[go: up one dir, main page]

DE1025618B - Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Formkoerper - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Formkoerper

Info

Publication number
DE1025618B
DE1025618B DEI10793A DEI0010793A DE1025618B DE 1025618 B DE1025618 B DE 1025618B DE I10793 A DEI10793 A DE I10793A DE I0010793 A DEI0010793 A DE I0010793A DE 1025618 B DE1025618 B DE 1025618B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyisocyanate
mixture
diisocyanate
stage
polyester
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI10793A
Other languages
English (en)
Inventor
Philip Cowey Johnson
Henry George White
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1025618B publication Critical patent/DE1025618B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/28Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
    • C08G18/40High-molecular-weight compounds
    • C08G18/60Polyamides or polyester-amides
    • C08G18/606Polyester-amides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/08Processes
    • C08G18/10Prepolymer processes involving reaction of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen in a first reaction step

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

DEUTSCHES
In der britischen Patentschrift 553 733 sind Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Stoffe durch Umsetzen von Polyestern oder Polyesteramiden mit organischen Polyisocyanaten und in der deutschen Patentschrift 838 652 Verfahren zur Herstellung von vernetzten Kunststoffen beschrieben. Bei diesem werden lineare Polyester mit überschüssigem Diisocyanat umgesetzt und die freien Isocyanatgruppen anschließend mit polyfunktionellen Verbindungen abgesättigt und vor der endgültigen Verformung geringe Mengen an polyfunktionellen Isocyanaten eingearbeitet. Dabei muß die endgültige Gestaltung sofort nach dem Einarbeiten dieses Zusatzpolyisocyanats durchgeführt werden.
Diese Verfahren des Standes der Technik weisen den Nachteil auf, daß während der zweiten Umsetzungsstufe, wenn die Produkte niedrigen Molekulargewichts mit den Polyisocyanaten gemischt werden, infolge der beim Mischvorgang auftretenden hohen Temperaturen eine vorzeitige Reaktion eintreten kann. Dies kann zu einer vorzeitigen Vulkanisation oder zum Versengen des Gemisches, ferner dazu führen, daß das Gemisch nicht mehr plastisch genug zum Verpressen zu einem gleichmäßigen Formkörper ist. Außerdem kann das Gemisch bei der Lagerung allmählich zäher und schwerer verformbar werden.
Es wurde nun gefunden, daß diese Nachteile vermieden oder vermindert werden können, wenn man der Mischung einen Stoff zusetzt, der mit dem Polyisocyanat unter Bildung einer thermolabilen Additionsverbindung reagiert. Auf diese Weise vermeidet man die vorherige Herstellung der Additionsverbindung.
Das erfmdungsgemäße Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Stoffe besteht in einer zweistufigen Umsetzung eines Polyesters oder Polyesteramids mit einem Polyisocyanat oder von Gemischen dieser Stoffe, wobei in der ersten Reaktionsstufe in bekannter Weise nur eine solche Menge Polyisocyanat angewandt wird, die ausreicht, ein Polymeres von niedrigem Molekulargewicht zu erzeugen, das sich zur Verarbeitung auf einer Kautschukmischwalze und zur längeren Lagerung eignet, während in der zweiten Stufe eine weitere Menge Polyisocyanat sowie außerdem ein Stoff, der mit dem Polyisocyanat unter Bildung einer thermolabilen Additionsverbindung reagiert, zugesetzt wird.
Die Umsetzung des Polyesters oder Polyesteramids mit dem Polyisocyanat und die Auswahl der hierfür in Betracht kommenden Reaktionsteilnehmer kann nach dem Stande der Technik erfolgen. Man kann also die Polyester oder Polyesteramide durch Kondensation einer oder mehrerer Dicarbonsäuren mit einer oder mehreren bifunktionellen Hydroxyl- oder Aminoverbindungen herstellen. Als Säuren können aliphatische Dicarbonsäuren, wie Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Alkyladipinsäure, Azelainsäure und Sebacinsäure, oder aro-Verfahren zur Herstellung
kautschukartiger Formkörper
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited,
London
ίο Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, München 5,
Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Lichterfelde, Drakestr. 51,
und Dipl.-Ing. H. Bohr, München 5, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 22. Oktober 1954 und 5. Oktober 1955
Philip Cowey Johnson und Henry George White,
Blackley (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
matische Dicarbonsäure, wie Phthalsäure, Isophthalsäure und Terephthalsäure, verwendet werden; aromatische Säuren sind jedoch im allgemeinen nur dann von Wert, wenn sie zusammen mit größeren molaren Mengen aliphatischer Säuren verwendet werden. Als bifunktionelle Hydroxyl- oder Aminoverbindungen kommen z.B. Äthylenglykol, 1,2-Propylenglykol, Butan-l,3-diol, Butan-1,4-diol, Diäthylenglykol, Monoäthanolamin, Hexamethylendiamin und Benzidin in Betracht.
Die für die Umsetzung mit den Polyestern odei PoIyesteramiden in der bekannten ersten Verfahrensstufe dienenden Polyisocyanate sind insbesondere aliphatische Diisocyanate, wie Hexamethylendiisocyanat, und aromatische Diisocyanate, wie Diphenylmethan-4,4'-diiso~ cyanat, S.S'-Dichlordiphenylmethan-l^'-diisocyanat, Diphenyl-4,4'-diisocyanat, Diphenyläther-4,4'-diisocyanat, Naphthylen - 1,5 - diisocyanat, m - Phenylendiisocyanat, p-Phenylendiisocyanat, Toluylendiisocyanat und Monochlorphenylen-2,4-diisocyanat.
Die erste Verfahrensstufe wird vorteilhaft in einem mit Rührer versehenen Gefäß oder in einem zum Mischen zähflüssiger plastischer Massen geeigneten mechanischen Mischer ausgeführt.
Es ist vorteilhaft, den Zutritt atmosphärischer Feuchtigkeit zu dem Gemisch auf ein Mindestmaß zu beschränken. Nach einem zweckmäßigen Verfahren erhitzt man das Gemisch aus Polyester, Polyesteramid und Polyisocyanat vorteilhaft auf eine Temperatur im Bereich von 120 bis 170°, bis die von Zeit zu Zeit bestimmte Williams-Plastizitätszahl der Masse nicht weiter ansteigt.
709 908/440
Die Messung der Williams-Plastizitätszahl ist in der britischen Normvorschrift Nr. 1637 (brit. Standard Institute, London) beschrieben. Der Zusatz an Diisocyanat wird so gewählt, daß die maximale, beim Erhitzen erreichte Williams-Plastizitätszahl zwischen 200 und 550, vorzugsweise von 300 bis 450, liegt. Die hierfür erforderliche Menge ist gewöhnlich so groß, daß für jede mit Isocyanat reaktionsfähige endständige Gruppe des Polyesters oder Polyesteramide 0,9 bis 1,5, im allgemeinen arbeiten auf einem Zweiwalzenstuhl bei 140° C getrocknet, dann gekühlt und auf kalten Mischwalzen mit 3,15 Teilen von feingemahlenem Mercaptobenzothiazol 4 Minuten gemischt. Man setzt 4 Teile Naphthylen-1,5-diisocyanat zu und verteilt sie innig in der Mischung.
Dieses Gemisch kann weitere 150 Minuten lang auf der Mischwalze vermählen werden, bevor es versengt und dadurch von den Walzen abfällt, während ein in ähnlicher Weise ohne Zusatz von Mercaptobenzothiazol herge-
1,0 bis 1,3 Isocyanatgruppen notwendig sind. Das er- io stelltes Gemisch bereits nach 27 Minuten versengt. Nach
haltene und verfahrensgemäß verwendete Reaktionsprodukt läßt sich auf einer Kautschukmischwalze verarbeiten und unter gewöhnlichen Lagerbedingungen ohne merkliche Änderung seiner Verarbeitbarkeit viele Monate lang aufbewahren.
In der zweiten erfindungsgemäß beanspruchten Verfahrensstufe wird dieses Produkt niedrigen Molekulargewichts mit einer weiteren Menge eines Polyisocyanats gemischt. Dieses Polyisocyanat kann entweder eines dereinem anderen Verfahren zur Bestimmung des Versengens unter Verwendung des Mooney-Plastometers (britische Normvorschrift Nr. 1673, Teil 3, Abschnitt 1, 1951) versengt das Gemisch mit Mercaptobenzothiazol in 28 Minuten bei 1100C, während man ohne Mercaptobenzothiazol unter sonst gleichen Bedingungen eine Versengungszeit von 10 Minuten mißt.
Die Mercaptobenzothiazol enthaltende Mischung läßt sich in befriedigender Weise zu Fellen oder anderen ge-
jenigen Polyisocyanate sein, die in der ersten Verfahrens- 20 formten Erzeugnissen verpressen und vulkanisieren, stufe angewendet worden sind, oder man kann hier z.B. wobei die Mischung vor der Vulkanisation 18 Tage unter mit einem aromatischen Triisocyanat, wie Triphenylmethan-4,4',4"-triisocyanat, arbeiten. In dieser Stufe
mischt man noch die sonstigen Bestandteile zu und erden für unvulkanisierte Naturkautschukmischungen zur Herstellung von Kautschukerzeugnissen üblichen Bedingungen aufbewahrt werden kann. Aus der ohne Mercapto-
hitzt dann z.B. in einer Presse. Die in der zweiten Ver- 25 benzothiazol hergestellten unvulkanisierten Mischung
fahrensstufe erforderliche Menge an Polyisocyanat beträgt gewöhnlich etwa 5% der Gewichtsmenge des niedrigmolekularen Zwischenprodukts oder weniger. Erfindungsgemäß setzt man während der zweiten konnten schon 4 Tage nach dem Mischen bei der Lagerung unter gleichen Bedingungen keine zufriedenstellenden Formkörper mehr erhalten werden.
Der in diesem Beispiel verwendete kautschukartige
Verfahrensstufe vor Zugabe des Polyisocyanats einen 30 diisocyanatmodifizierte Polyester wird auf bekannte Stoff zu, der mit dem Polyisocyanat ein thermolabiles Weise hergestellt, indem man durch ein Gemisch von Additionsprodukt bildet, worunter eine Verbindung verstanden wird, die nicht mehr als eine freie Isocyanat-
gruppe enthält und beim Erhitzen auf 100 bis 1800C eine 2336 Teilen Adipinsäure und 1115 Teilen Äthylenglykol im Verlaufe von 3 Stunden unter Rühren ein Kohlendioxydstrom hindurchleitet, wobei man die Temperatur
Verbindung in Freiheit setzt, die mindestens zwei freie 35 von 150 auf 25O0C ansteigen läßt. Nach weiterem Isocyanatgruppen im Molekül enthält. Geeignete ther- 51/2StundenlangemRührenbei250°Csind592TeileWasser
bildende Stoffe sind abdestilliert, und man erhält ein wachsartiges Produkt
mit einer Säurezahl von 2,7 mg K O H/g und einer Hydroxylzahl entsprechend 61,9 mg K O H/g. 600 Teile dieses Polyesters werden sodann 7 Minuten lang bei 1400C mit 68,8 Teilen Naphthylen-1,5-diisocyanat verrührt, und die
molabile Additionsverbindungen bildende Stoffe sind z.B. Phenol, Succinimid, Mercaptobenzothiazol, Caprolactam, Phenyl-ß-naphthylamin, Diphenylamin und Triphenylcarbinol.
Die Menge dieser der Masse zuzusetzenden Stoffe beträgt vorzugsweise a/4 bis 2χ/2 Mol je Mol des in der zweiten Stufe zugesetzten Diisocyanats. Arbeitet man mit Isocyanaten, die mehr als zwei Isocyanatgruppen enthalten, so kann man entsprechend größere Mengen des die Isocyanatgruppen blockierenden Mittels zusetzen.
Wenn man einen oder mehrere dieser Stoffe zu dem Gemisch, vorzugsweise vor oder während der Zugabe des Mischung wird I1Z2 Stunden auf 1500C erhitzt, wobei man ein kautschukartiges Material erhält, welches bei 82,5°C eine Williams-Plastizitätszahl von 511 aufweist.
Beispiel 2
100 Teile des im Beispiel 1 beschriebenen diisocyanatmodifizierten Polyesters werden durch Vermählen auf einem Zweiwalzenstuhl im Verlaufe von 10 Minuten bei
letzten Anteiles des Isocyanats, zugesetzt hat, kann die
Mischung ohne Gefahr des Zähwerdens für längere Zeit- 50 14O0C getrocknet, dann gekühlt und auf kalten Mischräume unter den in der Fabrik herrschenden Bedingungen walzen mit 1,8 Teilen Phenol 4 Minuten lang gemischt, gelagert werden. Die Mischung kann auch, vorzugsweise
unterhalb 8O0C, beispielsweise auf einer Kautschukmischwalze oder in einer Hochleistungsmischvorrichtung
ohne Gefahr des Versengens oder einer vorzeitigen 55 Mischwalze verarbeiten, bevor ein Versengen eintritt, Reaktion während des Mischvorganges innig durchmischt während die Messung in dem Mooney-Plastometer bei
Dann werden 4 Teile Naphthylen-1,5-diisocyanat zugesetzt und innig in der Masse verteilt. Eine Probe der Mischung läßt sich weitere 60 Minuten lang auf der
werden.
Bei den bekannten Verfahren kann man bei Verwendung von Polyisocyanaten in Form von Additionsverbindungen, welche sich beim Erhitzen zersetzen, zwar bis zu einem gewissen Grade das Zähwerden oder das Versengen aufhalten. Das erfindungsgemäße Verfahren macht jedoch einen gesonderten Arbeitsgang zur Herstellung der Additionsverbindung überflüssig.
HO0C eine Versengungszeit von 19 Minuten ergibt.
Das unvulkanisierte Gemisch läßt sich noch nach 21 Tagen in befriedigender Weise zu Fellen verformen.
Beispiel 3
100 Teile des im Beispiel 1 beschriebenen diisocyanatmodifizierten Polyesters werden 10 Minuten durch Verarbeitung auf einem Zweiwalzenstuhl bei 140° C getrock-
Die folgenden Beispiele, in denen die Teile sich auf 65 net, dann gekühlt und auf kalten Mischwalzen 4 Minuten Gewichtsmengen beziehen, sollen die Erfindung erläutern. mit 3,8 Teilen Succinimid gemischt. Dann werden 4 Teile _ . . . Naphthylen-1,5-diisocyanat zugesetzt und auf einer
eisPie Mischwalze innig in der Mischung verteilt. Eine Probe
100 Teile eines kautschukartigen diisocyanatmodifi- der Mischung ergibt in einem Mooney-Plastometer bei zierten Polyesters werden durch 10 Minuten langes Ver- 70 1100C eine Versengungszeit von 19 Minuten. Die un-
vulkanisierte Mischung läßt sich noch nach 8 Tage langer Lagerung zu guten Fellen verformen.
Beispiel 4
100 Teile des diisocyanatmodifizierten Polyesters nach Beispiel 1 werden mit 4 Teilen Naphthylen-l,5-diisocyanat und 3,2 Teilen Diphenylamin versetzt und die Mischung gründlich auf einem Mischwalzwerk durchgemischt. Unmittelbar nach dem Mischen und 28 Tage später werden aus dieser Mischung Felle ausvulkanisiert, und zwar in beiden Fällen durch 10 Minuten langes Verpressen bei 1500C. Die Beständigkeit des Diphenylamin enthaltenden Gemisches im Vergleich mit einer in gleicher Weise verarbeiteten, jedoch kein Diphenylamin enthaltenden Mischung ergibt sich aus den in der folgenden Tabelle zusammengestellten physikalischen Prüfwerten.
Mit
Diphenylamin
vulkanisiert
28 Tage Ohne
Diphenylamin
vulkanisiert
28 Tage
0 Tage 243 OTage 100
Bruchfestigkeit (kg/cm2) 270 950 323 475
Bruchdehnung (°/„) ... 1050 104 850
Belastung bei 700°/0iger
Dehnung (kg/cm2) ..
104 214
25
Beispiel 5
100 Teile des im Beispiel 1 beschriebenen diisocyanatmodifizierten Polyesters werden mit einem Gemisch aus 4 Teilen Naphthylen-l,5-diisocyanat und 2,65 Teilen p-Nitrophenol versetzt und das Gemisch auf einem Mischwalzwerk gründlich durchmischt. Die Messung der Versengungszeit dieses Gemisches im Mooney-Plastometer bei 1100C ergibt 32 Minuten. Eine entsprechende Mischung ohne p-Nitrophenol versengt, wie im Beispiel 1 angegeben, innerhalb 10 Minuten.
Beispiel 6
Ersetzt man das im Beispiel 5 angewendete p-Nitrophenol durch o-Nitrophenol, so beträgt die Versengungszeit des Gemisches bei 1100C 56 Minuten.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Formkörper durch zweistufige Umsetzung eines Polyesters und/oder Polyesteramids mit einem Polyisocyanat, dadurch gekennzeichnet, daß man in das in der ersten Stufe auf bekannte Weise mit einem Unterschuß an Polyisocyanat hergestellte Polymere niedrigen Molekulargewichts einen mit Polyisocyanat unter Bildung von thermolabilen Additionsverbindungen reagierenden Stoff, daraufhin weiteres Polyisocyanat einarbeitet, die Masse verformt und bei Temperaturen über 1000C aushärtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Additionsverbindung bildende Stoffe Phenol, Succinimid, Mercaptobenzothiazol, Caprolactam, Phenyl-ß-naphthylamin, Diphenylamin und Triphenylcarbinol verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man von dem mit dem Polyisocyanat unter Bildung einer thermolabilen Additionsverbindung reagierenden Stoff 1I1 bis 21Z2 Mol je Mol des in der zweiten Stufe angewendeten Diisocyanats verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 838 652, 916 225;
»Angewandte Chemie-, 64 (1952), S. 523 bis 531.
© 709 908/440 2.
DEI10793A 1954-10-22 1955-10-20 Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Formkoerper Pending DE1025618B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB3044954A GB785882A (en) 1954-10-22 1954-10-22 Synthetic rubber-like materials

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1025618B true DE1025618B (de) 1958-03-06

Family

ID=10307871

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI10793A Pending DE1025618B (de) 1954-10-22 1955-10-20 Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Formkoerper

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE1025618B (de)
FR (1) FR1143097A (de)
GB (1) GB785882A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1042889B (de) 1956-08-09 1958-11-06 Bayer Ag Verwendung von stabilisierenden Mitteln gegenueber dem Einfluss von Licht und Sauerstoff in aus Polyoxy-Verbindungen und Polyisocyanaten hergestellten Schaumstoffen
DE1253457B (de) 1959-12-22 1967-11-02 Goodyear Tire & Rubber Verfahren zur Herstellung von stabilisierten, noch vernetzbaren Polyurethanen

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE838652C (de) * 1949-02-23 1952-05-12 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von vernetzten Kunststoffen
DE916225C (de) * 1944-06-11 1954-08-05 Dynamit Nobel Ag Verfahren zur Beschleunigung der Umsetzung von polyfunktionellen Isocyanaten oder aehnlich wirkenden Stoffen mit polyoxy- oder polycarboxylgruppenhaltigen Verbindungen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916225C (de) * 1944-06-11 1954-08-05 Dynamit Nobel Ag Verfahren zur Beschleunigung der Umsetzung von polyfunktionellen Isocyanaten oder aehnlich wirkenden Stoffen mit polyoxy- oder polycarboxylgruppenhaltigen Verbindungen
DE838652C (de) * 1949-02-23 1952-05-12 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von vernetzten Kunststoffen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1042889B (de) 1956-08-09 1958-11-06 Bayer Ag Verwendung von stabilisierenden Mitteln gegenueber dem Einfluss von Licht und Sauerstoff in aus Polyoxy-Verbindungen und Polyisocyanaten hergestellten Schaumstoffen
DE1253457B (de) 1959-12-22 1967-11-02 Goodyear Tire & Rubber Verfahren zur Herstellung von stabilisierten, noch vernetzbaren Polyurethanen

Also Published As

Publication number Publication date
GB785882A (en) 1957-11-06
FR1143097A (fr) 1957-09-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1593665A1 (de) Verfahren zur Herstellung von lagerbestaendigem,fluessigem Methylenbis(phenylisocyanat)
DE2536039A1 (de) Elastischer polymer-schaum
DE1149523B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethanelastomeren
DE1069383B (de) Verfahren zur Stabilisierung kautschukartiger Produkte
DE1073738B (de) Verfahren zur Herstellung von elastomeren Kunststoffen aus reaktionsfähigen Polyurethanen und Düsocyanaten
DE838652C (de) Verfahren zur Herstellung von vernetzten Kunststoffen
DE2708820A1 (de) Thermoplastische polyurethan-elastomere
DE1074855B (de) Verfahren zur Herstellung von elastomeren Kunststoffen aus reaktionsfähigen Polyurethanen und Diisocyanaten
DE1122699B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethanelastomeren
DE1106959B (de) Verfahren zur Herstellung von linearen, elastischen Polyesterurethanen
DE965359C (de) Verfahren zur Herstellung vernetzter kautschukartiger Polykondensate aus diisocyanatmodifizierten Polyestern
DE1098711B (de) Verfahren zur Herstellung von vernetzten homogenen, kautschukelastischen Kunststoffen
DE1520570C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethanelastomeren mit verbesserter Kältebeständigkeit
DE1046302B (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus Gemischen von kautschukartigen Polykondensationsprodukten auf Polyurethangrundlage
DE1025618B (de) Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Formkoerper
DE1028772B (de) Verfahren zur Herstellung hochmolekularer vernetzter Kunststoffe
DE952940C (de) Verfahren zur Herstellung hochmolekularer, vernetzter Kunststoffe aus linearen oder vorwiegend linearen Polyestern, Diisocyanaten und Diaminen
DE896717C (de) Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Materialien
DE896413C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Kunststoffen vom Charakter eines vulkanisierten Kautschuks bzw. eines Leders
DE1131398B (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen vernetzten, Urethangruppen aufweisenden Kunststoffen
DE1005721B (de) Verfahren zur Herstellung hochmolekularer, elastischer vernetzter Kunststoffe unter gleichzeitiger Formgebung aus linearen, endstaendige Isocyanatgruppen enthaltenden isocyanatmodifizierten Polyestern und Vernetzungsmitteln
DE1803723C3 (de) Gemische auf Basis aromatischer Polyisocyanate, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung zur Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
DE1100944B (de) Verfahren zur Herstellung von Urethangruppen aufweisenden Kunststoffen
DE959679C (de) Verfahren zur Herstellung lagerfaehiger, mit Diisocyanaten zu kautschukelastischen Formkoerpern verarbeitbarer Kunststoffe aus Polyestern, Glykolen und Diisocyanaten
DE1570599C3 (de) Verfahren zur Herstellung hochmolekularer elastischer Polyurethane unter Formgebung. An9: Bayer AG, 5090 Leverkusen