butylalkohol, welches die folgende Zusammensetzung besitzt: Diese Mischung enthält außerdem noch den Veresterungskatalysator.
  • Wenn man dieses Veresterungsrohprodukt lediglich in der Kälte neutralisiert, indem man 500 ccm desselben mit Butylphthalat ........... 80 Gewichtsprozent Butanol ................ 20 Gewichtsprozent 100 ccm einer 101)/,igenNatriumcarbonatlösung10 Minuten rührt, erhält man nach dem Dekantieren, Waschen, Entfernen des überschüssigen Alkohols und Trocknen die folgenden Prüfwerte: Aeiditätsprüfung: Anfangswert 0,15; Endwert 4,5 Farbprüfung: Anfangsweit 0,7 gelb 4- 0,2 rot Endwert 1 gelb + 0,5 rot Papierprobe: schwarz Wenn man jedoch erfindungsgemäß 500 ccm des Veresterungsproduktes 4 Stunden mit 100 ccm einer 100/,igen Natriumcarbonatlösung bei 80'C behandelt, so erhält man die folgenden Prüfwerte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,1; Endwert 2 Farbprüfung: Anfangswert 0,6 gelb + 0,3 rot Endwert 0,6 gelb + 0,3 rot Papierprobe: 1,4 gelb + 0,6 rot Führt man die Behandlung im Verlaufe einer Stunde bei 130'C durch, so ergeben sich die folgenden Werte: Aciditätsprüfung: Anfangswert 0,15; Endwert 1,5 Farbprüfung: Anfangswert 0,3 gelb + 0,1 rot Endwert 0,3 gelb + 0,1 rot Papierprobe: 1 gelb + 0,2 rot

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE-1. Verfahren zum Stabilisieren von als Weichmacher dienenden Estern, dadurch gekennzeichnet, daß man den zu stabilisierenden Ester unter starker Durchmischung 1/, bis 5 Stunden mit einem alkalisch reagierenden Behandlungsmittel, vorzugsweise einem Alkalisalz einer schwachen Säure, insbesondere einem Alkalicarbonat oder Wasser, auf 70 bis 180'C erhitzt und anschließend den stabilisierten Ester in an sich bekannter Weise von dem Behandlungsmittel trennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wärmebehandlung entweder in Gegenwart einer -wäßrigen Lösung oder des festen alkalisch reagierenden Stoffs durchführt. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als alkalisches Behandlungsmittel eine wäßrige Alkalilauge verwendet. 4. Verfahren nachAnspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wärinebehandlung und die Trennung des behandelten Esters vom Behandlungsmittel kontinuierlich durchführt, indem man den Ester und das Behandlungsmittel in eine auf die erforderliche Behandlungstemperatur erhitzte Zone einführt, die eine der erforderlichen Behandlungsdauer entsprechende mittlere Weglänge für das Gemisch aufweist und in der das Gemisch in Bewegung gehalten wird, worauf man das behandelte Gemisch abkühlt und in seine Bestandteile zerlegt. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man ein rohes Veresterungsgemisch behandelt, wobei man die Menge des zu verwendenden Behandlungsmittels dem in dem zu behandelnden Gemisch enihaltenen Überschuß an sauer reagierenden Stoffen angleicht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 844 146; britische Patentschriften Nr. 670 507, 646 968; USA.-Patentschrift Nr. 2 494 133; italienische Patentschrift Nr. 413 589.
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