DE10243107A1 - Reihenklemme und Führungshülse - Google Patents
Reihenklemme und FührungshülseInfo
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- H01R4/24—Connections using contact members penetrating or cutting insulation or cable strands
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Abstract
Eine Reihenklemme mit einem Isolierstoffgehäuse (2), wenigstens einer im Isolierstoffgehäuse (2) angeordneten Anschlußvorrichtung (3) für mindestens einen elektrischen Leiter, wobei die Anschlußvorrichtung (3) eine Kontaktfeder (5) mit einer Kontaktschneide (6) aufweist, zeichnet sich dadurch aus, daß das Isolierstoffgehäuse (2) und/oder ein im Isolierstoffgehäuse geführtes Kontaktbetätigungsstück (9) eine Bohrung (10, 11) zum Einführen eines Leiters aufweist/aufweisen, in die eine Führungshülse (13) einsetzbar ist, welche eine zentrische Bohrung (17) zum Einführen des Leiters aufweist, wobei die Länge der Führungshülse derart bemessen ist, daß sie im eingesetzten Zustand über die Kontaktschneide (6) hinaus derart vorsteht, daß sie beim Beschalten der Anschlußvorrichtung (3) gemeinsam mit der Isolierung des Leiters durchtrennbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Reihenklemme nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 und eine Führungshülse nach dem Oberbegriff des Anspruches 9.
- Aus der EP 0 936 697 A1 ist eine gattungsgemäße Reihenklemme bekannt. Die Kontaktfedern sind jeweils an den beiden Enden einer Stromschiene ausgebildet, welche im Isolierstoffgehäuse derart ausgerichtet sind, daß die Einführöffnungen der beiden Kontaktfedern voneinander weg weisen, d. h. ein Leiter wird relativ zur Tragschiene von außen in die Kontaktfedern eingeführt. Um das Einführen der Leiter in die Kontaktfedern zu erleichtern, sind Kontaktbetätigungsstücke vorgesehen, welche an der Oberseite des Isolierstoffgehäuses angeordnet sind. Diese Kontaktbetätigungsstücke sind schieberartig ausgebildet und werden bei der ersten Montage von außen her in das Isolierstoffgehäuse eingesetzt. Sie weisen jeweils eine Leitereinführöffnung und unter einer im wesentlichen U-förmigen Aussparung im Fußbereich seitliche Mitnahmeflächen sowie einen Tiefenanschlag für den Leiter auf.
- Im oberen Öffnungsbereich des Isolierstoffgehäuses sind schwalbenschwanzartige Führungen ausgebildet, auf denen das Kontaktbetätigungsstück in beidseitigen entsprechenden Schwalbenschwanznuten verschieblich geführt ist. Das Kontaktbetätigungsstück ist mittels eines Schraubendrehers zwischen einer Leitereinführstellung und einer Kontaktierstellung verlagerbar, wobei diese beiden Position durch eine Raststellung definiert sind.
- Diese Reihenklemme und ihre Anschlußvorrichtung haben sich an sich bewährt.
- Verbesserungsbedarf besteht allerdings insbesondere in Hinsicht auf das Problem der Einführung kleiner Leiter bzw. von Leitern mit relativ zur Einführöffnung des Kontaktbetätigungsstückes kleinen Durchmesser, da diese bei relativ vielen in der Praxis realisierten Varianten eher schwierig in den Kontaktschlitz bzw. die Kontaktschneide einführbar sind oder sogar beim Einführen in die Reihenklemme auf der Kontaktfeder aufliegen und insofern nicht in jedem Fall sicher geschaltet werden können.
- Die Lösung dieses Problems ist die Aufgabe der Erfindung.
- Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Gegenstände der Ansprüche 1 und 9.
- Die Führungshülse erlaubt es auf einfache Weise, den Leiter zur Mündung des Schlitzes der Kontaktfeder und über den Mündungsbereich hinaus zu führen. Fehlbedienungen werden auf diese Weise sicher vermieden. Da sich die Führungshülse in der Reihenklemme über den Bereich der Kontaktfeder hinaus erstreckt, kann der Leiter auch nicht beim eigentlichen Beschaltungsvorgang noch an der Kontaktschneide vorbeirutschen oder aber beispielsweise abbiegen und dann auf der Kontaktschneide aufliegen.
- Bei der Führungshülse handelt es sich um ein außerordentlich preisgünstiges Teil, welches die Kosten des Einsatzes der Reihenklemme nur unwesentlich erhöht, wohingegen die Montage dünner Leiter deutlich vereinfacht wird. Insbesondere wird es möglich, mit Reihenklemmen größerer Baubreite auch besonders dünne Leiter sicher zu beschalten, so daß mit nur einer Reihenklemme Leiter mit besonders unterschiedlichen Durchmessern sicher beschaltbar sind.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
- Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1 einen Abschnitt einer Reihenklemme mit einer Anschlußvorrichtung in IDC-Technik,
- Fig. 2 die Abbildung aus Fig. 1 nebst einer in die Anschlußvorrichtung eingesetzten Führungshülse,
- Fig. 3 Metallteile der Anschlußvorrichtung aus Fig. 1 nebst einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Führungshülse, und
- Fig. 4a bis 4e Schnitte durch fünf verschiedene Führungshülsen.
- Fig. 1 zeigt eine Reihenklemme 1 mit einem Isolierstoffgehäuse aus Kunststoff, welches beispielsweise mit (hier nicht dargestellt) Rastfüßen zum Aufrasten der Reihenklemme auf - hier ebenfalls nicht dargestellte - Tragschiene versehen sein kann.
- Die Reihenklemme weist in ihrem in Fig. 1 oberen rechten Bereich eine Anschlußvorrichtung 3 zum Anschluß elektrischer Leiter auf. Die Anschlußvorrichtung 3 kontaktiert eine Stromschiene 4, welche direkt oder über hier nicht dargestellte elektrische Bauelemente mit einer oder mehreren weiteren Anschlußvorrichtungen (hier ebenfalls nicht dargestellt) der Reihenklemme verbunden sein kann.
- Die Anschlußvorrichtung 3 ist in sog. IDC-Technik ausgeführt. Sie umfaßt eine Kontaktfeder 5, die eine - hier nicht zu erkennen - sich mündungsartig erweiternde, ebenfalls geschlitzte Kontaktschneide 6 und einen relativ zur Kontaktschneide 6 längs des Schlitzes der Kontaktfeder versetzten Kontaktierungsbereich 7 aufweist (siehe auch Fig. 3), wobei die Kontaktschneide 6 und der Kontaktierungsbereich 7 der Stromschiene hier einstückig ausgeführt sind.
- Wird ein Leiter in die Kontaktschneide 6 eingeführt, wird zunächst die Isolierung des Leiters durchtrennt, woraufhin dann bei weiterem Einschieben des Leiters im Kontaktierungsbereich eine Kontaktierung der Leitungsadern erfolgt.
- Die Kontaktfeder 5 wird im Kontaktierungsbereich 7 von einer hier im Querschnitt im wesentlichen U-förmig ausgebildeten Kraftfeder 8 eingefaßt, welche den Druck im Kontaktierungsbereich auf den Leiter und damit den Kontakt zwischen Leiter und Kontaktierungsbereich verbessert.
- Das Einführen eines Leiters in die Kontaktfedern 5 erfolgt mit Hilfe im Isolierstoffgehäuse verschieblich geführten Kontaktbetätigungsstückes 9. Die Erfindung ist allerdings nicht auf derartige Kontaktbetätigungsstücke beschränkt, sondern sie kann bei pendelnd gelagerten Kontaktbetätigungsstücken oder bei kombiniert verschieblich und pendelnd gelagerten Kontaktbetätigungsstücken eingesetzt werden.
- Die Kontaktbetätigungsstücke 9 werden bei der Erstmontage von oben her in Öffnungen 10 des vorzugsweise einstückig ausgebildeten Isolierstoffgehäuses 2 eingeführt und dort im wesentlichen parallel zu den Kontaktfedern verschiebbar gelagert.
- Die Kontaktbetätigungsstücke 9 sind mit einer Einführöffnung 11 für den Leiter durchsetzt und stehen etwas aus der Öffnung 10 nach oben aus dem Isolierstoffgehäuse vor, so daß ihre jeweilige Schaltstellung im Isolierstoffgehäuse 2 von außen erkennbar ist, was das Einführen der Leiter erleichtert. In ihrem der Kontaktschneide zugewandten Bereich sind die Kontaktbetätigungsstücke 9 mit einer Aussparung 12 versehen. Die Betätigung der Kontaktbetätigungsstücke 9 erfolgt vorzugsweise mit Hilfe eines Schraubendrehers, mit dem die Kontaktbetätigungsstücke im Isolierstoffgehäuse verschiebbar sind.
- Um auch sehr dünnen Leitern ein sicheres Beschalten zu gewährleisten, ist nach Fig. 2 vorgesehen, eine Führungshülse 13 zu verwenden, welche die Führung des Leiters in die Reihenklemme und auch das Beschalten des Leiters erleichtert.
- Hierzu ist die Führungshülse 13 nach Art eines rohr- und/oder schlauchartigen Elementes ausgebildet, welches in die Einführöffnung des Kontaktbetätigungsstückes 9 eingeführt werden kann. Dabei ist die Länge der Führungshülse derart gewählt, daß sie die Einführöffnung 11 bzw. die entsprechende Bohrung des Kontaktbetätigungsstückes über den Bereich der Kontaktschneide hinaus durchsetzt. Dies hat den Vorteil, daß ein dünner Leiter sicher über den Bereich der Kontaktschneide hinaus im Kontaktbetätigungsstück geführt ist. Beim Beschalten des Leiters - d. h. beim Führen des Kontaktbetätigungsstückes mit einem Schraubendreher nach rechts in die Kontaktfeder 5 hinein - werden dann die Führungshülse 13, die bevorzugt aus einem schneidbaren Kunststoff besteht, und die Isolierung des Leiters gemeinsam durchtrennt. Im Gegensatz zu einer Führungshülse, die oberhalb des Kontaktschneidenbereiches 6 endet, wird hiermit die Schaltsicherheit nochmals erhöht, denn der Leiter kann beim Beschalten nicht außen an der Kontaktschneide 6 vorbeigleiten.
- In Fig. 2 ist die zylindrische Führungshülse 13 an ihrem relativ zur Einführrichtung in das Kontaktbetätigungsstück oberen Ende mit einem sich verbreiternden zylindrischen Ansatz 14 versehen, mit dem sie auf dem Kontaktbetätigungsstück aufliegt. In ihrem unteren Bereich ist die ansonsten hohle zylindrische Hülse ferner verschlossen ausgebildet und weist einen Boden 15 auf, so daß der Leiter nicht über den Boden 1 S hinausgeschoben werden kann. Eine Verjüngung 16 der zentrischen Bohrung 17 der Führungshülse sorgt ferner für ein leichtes Klemmen des Leiters in der Führungshülse zur Vereinfachung der Montage.
- Alternative Ausführungsformen der Führungshülse sind in Fig. 3 und Fig. 4 abgebildet. Abb. 4a entspricht dabei der Führungshülse aus Fig. 2. Fig. 4b zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Führungshülse, bei welcher der obere Ansatz 14 fortgelassen wurde, d. h. die Führungshülse ist hier als rohr- oder schlauchartiges Stück ausgebildet, welches über seine gesamte Länge einen konstanten Innen- und Außendurchmesser aufweist. Im unteren Bereich ist die Hülse wiederum von einem Boden 15 verschlossen.
- Hiervon unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel der Fig. 4c dadurch, daß die Führungshülse anders als in Fig. 4b keinen Boden aufweist, sondern an ihren beiden axialen Enden offensteht. Die Führungshülse ist hier quasi als rohr- bzw. schlauchartiges Stück ausgebildet, welches dem Durchmesser der Öffnung des Kontaktbetätigungsstückes 9 angepaßt ist und im voll eingeschobenen Zustand über das obere Ende der Einführöffnung 11 hinausragt.
- Fig. 4d veranschaulicht die optimale Möglichkeit, die Führungshülsen aus einem Isolierschlauch passenden Durchmessers herauszuschneiden.
- Fig. 4e zeigt ferner ein Ausführungsbeispiel, bei dem sich die zentrische innere Bohrung 17 der Führungshülse in Einführrichtung im oberen Bereich konisch verjüngt. An den oberen konischen Bereich 18 schließt sich ein zylindrischer Bereich 19 konstanten Durchmessers an. An ihrem Außenumfang weist die Führungshülse ferner ungefähr in dem Bereich, welcher knapp oberhalb des Kontaktierungsbereiches 7 liegt, eine angeschrägte Stufung 20 auf, welche für einen verbesserten Sitz der Führungshülse auf der Kontaktschneide 6 beim Einführen des Leiters in die Anschlußvorrichtung aufliegt. Bezugszeichenliste 1 Reihenklemme
2 Isolierstoffgehäuse
3 Anschlußvorrichtung
4 Stromschiene
5 Kontaktfeder
6 Kontaktschneide
7 Kontaktierungsbereich
8 Kraftfeder
9 Kontaktbetätigungsstück
10 Öffnung
11 Einführöffnung
12 Aussparung
13 Führungshülse
14 Ansatz
15 Boden
16 Verjüngung
17 Bohrung
18 Bereich
19 Bereich
20 Stufung
Claims (9)
1. Reihenklemme mit
a) einem Isolierstoffgehäuse (2),
b) wenigstens einer im Isolierstoffgehäuse (2) angeordneten
Anschlußvorrichtung (3) für mindestens einen elektrischen Leiter, der wenigstens eine
Leitungsader und einen die Leitungsader umgebende Isolierung aufweist,
c) wobei die Anschlußvorrichtung (3) eine Kontaktfeder (5) mit einer
Kontaktschneide (6) zum Auftrennen der Isolierung des elektrischen Leiters
über einen Kontaktierungsbereich (7) zur Kontaktierung der wenigstens
einen Leitungsader aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
d) das Isolierstoffgehäuse (2) und/oder ein im Isolierstoffgehäuse (2)
geführtes Kontaktbetätigungsstück (9) eine Bohrung (10, 11) zum
Einführen eines Leiters aufweist/aufweisen, in die eine Führungshülse (13)
einsetzbar ist, welche eine zentrische Bohrung (17) zum Einführen des
Leiters aufweist,
e) wobei die Länge der Führungshülse derart bemessen ist, daß sie im
eingesetzten Zustand über die Kontaktschneide (6) hinaus derart vorsteht,
daß sie beim Beschalten der Anschlußvorrichtung (3) gemeinsam mit der
Isolierung des Leiters durchtrennbar ist.
2. Reihenklemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungshülse schlauch- oder rohrartig ausgebildet ist.
3. Reihenklemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungshülse an ihren beiden axialen Enden offen ist.
4. Reihenklemme nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungshülse an einem ihrer beiden axialen Enden geschlossen
ausgebildet ist.
5. Reihenklemme nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungshülse einen sich in Einführrichtung verjüngenden äußeren
und/oder inneren Querschnitt aufweist.
6. Reihenklemme nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungshülse mit einem sich verbreiternden Abschnitt (14)
versehen ist, der beim Einschieben der Führungshülse (13) in die Reihenklemme auf
dem Isolierstoffgehäuse (4) und/oder dem Kontaktbetätigungsstück (9) aufliegt.
7. Reihenklemme nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungshülse aus einem flexiblen Isolierstoff besteht.
8. Reihenklemme nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Führungshülse zumindest abschnittsweise
den Innendurchmesser der Einführungsöffnung (11) eines
Kontaktbetätigungsstückes (9) angepaßt ist.
9. Führungshülse für eine Reihenklemme nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Führungshülse derart bemessen
ist, daß sie im eingesetzten Zustand über die Kontaktschneide (6) hinaus derart
vorsteht, daß sie beim Beschalten der Anschlußvorrichtung (3) gemeinsam mit
der Isolierung des Leiters durchtrennbar ist.
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