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GEBIET DER VORLIEGENDEN
ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
im Allgemeinen das Gebiet der Herstellung integrierter Schaltungen
und betrifft insbesondere die Herstellung von Halbleiterelementen
mit Feldeffekttransistoren, etwa MOS-Transistoren, und passiven
Kondensatoren mit einem reduzierten Leckstrom.
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In modernen integrierten Schaltungen
sind eine riesige Anzahl einzelner Schaltungselemente, etwa Feldeffekttransistoren
in Form von CMOS-, NMOS, PMOS-Elementen, Widerstände, Kondensatoren, und dergleichen
auf einem einzelnen Chipgebiet gebildet. Typischerweise nimmt die
Strukturgröße bei der
Einführung
jeder neuen Schaltungsgeneration ab, so dass momentan verfügbare integrierte Schaltungen
mit einem verbesserten Grad an Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Geschwindigkeit
und der Leistungsaufnahme ausgestattet sind. Eine Reduzierung der
Transistorgröße ist ein
wichtiger Gesichtspunkt bei der ständigen Verbesserung der Bauteilleistungsfähigkeit
komplexer integrierter Schaltungen, etwa von CPUs, da die Größenreduzierung
im Allgemeinen eine erhöhte
Schaltgeschwindigkeit mit sich bringt, wodurch die Signalverarbeitungseigenschaften
und auch die Leistungsaufnahme verbessert werden, da bei reduzierten
Schaltzeitdauer die Übergangsströme beim
Schalten eines CMOS-Transistorelements
vom logischen Null- auf den logischen Eins-Zustand deutlich reduziert
sind. Andererseits zieht das Reduzieren der Strukturgrößen, etwa
der Kanallänge
der Transistorelemente, im Bereich von deutlich unter einem Mikrometer
eine Vielzahl von Problemen nach sich, die teilweise die durch das
verbesserte Schaltungsverhalten gewonnenen Vorteile aufheben. Beispielsweise
erfordert das Verringern der Kanallänge von Feldeffekttransistoren
die Reduzierung der Dicke der Gateisolationsschicht, um eine ausreichend
hohe kapazitive Kopplung der Gateelektrode an das Kanalgebiet beizubehalten,
um die Bildung des leitenden Kanals bei Anlegen einer Steuerspannung
an die Gateelektrode geeignet zu steuern. Für technisch weit fortgeschrittene
Bauteile, in denen momentan eine Kanallänge von 0,18 μm oder sogar darunter
verwirklicht ist, beträgt
eine Dicke der Gateisolationsschicht, die typischerweise Siliziumdioxid wegen teisolationsschicht,
die typischerweise Siliziumdioxid wegen der besseren und gut bekannten
Eigenschaften der Grenzfläche
zwischen dem Siliziumdioxid und dem darunter liegendem Kanalgebiet
aufweist, in der Größenordnung
von 2-5 nm oder sogar darunter. Für ein Gatedielektrikum dieser
Größenordnung
stellt es sich jedoch heraus, dass der Leckstrom, der insgesamt
durch das dünne
Gatedielektrikum fließt,
vergleichbar zu den Übergangsströmen werden
kann, da die Leckströme
exponentiell bei linearer Abnahme der Dicke des Gatedielektrikums ansteigen.
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Zusätzlich zu der großen Anzahl
an Transistorelementen werden typischerweise viele passive Kondensatoren
in integrierten Schaltungen gebildet, die für eine Reihe von Zwecken, etwa
für das
Entkoppeln, verwendet werden. Da diese Kondensatoren für gewöhnlich in
und auf aktiven Halbleitergebieten, die als eine erste Kondensatorelektrode
dienen, gebildet werden, wobei eine dielektrische Schicht mit Eigenschaften
gemäß den Prozesserfordernissen
für die gleichzeitig
hergestellten Feldeffekttransistoren, und eine zweite Kondensatorelektrode,
die aus dem Gateelektrodenmaterial hergestellt ist, vorgesehen ist, verschärft sich
das Problem des Leckstroms zunehmend aufgrund der großen Chipfläche, die
von diesen Kondensatorelementen eingenommen wird. Folglich tragen
die Kondensatoren deutlich zu der Gesamtleckstromaufnahme und damit
zur Gesamtleistungsaufnahme der integrierten Schaltung bei. Für Anwendungen,
die eine minimale Leistungsaufnahme erfordern, etwa für tragbare,
batteriegespeiste Geräte,
kann der hohe Betrag der statischen Leistungsaufnahme möglicherweise
nicht akzeptabel sein, und daher wird ein sogenannter Dual-Gateoxidprozess
eingesetzt, um die Dicke der dielektrischen Schicht der Kondensatoren
zu erhöhen,
so dass der Leckstrom dieser Elemente reduziert wird.
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Mit Bezug zu 1a-1c wird
nun ein typischer konventioneller Prozessablauf zur Herstellung von
Kondensatoren mit einem reduzierten Leckstrom beschrieben.
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1a zeigt
schematisch eine Querschnittsansicht eines Halbleiterelements 100 während eines anfänglichen
Herstellungsstadiums. Das Halbleiterelement 100 umfasst
ein Substrat 101, beispielsweise ein Siliziumsubstrat mit
einem ersten aktiven Halbleitergebiet 120 und einem zweiten
aktiven Halbleitergebiet 130, die von entsprechenden Isolationsstrukturen 102 umschlossen
sind. Das zweite aktive Gebiet 130 und die entsprechende
Isolationsstruktur 102 sind von einer Maskenschicht 103 bedeckt,
die aus Foto lack hergestellt sein kann. Das erste aktive Gebiet 120 umfasst
einen Oberflächenbereich 104 mit
deutlichen Gitterschäden,
die durch eine Ionenimplantation verursacht sind, wie dies durch 105 angedeutet
ist.
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Eine typischer Prozessablauf zur
Herstellung des in 1a gezeigten
Halbleiterelements beinhaltet fortschrittliche Fotolithografie-
und Ätzverfahren zum
Definieren der Isolationsstrukturen 102, gefolgt von einem
weiteren Fotolithografieschritt, um die Lackmaske 103 zu
strukturieren. Da diese Prozesstechniken im Stand der Technik gut
bekannt sind, wird eine detaillierte Beschreibung davon weggelassen.
Anschließend
wird die Ionenimplantation 105 mit beliebigen geeigneten
Ionen, etwa Silizium, Argon, Xenon und dergleichen ausgeführt, wobei
Dosis und Energie so gewählt
sind, um einen deutlichen Gitterschaden in dem Bereich 104 zu
erzeugen, um damit das Diffusionsverhalten des Bereichs 104 während eines
Oxidationsprozesses, der nachfolgend ausgeführt wird, deutlich zu ändern.
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1b zeigt
schematisch die Halbleiterstruktur 100 in einem fortgeschrittenen
Herstellungsstadium. Eine erste dielektrische Schicht 121,
die im Wesentlichen Siliziumdioxid aufweist und eine erste Dicke 122 besitzt,
ist auf dem ersten aktiven Gebiet 120 gebildet. Eine zweite
dielektrische Schicht 131 mit einer zweiten Dicke 132,
die im Wesentlichen das gleiche Material als die erste dielektrische
Schicht 121 aufweist, ist auf dem zweiten aktiven Gebiet 130 gebildet.
Die erste und die zweite dielektrische Schicht 121 und 131 werden
durch konventionelle Oxidation in einem Hochtemperaturofenprozess
oder durch einen schnellen Oxidationsprozess gebildet. Aufgrund
des deutlichen Gitterschadens des Oberflächenbereichs 104 ist
die Sauerstoffdiffusion in diesem Oberflächenbereich 104 im
Vergleich zu Siliziumbereichen mit im Wesentlichen intakter Kristallstruktur,
etwa in dem zweiten aktiven Gebiet 130, deutlich erhöht. Folglich
ist das Oxidwachstum in und auf dem ersten aktiven Gebiet 120 im
Vergleich zur Wachstumsrate des zweiten aktiven Gebiets 130 erhöht, so dass
die zweite Dicke 132 sich von der ersten Dicke 122 um
ungefähr
0,2-1,0 nm für
eine Dicke der zweiten dielektrischen Schicht 131 in der
Größenordnung
von 1-5 nm unterscheidet.
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1c zeigt
schematisch die Halbleiterstruktur 100 in einer weiter
fortgeschrittenen Herstellungsperiode, wobei ein Kondensator 140 in
und auf dem ersten aktiven Gebiet 120 gebildet ist, und
ein Feldeffekttransistor 150 in und auf dem zweiten aktiven
Gebiet
130 gebildet ist. Das Transistorelement 150 umfasst
eine Gateelektrode 133 mit beispielsweise hochdotiertem
Polysilizium und einem Metallsilizidbereich 135. Ferner
sind Seitenwandabstandselemente 134 benachbart zu den Seitenwänden der Gateelektrode 133 gebildet.
Source- und Draingebiete 136, die jeweils einen Metallsilizidbereich 135 aufweisen,
sind in dem zweiten aktiven Gebiet 130 gebildet. Der Kondensator 140 umfasst
einen leitenden Bereich 123, der das gleiche Material als
die Gateelektrode 133 aufweist und über der ersten dielektrischen
Schicht 121 gebildet ist. Der Bereich 123 repräsentiert
eine Elektrode des Kondensators 140. Die Kondensatorelektrode 123 umfasst
einen Metallsilizidbereich 125 und ist von den Seitenwandabstandselementen 124 umschlossen.
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Ein typischer Prozessablauf zur Herstellung des
Transistorelements 150 und des Kondensators 140 kann
die folgenden Schritte umfassen. Eine Polysiliziumschicht kann über dem
Bauteil abgeschieden werden, wie dies in 1b gezeigt ist, und diese wird durch
bekannte Fotolithografie- und Ätzverfahren
strukturiert, um die Kondensatorelektrode 123 und die Gateelektrode 133 zu
bilden. Anschließend werden
das Drain- und das Sourcegebiet 136 durch Ionenimplantation
gebildet, wobei zwischendurch die Seitenwandabstandselemente 134 und
die Seitenwandabstandselemente 124 gebildet werden, so dass
die Seitenwandabstandselemente 134 als Implantationsmasken
dienen können,
um die Dotierkonzentration der Drain- und Sourcegebiete 136 geeignet
zu formen. Anschließend
werden die Metallsilizidbereiche 125 und 135 durch
Abscheiden eines hochschmelzenden Metalls und in Gang setzen einer
chemischen Reaktion zwischen dem Metall und dem darunter liegenden
Polysilizium der Kondensatorelektrode 123, der Gateelektrode 133 und
dem Silizium in den Drain- und Sourcegebieten 136 gebildet.
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Wie aus 1c ersichtlich ist, zeigt der Kondensator 140 mit
der ersten dielektrischen Schicht 121 mit der vergrößerten Dicke 122 eine
deutlich verringerte Leckstromrate im Vergleich zu der entsprechenden
Leckstromrate, die durch die relativ dünne zweite dielektrische Schicht 131 mit
der zweiten Dicke 132 bewirkt wird, die so optimiert ist,
um das erforderliche dynamische Verhalten des Transistors 150 zu
liefern. Obwohl eine deutlich verbesserte Leckstromrate des Kondensators 140 mit
dem oben beschriebenen herkömmlichen
Lösungsansatz
erreicht werden kann, besteht ein entscheidender Nachteil in der
deutlich reduzierten Kapazität
pro Einheitsfläche
des Kondensators 140 auf grund der erhöhten Dicke der ersten dielektrischen
Schicht 121. Ein weiterer Nachteil der konventionellen
Lösung
ist die Erfordernis eines Hochtemperaturoxidationsprozesses zur
Herstellung der ersten und der zweiten dielektrischen Schicht 121 und 131,
so dass dieses Prozessschema nicht mit alternativen Lösungen für äußerst dünne Gatedielektrika
verträglich
ist, etwa mit fortschrittlichen Abscheideverfahren zur Herstellung äußerst dünner Gateisolationsschichten.
Ferner kann der Ionenbeschuss 105 zur Herstellung des Oberflächenbereichs 104 (vgl. 1a) eine deutliche Oxidbeeinträchtigung
nach sich ziehen und damit Zuverlässigkeitsprobleme hinsichtlich
der ersten dielektrischen Schicht 121 ergeben, wodurch
ein vorzeitiger Bauteilausfall bewirkt werden kann.
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Angesichts der zuvor genannten Probleme besteht
daher ein Bedarf für
verbesserte Halbleiterelemente mit Transistorelementen und passiven
Kondensatoren, in denen der Leckstrom der Kondensatoren verbessert
ist, ohne die Bauteileigenschaften, etwa die Kapazität pro Einheitsfläche, und
die Prozesskompatibilität
während
der Herstellung des Bauteils und/oder die Zuverlässigkeit negativ zu beeinflussen.
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ÜBERBLICK ÜBER DIE
ERFINDUNG
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Im Allgemeinen richtet sich die vorliegende Erfindung
an ein Halbleiterelement und ein entsprechendes Herstellungsverfahren,
wobei ein passiver Kondensator ein Dielektrikum aufweist, das eine
relativ hohe Permittivität
besitzt, so dass die Kapazität pro
Einheitsfläche
deutlich erhöht
sein kann, während
eine Dicke des Dielektrikums geeignet gewählt werden kann, um eine geringe
gewünschte
Leckstromrate sicher zu stellen. Gleichzeitig kann die Gateisolationsschicht
von Feldeffekttransistoren gemäß den Prozesserfordernissen
und mit einem Material hergestellt werden, dass das geforderte Leistungsverhalten
des Transistorelements gewährleistet.
Die Erfindung beruht daher auf dem Konzept der Erfinder, dass obwohl
gegenwärtig
die Verwendung von Materialien mit großem ε für Gatedielektrika in Feldeffekttransistoren
noch nicht erfolgreich eingeführt
ist, da diese Materialien eine deutliche Transistorbeeinträchtigung
aufgrund der von diesen Materialien mit großem ε bewirkten reduzierten Kanalmobilität hervorrufen,
diese Materialien trotzdem in der gleichen Chipfläche als
Kondensatordielektrikum verwendbar sind, da das Kondensatorverhalten
im Wesentlichen nicht durch die beeinträchtigte Ladungsträgermobilität an der
Grenzfläche
zwischen dem Dielektrikum mit großem ε und dem darunter liegenden
aktiven Gebiet beeinflusst wird.
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Gemäß einer anschaulichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Halbleiterelement ein erstes
aktives Halbleitergebiet und ein zweites aktives Halbleitergebiet,
die voneinander durch eine dielektrische Isolationsstruktur getrennt sind.
Ein Kondensator ist in und über
dem ersten aktiven Halbleitergebiet gebildet, wobei eine erste dielektrische
Schicht auf dem ersten aktiven Gebiet gebildet ist, und wobei die
erste dielektrische Schicht eine erste Permittivität aufweist.
Ferner ist ein Feldeffekttransistor in und auf dem zweiten aktiven
Gebiet gebildet, wobei der Feldeffekttransistor eine Gateisolationsschicht
mit einem Material aufweist, das eine zweite Permittivität zeigt,
die kleiner als die erste Permittivität ist.
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Gemäß einer noch weiteren anschaulichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Halbleiterelement ein erstes
kapazitives Element, das in und auf einem ersten Halbleitergebiet
gebildet ist, und ein zweites kapazitives Element, das in und auf
einem zweiten aktiven Gebiet gebildet ist. Das erste und das zweite
kapazitive Element umfassen eine erste dielektrische Schicht mit
einer ersten Dicke und eine zweite dielektrische Schicht mit einer
zweiten Dicke und eine erste leitende Schicht, die auf der ersten
dielektrischen Schicht gebildet ist, und eine zweite leitende Schicht,
die auf der zweiten dielektrischen Schicht gebildet ist. Ferner
ist eine Kapazität
pro Einheitsfläche
des ersten kapazitiven Elements gleich oder größer als jene des zweiten kapazitiven
Elements, wobei die zweite Dicke kleiner als die erste Dicke ist.
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Gemäß einer noch weiteren anschaulichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zur Herstellung
eines Halbleiterelements das Bereitstellen eines Substrats mit einem darauf
ausgebildeten ersten Halbleitergebiet und einem zweiten Halbleitergebiet,
die durch eine Isolationsstruktur getrennt sind. Des Weiteren ist
eine erste dielektrische Schicht mit einer ersten Permittivität und einer
ersten Dicke auf dem ersten Halbleitergebiet gebildet. Ferner ist
eine zweite dielektrische Schicht mit einer zweiten Permittivität und einer
zweiten Dicke auf dem zweiten Halbleitergebiet gebildet. Des Weiteren
ist ein leitendes Material auf der ersten und der zweiten dielektrischen
Schicht gebildet, um ein erstes und ein zweites kapazitives Element
zu schaffen, wobei die erste Permittivität größer als die zweite Permittivität ist.
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Gemäß einer noch weiteren anschaulichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zur Herstellung
eines Halbleiterelements mit einem Feldeffekttransistorelement und einem
passiven Kondensator das Definieren eines ersten aktiven Gebiets
und eines zweiten Gebiets durch Bilden flacher Grabenisolationen.
Ferner wird eine erste dielektrische Schicht auf dem ersten Halbleitergebiet
als ein Kondensatordielektrikum gebildet und eine zweite dielektrische
Schicht wird auf dem zweiten aktiven Gebiet als eine Gateisolationsschicht des
Feldeffekttransistorelements gebildet. Eine Permittivität der ersten
dielektrischen Schicht ist größer als
jene der zweiten dielektrischen Schicht.
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Weitere Vorteile, Aufgaben und Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert
und gehen aus der folgenden detaillierten Beschreibung deutlicher
hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert
wird; es zeigen:
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1a-1c schematisch Querschnittsansichten
eines Halbleiterelements mit einem passiven Kondensator und einem
Transistorelement, die gemäß einem
typischen konventionellen Prozessablauf hergestellt werden; und
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2a-2g schematisch Querschnittsansichten
eines Halbleiterelements mit einem Kondensator mit geringer Leckrate
mit einer erhöhten
Kapazität pro
Einheitsfläche,
der gemäß einer
anschaulichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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Obwohl die vorliegende Erfindung
mit Bezug zu den Ausführungsformen
beschrieben ist, wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung
sowie in den Zeichnungen dargestellt sind, sollte es selbstverständlich sein,
dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen
nicht beabsichtigen, die vorliegende Erfindung auf die speziellen
anschaulichen offenbarten Ausführungsformen
einzuschränken,
sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich
beispielhaft die diversen As pekte der vorliegenden Erfindung dar,
deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert
ist.
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Mit Bezug zu den 2a-2g werden
weitere anschauliche Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung nun detaillierter beschrieben.
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In 2a umfasst
ein Halbleiterelement 200 ein Substrat 201, das
ein beliebiges geeignetes Substrat sein kann, etwa ein Siliziumsubstrat,
ein Glassubstrat, ein Saphirsubstrat, ein SOI-(Silizium auf Isolator)
Substrat und dergleichen. Unabhängig
von der spezifischen Art umfasst das Substrat 201 ein erstes
Halbleitergebiet 220 und ein zweites Halbleitergebiet 230,
die im Wesentlichen voneinander durch eine Isolationsstruktur 202,
etwa einer flachen Grabenisolation wie sie typischerweise in technisch fortgeschrittenen
Schaltungen verwendet wird, getrennt sind. Auf dem Halbleiterelement 200 ist
eine erste dielektrische Schicht 221 mit einer ersten Dicke 222 gebildet.
Die erste dielektrische Schicht 221 kann aus einem Material
gebildet sein, das eine hohe Permittivität aufweist, die durch eine
hohe Dielektrizitätskonstante ε repräsentiert
ist. Zu geeigneten Materialien, die in der ersten dielektrischen
Schicht 221 verwendbar sind, ohne dass die vorliegende
Erfindung auf diese Materialien einzuschränken ist, Zirkonoxid und/oder
Zirkonsilikat und/oder Hafniumoxid und/oder Hafniumsilikat. Im Vergleich
zu dem üblicherweise
verwendeten Siliziumdioxid mit möglicherweise
einem gewissen Anteil an Stickstoff kann der κ-Wert mindestens zweimal so
hoch oder höher
für diese
Materialien sein. Der genaue Wert der Permittivität kann von
den Abscheideparametern abhängen,
so dass die erste Dicke 222 in Übereinstimmung mit den Abscheideparametern
gewählt
wird, um die gewünschte
endgültige
kapazitive Kopplung des in und über
dem ersten Halbleitergebiet 220 zu bildenden Kondensators
zu erreichen. Des Weiteren wird die erste Dicke 222 so
gewählt,
um der gewünschten Widerstandsfähigkeit
gegenüber
Leckströmen
zu entsprechen, so dass für
gewöhnlich
ein optimaler Wert bestimmt wird, um für ein gegebenes dielektrisches
Material, das eine spezifizierte Permittivität zeigt, eine hohe Kapazität pro Einheitsfläche erzielt wird,
während
der Leckstrom unterhalb eines spezifizierten Schwellwerts bleibt.
In einer anschaulichen Ausführungsform,
in der Zirkonoxid als das Material für die erste dielektrische Schicht 221 gewählt wird, kann
die Dicke 222 im Bereich von ungefähr 3-15 nm liegen.
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Ein typischer Prozessablauf zur Herstellung des
Halbleiterelements 200, wie es in
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2a dargestellt
ist, kann bekannte Fotolithografie- und Ätzverfahren zur Herstellung
der Isolationsstrukturen 202 und bekannte und gut etablierte Abscheideverfahren
zur Herstellung der ersten dielektrischen Schicht 221 enthalten.
Folglich wird eine detaillierte Beschreibung dieser Prozessschritte
weggelassen.
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2b zeigt
schematisch das Halbleiterelement 200, wobei eine Fotolackmaske 203 über dem ersten
Halbleitergebiet 220 und teilweise über der entsprechenden Isolationsstruktur 202 gebildet
ist. Die Fotolackmaske 203 soll beide Bereiche der ersten
Halbleitergebiete 220 und der Isolationsstrukturen 202,
die für
die Herstellung eines kapazitiven Elements verwendet werden, etwa
einem Entkopplungskondensator und dergleichen, abdecken. Die Herstellung
der Fotolackmaske 203 beinhaltet gut bekannte Fotolithografie-Verfahren,
die der Einfachheit halber hierin nicht detailliert beschrieben
sind. Anschließend
wird die erste dielektrische Schicht 221 strukturiert,
indem das Substrat 201 einem selektiven Ätzprozess
unterzogen wird, der als ein isotroper oder ein anisotroper Ätzprozess
ausgeführt
werden kann.
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2c zeigt
das Halbleiterelement 200 schematisch nach dem Strukturieren
der ersten dielektrischen Schicht 221, um ein Kondensatordielektrikum 221a zu
bilden, und nach der Entfernung der Fotolackmaske 203.
Anschließend
wird das Substrat 201 gereinigt, um Reststoffe aus den
vorhergehenden Prozessschritten zu entfernen, wodurch das zweite
Halbleitergebiet 230 vorbereitet wird, um eine dielektrische
Schicht zu empfangen, die als eine Gateisolationsschicht für einen
zu bildenden Feldeffekttransistor dient.
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2d zeigt
das Halbleiterelement 200 schematisch mit einer zweiten
dielektrischen Schicht 231 mit einer Dicke 232,
die auf dem zweiten Halbleitergebiet 230 gebildet ist.
Die zweite dielektrische Schicht 231 weist Eigenschaften
auf, die den Spezifikationen für
eine Gateisolationsschicht eines technisch hochentwickelten Feldeffekttransistors
entsprechen. Beispielsweise kann die zweite dielektrische Schicht 231 Siliziumdioxid
oder Siliziumoxidnitrid mit einer Dicke 232 aufweisen,
die so gewählt
ist, um eine ausreichende kapazitive Kopplung einer zu bildenden
Gateelektrode an das darunter liegende zweite Halbleitergebiet 230 zu
gewährleisten.
Beispielsweise kann die zweite Dicke 232 im Bereich von
ungefähr
1-5 nm gewählt
sein, abhängig
von den Entwurfserfordernissen für
den zu bildenden Feldeffekttransistor.
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In einer Ausführungsform (nicht gezeigt) kann
eine dünne
Barrierenschicht auf dem Kondensatordielektrikum 221a vor
der Herstellung der zweiten dielektrischen Schicht 231 gebildet
werden. Beispielsweise kann eine dünne Siliziumnitridschicht auf dem
Halbleiterelement 200 abgeschieden werden und kann dann
selektiv von dem zweiten Halbleitergebiet 230 vor der Herstellung
der zweiten dielektrischen Schicht 231 entfernt werden.
In einer weiteren Ausführungsform
kann eine dünne
Siliziumnitridschicht oder eine andere geeignete Barrierenschicht vor
der Herstellung der ersten dielektrischen Schicht 221 (vgl. 2a) vorgesehen werden, so
dass in Kombination mit einer zusätzlichen Barrierenschicht, die
die Oberflächenbereiche
des Kondensatordielektrikums 221a abdecken, das Dielektrikum
mit dem großen κ im Wesentlichen
vollständig
von einer dünnen
Barrierenschicht umschlossen ist. Prozessverfahren beispielsweise
zur präzisen
Abscheidung von Siliziumnitrid sind im Stand der Technik gut etabliert und
können
vorteilhaft verwendet werden, um das Kondensatordielektrikum 221a "einzuhüllen" oder
zu bedecken.
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Hinsichtlich der Herstellung der
zweiten dielektrischen Schicht 231 kann jeder beliebige
geeignete Prozess angewendet werden, etwa fortschrittliche Ofenprozesse,
etwa konventionelle Oxidations- oder schnelle thermische Oxidationsprozesse.
Für technisch
fortschrittliche Halbleiterelemente, die äußerst dünne Gateisolationsschichten
von der Größenordnung
von 2-3 nm erfordern, können
alternative Oxid- und Oxynitrid-Abscheidesequenzen
zur Bereitstellung der erforderlichen zweiten Dicke 232 angewendet
werden. Wenn das Kondensatordielektrikum 221a von einer
dünnen
Barrierenschicht bedeckt oder im Wesentlichen vollständig umschlossen ist,
wird vorteilhafterweise eine "gegenseitige Kontaminierung" zwischen
dem ersten und dem zweiten Halbleitergebiet 220, 230 im
Wesentlichen vermieden, unabhängig
von dem zur Herstellung der zweiten dielektrischen Schicht 231 angewendeten
Prozess.
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2e zeigt
schematisch das Halbleiterelement 200 mit einer Schicht 205 aus
Gateelektrodenmaterial, das über
dem Substrat 201 abgeschieden ist. In einer typischen Ausführungsform
kann die Schicht 205 im Wesentlichen Polysilizium aufweisen, in
anderen Ausführungsformen
können
andere geeignete Materialien, etwa Metallsilizid, oder ein Metall verwendet
werden. Anschließend
wird die Schicht 205 durch gut etablierte Fotolithografie-
und Ätzverfahren
strukturiert, so dass die entsprechenden Prozessschritte hierin
nicht beschrieben werden.
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2f zeigt
das Halbleiterelement 200 nach Strukturieren der Schicht 205,
um eine Gateelektrode 233 zu erhalten, die auf der strukturierten
zweiten dielektrischen Schicht 231 gebildet ist, die als 231a gekennzeichnet
ist und die im weiteren als die Gateisolationsschicht bezeichnet
wird. Über
dem Kondensatordielektrikum 221a und teilweise auf den
entsprechenden Isolationsstrukturen 202 ist die Schicht 205 in
eine Kondensatorelektrode 223 strukturiert. Anschließend kann
der konventionelle Prozessablauf zur Vervollständigung eines Feldeffekttransistors ausgeführt werden,
wie dies beispielsweise mit Bezug zu 1c beschrieben
ist.
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2g zeigt
das resultierende Halbleiterelement 200 nach konventioneller
Abstandselementsherstellung, Implantation und selbst justierenden
Silizidprozessen, um ein Transistorelement 250 und einen
Kondensator 240 zu erhalten. Das Transistorelement 250 umfasst
Metallsilizidbereiche 235, die in den oberen Bereichen
der Gateelektrode 233 und der Drain- und Sourcegebiete 236 gebildet
sind. Ferner sind Seitenwandabstandselemente 234 angrenzend zu
den Seitenwänden
der Gateelektrode 233 gebildet. In ähnlicher Weise umfasst der
Kondensator 240 Seitenwandabstandselemente 224 und
einen Metallsilizidbereiche 225. Es sollte beachtet werden,
dass Kontaktbereiche, etwa die Metallsilizidbereiche 235, die
auf den Drain- und Sourcegebieten 236 angeordnet sind,
für den
Kondensator 240 nicht in den Querschnittsansichten der 2f und 2g dargestellt sind, da diese Kontaktbereiche
an einer anderen Stelle hinsichtlich einer Richtung senkrecht zur
Zeichenebene der 2a-2g positioniert sind.
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Es gilt also: die zuvor beschriebenen
Ausführungsformen
stellen ein Halbleiterelement bereit mit kapazitiven Elementen,
etwa die Kombination der Gateelektrode 233, der Gateisolationsschicht 231a und
des darunter liegenden aktiven Gebiets 230, und den Kondensator 240,
der durch die Kondensatorelektrode 223, dem Kondensatordielektrikum 221a und
dem darunter liegenden ersten Halbleitergebiet 220 gebildet
ist, wobei beide kapazitive Elemente eine erforderliche hohe Kapazität pro Einheitsfläche aufweisen.
Während
die Gateisolationsschicht 231a optimiert ist, um eine hohe
kapazitive Ankopplung der Gateelektrode 233 an das zweite
aktive Gebiet 230 für
eine ausreichende Kanalsteuerung ohne nachteilig die Ladungsträgermobilität an der
Grenzfläche zwischen der
Gateisolationsschicht 231a und dem aktiven Gebiet 230 zu
beeinflussen, ist die kapazitive Kopplung zwischen der Kondensatorelektrode 233 und
dem ersten Halbleitergebiet 220 durch Einführen eines
Materials mit großem κ optimiert,
wobei die erste Dicke 222 so gewählt ist, um einen geforderten
geringen Leckstrom zu liefern. Folglich können Kondensatoren mit hoher
Kapazität
bei reduziertem Leckstrom in Kombination mit äußerst fortschrittlichen Transistorelementen
auf der gleichen Chipfläche
bereit gestellt werden, die eine äußerst dünne Gateisolierschicht für eine ausreichende
Ladungsträgermobilität erfordern,
während
die Zuverlässigkeit
des Kondensatordielektrikums aufgrund des Weglassens destruktiver
Implantationsschritte, wie sie beispielsweise im konventionellen
Prozessablauf notwendig sind, und aufgrund der relativ großen Dicke 222 gewährleistet
ist. Wie ferner aus den 2a-2g ersichtlich ist, kann
eine beliebige geeignete Technik zur Herstellung der ultradünnen Gateisolationsschicht 231a angewendet
werden, so dass fortschrittliche Abscheide- und Strukturierungsprozesse
anstelle einer Hochtemperaturoxidation verwendet werden können. Da
ferner die Kapazität
pro Einheitsfläche des
Kondensators 240 deutlich im Vergleich zu konventionellen
Elementen gesteigert ist, wobei gleichzeitig der Leckstrom und damit
die Leistungsaufnahme des Halbleiterelements reduziert sind, kann
die Gesamtfläche
des Chips, die zur Bereitstellung einer gewünschten Funktionalität erforderlich
ist, verringert werden. Da weniger Wärme pro Einheitsfläche erzeugt
wird, tragen integrierte Schaltungen mit Halbleiterelementen gemäß der vorliegenden
Erfindung ebenso deutlich zur Entspannung des Problems einer ausreichenden
Bauteilkühlung
bei, wodurch die Installation einer geringeren Kühlkapazität möglich ist, wodurch ferner ein
Beitrag zu einer deutlichen Reduzierung der Leistungsaufnahme, insbesondere in
tragbaren Geräten,
erbracht wird.
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Weitere Modifikationen und Variationen
der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann angesichts dieser
Beschreibung offenkundig. Daher ist diese Beschreibung lediglich
als, anschaulich und für
die Zwecke gedacht, dem Fachmann die allgemeine Art und Weise des
Ausführens
der vorliegenden Erfindung zu vermitteln. Selbstverständlich sind die
hierin gezeigten und beschriebenen Formen der Erfindung als die
gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsformen
zu betrachten.