[go: up one dir, main page]

DE10256136A1 - Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation Download PDF

Info

Publication number
DE10256136A1
DE10256136A1 DE2002156136 DE10256136A DE10256136A1 DE 10256136 A1 DE10256136 A1 DE 10256136A1 DE 2002156136 DE2002156136 DE 2002156136 DE 10256136 A DE10256136 A DE 10256136A DE 10256136 A1 DE10256136 A1 DE 10256136A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
mortar
truss
imitation
beams
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2002156136
Other languages
English (en)
Other versions
DE10256136B4 (de
Inventor
Michael Hopf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2002156136 priority Critical patent/DE10256136B4/de
Publication of DE10256136A1 publication Critical patent/DE10256136A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE10256136B4 publication Critical patent/DE10256136B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44DPAINTING OR ARTISTIC DRAWING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PRESERVING PAINTINGS; SURFACE TREATMENT TO OBTAIN SPECIAL ARTISTIC SURFACE EFFECTS OR FINISHES
    • B44D5/00Surface treatment to obtain special artistic surface effects or finishes
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F13/00Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings
    • E04F13/02Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings of plastic materials hardening after applying, e.g. plaster

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation, durch welche auf einer Bauwerkswand (1) der optische Eindruck des Vorhandenseins von Fachwerkbalken (2) aus Holz entstehen soll. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst dabei folgende Schritte: Herstellen einer Bauwerkswand (1, 5); Kennzeichnung des gewünschten Verlaufs von imitierten Fachwerkbalken (2) auf der verputzten Bauwerkswand; Abdecken der außerhalb der Kennzeichnung liegenden Wandabschnitte; Auftragen einer etwa 1-2 mm dicken ersten Mörtelschicht (6) aus gut haftendem Dünnbettmörtel auf die Bereiche der imitierten Fachwerkbalken (2); Auftragen einer etwa 3-8 mm dicken zweiten Mörtelschicht (7) auf die erste Mörtelschicht (6); Einbringen einer Strukturierung (8) in die zweite Mörtelschicht (7), welche in ihrem Verlauf dem natürlichen Strukturverlauf von Holz entspricht; und Auftragen mindestens einer Farbschicht (11) auf die strukturierte zweite Mörtelschicht (7). DOLLAR A Die Erfindung betrifft weiterhin eine auf diese Weise hergestellte Fachwerkimitation.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation, wobei durch diese Fachwerkimitation auf einer Bauwerkswand der optische Eindruck des Vorhandenseins von Fachwerkbalken aus Holz entstehen soll. Die Erfindung betrifft weiterhin eine solche Fachwerkimitation an Bauwerkswänden, insbesondere an Außenwänden von Wohnbauten.
  • Um Bauwerkswände im traditionellen Fachwerkstil zu errichten, wird eine tragende Konstruktion aus Holzbalken erstellt, wobei die zwischen einzelnen Balkenabschnitten verbleibenden Hohlräume, die sogenannten Gefache, mit anderen Baumaterialien ausgefüllt werden (beispielsweise Leichtbausteine, Ziegelsteine, Stroh-Lehm-Mischungen usw.). Die Holzbalkenkonstruktion übernimmt bei diesen Gestaltungen die tragende Funktion. Die Errichtung traditioneller Fachwerksbauten ist zeit- und kostenaufwendig. Außerdem ergeben sich Nachteile hinsichtlich der gewünschten Wärmedämmeigenschaften. Aufgrund der Umwelteinflüsse kommt es zu unterschiedlichem Ausdehnungsverhalten zwischen den Holzbalken und den in den Gefachen enthaltenen Baumaterialien, so dass unerwünschte Risse und Spalten in der Bauwerkswand auftreten. In diese Öffnungen kann dann Wasser eintreten, was dauerhaft zu einer Schädigung der Baussubstanz führt.
  • Trotz der bekannten Nachteile erfreut sich die spezifische Optik von Fachwerkbauten in bestimmten Regionen wieder steigender Beliebtheit. Daher wird teilweise versucht, das Erscheinungsbild einer Fachwerkwand auch an massiven Wänden nachzubilden. Dazu werden beispielsweise an einer massiven Ziegelwand zahlreiche Holzbohlen befestigt, die in Form von Fachwerkbalken angeordnet sind. Die Zwischenräume werden mit Wärmedämmmaterialien und/oder Putz aufgefüllt, so dass die resultierende Optik derjenigen einer Fachwerkwand weitgehend entspricht. Allerdings sind solche Gestaltungen relativ teuer, da sie zusätzlich zu den für die Funktionsweise der Bauwerkswand erforderlichen Bauarbeiten vorgenommen werden müssen. Wenn die verwendeten Holzbohlen eine zu geringe Stärke aufweisen, kann es zu Verformungen kommen, durch welche das gewünschte Aussehen stark beeinträchtigt wird. Außerdem entstehen auf Grund der Umwelteinflüsse wiederum Risse zwischen den Holzbohlen und dem angrenzenden Putz. In solche Risse dringt Feuchtigkeit ein, die zu einer nachhaltigen Schädigung der Fachwerkimitation und des darunter liegenden Baukörpers führen kann. Schließlich ist es nachteilig, dass die aufgeblendeten Holzbohlen die häufig an Außenwänden vorgesehene Dämmung für den Vollwärmeschutz unterbricht, so dass sich die Wärmedämmung insgesamt verschlechtert.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation bereit zu stellen, mit welchem die Ansicht einer Bauwerkswand wie diejenige einer echten Fachwerkwand gestaltet werden kann, jedoch unter Vermeidung der aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile. Gleichzeitig soll die Erfindung eine verbesserte Fachwerkimitation angeben, bei welcher auf den Einsatz von Holzbohlen verzichtet werden kann und trotzdem der optische Eindruck einer Fachwerkkonstruktion erhalten bleibt.
  • Die zuerst genannte Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren gelöst, dessen Verfahrensschritte im beigefügten Anspruch 1 angegeben sind. Die Merkmale der erfindungsgemäßen Fachwerkimitation sind aus dem nebengeordneten Anspruch 9 ersichtlich.
  • Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass die Fachwerkimitation durch speziell behandelte Mörtelschichten erstellt wird, die strukturiert und mit einer gewünschten Farbgebung versehen sind. Um die Fachwerkimitation herzustellen, wird kein Holz benötigt, so dass die aufwendigen Montagevorgänge völlig entfallen. Außerdem besitzt die äußere Schicht der Bauwerkswand eine nahezu homogene Zusammensetzung, so dass keine Risse zwischen den imitierten Fachwerkbereichen und den zwischenliegenden Baumaterialien auf Grund unterschiedlichen Ausdehnungsverhaltens entstehen können.
  • Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass durch den Verzicht auf Holzbalken bzw. Holzbohlen der Pflegeaufwand für die Bauwerkswände drastisch sinkt. Soweit bei herkömmlichen Verfahren echtes Holz eingesetzt wird, muss dieses im Abstand weniger Jahre gesäubert und mit einem neuen Farbanstrich versehen werden, um eine lange Haltbarkeit zu erzielen.
  • Außerdem ist es besonders vorteilhaft, dass ein auf der Bauwerkswand angebrachter Vollwärmeschutz nicht mehr unterbrochen wird. Die geschlossene Isolationsschicht bleibt trotz des imitierten Fachwerks erhalten.
  • Der angestrebte optische Eindruck lässt sich durch die besondere Strukturierung der Mörtelschichten erreichen. Um gleichzeitig eine hohe Haltbarkeit dieser Schichten auf der Bauwerkswand sicherzustellen, wird in einem ersten Schritt eine erste Mörtelschicht aus Dünnbettmörtel aufgetragen, die eine dauerhafte Verbindung zum Untergrund sicherstellt. Auf diese Schicht wird eine zweite Mörtelschicht mit größerer Dicke aufgebracht, in welcher die Struktur ausgebildet wird. Dadurch lassen sich tiefer liegende und erhabene Bereiche herstellen, die für einen realistischen optischen Eindruck notwendig sind.
  • Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung, unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
  • 1 eine vereinfachte Ansicht einer Bauwerkswand mit einer erfindungsgemäßen Fachwerkimitation;
  • 2 eine vereinfachte Schnittdarstellung eines Abschnitts der Fachwerkimitation;
  • 3 eine fotografische Detailansicht der Fachwerkimitation nach ihrer Fertigstellung.
  • 1 zeigt eine prinzipielle Darstellung einer Bauwerkswand 1, an welcher im oberen Bereich eine Fachwerkimitation angebracht ist. Die Fachwerkimitation besteht aus einzelnen imitierten Fachwerkbalken 2, deren Aufbau nachfolgen detaillierter beschrieben wird. Die imitierten Fachwerkbalken 2 sind hinsichtlich ihrer Lage derart angeordnet, dass der Eindruck eines traditionellen Fachwerkaufbaus entsteht. Zwischen den imitierten Fachwerkbalken 2 sind zahlreiche Gefache ausgebildet, die an ihrer Oberfläche eine gewöhnliche Putzschicht aufweisen. Denkbar wäre bei abgewandelten Ausführungsformen auch, dass die Oberfläche der Gefache 3 durch eine Ziegelsteinimitation oder mit anderen Materialien gestaltet sind, wenn der Eindruck eines ausgemauerten Fachwerks oder dergleichen erweckt werden soll.
  • 2 zeigt eine prinzipielle Querschnittsdarstellung der Fachwerkimitation. Gemeinsam mit der Beschreibung der einzelnen Bestandteile der Fachwerkimitation werden die wesentlichen Verfahrensschritte angegeben, die zur Herstellung dieser Fachwerkimitation ausgeführt werden müssen.
  • Den Untergrund für die Fachwerkimitation bildet die Bauwerkswand 1, bei der es sich beispielsweise um eine Ziegelmauer handeln kann. Die Bauwerkswand 1 wird in üblicher Weise hergestellt und mit herkömmlichen Mitteln und Methoden mit einem Oberflächenputz 5 versehen. Der Oberflächenputz kann auf einer Wärmedämmschicht (z.B. aus Styropor) aufgetragen sein oder auch durch geeignete Wärmedämmmaterialien ersetzt sein. Auf dem Oberflächenputz 5 wird anschließend der gewünschte Verlauf der imitierten Fachwerkbalken gekennzeichnet. Dazu können Schablonen verwendet werden. Um einen realistischen Eindruck zu erwecken, sollten die Kennzeichnungen keine zu exakten Linien aufweisen, da die Holzbalken bei traditionellem Fachwerk ebenfalls keine exakt geraden Außenkanten besitzen. Es hat sich bewährt, den Verlauf der imitierten Fachwerkbalken per Hand auf dem Oberflächenputz anzuzeichnen.
  • Nachdem der Verlauf gekennzeichnet wurde, werden die außerhalb der Kennzeichnung liegenden Wandabschnitte abgedeckt, um einen unerwünschten Materialauftrag in diesen Bereichen zu verhindern. Diese Abdeckung kann mit selbstklebenden Abdeckbändern, Folien oder ähnlichen Materialien erfolgen.
  • Auf die freibleibenden Flächen, die dem Verlauf der imitierten Fachwerkbalken entsprechen, wird nun eine erste Mörtelschicht 6 mit einer Dicke von 1 bis 2 mm aufgebracht. Da diese erste Mörtelschicht eine dauerhafte Verbindung zum Oberflächenputz 5 herstellen soll, wird ein gut haftender Dünnbettmörtel (Spezialmörtel) verwendet. Die erste Mörtelschicht soll kurze Zeit antrocknen, damit weitere Schichten aufgetragen werden können. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine vollständige Austrocknung der ersten Mörtelschicht erfolgt, um eine gute Verbindung zu den nachfolgenden Schichten zu gewährleisten.
  • Auf die noch restfeuchte erste Mörtelschicht 6 wird anschließend eine zweite Mörtelschicht 7 mit einer Dicke von etwa 3 bis 8 mm aufgebracht. Die Dicke der zweiten Mörtelschicht kann variieren, um plastische Effekte besonders gut nachzubilden. Eine durchschnittliche Dicke von etwa 5 mm hat sich für die zweite Mörtelschicht als besonders zweckmäßig erwiesen. Um eine hohe Haltbarkeit zu erzielen, besteht die zweite Mörtelschicht 7 vorzugsweise aus demselben Spezialmörtel wie die erste Mörtelschicht 6. Für die zweite Mörtelschicht kann bei abgewandelten Ausführungsformen aber auch gewöhnlicher Mörtel bzw. Putz verwendet werden, wobei eine gute Haftung mit der darunter liegenden ersten Mörtelschicht erwünscht ist.
  • Nachdem die zweite Mörtelschicht aufgetragen wurde, kann die Abdeckung der angrenzenden Mauerbereiche entfernt werden, noch bevor die aufgetragenen Mörtelschichten vollständig getrocknet sind. Es entsteht dadurch eine im wesentlichen gerade Kante, die jedoch ausreichende Unebenheiten aufweist, um einen realistischen Eindruck eines Holzbalkens zu erwecken.
  • Nachdem die zweite Mörtelschicht 7 aufgetragen wurde, besitzt diese vorerst eine relativ glatte Oberfläche. Es ist jedoch wünschenswert, dass die Oberfläche holzähnlich strukturiert wird, um den Eindruck des Faserverlaufs der Holzbalken zu erwecken. Dazu wird die Strukturierung in die zweite Mörtelschicht von oben eingebracht. Dies lässt sich einfach realisieren, wenn die zweite Mörtelschicht eine ausreichende Restfeuchte aufweist, um ohne Zerstörung der gesamten Schicht die Oberfläche rillenförmig eindrücken zu können. Für die Ausbildung einer Strukturierung in Längsrichtung eignet sich besonders ein Zick-Zack-Zahnspachtel, der in Längsrichtung über die Oberfläche gezogen wird. Durch diesen Strukturierungsvorgang werden zahlreiche Strukturrillen 8 in die Oberfläche der zweiten Mörtelschicht eingebracht. Bevor die Strukturierung vorgenommen wird, sollte die zweite Mörtelschicht je nach Verarbeitungstemperatur, Mörtelfeuchte und Witterungsbedingungen etwa ein bis vier Stunden trocknen.
  • Um bei der Verwendung eines Zahnspachtels für die Strukturierung das Entstehen einer zu rauen oder zerklüfteten Oberfläche zu vermeiden, ist es zweckmäßig, wenn nach erfolgter Strukturierung eine Nachbehandlung der Oberfläche mit einer angefeuchteten Bürste, einem Pinsel oder einem ähnlichen Werkzeug durchgeführt wird.
  • Um größere Risse in den Fachwerkbalken zu imitieren, die bei echtem Fachwerk durch die Trocknung des Holzes entstehen, können zusätzliche Strukturierungen mit einer Maurerkelle oder einem ähnlichen scharfen Gegenstand in die Oberfläche der zweiten Mörtelschicht 7 eingebracht werden. Ebenso wird die Realitätstreue erhöht, wenn einzelne Bereiche der Oberfläche mit einem Ballen aus Stahlwolle (beispielsweise in der Art eines herkömmlichen Topfkratzers) mit kreisenden und/oder tupfenden Bewegungen behandelt werden, um Astansätze im Fachwerkbalken zu imitieren. Außerdem werden im Astbereich die längs verlaufenden Strukturen ellipsenförmig um das Astzentrum herum geführt.
  • Eine veränderte Strukturierung muss gewählt werden, wenn so genanntes Stirnholz imitiert werden soll. An den Stirnseiten von Holzbalken sind die einzelnen Jahresringe zu erkennen. Bei der Fachwerkimitation wird eine kreisförmige Struktur in die zweite Mörtelschicht eingebracht, indem in die Oberfläche ringförmige Rillen eingekratzt werden, beispielsweise mit Hilfe einer Maurerkelle. Anschließend wird der Balkenkopf mit der Stahlwolle betupft, um die Bereiche zwischen den Jahresringen fein zu strukturieren.
  • Bei traditionellen Fachwerken werden häufig Holznägel verwendet, die ebenfalls bei der Fachwerkimitation erzeugt werden können. Dazu wird in abgegrenzten Bereichen zusätzlich Mörtel aufgetragen, um einen Holznagelkopf 9 als Erhöhung auf der zweiten Mörtelschicht 7 zu erzeugen.
  • Nachdem sämtliche Strukturierungen vorgenommen wurden, lässt man die Mörtelschichten ca. 2 bis 3 Tage vollständig austrocknen. Anschließend werden die an die Fachwerkimitation angrenzenden Wandbereiche erneut abgedeckt. In einem letzten Verfahrensschritt werden die imitierten Fachwerkbalken mit einer Farbschicht 11 versehen, um die für herkömmliches Fachwerk übliche Farbgebung zu erhalten.
  • 3 zeigt eine fotografische Darstellung eines Details der fertigen Fachwerkimitation. Die Gefache 3 zwischen den imitierten Fachwerkbalken 2 sind bei dieser Ausführungsform mit einem herkömmlichen Rauhputz gestaltet. Zwischen zwei lang gestreckten Fachwerkbalken 2 ist auch ein Balkenkopf 10 erkennbar, bei welchem die Strukturierung in der Art von Stirnholz erfolgte. Ebenfalls sind in 3 zwei Holznagelköpfe 9 gezeigt, die über die Oberfläche der zweiten Mörtelschicht 7 hinaus ragen.
  • Es ist darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemäße Fachwerkimitation unter Ausführung der beschriebenen Verfahrensschritte mit sehr vielfältigen Strukturierungen hergestellt werden kann. Neben den beispielhaft genannten Werkzeugen können auch andere Hilfsmittel verwendet werden.
  • 1
    Bauwerkswand
    2
    imitierter Fachwerkbalken
    3
    Gefach
    5
    Oberflächenputz
    6
    erste Mörtelschicht
    7
    zweite Mörtelschicht
    8
    Strukturrillen
    9
    Holznagelkopf
    10
    Balkenkopf
    11
    Farbschicht

Claims (15)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation, die folgenden Schritte umfassend: – Herstellen einer Bauwerkswand (1, 5); – Kennzeichnung des gewünschten Verlaufs von imitierten Fachwerkbalken (2) auf der verputzten Bauwerkswand; – Abdecken der außerhalb der Kennzeichnung liegenden Wandabschnitte; – Auftragen einer etwa 1–2 mm dicken ersten Mörtelschicht (6) aus gut haftendem Dünnbettmörtel auf die Bereiche der imitierten Fachwerkbalken (2); – Auftragen einer etwa 3–8 mm dicken zweiten Mörtelschicht (7) auf die erste Mörtelschicht (6); – Einbringen einer Strukturierung (8) in die zweite Mörtelschicht (7), welche in ihrem Verlauf dem natürlichen Strukturverlauf von Holz entspricht; – Auftragen mindestens einer Farbschicht (11) auf die – strukturierte zweite Mörtelschicht (7).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mörtelschicht vor dem Einbringen der Strukturierung etwa 1 bis 4 Stunden getrocknet wird, wonach die zweite Mörtelschicht noch plastisch verformbar ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mörtelschicht (7) nach dem Einbringen der Strukturierung (8) und vor dem Auftragen der Farbschicht (11) etwa 2 bis 3 Tage getrocknet wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mörtelschicht (7) auf die noch feuchte erste Mörtelschicht (6) aufgetragen wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung der außerhalb der Kennzeichnung liegenden Wandabschnitte nach dem Auftragen der zweiten Mörtelschicht (7) entfernt wird, und dass vor dem Auftragen der Farbschicht (11) eine neue Abdeckung auf die außerhalb der Kennzeichnung liegenden Wandabschnitte aufgebracht wird, die nach dem Auftragen der Farbschicht (11) wieder entfernt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung der imitierten Fachwerkbalken (2) verlaufende Strukturierung (8) mit einem Zick-Zack-Zahnspachtel eingebracht wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einen Astansatz imitierende Strukturierung mit einem Ballen aus Stahlwolle eingebracht wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Stirnseite (10) eines Fachwerkbalkens imitierende Strukturierung als bogenförmige Rillen mit einer Maurerkelle eingebracht wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Auftragen der Farbschicht (11) auf die zweite Mörtelschicht (7) in begrenzten Bereichen eine dritte Mörtelschicht aufgetragen wird, um Holznägelköpfe (9) oder ähnliche Erhebungen zu imitieren.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Bauwerkswand (1) vor dem Auftragen der ersten Mörtelschicht (6) durchgängig ein Oberflächenputz (5) aufgetragen wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Bauwerkswand (1) vor dem Auftragen der ersten Mörtelschicht (6) durchgängig eine Vollwärmeschutzschicht aufgetragen wird.
  12. Fachwerkimitation an Bauwerkswänden (1), dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer strukturierten Mörtelschicht (6, 7) mit Farbanstrich (11) besteht.
  13. Fachwerkimitation nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mörtelschicht aus einer unteren Dünnbettmörtelschicht (6) mit einer Dicke von etwa 1–2 mm und einer darüber liegenden zweiten Mörtelschicht (7) mit einer Dicke von etwa 3–8 mm besteht.
  14. Fachwerkimitation nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mörtelschicht (6, 7) auf den Oberflächenputz (5) der Bauwerkswand (1) aufgetragen ist.
  15. Fachwerkimitation nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bauwerkswand (1) eine durchgehende Vollwärmeschicht angebracht ist, auf welcher die Mörtelschicht (6, 7) angebracht ist.
DE2002156136 2002-11-29 2002-11-29 Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation Expired - Fee Related DE10256136B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2002156136 DE10256136B4 (de) 2002-11-29 2002-11-29 Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2002156136 DE10256136B4 (de) 2002-11-29 2002-11-29 Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE10256136A1 true DE10256136A1 (de) 2004-06-17
DE10256136B4 DE10256136B4 (de) 2005-03-31

Family

ID=32318883

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2002156136 Expired - Fee Related DE10256136B4 (de) 2002-11-29 2002-11-29 Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10256136B4 (de)

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2332263A1 (de) * 1972-06-26 1974-01-10 Dacor Manufacturing Co Herstellung einer kuenstlichen ziegelwand
DE3621382A1 (de) * 1986-06-26 1988-03-24 Wolfgang Nagel Verfahren zum herstellen einer hausfassade in fachwerkstruktur und vorrichtung hierzu
DE3817974C2 (de) * 1988-05-27 1990-06-21 Wolfgang 5010 Oberaussem De Nagel
DE19908235A1 (de) * 1999-02-25 1999-07-29 Ulrich Hollmann Dekorative Wand-, Decken- oder Fassadenbeschichtung mit strukturierter, aufgerauhter Oberfläche und Verfahren zu deren Herstellung
DE10201078A1 (de) * 2002-01-14 2003-07-24 Schellknecht Sobanski Sylvia Verfahren zur Herstellung von Fachwerkimitationen

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2332263A1 (de) * 1972-06-26 1974-01-10 Dacor Manufacturing Co Herstellung einer kuenstlichen ziegelwand
DE3621382A1 (de) * 1986-06-26 1988-03-24 Wolfgang Nagel Verfahren zum herstellen einer hausfassade in fachwerkstruktur und vorrichtung hierzu
DE3817974C2 (de) * 1988-05-27 1990-06-21 Wolfgang 5010 Oberaussem De Nagel
DE19908235A1 (de) * 1999-02-25 1999-07-29 Ulrich Hollmann Dekorative Wand-, Decken- oder Fassadenbeschichtung mit strukturierter, aufgerauhter Oberfläche und Verfahren zu deren Herstellung
DE10201078A1 (de) * 2002-01-14 2003-07-24 Schellknecht Sobanski Sylvia Verfahren zur Herstellung von Fachwerkimitationen

Also Published As

Publication number Publication date
DE10256136B4 (de) 2005-03-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1337725B1 (de) Verfahren zum befestigen von wärmedämmplatten sowie dübel dafür
EP0848774B1 (de) Fachwerk und gefacheelement und verfarhren zur herstellung eines gefacheelements
DE4443907C2 (de) Verfahren zur Erstellung eines Mauerwerks aus Planziegel und Zusammensetzung eines Mörtels
DE19728184A1 (de) Multifunktionale Mineralfaserplatte, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
DE69716193T2 (de) Metallbauteile zum Ausführen von Gebäudeaussenwandteilen
DE10256136B4 (de) Verfahren zur Herstellung einer Fachwerkimitation
DE2831284A1 (de) Wandverkleidung, vorzugsweise waerme schutzverkleidung
DE10054978B4 (de) Gipskarton-Platte mit einer randseitingen, sich über die ganze Länge eines Seitenrandes erstreckende Ausnehmung, Verfahren zur Herstellung und Verwendung derselben
EP0183018B1 (de) Verfahren zur Sanierung einer durch Feuchtigkeit geschädigten, mit einem Fassadenputz versehenen Ziegelmauer eines Bauwerks
DE10006500C2 (de) Wandputz und Verfahren zu seiner Herstellung
DE202013004446U1 (de) Bauoberfläche mit lmitation sowie Hilfsmittel zur Herstellung der Bauoberfläche mit der Imitation
DE1000144B (de) Putztraeger, insbesondere fuer Decken und Waende
EP1081301A2 (de) Dämmelement zur Wärme- und/oder Schalldämmung von Gebäudewänden
DE2332263A1 (de) Herstellung einer kuenstlichen ziegelwand
DE2459243A1 (de) Verfahren zur herstellung eines bauelements mit isolation und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
WO1985000395A1 (fr) Procede d'isolation ou d'isolation ulterieure en particulier dem urs de batiments et element d'insertion pour executer ce procede
DE29816466U1 (de) Maschensubstratstruktur mit daran haftenden kleinen Steinen
DE3424897C2 (de)
DE3318132C2 (de) Verfahren zum nachträglichen Einbau einer hochdruckfesten und wasserdichten Schicht in sanierungsbedürftiges Mauerwerk
CH584597A5 (en) Fireproof building block made of expanded phlogopite - has low wt. and provides heat and sound insulation
CH416991A (de) Verfahren zur Befestigung von Führungsschienen, Türen oder anderen Teilen einer Aufzugsanlage im Aufzugsschacht
EP0645506B1 (de) Verfahren zur Erstellung einer Gebäudefassade
DE10118288A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Wandbauelementen mit einer Putzbeschichtung sowie entprechendes Wandbauelement
DE824382C (de) Wandbausystem zur Errichtung von Aussen- und Innenwaenden jeder Art
DE3021131A1 (de) Aus bausteinen zusammengesetzte mauerkonstruktion

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8120 Willingness to grant licenses paragraph 23
8364 No opposition during term of opposition
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20130601