DE10256942B4 - Verfahren zum Initialisieren von Funkempfängern - Google Patents
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Abstract
Verfahren
zur Initialisierung von Funkempfängern,
bei dem von einem Sender zunächst
eine vorbestimmte Gruppe von Funkempfängern ausgewählt und aufgerufen
wird, nach einer Rückmeldung
der aufgerufenen Funkempfänger
die Gruppenauswahl so lange verändert
wird, bis ein bestimmter einzelner Funkemfänger identifiziert ist und
bei dem anschließend
diesem einzelnen Funkempfänger
die Sender-Identnummer eingelernt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Initialisieren von Funkempfängern gemäß Patentanspruch 1.
- Werden Funksender als Befehlsgeräte, z.B. als Schalter, Dimmer, Torsteuerungen, Rollladensteuerungen usw. eingesetzt, wird zumeist eine fixe Nummer im Sender vergeben, welche im Betrieb in alle ausgesendeten Funksignale kodiert wird.
- Bei der Inbetriebnahme wird diese Nummer bei allen Funkempfängern eingelernt, welche auf das Sendersignal reagieren sollen (Initialisierung). Dazu ist es notwendig, den oder die jeweiligen Empfänger (und nur diese) in einen Lernmodus zu versetzen, was z.B. durch Drücken von Tasten geschieht.
- Ein Problem ergibt sich allerdings, wenn der Empfänger nicht zugänglich ist und sich weiterhin auch andere Empfänger in Reichweite des Senders befinden. Es besteht dann die unerwünschte Wahrscheinlichkeit, dass auch diese anderen Empfänger die Identnummer des Senders einlernen, was zu Fehlern bei der Bedienung führt. Typisches Beispiel: in einem Bürogebäude werden viele motorbetriebene, funkgesteuerte Außen-Rollläden eingebaut. Später sollen Funksender auf jeweils einzelne Rollläden oder Gruppen eingelernt werden. Diese sind jedoch nicht mehr zugänglich und können nicht einzeln in den Lernmodus versetzt werden.
- Eine bisher bekannte Möglichkeit ist, alle Empfänger vom Stromnetz zu trennen, die nicht eingelernt werden sollen. Der Sender sendet dann spezielle Initialisierungs-Telegramme, welche neben seiner Identnummer den Befehl enthalten, diese einzulernen. Dies ist aufwendig, nicht immer möglich und birgt das Risiko von Fehlern.
- Aus der
DE 29 46 942 A1 ist es bekannt, Elemente einer Gruppe von Funkempfängern, die als Etiketten ausgebildet sind, zu identifizieren. Weiterhin ist aus derDE 199 32 147 A1 ein Sicherheitsbehältnis bekannt, das bei einer Initialisierung einem Funkschlüssel einen Identifikationscode zuweist. Dieser ist in dem Sicherheitsbehältnis gespeichert, wenn kein sogenannter Wechselcode verwendet wird. Mit diesem Identifikationscode spricht der Transponder das Sicherheitsbehältnis an, um dieses zu öffnen. - Aufgabe der Erfindung ist es folglich ein Verfahren zum Initialisieren von Funkempfängern vorzusehen, das bequem durchführbar ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.
- Dadurch, dass zunächst vorbestimmte Gruppe von Funkempfängern ausgewählt wird, die im Sendebereich eines Funksenders liegt, die sich rückmeldet und die Gruppe so lange verkleinert wird, bis ein bestimmter Funkempfänger identifiziert ist und dann die Identität festgelegt, d.h. die Sender-Identnummer eingelernt wird, können mehrere Empfänger bequem initialisiert werden.
- Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
- Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 ein grundsätzlicher Aufbau einer Sender-Empfänger-Anordnung, -
2 das erfindungsgemäße Verfahren im Flußdiagramm. - Gemäß
1 ist grundsätzlich folgende Anordnung vorgesehen. - Ein Sender S sendet über eine Antenne
3 von der Sendestufe1 gemäß einer Ansteuerung durch die Sendersteuerung2 Sendesignale. Diese werden als Empfangssignale über eine Antenne4 von einem Empfänger E1 empfangen. Eine Empfängerstufe verstärkt und demoduliert das empfangene Signal zu einem Nutzsignal und leitet dieses einer Empfängersteuereinheit6 zu. Diese wertet das Nutzsignal aus und steuert entsprechend eine anzusteuernde Einrichtung, wie beispielsweise Fensterrolläden, Lampendimmer, etc. an. - In der Regel wird noch mindestens ein zweiter Empfänger E2, der prinzipiell baugleich ist im Sendebereich des Senders S vorhanden sein. Das nachfolgend beschriebene Ausführungsbeispiel eines Initialisierungsverfahrens lässt sich jedoch auch grundsätzlich nur mit einem Sender und einem Empfänger durchführen.
- Mit dem nachfolgend beschriebenen Verfahren ist eine direkte Zuordnung von Empfängern vom Sender ermöglicht, ohne eine Eingabe im Empfänger zu benötigen.
- Dazu ist ein spezieller Initialisierungssender S, im folgenden Sender S genannt, notwendig, in welchen zunächst eine einzulernende Identnummer eingegeben wird. Die Eingabe kann manuell, über eine Drahtverbindung oder vorzugsweise über Funk geschehen.
- Die Sendeleistung des Initialisierungssenders ist so bemessen, dass nur Empfänger in der Nähe (vorzugsweise < 10 Meter) dessen Signale auswerten können. Damit lässt sich die Zahl der Empfänger, welche initialisiert werden können, auf diesen Radius eingrenzen.
- Der Initialisierungssender sendet im nächsten Schritt ein Funktelegramm, welches alle in Reichweite befindlichen Empfänger in einen Initialisierungsmodus versetzt. Dieser Modus verursacht, dass eine zufallsgesteuerte, temporäre Identnummer im Empfänger vergeben wird. Die Länge dieser Nummer wird dabei so gewählt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass 2 gleiche Nummern an verschiedene Empfänger vergeben werden, hinreichend klein ist. Alternativ oder ergänzend kann auch eine Identnummer verwendet werden, welche schon im Herstellungsprozeß im Speicher des Empfängers nichtflüchtig hinterlegt wurde.
- Die Zuordnung der Sender-Identnummer zu genau einem Empfänger wird nun durch folgende Prozedur erreicht:
Der Initialisierungssender sendet einen Befehl zur Aktion. Eine Aktion ist z.B. das Licht einzuschalten, den Rollladen kurz zu bewegen usw.. - Alle Empfänger, deren Identnummer ein bestimmtes Kriterium erfüllt, (z.B. die binär kodierte Identnummer hat in der letzten Stelle ein „1") führen diese Aktion aus. Hat der zu initialisierende Empfänger reagiert, wird das Ergebnis in den Initialisierungssender (vorzugsweise manuell) eingegeben. Danach wird das nächste Kriterium gesendet (z.B., ob die binär kodierte Identnummer des Empfängers in der vorletzten Stelle ein „1" besitzt). Das Ergebnis wird wieder in den Initialisierungssender eingegeben. Nach einer endlichen Anzahl dieser Schritte, die bei binärer Kodierung maximal der Stellenanzahl der Empfänger-Identnummer entspricht, kennt der Initialisierungssender die Identnummer des Empfängers und kann diesem (allein diesem) gezielt die gewünschte Sender-Identnummer einlernen. Der gesamte Vorgang wird mit allen zu initialisierenden Empfängern wiederholt. Der Vorgang der Abfrage der verschiedenen Kriterien kann automatisiert (z.B. nach einem fixen oder variablen Zeitraster) erfolgen.
- Das Löschen bestimmter Identnummern auf einem Teil der Empfänger erfolgt analog.
- Gemäß
2 sieht das Ausführungsbeispiel eines Initialisierungsverfahrens wie folgt aus. - Nach einem Anfangs- bzw. Startschritt ST0 werden alle im Empfangsbereich liegenden Empfänger im Schritt ST1 angesprochen. Dies ist als ein Aufweckvorgang zu verstehen. Danach wird im Schritt ST2 eine bestimmte Gruppe von Empfängern ausgewählt und ausgewählt sich zu identifizieren. Diese Identifizierung kann beispielsweise durch kurze Bewegungen, Lichtsignale oder Akustiksignale der anzusteuernden Geräte erfolgen. Im Schritt ST3 wird festgestellt, ob die ausgewählte Gruppe nur noch ein Mitglied hat. Ist dies nicht der Fall, so wird über den Schritt ST3A eine Änderung der Gruppenauswahl vorgenommen. Weist die Gruppe nur noch ein Mitglied auf, so wird ihm ein Identitätskennzeichen zugewiesen, das somit sowohl senderseitig als auch empfängerseitig bekannt und zuordenbar ist. Nachfolgend wird im Schritt ST5 festgestellt, ob noch weitere Empfänger zu identifizieren sind. Ist dies der Fall, so erfolgt wiederum im Schritt ST3A eine Änderung der Gruppenauswahl. Sind alle Empfänger identifiziert, so wird das Verfahren im Schritt ST6 beendet.
Claims (9)
- Verfahren zur Initialisierung von Funkempfängern, bei dem von einem Sender zunächst eine vorbestimmte Gruppe von Funkempfängern ausgewählt und aufgerufen wird, nach einer Rückmeldung der aufgerufenen Funkempfänger die Gruppenauswahl so lange verändert wird, bis ein bestimmter einzelner Funkemfänger identifiziert ist und bei dem anschließend diesem einzelnen Funkempfänger die Sender-Identnummer eingelernt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, wobei zumindest ein Teil des Verfahrens nur innerhalb eines vorbestimmten Zeitabschnitts möglich ist.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Auswahl von Funkempfängern durch ein Einschränken der abgestrahlten Sendeleistung des Senders erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die angesprochenen Empfänger, die in den Initialisierungsmodus versetzt werden, eine Identnummer aus einem Speicher lesen oder zufallsgesteuert erzeugen.
- Verfahren nach Anspruch 4, bei dem die Identnummer mit dem Initialisierungssender schrittweise ermittelt, wozu als Rückmeldung des Empfängers „Aktionen" erfolgen, die auch im normalen Betrieb gesteuert werden.
- Verfahren nach Anspruch 5, bei dem für die Rückmeldung ein dafür eingebauter Signalgeber verwendet wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Rückmeldungen auf die Abfrage der Identnummer des Empfängers vom Bediener des Senders manuell in den Sender eingegeben werden.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1–7, bei dem die Rückmeldungen auf die Abfrage der Identnummer des Empfängers vom Sender automatisch über geeignete Sensoren erkannt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem nach der Ermittlung der Identnummer des Empfängers diese gezielt eingelernt und dann in den Betriebsmodus versetzt wird.
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