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GEBIET DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung integrierter Schaltungen
und betrifft dabei das Implantieren von Ionen von Dotierstoffmaterialien
in Substrate, die für
die Herstellung integrierter Schaltungen geeignet sind. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Amorphisieren eines
kristallinen Substrats, auf dem integrierte Schaltungen hergestellt
werden.
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BESCHREIBUNG DES STANDS DER
TECHNIK
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In
den vergangenen Jahren ist die Anzahl an Schaltungselementen, die
auf Haltleitersubstraten hergestellt werden, ständig angewachsen und die Größe der Schaltungselemente
hat sich entsprechend verringert. Gegenwärtig werden Schaltungselemente
häufig
hergestellt, die minimale Größen unter
0.18 Mikrometer aufweisen und die Entwicklung in der Herstellungstechnologie
scheint sich in dieser Weise fortzusetzen.
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Im
Falle von Feldeffekttransistoren entstand jedoch die Notwendigkeit,
die Dotierprofile der diversen Implantationsschritte, die während der
Herstellung ausgeführt
werden, auf flache Gebiete einzuschränken, wenn die Prozesstechnologie
zu einem Punkte fortschreitet, an welchem die Elemente mit einer
Gatelänge
von weniger als 2 Mikrometer hergestellt werden konnten. D. h.,
die Implantationen müssen
auf flache wohldefinierte Gebiete beschränkt werden. Um flache Dotierprofile,
die beispielsweise für
Halo-Strukturen, Source/Drain-Gebiete und Kanalbereiche erforderlich
sind, herzustellen, müssen alle
physikalischen Mechanismen, die das Eindringen der Dotierstoffe
in das Substrat ermöglichen, streng
kontrolliert oder eliminiert werden.
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Insbesondere
ist der wesentliche Faktor, der zu kontrollieren ist, die kanalmäßige Ausbreitung
von Ionen bzw. das Ionen-channeling.
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Um
dies zu erreichen, wurden große
Anstrengungen unternommen und diverse Maßnahmen ergriffen. Im Rahmen
dieser Maßnahmen
werden bei üblichen
Herstellungsprozessen häufig
ein sogenannter ”Voramorphisierungs-”Implantationsschritt vor
dem Ausführen
der gewöhnlichen
Dotierstoffimplantationsschritte angewendet. Insbesondere wird eine
amorphe Zone typischer Weise während
einer ersten Voramorphisierungsimplantation geschaffen, und während nachfolgend
Implantationsprozesse werden die dotierten Gebiete (Halo- und Source/Drain-Erweiterungsgebiete)
gebildet. Typischer Weise werden schwere inerte Ionen, etwa Germanium
oder Xenon, bei einer Implantationsenergie von ungefähr 80 bis
200 KeV zur vollständigen
Amorphisierung der Oberflächenbereiche
des Substrats implantiert.
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Im
Folgenden wird mit Bezug zu den 1a bis 1d ein
typischer konventioneller Prozessablauf zur Herstellung der aktiven
Gebiete eines Feldeffekttransistors mit einem typischen ”Voramorphisierungs-”implantationsschritt
sowie einem typischen ”Halo-Implantationsschritt
und den Implantationsschritten zur Ausbildung der Source- und Draingebiete
beschrieben.
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1a zeigt
schematisch ein MOS-Transistor 100, der auf einem Substrat 1,
etwa einer Siliziumscheibe, herzustellen ist. Isolationsstrukturen 2 definieren
ein aktives Gebiet des Transistors 100. Ferner bezeichnet
Bezugszeichen 3 ein Polysiliziumgateelektrode des MOS-Transistors 100.
Bezugszeichen 6 kennzeichnet eine Gateisolationsschicht.
Bezugszeichen 7a betrifft einen Ionenstrahl, dem das Substrat 1 während eines ”Voramorphisierungs-”implantationsprozesses
ausgesetzt ist, und Bezugszeichen 5a bezeichnet amorphe
Gebiete, die in dem Substrat 1 gebildet sind.
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In
den 1b bis 1d sind
jene Teile, die bereits mit Bezug zu 1a beschrieben
sind, mit den gleichen Bezugszeichen belegt. Ferner bezeichnet in 1b das
Bezugszeichen 7h einen Ionenstrahl, dem das Substrat 1 zur
Herstellung der Halo-Gebiete 5h ausgesetzt ist. Das Dotierstoffmaterial, das
während
eines derartigen Prozesses implantiert wird, ist von der gleichen
Art wie das Dotierstoffmaterial, das zum Dotieren des Substrats
verwendet ist. D. h. die Halo-Implantationen für NMOS bzw. PMOS-Elemente werden
ausgeführt
unter Verwendung eines P-artigen bzw. N-artigen Dotierstoffmaterials.
In gewissem Sinne verstärken
die Halo-Implantationen die Dotierstoffe in dem Substrat.
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In 1c bezeichnet
Bezugszeichen 7e einen Ionenstrahl, dem das Substrat 1 während der Herstellung
der Source/Drain-Erweiterungsgebiete des Transistors 100 ausgesetzt
ist. Ferner bezeichnen die Bezugszeichen 5's und 5'd das Sourceerweiterungsgebiet
bzw. das Drainerweiterungsgebiet des Transistors 100. Ferner
bezeichnet in 1c Bezugszeichen e einen Teil
des Transistors 100, der in vergrößerter Ansicht in 1c' gezeigt
ist, in welcher entsprechende Bezugszeichen solche Teile kennzeichnen,
die bereits mit Bezug zu 1c beschrieben
sind.
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In 1d bezeichnet
Bezugszeichen 4 dielektrische Seitenwandabstandselemente,
die an den Seitenwänden
der Polysiliziumleitung 3 gebildet sind, und die Bezugszeichen 5s und 5d bezeichnen
das Sourcegebiet bzw. das Draingebiet, nachdem ein Implantationsschritt
mit hoher Dosis ausgeführt
worden ist, um die endgültige
Konzentration an Dotierstoffen in dem Source- und Draingebieten
zu erzeugen. Schließlich
bezeichnet in 1d Bezugszeichen 7sd einen
Ionenstrahl, dem das Substrat zur Bildung der Source- und Draingebiete 5s und 5d ausgesetzt
ist.
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Ein
typischer Prozessablauf zur Herstellung der aktiven Gebiete des
Transistors 100 mit den amorphen Gebieten 5a,
den Halo-Strukturen 5h und den Source- und Draingebieten 5s und 5d kann
die folgenden Schritte umfassen.
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Nach
der Herstellung der Gateisolationsschicht 6 und der darüber liegenden
Polysiliziumleitung 3 gemäß gut bekannter Lithographie-
und Ätzverfahren
werden die amorphen Gebiete 5a während eines ersten Voramorphisierungsimplantationsschrittes
(siehe 1a) gebildet. Dazu wird das
Substrat 1 dem Ionenstrahl 7a ausgesetzt und schwere
Ionen, etwa beispielsweise Phosphor (P), Arsen (As) und Argon (Ar)
werden in das Substrat mit einer Implantationsenergie von ungefähr 80 KeV
eingeführt.
Der Ionenstrahl 7a wird normalerweise senkrecht gehalten
oder unter einem geringen Neigungswinkel (bis zu 10°) in Bezug
auf die Senkrechte zur Oberfläche des
Substrats 1.
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Es
hat sich gezeigt, dass bei einer vordefinierten Implantationsdosis
lokale amorphe Gebiete durch die in das Substrat eindringenden Ionen
geschaffen werden, die sich schließlich überlappen, bis eine kontinuierliche
amorphe Schicht gebildet ist.
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Diese
amorphe Schicht (oder die amorphen Gebiete 5a) wird zu
dem Zwecke geschaffen, um die kanalmäßige Ausbreitung der Ionen
während
der nächsten
Implantationsschritte so zu steuern, um damit flache Implantationsprofile
für die
in einem Substrat zu bildenden Halo-Gebiete und die Source- und Draingebiete
zu erhalten. D. h., die implantierten Ionen dringen in einer amorphen
Schicht so tief ein, wie dies in einer kristallinen Schicht der
Fall ist, so dass die implantierten Ionen auf flachere Gebiete beschränkt bleiben
und das tatsächliche
Dotierprofil und die endgültige
Dotierstoffkonzentration jener Gebiete, die nach dem Voramorphisierungsimplantationsschritt
geschaffen wurden, können
besser gesteuert werden. Auf Grund der Tatsache, dass die amorphen
Gebiete 5a jedoch mit ungeneigtem oder nur schwach geneigtem
Implantationsstrahl erzeugt werden, kann jedoch lediglich die vertikale
Eindringtiefe der nachfolgenden Dotierprofile reduziert werden.
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In
einem nächsten
Schritt, wie dies in 1b gezeigt ist, werden die Halo-Gebiete 5h des
Transistors 100 gebildet. Insbesondere wird ein weiterer
Ionenimplantationsschritt ausgeführt,
während
dem das Substrat einem Ionenstrahl 7h ausgesetzt wird. Wie
in 1b dargestellt ist, wird während der dargestellten Halo-Implantation
der Ionenstrahl 7h senkrecht zu der Oberfläche des Substrats 1 gehalten, oder
der Ionenstrahl 7h wird geringfügig (bis zu 10°) in Bezug
auf eine senkrechte der Oberfläche
des Substrats 1 geneigt. Die Dotierstoffkonzentration in den
Gebieten 5h sowie die Implantationsenergie für die Dotierstoffe
wird in Abhängigkeit
von der Art des auf dem Substrat 1 herzustellenden Transistors
ausgewählt.
Beispielsweise werden Borionen in NMOS und Phosphorionen in PMOS-Transistoren implantiert,
um ein Halo-Gebiet zur Unterdrückung
der Durchgreifspannung in jedem Bauteil zu bilden. Für gewöhnlich wird
Bor bei 90 KeV mit einer Dosis von 2 × 1013 cm–2 implantiert. Ähnliche
Prozesse werden für
das Implantieren von Phosphor angewendet.
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Eine
thermische Behandlung, etwa ein Ausheizschritt, wird typischer Weise
nach der Ionenimplantation zur Diffusion von Dotierstoffen in dem
Substrat ausgeführt.
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Wie
aus 1d ersichtlich ist, erstrecken sich die Halo-Gebiete 5h entsprechend
den Rändern der
Polysiliziumleitung 3 und dem Gate 6 bis über die amorphen
Zonen 5a hinaus. Dies liegt daran, dass während der
Implantationsschritte zur Herstellung der amorphen Zonen 5a der
Ionenstrahl im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des Substrats eingehalten
wird, so dass die Ränder
dieser amorphen Gebiete 5a im Wesentlichen zu den Rändern des
Gates 6 ausgerichtet sind. Daher kann eine kanalartige Ausbreitung
von Ionen während
der nachfolgenden Implantationsschritte zur Bildung der Halo-Strukturen 5h in
der horizontalen Richtung nicht geeignet gesteuert werden, oder
anders ausgedrückt,
das Dotierprofil der Halo-Gebiete 5h kann in der horizontalen
Richtung nicht in der gewünschten
Weise flach gehalten werden, sondern es werden Bereiche der Halo-Gebiete
gebildet, die sich über
die amorphen Gebiete 5a hinaus erstrecken.
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Während eines
nächsten
Schrittes, der in 1c gezeigt ist, wird ein dritter
Ionenimplantationsschritt ausgeführt,
um die Source/Drain-Erweiterungsgebiete 5's und 5'd zu bilden. Dazu wird durch Einbringen
des Substrats 1 in einen Ionenstrahl 7e eine Dosis
von ungefähr
3 × 1013 bis 3 × 1014 cm–2 an Dotierstoffionen
bei geringer Energie (3 bis 5 KeV) implantiert. Dieser dritte Ionenimplantationsschritt wird
mit einem N-artigen bzw. einem P-artigen Dotierstoffmaterial für NMOS bzw.
PMOS-Bauteile ausgeführt.
Das Problem, das während
des Halo-Implantationsschrittes aus 1b, ein
kanalartiges Ausbreiten von Ionen in der horizontalen Richtung nicht
in ausreichender Weise steuerbar ist, entsteht auch während des
Ionenimplantationsschrittes aus 1c. Folglich
können
die Source- und Draingebiete 5's und 5'd nicht innerhalb der zuvor gebildeten amorphen
Gebiete 5a beschränkt
gehalten werden, sondern Teile der Source- und Draingebiete 5's und 5'd erstrecken
sich über
die Schicht 6 und die darüber liegende Polysiliziumleitung 3 hinaus,
insbesondere wenn eine Wärmebehandlung
ausgeführt
wird. Somit können
auch die Dotierprofile der Source- und Draingebiete 5's und 5'd in horizontaler
Richtung nicht in gewünschter
Weise flach bzw. schmal gehalten werden.
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Insbesondere
ist die Lage nach dem Implantationsschritt aus 1c so,
wie sie in der vergrößerten Ansicht
in 1c' dargestellt
ist, wobei die Dotierprofile der Source- und Drainerweiterungsgebiete 5's und der Halo-Gebiete 5h sich über das
Dotierprofil der amorphen Gebiete 5a entsprechend den Rändern der
Schicht 6 und der darüber
liegenden Polysiliziumleitung 3 hinaus erstrecken.
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Während eines
nachfolgenden Schrittes werden die Source- und Draingebiete 5s und 5d des Transistors 100 fertiggestellt,
wie dies in 1d gezeigt ist. Insbesondere
werden die dielektrischen Seitenwandabstandselemente 4 an
den Seitenwänden der
Polysiliziumleitung 3 gemäß gut bekannter Techniken gebildet
und weitere Implantationsschritte mit hoher Dosis werden ausgeführt, um
Dotierstoffe in jene Gebiete des Substrats zu implantieren, die
nicht durch die Polysiliziumleitung 3 und die Seitenwandabstandselemente 4 bedeckt
sind. Am Ende des Implantationsschrittes mit hoher Dosis werden die
Source- und Draingebiete 5s und 5d so gebildet, dass
diese die gewünschte
Dotierstoffkonzentration aufweisen. Für NMOS bzw. PMOS-Bauelemente wird
dieser Implantationsschritt mit hoher Dosis unter Verwendung eines
N-artigen bzw. P-artigen Dotiermaterials ausgeführt. Der Herstellungsprozess
wird dann weitergeführt,
um den Transistor 100 gemäß dem Fachmann vertrauter Techniken
fertigzustellen.
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Wie
zuvor ausgeführt
ist, wird der in 1a dargestellte Vorarmorphisierungsimplantationsprozess
zu dem Zwecke ausgeführt,
um die kanalmäßige Ionenausbreitung
während
der nachfolgenden Implantationsschritte so zu steuern, um damit
Dotierprofile für
die Halo-Strukturen
und die Source- und Draingebiete zu erhalten, die entsprechend flach bzw.
schmal sind, wie dies durch die reduzierten planaren Abmessungen
der modernen Transistoren erforderlich ist. D. h., durch Voramorphisieren
des Substrats werden die Dotierstoffe, die während nachfolgender Implantationsprozesse
in das Substrat eingebracht werden, auf flache bzw. schmale Bereiche
mit geringer Tiefe nahe an der Oberfläche des Substrats beschränkt.
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Wie
jedoch zuvor dargelegt ist, zeigt der konventionelle Vorarmophisierungsprozess,
wie er in 1a dargestellt ist, den Nachteil,
dass das kanalmäßige Ionenausbreiten
während
nachfolgender Implantationsprozesse nicht in geeigneter Weise in
horizontaler Richtung steuerbar ist. Somit können unter Umständen die
während
nachfolgender Implantationsprozesse in das Substrat eingeführte Dotierstoffe nicht
auf schmale Gebiete mit entsprechend vordefinierten horizontalen
Abmessungen eingeschlossen werden und die Dotierstoffkonzentration
kann nicht in geeigneter Weise entsprechend den Kanalrändern gesteuert
werden. Insbesondere diese Tatsache führt zu reduzierten effektiven
Kanalabmessungen mit entsprechenden Kurzkanaleffekten, die den Transistor beeinflussen.
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Die
Patentschrift
US 5 885
886 A offenbart ein Verfahren zum Herstellen von Transistoren,
wobei ein Amorphisierungsschritt unter Verwendung von z. B. Germanium,
Silizium oder Argon ausgeführt wird.
Die Lage der amorphisierten Bereiche wird an die räumlichen
Erfordernisse des Halo-Gebiets angepasst. Die Tiefe des amorphisierten
Gebietes wird so gewähnt,
dass die tiefen Source/Drain-Gebiete teilweise unterhalb des amorphisierten
Bereichs gebildet werden.
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Die
Patentschrift
US 6
284 630 B1 offenbart ein Verfahren zum Herstellen von Transistoren
mit abrupten und flachen Source/Drain-Erweiterungsgebieten durch
Einsatz eines Amorphi sierungsschrittes, der unter einem Neigungswinkel
ausgeführt
wird. Der Amorphisierungsschritt wird an die räumlichen Erfordernisse der
Source/Drain-Erweiterungsgebiete angepasst. Eine tiefe Source/Drain-Implantation
wird vor dem Amorphisierungsschritt ausgeführt.
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Angesichts
der zuvor erläuterten
Probleme besteht daher ein Bedarf, eine Technik bereitzustellen,
die eines oder mehrere dieser Probleme lösen oder zumindest verringern
kann. Insbesondere besteht ein Bedarf, ein Verfahren bereitzustellen,
dass das kanalmäßige Ionenausbreiten
während
Halo-Implantations- und Source- und Drainimplantationsprozessen
sowohl in vertikaler als auch horizontaler Richtung verhindert oder
reduziert.
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ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
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Im
Allgemeinen beruht die vorliegenden Erfindung auf der Erkenntnis,
dass eine kanalmäßige Ionenausbreitung
in vertikaler und horizontaler Richtung verhindert oder reduziert
werden kann, indem ein Voramorphisierungsimplantationsschritt ausgeführt wird,
während
dem das Substrat einem Ionenstrahl ausgesetzt ist, der unter einem
großen
Neigungswinkel in Bezug auf eine Senkrechte der Oberfläche des
Substrats gehalten wird.
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Beispielsweise
können
durch Ausführen
eines Voramorphisierungsimplantationsschrittes, während dem
der Ionenstrahl unter einem Neigungswinkel von ungefähr 40° gehalten
wird, amorphe Gebiete erhalten werden, die sich teilweise unter
die Gateisolationsschicht und die darüber liegende Polysiliziumstruktur
erstrecken. Dies ermöglicht
einen guten Einschluss für
die folgenden Implantationsschritte sowohl in vertikaler als auch
in horizontaler Richtung. Somit sind die Dotierstoffe, die während nachfolgender
Implantationsprozesse in das Substrat eingeführt werden, auf Gebiete beschränkt, die
eine reduzierte Tiefe nahe an der Oberfläche des Substrats und vordefinierte
planare Abmessungen aufweisen, wobei diese flachen Gebiete eine
gut definierte Dotierstoffkonzentration in der vertikalen und in
der horizontalen Richtung aufweisen.
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Des
weiteren ist die vorliegende Erfindung auf der weiteren Erkenntnis
basierend, dass ein kanalmäßiges Ionenausbreiten
in vertikaler und horizontaler Richtung vermieden oder reduziert
werden kann, indem ein Amorphisierungsimplantationsschritt ausgeführt wird,
während
dem der Neigungswinkel variiert wird. Durch Unterteilen des Amorphisierungsimplantationsschrittes
in mehrere Perioden und/oder Segmente können amorphe Gebiete mit einem
vordefinierten Profil erhalten werden, wodurch das kanalmäßige Ionenausbreiten
während
nachfolgender Implantationsschritte in vertikaler und horizontaler Richtung
vermieden wird, selbst wenn während
dieser Implantationsschritte der Ionenstrahl in Bezug auf die Oberfläche des
Substrats geneigt ist. Durch Unterteilen des Amorphisierungsschrittes
in mehrere Perioden und/oder Segmente können beispielsweise vordefinierte
Gebiete des Substrats in Abhängigkeit der
Neigungswinkel während
der Implantationsperioden amorphisiert werden, wodurch die kanalmäßige Ionenausbreitung,
die für
gewöhnlich
in diesen Gebieten entsteht, unterdrückt und/oder minimiert wird.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die Verfahren der
Ansprüche
1, 10 und 19 gelöst.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Weitere
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert
und gehen deutlicher aus der folgenden detaillierten Beschreibung
hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird,
in denen identische oder entsprechende Teile durch die gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet sind.
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1a bis 1d repräsentieren
eine typische Prozessabfolge eines konventionelles Verfahrens zur
Bildung der Source- und Draingebiete eines Feldeffekttransistors,
wobei der Schritt zum Implantieren von Ionen zur Amorphisierung
des Substrats enthalten ist.
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1c' repräsentiert
eine vergrößerte Ansicht
des Teiles e, der in 1c gezeigt ist.
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2a bis 2d repräsentieren
einen Prozessablauf oder ein Verfahren zur Herstellung der Source-
und Draingebiete eines Feldeffekttransistors, wobei ein Amorphisierungsimplantationsprozess
gemäß einer
anschaulichen Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung enthalten ist.
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2d' repräsentiert
einen vergrößerte Ansicht
des Teiles e, der in 2d gezeigt ist;
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3a bis 3d repräsentieren
einen Amorphisierungsimplantationsprozess gemäß einer weiteren anschaulichen
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist insbesondere vorteilhaft, wenn diese zur
Herstellung der aktiven Gebiete von Feldeffekttransistoren angewendet
wird. Aus diesem Grunde werden Beispiele im Folgenden angeführt, in
denen entsprechende Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung auf die Herstellung der aktiven Gebiete
eines Feldeffekttransistors angewendet sind. Es ist jedoch zu betonen,
dass die Anwendung der vorliegenden Erfindung nicht auf die Herstellung
der aktiven Gebiete von Feldeffekttransistoren eingeschränkt ist,
sondern das die vorliegende Erfindung in jeder anderen Situation
verwendet werden kann, in der die Realisierung flacher bzw. schmaler
Dotierprofile in einem Substrat und/oder einem Werkstück erforderlich
ist. Die vorliegende Erfindung kann in all jenen Situationen ausgeführt werden,
in denen es notwendig ist, die kanalmäßige Ionenausbreitung während Ionenimplantationsschritte zum
Zwecke des Herstellens gut definierter Dotierprofile, die eine zuverlässige Dotierstoffkonzentration sowohl
in vertikaler als auch in horizontaler Richtung aufweisen, zu steuern.
Die vorliegende Erfindung kann auch in all jenen Situationen ausgeführt werden,
in denen eine optimale Gestaltung dotierter Gebiete in einem Substrat
erforderlich ist. Die vorliegende Erfindung ist daher auf alle diese
Situationen anwendbar und die Source- und Draingebiete eines Feldeffekttransistors,
die in den folgenden anschaulichen Ausführungsformen dargestellt sind,
sollen einen derartigen Bereich und/oder Gebiet eines Substrats
repräsentieren.
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Mit
Bezug zu den 2a bis 2d wird nun
eine anschauliche Ausführungsform
des Amorphisierungsverfahrens der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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In 2a bezeichnet
Bezugszeichen 1 ein Substrat, auf dem ein Feldeffekttransistor 100,
etwa beispielsweise ein PMOS, ein NMOS-Transistor, wie sie als Teil
eines CMOS-Paares verwendet werden, zu bilden ist. Bezugszeichen 2 betrifft
Isolationsstrukturen, die ein aktives Gebiet des Transistors 100 definieren.
Die Isolationsstrukturen 2 sind als Flachgrabenisolations(STI)strukturen
vorgesehen. Es können jedoch
auch andere Isolationsstrukturen, beispielsweise Locos-Strukturen
(lokale Oxidation von Silizium) anstelle der STI-Strukturen vorgesehen
werden. Die Isolationsstrukturen 2 enthalten im Wesentlichen ein
isolierendes Material, etwa Siliziumdioxid, Siliziumnitrid oder
dergleichen. Bezugszeichen 3 bezeichnet eine Polysiliziumgateelektrode,
die im Folgenden auch als Polysiliziumgateleitung bezeichnet wird,
die über
ein Gateisolationsschicht 6 gebildet ist, die wiederum
auf dem aktiven Gebiet des Substrats 1 strukturiert ist.
Ferner bezeichnen in 2a die Bezugszeichen 8da und 8db entsprechende
Ionenstrahlen, denen das Substrat 1 zum Zwecke des Implantierens von
Ionen durch die Bereiche der Oberfläche des Substrats 1 hindurch,
die nicht von der Polysiliziumleitung 3 und der darunter
liegenden Gateisolationsschicht 6 bedeckt sind, ausgesetzt
ist, um somit die kristalline Struktur des Substrats 1 zu
schädigen. Schließlich bezeichnet
in 2a Bezugszeichen 5d Gebiete des Substrats 1,
in denen die kristalline Struktur des Substrats durch Bestrahlen
des Substrats mit den Ionenstrahlen 8da und 8db geschädigt ist.
Die Gebiete 5d können
zusammenhängende amorphe
Gebiete sein oder können
isolierte Kristallschäden
und/oder nicht überlappende
amorphe Gebiete sein, wie dies im Folgenden noch deutlicher wird.
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In
den 2b bis 2d sind
die Merkmale, die bereits mit Bezug zu 2a beschrieben
sind, mit den gleichen Bezugszeichen belegt.
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In 2b bezeichnet
Bezugszeichen 8h einen Ionenstrahl, dem das Substrat 1 zum
Zwecke des Implantierens von Dotierstoffen in das Substrat 1 ausgesetzt
ist, um damit Halo-Strukturen
in den geschädigten
und/oder amorphen Gebieten 5d zu bilden. Diese Halo-Strukturen sind in 2b mit
den Bezugszeichen 5h gekennzeichnet und können angewinkelte
Halo-Implantationen beinhalten, obwohl dies in 2b nicht
gezeigt ist.
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In 2c bezeichnet
Bezugszeichen 8e einen Ionenstrahl, dem das Substrat 1 zum
Zwecke des Bildens der Source- und Drainerweiterungsgebiete des
Transistors 100 ausgesetzt ist. Diese Source- und Drainerweiterungsgebiete
sind in 2c mit den Bezugszeichen 5's und 5'd gekennzeichnet.
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In 2d bezeichnet
Referenzzeichen 5sd einen weiteren Ionenstrahl, dem das
Substrat 1 während
eines weiteren Implantationsprozesses zur Bildung der Source- und
Draingebiete des Transistors 100 ausgesetzt ist, wobei
diese Source- und Draingebiete durch die Bezugszeichen 5s bzw. 5d gekennzeichnet
sind. Typischer Weise wird ein Implantationsschritt mit hoher Dosis
ausgeführt,
um die endgültige
Konzentration in den Source- und Draingebieten 5s und 5d zu
erzeugen. Für
NMOS bzw. PMOS-Bauteile wird dieser Implantationsschritt mit hoher
Dosis unter Anwendung eines N-artigen bzw. eines P-artigen Dotierstoffmaterials
ausgeführt.
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Der
Herstellungsprozess für
die Bildung des aktiven Gebiets des Transistors 100, wie
dies in 2d gezeigt ist, kann die folgenden
Schritte umfassen.
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Wie
aus 2a ersichtlich ist, wird eine Polysiliziumgatestruktur,
die die Polysiliziumleitung 3 und die Gateisolationsschicht 6 enthält, zunächst gemäß wohlbekannter
Verfahren gebildet. Die Herstellung der aktiven Gebiete beginnt
für gewöhnlich nach der
Ausbildung der Polysiliziumgatestruktur.
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Während eines
ersten Implantationsschrittes gemäß der vorliegenden Erfindung
werden Ionen in das Siliziumsubstrat 1 so implantiert,
um die amorphen Gebiete 5d zu bilden. Dazu wird das Substrat einem
Ionenstrahl ausgesetzt, der unter einem Neigungswinkel in Bezug
auf eine Richtung senkrecht zu der Oberfläche des Substrats gehalten
wird. Insbesondere kann ein Neigungswinkel zwischen 10° und 80° gewählt werden,
abhängig
von den Erfordernissen. Wenn die Implantation unter einem großen Neigungswinkel
ausgeführt
wird, wie dies in 2a gezeigt ist, können sich
die dadurch erzeugten amorphen Gebiete unter die Polysiliziumgatestruktur
erstrecken. Wenn im Gegensatz dazu der Implantationsprozess unter
einem Winkel von ungefähr
10° oder
weniger ausgeführt
wird, erstrecken sich die amorphen Gebiete nicht wesentlich unter
die Gatestruktur. Da der Ionenstrahl unter einem Neigungswinkel
in Bezug zur Oberfläche
des Substrats gehalten wird, umfasst der Implantationsprozess für gewöhnlich zwei
Halbperioden, wobei das Substrat 1 um 180° um eine
Achse senkrecht zur Oberfläche des
Substrats am Ende der ersten Halbperiode und bei Beginn der zweiten
Halbperiode gedreht wird. D. h., das Substrat wird dem gleichen
Ionenstrahl während
der ersten und der zweiten Halbperiode ausgesetzt, und die Ionenstrahlen 8da und 8db aus 2a sollen
einfach anzeigen, dass das Substrat um 180° gedreht wurde.
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Alternativ
kann die Orientierung des Ionenstrahls am Ende der ersten Halbperiode
und Beginn der zweiten Halbperiode variiert werden. In diesem Falle
wird das Substrat 1 zwei Ionenstrahlen während der
ersten bzw. der zweiten Halbperiode ausgesetzt, und die Ionenstrahlen 8da und 8db aus 2a zeigen
an, dass der Ionenstrahl gedreht wurde.
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Typische
Implantationselemente sind Xenon oder andere schwere inerte Ionen,
etwa Germanium, Silizium, Argon oder Verbindung davon bei einer
Implantationsenergie im Bereich von ungefähr 50 bis 150 KeV.
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Des
weiteren kann der Amorphisierungsimplantationsschritt so ausgeführt werden,
um Kristallschäden
und/oder nicht überlappende
amorphe Bereiche zu erzeugen, oder Amorphisiserungsimplantationsschritt
kann solange ausgeführt
werden, bis diese isolierten amorphen Bereiche überlappen, so dass im Wesentlichen
gleichmäßige amorphe
Gebiete gebildet werden. Typische Implantationsdosen liegen im Bereich
von ungefähr
1 × 1011/cm2 bis 1 × 1014/cm2.
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Da
der Ionenstrahl unter einem Neigungswinkel in Bezug auf die Oberfläche des
Substrats gehalten wird, erstrecken sich die amorphen Gebiete 5d zumindest
teilweise unter die Polysiliziumgatestruktur. Dies ermöglicht ein
gut gesteuertes Unterdrücken der
Eindringtiefe in lateralen und vertikalen Richtungen bei nachfolgenden
Implantationsschritten für
Dotierelemente zur Bildung von Halo- und Source- und Draingebieten.
Anders ausgedrückt,
die nachfolgenden Implantationsstrukturen zeigen einen optimalen Profilzuschnitt
und eine vordefinierte Dotierstoffkonzentration in vertikaler und
horizontaler Richtung.
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Wenn
die amorphen Gebiete 5d in der oben beschriebenen Weise
gebildet sind, wird der Herstellungsprozess fortgesetzt, um die
Halo-Gebiete in dem Substrat während
eines nachfolgenden Implantationsschrittes zu bilden, wie dies in 2b gezeigt ist.
Dazu wird das Substrat 1 einem Ionenstrahl 8h ausgesetzt
und Dotierstoffe werden die amorphen Gebiete 5d durch jene
Bereiche der Oberfläche
des Substrats 1 implantiert, die nicht von der Polysiliziumgatestruktur
bedeckt sind. Der Ionenstrahl 8h kann senkrecht zur Oberfläche des
Substrats (0° Neigung) oder
unter einem Neigungswinkel in Bezug zur Senkrechten der Oberfläche des
Substrats gehalten werden.
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Ein
Neigungswinkel kann unter solchen Bedingungen vorteilhaft sein,
in denen Halo-Gebiete
erforderlich sind, die sich geringfügig in das Kanalgebiet des
Feldeffekttransistors 100, d. h. unter die Polysiliziumgatestruktur,
erstrecken. In jenen Situationen, in denen Halo-Strukturen erforderlich
sind, die sich deutlich in vertikaler Richtung und in horizontaler Richtung
geringer erstrecken, ist andererseits ein senkrechter Ionenstrahl
vorteilhaft. Wenn ein Neigungswinkel bevorzugt wird, wird der Implantationsschritt
in zwei Halbperioden aufgeteilt, wobei entweder das Substrat oder
der Ionenstrahl bei Beginn der zweiten Halbperiode gedreht wird,
wie dies zuvor erläutert
ist.
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Die
Halo-Gebiete 5h ermöglichen
es, die Kurzkanaleffekte insbesondere die Wirkung der Durchgreifspannung
in dem Transistor 100 zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.
Die Dotierstoffkonzentration in den Gebieten 5h sowie die
Implantationsenergie und der Dotierstoff werden in Abhängigkeit
von der Art des auf dem Substrat 1 zu bildenden Transistors
ausgewählt.
Beispielsweise werden Borionen in NMOS-Bauteilen und Phosphorionen
in PMOS-Bauteilen implantiert, um in jedem Bauteil ein Halo-Gebiet
zur Durchgreifspannungsunterdrückung
zu bilden. Für
gewöhnlich
wird Phosphor bei 90 KeV mit einer Dosis von 2 × 1013 cm–2 bei
einem Neigungswinkel von 25° zwei
Abschnitten implantiert, wobei das Substrat zwischen den beiden
Abschnitten um 180° gedreht
wird. Ähnliche
Prozesse können
für das
Implantieren von Bor angewendet werden. Eine Wärmebehandlung, etwa einer Ausheizprozess,
wird nach der Halo-Ionenimplantation zum Aktivieren der Dotierstoffe
in dem Substrat ausgeführt.
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Wie
zuvor dargelegt ist, kann auf Grund der Tatsache, dass die amorphen
Gebiete 5d Bereiche aufweisen, die sich unter die Polysiliziumgatestruktur erstrecken,
ein kanalmäßiges Ionenausbreiten
während
des Halo-Implantationsschrittes sowohl in vertikaler als auch in
horizontaler Richtung gut gesteuert werden. D. h., lediglich sehr
geringe Mengen der Halo-Dotierstoffe
können
in das Kanalgebiet des Transistors 100 in nicht gesteuerter
Weise eindringen und/oder darin diffundieren, oder es kann sogar
ein Eindringen der Halo-Dotierstoffe
in das Kanalgebiet im Wesentlichen vollständig vermieden werden, während das
Eindringen der Halo-Dotierstoffe in das Kanalgebiet steuerbar ist
und innerhalb gut definierter Grenzen verbleibt. Daher können die
Halo-Gebiete 5h ein gewünschtes
Dotierprofil in einer im Wesentlichen optimalen Weise aufweisen,
wodurch die vertikale und die horizontale Richtung zielgerichtet
strukturiert werden, d. h. die Ausdehnung der Halo-Gebiete 5h in
das Substrat kann in vertikaler und in horizontaler Richtung gesteuert
werden und flache bzw. schmale Halo-Strukturen werden erhalten,
die eine zuverlässige
Dotierkonzentration aufweisen.
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Der
Herstellungsprozess wird dann so ausgeführt, um den Transistor 100 gemäß gut bekannter Techniken
fertigzustellen.
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Insbesondere
wird während
eines nächsten Schrittes,
wie dies in 2c gezeigt ist, ein weiterer Ionenimplantationsprozess
ausgeführt,
um die Source/Drainerweiterungsgebiete 5's und 5'd zu bilden. Dazu wird eine Dosis
von 3 × 1013 bis 3 × 1014 cm–2 an
Dotierstoffionen bei geringer Energie (3 bis 5 KeV) durch Bestrahlen
des Substrats 1 mit einem Ionenstrahl 8e implantiert.
Typischer Weise werden N-artige bzw. P-artige Dotierstoffmaterialien
für NMOS bzw.
PMOS-Bauteile verwendet.
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Die
Source- und Draingebiete 5s und 5d des Transistors 100 werden
dann während
eines nachfolgenden Schrittes fertiggestellt, wie dies in 2d gezeigt
ist. Insbesondere werden die dielektrischen Seitenwandabstandselemente 4 zunächst an
den Seitenwänden
der Polysiliziumleitung 3 gemäß gut bekannter Techniken gebildet
und ein weiterer Implantations schritt mit hoher Dosis wird ausgeführt, um Dotierstoffe
in jene Gebiete des Substrats einzubringen, die nicht von der Polysiliziumleitung 3 und
den Seitenwandabstandselementen 4 bedeckt sind. Dazu wird
das Substrat 1 mit einem Ionenstrahl 7sd bestrahlt,
der im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des Substrats 1 gehalten
wird. Am Ende des Implantationsschrittes mit hoher Dosis sind die
Source- und Draingebiete 5s und 5d so gebildet,
dass diese eine vordefinierte Dotierstoffkonzentration aufweisen.
Für NMOS
bzw. PMOS-Bauteile
wird dieser Implantationsschritt mit hoher Dosis unter Anwendung eines
N-artigen bzw. eines P-artigen Dotiermaterials ausgeführt.
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Ebenso
ist in den Implantationsschritten, die in den 2c und 2d gezeigt
sind, zur Bildung der Source- und Drainerweiterungsgebiete und der Source-
und Draingebiete ein kanalmäßiges Ionenwandern
auf Grund der zuvor erfindungsgemäß gebildeten amorphen Gebiete 5d reduziert.
Insbesondere die Situation nach der Herstellung der Source- und
Draingebiete ist so, wie sie in 2d' gezeigt
ist, wobei eine vergrößerte Ansicht
des Bereiches e, der durch die gestrichelte Linie in 2d definiert
ist, dargestellt ist. Wie aus 2d' ersichtlich
ist, erstrecken sich weder das Sourcegebiet 5s noch das
Halo-Gebiet 5h in horizontaler Richtung über das
amorphe Gebiet 5d hinaus. D. h., das Eindringen der Dotierstoffe
in horizontaler Richtung sowie in vertikaler Richtung ist gesteuert.
Es entstehen daher flache Übergänge und
die Dotierstoffgebiete zeigen eine vordefinierte Dotierstoffkonzentration
und einen optimalen Dotierprofilzuschnitt.
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Wenn
die Source- und Draingebiete 5s und 5d gebildet
sind, wird der Herstellungsprozess fortgesetzt, um den Transistor 100 mit
wohlbekannten Verfahren fertigzustellen.
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Mit
Bezug zu den 3a bis 3d wird eine
weitere anschauliche Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Amorphisieren eines kristallinen Substrats beschrieben.
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In
den 3a bis 3d besitzen
die Merkmale, die bereits mit Bezug zu den 2a bis 2d beschrieben
sind, die gleichen Bezugszeichen. Ferner bezeichnen in den 3a bis 3c die
Bezugszeichen 8d11 und 8d12, 8d21 und 8d22, 8d31 und 8d32 entsprechende
Ionenstrahlen, denen das Substrat zur Amorphisierung des Substrats
ausgesetzt ist. Die Neigungswinkel α, β und γ dieser Ionenstrahlen unterscheiden
sich voneinander.
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Während des
Implantationsprozesses gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
zum Amorphisieren des Substrats wird der Neigungswinkel zwischen
dem Ionenstrahl und der Oberfläche
des Substrats 1 nicht konstant gehalten, sondern wird während des
Implantierens gemäß einem
vordefinierten Zeitablauf variiert. D. h., der Implantationsprozess besitzt
mehrere Implantationsperioden und/oder Segmente und der Neigungswinkel
zwischen dem Ionenstrahl und der Oberfläche des Substrats wird von einem
Segment zu einem nachfolgenden Segment geändert. Insbesondere durch Wählen eines
nicht konstanten Zeitablaufs für
unterschiedliche Perioden (bei unterschiedlichen Implantationswinkeln
des Implantationsvorganges) können
vordefinierte Bereiche des Substrats amorphisiert werden, um ein
kanalmäßiges Ionenausbreiten
in diesen Gebieten während nachfolgender
Implantatiorisprozesse zu unterdrücken oder zu minimieren.
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Typischer
Weise kann der Neigungswinkel zwischen 10° und 80° variiert werden. Durch Wählen eines
vordefinierten Zeitablaufs ist es möglich, amorphe Zonen mit einer
speziellen Form zu verwirklichen. Wenn beispielsweise das Implantieren
mit einem Neigungswinkel von ungefähr 80° zeitlich verlängert wird,
erstrecken sich die amorphen Gebiete deutlich unter die Polysiliziumgatestruktur.
Wenn andererseits das Implantationssegment mit einem kleinen Neigungswinkel
verlängert
wird, erstrecken sich die amorphen Gebiete stärker in vertikaler Richtung und
weniger unterhalb die Polysiliziumgatestruktur.
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In
der anschaulichen Ausführungsform,
die in den 3a bis 3c dargestellt
ist, enthält
das Verfahren zum Implantieren von Ionen gemäß der vorliegenden Erfindung
für das
Amorphisieren des Substrats drei Perioden oder Segmente. Während einer
ersten Periode wird der Ionenstrahl unter einem vordefinierten Neigungswinkel α in Bezug
auf eine Senkrechte zur Oberfläche
des Substrats 1 gehalten, wie dies in 3a gezeigt
ist. In dem in 3a dargestellten Beispiel beträgt der Winkel α ungefähr 60°. Der Neigungswinkel α kann im
Wesentlichen während
des ersten Implantationssegmentes konstant gehalten werden, oder
kann innerhalb eines vordefinierten Bereiches gehalten werden. Die
erste Implantationsperiode kann zwei Halbperioden aufweisen, in denen
das Substrat um 180° um
eine Achse senkrecht zur Oberfläche
des Substrats am Ende der ersten Halbperiode und zu Beginn der zweiten
Halbperiode gedreht wird. In diesem Falle unterliegt das Substrat
während
der ersten und der zweiten Halbperiode dem gleichen Ionenstrahl,
wobei die Ionenstrahlen 8d11 und 8d12 in 3a einfach
andeuten, dass das Substrat um 180° gedreht ist. Alternativ kann
die Orientierung des Ionenstrahls modifiziert werden, beispielsweise
durch Drehen der Ionenstrahlquelle, um somit das Substrat mit zwei
Ionenstrahlen 8d11 und 8d12 während der ersten und der zweiten
Halbperiode zu bestrahlen.
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Der
Implantationsprozess wird dann fortgesetzt, indem der Neigungswinkel
variiert und Dotierstoffe während
eines zweiten Implantationssegmentes eingeführt werden, wie dies in 3b gezeigt
ist. In dem in 3b gezeigten Beispiel ist der
Neigungswinkel β zu
ungefähr
45° gewählt. Wiederum kann
während
der zweiten Periode der Neigungswinkel β konstant oder innerhalb eines
vordefinierten Bereiches gehalten werden. Ferner kann die Länge der zweiten
Periode unterschiedlich zu der Länge
der ersten Periode sein oder kann der Länge der ersten Periode entsprechen.
Des weiteren kann die zweite Implantationsperiode in zwei Halbperioden
aufgeteilt werden, und entweder kann das Substrat um 180° oder die
Ionenstrahlquelle gedreht werden. Die Ionenstrahlquelle 8d21 und 8d22 in 3b zeigen
an, dass die Implantationsperiode in zwei Halbperioden aufgeteilt
ist.
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Der
Implantationsprozess wird dann mit einem dritten Neigungswinkel γ fortgesetzt;
in dem in 2c gezeigten speziellen Beispiel
wurde ein Neigungswinkel γ von
ungefähr
30° für die Ionenstrahlen 8d31 und 8d32 gewählt. Wiederum
kann die dritte Implantationsperiode in zwei Halbperioden aufgeteilt werden,
wobei entweder das Substrat 1 um 180° zu Beginn der zweiten Halbperiode
gedreht wird oder die Orientierung des Ionenstrahls modifiziert
wird. Die Gesamtlänge
der dritten Periode kann der Länge einer
oder beider der ersten und zweiten Periode entsprechen. Alternativ
kann die Gesamtlänge
der dritten Periode sich von der Länge der ersten und der zweiten
Periode unterscheiden.
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Zum
Ende des Implantationsprozesses, wie er in den 3a und 3d gezeigt
ist, ist die Sachlage auf dem Substrat so, wie dies in 3d gezeigt ist.
Wie insbesondere aus 3d ersichtlich ist, zeigen die
amorphen Gebiete 5h eine vordefinierte Form, die von dem
für den
Amorphisierungsimplantationsprozess ausgewählten Zeitablauf abhängt. Folglich
ermöglicht
es der zuvor dargestellte Amorphisierungsimplantationsprozess, jene
Bereiche des Substrats zu amorphisieren, in denen eine kanalmäßige Ionenausbreitung
verhindert werden soll.
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Es
sollte beachtet werden, dass eine beliebige Anzahl an Implantationsperioden
gewählt
werden kann. Zum Beispiel können
zwei bis zehn Perioden oder mehr vorgesehen sein, abhängig von
der endgültigen
Form, die für
die in dem Substrat 1 zu bildenden amorphen Gebiete erforderlich
ist.
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Die
Vorteile des Anwendens eines Amorphisierungsimplantationsprozesses
gemäß der vorliegenden
Erfindung beruhen auf der Tatsache, dass eine kanalmäßige Ionenausbreitung
während
nachfolgender Implantationsprozesse in vertikaler und in horizontaler
Richtung reduziert und/oder gesteuert werden kann. Dies wird erreicht,
indem der Ionenstrahl unter einem Neigungswinkel zwischen 10° und 80° während des
Amorphisierungsimplantationsprozesses geneigt wird. Der Neigungswinkel
kann während
des Implantationsprozesses konstant gehalten werden oder kann gemäß einem
vordefinierten Zeitablauf variiert werden.