-
Die vorliegende Erfindung betrifft
ein brennkraftbetriebenes Setzgerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten Art. Derartige Setzgeräte können mit gasförmigen oder
flüssigen
Brennstoffen betrieben werden, die in einer Brennkammer verbrannt
werden und dabei einen Treibkolben für Befestigungselemente antreiben.
-
Generell besteht das Problem den
Brennstoff für
jeden Arbeitszyklus in ausgewogener Menge einer entsprechenden Luft-
oder Sauerstoffmenge als Oxydationsmittel zuzumessen. Die für die Verbrennung
zur Verfügung
stehende Sauerstoffmenge hängt
stark von der Umgebungstemperatur sowie vom Luftdruck und von der
Luftfeuchtigkeit ab. Die benötigte
Brennstoffmenge schwankt daher mit den vorher erwähnten Parametern
stark – im
Extremfall bis zu 40 %. Diese Schwankungen können sich ungünstig auf
die Verbrennung des Luft-Brennstoffgemisches auswirken, wenn das
Luft-Brennstoffgemisch zu reich oder zu arm an Brennstoff ist. Es
ist daher wünschenswert,
die Brennstoffmenge an die jeweiligen Umgebungsbedingungen anzupassen. Um
eine optimale Verbrennung zu erreichen, ist es ferner wünschenswert,
den Brennstoff mit möglichst hoher
Geschwindigkeit in die Brennkammer einströmen zu lassen.
-
Aus der
EP 1 254 745 A2 ist ein
gattungsgemässes
Setzgerät
mit einem Dosierventil bekannt, bei dem das Dosierkammervolumen
einer Dosierkammer über
eine, in die Dosierkammer hineinragende Spindel einstellbar ist.
Zur Veränderung
und Voreinstellung des Innenvolumens der Dosierkammer wird die Spindel
mehr oder weniger weit in die Dosierkammer hineinbewegt. Dieses
Hineinbewegen erfolgt manuell durch ein Herein- oder Herausschrauben
der Spindel in oder aus der Dosierkammer. Die Brennstoffzuführung zur
Brennkammer erfolgt über ein
Auslassventil, und über
den Eigendruck des in der Dosierkammer befindlichen Brennstoffes.
-
Aus der
EP 0 597 241 B1 ist ein
brennkraftbetriebenes Setzgerät
bekannt, bei dem die Zumessung des Brennstoffes von der Brennstoffquelle
zur Brennkammer über
eine Dosiereinrichtung erfolgt, die ein mittels eines Solenoids
erregbares Ventil beinhaltet, das normalerweise geschlossen ist.
Die Erregung erfolgt dabei elektronisch mittels eines Schaltkreises,
der auf einen Schalter reagiert und das Ventil für ein steuerbares festgelegtes
Zeitintervall öffnet,
um ein Fliessen des Brennstoffes von der Brennstoffquelle zur Brennkammer
zu ermöglichen.
-
Von Nachteil hierbei ist, dass bei
schwankendem Vordruck in der Brennstoffquelle, die Fliessgeschwindigkeit
des Brennstoffes variabel ist, und es somit zu nicht exakten Dosiermengen
kommen kann. Das Einströmen
des Brennstoffes in die Brennkammer erfolgt auch bei diesem Setzgerät unter
dem Eigendruck des Brennstoffes.
-
Der
DE 42 43 617 A1 ist ferner ein Setzgerät zu entnehmen,
bei dem in einem Arbeitszyklus ein Gaseinlassventil mechanisch geöffnet wird,
so dass von einer Brennstoffquelle Brennstoff in einen Speicherraum
gelangt, welcher in Verbindung zur Umgebungsluft steht. Über diese
Verbindung kann ein Druck- und ggf. ein Temperaturausgleich mit
der Umgebungsluft stattfinden, so dass ein angepasstes Luft-Brennstoffgemisch
in die Brennkammer gelangt. Von diesem Speicherraum ausgehend gelangt
der Brennstoff dann zu gegebener Zeit in die Brennkammer.
-
Von Nachteil hierbei ist, dass über die
Verbindung zur Umgebungsluft auch ein Brennstoffverlust eintreten
kann. Ferner kann der Druck in der Dosierkammer nicht reguliert
werden.
-
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
liegt daher darin, ein Setzgerät
der vorgenannten Art zu entwickeln, das die vorgenannten Nachteile
vermeidet, bei dem eine exakte Dosierung des Brennstoffes gewährleistet
ist, und bei dem eine hohe Setzenergie erreicht wird. Dieses wird
erfindungsgemäss
durch die in Anspruch 1 genannten Massnahmen erreicht, denen folgende
besondere Bedeutung zukommt.
-
Demnach weist die Dosierventileinrichtung einen
beweglichen Körper
zum auspressen eines, durch die Dosierkammer abgemessenen Brennstoffvolumens
auf. D. h. das Innenvolumen der Dosierkammer wird impulsartig gegen
0 reduziert. Über
den impulsartig bewegbaren Körper
wird die in der Dosierkammer der Dosierventileinrichtung abgemessene
Brennstoffmenge mit hoher Geschwindigkeit aus der Dosierkammer ausgepresst.
Mit dieser Lösung wird
ein Direkteinspritzsystem verwirklicht, das den Brennstoff mit einem
hohen Druck durch eine oder mehrere feine Düsen in den Brennraum bzw. in
die Brennkammer dosiert. Hiermit verbindet sich der Vorteil, dass
der durch das Pumpventil erzeugte Spray mit hoher Turbulenz und
feinster Tropfenbildung eine schnelle Verdampfungsrate auch bei
niedersiedenden Brennstoffen ergibt, was ein günstiges Kalttemperaturverhalten
des Setzgerätes
ermöglicht.
-
In einer günstigen Ausführungsform
ist das Ausgangsvolumen der Dosierkammer durch ein Verstellen der
Ausgangsstellung des beweglichen Körpers voreinstellbar. Dieses
verstellbare Dosiervolumen erlaubt die Einhaltung optimaler Mischungsverhältnisse
von Brennstoff und Luft.
-
In einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung ist das Dosiervolumen der Dosierkammer durch eine
Verstelleinrichtung einstellbar. Das Dosierkammervolumen der Ausgangsstellung
der Dosierventileinrichtung wird dabei definiert durch den axialen
Abstand zwischen dem statischen Körper und einem, diesem gegenüberliegend
angeordneten Bodenabschnitt des beweglichen Körpers. Über die Verstelleinrichtung
kann dieser axiale Abstand in der Ausgangsstellung der Dosierventileinrichtung
verstellt werden. Durch diese Massnahme kann dem beweglichen Körper, dem „Auspresskörper", eine Doppelfunktion
zugeordnet werden, die den Aufbau der Dosierventileinrichtung vereinfacht.
-
In einer günstigen Ausbildung des erfindungsgemässen Setzgerätes können an
dem Setzgerät
sensorische Mittel vorgesehen sein, die z. B. der Erfassung der
Umgebungstemperatur dienen. Diese sensorischen Mittel können mit
der Verstelleinrichtung für
das Dosierkammervolumen zusammenwirken und zwar in der Weise, dass
die Verstelleinrichtung z. B. in Abhängigkeit von der sensierten
Umgebungstemperatur das Dosierkammervolumen durch ein Verstellen
des beweglichen Körpers
relativ zum statischen Körper
entsprechend verstellt. Durch diese Massnahme kann bei jeder Temperatur
das optimale Luft-Brennstoffgemisch in der Brennkammer bereitgestellt
werden.
-
In einer vorteilhaften Ausführungsform
des Setzgerätes
kann die Verstelleinrichtung manuell z. B. über eine Einstellschraube betätigbar sein.
Die manuelle Betätigung
erfolgt dabei z. B. durch den Anwender, der die Einstellschraube
z. B. von einer Kalt- in eine Warmbetriebsstellung verstellt.
-
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
des Setzgerätes
können
sensorische Mittel vorgesehen sein, die neben der Umgebungstemperatur und
weiteren Umgebungsparametern z. B. auch Geräteparameter wie z. B. die Temperatur
der Brennkammer sensieren. Die erfassten Messdaten bzw. Parameterdaten
können
von den sensorischen Mitteln an eine Steuereinrichtung weitergeleitet
werden, welche dann Steuerbefehle an die Verstelleinrichtung für die Dosierventileinrichtung
weitergibt. Über
die Steuereinrichtung kann also die Dosierventileinrichtung in Abhängigkeit
von den festgestellten Messdaten für ein optimales Luft-Brennstoffgemisch
eingestellt werden.
-
In einer vorteilhaften Ausführungsform
kann der bewegliche Körper
Betätigungs-
bzw Kolbenflächen
aufweisen, die in Kolbenräumen
liegen und die hydraulisch und/oder pneumatisch beaufschlagbar sind. Über die
hydraulisch und/oder pneumatische Beaufschlagung kann der bewegliche
Körper
dann impulsartig versetzt werden, so dass der Brennstoff aus der
Dosierkammer mit hoher Geschwindigkeit ausgepresst wird. Zur Erzeugung
der hydraulischen/pneumatischen Beaufschlagung kann eine Hydraulik-
und/oder Pneumatikventileinrichtung vorgesehen sein, die mit den
Kolbenräumen
kommuniziert, und über
die die Betätigungsflächen mit
einem Druck beaufschlagt werden können. Die Hydraulik- bzw. Pneumatikventileinrichtung
kann über
die Steuereinrichtung und/oder über
ein separates Schaltmittel angesteuert werden.
-
Die Dosierkammer kann einen Einlass
und einen Auslass aufweisen, wobei Ventilmittel am Einlass und am
Auslass der Dosierkammer angeordnet sind, die einen Brennstofftransport
nur in Richtung der Brennkammern zulassen. Ein fehlerfreies Arbeiten
der Dosierventileinrichtung ist hiermit gewährleistet.
-
In einer vorteilhaften Ausführungsform
ist der bewegliche Körper
als topfförmiger
Kolben ausgebildet dessen Topfraum die Dosierkammer ausbildet. Der
Topfraum dient der abgedichteten Aufnahme des, als Verdrängungskörper fungierenden
statischen Körpers,
durch welchen ein in dem Topfraum bzw. in der Dosierkammer befindliches
Brennstoffvolumen ausgepresst werden kann. Günstigerweise ist dazu im statischen
Körper
ein axialer Durchgangskanal angeordnet, der den Auslass des Dosierventils bildet.
Weiterhin von Vorteil ist es, wenn an dem der Dosierkammer zugewandten
Ende des Durchgangskanals eine Düsenöffnung bzw.
eine Düse
angeordnet ist, durch die aus dem Durchgangskanal austretender Brennstoff
in die Brennkammer eingesprüht werden
kann, z. B. wie in Form eines feinen Nebels. Durch diese Ausbildung
kann eine sehr kompakte Bauweise des Dosierventils erreicht werden.
-
Weiterhin von Vorteil ist es, wenn
an der, der Dosierkammer zugewandten Öffnung des Durchgangskanals
ein Ventilsitz zur abgedichteten Aufnahme eines Ventilkopfes eines
Ventilkörpers,
wie z. B. einer Ventilstange angeordnet ist. Der Ventilkörper bzw.
die Ventilstange ist dabei z. B. axial durch eine Öffnung/Bohrung
im beweglichen Körper
und durch dessen Topfraum durchgeführt. In der Ausgangsstellung
des Dosierventils gewährleistet
der Ventilsitz zusammen mit dem Ventilkopf des Ventilkörpers eine absolute
Fluiddichtigkeit, so dass kein Brennstoff vor der Betätigung des
Dosier- bzw. Pumpventils in die Brennkammer gelangen kann.
-
Weitere Vorteile und Massnahmen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in drei
Ausführungsbeispielen
dargestellt.
-
Es zeigen:
-
1 schematisch,
ein erfindungsgemässes Setzgerät in teilweiser
Querschnittsansicht,
-
2 schematisch,
die Dosierventileinrichtung des Setzgeräts aus 1 im Längsschnitt, mit der Dosierkammer
in einer ersten Ausgangsstellung, und mit einer elektronisch ansteuerbaren
Verstelleinrichtung für
das Dosierkammervolumen,
-
3 schematisch,
die Dosierventileinrichtung entsprechend 2 im Längsschnitt, mit der Dosierkammer
in einer zweiten Ausgangsstellung, und mit einer hydraulischen Verstelleinrichtung
für das
Dosierkammervolumen,
-
4 schematisch,
eine Dosierventileinrichtung entsprechend 2 im Längsschnitt, mit der Dosierkammer
in einer dritten Ausgangsstellung, und mit einer manuell betätigbaren
Verstelleinrichtung für das
Dosierkammervolumen,
-
5 schematisch,
die Dosierventileinrichtung aus 4 im
Längsschnitt,
in einer Zwischenstellung,
-
6 schematisch,
die Dosierventileinrichtung aus 4 im
Längsschnitt,
in ihrer Endstellung.
-
In den 1 bis 2 ist das erfindungsgemässe Setzgerät 10 in
einer ersten Ausführungsform
in seiner Ausgangs- oder Ruhestellung dargestellt. Das Setzgerät 10 wird
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit einem Brenngas betrieben. Das Setzgerät 10 weist ein Gehäuse 14 auf,
in dem ein Setzwerk angeordnet ist, mittels dessen ein hier nicht
wiedergegebenes Befestigungselement in einen hier nicht dargestellten
Untergrund eingetrieben werden kann, wenn das Setzgerät 10 an
einen Untergrund angepresst, und ausgelöst wird.
-
Zum Setzwerk gehören u. a. ein Brennraum bzw.
eine Brennkammer 13 eine Kolbenführung 17, in der ein
Treibkolben 16 verschieblich gelagert ist, und eine Bolzenführung 18 in
der ein Befestigungselement geführt
werden kann, und wo ein Befestigungselement über das sich nach vorne bewegende setzrichtungsseitige
Ende des Treibkolbens 16 bewegt, und in einen Untergrund
eingetrieben werden kann. Die Befestigungselemente können dabei
z. B. in einem Magazin 19 am Gerät bevorratet sein.
-
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist im Brennraum 13 noch eine Zündeinheit, wie z. B. eine Zündkerze 23,
zur Zündung
eines, für
einen Setzvorgang in die Brennkammer 13 eingebrachten Brenngas-Luftgemischs
vorgesehen. Die Zufuhr des Brenngases in die Brennkammer 13 erfolgt
dabei über
eine Brennstoffzuführung 12 aus
einem Brennstoffreservoir bzw. einer Brennstoffquelle 11.
Die Zuführrichtung
des Brenngases vom Brennstoffreservoir 11 zur Brennkammer 13 ist
mit dem Bezugszeichen 26 in 1 angegeben.
-
In der Brennstoffzuführung 12 ist
eine Dosierventileinrichtung 30 angeordnet, die in 2 noch genauer dargestellt
ist.
-
Das erfindungsgemässe Setzgerät 10 weist ferner
noch eine elektronische Steuereinrichtung 20 auf, die über elektrische
Zuleitungen 47 an eine Stromquelle 27, wie z.
B. eine Batterie oder einen Akku etc. angeschlossen ist.
-
Die Steuereinrichtung 20 kann
z. B. mit einem Mikroprozessor versehen sein, in dem ein Steuerprogramm
für eine
oder mehrere Gerätefunktionen ablaufen
kann. Über
diese Steuereinrichtung 20 kann die Dosierung des Brennstoffs
durch Steuerung einer Verstelleinrichtung 50 für die Dosierventileinrichtung 30 erfolgen.
Der Brennstoff wird von der Dosierventileinrichtung 30 der
Brennkammer 13 in Form eines Nebels 49 zugeführt, wenn
die Dosierventileinrichtung 30 über eine Betätigungseinrichtung 70,
wie z. B. eine Pneumatikventileinrichtung beaufschlagt wird. Die
Betätigungseinrichtung 70 kann
dabei durch die Steuereinrichtung 20 ausgelöst werden, und/oder über ein
separates Schaltmittel 24, wie z. B. einen Nasenkopfschalter,
der über
eine elektrische Leitung 24.1 oder über eine mechanisches Gestänge mit
der Betätigungseinrichtung
verbunden ist.
-
Die Steuereinrichtung 20 ist über eine
elektrische Leitung 44 mit der Verstelleinrichtung 50 verbunden. Über eine
hier nicht dargestellte elektrische Leitung ist die Steuereinrichtung 20 ferner
mit der Zündkerze 23 verbunden.
Das Schaltmittel 25 bzw. der Triggerschalter am Handgriff 15 des
Setzgeräts 10 schaltet
elektronisch, und ist über
eine elektrische Leitung 45 mit der Steuereinrichtung 20 verbunden. In
der Steuereinrichtung 20 können ferner noch Messdaten
und Parameter von Sensoren, wie z. B. einem Sensor 21,
zur Erfassung des Luftdrucks und der Lufttemperatur der Umgebung,
und einem Temperatursensor 22 in der Brennkammer 13 verarbeitet werden.
Die Sensoren 21 und 22 sind dabei über die elektrischen
Leitungen 41 und 42 mit der Steuereinrichtung 20 verbunden.
Es bleibt noch zu bemerken, dass die elektrischen Leitungen oder
Verbindungen 41, 42, 44, 45, 47 sowohl
der Versorgung mit elektrischer Energie, als auch der elektronischen
Datenübertragung
dienen können.
Neben den Sensoren 21 und 22 können noch weitere Sensoren
Messdaten an die Steuereinrichtung 20 übermitteln. Diese weiteren Sensoren
können
z. B. Geräteparameter
wie die Kolbenstellung etc. erfassen.
-
Der 2 ist
der Aufbau einer ersten Ausführungsform
der Dosierventileinrichtung 30 zu entnehmen. Die Dosierventileinrichtung 30 weist
ein erstes Gehäuseteil 60 auf,
das einen Aufnahmeraum 60.1 aufweist, in dem ein, als topfförmiger Kolben ausgebildeter
beweglicher Körper 34 verschieblich angeordnet
ist. Über
Dichtungen 59 ist der Körper 34 gegenüber dem
Gehäuseteil 60 abgedichtet.
Ferner ist in einem Bereich kleineren Durchmessers des Aufnahmeraums 60.1 ein
statischer Körper 35 angeordnet,
der in einen Topfraum 37 des Körpers 34 einführbar ist,
und der randlich über
eine Dichtung 58, wie einen O-Ring gegenüber dem
Topfraum 37 abgedichtet ist. In der, in 2 dargestellten Ausgangsstellung der
Dosierventileinrichtung 30 bzw. des Pumpventils befindet
sich der bewegliche Körper 34 in
seiner Ausgangsstellung 28.1, in der sein, dem statischen
Körper 35 abgewandtes
Ende an dem weiteren Gehäuseteil 61,
welches den Aufnahmeraum 60.1 abschliesst, anliegt. In
dieser Ausgangsstellung ist zwischen einem Bodenabschnitt 39 des
Topfraumes 37 und dem statischen Körper 35 eine Dosierkammer 31 bzw.
ein Dosierraum aufgespannt, dessen Volumen durch den axialen Abstand 38.1 des Bodenabschnitts 39 zu
den Randbereichen des statischen Körpers 35 definiert
wird. Über
einen Einlass 32, an dem die Brennstoffzuführung 12 (vergleiche 1) angeschlossen ist, kann
in der Ausgangstellung der Dosierventileinrichtung 30 Brennstoff,
z. B. in flüssiger
Form, in die Dosierkammer 31 eingebracht werden. Ein Ventilmittel 62,
welches in der vorliegenden Ausführungsform
als elastischer Ringkörper
ausgebildet ist, erlaubt dabei lediglich ein Zufliessen von Brennstoff über den
Einlass 32 in die Dosierkammer 31, verhindert
aber ein Rückfliessen
von Brennstoff aus der Dosierkammer 31 in den Einlass bzw.
in den Einlasskanal 32. Im statischen Teil 35 ist ein
Durchgangskanal 64 axial angeordnet. Dieser Durchgangskanal weist
an seinem, dem Auslass 33 bzw. der Brennkammer zugewandten
Ende eine Düsenöffnung 65 auf,
deren Querschnitt im Vergleich zum Durchgangskanal reduziert ist.
Diese Düsenöffnung 65 dient
der Erzeugung eines feinen Brennstoffnebels, wenn der Brennstoff
bei Auslösung
eines Setzvorgangs mit Druck aus der Dosierkammer 31 ausgepresst
wird. Die Dosierkammer 31 ist zum Auslass 33 hin über ein
Ventilmittel 63 verschliessbar. Das Ventilmittel 63 besteht
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus einem Ventilkörper 69 wie
z. B. einer Ventilstange und einem Ventilkopf 68, der dichtend
in einem Ventilsitz 67 an dem statischen Körper 35 positionierbar
ist. In der, in 2 dargestellten Ausgangsstellung
der Dosierventileinrichtung 30 befindet sich das Ventilmittel 63 in
seiner dichtenden Stellung am Ventilsitz 67 im statischen
Körper 35, wodurch
der Durchgangskanal 64 und damit der Auslass 33 der
Dosierventileinrichtung verschlossen ist. Der Ventilkörper 69 bzw.
die Ventilstange ist axial durch den Topfraum 37 und durch
eine Öffnung 40 im beweglichen
Körper 35 geführt. Über eine
Dichtung 59.1 ist der Ventilkörper 69 gegenüber der Öffnung 40 bzw.
dem Durchgang im beweglichen Körper 34 abgedichtet.
Der Ventilkörper 69 stützt sich
an seinem, dem Ventilsitz 67 abgewandten Ende über ein Federelement 66 an
einem Gehäuseteil 61.1 der
Dosierventileinrichtung 30 ab. Über dieses Federelement 66 ist
der Ventilkörper 69 druckbeaufschlagt und
wird von dem Federelement 66 in seiner dichtenden Position
am Ventilsitz 67 gehalten.
-
Zur Einstellung des Innenvolumens
der Dosierkammer 31 in der Ausgangsstellung der Dosierventileinrichtung 30 ist
an der Dosierventileinrichtung eine Verstelleinrichtung 50 angeordnet.
Die Verstelleinrichtung 50 beinhaltet in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
einen motorischen Antrieb 54, der über die Steuerleitung 44 durch
die Steuereinrichtung 20 (vergleiche 1) gesteuert werden kann. Über ein
Abtriebszahnrad 54.1 kann der motorische Antrieb einen
Stellkörper 55 über dessen
Zahnrad 55.1 in eine Drehbewegung versetzen. Über die,
von dem motorischen Antrieb induzierte Drehbewegung kann der, in
einem Gewinde 52 im Gehäuseteil 61 geführte Stellkörper 55 axial
versetzt werden, wobei der Stellkörper 55 mit seinem
Endbereich 56 auf einen Anschlag 34.1 des beweglichen
Körpers 34 einwirkt. Der
bewegliche Körper
kann hierdurch stufenlos in verschiedenste Ausgangsstellungen verfahren
werden.
-
Zur impulsartigen Betätigung der
Dosierventileinrichtung 30 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine Betätigungseinrichtung 70 angeordnet,
die vorliegend als Pneumatikventileinrichtung ausgebildet ist. Diese
Pneumatikventileinrichtung wird über
eine hier nicht zeichnerisch wiedergegebene Quelle mit einem unter
Druck stehenden Medium wie z. B. Druckluft beaufschlagt. Über zuschaltbare Zuleitungen 71 und 72 können jeweils
unterschiedliche Betätigungsflächen 36 und 36.1 des
beweglichen Körpers 34 mit
einem Stelldruck beaufschlagt werden. Hierzu sind Kolbenräume 73 und 74 vorgesehen, über die
das Druckmedium auf die Betätigungsflächen 36 und 36.1 einwirken
kann. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
in 2 ist der Kolbenraum 73,
dem die Betätigungsfläche 36 zugeordnet
ist auf Spaltgrösse
reduziert, da die Dosierkammer 31 in der dargestellten
Ausgangstellung eine maximale axiale Ausdehnung hat. Die Zuleitung 71 welche
den Kolbenraum 73 beaufschlagen kann, ist in der dargestellten
Stellung der Dosierventileinrichtung 30 über die
Betätigungseinrichtung 70 drucklos gestellt
und entlüftet.
Die Zuleitung 72 hingegen, die den Kolbenraum 74 mit
der Betätigungsfläche 36.1 des
beweglichen Körpers 34 beaufschlagen
kann ist druckbeaufschlagt, und hält den beweglichen Körper in
seiner Ausgangsstellung 28.1. Die genaue Funktion der Betätigungseinrichtung 70 wird
nachfolgend noch anhand der 4 bis 6 erläutert werden.
-
In 3 ist
eine weitere Ausführungsform
einer erfindungsgemässen
Ventileinrichtung wiedergegeben, die in einem Setzgerät gemäss 1 einsetzbar ist. Diese
Dosierventileinrichtung 30 unterscheidet sich im Wesentlichen
von der in 2 dargestellten
Dosierventileinrichtung dadurch, dass diese eine anders ausgebildete
Verstelleinrichtung 50 aufweist. Anstelle des motorischen
Antriebes ist dort eine hydraulische Vorrichtung zur Voreinstellung
der Ausgangsstellung des beweglichen Körpers 34 vorgesehen.
Hierzu ist der Stellkörper 55 mit
einer Kolbenfläche 55.2 versehen
die in einem Kolbenraum 57 eines Gehäuseteils 61.2 der
Dosierventileinrichtung 30 angeordnet ist. Der Kolbenraum 57 ist
mit einem hydraulischen Medium gefüllt, und ist über eine
Zuleitung 49 und einem Reservoir 48 für das hydraulische Medium
verbunden. An dem Reservoir 48 ist ein sensorisches Mittel 22.1 angeordnet,
welches z. B. die Temperatur der Umgebungsluft sensiert. Je nach
vorliegender Umgebungstemperatur wird das hydraulische Medium mehr
oder weniger aus dem Reservoir 48 verdrängt und hierdurch in den Kolbenraum 57 gedrückt, so
dass der Stellkörper 55 durch
Beaufschlagung seiner Kolbenfläche 55.2 entsprechend
gegen die Kraft eines entgegenwirkenden Federelementes 46 verstellt
wird. Der Stellkörper 55,
welcher verschieblich durch das Gehäuseteil 61 hindurchgeführt ist,
drückt
mit seinem Endbereich 56 gegen den Anschlag 34.1 am
beweglichen Körper 34.
Der in seiner Ausgangsstellung 28.2 befindliche bewegliche
Körper 34 wird über die
Zuleitung 72 von der Betätigungseinrichtung 70 auf
seiner Betätigungsfläche 36.1 druckbeaufschlagt
und so in seinem Sitz am Endbereich des Stellkörpers 55 gehalten.
Das Gehäuseteil 61.2 ist
in seiner vorliegenden Ausführungsform über ein
Deckelteil 61.3 abgeschlossen, an dem sich das Federelement 66 für den Ventilkörper 69 abstützt. In
der in 3 dargestellten
Ausgangsstellung 28.2 des beweglichen Körpers 34 ist der axiale
Abstand 38.2 zwischen dem Bodenabschnitt 39 und
dem statischen Körper 35 gegenüber dem
aus 2 ersichtlichen
reduziert. Das Innenvolumen der Dosierkammer 31 ist in
dieser Ausgangsstellung 28.2 daher kleiner. Sensieren die
sensorischen Mittel 22.1 extrem kalte Temperaturen, so
wird sich das hydraulische Medium 49 wieder vermehrt in das
Reservoir 48 zurückziehen,
so dass der bewegliche Körper 34 wieder
in seine aus 2 ersichtliche Ausgangsstellung
zurückverfahren
wird, in der die Dosierkammer 31 eine maximale Grösse einnimmt. Es
ist hierbei jedoch anzumerken, dass jegliche Zwischenstellung des
beweglichen Körpers 34 möglich ist.
Wegen weiterer Einzelheiten und Erläuterung zudem hier dargestellten
Ausführungsbeispieles
bezüglich
Bauteilen und Funktion, die identisch sind zu dem Ausführungsbeispiel
aus 2, wird vollumfänglich Bezug
genommen auf die vorangegangene Beschreibung zu den 1 und 2.
-
In 4 ist
eine dritte Ausführungsform
einer Dosierventileinrichtung 30 zum Betrieb in einem Setzgerät dargestellt.
Diese Dosierventileinrichtung 30 unterscheidet sich wiederum
lediglich durch eine andere Ausgestaltung der Verstelleinrichtung 50 von den
vorhergehend beschriebenen Dosierventileinrichtungen. Die Verstelleinrichtung 50 beinhaltet
eine Einstellschraube 51 die sich manuell vom Anwender verstellen
lässt.
Der Anwender kann die Einstellschraube 51 durch Drehen
axial versetzen, da die Einstellschraube in ein Gewinde 52 im
Gehäuseteil 61 eingreift,
und derart die Position des beweglichen Körpers 34 im Aufnahmeraum 60.1 des
Gehäuseteiles 60 einstellen.
Hierdurch kann der Anwender den axialen Abstand 38.3 des
Bodenabschnittes 39 zum statischen Körper 35 verstellen.
In einem Innenraum, der in ihrem Kopfbereich zylindrisch ausgeführten Einstellschraube
ist wiederum der Kolbenraum 57 für den Ventilkolben 75 angeordnet.
Wie aus 4 ersichtlich
ist, befindet sich der bewegliche Körper 34 hier in einer
dritten Ausgangsstellung 28.3, in der die Dosierkammer 31 ungefähr eine
mittlere Grösse
aufweist. Bezüglich
der weiteren Funktion der hier dargestellten Dosierventileinrichtung
wird vollumfänglich auf
die Beschreibung zu den 1 bis 3 zurückverwiesen.
-
Um die Dosierventileinrichtung 30 zu
betätigen
wird die Betätigungseinrichtung 70 bzw.
die Pneumatikventileinrichtung umgeschaltet, so dass die Zuleitung 71 druckbeaufschlagt
wird, während
die Zuleitung 72 drucklos gestellt wird. Durch eine derartige
Druckbeaufschlagung der Zuleitung 71 und das drucklos stellen
der Zuleitung 72 wird der bewegliche Körper 34 impulsartig
in Pfeilrichtung 80 bewegt. Eine Zwischenstellung hierzu
ist 5 zu entnehmen.
Der Topfraum 37 überfährt dabei
den statischen Körper 35,
wodurch das in der Dosierkammer 31 befindliche Brennstoffvolumen
nahezu vollständig
aus der Dosierkammer 31 ausgepresst wird. Vor dem Auspressvorgang
ist ferner noch über
die Zuleitung 71 ein, in einem Kolbenraum 53 des
Stellkörpers 55 befindlicher
Ventilkolben 75 druckbeaufschlagt worden, so dass der Ventilkörper 69 entgegen
seiner Schliessrichtung und entgegen der Kraft des Federelementes 66 bewegt,
und von dem Ventilsitz 67 abgehoben worden ist. Der Auslass 33 wurde
hierdurch freigegeben, so dass ein Brennstoffnebel 81 bereits durch
die Düsenöffnung 65 am
Auslass 33 austritt. In 6 ist
der bewegliche Körper 34 der
Dosierventileinrichtung 30 in Richtung 80 bis
in seine Endstellung 29 verfahren worden. In dieser Endstellung 29 ist
der Kolbenraum 74 vollständig geschlossen worden, und das
Dosiervolumen an flüssigem
Brennstoff aus der Dosierkammer 31 durch die Düsenöffnung nahezu vollständig herausgedrückt, und
der Brennkammer zugeführt
worden. Zum Zurückstellen
des beweglichen Körpers 34 kann
nun die Zuleitung 71 über
die Betätigungseinrichtung 70 wieder
drucklos, und die Zuleitung 72 wieder druckbeaufschlagt
werden. Ein neuer Einspritzzyklus kann wieder beginnen.
-
- 10
- Setzgerät
- 11
- Brennstoffquelle
- 12
- Brennstoffzuführung
- 13
- Brennkammer
- 14
- Gehäuse
- 15
- Handgriff
- 16
- Treibkolben
- 17
- Kolbenführung
- 18
- Bolzenführung
- 19
- Magazin
- 20
- Steuereinrichtung
- 21
- Luftdruck-
und Temperatursensor
- 22
- Temperatursensor
- 22.1
- sensorische
Mittel
- 23
- Zündeinheit,
Zündkerze
- 24
- Schaltmittel
- 24.1
- Leitung
- 25
- Auslöseschalter
- 26
- Strömungsrichtung
des Brennstoffs
- 27
- Stromquelle,
Batterie/Akku
- 28.1
- Ausgangsstellung
von 34 (in 2)
- 28.2
- Ausgangsstellung
von 34 (in 3)
- 28.3
- Ausgangsstellung
von 34 (in 4)
- 29
- Endstellung
von 34
- 30
- Dosierventileinrichtung
- 31
- Dosierkammer
- 32
- Einlass
- 33
- Auslass
- 34
- beweglicher
Körper
- 34.1
- Anschlag
an 34
- 35
- statischer
Körper
- 36
- Betätigungsfläche
- 36.1
- Betätigungsfläche
- 37
- Topfraum
- 38.1
- axialer
Abstand
- 38.2
- axialer
Abstand
- 38.3
- axialer
Abstand
- 39
- Bodenabschnitt
an 34
- 40
- Öffnung in 34
- 41
- elektrische
Leitung (zwischen 20 und 21)
- 42
- elektrische
Leitung (zwischen 20 und 22)
- 44
- elektrische
Leitung (zwischen 20 und 30)
- 45
- elektrische
Leitung (zwischen 20 und 25)
- 46
- Federelement
- 47
- elektrische
Zuleitung (zwischen 20 und 27)
- 48
- Reservoir
- 49
- Zuleitung
- 50
- Verstelleinrichtung
- 51
- Einstellschraube
- 52
- Schraubengewinde
- 53
- Kolbenraum
- 54
- Stellmotor
- 54.1
- Zahnrad
- 55
- Stellkörper
- 55.1
- Zahnrad
- 55.2
- Kolbenfläche in 57
- 56
- Endbereich
von 55/51
- 57
- Kolbenraum
- 58
- Dichtung
- 59
- Dichtung
- 59.1
- Dichtung
- 60
- Gehäuseteil
- 60.1
- Aufnahme
- 61
- Gehäuseteil
- 61.1
- Gehäuseteil
- 61.2
- Hülsenteil
- 61.3
- Deckelteil
- 62
- Ventilmittel
an 32
- 63
- Ventilmittel
an 33
- 64
- Durchgangskanal
- 65
- Düsenöffnung
- 66
- Federelement
- 67
- Ventilsitz
- 68
- Ventilkopf
an 69
- 69
- Ventilkörper
- 70
- Betätigungseinrichtung
für 30
- 71
- Zuleitung
- 72
- Zuleitung
- 73
- Kolbenraum
- 74
- Kolbenraum
- 75
- Ventilkolben
- 80
- Bewegungsrichtung
- 81
- Brennstoffnebel