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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Herstellung eines metallischen Wabenkörpers, insbesondere
eines Wabenkörper
für eine
Abgasanlage eines Verbrennungsmotors. Solche Wabenkörper werden
als Träger
für katalytisch
aktives Material und/oder für
Adsorbermaterial und ähnliche Anwendungen
eingesetzt.
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Man unterscheidet vor allem zwei
typische Bauformen für
metallische Wabenkörper.
Eine frühe Bauform,
für die
die
DE 29 02 779 A1 typische
Beispiele zeigt, ist die spiralige Bauform, bei der im wesentlichen
eine glatte und eine gewellte Blechlage aufeinandergelegt und spiralförmig aufgewickelt
werden. Bei einer anderen Bauform wird der Wabenkörper aus
einer Vielzahl von abwechselnd angeordneten glatten und gewellten
oder unterschiedlich gewellten Blechlagen aufgebaut, wobei die Blechlagen zunächst einen
oder mehrere Stapel bilden, die miteinander verschlungen werden.
Dabei kommen die Enden aller Blechlagen außen zu liegen und können mit
einem Gehäuse
oder Mantelrohr verbunden werden, wodurch zahlreiche Verbindungen
entstehen, die die Haltbarkeit des Wabenkörpers erhöhen. Typische Beispiele dieser
Bauformen sind in der
EP
0 245 737 B1 oder der WO 90/03220 beschrieben. Schließlich gibt
es auch Wabenkörper
in konischer Bauform, gegebenenfalls auch mit weiteren zusätzlichen
Strukturen zur Strömungsbeeinflussung.
Ein solcher Wabenkörper
ist beispielsweise in der WO 97/49905 beschrieben.
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Bei der Herstellung von Katalysator-Trägerkörpern insbesondere
zum Einsatz bei der Behandlung von Abgasen von Verbrennungsmotoren,
insbesondere von Kraftfahrzeugen, ist es aufgrund der zu erreichenden
Halt- und Belastbarkeit nötig,
eine möglichst
gute Verbindung der unterschiedlichen Blechlagen zueinander und
zum Mantekohr zu erzielen. Hier und im folgenden sind als Blechlagen
einerseits metallische Blechlagen zu verstehen, andererseits aber
auch Lagen aus einem zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbaren Material.
Solche zumindest teilweise für
ein F1uid durchströmbare
Materialien werden zum Aufbau von offenen Partikelfiltern verwendet.
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Oftmals wird zur Verbindung zweier
Blechlagen eine Löttechnik
eingesetzt, bei der die Blechlagen bevorzugt durch ein Hartlötverfahren
verbunden werden. Zur Aufbringung des Lotes sind verschiedene Techniken
bekannt, bei denen bevorzugt Lotpulver oder Lotstreifen, aber auch
Lotpaste zum Einsatz kommen. Verfahren zum Aufbringen eines Haftmittels
und Beloten einer metallischen Anordnung enthaltend einen Wabenkörper sind
beispielsweise aus der WO 89/11938, der WO 94/06594, der WO 93/25339,
der
DE 29 24 592 A1 und
der
DE 198 23 000
A1 bekannt.
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Alternativ ist beispielsweise aus
der
EP 0 159 468 B1 bekannt,
zur Verbindung der Blechlagen untereinander einen im wesentlichen
aus Aluminium bestehenden Zusatzstoff in Pulverform unter Verwendung
von Binder, Kleber oder ähnlichem
aufzutragen, wobei es hier zu einer Verbindung zwischen den Blechlagen
durch Ausbilden einer Legierung in den Verbindungsbereichen der
Blechlagen kommt.
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Jedoch erweist sich der Bearbeitungsschritt des
Auftragens eines Haftmittels und daran anschließend das Aufbringen des pulverförmigen Zusatzstoffes
oder Lotes regelmäßig als
relativ kompliziert, vor allem in der Handhabung, zudem weisen gerade
Lötverbindungen
in Bezug auf die Haltbarkeit Nachteile auf, so dass es hiervon ausgehend
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
von Wabenkörpern
vorzuschlagen, die eine Verbindung der Blechlagen mit guter Haltbarkeit bei
einfacher Verfahrensführung
ermöglicht
und einen solchermaßen
hergestellten Wabenkörper
vorzuschlagen.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch
ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 14, sowie einen Wabenkörper mit
den Merkmalen des Anspruchs 21. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
Gegenstand der jeweiligen abhängigen
Ansprüche.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
eines Wabenkörpers,
insbesondere eines Katalysator-Trägerkörpers, mit zumindest teilweise für ein Fluid
durchströmbaren
Hohlräumen,
umfasst die folgenden Schritte:
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- a) Ausbilden einer metallischen Wabenstruktur und
- b) in Kontakt bringen zumindest einer Stirnseite der Wabenstruktur
mit einem flüssigen
Zusatzstoff, enthaltend Aluminium oder eine Aluminiumlegierung.
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Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet es in
vorteilhafter Weise durch das in Kontakt bringen zumindest einer
Stirnseite den flüssigen
Zusatzstoff zur Verbindung der Blechlagen untereinander zu nutzen.
Durch das in Kontakt bringen mit dem flüssigen Zusatzstoff kommt es
aufgrund der Kapillarwirkung zu einem Eindringen des flüssigen Zusatzstoffes
in die Hohlräume
der Wabenstruktur, wobei der Zusatzstoff die Wände der Hohkäume der
Wabenstruktur benetzt. Die Wände
der Hohlräume
einer metallischen Wabenstruktur sind bevorzugt aus Stahl ausgebildet.
Je nach Temperatur der Wabenstruktur und des flüssigen Zusatzstoffes kommt
es zu einem Hineindiffundieren des im Zusatzstoff enthaltenen Aluminiums
in den Stahl der Wände
der Wabenstruktur. Dadurch entsteht eine Aluminium-Stahl-Legierung mit
einem lokal erhöhten
Aluminiumanteil. Der Schmelzpunkt einer solchen Legierung sinkt
mit steigendem Aluminiumanteil. Sind die Wände der Wabenstruktur durch
Blechlagen ausgebildet, kommt es so zu einer Verbindung zwischen
benachbarten Blechlagen. Durch die fortschreitende Diffusion des Aluminiums
sinkt der lokale Aluminiumgehalt wieder, der Schmelzpunkt steigt
und es kommt zu einer Aushärtung
der Verbindung.
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Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung
des Verfahrens wird die Wabenstruktur dwch Wickeln zumindest einer
Blechlage, von denen zumindest eine teilweise strukturiert ist,
ausgebildet. Auf eine solche Art und Weise kann beispielsweise eine
spiralförmige Wabenstruktur
erstellt werden. Diese kann durch Wickeln einer einzigen strukturierten
Blechlage ausgebildet werden, jedoch kann genauso gut eine strukturierte
mit einer im wesentlichen glatten Blechlage erfolgen. Die Ausbildung
einer spiralförmigen
Wabenstruktur durch Wickeln einer zumindest teilweise strukturierten
Blechlage ist gleichfalls möglich
und erfindungsgemäß. Die Strukturierung,
bevorzugt eine Wellung, einzelner oder eines Teils der Blechlagen ermöglicht in
einfacher Art und Weise die Ausbildung von für ein Fluid, beispielsweise
ein Abgas einer Verbrennungskraftmaschine, zumindest teilweise durchströmbaren Hohlräumen.
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Beim Eindringen des Zusatzstoffes
in eine Blechlage kommt es dort lokal zur Ausbildung einer erhöhten Aluminiumkonzentration,
die dann, wenn ein Berührungsbereich
zweier Blechlagen oder einer Blechlage mit sich selbst vorliegt,
zu einer Verbindung dieser beiden Bereiche führt. Dies liegt daran, dass
Stahl-Aluminiumlegierungen
einen sinkenden Schmelzpunkt mit steigendem Aluminiumgehalt aufweisen.
Somit ist es möglich,
bei einer Temperatur zu arbeiten, die unterhalb des Schmelzpunktes
des Grundwerkstoffes, aus dem die Kanalwände ausgebildet sind, aber
oberhalb des Schmelzpunktes der Legierung mit lokal angereichertem
Aluminiumgehalt liegt. Somit kommt es zu einem Aufschmelzen der Legierung
mit lokal erhöhtem
Aluminiumgehalt, die in dem Fall, dass ein Berührungsbereich zwischen zwei Blechbereichen
vorliegt, zu einem Verschmelzen der Blechlagen führen.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens wird die Wabenstruktur durch Stapeln
einer Mehrzahl von Blechlagen, die teilweise strukturiert und teilweise
im wesentlichen glatt sind und Verschlingen eines oder mehrerer
Stapel ausgebildet. Auch in diesem Fall kommt es in vorteilhafter
Weise zur Ausbildung von Verbindungen zwischen zwei Blechlagen durch
Bildung einer Legierung mit lokal angereichertem Aluminiumgehalt.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens besteht wenigstens ein Teil der Blechlagen
zumindest teilweise aus zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbarem Material. Dies
ermöglicht
in vorteilhafter Weise die Ausbildung von Wabenstruktur, die als
sogenannte offene Partikelfilter wirken.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens wird vor oder nach Verfahrensschritt
b) die Wabenstruktur in ein Mantelrohr eingebracht. Hierbei kann
auch die Verbindung zwischen Mantelrohr und Wabenstruktur analog
unter Ausnutzung der Diffusion des im flüssigen Zusatzstoff enthaltenen
Aluminiums in Mantekohr und Wabenstruktur erfolgen.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt nach Verfahrensschritt b) die
Ausbildung einer thermischen Fügeverbindung,
bevorzugt einer Löt-
oder Schweißverbindung,
besonders bevorzugt eine Induktionslötverbindung, zur Verbindung
von Wabenstruktur und Mantelrohr. Die Ausbildung einer thermischen
Fügeverbindung
zwischen Mantelrohr und Wabenstruktur ermöglicht die Ausbildung eine
dauerhaften Verbindung zwischen Mantelrohr und Wabenstruktur.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt vor Verfahrensschritt b, bevorzugt
zeitnah vor dem Verfahrensschritt b), die Ausbildung einer thermischen
Fügeverbindung,
bevorzugt einer Löt-
oder Schweißverbindung,
besonders bevorzugt eine Induktionslötverbindung, zur Verbindung
von Wabenstruktur und Mantelrohr. Da beim Ausbilden einer thermischen
Fügeverbindung Mantelrohr
und/oder Wabenstruktur erhitzt werden, kann die in die Wabenstruktur
und/oder das Mantelrohr eingebrachte Wärme in vorteilhafter Weise
zur Beeinflussung des Fließverhaltens
des flüssigen
Zusatzstoffes innerhalb der Wabenstruktur benutzt werden. Insbesondere
die zeitnah vor dem Verfahrensschritt b, also dem in Kontakt bringen
der Wabenstruktur mit einem flüssigen
Zusatzstoff, erlaubt in vorteilhafter Weise die Ausnutzung der durch
das Ausbilden der thermischen Fügeverbindung
eingebrachten Wärme.
Dies ist unter dem Gesichtspunkt einer möglichst effizienten Energieausnutzung
von Vorteil.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens werden die Wabenstruktur und/oder das
Mantelrohr vor Verfahrensschritt b) auf eine vorgegebene Temperatur
aufgeheizt, die im wesentlichen der des flüssigen Zusatzstoffes entspricht. Alternativ
ist es auch möglich,
die Wabenstruktur und/oder das Mantelrohr vor Verfahrensschritt
b auf eine vorgegebene Temperatur oberhalb oder unterhalb der Temperatur
des flüssigen
Zusatzstoffes aufzuheizen.
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Die Aufheizung der Wabenstruktur
und/oder des Mantelrohrs erlaubt es in vorteilhafter Weise die Verfahrensführung zu
beeinflussen. Insbesondere ist es durch Vorgabe einerseits der Temperatur
des flüssigen
Zusatzstoffes und andererseits der Temperatur der Wabenstruktur
und/oder des Mantelrohrs möglich,
die Eindringtiefe des flüssigen
Zusatzstoffes in die Wabenstruktur und andererseits die Diffusionslänge in die
Kanalwände
und damit die Eigenschaften der sich bildenden Verbindungen zu kontrollieren. Hierbei
ist es besonders vorteilhaft, die Eindringtiefe und die Diffusionslänge an die
späteren
Anforderungen an den Wabenkörper
anzupassen. Eine weitere Möglichkeit,
die Verfahrensführung
zu beeinflussen besteht in der Zusammensetzung des Zusatzstoffes. So
kann dieser bei spielweise Bestandteile enthalten, die Parameter
wie Oberflächenspannung
und/oder Viskosität
des Zusatzstoffes beeinflussen.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens weist der flüssige Zusatzstoff eine vorgegebene
Temperatur auf, die im wesentlichen der Schmelztemperatur des Zusatzstoffes
entspricht. Dies ist besonders vorteilhaft, da so der Energiebedarf,
der zum Aufrechterhalten der Betriebstemperatur des Zusatzstoffes
nötig ist,
am klein gehalten werden kann.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens wird zumindest das in Kontakt bringen
der Wabenstruktur und ggf. des Mantelrohres mit dem flüssigen Zusatzstoff
unter Vakuum oder Schutzgas, bevorzugt unter Schutzgas, durchgeführt. Durch
Arbeiten im Vakuum oder im Schutzgas wird eine Reaktion zumindest
des Aluminiums im flüssigen
Zusatzstoff mit dem Luftsauerstoff vermieden, der zur Verklumpung
des Zusatzstoffes führen würde. Beim
Arbeiten unter Schutzgasatmosphäre ist
es einerseits möglich,
in einer abgeschlossenen Kammer zu arbeiten, die eine Art Schleuse
für den Zugang
der Bauteile, also beispielsweise von Wabenstrukturen und Mantelrohren
aufweist, die es ermöglicht,
im wesentlichen ohne das es zum Eindringen von Luft in die Kammer
kommt, zu verfahren. Andererseits ist es auch möglich, die Schleusen einfacher
zu gestalten und die Kammer unter einem leichten Überdruck
von Schutzgas zu halten, um so das Eindringen von Luft zu verhindern.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens enthält der flüssige Zusatzstoff imi wesentlichen
aus Aluminium. So ist es möglich,
den Zusatzstoff in einfacher Art und Weise bereit zu stellen. Die
Kontrolle der Verfahrensführung
kann dann über
die Kontrolle der Temperatur der Wabenstruktur und/oder des Mantekohres,
sowie über
die Kontrolle der Temperatur des Zusatzstoffes erfolgen.
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Gemäß einem weiteren Aspekt des
erfinderischen Gedankens wird eine Vorrichtung zur Herstellung eines
Wabenkörpers
vorgeschlagen, mit einem Reservoir zur Aufnahme eines flüssigen Zusatzstoffes,
zumindest einer in thermischem Kontakt zum Reservoir stehenden ersten
Heizvorrichtung und einer Handhabungsreinrichtung, wobei die Handhabungseinrichtung
a) Greifmittel zum Greifen und b) Bewegungsmittel zum Bewegen der
Greifmittel zumindest oberhalb einer Öffnung des Reservoirs, vorzugsweise
in das Reservoir, aufweist.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt in vorteilhafter
Weise das Verbinden von die metallische Wabenstruktur bildenden
Blechlagen miteinander und gegebenenfalls mit einem Mantelrohr.
Der Aufbau der Vorrichtung mit einer Handhabungsreinrichtung, die
Greifmittel und Bewegungsmittel aufweist, ermöglicht auf einfache Art und
Weise die Handhabung der Wabenstruktur. Diese wird mit den Greifmitteln
ergriffen, daran anschließend
bewegen die Bewegungsmittel die Greifmittel samt Wabenstruktur.
Die Bewegungsmittel sind so ausgelegt, dass diese die Greifmittel
und damit auch die Wabenstruktur zumindest oberhalb der Öffnung des
Reservoirs, vorzugsweise auch in das Reservoir bewegen können. Somit
kann durch Bewegen der Handhabungseinrichtung ein in Kontakt bringen
zumindest einer Stirnseite der Wabenstruktur mit dem flüssigen Zusatzstoff
erfolgen.
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Die erste Heizeinrichtung kann beispielsweise
als eine elektrische Heizeinrichtung, die in das Reservoir integriert
ist, ausgebildet sein, jedoch ist auch jede andere Heizeinrichtung
möglich
und erfindungsgemäß, beispielsweise
unter Verwendung eines Brenners oder durch die Verwendung von Abwärme aus
anderen Prozessen. Die erste Heizeinrichtung bewirkt, dass der flüssige Zusatzstoff
beständig
im flüssigen
Aggregatzustand verbleibt.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Vorrichtung weist das Mittel zum Ausbilden einer Wabenstruktur
Mittel zum Stapeln und Verschlingen oder zum Wickeln von einer oder
mehreren, zumindest teilweise strukturierten Blechlagen auf. So
kann beispielsweise eine spiralförmige
Wabenstruktur erstellt werden. Diese kann durch Wickeln einer einzigen
strukturierten Blechlage ausgebildet werden, jedoch kann genauso
gut ein Aufwickeln einer strukturierten mit einer im wesentlichen
glatten Blechlage erfolgen. Die Ausbildung einer spiralförmigen Wabenstruktur
durch Wickeln einer zumindest teilweise strukturierten Blechlage
ist gleichfalls möglich
und erfindungsgemäß. Weiterhin
ist es erfindungsgemäß möglich, einen
oder mehrere Stapel von Blechlagen herzustellen und diese zu verschlingen
bzw. zu wickeln und so eine Wabenstruktur herzustellen. Hierbei
ist es besonders vorteilhaft, abwechselnd im wesentlichen glatte
und strukturierte Blechlagen zu stapeln. Die Strukturierung, bevorzugt
eine Wellung, einzelner oder von Teilen von Blechlagen ermöglicht in
einfacher Art und Weise die Ausbildung von für ein Fluid, beispielsweise
ein Abgas einer Verbrennungskraftmaschine, zumindest teilweise durchströmbaren Hohlräumen. Es
ist ferner möglich,
die Blechlagen zumindest teilweise mit Löchern zu versehen.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Vorrichtung zumindest eine zweite Heizvorrichtung ausgebildet
ist, die zur Aufheizung der Wabenstruktur vor in Kontakt bringen
mit dem flüssigen
Zusatzstoff dient. Das Aufheizen der Wabenstruktur verhindert in
vorteilhafter Weise ein zu schnelles Ausfrieren des Zusatzstoffes
beim Benetzen der Wände
der Hohlräume
der Wabenstruktur. Die zweite Heizeinrichtung kann als elektrische
Heizeinrichtung ausgebildet sein, jedoch ist es genauso gut möglich, einen Brenner
oder auch die Abwärme
aus anderen Prozessen einzusetzen.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Vorrichtung sind Mittel zum Einbringen der Wabenstruktur
in ein Mantelrohr vorgesehen. Durch diese Mittel kann beispielsweise
die Wabenstruktur in das Mantelrohr geschoben werden.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Vorrichtung ist zumindest eine Induktionslöteinrichtung
vorgesehen. Diese Induktionslöteinrichtung
kann besonders vorteilhaft zum Ausbilden einer Verbindung zwischen
Wabenstruktur und Mantelrohr verwendet werden. Die durch die Induktionslötung entstehende
Wärme heizt
die Wabenstruktur und das Mantelrohr auf, so dass bereits in vorteilhafter
Weise eine Erwärmung
der Wabenstruktur und des Mantelrohres stattfindet. Vorteilhafterweise
ist es möglich,
die Induktionslöteinrichtung
frei beweglich zu gestalten. Weiterhin ist es aber auch möglich, die Induktionslöteinrichtung
in die Reservoirwand zu integrieren oder mit dem Reservoir zu verbinden.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Vorrichtung sind Regel- und/oder Steuermittel vorgesehen, die über Signalleitungen
mit der ersten und/oder der zweiten Heizvorrichtung verbunden sind.
Durch diese Regel und/oder Steuermittel wird die Temperatur des
flüssigen
Zusatzstoffes und/oder des Reservoirs und/oder der Wabenstruktur
und/oder des Mantelrohrs geregelt. Dies erlaubt in vorteilhafter Weise,
die zu regelnden Temperaturen konstant in einem vorbestimmten Bereich
zu halten. Hierbei ist es auch möglich,
eine Rückkopplung
zur Wabenstruktur und/oder zum Mantekohr und/oder zum flüssigen Zusatzstoff
vorzusehen. Dies kann durch Ausbildung entsprechender Temperatursensoren,
beispielsweise unter Verwendung einer berührungslosen Temperaturmesstechnik,
und Verbinden mit der Regel- und/oder Steuereinheit erfolgen. Die
Regel- und/oder Steuereinheit
kann elektronisch ausgebildet sein, jedoch sind auch andere Regel-
und/oder Steuerkreise möglich.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Vorrichtung ist zumindest das Reservoir in einer
Kammer, bevorzugt einer Vakuumkammer oder Schutzgas kammer, angeordnet.
Wird die Oberfläche
des flüssigen
Zusatzstoffes im Reservoir unter Schutzgas oder Vakuum gehalten,
wird in vorteilhafter Weise ein Verklumpen des Zusatzstoffes aufgrund
von Oxidation mit dem Luftsauerstoff vermieden.
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Alle weiteren oben im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
erwähnten
Vorteile lassen sich entsprechend auf die erfindungsgemäße Vorrichtung übertragen
und umgekehrt.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der
erfinderischen Idee wird ein Wabenkörper vorgeschlagen, der nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren
oder unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellt
wurde.
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Ausführungsbeispiele und Einzelheiten
der Erfindung, auf die diese jedoch nicht beschränkt ist, werden im folgenden
anhand der Zeichnungen näher erläutert, und
zwar zeigen:
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1 schematisch
eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Herstellung von Wabenkörpern;
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2 einen
Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Wabenkörper; und
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3 schematisch
einen Verbindungsbereich eines erfindungsgemäßen Wabenkörpers.
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1 zeigt
schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur
Herstellung von Wabenkörpern.
Die Vorrichtung 1 umfasst eine Kammer 2, die evakuierbar
oder mit Schutzgas, also inerten Gasen, füllbar ist. Die Kammer 2 ist
mit – nicht eingezeichneten – Schleusen
versehen, die einen Zugang zur Kammer 2 mit relativ geringem
Verlust an Vakuum/Schutzgas ermöglichen.
In der Kammer 2 ist ein Reservoir 3 ausgebildet,
das in thermischem Kontakt mit einer ersten Heizvorrichtung 4 steht.
Das Reservoir 3 weist eine Öffnung 23 auf. Durch
diese erste Heizvorrichtung 4 wird ein flüssiger Zusatzstoff 5,
der sich im Reservoir 4 befindet, temperiert. Der flüssige Zusatzstoff 5 enthält Aluminium
oder auch eine Aluminiumlegierung. Vorteilhaft ist es, wenn der
flüssige Zusatzstoff 5 im
wesentlichen Aluminium enthält,
jedoch ist es genauso möglich,
den flüssigen
Zusatzstoff 5 mit weiteren Komponenten zu versehen, die physikalische
Eigenschaften des flüssigen
Zusatzstoffes 5 verändern,
beispielsweise die Viskosität oder
auch die Oberflächenspannung.
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Die Vorrichtung 1 weist
ferner einen ersten Handhabungseinrichtung 7 mit Greifmitteln 24 und Bewegungsmitteln 25 auf.
Die Greifmittel 24 greifen eine metallischen Wabenstruktur 6,
Greifmittel 24 und somit auch die Wabenstruktur 6 werden
durch die Bewegungsmittel 25 bewegt.
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Diese Wabenstruktur 6 wird
in den nur schematisch eingezeigten Mitteln 8 zur Ausbildung
einer Wabenstruktur ausgebildet. Hierbei werden Blechlagen, gegebenenfalls
im wesentlichen glatte und strukturierte Blechlagen, durch Stapeln
und Verschlingen oder auch durch Wickeln zu einer Wabenstruktur 6 geformt.
Weiterhin können
die Mittel 8 zur Ausbildung einer Wabenstruktur sowohl
Mittel zum Einbringen der Wabenstruktur 6 in ein Mantelrohr,
als auch eine zweite Heizvorrichtung beinhalten, die die Wabenstruktur 6 und/oder
das Mantelrohr auf eine vorbestimmte Temperatur aufheizt. Diese
zweite Heizvorrichtung ist über
eine erste Signalleitung 9 mit einem Steuermittel 10 verbunden,
das die Temperatur der zweiten Heizeinrichtung bzw. der Wabenstruktur 6 auf
einen vorbestimmten Wert regelt. Über die erste Signalleitung 9 werden
sowohl Steuersignale an die zweite Heizvorrichtung, als auch Signale
eines – nicht
gezeigten – Temperatur sensors
in der zweiten Heizvorrichtung übertragen.
Der Temperatursensor misst die Temperatur der Wabenstruktur. Vorteilhafterweise
kann hier ein berührungslos
arbeitender Temperatursensor verwendet werden.
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Das Steuermittel 10 ist über eine
zweite Signalleitung 11 mit der ersten Heizeinrichtung 4 verbunden
und regelt die Temperatur der ersten Heizeinrichtung 4 bzw.
des flüssigen
Zusatzstoffes 5 auf einen vorbestimmten Wert. Auch hier
erfolgt über
die zweite Signalleitung 11 sowohl die Übertragung von Steuerdaten
an die erste Heizeinrichtung 4, als auch die Übertragung
von Temperaturdaten von der ersten Heizeinrichtung 4, die
beispielsweise durch einen in die erste Heinzeinrichtung 4 integrierten
Temperatursensor gemessen wird.
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Die erste Handhabungseinrichtung 7 bewegt eine
ausgebildete Wabenstruktur 6, die durch die Greifmittel 24 fixiert
wird, so dass gewährleistet
ist, dass sich gegebenenfalls der Durchmesser der Wabenstruktur 6 nicht ändert, von
den Mitteln 8 zur Ausbildung einer Wabenstruktur hin zum
Reservoir 3. Bevor die Stirnseite 22 der Wabenstruktur 6 mit
dem flüssigen
Zusatzstoff 5 in Kontakt gebracht wird, ist es möglich, ein
gegebenenfalls die Wabenstruktur 6 umgebendes, nicht eingezeichnetes,
Mantelrohr mit der Wabenstruktur 6 durch Ausbildung einer
thermischen Fügeverbindung,
beispielsweise mittels einer Induktionslötvorrichtung 13 zu
verbinden. Beispielsweise kann in den Mitteln 8 zur Ausbildung
einer Wabenstruktur auch ein Mittel zum Einbringen der Wabenstruktur 6 in
ein Mantelrohr ausgebildet sein.
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Eine zweite Handhabungseinrichtung 12 ist mit
einer Induktionslötvorrichtung 13 versehen,
die zur Ausbildung einer Lötverbindung
zwischen Mantelrohr und Wabenstruktur 6 verwendet wird.
Die erste Handhabungseinrichtung 7 und die zweite Handhabungseinrichtung 12 wirken
so zusammen, dass sowohl eine Induktionslö tung zur Verbindung von Mantelrohr
und Wabenstruktur 6, als auch ein in Kontakt bringen mit
dem flüssigen
Zusatzstoff 5 erfolgt.
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Die Ausbildung der Induktionslötverbindung kann
vor oder auch nach in Kontakt bringen mindestens einer der Stirnseiten 22 der
Wabenstruktur 6 mit dem flüssigen Zusatzstoff 5 erfolgen.
Wird die Induktionslötung
vor in Kontakt bringen mit dem flüssigen Zusatzstoff 5 durchgeführt, so
wird dabei in vorteilhafter Weise der Wabenkörper, bzw. die Wabenstruktur 6 und
das Mantelrohr durch den Lötprozess
aufgeheizt. Auch die Ausbildung der Verbindung zwischen Wabenstruktur 6 und
Mantelrohr ist durch anderr thermischer Fügeverbindungen, bspw. durch Schweißen oder
auch durch andere Lötverfahren
erfindungsgemäß möglich.
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2 zeigt
einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Wabenkörper. Die Wabenstruktur 6 des
Wabenkörpers
ist aus im wesentlichen glatten Blechlagen 14 und strukturierten
Blechlagen 15 aufgebaut, die Kanäle 16 bilden. Je nach
Aufbau der Blechlagen 14, 15 ist es beispielsweise
auch möglich,
Wabenstrukturen 6 auszubilden, die keine durchgehenden
Kanäle 16,
sondern anders geartete Hohlräume
bilden, beispielsweise ist so die Herstellung eines Wabenkörpers jeweils
teilweise verschlossenen Kanälen
möglich.
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Sowohl als glatte Blechlagen 14,
als auch als strukturierte Blechlagen 15 können erfindungsgemäß Lagen
aus zumindest teilweise für
ein Fluid durchströmbaren
Material, also einem porösem
oder auch hochporösem
Material eingesetzt werden. Auch die Verwendung von Blechlagen 14, 15 bspw.
aus Stahl sind erfindungsgemäß möglich.
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Die glatten Blechlagen 14 und
die strukturierten Blechlagen 15 weisen Verbindungsbereiche 17 auf,
in denen die Blechlagen 14, 15 miteinander verbunden
sind. Die Ausbildung der Verbindung in den exemplarisch eingezeichneten
Ver bindungsbereichen 17 erfolgt erfindungsgemäß durch
die Bildung einer Aluminiumlegierung mit lokal erniedrigtem Schmelzpunkt,
da das Aluminium aus dem flüssigen Zusatzstoff 5 in
die Blechlagen 14, 15 eindiffundiert und somit
dort lokal den Schmelzpunkt senkt, so dass in den Verbindungsbereichen 17 die
Blechlagen 14, 15 durch Verschmelzen miteinander
verbunden werden. Dadurch, dass der Diffusionsvorgang weiter abläuft, wird
der lokale Aluminium-Gehalt wieder gesenkt, so dass der lokale Schmelzpunkt
steigt, so dass eine erneute Verfestigung erfolgt, so dass sich die
Verbindungsbereiche wieder verfestigen.
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Durch das Einstellen und Regeln der
Temperatur der Wabenstruktur 6 und des flüssigen Zusatzstoffes 5 ist
es in vorteilhafter Weise möglich,
die Verfahrensführung
zu steuern. Vor allem die Eindringtiefe des flüssigen Zusatzstoffes 5 in
die Wabenstruktur 6 und die erreichte Diffusionslänge des
Aluminiums in den Blechlagen 14, 15 lassen sich
durch Vorgabe der Temperatur der Wabenstruktur 6 und/oder
des flüssigen
Zusatzstoffes 5 kontrollieren. Dies hat jedoch entscheidenden
Einfluss auf die erzielten Eigenschaften der Verbindung zwischen
den Blechlagen 14, 15.
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3 zeigt
am Beispiel eines aus aus Stahl gebildeten im wesentlichen glatten
Blechlagen 14 und strukturierten Blechlagen 15 aufgebauten
erfindungsgemäßen Wabenkörpers schematisch
einen Verbindungsbereich 17 im Detail. Bei Benetzung der Oberfläche der
Blechlagen mit dem Aluminium enthaltenden flüssigen Zusatzstoff 5 beginnt
das Aluminium sofort in den Stahl der Blechlagen 14, 15 einzudiffundieren,
so dass sich eine erste Zone 18, eine zweite Zone 19 und
eine dritte Zone 20 mit hohem Aluminiumgehalt in den Blechlagen 14, 15 bilden. Diese
lokal aluminiumreiche Aluminium-Stahl-Legierungen haben einen wesentlich
niedrigeren Schmelzpunkt als der Stahl, aus dem die Blechlagen 14, 15 gefertigt
sind, so dass sich die Zonen 18, 19 vorübergehend
verflüssigen.
Es entsteht so eine sehr innige Verbindung in der Nähe der Berührungsstelle 21, welche
im Ide alfall nahezu die Eigenschaften einer Schweißverbindung
aufweist, da die Stahlbleche vor der Verbindung direkt aneinanderliegen.
Das Aluminium diffundiert bei hoher Temperatur weiter, wie mit Pfeilen
angedeutet, in den Stahl hinein, wodurch der Schmelzpunkt der Zonen 18, 19 sich
wieder erhöht und
der Verbindungsbereich 17 erstarrt. Die so geschaffene
Verbindung ist außerordentlich
stabil und die Verbindungsmethode hat zusätzlich den Vorteil, dass der
Stahl mit Aluminium angereichert werden kann, was für die Konosionseigenschaft
von Vorteil ist. Im Bereich der dritten Zone 20 kommt es
nur zu einer Erhöhung
des Aluminiumanteils und somit zu verbesserten Korrosionseigenschaften
in dieser dritten Zone 20.
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Diese verbesserten Korrosionseigenschaften
sind insbesondere in den stirnseitigen Bereichen des Wabenkörpers von
Vorteil, da durch diese im Regelfall das Abgas in den Wabenkörper strömt bzw. diesen
verlässt,
so dass diese Bereiche besonders starken mechanischen und thermischen
Belastungen ausgesetzt sind.
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Durch das erfindungsgemäße Verfahren zum
Herstellen eines Wabenkörpers
ist es in vorteilhafter Weise durch in Kontakt bringen zumindest
einer Stirnseite einer Wabenstruktur 6 des Wabenkörpers mit
einem flüssigen
Zusatzstoff 5, enthaltend Aluminium oder eine Aluminiumlegierung,
möglich, eine
innige und dauerhafte Verbindung von Blechlagen 14, 15 in
Verbindungsbereichen 17 zu bewirken.
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- 1
- Vorrichtung
zur Herstellung von Wabenkörpern
- 2
- Kammer
- 3
- Reservoir
- 4
- erste
Heizvorrichtung
- 5
- flüssiger Zusatzstoff
- 6
- Wabenstruktur
- 7
- erste
Handhabungseinrichtung
- 8
- Mittel
zur Ausbildung einer Wabenstruktur
- 9
- erste
Signalleitung
- 10
- Steuermittel
- 11
- zweite
Signalleitung
- 12
- zweite
Handhabungsmittel
- 13
- Induktionslötvorrichtung
- 14
- glatte
Blechlage
- 15
- strukturierte
Blechlage
- 16
- Kanal
- 17
- Verbindungsbereich
- 18
- erste
Zone
- 19
- zweite
Zone
- 20
- dritte
Zone
- 21
- Berührungsstelle
- 22
- Stirnseite
- 23
- Öfffung
- 24
- Greifmittel
- 25
- Bewegungsmittel