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Die Erfindung betrifft einen Halbleiterspeicher
gemäß Anspruch
1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterspeichers
gemäß Anspruch 19.
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Konventionelle nichtflüchtige Halbleiterspeicherelemente
existieren je nach Anwendung in einer Vielzahl verschiedener Ausführungen,
z.B. PROM, EPROM, EEPROM, FLASH EEPROM, SONGS etc. Diese unterschiedlichen
Ausführungsformen
unterscheiden sich insbesondere in Löschoption, Programmierbarkeit
und Programmierzeit, Haltezeit, Speicherdichte sowie ihren Herstellungskosten.
Ein besonderer Bedarf besteht an hochdichten und preiswerten Flash-Halbleiterspeichern.
Bekannte Ausführungen
sind insbesondere sogenannte NAND und ETOX-Speicherzellen, deren
Speicherdichte jedoch mehr als 4F2 erfordert,
wobei F die kleinste im Prozeß vorkommende
Strukturabmessung der Halbleiterspeicher ist. In der Veröffentlichung
von B. Eitan et al. "NROM: A novel localized trapping, 2-bit nonvolatile Memory
Cell", IEEE Electron Device Letters vol.21, n.11, November 2000,
ist ein sogenannter NROM-Speicher beschrieben, welcher mit Hilfe
einer 2-Bit Zelle eine Speicherzelle mit einem 2F2 Flächenmaß ermöglicht.
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Alle oben genannten nichtflüchtigen
Speicherelemente benötigen
jedoch vergleichsweise hohe Spannungen von zumindest 10 V zum Programmieren
bzw. Löschen
der in einer Speicherschicht gespeicherten Bits. Beispielsweise
ist eine NROM-Speicherzelle auf Gatespannungen im Bereich von 9
V angewiesen. Da in den typischen Einsatzfeldern von Flash-Speicherelementen
keine externen Spannungen von 10 V oder mehr zur Verfügung stehen,
müssen
derartige Spannungen "on- chip"
generiert werden. Zwar sind die hierzu notwendigen Ladungspumpen
(charge pumps) allgemein bekannt, jedoch benötigen diese einen erheblichen
Flächenbedarf
auf dem Speicherchip, wodurch dessen Integrationsgrad geschmälert und
folglich die Herstellungskosten in nachteiliger Weise erhöht werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es demgemäß, einen
Halbleiterspeicher mit einer Vielzahl von Speicherzellen anzugeben,
welcher insbesondere kleinere Programmierspannungen benötigt und
ein hochdichtes Speicherzellenfeld gestattet. Ferner ist es Aufgabe
der Erfindung, ein Herstellungsverfahren für einen derartigen Halbleiterspeicher
anzugeben.
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Diese Aufgabe wird durch einen Halbleiterspeicher
mit einer Vielzahl von Speicherzellen gemäß Anspruch 1 bzw. durch ein
Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterspeichers gemäß Anspruch 19
gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Erfindungsgemäß umfaßt ein Halbleiterspeicher eine
Vielzahl von Speicherzellen, wobei jede Speicherzelle umfaßt:
- – einen
ersten leitfähig
dotierten Kontaktbereich, einen zweiten leitfähig dotierten Kontaktbereich und
einen dazwischen angeordneten Kanalbereich, welche in einer stegartigen
Rippe aus Halbleitermaterial ausgebildet und in dieser Reihenfolge
in Längsrichtung
der Rippe hintereinander angeordnet sind, wobei die Rippe zumindest
in dem Kanalbereich in einem senkrecht zu der Längsrichtung der Rippe verlaufenden
Schnitt eine im wesentlichen rechtecksförmige Gestalt mit einer Rippenoberseite
und gegenüberliegenden
Rippenseitenflächen
aufweist;
- – eine
zum Programmieren der Speicherzelle ausgelegte Speicherschicht,
welche durch eine erste Isolatorschicht beabstandet auf der Rippenoberseite
angeordnet ist, wobei die Speicherschicht über zumindest eine der Rippenseitenflächen in Normalenrichtung
der einen Rippenseitenfläche hinausragt,
so daß die
eine Rippenseitenfläche und
die Rippenoberseite eine Injektionskante zur Injektion von Ladungsträgern von
dem Kanalbereich in die Speicherschicht bilden; und
- – zumindest
eine Gateelektrode, welche durch eine zweite Isolatorschicht von
der einen Rippenseitenfläche
und durch eine dritte Isolatorschicht von der Speicherschicht beabstandet
ist, wobei die Gateelektrode gegenüber dem Kanalbereich elektrisch
isoliert und zur Steuerung von dessen elektrischer Leitfähigkeit
ausgelegt ist.
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Bei dem Halbleiterspeicher handelt
es sich um einen nichtflüchtigen
Halbleiterspeicher, welcher elektrisch löschbar ist (EEPROM), insbesondere
um einen FLASH-Halbleiterspeicher. Die Speicherung einer binären Information,
d.h. eines "Bits", erfolgt in bekannter Weise mit Hilfe einer zum
Programmieren der Speicherzelle ausgelegten Speicherschicht. Diese
Speicherschicht ist zum Einfangen und Abgeben von Ladungsträgern von
und in den Kanalbereich des Transistors ausgelegt, welcher sich
in Längsrichtung der
Rippe zwischen zwei dotierten Kontaktbereichen (Source- und Drainbereich
des Transistors) erstreckt. Das Tansistorlayout ähnelt somit demjenigen eines sogenannten
FINFETs. Die Speicherschicht ist gegenüber den dotierten Kontaktbereichen
sowie der Gateelektrode des Transistors elektrisch isoliert.
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In der Speicherschicht eingefangene
Elektronen bewirken über
den Feldeffekt in bekannter Weise eine Verschiebung der Kennlinie
des Transistors, insbesondere von dessen Einsatzspannung (Threshold-Spannung).
Bei vorbestimmter Gatespannung sowie vorbestimmter Source-Drain-Spannung
kann somit über
die elektrische Leitfähigkeit des
Transistorkanals festgestellt werden, ob in der Speicherschicht
Ladungsträger
eingefangen sind oder nicht.
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Um die Speicherschicht zu "programmieren", um
beispielsweise eine logische "1" zu speichern, müssen beispielsweise Elektronen
aus dem Kanalbereich des FINFETs in die Speicherschicht injiziert werden.
Herkömmlicherweise
sind für
einen derartigen Injektionsprozeß unabhängig von dem zugrundeliegenden
physikalischen Injektionsmechanismus (über heiße Elektronen (channel hot
electrons, CHE) oder über
einen feldunterstützten
Tunnelprozeß (Fowler-Nordheim-Tunneln))
hohe Spannungsunterschiede zwischen den Kontaktbereichen bzw. der Gateelektroden
notwendig.
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Die Erfindung löst dieses Problem dadurch, daß eine spezielle
Kanal-, Isolator- und Gategeometrie zum Einsatz kommt, welche zur
Ausbildung einer Injektionskante zur Injektion von Ladungsträgern von dem
Kanalbereich in die Speicherschicht führt. Die Injektionskante ist
derart gestaltet, daß es
in ihrer unmittelbaren Umgebung zu einer lokalen Feldüberhöhung kommt,
so daß bereits
bei vergleichsweise kleinen elektrischen Potentialunterschieden
zwischen dem Kanalbereich und der Gateelektrode effizient Ladungsträger in die
Speicherschicht injiziert werden können. Hierbei kann der Injektionsprozeß über heiße Elektronen
(CHE) oder über
feldunterstütztes Tunneln
(Fowler-Nordheim-Tunneln) erfolgen. Der Kanteneffekt führt zu einer
signifikanten Verminderung der notwendigen Programmierspannung des
erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers
im Vergleich zu herkömmlichen
nichtflüchtigen
Speicherelementen.
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Der Kanalbereich des Halbleiterspeichers
ist in einer stegartigen Rippe aus Halbleitermaterial, insbesondere
aus Silizium, ausgebildet. In Längsrichtung
der Rippe befinden sich vorzugsweise gleichmäßig voneinander beabstandete
leitfähig
dotierte Kontaktbereiche, welche später die Source- bzw. Drainkontakte
der Transistoren darstellen. Jeder Kontaktbereich stellt einen Sourcekontakt
eines Transistors und einen Drainkontakt eines benachbarten Transistors
dar.
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Die Rippe weist eine im wesentlichen
rechtecksförmige
Gestalt in einer Schnittebene auf, welche senkrecht zu der Rippenlängsachse
verläuft.
Parallel zu dem Halbleitersubstrat, in welchem die Rippe gebildet
ist, verläuft
die Rippenoberseite, während die
einander gegenüberliegende
Rippenseitenflächen
senkrecht zu der Substratebene angeordnet sind. In jedem Kanalbereich
der Rippe ist auf der Rippenoberseite eine erste Isolatorschicht,
beispielsweise eine Oxidschicht, angeordnet. Die Speicherschicht
ist auf der ersten Isolatorschicht aufgebracht. Die Speicherschicht
ragt über
zumindest eine der Rippenseitenflächen in einer Richtung hinaus,
welche parallel zu der Normalenrichtung dieser Rippenseitenfläche verläuft.
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Die Injektionskante zur Injektion
von Ladungsträgern
von dem Kanalbereich in die Speicherschicht wird durch die Kante
gebildet, welche durch diese Rippenseitenfläche und die Rippenoberseite definiert
wird. Die Rippenseitenfläche
ist von der Gateelektrode, über
welche die Leitfähigkeit
des Kanalbereichs über
den Feldeffekt gesteuert werden kann, durch eine zweite Isolatorschicht
beabstandet. Die Gateelektrode erstreckt sich in Normalenrichtung
des Halbleitersubstrats über
die Rippenoberseite hinaus bis vorzugsweise zur Oberseite der Speicherschicht. Die
Gateelektrode ist in diesem Bereich durch die dritte Isolatorschicht
von der Speicherschicht beabstandet.
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Ein elektrischer Potentialunterschied
zwischen dem Kanalbereich und der Gateelektrode führt bei
einer derartigen Geometrie zu einer lokalen Feldüberhöhung im Bereich der Injektionskante,
so daß bei
vergleichsweise kleinen Potentialdifferenzen Ladungsträger den
Kanalbereich an der Injektionskante verlassen und von der Speicherschicht
eingefangen werden können.
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Bevorzugt ragt die Speicherschicht
in einer Richtung, welche parallel zu den Normalenrichtungen der
Rippenseitenflächen verläuft, über beide Rippenseitenflächen der
Rippe hinaus. In dieser quer zu der Rippe verlaufenden Richtung
ist die Rippenbreite somit vorzugsweise kleiner als die Speicherschichtbreite.
Wenn – wie
oben beschrieben – auch auf
dieser Rippenseite eine Gateelektrode angeordnet wird, so stellt
der Kantenbereich zwischen der Rippenoberseite und der zweiten Rippenseitenfläche im Kanalbereich
eine zweite Injektionskante für
Ladungsträger
in die Speicherschicht dar.
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Vorzugsweise weist die zweite Isolatorschicht
eine größere Schichtdicke
als die dritte Isolatorschicht auf. Beispielsweise weist die dritte
Isolatorschicht eine Schichtdicke von 3 nm bis 6 nm, typischerweise
5 nm, auf, während
die zweite Isolatorschicht um etwa 2 nm bis 5 nm dicker ist. Die
erste Isolatorschicht weist typischerweise eine Schichtdicke von
2 bis 5 nm auf, wenn sie aus Siliziumdioxid gebildet ist.
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Vorzugsweise weist die zweite Isolatorschicht
eine zumindest an der einen Rippenseitenfläche angeordnete innere Oxidschicht
und eine an der inneren Oxidschicht angeordnete äußere Oxidschicht auf.
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Vorzugsweise wird die dritte Isolatorschicht durch
die äußere Oxidschicht
gebildet. Die äußere Oxidschicht
erstreckt sich in Normalenrichtung des Halbleitersubstrats über die
innere Oxidschicht hinaus und trennt die Gateelektrode von der Speicherschicht.
Vorzugsweise bildet die nach außen
weisende Oberfläche
der äußeren Oxidschicht
eine im wesentlichen ebene Fläche,
insbesondere im Bereich der Rippenoberseite.
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Vorzugsweise ist die innere Oxidschicht
ein thermisches Oxid und die äußere Oxidschicht
ein HT-Oxid (high temperature oxide, HTO). Wenn die innere Oxidschicht
durch Oxidation des Halbleitermaterials der Rippe gebildet wird,
ergibt sich eine besonders vorteilhafte Injektionskantengeometrie.
Der Oxidationsprozeß des
Halbleitermaterials der Rippe bei bereits aufgebrachter erster Isolatorschicht
und Speicherschicht bewirkt nämlich,
daß die
Injektionskante in einer senkrecht zur Rippenlängsachse verlaufenden Schnittfläche einen
Innenwinkel bildet, welcher kleiner als 90° ist. Diese Injektionskantengeometrie ergibt
sich aufgrund der Oxidationsratenvariation des Halbleitermaterials
der Rippe im Bereich der ersten Isolatorschicht. Eine derartig spitz
zulaufende Injektionskante ist in besonderer Weise geeignet, eine
lokale Felderhöhung
hervorzurufen, durch welche die Programmierspannungen der Speicherschicht
weiter gesenkt werden können.
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Vorzugsweise ist die erste Isolatorschicht aus.
einem thermischen Oxid gebildet. Die Schichtdicke des thermischen
Oxids beträgt
beispielsweise 2 bis 5 nm.
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Vorzugsweise ist die Rippe in einer
Top-Siliziumschicht eines SOI-Substrats (silicon-on insulator) angeordnet.
Die der Rippenoberseite gegenüberliegende
Fläche
der Rippe grenzt an das "vergrabene Oxid" (burried oxide; BOX) des
SOI-Substrats an. Die Top-Siliziumschicht (auch body-Siliziumschicht
genannt) des SOI-Substrats weist typischerweise eine Schichtdicke
von 20 nm bis 50 nm auf. Die Breite der in dieser Top-Siliziumschicht
strukturierten Rippe, welche auch als Finne bezeichnet wird, liegt
beispielsweise zwischen 40 und 100 nm. Alternativ kann die Rippe
auch durch eine hochdotierte Wanne unterhalb der Rippe gegenüber benachbarten
Rippen isoliert werden. Ist das Halbleitermaterial der Rippe beispielsweise
schwach p-dotiert, kann eine hochdotierte p+-Wanne zur elektrischen
Isolierung der Rippen zueinander zum Einsatz kommen.
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Vorzugsweise ist eine Vielzahl von
gleichmäßig voneinander
beabstandeten Rippen vorgesehen, deren Längsachsen parallel zueinander
verlaufen, und in jeder der Rippen ist eine Vielzahl von Speicherzellen
ausgebildet. Die Abstände
zwischen den parallel verlaufenden Rippen werden durch die zu strukturierende
Gateelektrode sowie die zur Verfügung
stehenden Prozeßtechniken
beschränkt.
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Vorzugsweise ist die Speicherschicht
eine sogenannte Trapping-Schicht (trapping layer) oder ein Floating-Gate.
Bei der Trapping-Schicht handelt es sich um eine elektrisch nicht
leitfähige
Schicht mit einer großen
Anzahl von sogenannten "Trapping-Zuständen", welche Ladungsträger einfangen
können. Das
Floating Gate ist hingegen elektrisch leitfähig.
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Vorzugsweise ist die Trapping-Schicht
eine Nitridschicht, eine siliziumreiche Oxidschicht (silicon rich
oxide) oder eine undotierte Poly-Siliziumschicht, welche von dem
Kanalbereich und der Gateelektrode durch Oxidschichten getrennt
sind. Wenn die Trapping-Schicht eine durch Oxid, insbesondere Siliziumdioxid,
umhüllte
Siliziumnitridschicht ist, handelt es sich bei der Speicherschichtanordnung
um einen sogenannten ONO-Stack). Das Programmieren einer derartigen
Trapping-Schicht erfolgt vorzugsweise über heiße Kanalelektronen (channel
hot electrons; CHE), welche durch eine starke Vorwärtsspannung und
eine positive Gatespannung beschleunigt und in die Speicherschicht
hineingezogen werden. Das Löschen
der Trapping-Schicht erfolgt vorzugsweise über eine Injektion "heißer Löcher" in
die Trapping-Schicht (sogenanntes "band-to-band tunnel enhanced
hot hole injection") analog zu dem Löschprozeß bei den eingangs genannten
NROM-Speicherzellen.
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Durch den Spitzeneffekt der Injektionskante sind
bereits Gatespannungen im Bereich von 5 bis 7 V ausreichend, um
Feldstärken
zu erzeugen, um Elektronen (oder Löcher eines p-Kanaltransistors) auf
die Trapping-Schicht zu bringen. Für das Löschen der Trapping-Schicht
sind ebenfalls Spannungen von etwa 5 V ausreichend.
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Vorzugsweise sind zwei elektrisch
voneinander isolierte Gateelektroden für die zumindest eine Rippe
vorgesehen, wobei sich die Gateelektroden in Richtung der Rippenlängsachse
erstrecken und durch zweite Isolatorschichten von den gegenüberliegenden
Rippenseitenflächen
beabstandet sind. In diesem Fall sind für jeden Kanalbereich jeder
Rippe vorzugsweise zwei Injektionskanten vorgesehen, welche durch
die Kanten zwischen den gegenüberliegenden
Rippenseitenflächen
und der Rippenoberseite gebildet werden. Die Gateelektroden verlaufen entlang
den Flanken der Rippenstruktur parallel zu der Rippenlängsachse.
Sie bilden die Wortleitungen des Halbleiterspeichers.
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Bei einer derartigen Anordnung können in
jeder Trapping-Schicht
oberhalb jedes Kanalbereichs maximal 4 Bit gespeichert werden. So
können
2 Bit in der Speicherschicht nahe dem ersten Kontaktbereich jeweils
dicht bei den gegenüberliegenden
Injektionskanten gespeichert werden. Weitere 2 Bit können in der
Speicherschicht nahe dem zweiten Kontaktbereich in Regionen nahe
den gegenüberliegenden
Injektionskanten gespeichert werden. Diese Anordnung gestattet somit
eine Ausbildung einer 2 Bit Speicherzelle, welche ein 2F2 Flächenmaß aufweist,
wobei F die kleinste Strukturgröße des Halbleiterspeichers
ist. Zum Auslesen der Bits wird vorzugsweise das von B. Eitan in
der eingangs genannten Veröffentlichung
vorgeschlagene Leseverfahren herangezogen, wie es bei NROM-Speicherelementen
bekannt ist. In diesem Zusammenhang wird auf den Offenbarungsgehalt
der eingangs genannten Veröffentlichung
von B. Eitan et al. sowie auf die internationale Patentanmeldung
WO 99/07000 (PCT/IL 98/00363) in vollem Umfang Bezug genommen, welche
hinsichtlich des darin beschriebenen Lese-, Programmier- und Löschverfahrens
integraler Bestandteil der Offenbarung der vorliegenden Anmeldung
sind.
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Vorzugsweise sind die Gateelektroden
aus hochdotiertem Poly-Silizium
gebildet. Derartige Gateelektroden können vorzugsweise durch ein
sogenanntes Spacerätzverfahren
selbstjustierend hergestellt werden. Zwischen den Gateelektroden
benachbarter Rippen ist vorzugsweise Nitrid zu Isolierung vorgesehen.
Die Dotierung der beiden Gateelektroden jeder Rippe kann unterschiedlich
sein, um unterschiedliche Kennlinienverläufe des linken und rechten
Seitenwandtransistors zu bewirken.
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Vorzugsweise sind für jede der
Rippen zwei voneinander isolierte Gateelektroden als Wortleitungen
des Halbleiterspeichers, welcher eine Vielzahl von gleichmäßig voneinander
beabstandeten Rippen aufweist, vorgesehen.
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Vorzugsweise umfaßt der Halbleiterspeicher eine
Vielzahl von senkrecht zu den Wortleitungen verlaufenden Bitleitungen,
wobei jede der Bitleitungen mit einem der Kontaktbereiche jeder
Rippe elektrisch verbunden ist. Wort- und Bitleitungen ergeben eine
spalten- und zeilenweise Anordnung eines Speicherzellenfeldes, bei
welchem jeder Source- bzw. Drainkontakt der Rippentransistoren gezielt
ansteuerbar ist, so daß ein
sogenanntes "virtual ground array (VGA)" gebildet wird.
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Alternativ zu einer als Trapping-Schicht
ausgebildeten Speicherschicht kann die Speicherschicht auch ein
Floating-Gate aus
Metall oder hochdotiertem Poly-Silizium sein.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Halbleiterspeicher
eine Vielzahl der Gateelektroden, wobei jedem der Kanalbereiche
in einer der Rippen genau eine der Gateelektroden zugeordnet ist,
welcher als Wortleitung des Halbleiterspeichers senkrecht zur Längsachse
der Rippe über
eine Vielzahl von Rippen verläuft.
Im Gegensatz zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform verlaufen bei der
vorliegenden Ausführungsform
die Gateelektroden, d.h. die Wortleitungen, senkrecht zu den Rippen.
"Bitleitungen" im engeren Sinn sind bei dieser NAND-Anordnung nicht
vorhanden, sondern werden durch eine Serienschaltung der Rippentransistoren entlang
jeder Rippe gebildet. Das Programmieren der Speicherschichten derartiger
Speicherzellen erfolgt über
feldunterstütztes
Tunneln, welches als Fowler-Nordheim-Tunneln bekannt ist. Auch in
diesem Fall führt
die lokale Felderhöhung
entlang der Injektionskante zu einer deutlichen Senkung der notwendigen
Programmierspannungen.
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Vorzugsweise weist das Floating-Gate
zumindest eine Löschkante
zur Injektion von Ladungsträgern
von dem Floating-Gate
zu der (Steuer-)Gateelektrode durch die dritte Isolatorschicht auf.
Die Löschkante
befindet sich vorzugsweise in unmittelbarer Nähe zu der Injektionskante.
Die Löschkante des
Floating-Gates grenzt vorzugsweise an einen Kantenbereich an, welcher
durch die erste Isolatorschicht und die dritte Isolatorschicht gebildet
wird. In anderen Worten wird die Löschkante durch dasjenige Speicherschichtmaterial
gebildet, welches an die Kante angrenzt, welche durch die erste
Isolatorschicht und die dritte Isolatorschicht definiert wird. Durch
eine geeignete Vorwärtsspannung
des Kanalbereichs gegenüber
der Gateelektrode kann ein feldunterstütztes Tunneln von Elektronen
ausgehend von der Löschkante
in den Kanalbereich bzw. Gateelektrodenbereich ausgelöst werden.
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Die Speicherdichte einer derartigen NAND-Anordnung
ist kleiner als bei dem oben beschriebenen "virtual ground array
(VGA)" und beträgt etwa
4 bis 5 F2. Gegenüber konventionellen NAND-Speichern
erwartet man jedoch eine merkliche Reduzierung der notwendigen Programmier-
und Löschspannungen.
Damit sinkt die für
Ladungspumpen notwendige Fläche,
wodurch der Integrationsgrad gesteigert und somit die Herstellungskosten
gesenkt werden können.
Ferner ist eine gesteigerte Ausleserate erzielbar, da der Lesestrom
der einzelnen Speicherzellen durch die Seitenwandtransistoren gegenüber herkömmlichen
planaren Bauelementen verstärkt
wird.
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Gemäß der Erfindung umfaßt ein Verfahren zur
Herstellung eines erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers
folgende Schritte:
- – Bereitstellen eines SOI-Substrats
mit einer Top-Siliziumschicht;
- – Aufbringen
der ersten Isolatorschicht auf die Top-Siliziumschicht;
- – Aufbringen
der Speicherschicht auf die erste Isolatorschicht;
- – Strukturieren
der Top-Siliziumschicht, der ersten Isolatorschicht und der Speicherschicht
in zumindest eine stegartige Rippenform, wobei die erste Isolatorschicht
auf der Rippenoberseite der aus Silizium bestehenden Rippe und die
Speicherschicht auf der ersten Isolatorschicht angeordnet ist;
- – Oxidieren
der Rippenseitenflächen
der Rippe zur Bildung einer inneren Oxidschicht der zweiten Isolatorschicht;
- – Aufbringen
der dritten Isolatorschicht;
- – Aufbringen
der zumindest einen Gateelektrode; und
- – lokales
Dotieren der Rippe zur Bildung von dotierten Kontaktbereichen.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
zunächst
die Top-Siliziumschicht
mit der darauf angeordneten ersten Isolatorschicht und der Speicherschicht
in eine stegartige Rippenform strukturiert. Quer zur Rippe aus Halbleitermaterial
weisen die erste Isolatorschicht sowie die Speicherschicht in diesem
Prozeßstadium
dieselbe Breite auf. Nachfolgend wird ein Oxidationsschritt der
Rippenseitenflächen
der Rippe zur Bildung einer inneren Oxidschicht ausgeführt, welche
einen Teil der zweiten Isolatorschicht darstellt. Durch die im Kantenbereich
nahe der ersten Isolatorschicht unterschiedlichen Oxidationsraten
wird eine spitzwinklige Injektionskante in der Rippe im Kantenbereich
der Rippenoberseite mit jeder der Rippenseitenflächen erzeugt, was für eine effiziente
Ladungsträgerinjektion
vorteilhaft ist. Im Anschluß wird
die dritte Isolatorschicht definiert.
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Vorzugsweise umfaßt das Aufbringen der dritten
Isolatorschicht das Aufbringen einer äußeren Oxidschicht, welche an
der Speicherschicht und an der inneren Oxidschicht angeordnet ist.
Die dritte Isolatorschicht, welche die Gateelektrode von der Speicherschicht
trennt, kann beispielsweise aus einem CVD-abgeschiedenen Hochtemperaturoxid
(HTO) bestehen, welches an der Außenfläche der inneren Oxidschicht
sowie die freiliegenden Flächen
der Speicherschicht umgebend abgeschieden wird.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand
begleitender Zeichnungen bevorzugter Ausführungsformen beispielhaft beschrieben.
Es zeigt:
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1 eine
vereinfachte, schematische Aufsicht auf ein Speicherzellenfeld einer
bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers
in einer "virtual ground array" Anordnung;
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2 eine
schematische Querschnittsansicht entlang der Linie A-A von 1;
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3 eine
schematische Querschnittsansicht entlang der Linie B-B in 1,
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4 eine
schematische Aufsicht eines Zellenfeldes einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers in
einer "NAND"-Anordnung;
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5 eine
schematische Querschnittsansicht entlang der Linie A-A von 4;
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6–9 schematische Querschnittsansichten
von Zwischenprodukten des in 1 dargestellten
bevorzugten Halbleiterspeichers entlang der Linie A-A; und
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10–14 schematische Querschnittsansichten
von Zwischenprodukten des in 1 dargestellten
Halbleiterspeichers entlang der Linie C-C.
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In 1 ist
eine stark schematisierte Aufsicht auf ein Speicherzellenfeld einer
bevorzugten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers
dargestellt. Mit WL1, WL2, WL3 und WL4 sind Wortleitungen bezeichnet,
welche sich entlang Flanken zweier stegartiger Rippen (Finnen) aus Silizium
erstrecken. Die erste stegartige Rippe erstreckt sich zwischen der
Wortleitung WL1 und der Wortleitung WL2 in der durch den Pfeil (FIN)
bezeichneten Richtung und ist mit dem Bezugszeichen FIN1 versehen.
Die zweite Rippe erstreckt sich zwischen der Wortleitung WL3 und
der Wortleitung WL4 und trägt
das Bezugszeichen FIN2. Es sollte verstanden werden, daß 1 lediglich einen kleinen
Ausschnitt eines großen
Speicherzellenfeldes darstellt, bei welchem eine Vielzahl von zueinander
parallel verlaufenden Rippen FIN gleichmäßig voneinander beabstandet
vorgesehen sind.
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In den Rippen FIN sind um einen Abstand
F voneinander beabstandete hochdotierte Kontaktbereiche S/D vorgesehen,
welche in 1 durch ein Punktmuster
hervorgehoben sind. Jeweils zwei benachbarte Kontaktbereiche S/D
jeder Rippe FIN bilden den Source- bzw. Drainanschluß eines
FINFETs, dessen Kanalbereich in der Rippe FIN zwischen diesen Kontaktbereichen
S/D angeordnet ist. Die Kontaktbereiche S/D sind über Bitleitungen
BL kontaktiert, welche im wesentlichen senkrecht zu den Wortleitungen
WL verlaufen. Durch jede Bitleitung WL wird pro Rippe FIN ein Kontaktbereich
S/D kontaktiert. Die Bitleitungen BL sind in 1 gestrichelt dargestellt.
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In 2 ist
eine schematische Querschnittsansicht entlang der Linie A-A von 1 gezeigt. Die Rippen FIN1,
FIN2 weisen in dieser senkrecht zu ihrer Längsachse verlaufenden Schnittebene
eine im wesentlichen rechteckigsförmige Gestalt auf. Die Rippen
FIN sind in einer Top-Siliziumschicht (body-Siliziumschicht) eines SOI-Substrats
ausgebildet, dessen vergrabene Oxidschicht mit BOX bezeichnet ist.
Unterhalb der vergrabenen Oxidschicht BOX befindet sich typischerweise
ein Silizium-Wafer, welcher in 2 nicht
näher dargestellt
ist. Die Rippen FIN weisen eine der vergrabenen Oxidschicht BOX
abgewandte Rippenoberseite 10 und zwei einander gegenüberliegende
Rippenseitenflächen 12, 14 auf.
Die Rippenoberseite 10 verläuft im wesentlichen parallel zu
der SOI-Substratebene, d.h. parallel zu der vergrabenen Oxidschicht
BOX. Die Rippenseitenflächen 12, 14 stehen
im wesentlichen senkrecht auf der Substratebene. Die Rippenseitenflächen 12, 14 sind vorzugsweise
40–200
nm, besonders bevorzugt 40–60
nm voneinander beabstandet.
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In dem in 2 dargestellten Inset ist die Kantenregion
zwischen der Rippenseitenfläche 12 und
der Rippenoberseite 10 der Rippe FIN1 vergrößert dargestellt.
Die Rippenseitenfläche 12 bildet
an ihrem Berührungspunkt
mit der Rippenoberseite 10 eine Injektionskante 16 aus,
deren Effekte nachfolgend näher
beschrieben werden. Die Rippenoberseite 10 der Rippen FIN
ist von einer Speicherschicht 18 durch eine erste Isolatorschicht 20 getrennt.
Bei der in 2 dargestellten
Ausführungsform
besteht die erste Isolatorschicht 20 aus einer Siliziumdioxidschicht,
vorzugsweise aus einer thermischen Siliziumdioxidschicht. Die Speicherschicht 18 ist
als eine sogenannte Trapping-Schicht ausgelegt, welche eine große Anzahl
von "trap"-Zuständen
zum Einfangen von Ladungsträgern
aufweist. Beispielsweise besteht die Speicherschicht 18 aus
Siliziumnitrid.
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In dem in 2 dargestellten Querschnitt weist die
Speicherschicht 18 einen im wesentlichen rechtecksförmigen Querschnitt
auf, wobei die Breite der Speicherschicht 18 größer als
die Breite der Rippen FIN (Abstand zwischen den Rippenseitenflächen 12 und 14)
ist. Der Kanalbereich der Rippen FIN, welcher in 2 dargestellt ist, ist durch zweite Isolatorschichten 22, 24 von
den angrenzenden Wortleitungen WL1 und WL2 bzw. WL3 und WL4 getrennt.
Die Wortleitungen WL bilden die Gateelektroden der "Seitenwandtransistoren"
mit FINFET ähnlichem
Aufbau. Die erste Isolatorschicht 22 besteht vorzugsweise
aus einer inneren Oxidschicht 26 und einer äußeren Oxidschicht 28.
In identischer Weise besteht die zweite Isolatorschicht 24,
welche die Rippenseitenfläche 14 von
der Wortleitung WL2 bzw. WL4 trennt, ebenfalls aus einer inneren
und einer äußeren Oxidschicht.
Wenn die Rippen FIN aus Silizium gebildet sind, kommt vorzugsweise
Siliziumdioxid für
die Oxidschichten zum Einsatz. Die innere Oxidschicht 26 und
die äußere Oxidschicht 28 weisen
vorzugsweise jeweils eine Schichtdicke von etwa 2–5 nm auf.
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Die äußere Oxidschicht 28 erstreckt
sich vorzugsweise von der vergrabenen Oxidschicht BOX entlang der
Außenfläche der
inneren Oxidschicht 26 und entlang den Seitenflächen der
Speicherschicht 18. Somit ragt die Speicherschicht 18 in
einer parallel zu der Normalenrichtung der Rippenseitenflächen 12, 14 um
die Schichtdicke der inneren Oxidschicht 26 hinaus. Die
Wortleitungen WL(Gateelektroden) grenzen an die Außenflächen der äußeren Oxidschichten 28 an.
Der Abschnitt der äußeren Oxidschicht 28,
welcher zwischen einer WL und der zugeordneten Speicherschicht 18 angeorndet
ist, wird als dritte Isolatorschicht 29 bezeichnet.
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Vorzugsweise sind die Wortleitungen
aus hochdotiertem Polysilizium gebildet, wobei es möglich ist,
die einer Rippe FIN zugeordneten beiden Wortleitungen WL unterschiedlich
zu dotieren. Beispielsweise kann die "linke" Wortleitung WL1 der
Rippe FIN1 n+-dotiert sein während die
"rechte" Wortleitung WL2 p+-dotiert ist.
Hierdurch lassen sich unterschiedliche Einsatzspannungen (Threshold-Spannungen)
der Seitenwandtransistoren erzielen. Sämtliche weitere Flächen der
Speicherschicht 18 werden ebenfalls durch Isolatorschichten,
vorzugsweise Oxidschichten, begrenzt, so daß die Speicherschicht 18 von
ihrer Umgebung vollständig
elektrisch isoliert ist.
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Um ein "Bit" in der Speicherschicht 18 zu "programmieren"
wird beispielsweise ein Injektionsprozeß heißer Kanalelektronen verwendet.
Hierzu wird eine starke Vorwärtsspannung
in dem Transistorkanal aufgebaut, in dem beispielsweise ein erster Kontaktbereich
S/D (Source-Kontakt) auf 0 V und ein benachbarter, zweiter Kontaktbereich
S/D (Drain-Kontakt) je nach Kanallänge auf 2 bis 5 V gelegt wird.
Zusätzlich
wird beispielsweise die Wortleitung WL1, welcher dieser Rippe FIN1
zugeordnet ist, auf ein Potential von 5–7 V gelegt. Wenn es sich bei dem
Transistor um einen n-Kanal-Transistor
handelt, werden bei diesen Potentialverhältnissen in bekannter Weise
heiße
Kanalelektronen nahe dem Drainkontakt erzeugt. Durch die Injektionskante 16 kommt es
aufgrund des Kanteneffekts zu einer lokalen Feldüberhöhung zwischen dem Kanalbereich
(d.h. der Rippe FIN1) und der Wortleitung WL1 (Gateelektrode), wobei
der Pfad mit der größten Feldstärke von der
Injektionskante 16 durch die Speicherschicht 18 zu
der Gateelektrode verläuft.
Somit werden die heißen
Elektronen nahe dem zweiten Kontaktbereich (Drainbereich) von der
Injektionskante 16 in einen Bereich der Speicherschicht 18 injiziert,
welcher nahe an der Injektionskante 16 liegt. Bei einer
als Trapping-Schicht ausgelegten Speicherschicht 18 werden
die so in die Speicherschicht 18 eingebrachten Elektronen
"getrappt" und in der Speicherschicht 18 gehalten.
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Wie beispielsweise bei NROMs bekannt, führen die
in der Speicherschicht 18 getrappten Ladungsträger zu einer
Verschiebung der Einsatzspannung des zugeordneten Seitenwandtransistors,
was beim Auslesen der Zelle nachgewiesen werden kann. Hierbei kommt
vorzugsweise das Leseverfahren zum Einsatz, welches von B. Eitan
et al. in "NROM: A novel localized trapping, 2-bit nonvolatile Memory
Cell" in IEEE Electron Device Letters vol. 21, n. 11, November 2000,
sowie in WO 99/97000 beschrieben ist. Hinsichtlich des Programmier-,
Lösch- und
Leseverfahrens wird auf die oben genannten Veröffentlichungen in vollem Umfang
Bezug genommen, so daß deren
Offenbarungsgehalt integraler Bestandteil der Gesamtoffenbarung
der vorliegenden Anmeldung ist.
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Die in 1 und 2 dargestellte Ausführungsform
zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß die notwendigen Programmierspannungen über den "channel
hot electron (CHE)" erheblich geringer als die von herkömmlichen
EEPROM Speichern bekannten Programmierspannungen sind, da eine gezielt aufgebaute,
lokale Feldüberhöhung zwischen
der Injektionskante 16 und den Wortleitungen WL zur Injektion
der Ladungsträger
aus dem Drain-nahen Kanalbereich in die Speicherschicht 18 erfolgt.
Somit muß auf
dem Speicherchip weniger Fläche
für erhöhte Programmierspannungen
vorgesehen werden, wodurch eine höhere Integrationsdichte des
Speichers und damit kleinere Herstellungskosten möglich sind.
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Die Rippen FIN sind hinsichtlich
ihrer Breite derart dimensioniert, daß ein beispielsweise nahe der
Wortleitung WL1 gespeichertes Bit in der Speicherschicht 18 lediglich
einen Einfluß auf
die Kanalleitfähigkeit
des Seitenwandtransistors an der Rippenseitenfläche 12 hat, jedoch
nicht zu einer wesentlichen Kennlinien- bzw. Threshold-Verschiebung
des Seitenwandtransistors führt,
welcher an der Rippenseitenfläche 14 gebildet
wird. Das "Übersprechen" des
Einflusses des "linken" und "rechten" Bits in der Speicherschicht 18 begrenzt
die minimale Breite der Rippen FIN.
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Zum Löschen der im Programmierschritt
in die Speicherschicht 18 eingebrachten Ladungsträger (Elektronen
oder Löcher)
wird beispielsweise an dem zweiten Kontaktbereich (Drain-Kontakt)
0 V, am ersten Kontaktbereich (Source-Kontakt) 5V und an
der Gateelektrode –5
V angelegt wird. Durch diese Potentialverhältnisse wird der n-Kanal Seitenwandtransistor
in starke Akkumulation getrieben, was zu sogenanntem "band to band
tunnel enhanced hot hole injection" führt. Die von der Injektionkante 16 in
die Speicherschicht 18 injizierten heißen Löcher neutralisieren die beim
Programmieren eingebrachten heißen
Elektronen. Das Programmieren und Löschen eines p-Kanal Transistors
erfordert jeweils umgekehrte Spannungsverhältnisse.
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Vorzugsweise weisen die Rippen FIN
eine Höhe
(Abstand der an die vergrabene Oxidschicht BOX angrenzenden Rippenunterseite
zu der Rippenoberseite 10) von 20 bis 50 nm auf. Durch
die getrennte Ansteuerung des linken und rechten Seitenwandtransistors
(an den Rippenseitenflächen 12 bzw. 14 verlaufende
Transistorkanäle)
lassen sich in der Speicherschicht 18 beidseitig Ladungen
speichern. Unter Verwendung der von NROMs bekannten Auslesetechnik
können
somit in jeder Speicherschicht 18 in deren Eckbereichen
nahe den Kontaktbereichen S/D insgesamt 4 Bit gespeichert werden. Dies
ermöglicht
die Ausbildung eines hochdichten 1F2-Speicherelements
mit einer 2F2 Zelle mit jeweils 2 Bit. Die
2F2-Zellen ist schematisch in 1 dargestellt.
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3 zeigt
eine schematische Querschnittsansicht entlang der Schnittlinie B-B
von 1. Die Schnittebene
verläuft
durch die Bitleitung BL1 und einen der Kontaktbereiche S/D des Zellenfeldes.
Die Gateelektroden WL sind voneinander durch eine Isolierumhüllung 30,
vorzugsweise bestehend aus Siliziumnitrid, elektrisch isoliert.
Die Längsrichtung
der Rippe FIN1 ist in 3 durch
einen mit (FIN) bezeichneten Pfeil schematisch angedeutet. Die Bitleitung
BL1 ist über
eine Diffusionsbarriere 34 mit einem hochdotierten Kontaktbereich
S/D elektrisch verbunden. Die Bitleitung BL1 besteht aus Metall, vorzugsweise
Wolfram, und ist in der in 3 dargestellten
Schnittebene durch Spacer 36, welche vorzugsweise aus einem
HTO-Oxid (high temperature oxide) bestehen, von der Speicherschicht 18 und
den Wortleitungen WL getrennt.
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Die anhand von 1 bis 3 beschriebene bevorzugte
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers
zeichnet sich insbesondere durch niedrigere Programmierspannungen
als bei herkömmlichen
NROM- oder ETOX-Zellen
aus. Ferner besteht ein geringerer Flächenbedarf für Ladungspumpen
durch die Verringerung der benötigten Spitzenspannung.
Die getrennte Ansteuerung der linken und rechten Flanke der FINFETs
(linker und rechter Seitenwandtransistor) ermöglicht ferner die ausgezeichnete
Speicherdichte von 1F2 pro Bit.
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4 zeigt
eine schematische Aufsicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers.
Bereits im Zusammenhang mit 1–3 beschriebene gleiche oder ähnliche Merkmale
sind in 4 und 5 mit gleichen Bezugszeichen
versehen und auf eine erneute Beschreibung wird verzichtet. Während es
sich bei der anhand von 1–3 beschriebenen Ausführungsform um
ein sogenanntes "virtual ground array (VGA)" handelt, ist in 4 und 5 ein Speicherzellenfeld in sogenannter
NAND-Anordnung gezeigt. Die Verlaufsrichtung der stegartigen Rippen
FIN aus Halbleitermaterial ist wiederum durch einen mit (FIN) bezeichneten
Pfeil dargestellt. Im Unterschied zu der in 1 dargestellten Anordnung verlaufen jedoch
die Wortleitungen WL im wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung
(FIN) der Rippen FIN. "Bitleitungen" im engeren Sinn sind bei einer
derartigen NAND-Anordnung von Speicherzellen nicht vorhanden, sondern
bestehen aus einer Serienschaltung einer Vielzahl von Transistoren
mit FINFET-artigem Aufbau.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt entlang der Schnittlinie A-A von 4. Die Schnittebene verläuft durch
die Rippen FIN1 und FIN2 entlang der Wortleitung WL1. Im Gegensatz
zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform
verlaufen die Wortleitungen WL, d.h. die Gateelektroden, senkrecht
zu den Rippenlängsachsen.
Die Speicherschicht 18 ist als ein elektrisch leitfähiges Floating-Gate
ausgebildet, welches beispielsweise aus hochdotiertem Polysilizium
besteht. Eine starke positive Beaufschlagung der Wortleitung WL
gegenüber dem
Kanalbereich der Transistoren führt
zu einer feldunterstützten
Tunnelinjektion von Elektronen von der Injektionskante 16 zu
dem Floating-Gate 18 durch die erste Isolatorschicht 20 (vgl.
inset von 5). Durch
den Kanteneffekt der Injektionskante 16 reichen für dieses
sogenannte Fowler-Nordheim-Tunneln der Ladungsträger aus dem Kanalbereich in
die Speicherschicht 18 bereits Potentialunterschiede aus,
welche deutlich geringer als die bei herkömmlichen NAND-Speicherzellen
bekannten Programmierspannungen sind.
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Zum Löschen des leitfähigen Floating-Gates kommt
vorzugsweise eine Löschkante 32 zum
Einsatz, welche in dem Floating-Gate 18 im Kantenbereich
der ersten Isolatorschicht 20 mit der äußeren Oxidschicht 28 gebildet
ist. Die Speicherdichte dieser Ausführungsform ist mit 4 bis 5
F2 (vgl. die in 4 eingezeichnete 4 F2-Speicherzelle)
zwar geringer als der in Zusammenhang mit 1–3 beschriebenen ersten Ausführungsform.
Gegenüber
konventionellen NAND-Speichern erwartet man jedoch eine deutliche Spannungsreduzierung
durch die Ausnutzung eines Spitzen- bzw. Kanteneffekts sowohl für die Programmierung
als auch für
die Löschung
der Speicherschicht 18. Ferner ist eine höhere Ausleserate
erzielbar, da der Lesestrom der einzelnen Speicherzellen durch die
Seitenwandtransistoren gegenüber
konventionellen planaren Bauelementen verstärkt wird.
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6–14 zeigen schematische Schnittansichten
von Zwichenprodukten eines bevorzugten erfindungsgemäßen Halbleiterspeichers,
wie er in Zusammenhang mit 1–3 beschrieben wurde. 6 zeigt eine schematische
Querschnittsansicht eines Zwischenprodukts des Halbleiterspeichers
von 1 entlang der Linie
A-A. Auf einem SOI-Wafer (silicon on insulator wafer) wurde zunächst ein
thermisches Oxid gebildet, welches später die erste Isolatorschicht 20 darstellt.
Auf die Oxidschicht 20 wird eine Siliziumnitridschicht
aufgebracht, welche später
die Speicherschicht 18 (trapping-Schicht) bildet. Nachfolgend
wird eine Schicht aus TEOS auf die Nitridschicht 18 aufgebracht.
Mittels optischer Lithographie oder Elektronenstrahllithographie
werden in dem Resist zwischen den Rippen FIN Fenster geöffnet und
durch einen Ätzschritt
die TEOS-, Nitrid-, Oxid- und Top-Siliziumschicht abgetragen, so
daß eine
stegartige Rippenstruktur (Finnenstruktur) gebildet wird. Anschließend wird
der Resist sowie die TEOS-Schicht
entfernt. Das nach diesem Verfahrensschritt erhaltene Zwischenprodukt
ist in 6 dargestellt.
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Nachfolgend werden die Rippenseitenflächen 12, 14 thermisch
oxidiert, um die Injektionskanten 16 zu erzeugen. Aufgrund
der geringeren Oxidationsrate der Rippen FIN nahe der ersten Isolatorschicht 20 weisen
die Rippenseitenflächen 12, 14 nahe
der ersten Isolatorschicht 20 einen gekrümmten Verlauf
auf. Die Injektionskanten 16 werden daher nicht wie vereinfacht
in den Figuren dargestellt ein rechteckiges Kantenprofil aufweisen.
Die unterschiedlichen Oxidationsraten im Bereich der Rippenoberseite 10 führen dazu,
daß die
Injektionskanten 16 einen Innenwinkel aufweisen, welcher
kleiner als 90° ist.
Derartige Injektionskanten 16 sind für lokale Feldüberhöhungen – und damit
geringere notwendige Programmierspannungen – besonders geeignet. Im Anschluß an die
thermische Oxidation zur Erstellung der inneren Oxidschichten 26 erfolgt
die Abscheidung eines Hochtemperaturoxids (high temperature oxide;
HTO) als äußere Oxidschicht 28.
Die Oxidschicht 28 bildet das sogenannte "control gate oxid",
welches die dritte Isolatorschicht 29 darstellt. Das Zwischenprodukt
nach diesem Verfahrensschritt ist in 7 dargestellt.
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Anschließend erfolgt eine Abscheidung
von Poly-Silizium, welches in situ zur Ausbildung der Wortleitungen
hochdotiert wird. Wie in 8 dargestellt
ist, erhält
man den schematisch dargestellten Querschnitt der Wortleitungen
WL durch eine Spacerätzung,
welche ohne zusätzliche
Maskentechnik selbstjustiert zu Wortleitungen WL führt, welche
entlang den Flanken der Rippen FIN verlaufen. Dieser Zustand ist
in 8 schematisch dargestellt.
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Nach dem Auffüllen der Zwischenräume durch
Nitrid (vgl. 9 erfolgt
die Strukturierung der Bitleitungen. 10 zeigt
in einer schematischen Querschnittsansicht entlang der Linie C-C
von 1 des späteren Halbleiterspeichers
einen Schnitt entlang der Bitleitung BL1. Die Bitleitung BL1, welche später parallel
zu der Zeichenebene von 10–14 verläuft, wird durch einen Fotoschritt
mit nachfolgenden Ätzschritten
der die Isolierumhüllung 30 bildenden
Nitridschicht, der auf der Speicherschicht 18 angeordneten
HTO-Schicht, der Speicherschicht 18 (Nitridschicht), einer
Rückätzung der
Poly-Siliziumwortleitung WL sowie einer Ätzung der ersten Isolatorschicht 20 (Oxidschicht)
vorbereitet (vgl. 10). Anschließend wird
in den rückgeätzten Wortleitungsraum
Nitrid aufgefüllt
und rückgeätzt (11). In der in 12 dargestellten Querschnittsansicht
läßt sich die
nachfolgende HTO Abscheidung und Spacerätzung des HTO-Oxids zur Herstellung
der in 3 gezeigten Spacerschicht 36 nicht
erkennen. Die HTO-Spacerschicht 36 schützt die Speicherschicht 18 (Nitrid-Trapping-Schicht)
an der Wand zur Wortleitung WL und vermeidet einen Kurzschluß mit dieser.
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13 zeigt
das Zwischenprodukt nach erfolgter n+-Implantation der
Kontaktbereiche S/D. Die Kontaktbereiche S/D (Source- bzw. Drainkontaktbereiche
der FINFETs) werden durch senkrecht zu den Wortleitungen WL verlaufende
Bitleitungen BL über eine
Diffusionsbarriere 34 mit einer metallischen Bitleitung
BL elektrisch verbunden. Zum Abtragen und Planarisieren der Oberfläche der
Bitleitung BL wird ein CMP-Schritt
(chemical mechanical polishing) eingesetzt. In diesem
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Zustand ist die Halbleiterspeichervorrichtung in 14 dargestellt.
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- 10
- Rippenoberseite
- 12
- (linke)
Rippenseitenfläche
- 14
- (rechte)
Rippenseitenfläche
- 16
- Injektionskante
- 18
- Speicherschicht,
insbesondere Trapping-Schicht oder
-
- Floating-Gate
- 20
- erste
Isolatorschicht
- 22
- (linke)
zweite Isolatorschicht
- 24
- (rechte)
zweite Isolatorschicht
- 26
- innere
Oxidschicht
- 28
- äußere Oxidschicht
- 29
- dritte
Isolatorschicht (control gate Oxid; vorzugsweise
-
- gebildet
durch äußere Oxidschicht
28)
- 30
- Isolierumhüllung
- 32
- Löschkante
für NAND-Zelle über F/N-Tunneln
- 34
- Diffusionsbarriere
- 36
- Spacerschicht
aus HTO
- BL
- Bitleitung
- FIN
- Rippe
aus Halbleitermaterial
- WL
- Wortleitung