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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf Carbon-Black-Zusammensetzungen bzw. Ruß-Zusammensetzungen. Weiterhin
bezieht sich die Erfindung auf Verfahren, um derartige Carbon-Black-Zusammensetzungen
herzustellen. Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung besteht in
Mischungen von Carbon-Black-Zusammensetzungen
mit verschiedenen Polymeren. Die Erfindung bezieht sich ebenfalls
auf die Verwendung der Carbon-Black-Zusammensetzungen dieser Erfindung
in einer Vielzahl von Anwendungen.
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Carbon-Black wurde für Brennstoffzellenanwendungen
mit Platin beschichtet. Es wird verwiesen auf die US-Patente 4 447
506, 4 137 373, 5 759 944. Teilweise offenbaren diese Druckschriften
die gleichzeitige Verwendung von Platin-Nickel-Legierungen genauso wie Platin-Nickel-Gold-Legierungen
in Verbindung mit Carbon-Black für
katalytische Anwendung in der Brennstoffzelle.
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Nickel wird eingesetzt, um die Kristallgitterdimensionen
des Platins zu modifizieren, siehe z.B. US-Patent 5 759 944, Spalte
4, Zeile 51.
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In vielen Anwendungen wird fein verteiltes
Metall eingesetzt. Carbon-Black ist ein bekanntes, inertes Material,
das als Pigment, Verstärkungsmaterial
für Gummi
und Füllstoff
in Polymeren eingesetzt wird. Zusätzlich wird Carbon-Black als
Kohlenstoffquelle in Prozessoren für die Erzeugung anderer Kohlenstoffmateria lien, einschließlich Nanometer-Kohlenstoff,
wie Kohlenstoffnanoröhren,
eingesetzt.
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Erfindungsgemäß werden neue Carbon-Black-Metallzusammensetzungen
bzw. mit Metall beschichtetes Carbon-Black bereitgestellt. Diese
neuen Carbon-Black-Zusammensetzungen
(bzw Ruß-Zusammensetzungen)
haben eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, die in zwei Gruppen
eingeteilt werden können, nämlich
- a. Anwendungen, in denen die metallischen und/oder
magnetischen Eigenschaften der Metallbeschichtung des Carbon-Black
genutzt werden;
- b. Anwendungen, in denen das beschichtete Carbon-Black als Quelle
für das
Metall in einer Reaktion dient.
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Der Begriff beschichtet ist nicht
auf eine ununterbrochene Beschichtung beschränkt zu verstehen; er bezieht
sich eher auf jede Verbindung der Metallkomponente mit dem Carbon-Black.
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Das erfindungsgemäß gelöste Problem ist im weitesten
Sinne einen Träger
für Metall
bereitzustellen, das entweder in Polymermatrizen, um eine Modifikation
der Polymereigenschaften zu liefern, oder in Reaktionsumgebungen,
in denen die Metalle als reaktionsstimulierende Kerne oder Keime
oder katalytische Teilchen wirken, eingeführt werden soll.
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Dieses Problem wird in seiner allgemeinsten
Form gelöst
durch die beanspruchten Carbon-Black-Zusammensetzungen. Bevorzugte
weitere Ausführungsformen
sind ebenso in den abhängigen
Ansprüchen
wie den auf die Verwendungen und Mischungen der Carbon-Black-Zusammensetzungen
bezogenen Ansprüche enthal ten.
Weiterhin stellen die beanspruchten Verfahren zur Herstellung der
Carbon-Black-Zusammensetzung
eine Ausführungsform
der Erfindung dar.
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Eine erste Ausführungsform dieser Erfindung
ist eine Carbon-Black-Zusammensetzung,
im wesentlichen bestehend aus Carbon-Black und einer Metallkomponente,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus
- a. Ni, Fe, Co
(Nickel, Eisen, Kobalt)
- b. Y (Yttrium), Cu (Kupfer), Ir (Iridium). Optional können diese
Metalle in Kombination mit einem oder mehreren weiteren Metallen
eingesetzt werden, speziell mit einem oder mehreren der Metalle
unter a., insbesondere Y und Ni.
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Die Carbon-Black-Zusammensetzung
dieser Erfindung gemäß dieser
Ausführungsform
kann auch dadurch gekennzeichnet werden, dass sie Carbon-Black und
die aufgelistete Metallkomponente umfasst, mit der Maßgabe, dass
im Falle, dass die Metallkomponente Nickel, Eisen oder Kobalt darstellt,
die Metallkomponente im wesentlichen ohne Platin vorliegt, bevorzugt
beträchtlich
weniger als 1 Gew.% und insbesondere weniger als 0,1 Gew.-%, bezogen
auf die Metallkomponente als 100 Gew.-%, Platin enthält.
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In einer Ausführungsform umfasst die Erfindung
mit ferromagnetischem Material dotiertes Carbon-Black. Das bevorzugte
ferromagnetische Material sind ferromagnetische Kristalle eines
oder mehrerer der Metalle Ni, Co, Fe.
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Die oben unter a. aufgelistete Metallkomponente
ist eine, die der Carbon-Black-Zusammensetzung ferromagnetische
Eigenschaften verleiht. Die ferromagnetischen Eigenschaften der
Carbon-Black-Zusammensetzung und von Mischungen, die diese Carbon-Black-Zusammensetzung
enthalten, können
durch ASTM A341/A34/M-00 bestimmt werden.
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Die bevorzugte Carbon-Black-Zusammensetzung
enthält
mehr als 1 Gew.-% der Metallkomponente. Insbesondere wird diese
dadurch gekennzeichnet, dass sie mehr als 5, ganz besonders bevorzugt
30 bis 85 Gew.-%, der Metallkomponente in der Zusammensetzung enthält, worin
100 Gew.-% auf das Carbon-Black und die Metallkomponente zusammen
bezogen sind.
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Die Metallkomponente in der bevorzugten
Ausführungsform
besteht aus über
90, insbesondere über 99,
Gew.-% Nickel, Eisen und/oder Kobalt. Die Yttriumbeschichtete Carbon-Black-Zusammensetzung,
enthaltend Yttrium und/oder Kupfer und/oder Iridium, ist eine weitere
alternative Ausführungsform
dieser Erfindung.
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Das Carbon-Black und die Metallkomponente
sind gebunden, wobei die Bindungsart noch nicht endgültig aufgeklärt ist.
Die Bindung ist jedoch mechanisch stark genug, um eine wesentliche
Trennung von Carbon-Black und der Metallkomponente während der
regelmäßigen Anwendungen,
z.B. in einem Mischer (Innenmischer oder kontinuierlich, wie in
der Gummi- und Kunststoff-Industrie verwendet) oder einem Verdichter
oder anderen mechanischen Mischvorrichtungen oder während einer
Ultraschall-Dispersion zu verhindern.
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Ein weiterer Aspekt dieser Erfindung
bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Carbon-Black-Zusammensetzung
dieser Erfindung. Gemäß der ersten
Ausführungsform
dieses Verfahrens umfasst das Verfahren
- a.
Imprägnieren
von Carbon-Black mit einer Verbindung (oder Verbindungen) der oben
erwähnten
Metallzusammensetzung und
- b. Trocknen der Carbon-Black/Metall-Zusammensetzung und Reduzieren
der Metallverbindung(en). Die Trocknungs- und Reduzierungsschritte
werden bevorzugt zunächst
durch Trocknen und danach Reduzieren durchgeführt.
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Der Reduzierungsschritt wird durch
in Kontakt bringen des imprägnierten
Carbon-Blacks mit einem Reduzierungsmittel, insbesondere Wasserstoff,
bei erhöhter
Temperatur durchgeführt.
Andere Reduzierungsmittel können
ebenfalls eingesetzt werden. Beispiele für derartige andere Reduzierungsmittel
sind Hydrazin oder Natriumhypophosphit.
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Die Imprägnierung kann erfindungsgemäß entweder
durch Kontaktieren des Carbon-Blacks in einer wässerigen Aufschlämmung mit
einer Metallverbindung oder mit Metallverbindungen, die in der Aufschlämmungsflüssigkeit
vorliegen, durchgeführt
werden. Beispiele für
derartige Metallverbindungen für
das Metall Nickel sind
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Eine erhöhte Löslichkeit erlaubt es, ausreichend
Nickel auf der Carbon-Black-Struktur
abzuscheiden. In diesem Sinne sind die Nickelverbindungen mit hoher
Löslichkeit
die bevorzugten für
den Imprägnierungsschritt
dieses Typs. Das Trocknungsverfahren (spin flash, Infrarot, Lösungsmittelentfernung)
ermöglicht
die Kontrolle der Morphologie des Niederschlags. Die Nickelverbindungen
müssen
unter Bedingungen zu metallischem Nickel reduzierbar sein, die die
Carbon-Black-Struktur
nicht signifikant ändern.
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Entsprechend einer noch weiter spezifizierten
Ausführungsform
dieser Erfindung wird die Imprägnierung
durch eine Niederschlagstechnik durchgeführt. Bei dieser Ausführungsform
wird das Carbon-Black bevorzugt in einer Aufschlämmung mit einer Nickelverbindung
kontaktiert, die sich jedoch auf dem Carbon-Black nicht hinreichend
abscheidet, sondern einen Abscheidungsschritt erfordert. Entsprechend
dieses Schritts wird die Aufschlämmung
mit einer Verbindung kontaktiert, die eine Umwandlung der Nickelverbindung
in eine andere Nickelverbindung bewirkt, die nicht länger löslich ist
und sich als solche auf den aufgeschlämmten Carbon-Black-Teilchen
abscheidet.
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Beispiele für diese Vorgehensweise umfassen
erfindungsgemäß die nachfolgenden:
Nickelverbindungen,
die für
dieses Verfahren eingesetzt werden können umfassen
Nickelchlorid,
Nickelcarbonat,
Nickelacetat,
Nickelsulfat.
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Fällungsmittel,
die für
dieses Verfahren eingesetzt werden können, umfassen
Ammoniak,
Natriumcarbonat,
Kaliumhydroxid,
Harnstoff,
Natriumhydroxid.
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Andere Metallverbindungen, die zur
Bildung von Metallverbindungskristallen auf der Carbon-Black-Oberfläche verwendbar
wären,
sind:
Kobaltacetat, Nickelacetat, Yttriumacetat, Kobaltnitrat.
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Die imprägnierten Carbon-Black-Teilchen
müssen
ebenfalls getrocknet werden und müssen entsprechend der bevorzugten
Ausführungsform
derart gewaschen werden, dass alle störenden Bestandteile entfernt werden.
Als solche können
beispielsweise Natriumchlorid genauso wie Alkalimetallionen oder
Halogenidionen entfernt werden.
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Die dritte Möglichkeit, die hier als vom
allgemeinen Begriff Imprägnierung
erfasst angesehen wird, besteht in einer Kristallisation. Bei diesem
Verfahren lässt
man Metallverbindungen, wie Nickelverbindungen, aus einer Lösung, in
der Carbon-Black-Teilchen suspendiert sind, auf diese Teilchen kristallisieren.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass ein relativ hoher Metallgehalt
erreichbar ist, selbst mit Salzen niedriger Löslichkeit.
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Die Kristallisation kann, entsprechend
einem bevorzugten Beispiel, im Falle von Nickel unter Verwendung
einer Lösung
von Nickelacetattetrahydrat durchgeführt werden. Kristalle von Nickelacetat
* 4 H2O sind nach einem thermischen Trocknungsschritt
nicht mehr vorhanden.
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Die mit der (den) Metallverbindungen)
entweder nach dem üblichen
Imprägnierungsverfahren
oder dem spezifischen Fällungsverfahren
oder dem spezifischen Kristallwachstumsverfahren imprägnierten
Carbon-Black-Teilchen werden dann einem Reduktionsschritt unterzogen.
Nach der bevorzugten Ausführungsform
wird diese Reduktion durch Kontaktieren der getrockneten imprägnierten
Carbon-Black-Teilchen
mit Wasserstoff bei erhöhten
Temperaturen durchgeführt.
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Entsprechend noch einer weiteren
Ausführungsform
umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der Carbon-Black-Zusammensetzungen
dieser Erfindung. In diesem Verfahren werden die Carbon-Black-Teilchen
einem oder mehreren stromlosen Plattierungsschritten unterzogen,
nachdem das Carbon-Black behandelt wurde, um dessen Oberfläche für stromloses
Plattieren tauglich zu ma chen. Insbesondere kann das Carbon-Black
einem Implantieren von Saat oder katalytischen Stellen auf dessen
Oberfläche
unterzogen worden sein. Typische aktive Stellen werden durch folgende
Chemikalien erhalten:
- – HNO3,
Peroxide, O2, O3 und
andere starke Oxidanzien;
- – SnCl2, PtCl4
(6).
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Typische stromlose Plattierungsbedingungen
umfassen als Beispiel Kontaktieren von Lösungen mit den folgenden Bestandteilen,
wobei die Einsatztemperaturen angezeigt sind: Verfahren
1
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Verfahren 2
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0,6 M Ni-Acetat oder NiOH + H2SOy in Ethylenglykol,
185–194°C.
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Es ist entsprechend eines Aspekts
der Erfindung möglich,
den Gesamtmetallgehalt der Carbon-Black-Zusammensetzungen durch
Auftrennen der Carbon-Black-Zusammensetzung
in zwei Fraktionen, die sich durch ihr Verhalten in einem magnetischen
Feld unterscheiden, zu konzentrieren. Diese Auftrennung wird bevorzugt
durchgeführt,
indem man die Teilchen der Carbon-Black-Zusammensetzung durch ein
magnetisches Feld hindurchführt,
in dem Carbon-Black-Zusammensetzungsteilchen
mit verschiedenen Metallkomponenten mit magnetischen Eigenschaften
aufgetrennt werden, so dass mindestens zwei verschiedene Fraktionen
gewonnen werden können.
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Eine weitere Ausführungsform dieser Erfindung
bezieht sich auf eine Mischung eines Polymers und der erfindungsgemäßen Carbon-Black-Zusammensetzungen.
Jedes Polymer kann eingesetzt werden, z.B. ein Gummi oder ein thermoplastisches
Polymer, insbesondere ein Olefinpolymer, noch spezieller ein Ethylen-
oder Propylenpolymer oder -Copolymer. Andere thermoplastische Polymere
umfassen Polycarbonate, ABS, Polyamide, Polyoxymethylen.
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Eine besonders interessante Ausführungsform
dieser erfindungsgemäßen Mischungen
ist diejenige, die Gummi und die Carbon-Black-Zusammensetzung dieser
Erfindung umfasst. In einer derartigen Mischung erfüllt das
Carbon-Black seine Verstärkungs-
oder Vernetzungsfunktion im Gummi, während gleichzeitig das Metall
in den Gummi eingeführt
wird und die Eigenschaften des Gummis verändert. Wenn entsprechend noch einer
weiteren Ausführungsform
dieser Erfindung die Metallzusammensetzung magnetische, insbesondere ferromagnetische
Eigenschaften aufweist, können
die mechanischen, rheologischen und viskoelastischen Eigenschaften
des Gummis in einem magnetischen Feld eingestellt und/oder umgestellt
werden.
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In diesen Mischungen beträgt der Carbon-Black-Gehalt
vorzugsweise 1 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Polymer und das Carbon-Black
(ausgenommen den Metallgehalt) als 100 Gew.-%. Der Carbon-Black-Gehalt
hängt vom
Typ des beschichteten Carbon-Blacks und der Gesamtzusammensetzung
des Komposits ab. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung
der hier definierten und in verschiedenen Anwendungen beanspruchten
Carbon-Black-Zusammensetzungen.
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In einer ersten Ausführungsform
beziehen sich die Anwendungen auf die Verwendung der Carbon-Black-Zusammensetzungen
in der heißen
Gasphase eines Kohlenstoffkonverterofens. Durch Injizieren dieser
Carbon-Black-Zusammensetzungsteilchen
in die erwähnte
heiße
Gasphase ist es möglich,
Metall auf einen vollständig
kompatiblen Träger,
nämlich
das Carbon-Black, das auch als eine weitere Kohlenstoffquelle in
einem derartigen Reaktor wirkt, sehr fein und in einer sehr kontrollierten
Art und Weise einzuführen.
Die Carbon-Black-Zusammensetzungen
werden insbesondere in einem Nanometerkohlenstoffbildenden Reaktor
eingesetzt, speziell in einem, der für die Erzeugung von Nanoröhren eingesetzt
wird. Tatsächlich
kann die erfindungsgemäße Carbon-Black-Zusammensetzung als
einziger Grundstock für
die Erzeugung derartiger Nanoröhren
eingesetzt werden, indem diese Carbon-Black-Zusammensetzungsteilchen
in den Ofen injiziert werden, insbesondere in den Lichtbogen an
sich, wo eine Verdampfung auftritt, und aufgrund der Gegenwart des Metalls,
bevorzugt Nickel oder Yttrium, zumindest teilweise kondensiert,
um nanoröhrenförmiges Kohlenstoffmaterial
zu bilden.
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Für
diese Anwendung ist es bevorzugt, Carbon-Black-Zusammensetzungen
einzusetzen, die 0,5 bis 60 Gew.-% Metallkomponente, insbesondere
Nickel, Kobalt oder Yttrium, enthalten.
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Noch ein weiterer Einsatz der Carbon-Black-Zusammensetzungen
dieser Erfindung umfasst die Verwendung der hier beanspruchten Mischungen
der Carbon-Black-Zusammensetzung
mit Polymeren. Derartige Materialien in Form von Umschaltelementen
können
einem Umschalten in einem magnetischen Feld, z.B. um ein Ventil
zu öffnen
oder zu schließen,
unterzogen werden. Der letztere Fall kann von besonderem Interesse bei
der Technologie von Blutgefäßklappen,
insbesondere Herzklappen, sein.
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Eine weitere Anwendung der in Mischungen
einbezogenen Carbon-Black-Zusammensetzung,
insbesondere in Gummi-Mischungen, umfasst das Umschalten der Magnetisierung
der Metallkomponenten in einem magnetischen Feld. Durch dieses Verfahren
können
die rheologischen und viskoelastischen Eigenschaften von z.B. Gummi
oder thermoplastischen Polymermaterialien durch einfaches Anwenden
oder Umschalten eines magnetischen Felds geändert werden.
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Weitere Anwendungen des mit Metall
beschichteten Carbon-Blacks und bevorzugte Verwendungen dieses erfindungsgemäß mit Metall
dotierten Carbon-Blacks umfasst die folgenden:
Eine EMI-Abschirmung.
Insbesondere kann diese EMI-Abschirmung wünschenswert sein und verwendet
erfindungsgemäß genauso
erfindungsgemäße Produkte,
die die folgenden umfassen:
- – Abschirmungsboxen.
Diese können
aus Filmen oder Folien aus Polymer mit dem erfindungsgemäßen mit Metallen
beschichteten Carbon-Black
hergestellt sein oder dieses enthalten.
- – Verpackungsmaterialien,
insbesondere zur Verpackung empfindlicher Elektronikmaterialien.
Diese Verpackungsmaterialien können
umfassen oder im wesentlichen bestehen aus einem Film polymeren
Materials mit erfindungsgemäß mittleren
beschichteten Carbon-Black.
- – Kleber;
diese würden
wieder das metallbeschichtete Carbon-Black enthalten, um diesen
Klebern nicht nur Färbungsvermögen, sondern
auch spezifische elektrische und/oder magnetische Eigenschaften
zu verleihen.
- – Die
das metallbeschichtete Carbon-Black dieser Erfindung enthaltenden
Fasern sind insbesondere Gewebe, umfassend diese Fasern.
- – Aus
einem Trägermaterial
und dem metallbeschichteten Carbon-Black der Erfindung hergestellte
Beschichtungen.
Magnetorheologische und magnetoviskoelastische
Anwendungen - – Dämpfer; Schockabsorber,
- – Vibrationskontrolle
von Vorrichtungen, insbesondere medizinische Vorrichtungen und Flugkontrollvorrichtungen,
- – Vorrichtungen
für die
seismische Kontrolle von Strukturen,
- – intelligente
Prothetik,
- – magnetische
Aufhängungssteuerung,
z.B. für
Autos, Flugzeuge, Helikopter,
- – Sensoren
Magnetische
Anwendungen - – Ferromagnetische Gummis und
Kunststoffe, d.h. flexible ferromagnetische Materialien,
- – Elemente
für intelligente
Motoren (Herzprothesen)
- – magnetische
Speicher, Bänder
und Beschichtungen.
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Vorläufer und Katalysatoren für Kohlenstoffnanostrukturen,
insbesondere Kohlenstoffnanoröhren-Produktionen.
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Weitere bevorzugte Ausführungsformen
und Merkmale und Einzelheiten dieser Erfindung werden aus der nachfolgenden
Beschreibung der Beispiele und der Zeichnungen offensichtlich, worin
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1 eine
Darstellung des Nickelgehalts als eine Funktion der Nickelkonzentration
und der Imprägnierungslösung vor
der Reduktion zeigt.
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2 ein
TEM eines Nickel-dotierten Carbon-Black-Teilchens zeigt;
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3 ein
Röntgenbeugungsspektrum
des Carbon-Black nach der Abscheidung von Nickelacetat als Nickel-Vorläufer durch
Kristallisation zeigt;
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4 ein
SEM eines Carbon-Black-Teilchens mit einer ferromagnetischen Nickelbeschichtung
zeigt;
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5 eine
graphische Darstellung der Verdünnung
einer Polypropylen-Probe,
enthaltend Metall-dotiertes Carbon-Black zeigt.
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Die Carbon-Blacks
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Für
diese Erfindung sind prinzipiell alle Typen von Carbon-Blacks verwendbar,
von herkömmlichem Carbon-Black
(speziell aus den nachfolgenden Verfahren: MMM-Verfahren, Ofen,
Kanal, thermisch, Lampe, Acetylen, Zerstäubung, Plasma), bis zu Black
mit Nanopartikelgröße. Graphit-Kohlenstoff
kann ebenfalls berücksichtigt
werden wie jede Kohlenstoffstruktur. Das als Basismaterial ausgewählte Black,
auf das das Metall beschichtet wird, hängt von der Anwendung des Produkts
ab. Im Falle der Anwendungen des beschichteten Carbon-Blacks in
Gummi ist das eingesetzte Carbon-Black eines, das dem Gummi die
gewünschte
Verstärkung
oder Vernetzung verleiht. Im Falle einer Abschirmung wird das Carbon-Black
nach den Kriterien der Optimierung der Abschirmungseigenschaften
genauso wie der Verarbeitbarkeit ausgewählt.
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Für
spezifische Anwendungen, wie den Einsatz des dotierten Carbon-Blacks
in Umschaltelementen oder für
die Modifizierung rheologischer und viskoelastischer Eigenschaften
von Materialien unter dem Einfluss eines magnetischen Felds, wird
das Carbon-Black im Hinblick auf diese Anwendung ausgewählt.
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Für
die verschiedenen Anwendungen sind die folgenden Bereiche für die Carbon-Blacks und deren Eigenschaften
derzeit bevorzugt:
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Für
die nachfolgenden Beispiele wurden zwei kommerziell erhältliche
Carbon-Blacks, d.h.
ENSACO 250 und ENSACO 350, erhalten von Erachem Comilog, eingesetzt.
Diese Carbon-Blacks haben die nachfolgenden Eigenschaften:
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Beispiel 1
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Carbon-Black-Nickel durch
Imprägnierungs-Reduktion
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Sowohl ENSACO 250 als auch ENSACO
350 wurden mit Nickel imprägniert.
Die Imprägnierung
wurde durch Rühren
von 60 g Carbon-Black, suspendiert in 600 ml einer Nickellösung, enthaltend
Nickel in verschiedenen Konzentrationen, durchgeführt. 10
ml Aceton wurden zu Beginn des Aufschlämmens zugegeben, um die Dispersion
zu beschleunigen. Das Aufschlämmen
des Carbon-Blacks wurde bei Umgebungstemperatur durchgeführt, wenn
die Löslichkeit
des eingesetzten Salzes ausreichend war. Um höher konzentrierte Lösungen zu
erhalten, wurde eine Arbeitstemperatur von bis zu 80°C eingesetzt.
Zum Ende des Aufschlämmens wurden
das Carbon-Black und die Imprägnierungslösung durch
Filtration unter Verwendung eines Papier- oder Polypropylen-Filters
getrennt. Das Carbon-Black
wurde in einem Ofen während
15 Stunden bei 100°C
getrocknet.
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Der Nickelgehalt (vor dem Erzeugungsschritt)
des beschichteten Carbon-Blacks ist in 1 gezeigt. Diese Figur zeigt ebenfalls
die Menge an in der Imprägnierungslösung eingesetztem
Nickel an. In 1 beziehen
sich die Werte, dargestellt durch
ein Quadrat auf eine Nickelacetat-Wasserlösung,
ein
Diamant auf eine Nickelchlorid-Wasserlösung,
ein Dreieck auf
eine Nickelacetat-Ethanollösung,
ein
Kreis auf eine Nickelchlorid-Ethanollösung.
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Die ausgefüllten Symbole beziehen sich
auf ENSACO 250 als Carbon-Black, während sich die nicht ausgefüllten Symbole
auf ENSACO 350 beziehen.
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Das imprägnierte Carbon-Black wurde
getrocknet, so dass eine Carbon-Black-Nickel-Vorläuferzusammensetzung erhalten
wurde. Zusätzlich
zum Trocknen in einem regulären
Ofen kann auch eine Flash-Verdampfung als eines der Mittel zur Abtrennung
der Flüssigkeit
vom festen Material in Betracht gezogen werden.
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In der Aufheizperiode wird die Atmosphäre durch
einen Stickstoffstrom inert gehalten.
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Die Reduktionen wurden bei einer
Temperatur von 500°C
bzw. 600°C
für Dauern
zwischen 2,2 und 41 Stunden durchgeführt. Der Wasserstoffstrom lag
zwischen 20 und 40 ml/min.
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Das getrocknete Material wurde dann
einem Reduktionsschritt unterzogen. Im Prinzip können alle im Stand der Technik
bekannten Techniken zum Reduzieren von Nickelverbindungen zu Nickelmetall
eingesetzt werden. Derzeit bevorzugt ist eine Reduktion mit Wasserstoff,
bevorzugt bei erhöhten
Temperaturen; es ist ebenfalls eine Reduktion mit Hydrazin möglich. Der
bevorzugte Temperaturbereich für
die Wasserstoffreduktion beträgt
300 bis 610°C
und für
die Hydrazin-Reduktion
40 bis 80°C.
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Für
die Reduktion sind sowohl Flüssigbett-
als auch Festbett-Betriebsweisen möglich.
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Die resultierenden dotierten Carbon-Blacks
wurden untersucht. Es wurde festgestellt, dass das Nickel gut kristallisiert
ist (fast 100%). Die verschiedenen Proben hatten Nickelgehalte zwischen
etwa 9 und etwa 50 Gew. %.
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Die Morphologie des Nickel-beschichteten
Carbon-Blacks ist beispielhaft in 2 gezeigt.
Man kann sehen, dass die Nickel-Einzelkristalle gut entwickelt sind.
Die Kristallitgrößen für die Nickel-Dotierung
reichen zwischen etwa 10 nm und etwa 10 μm. Dies ist ebenfalls der Kristallgrößenbereich
für die
anderen Metalle entsprechend der bevorzugten Ausführungsform.
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Beispiel 2 – Nickelbeschichtung
von Carbon-Black unter Verwendung von Kristallisation und Reduktion
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In diesem Beispiel wurde das Carbon-Black
in der Nickellösung
bei einer Temperatur von 80°C
unter Verwendung einer Nickelacetatlösung (120 g Nickel als Acetatsalz
pro Liter) suspendiert. Für
eine höhere
Dotierung wurde mehr von der Lösung
verwendet. Die Suspension von Carbon-Black in der Nickellösung wird dann
nach und nach auf etwa Umgebungstemperaturbedingungen abgekühlt und
das Lösungsmittel
(Wasser oder Methanol) wird abgedampft. Sobald das Rühren der
Suspension nicht länger
effizient durchgeführt
werden konnte, wurde das Trocknen in einem Ofen bei 100°C beendet.
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In dem in 3 gezeigten Röntgenspektrum des erhaltenen
Produkts werden im wesentlichen keine Nickelacetattetrahydrat-Kristalle
gefunden.
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Die Reduktion des beschichteten Carbon-Blacks
wird wie in Beispiel 1 beschrieben bei einer Temperatur von 325°C in Wasserstoff
durchgeführt.
Die SEM-Bilder des
Produkts nach Reduktion zeigen die Dotierung des Carbon-Blacks mit einzelnen
Nickelkristallen, die manchmal miteinander verbunden sind. Diese
Kristalle sind auf der Oberfläche
des Carbon-Black angeordnet. Diese Technik erlaubt es, monokristallines
Nickel zu erhalten.
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Beispiel 3 – Beschichten
von Carbon-Black mit Nickel durch Fällung und Reduktion
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In diesem Beispiel wurde die Carbon-Black-Suspension
in einer Nickellösung
einer Fällung
durch Zugabe verschiedener Fällungsmittel
unterzogen. Die Reduktion des Nickelhydroxids wurde danach bei 600°C in Wasserstoff
mit einem Verbrauch von 20 ml/min Wasserstoff unter Verwendung von
Wasserstoff in einer Menge von dreimal der stöchiometrisch erforderlichen
Menge für
die Gesamtreduktion der Nickelverbindung durchgeführt.
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a) Fällung mit Natriumhydroxid
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Die Fällung des Nickelhydroxids wurde
mit verschiedenen Konzentrationen an Natriumhydroxid durchgeführt.
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Produkte mit einem Nickelgehalt von
etwa 8 bis etwa 70 Gew.-% wurden erhalten, wobei Gew.-% wieder auf
das Gesamtgewicht des Carbon-Blacks und des Nickels bezogen sind.
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b) Fällung mit Ammoniak
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Das Carbon-Black wurde in einer molaren
Lösung
von Nickelchlorid während
1 Stunde suspendiert. Die Menge an eingesetztem Ammoniak entsprach
etwa 2,7 mal der stöchiometrisch
erforderlichen Menge. Das Ammoniak wurde in Form einer 25 gew.-%igen
Ammoniaklösung
eingetragen. Die Aufschwemmung wurde dann auf Reaktionstemperatur
gebracht.
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Während
der Reaktion wurde Wasser derart zugegeben, dass der Verlust durch
Verdampfen kompensiert und ein konstantes Volumen der Lösung aufrechterhalten
wurde. Das Produkt wird gewaschen und filtriert. Es wurde darauf
geachtet, dass das Carbon-Black vor dem Fällungsschritt mit der Lösung vollständig befeuchtet
wurde.
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In diesen Durchläufen wurde die Nickelverbindung
unter Verwendung von Ammoniak gefällt. Sehr feine Granulate von
Nickel wurden nach der Reduktion erhalten. Das Ammoniak wurde im
allgemeinen in einem molaren Verhältnis von Ammoniak zu Nickel
zwischen 1/1 und 6/1 verwendet.
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Das resultierende Produkt enthielt
einen Niederschlag von etwa 80 Gew.-% des ursprünglich vorhandenen Nickels.
Die durchschnittliche Korngröße lag im
Bereich von 100 bis 150 nm und der Chlorgehalt bei weniger als 1
Gew. %. Das beschichtete Carbon-Black hatte Nickelgehalte, die von
5,2 bis über
85 Gew.-% variierten.
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Die Ergebnisse und einige Durchführungsbedingungen
für die
Fällung
mit Ammoniak sind in der nachfolgenden Tabelle gezeigt.
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c) Fällung mit Harnstoff
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In den nächsten Durchläufen wurde
Harnstoff eingesetzt, um die Nickelverbindung auf dem Carbon-Black
abzuscheiden, wobei das Carbon-Black in einer Lösung des Nickelsalzes wie zuvor
suspendiert wurde.
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Der Harnstoff wurde in die Suspension
von Carbon-Black in der Nickellösung
eingeführt,
indem eine wässerige
Lösung
von Harnstoff mit einer Harnstoffkonzentration von 1 bis 3 M verwendet
wurde. Die Arbeitsbedingungen für
diese Durchläufe
unter Verwendung von Harnstoff als Fällungsmittel sind in der nachfolgenden
Tabelle gezeigt.
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Die Struktur des Nickel-beschichteten
Carbon-Blacks war in diesen Durchläufen vergleichbar mit einem
in früheren
Durchläufen
erhaltenen. Kleine monokristalline Nickelkristalle wurden an die
Carbon-Black-Basis gebunden. Die Größe der Kristalle erschien etwas
einheitlicher und lag im Bereich von 10 bis 500 Nanometer.
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Beispiel 4 – Nickel-Dotierung
durch stromlose Plattierungsverfahren
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- a.) In diesem Beispiel wurde das Carbon-Black (Ensaco 250G)
einer Behandlung in einer Nickellösung unter ähnlichen Bedingungen wie für klassisches stromloses
Plattieren unterzogen. Die Zusammensetzung der eingesetzten Lösung für diesen
Zweck ist in der nachfolgenden Tabelle gezeigt.
Das Carbon-Black wurde
in diesem stromlosen Plattierungsbad bei Raumtemperatur suspendiert.
Die derart erhaltene Suspension wurde danach auf 80°C erhitzt.
Die Bedingungen wurden ausgewählt,
um 10 g Carbon-Black pro Liter Plattierungslösung zu liefern.
Am Ende
der Umsetzung wird die Suspension filtriert und der Filterkuchen
gewaschen. Die spezifischen Bedingungen genauso wie die Zusammensetzungen
sind in der folgenden Tabelle zusammen mit den Ergebnissen gezeigt.
Die
Ergebnisse zeigen, dass eine hohe Nickel-Dotierung erreicht wird,
wann immer man eine Zersetzung des stromlosen Bads erhielt. Dies
ist daher ein Verfahren zur Herstellung Nickel-dotierten Carbon-Blacks
unter Verwendung eines stromlosen Plattierungsbads und Suspendieren
von Carbon-Black darin und danach Bringen dieses Bads auf Zersetzungsbedingungen.
Hierdurch sind hohe Nickelgehalte erreichbar.
Die Nickel-beschichteten
Carbon-Blacks mit diesen stromlosen Plattierungslösungen enthalten
etwas Blei, insbesondere bis zu wenigen, bevorzugt weniger als 1
Gew.-%.
- b.) Weitere Durchläufe
des stromlosen Plattierens wurden unter Verwendung eines Polyolbads
durchgeführt. In
einem in Öl
getauchten Aufnahmegefäß wurden
400 ml Ethylenglykol auf 100°C
erhitzt. 66 g Nickelacetat, 6 g Carbon-Black (ENSACO 250G) wurden
zugegeben. Die Mischung wurde gerührt und auf eine Temperatur von
190°C erhitzt.
Das Reaktor-Aufnahmegefäß wurde
mit einem Rückflusskühler versehen,
um den Verlust des Lösungsmittels
zu reduzieren. Die Umsetzung wurde gestoppt, nachdem die Lösung nach
etwa 4 Stunden von einer grünen
auf eine maronenbraune Farbe gewechselt hatte. Am Ende der Umsetzung
wurde die Suspension filtriert und der Filterkuchen gewaschen. Das
Nickeldotierte Carbon-Black wurde erhalten.
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Ein SEM eines ein ziemlich großes magnetisches
Nickelteilchen enthaltendes Carbon-Black-Teilchen ist in 4 gezeigt. Das Nickelteilchen
wurde markiert als "B".
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Als Nickelquelle werden Nickelacetat
und Nickelhydroxid bevorzugt eingesetzt. Eine bestimmte Menge an
Schwefelsäure
kann eingesetzt werden, um die Löslichkeit
des Nickelhydroxids zu erhöhen.
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Beispiel 5 – Durchführungsbeispiele
für die
Herstellung von dotiertem Carbon-Black für ferromagnetische Anwendungen
EMI-Abschirmung
und magnetorheologische Materialien
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- A. Carbon-Black 38%, Nickel 62% erhalten Imprägnierung
von NiCl2 auf Carbon-Black Ensaco 250:
– Lösung NiCl2 + Ensaco 250, Mischen bei Raumtemperatur,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- B. Carbon-Black 35%, Nickel 65%, genauso wie bei A, Imprägnierung
bei 70°C
– Lösung NiCl2 + Ensaco 250, Mischen bei 70°C,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- C. Carbon-Black 65%, Nickel 35% Imprägnierung Nickelacetat auf Carbon-Black
Ensaco 250
– Lösung Ni-Acetat
+ Ensaco 250, Mischen bei Raumtemperatur
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 325°C.
- D. Carbon-Black 25%, Nickel 75% Kristallisation Nickelacetat
auf Carbon-Black Ensaco 250
– Lösung Ni-Acetat + Ensaco 250,
Mischen bei 70°C,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 310°C.
- E. Carbon-Black 25%, Nickel 75% Fällung NiCl2 auf
Carbon-Black Ensaco 250 mit NaOH
– Lösung NiCl2 +
Ensaco 250 in NaOH, Mischen bei Raumtemperatur,
– Filtrieren,
– Waschen
H2O,
– Trocknen bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- F. Carbon-Black 30%, Nickel 70% Fällung NiCl2 auf
Carbon-Black Ensaco 250 mit NH3,
– Lösung NiCl2 + Ensaco 250 in NH3,
Mischen bei 80°C,
– Filtrieren,
– Waschen
H2O,
– Trocknen bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- G. Carbon-Black 37%, Nickel 63% Dasselbe wie für F + die
Zugabe eines oberflächenaktiven
Mittels – Tween80
für die
Fällung
(oder N-Cetylpyridin)
- H. Carbon-Black 31%, Nickel 69% Dasselbe wie für F + die
Addition eines oberflächenaktiven
Mittels – N-Cetylpyridin
für die
Fällung
- I. Carbon-Black 15%, Nickel 85% Doppelfällung NiCl2 auf
Carbon-Black Ensaco 250 mit NH3,
– Lösung NiCl2 + Endprodukt von F in NH3,
Mischen bei 60°C,
– Filtrieren,
– Waschen
H2O,
– Trocknen bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- J. Carbon-Black 30%, Nickel 70% Fällung NiSO4 auf
Carbon-Black Ensaco 250 mit Harnstoff,
– Lösung NiSO4 +
Carbon-Black Ensaco 250 mit Harnstoff, Mischen bei 80°C,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 950°C.
- K. Carbon-Black 15%, Nickel 85% Stromlos Nickelacetat auf Carbon-Black
Ensaco 250 mit Ethylenglykol,
– Lösung Nickelacetat + Ensaco
250 + Ethylenglykol, Mischen bei 190°C in abgeschlossener Umgebung,
– Filtrieren,
– Waschen,
– Trocknen.
- L. Carbon-Black 40%, Nickel 60% Imprägnieren von NiCl2 auf
Carbon-Black Ensaco 350,
– Lösung NiCl2 + Ensaco 350, Mischen bei Raumtemperatur,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
-
Beispiel 6
-
Durchläufe für die Herstellung metallbeschichteten
Carbon-Blacks für
Katalysato ranwendungen, für
die Verwendung in Kohlenstoffnanoteilchen-Herstellungsreaktoren, insbesondere
Plasmareaktoren
-
- A. Carbon-Black 93%, Nickel 7% Imprägnierung
Nickelacetat auf Carbon-Black Ensaco 250,
– Lösung Nickelacetat + Ensaco
250, Mischen bei Raumtemperatur,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- B. Carbon-Black 95%, Nickel 5% Dasselbe wie für A mit
einer thermischen Behandlung unter Stickstoff bei 500°C.
- C. Carbon-Black 92%, Kobalt 8% Imprägnieren Kobaltacetat auf Carbon-Black
Ensaco 250,
– Lösung Kobaltacetat
+ Ensaco 250, Mischen bei Raumtemperatur,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- D. Carbon-Block 94%, Nickel 3%, Kobalt 3% Imprägnieren
Nickelacetat + Kobaltacetat auf Carbon-Block Ensaco 250,
– Lösung Nickelacetat
+ Kobaltacetat + Ensaco 250, Mischen bei Raumtemperatur,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C,
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
- E. Carbon-Black 94%, Yttrium 1 %, Nickel 5% Imprägnieren
Yttriumacetat + Nickelacetat auf Carbon-Black Ensaco 250,
– Lösung Yttriumacetat
+ Nickelacetat + Ensaco 250, Mischen bei Raumtemperatur,
– Filtrieren,
– Trocknen
bei 100°C
– Reduzieren
unter H2 bei 600°C.
-
Beispiel 7 – Polypropylen-Carbon-Black-Mischung
-
Propylen wurde in einem Brabander
mit einem Metall-beschichteten Carbon-Black bei 200°C gemischt und in Probenplatten
von 20 × 50 × 2 mm für Leitfähigkeitsmessungen
geformt. Zusätzlich
wurden Disks von 130 mm Durchmesser für eine koaxiale Messung geformt.
In der folgenden Tabelle sind die Messergebnisse gezeigt. Das Verhältnis der
Masse an Carbon-Black (ohne Nickel) zu der Masse von Polypropylen
+ Carbon-Black beträgt
0,2 in allen Durchläufen.
-
-
-
Wie aus den Ergebnissen zu sehen
ist, folgt die Leitfähigkeit
in einer komplexen Art und Weise aus dem Nickelgehalt. Es scheint,
als ob weder eine ununterbrochene Nickelphase noch eine ununterbrochene Carbon-Black-Phase
in den Kompositen bei gegebenen Konzentrationen aufgebaut worden
war.
-
Die Proben dieses Beispiels des Komposits
können
für Komposite
mit magnetischen Eigenschaften und Abschirmeigenschaften eingesetzt
werden.
-
In diesem Beispiel wird die HF-Abschwächung von
Materialien der Erfindung bestimmt. Die zu vergleichenden Proben
waren:
Probe 1: 40 g Carbon-Black Ensaco 250
60 g Polypropylen
Probe
2: 160 g beschichtetes Carbon-Black (75% Ni)
60 g Polypropylen
-
Das Verhältnis Carbon-Black/Polypropylen
ist dasselbe für
die zwei Proben, nämlich
2/3.
-
Die Mischung wurde in Proben geformt,
und die Abschwächung
entsprechend der ASTM D4395–99 gemessen.
Die Abschwächung,
aufgetragen gegen die Messfrequenz, ist in 5 gezeigt.
-
Die untere Linie in der Figur ist
diejenige ohne Nickel, die obere Linie ist diejenige mit Nickel.
Das Ergebnis zeigt, dass Nickel-dotiertes Carbon-Black eine Zunahme
bei der Abschwächung
von 1 bis 7 dB im GHz-Frequenzbereich erreicht.