DE10245754A1 - Fensterrahmen und Verfahren zur Einbindung des Fensterrahmens in Mauerwerk - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Fensterrahmen und ein Verfahren zur Einbindung des Fensterrahmens in Mauerwerk. Gemäß der Erfindung weist der Fensterrahmen wenigstens an den Rahmenseitenschenkeln laibungsseitig eine der Stärke des Laibungsmauerwerks (3) entsprechende Verbreiterung (6) auf, die vorzugsweise durch ein am übrigen Rahmenschenkel (1) angebrachtes U-Profilblech (28) gebildet ist, dessen U-Profilschenkel (7, 8) die Seitenränder des Laibungsmauerwerks (3) übergreifen. Vorteilhaft lässt sich ein solcher Fensterrahmen dadurch in das Mauerwerk (3) einbinden, dass der Rahmen auf einen errichteten Mauerwerksabschnitt aufgesetzt, vertikal ausgerichtet, fixiert und dann das Mauerwerk (3) zu beiden Seiten des Rahmens unter Ausrichtung an der Verbreiterung (6) weiter hochgemauert wird.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Fensterrahmen und ein Verfahren zur Einbindung des Fenstenahmens in Mauerwerk.
- Entsprechend der üblichen Praxis werden Fensterrahmen nach Fertigstellung des Mauerwerks in dafür vorgesehene Mauerwerksöffnungen eingesetzt. Darüber hinaus ist es bekannt, Fenstenahmen aus Holz beim Errichten von Gebäudewänden mit einzumauern.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Errichtung Fenster bzw. Fensterrahmen aufweisender Gebäudewände zu vereinfachen.
- Diese Aufgabe wird durch einen Fenstenahmen gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass wenigstens an den Seitenschenkeln des Rahmens laibungsseitig eine der Stärke des Laibungsmauerwerks entsprechende Verbreiterung gebildet ist.
- Vorteilhaft erlaubt diese Erfindungslösung, das Laibungsmauerwerk zu beiden Seiten des Rahmens unter Orientierung an der Verbreiterung der Seitenschenkel mit geringem Aufwand hochzumauern. Der auf einen unteren Mauerwerksabschnitt aufgesetzte Fenstenahmen braucht nur einmal vertikal ausgerichtet und fixiert zu werden. Laufendes Anlegen der Wasserwaage an das Laibungsmauerwerk beim Hochmauern an drei Mauerwerksseiten entfällt.
- In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei der Seitenschenkelverbreiterung um ein U-Profil, dessen U-Profilschenkel die Seitenränder des Laibungsmauerwerks übergreifen.
- Wenigstens einer der U-Profilschenkel kann gelocht und/oder mit einem über seinen Endrand vorstehenden Putzgewebe verbunden sein. Lochung und Gewebe erleichtern eine Spachtelverbindung zwischen der Schenkelverbreiterung und dem Laibungsmauerwerk. Durch die Anspachtelung lässt sich ein zwischen der Verbreiterung und dem Laibungsmauerwerk gebildeter Spalt seitlich abschließen, der zwecks Verbindung von Rahmen und Laibungsmauerwerk mit Klebemörtel ausgegossen werden kann. Die Anspachtelung einer insbesondere am unteren Rahmenschenkel vorgesehenen Verbreiterung kann auch der Fixierung des auf den unteren Mauerwerksabschnitt aufgesetzten Rahmens in vertikaler Ausrichtung dienen.
- Während es denkbar ist, die Schenkelverbreiterung einstückig mit dem übrigen Rahmenschenkel auszubilden, z.B. als Kunststoffteil beim Extrudieren des Schenkels mit anzuformen, ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Rahmenschenkelverbreiterung durch wenigstens ein separates, mit dem übrigen Rahmen verbundenes Teil gebildet. Dabei handelt es sich vorzugsweise um ein Blechteil, das insbesondere als U-Profil eine ausreichende Biegesteifigkeit aufweist. Ein solches Blechteil kann z.B. über Schrauben mit einem aus Holz, Kunststoff oder Metall bestehenden Fensterrahmenschenkel verbunden werden.
- In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Verbreiterung durch zwei Teile gebildet, die unabhängig voneinander und zueinander im Abstand mit dem übrigen Rahmenschenkel oder über ein dämmendes Teil, z.B. Kunststoffteil, sowohl miteinander als auch mit dem Rahmenschenkel verbunden sind. Durch das dämmende Teil bzw. die Anordnung der Teile im Abstand zueinander wird der Wärmestrom unterbrochen und damit vorteilhaft die Bildung einer Wärmebrücke durch das Verbreiterungsteil vermieden.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das separate Verbreiterungsteil einen Stegvorsprung auf, der in eine Längsnut im Rahmenschenkel eingreift. Vorzugsweise ist die Verbindung zwischen dem Verbreiterungsteil und dem Rahmenschenkel innerhalb dieser Nut hergestellt. Ferner kann innerhalb dieser Nut der Rahmen gegen das Verbreiterungsteil durch ein geeignetes Mittel abgedichtet sein.
- Vorzugsweise ist der Stegvorsprung durch einen U-Profilabschnitt des separaten Verbreiterungsteils gebildet. Vorteilhaft kann dieser U-Profilabschnitt, an dessen offene Seite das Laibungsmauerwerk angrenzt, mit Dämmmaterial ausgefüllt sein.
- In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist auch der der Solbank zugewandte Rahmenschenkel ein Verbreiterungsteil mit einem U-Profil auf, so dass der Rahmen über das Verbreiterungsteil auf das Laibungsmauerwerk unter Verklemmung der U-Profilschenkel mit dem Laibungsmauerwerk aufsteckbar ist. Diese Verklemmung kann so stark sein, dass eine ausreichende Standsicherheit des vertikal ausgerichteten Trägerrahmens gesichert ist.
- Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden, sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
-
1 Teile eines Fensterrahmens gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung, -
2 die Teile von1 im zusammengefügten, mit Laibungsmauerwerk verbundenen Zustand, -
3 Teile eines Fensterrahmens gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung, -
4 eine Teilansicht der Laibungsseite eines aus den Teilen von3 zusammengefügten Fensterrahmens, -
5 Ansichten gemäß Schnitt A-A (5a ) und B-B (5b ) von4 , -
6 ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Fensterrahmen nach der Erfindung, und -
7 ein viertes Ausführungsbeispiel für einen Fensterrahmen nach der vorliegenden Erfindung. -
1 zeigt einen Seitenschenkel1 eines aus vier Schenkeln bestehenden Fensterrahmens, der z.B. aus Holz, Kunststoff oder Metall hergestellt sein kann. Der mit einem zentralen Hohlraum2 versehene Rahmenseitenschenkel1 weist auf seiner dem Laibungsmauerwerk3 zugewandten Außenseite eine Längsnut4 auf. - In die Längsnut
4 greift ein U-Profilabschnitt5 eines Blechteils28 ein. Das über den Abschnitt5 hinaus als U-Profil ausgebildete Blechteil28 weist U-Schenkel7 und8 auf, welche die vertikalen Ränder der Laibung übergreifen. Das Blechteil28 ist mit dem Rahmenseitenschenkel1 durch Schrauben verbunden, welche durch Bohrungen9 im Bodenteil des U-Profilabschnitts5 geführt sind. In die Nut4 kann ferner ein den Rahmen gegen das Blechteil abdichtendes Mittel eingebracht sein. - Durch das sich über die gesamte Länge des Seitenschenkels
1 erstreckende Blechteil28 ist eine der Stärke des Laibungsmauerwerks entsprechende Rahmenverbreiterung6 gebildet. - Dem Blechteil
28 entsprechende Teile sind auf beiden Seiten des Fensterrahmens am jeweiligen Seitenschenkel angebracht. - Zur Einbindung des Fensterrahmens ins Mauerwerk wird der mit den Blechteilen
28 vorgefertigte Fensterrahmen auf einen unteren, bereits fertiggestellten Abschnitt des Laibungsmauerwerks aufgesetzt, vertikal ausgerichtet und durch Stützen fixiert. Das Laibungsmauerwerk wird dann zu beiden Seiten des Rahmens weiter hochgemauert, wobei sich der Maurer an den Blechteilen28 orientieren kann, so dass es keiner laufenden Kontrollen der lotrechten Ausrichtung des Mauerwerks durch eine Wasserwaage bedarf. - Abschließend wird ein schmaler Zwischenraum
10 zwischen dem Laibungsmauerwerk3 und dem Blechteil28 mit Klebemörtel ausgegossen. Der Fensterrahmen mit den Blechteilen28 ist dann fest mit dem Laibungsmauerwerk3 verbunden. Eine Laibungsputzschicht kann entfallen. - In den weiteren Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben Bezugszahl wie in
1 und2 bezeichnet, wobei den betreffenden Teilen der Buchstabe a, b bzw. c beigefügt ist. - Die
3 bis5 zeigen einen unteren Rahmenschenkel1a eines Fensterrahmens mit einer Längsnut4a an seiner dem Laibungsmauerwerk bzw. der Solbank zugewandten Außenseite. - An dieser Seite ist an dem Rahmenschenkel
1a eine Verbreiterung6a vorgesehen, die in dem betreffenden Ausführungsbeispiel durch zwei Blechteile1 1 und12 gebildet ist, die voneinander unabhängig und im Abstand zueinander an dem Rahmenschenkel1a angebracht sind. - Von Abwinklungen
18 und20 der Blechteile1 1 und12 stehen zueinander versetzt Befestigungslaschen19 bzw.21 für eine Schraubverbindung mit dem Boden der Längsnut4a vor. - Die Blechteile
1 1 und12 lassen sich aus dem Blechteil28 von1 und2 durch Ausschneiden eines meanderförmigen Streifens herstellen, welcher der in4 gezeigten, entsprechend verlaufenden Lücke13 zwischen den Blechteilen1 1 und12 entspricht. Vorteilhaft wird durch diese Lücke die Wärmeleitung von der Fensterinnenseite zur Fensteraußenseite und umgekehrt unterbrochen. - Wie
3 erkennen lässt, ist der auf der Rahmeninnenseite liegende U-Schenkel7a mit Löchern14 versehen und ein Putzgewebe15 daran angebracht. - Der dem Schenkel
7a gegenüberliegende U-Schenkel8a weist einen nach innen abgebogenen Schenkelabschnitt16 und einen sich daran anschließenden, wieder nach außen abgewinkelten Abschnitt17 auf. - Die Rahmenseitenschenkel des Fensterrahmens gemäß
3 bis5 können mit einem durchgehenden, dem Blechteil28 entsprechenden Teil versehen sein. Ebenso ließe sich eine Verbreiterung der Seitenschenkel durch den Blechteilen1 1 und 12 entsprechende Teile herstellen. - Der Rahmen gemäß
3 bis5 lässt sich über die Rahmenverbreiterung6a auf das untere Laibungs- bzw. Solbankmauerwerk aufstecken, wobei die Schenkel8a und7a eine Klemmwirkung ausüben, durch die der Rahmen auf dem Mauerwerk in vertikal ausgerichteter Stellung ohne weitere Abstützung von selbst festgehalten wird. - Das Ausführungsbeispiel von
6 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel von3 bis5 dadurch, dass Abwinklungen18b und20b länger als die entsprechenden Abwinklungen18 und20 ausgebildet sind. Damit besteht Platz für den Einschub einer Solbankplatte22 längsseits zwischen einem Rahmenschenkel1b und einem auf dem Solbankmauerwerk aufsitzenden Blechteil12b . - Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass in einen durch Blechteile
1 1b und12b sowie das Laibungsmauerwerk3b gebildeten Zwischenraum Dämmmaterial23 eingelegt ist. - Ferner ist mit dem Blechteil
1 1b ein weiteres Blechteil24 verbunden, das von einer Abwinklung18b das Blechteil1 1b nach außen vorsteht und mit dieser verschraubt ist. Das Blechteil24 kann der Abdeckung einer Außendämmung und einer darauf aufgebrachten Putzschicht dienen. - Bei dem Ausführungsbeispiel von
7 sind zwei, eine Rahmenverbreiterung6c bildende Blechteile1 1c und12c über ein wärmedämmendes Kunststoffteil25 miteinander verbunden. Wie die Schnittdarstellung von7b erkennen lässt, greifen die Blechteile1 1c und12c jeweils in eine Längsnut26 des Kunststoffteils25 ein und sind bei27 mit dem Teil verschraubt.
Claims (11)
- Fensterrahmen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens an den Seitenschenkeln (
1 ) des Rahmens laibungsseitig eine der Stärke des Laibungsmauerwerks (3 ) entsprechende Verbreiterung (6 ) gebildet ist. - Fensterrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbreiterung (
6 ) ein U-Profil aufweist, dessen U-Profilschenkel (7 ,8 ) die Seitenränder des Laibungsmauerwerks (3 ) übergreifen. - Fensterrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbreiterung (
6 ) durch wenigstens ein separates, mit dem übrigen Rahmen verbundenes Teil (1 1,12;28 ), vorzugsweise Blechteil, gebildet ist. - Fensterrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbreiterung (
6 ) durch zwei Teile (11 ,12 ;1 1c,12c ), die zueinander im Abstand angeordnet oder über ein dämmendes Teil (25 ) miteinander verbunden sind, gebildet ist. - Fensterrahmen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Verbreiterungsteil (
1 1,12;28 ) einen Stegvorsprung (5 ) aufweist, der in eine Längsnut (4 ) im Rahmenschenkel (1 ) des Rahmens eingreift. - Fensterrahmen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stegvorsprung (
4 ) durch einen U-Profilabschnitt (5 ) des separaten Verbreiterungsteils (11 ,12 ;28 ) gebildet ist. - Fensterrahmen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der U-Profilabschnitt (
5 ) mit Dämmmaterial (23 ) ausgefüllt ist. - Fensterrahmen nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbreiterungsteil (
1 1,12;28 ) innerhalb der Längsnut (4 ) mit dem übrigen Rahmen verbunden ist. - Fensterrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen über eine am unteren Rahmenschenkel (
1a ) angebrachte Verbreiterung (6a ) mit einem U-Profil unter Verklemmung der U-Profilschenkel (7a ,8a ) mit dem Laibungsmauerwerk (3a ) auf das Laibungsmauerwerk (3a ) aufsteckbar ist. - Fensterrahmen nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der U-Profilschenkel (
7a ) eine Lochstruktur (14 ) aufweist und/oder mit einem Putzgewebe (15 ) verbunden ist. - Verfahren zur Einbindung eines Fensterrahmens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 in Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen auf einen errichteten Abschnitt des Mauerwerks (
3 ) aufgesetzt, vertikal ausgerichtet, fixiert und dann das Mauerwerk (3 ) zu beiden Seiten des Rahmens unter Ausrichtung an der Verbreiterung (6 ) weiter hochgemauert wird.
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|---|---|---|---|
| DE10245754A DE10245754A1 (de) | 2002-10-01 | 2002-10-01 | Fensterrahmen und Verfahren zur Einbindung des Fensterrahmens in Mauerwerk |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10245754A1 true DE10245754A1 (de) | 2004-04-22 |
Family
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|---|---|---|---|
| DE10245754A Withdrawn DE10245754A1 (de) | 2002-10-01 | 2002-10-01 | Fensterrahmen und Verfahren zur Einbindung des Fensterrahmens in Mauerwerk |
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|---|---|
| DE (1) | DE10245754A1 (de) |
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