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Die Erfindung bezieht sich auf einen Backofen mit einer Backofenmuffel, deren Beschickungsöffnung durch eine winkelsteif an einem Paar von Schiebezügen befestigte, schubladenartig entlang einer Verschiebebahn verschiebbare Backofentür verschließbar ist, welche Schiebezüge in einem Paar von stationären Laufschienen auf Laufrollen verschiebbar gelagert und in der durch die Schiebezüge und Laufschienen gebildeten Verschiebebahn geführt sind.
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Ein derartiger Backofen ist z. B. aus der
EP 443 329 B1 bekannt. Hierbei sind horizontal verlaufende Schiebezüge, das heißt ein Paar von Schiebezügen, mit einer senkrecht stehenden Backofentür winkelsteif verbunden und bilden einen sogenannten Backwagen. Diese Schiebezüge sind auf Rollenlagerung gelagert und geführt in ebenfalls einem Paar von horizontalen Laufschienen, wobei im Bereich der Backofenrückseite eine Rasteinrichtung vorgesehen ist für die Fixierung der Backofentür in der Schließstellung mit einer vorbestimmten Schließkraft gegenüber einem frontseitigen Muffelflanch der Beschickungsöffnung der Backofenmuffel. Das zu behandelnde Gargut ist auf einem an der winkelsteifen Backofentür gelagerten Gargutträger gelagert.
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Bei einem anderen bekannten Backofen (
DE 42 23 608 A1 ) wird ebenfalls von dem vorstehend geschilderten Backwagenprinzip Gebrauch gemacht. Hierbei sind ebenfalls in einem Paar von horizontalen Laufschienen mit der Backofentür winkelsteif verbundene Schiebezüge verschiebbar gelagert, wobei der Öffnungsweg des sogenannten Backwagens dadurch verlängert wird, dass die Schiebezüge verlängernde Verschiebeschienen vorgesehen sind, die an den Schiebezügen schwenkbar angelenkt sind und entlang einer im wesentlichen halbkreisförmigen Verschiebebahn verschiebbar sind. Beide Verschiebeschienen können Laufrollen besitzen, die in nutförmigen Ansätzen oder Vertiefungen geführt sind, so dass diese Verschiebeschienen und damit auch die Schiebezüge nach oben und unten in den kanalförmigen Laufschienen und nach beiden Seiten hin geführt sind, womit sich beidseitig des sogenannten Backwagens geschlossene, das heißt nach oben und unten und zu beiden Seiten flächenbegrenzte Führungen ergeben.
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Ein Schubsystem, insbesondere für Backöfen, ist in der
DE 38 13 509 A1 offenbart.
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Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Backofen der eingangs genannten Art im Hinblick auf den konstruktiven Aufwand im Sinne einer Vereinfachung zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird beim gattungsgemäßen Backofen dadurch gelöst, dass die beiden Schiebezüge an den Rückseiten Laufrollen besitzen, die an freien hinteren Enden der Schiebezüge gelagert und mittels Achsen an den Rändern einer Traverse gelagert sind, wobei die Schiebezüge durch die Traverse miteinander verbunden sind, und wobei die Verschiebebahn auf der einen Seite eine zumindest weitgehend geschlossene Führung und auf der anderen Seite eine zumindest weitgehend offene Führung für die Schiebezüge aufweist. Unter einer geschlossenen Führung ist zu verstehen eine sowohl nach oben und unten, also senkrechte, als auch eine beidseitige, also waagerechte, durch Führungsflächen begrenzte Führung der Schiebezüge bzw. deren Laufrollen, während bei einer offenen Führung eine Begrenzung und Führung nur nach oben und unten vorgesehen ist.
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In vorteilhafter Weise wird bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Backofens die Konstruktion der Verschiebebahn für die zu einer Einheit zusammengefassten Schiebezüge wesentlich vereinfacht, in dem Mittel zur geschlossenen Führung nur noch auf einer Seite der Verschiebebahn vorgesehen sind und trotzdem eine einwandfreie und leicht gängige Verschiebung des sogenannten Backwagens gewährleistet ist und dies nicht nur bei einer Geradführung, sondern auch bei einer kurvigen Auslegung der Verschiebebahn für die Schiebezüge. Vereinfacht wird dadurch nicht nur der Material- und Montageaufwand, sondern auch Demontagearbeiten für z. B. Reparaturarbeiten.
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Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels nachstehend erläutert:
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Es zeigt:
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1 Die Seitenansicht eines schematisch dargestellten Backofens,
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2 eine Explosionsdarstellung von für die Erfindung wesentlichen Teilen des Backofens gemäss 1 als Einzelheit und in Seitenansicht,
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3 und 4 Frontansichten der Einzelteile gemäss 2 gemäss den Schnittlinien III-III und IV-IV in 1.
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Bei dem in 1 dargestellten Backofen erkennt man ein quaderförmiges Ofengehäuse 1, in welchem eine ebenfalls quaderförmige Backofenmuffel 2 angeordnet ist. Diese Backofenmuffel 2 ist zur Frontseite des Backofens hin offen und durch einen, eine nicht weiter dargestellte Dichtung tragenden Muffelflanch 4 begrenzt. Unterhalb der Backofenmuffel 2 stationär angeordnet ist ein Paar von horizontal verlaufenden Laufschienen 5, wobei in der Zeichnung nur eine solche kanalförmige Laufschiene 5 des Laufschienen-Paares zu erkennen ist. Ebenfalls paarweise angeordnet sind bewegliche Schiebezüge 6, die frontseitig winkelsteif mit einer senkrecht stehenden Backofentür 7 verbunden sind. An der Innenseite der Backofentür 7 angeordnet sind hakenartige Halterungen 8, an welchen Gargutträger 9 angehängt werden können. Die Schiebezüge 6 sind rollengelagert in der Weise, dass sie im Bereich der Frontseite 13 sich auf stationären Laufrollen 10 abstützen, welche Laufrollen 10 an den Laufschienen 5 gelagert sind und an den Rückseiten Laufrollen 11 besitzen, die an den freien hinteren Enden der Schiebezüge 6 gelagert sind und somit relativ zu den Laufrollen 10 beweglich sind. Die zuletzt genannten Laufrollen 11 sind geführt in den z. B. U-förmigen Laufschienen 5. Es ergibt sich somit eine horizontale Verschiebebahn des aus Schiebezügen 6 und Backofentür 7 bestehenden Backwagens und zwar zur Verschiebung dieses Backwagens in eine Öffnungsstellung in Pfeilrichtung 12 und umgekehrt in eine Schließstellung entsprechend Pfeilrichtung 13, das heißt in der Schließstellung gerät der Gargutträger 9 mit dem darauf befindlichen, zu behandelnden Gargut in das Innere der Backofenmuffel 2, wo eine Wärmebehandlung des Gargutes vollzogen werden kann. Mit 14 und 15 sind Bedienorgane und Anzeigeorgane für die Betriebsweise des Backofens bezeichnet.
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Die Schiebezüge 6 mit Backofentür 7 sowie die Laufschienen 5 sind in 2 auseinandergezogen, das heißt in Explosionsdarstellung verdeutlicht. Die Schiebezüge 6 und die Laufschienen 5 bilden zusammen eine horizontale Verschiebebahn 5/6.
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Anhand der 3 und 4 ist gezeigt, in welcher Weise die paarweise vorgesehenen Schiebezüge 6 und die ebenfalls paarweise vorgesehenen Laufschienen 5 zusammenwirken. Hierbei sind die Laufschienen 5 beidseitig der Backofenmuffel 2 stationär am Backofengehäuse 1 angeordnet und sind im wesentlichen U-förmig ausgestaltet. Wie auch 2 zeigt, sind am frontseitigen Ende der Laufschienen 5 mittels Achsen 16 die Laufrollen 10 gelagert, auf welchen Laufrollen 10 sich aufgebogene Ränder 17 der Schiebezüge 6 abstützen, welche aufgebogenen Ränder 17 durch eine horizontale Traverse 18 miteinander verbunden sind. Die vorgenannten Ränder 17 auf der in 3 linken Seite besitzen im wesentlichen L-förmig gebogene Führungsansätze 19 mit etwa jeweils um 45 Grad schrägen Führungsflächen 20 und 21, durch die die Schiebezüge 6 seitlich begrenzt auf der stationären Laufrolle 10 geführt sind. Auf der gegenüberliegenden rechten Seite in 3 stützt sich der Schiebezug 6 mit einem einfach L-förmig abgebogenen Führungsansatz 22 des hochgebogenen Randes 17 auf der Laufrolle 10 ab und bildet hier zusammen mit der Laufrolle 10 eine offene Führung 10/22.
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Gemäss der Darstellung in 4 sind im hinteren Bereich der Verschiebebahn 5/6 die Laufrollen 11 wiederum mittels Achsen 16 an den schon erwähnten Rändern 17 der Traverse 18 gelagert. Hierbei ist auf der in 4 linken Seite die Laufrolle 11 und damit die Schiebezüge 6 innerhalb der kanalförmigen Laufschiene 51 nach oben und unten sowie nach beiden Seiten hin flächenbegrenzt geführt, bewirkt durch Führungsflächen 53 und 54 in Verbindung mit der U-förmigen Kontur dieser linken Laufschiene 51, wodurch eine geschlossene Führung 11/51 erhalten wird. Auf der anderen, rechten Seite in 4 besitzt die Laufschiene 52 lediglich U-förmig und gerade abgebogene, ansonsten nicht weiter profilierte Führungsflächen 55, die für die Laufrolle 11 und damit für die Schiebezüge 6 eine seitlich nicht begrenzte, also offene Führung 11/52 bilden.
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Die 3 und 4 verdeutlichen, dass die durch die Traverse 18 miteinander verbundenen Schiebezüge 6 in Form der hochgebogenen Ränder 17 nur auf einer Seite der Backofenmuffel 2 gemäss 1, und zwar auf der in den 3 und 4 linken Seite in einer geschlossenen, also allseitig flächenbegrenzten Führung 11/51 geführt sind, während sie auf der anderen, in den 3 und 4 rechten Seite lediglich in offenen Führungen 10/22 und 11/52, also nur nach oben und unten flächenbegrenzt geführt sind.