DE102006054924A1 - Laufwagenanordnung zur Schiebeführung von Türen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Laufwagenanordnung zur Schiebeführung von Türen mit einem entlang zumindest einer Führungsschiene (22, 28, 34) zu verfahrenden Laufwagen (10), welcher wenigstens zwei Führungselemente (12a-c) umfasst, die beim Schiebeführen des Laufwagens (10) mit jeweils einer korrespondierenden Lauffläche (24a, 24b, 32a, 32b) der Führungsschiene (22, 28, 34) zusammenwirken und durch mindestens eine Anpresseinrichtung (18) relativ zueinander bewegbar und an die korrespondierende Lauffläche (24a, 24b, 32a, 32b) anpressbar ist, wobei zumindest ein Führungselement (12a, 12b) von einem drehbar am Laufwagen (10) angeordneten Hebelarm (14a, 14b) getragen ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Laufwagenanordnung zur Schiebeführung von Türen der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
- Eine derartige Laufwagenanordnung ist bereits aus der
DE 196 01 287 A1 als bekannt zu entnehmen und umfasst einen in einer kastenförmigen Führungsschiene geführten Laufwagen, mittels welchem eine über einen Tragzapfen gehaltene Tür schiebegeführt zu bewegen ist. Der Laufwagen weist einen Wagenkörper auf, in welchem der durch einen Schlitz in der Führungsschiene ragende Tragzapfen angeordnet ist. Dabei ist vorgesehen, dass im Wagenkörper zwei Laufrollenpaare gelagert sind und dass der Laufwagen mindestens eine mit der Laufschiene federnd zusammenwirkende Anpresseinrichtung umfasst, welche ein Laufrollenpaar gegen zugeordnete Laufflächen der kastenförmigen Führungsschiene drückt und einen automatischen und spielfreien Toleranzausgleich bewirkt. - Als nachteilig bei dieser bekannten Laufwagenanordnung ist dabei der Umstand anzusehen, dass der Laufwagen konstruktiv aufwändig ausgebildet ist und einen vergleichsweise hohen Bauraumbedarf besitzt.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Laufwagenanordnung so zu verbessern, dass sie insgesamt konstruktiv einfacher ist und einen geringeren Bauraumbedarf besitzt.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Laufwagenanordnung zur Schiebeführung von Türen mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen und nicht-trivialen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Patentansprüchen angegeben.
- Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zumindest ein Führungselement des Laufwagens der Laufwagenanordnung von einem drehbar am Laufwagen angeordneten Hebelarm getragen ist. Durch einen derartigen Hebelarm kann auf konstruktiv einfache und bauraumsparende Weise ein automatischer Toleranzausgleich zwischen den Führungselementen und der Führungsschiene erfolgen und damit ein besonders kontrollierter, spiel- und wartungsfreier Türlauf sowie eine erhöhte Türstabilität bei geschlossener Tür erzielt werden. Zudem ermöglicht der Laufwagen die Verwendung konstruktiv besonders einfacher Führungsschienen, welche im Gegensatz zum Stand der Technik nicht notwendigerweise kastenförmig ausgebildet oder mit Schlitzen versehen sein müssen.
- In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungselemente außenseitig der zugeordneten Führungsschiene an jeweils korrespondierenden Laufflächen angeordnet sind. Dies erlaubt die Verwendung von konstruktiv besonders einfachen Führungsschienen mit lediglich einem Führungsschenkel anstelle von kasten- oder u-profilierten Führungsschienen.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungselemente zwischen zugeordneten Führungsschienen an jeweils korrespondierenden Laufflächen angeordnet sind. Auf diese Weise kann die Laufwagenanordnung auch als bauraumsparendes, verschmutzungsunempfindliches und wartungsfreies Nachrüstteil mit verbesserten Laufeigenschaften für bereits vorhandene Türsysteme verwendet werden.
- Um eine besonders einfache Verbindung zu einer schiebezuführenden Tür herzustellen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Laufwagen eine Aufnahme zur Lagerung eines Tragzapfens umfasst. Durch eine derartige Aufnahme kann die Laufwagenordnung beispielsweise sowohl für Innenschwenktüren oder auch für Schwenkschiebetüren verwendet werden.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Anpresseinrichtung ein Federelement, insbesondere eine Blattfeder, umfasst. Damit kann die Anpresseinrichtung konstruktiv besonders einfach und wartungsfrei ausgestaltet werden.
- Eine besonders hohe Kraftübertragung von der Anpresseinrichtung auf das Führungselement wird dadurch gewährleistet, dass die Anpresseinrichtung eine Kraft auf den Hebelarm ausübt. Vorzugsweise sind dabei an den Hebelarmen entsprechende Aufnahmen vorgesehen, welche mit der Anpresseinrichtung zusammenwirken.
- Um ein hartes, unkontrolliertes Anschlagen der schiebezuführenden Tür zu verhindern, ist vorgesehen, dass die Führungsschiene bereichsweise, vorzugsweise im Endbereich, im Querschnitt verdickt oder verdünnt ausgebildet ist. Durch eine derartige Querschnittsveränderung der Führungsschiene kann die Laufwagenanordnung beispielsweise im Endlagenbereich kontrolliert abgebremst werden, so dass die Tür sanft in den Endbereich bewegt wird.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest ein Führungselement einen Wälzkörper, insbesondere eine Rolle, umfasst. Ein derartiger Wälzkörper erlaubt eine konstruktiv besonders einfache, geräuscharme und verschleißfreie Schiebeführung der Tür bei vergleichsweise geringen Betätigungskräften.
- Eine besonders stabile, flexible und kostengünstige Laufwagenanordnung mit dennoch geringem Bauraumbedarf wird dadurch geschaffen, dass mindestens drei Führungselemente vorgesehen sind, von welchen zumindest zwei mit derselben und zumindest das dritte mit einer weiteren Lauffläche zusammenwirken. Die derartige Laufwagenanordnung kann sowohl horizontal als auch vertikal montiert werden und erlaubt eine besonders flexibel an die jeweiligen Bauraumbedingungen anpassbare Ausgestaltung der Führungsschiene.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
-
1 eine perspektivische Ansicht auf eine Ausführungsform des Laufwagens mit drei Führungselementen, von denen zwei von drehbaren, federkraftbelasteten Hebelarmen getragen sind; -
2 eine schematische Perspektivansicht der Laufwagenanordnung mit dem in1 gezeigten Laufwagen sowie einer Führungsschiene; -
3 eine schematische Perspektivansicht einer zweiten Ausführungsform der Laufwagenanordnung mit dem in den1 und2 gezeigten Laufwagen, welcher innerhalb einer im Querschnitt U-förmigen Führungsschiene geführt ist; und in -
4 eine schematische Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform der Laufwagenanordnung mit dem in den1 bis3 gezeigten Laufwagen, welcher entlang einer im Endbereich verdickt ausgebildeten Führungsschiene geführt ist. - In
1 ist eine Ausführungsform des Laufwagens10 mit drei als Führungsrollen ausgebildeten Führungselementen12a –c in perspektivischer Ansicht abgebildet. Dabei sind zwei Führungselemente12a , b von jeweils zugeordneten und drehbar am Laufwagen10 angeordneten Hebelarmen14a , b getragen und damit verschwenkbar am Laufwagen10 gehalten, wohingegen das dritte Führungselement12c ortsfest am Laufwagen10 angeordnet ist. Die Hebelarme14a , b weisen halbkreisförmig ausgebildete Aufnahmen16a , b auf, in welchen korrespondierend ausgebildete Endbereiche18a , b einer als Blattfeder ausgebildeten Anpresseinrichtung18 angeordnet sind und eine Kraft auf die Hebelarme14a , b ausüben. Durch die halbkreisförmige Ausgestaltung der Aufnahmen16a , b und der Endbereiche18a , b der Anpresseinrichtung18 kann deren Federkraft konstruktiv besonders einfach über den relevanten Schwenkbereich der Hebelarme14a , b auf diese aufgebracht werden. Die Anpresseinrichtung18 ist gegen einen einteilig mit dem Laufwagen10 ausgebildeten Vorsprung20 abgestützt. - Der Laufwagen
10 umfasst weiterhin eine Aufnahme21 zur Lagerung eines Tragzapfens26 (2 ) einer nicht abgebildeten Tür. - In
2 ist eine schematische Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform der Laufwagenanordnung mit dem in1 gezeigten Laufwagen10 sowie einer zwischen den verschwenkbaren Führungselementen12a , b und dem feststehenden Führungselement12c angeordneten Führungsschiene22 abgebildet. Die Führungsschiene22 umfasst dabei lediglich einen Führungsschenkel23 mit zwei Laufflächen24a , b, wobei das feststehende Führungselement12c entlang der nicht erkennbaren ersten Lauffläche24a und die beiden verschwenkbaren Führungselemente12a , b entlang der zweiten Lauffläche24b schiebegeführt abrollen können. Diese Ausgestaltung erlaubt einen bauraumsparenden und wartungsfreien Toleranzausgleich zwischen den Führungselementen12a –c und der konstruktiv besonders einfachen Führungsschiene22 . -
3 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer zweiten Ausführungsform der Laufwagenanordnung mit dem in den1 und2 gezeigten Laufwagen10 , welcher innerhalb einer im Querschnitt U-förmig ausgebildeten Führungsschiene28 mit zwei Führungsschenkeln30a , b geführt ist. Im Gegensatz zur ersten, in2 abgebildeten Ausführungsform rollen die Führungselemente12a –c dabei an jeweils zugeordneten, einander gegenüberliegenden Laufflächen32a , b der beiden Führungsschenkel31a , b ab. Dies ermöglicht es, den Laufwagen10 auch als Nachrüstlösung für bereits vorhandene, üblicherweise U-förmig ausgebildete Führungsschienen28 einzusetzen. Die bereits beschriebenen Vorteile wie automatischer Toleranzausgleich, verschleißarmer und wartungsfreier Betrieb sowie erhöhte Stabilität bei geringem Bauraumbedarf werden selbstverständlich auch bei derartigen Führungsschienen28 erzielt. - In
4 ist in schematischer Draufsicht eine dritte Ausführungsform der Laufwagenanordnung mit dem in den1 bis3 gezeigten Laufwagen10 abgebildet. Dieser ist dabei entlang einer im Endbereich36 verdickt ausgebildeten Führungsschiene34 geführt. Durch diese konstruktiv einfache und kostengünstige Ausgestaltung wirkt die Führungsschiene34 im Endlagenbereich einer über den Laufwagen10 schiebegeführten Tür als Türlaufbremse und verhindert einen harten Anschlag der Tür. Vorzugsweise ist der verdickte Endbereich36 an beiden Enden der Führungsschiene34 vorgesehen und bremst die Tür damit sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen kontrolliert ab, so dass diese sanft in den Endbereich bewegt wird.
Claims (10)
- Laufwagenanordnung zur Schiebeführung von Türen mit einem entlang zumindest einer Führungsschiene (
22 ,28 ,34 ) zu verfahrenden Laufwagen (10 ), welcher wenigstens zwei Führungselemente (12a –c) umfasst, die beim Schiebefähren des Laufwagens (10 ) mit jeweils einer korrespondierenden Lauffläche (24a ,24b ,32a ,32b ) der Führungsschiene (22 ,28 ,34 ) zusammenwirken und durch mindestens eine Anpresseinrichtung (18 ) relativ zueinander bewegbar und an die korrespondierende Lauffläche (24a ,24b ,32a ,32b ) anpressbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Führungselement (12a ,12b ) von einem drehbar am Laufwagen (10 ) angeordneten Hebelarm (14a ,14b ) getragen ist. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (
12a –c) außenseitig der zugeordneten Führungsschiene (22 ,34 ) an jeweils korrespondierenden Laufflächen (24a ,24b ) angeordnet sind. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (
12a –c) zwischen zugeordneten Führungsschienen (28 , Führungsschenkel30a ,30b ) an jeweils korrespondierenden Laufflächen (32a ,32b ) angeordnet sind. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwagen (
10 ) eine Aufnahme (21 ) zur Lagerung eines Tragzapfens (26 ) umfasst. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresseinrichtung (
18 ) ein Federelement, insbesondere eine Blattfeder, umfasst. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresseinrichtung (
18 ) eine Kraft auf den Hebelarm (14a ,14b , Aufnahme16a ,16b ) ausübt. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (
34 ) bereichsweise, vorzugsweise im Endbereich (36 ), im Querschnitt verdickt oder verdünnt ausgebildet ist. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Führungselement (
12a –c) einen Wälzkörper, insbesondere eine Rolle, umfasst. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei Führungselemente (
12a –c) vorgesehen sind, von welchen zumindest zwei (12a ,12b ) mit derselben (24b ,30b ) und zumindest das dritte (12c ) mit einer weiteren Lauffläche (24a ,30a ) zusammenwirken. - Laufwagenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei Führungselemente (
12a –c) vorgesehen sind, von welchen zumindest zwei (12a ,12b ) von jeweiligen, drehbar am Laufwagen (10 ) angeordneten Hebelarmen (14a ,14b ) getragen sind und zumindest das dritte Führungselement (12c ) gegenüber dem Laufwagen (10 ) ortsfest angeordnet ist.
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Publications (1)
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Family
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Family Applications (1)
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| DE200610054924 Withdrawn DE102006054924A1 (de) | 2006-11-22 | 2006-11-22 | Laufwagenanordnung zur Schiebeführung von Türen |
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-
2006
- 2006-11-22 DE DE200610054924 patent/DE102006054924A1/de not_active Withdrawn
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