Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zur Herstellung einer Elektrode für einen elektromagneti
schen Durchflußmesser und insbesondere auf ein Verfahren
zur Herstellung einer Elektrode, die in einem mit einem
keramischen Meßrohr versehenen elektromagnetischen
Durchflußmesser verwendet werden kann.
Ein in einem elektromagnetischen Durchflußmesser in
herkömmlicher Weise verwendetes Meßrohr wird aus rostfrei
em Stahl oder ähnlichem hergestellt und seine Innenfläche
wird mit einer Isolierschicht überzogen. Unlängst jedoch
wurde ein Meßrohr entwickelt, das durch Sintern eines
keramischen Materiales wie beispielsweise Aluminiumoxid
(Al2O3) als nicht leitfähiges Material, geformt wurde.
Ein derartiges Meßrohr hat eine höhere Korrosionsfestig
keit als das mit einer Schicht versehene herkömmliche
Metallmeßrohr und verformt sich bei hoher Temperatur
nicht. Zusätzlich kann eine Elektrode oder ähnliches in
diese Art von Meßrohr eingegossen werden. Aus diesem
Grunde wurde dieses eine Vielzahl von Vorteilen aufweisen
de Meßrohr weitverbreitet verwendet. Verschiedene
Strukturen wurden für die Elektrodenstruktur eines
elektromagnetischen Durchflußmessers, der ein derartiges
keramisches Meßrohr verwendet, vorgeschlagen. Ein Beispiel
für eine derartige Struktur ist in der japanischen
Patentoffenlegung Nr. 85-5 01 552 offenbart. Bei dieser
Struktur sind, wie in Fig. 1a und 1b gezeigt, ein Paar
gegenüberliegender Elektrodeneinführungslöcher 3 in
zentralen Abschnittes einer mantelförmigen Wandung eines
zylindrisch geformten Körpers 4 aus nicht gesintertem
keramischem Material (beispielsweise Oxidkeramik)
ausgebildet. Elektroden 1 werden in die Elektrodeneinfüh
rungslöcher 3 eingesetzt, so daß deren innere Enden auf
den Innenraum des Körpers 4 weisen. In diesem Zustand
wird der geformte Körper 4 bei etwa 1800°C gesintert, um
ein Meßrohr zu erhalten, und gleichzeitig werden die
Elektroden integral durch Sintern in den Elektrodeneinfüh
rungslöchern 3 befestigt.
Das heißt, da sich ein keramisches Material beim Sintern
zusammenzieht (um etwa 17% bis 20% im Fall von Al2O3),
daß die Elektroden 1 und das Meßrohr 4 integral geformt
sind, und es kann auf diese Weise ein Flüssigkeitsabschluß
der Elektrodeneinführungslöcher 3 erreicht werden. Ein
Edelmetall wie z. B. Platin oder eine Platinlegierung
wird als Elektrodenmaterial verwendet. Dies deshalb, da
diese Metalle eine zufriedenstellende Hitzebeständigkeit
gegenüber der Sintertemperatur des keramischen Materials
aufweisen und einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
haben, der dem von Keramik sehr nahe kommt.
Das Bezugszeichen 5 bezeichnet ein Paar Anregungsspulen,
die auf der äußeren Fläche des Meßrohres 4 montiert
sind.
Gemäß obiger Methode jedoch, bei der die Elektroden in
den nicht gesinterten keramischen Formkörper 4 eingesetzt
und integral durch Sintern an dem Meßrohr befestigt sind,
um zuverlässig die Elektrodeneinführungslöcher 3 abzu
schließen, muß eine abmessungsmäßige Toleranz zwischen den
Elektroden und den Einführungslöchern 3 strikt vorgegeben
werden, und die Umfangsoberfläche jeder Elektrode 1 und
die innere Fläche jedes Elektrodeneinführungsloches 3
müssen eine vorbestimmte oder sogar eine demgegenüber
größere Oberflächenrauheit haben (d. h. Oberflächenunge
nauigkeiten müssen klein sein). Die Elekrodeneinführunglö
cher 3 jedoch sind nachgiebig, da sie nicht gesintert
sind und aus diesem Grunde schwer der maschinellen
Bearbeitung zur Erzielung der notwendigen Oberflächenrau
higkeit unterworfen werden können, was zu einer großen
Anzahl von Herstellungsschritten und einer schlechten
Ausbeute führt. Zusätzlich wird, wenn die Elektrode 1 in
das nicht gesinterte Elektrodeneinführungsloch 3 einge
setzt wird, üblicherweise die innere Fläche des Loches
beschädigt. Aus diesem Grunde ist während des Zusammenbaus
besondere Vorsicht geboten. Ebenso differiert der
Kontraktionsgrad des keramischen Materials beim Sintern
in Abhängigkeit von der Masse oder der Herstellungszeit
(im speziellen einer Jahreszeit oder einem Wetter, die
Einfluß nehmen auf eine Temperatur oder eine Feuchtig
keit), selbst wenn die Masse die gleiche ist. Aus diesem
Grunde muß bei jedem Sintern der äußere Durchmesser der
Elektrode 1 und der Lochdurchmesser des Elektrodeneinfüh
rungsloches 3 streng kontrolliert werden. Ist die
größenordnungsmäßige Toleranz nicht ausreichend, so wird
die Fixierung der Elektrode 1 oder der Flüssigkeitsab
schluß fehlerhaft oder das Meßrohr 4 wird durch eine
Deformation beim Sintern angerissen oder beschädigt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für einen
elektromagnetischen Durchflußmesser bereitzustellen, bei
dem die Fixierung der Elektroden und der Flüssigkeitsab
schluß der Elektrodeneinführungslöcher zuverlässig ist,
ein Meßrohr durch eine Deformierung beim Sintern kaum
brechen oder beschädigt werden kann, und der Grad an
Auswahlfreiheit für die Art des Elektrodenmaterials
vergrößert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Verfahren zur
Herstellung eines elektromagnetischen Durchflußmessers
bereitgestellt wird, das die Schritte umfaßt, Elektroden
teile in ein Paar Einführungslöcher einzusetzen und
einzufüllen, die von außen nach innen durch eine Umwandung
eines aus gesintertem keramischen Material hergestellten
Meßrohrs ragen und sich gegenüberliegend ausgebildet
sind, und Aufheizen und Verfestigen der Elektrodenteile
zur Ausbildung von Elektroden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert, aus
denen weitere Vorteile und Merkmale hervorgehen.
Es zeigen:
Fig. 1a und 1b eine Schnittansicht, bzw. eine vergrö
ßerte Schnittansicht eines Hauptteils eines Meßrohres mit
herkömmlicher Elektrodenstruktur;
Fig. 2 eine Schnittansicht eines Hauptteils eines
Meßrohrs, wobei ein Verfahren zur Herstellung einer
Elektrode für einen elektromagnetischen Durchflußmesser
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
gezeigt wird;
Fig. 3a, 3b und 3c Schnittansichten jeweils anderer
Ausführungsformen der Elektrode.
Fig. 4 eine Schnittansicht eines Hauptteils des Meßrohrs
einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 5a, 5b, 5c und 5d Schnittansichten jeweils
anderer Ausführungsformen eines Elektrodenkerns;
Fig. 6 eine Schnittansicht eines Hauptteils eines Meßrohrs
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 7a bis 7e Schnittansichten anderer Ausführungsfor
men des Elektrodenkerns;
Fig. 8 eine Schnittansicht eines Hauptteils eines Meßrohrs
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 9 und 10 eine Schnittansicht bzw. eine Schnittan
sicht eines Hauptteils einer anderen Ausführungsform der
Elektrode;
Fig. 11 eine Schnittansicht eines Hauptteils eines
Meßrohrs nach einer anderen Ausführungsform der vorliegen
den Erfindung und
Fig. 12a bis 12d Schnittansichten weiterer Ausführungs
formen der Elektrode.
Fig. 13 eine Schnittansicht eines Hauptteils eines
Meßrohrs einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 14 eine Schnittansicht eines Hauptteils einer
Ausführungsform mit einer Elektrode;
Fig. 15a-15d Schnittansichten anderer Ausführungsfor
men des Elektrodenkerns.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im
weiteren unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
detailliert beschrieben.
Fig. 2 ist eine Schnittansicht einer Elektrode, die nach
einem Elektrodenherstellungsverfahren einer Ausführungs
form gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 bezeichnet Bezugszeichen 14
ein Meßrohr aus einem keramischen Material wie beispiels
weise Al2O3 oder ZrO2. Ein paar Anregungsspulen (siehe
Fig. 1a) sind auf der äußeren Oberfläche des Meßrohrs 14
angeordnet um vertikal das Meßrohr 14 dazwischenliegend
zu umschließen und ein magnetisches Feld zu erzeugen, das
senkrecht zu einer Flußrichtung eines leitenden Fluids
16, das während des Durchflusses durch das Meßrohr 14 zu
messen ist, ausgerichtet ist. Ein paar Elektrodeneinfüh
rungslöcher 13 A und 13 B sind in den zentralen Abschnitten
der ummantelnden Wandung des Meßrohrs 14 in einer Richtung
senkrecht sowohl zur Durchflußrichtung des zu messenden
Fluids 16 und einer Richtung des durch die Anregungsspulen
erzeugten magnetischen Feldes gegenüberliegend angeordnet.
Elektroden 11 A und 11 B sind in die Elektrodeneinführungs
löcher 13 A bzw. 13 B eingebettet. Da die Elektroden 11 A
und 11 B die gleiche Anordnung aufweisen, wird des weiteren
nur die Elektrode 11 A beschrieben. Die Elektrode 11 A wird
dadurch gebildet, daß verschiedene Pasten, die aus
leitendem Material, dem Typ des Fluids entsprechend,
metallisiert werden. Ist eine Korrosionsfestigkeit für die
Elektrode erforderlich, so findet eine Metallpulverpaste
bestehend aus Platin, Gold oder ähnlichem, Verwendung.
Wird nicht auf die Korrosionsfestigkeit Wert gelegt, so
wird für elektronische Teile eine auf Mo-Mn basierende
Paste, eine auf W basierende Paste, eine auf Ag-Pd
basierende Paste, eine auf Ag-Pt basierende Paste, eine
Ag-Paste oder ähnliches verwendet. Eine innere Endfläche
11 a der Elektrode 11 A weist in Richtung des Innenraums des
Meßrohrs 14, um dabei eine Flüssigkeitkontaktoberfläche
auszubilden, und seine äußere Endfläche 11 b ist an ein
Ende des Zuführungsdrahtes 20 A angelötet.
Ein Verfahren zur Herstellung der obigen Elektrodenstruk
tur wird des weiteren beschrieben. zunächst wird ein
zylindrisch geformter Körper aus einem keramischen
Material wie beispielsweise Al2O3 gebildet. Der geformte
Körper der durch Sintern zum Meßrohr 14 wird, kann
einfach geformt werden indem ein pulverförmiges, nicht
gesintertes keramisches Material nach einer herkömmlichen
Methode eingepreßt oder isotaktisch gedrückt wird. Zu
diesem Zeitpunkt werden die Elektrodeneinführungslöcher
13 A und 13 B unter Berücksichtigung der Kontrahierung, die
während des folgenden Sintervorganges von statten geht,
ausgebildet. Die Elektrodeneinführungslöcher können
jedoch durch Schleifen nach dem Sintern geformt werden.
Der wie zuvor beschrieben geformte Körper wird bei einer
vorbestimmten Temperatur (von etwa 1800°C im Fall von
Al2O3) gesintert, um das Meßrohr 14 zu erhalten.
Ist der Sintervorgang des Meßrohrs 14 beendet, so werden
die Elektrodeneinführungslöcher 13 A und 13 B der maschinel
len Bearbeitung unterworfen, um gewünschte Lochdurchmesser
und Oberflächenrauheiten zu erhalten. Eine Paste wird in
die Elektrodeneinführungslöcher 13 A und 13 B des Meßrohrs
14 eingefüllt. In diesem Zustand wird das Meßrohr 14
eine vorbestimmte Zeitspanne lang bei einer vorbestimmten
Temperatur beheizt (bei etwa 1000°-1200°C: 10 bis 30
Minuten lang, wenn die Paste eine Platinpaste ist).
Demzufolge ist die Paste in den Elektrodeneinführungslö
chern 13 A und 13 B gesintert, um die Elektroden 11 A bzw.
11 B zu bilden. Zu diesem Zeitpunkt sind organische
Komponenten in der Paste verdampft oder verbrannt. Ist
das Ergebnis eines Verfahrenszyklusses nicht zufrieden
stellend (beispielsweise, wenn durch thermische Kontrakti
on ein mit einer Ausnehmung versehener Abschnitt produ
ziert wird), so kann eine Paste des selben Typs von neuem
eingefüllt und metallisiert werden.
Nach Bildung der Elektroden 11 A und 11 B wird ein Ende des
Zuführungsdrahtes 20 A (20 B) mit dem äußeren Ende der
Elektrode 11 A (11 B) und die Anregungsspulen, wie in Fig.
1 gezeigt, auf der äußeren Oberfläche des Meßrohres 14
montiert, um dabei das Meßrohr 14 fertigzustellen.
Die Fig. 3a bis 3c zeigen Modifikationen der Elektrode
11 A (11 B) zum Zwecke der Vergrößerung der Flüssigkeitskon
taktoberfläche. Wie in Fig. 3a gezeigt, ragt ein halbku
gelförmiger, hervorstehender Abschnitt 11 d als inneres
Ende in das Meßrohr 14. In Fig. 3b ist der innere Endab
schnitt als konischer Abschnitt 11 e ausgebildet, der sich
in Richtung auf den Innenraum des Meßrohres 14 erweitert.
In Fig. 3c ist das innere Ende als scheibenartiger
Abschnitt 11 f ausgebildet. Auf diese Weise können
verschiedenartigste Modifikationen in Bezug auf die Form
der Elektrode vorgenommen werden.
Gemäß des oben beschriebenen Verfahrens zur Herstellung
einer Elektrodenstruktur wird nach dem Sintern des
keramischen Meßrohres 14 die Paste in die Elektrodenein
führungslöcher 13 A und 13 B eingefüllt und metallisiert,
um die Elektroden zu bilden. Dazu kann eine Vorbehandlung
der Elektrodeneinführungslöcher 13 A und 13 B vorgenommen
werden, oder, falls notwendig, können die Elektrodenein
führungslöcher 13 A und 13 B ausgebildet werden, nachdem
das Meßrohr 14 gesintert wurde. Daraus resultiert, daß
der gewünschte Lochdurchmesser und die Oberflächenrauheit
erhalten werden können, um das Problem der Variationen
zu lösen, die von Massenunterschieden oder von verschie
denen Herstellungszeiten her rühren. Da die Elektroden
11 A und 11 B nach dem Sintern des Meßrohrs 14 gesintert
werden, können sie zusätzlich, falls erforderlich,
beliebig oft gesintert werden. Dazu kann eine Sperrflüs
sigkeit der Elektrodeneinführungslöcher 13 A und 13 B
zuverlässig erhalten werden, um auf diese Weise ein
Ausströmen des zu messenden Fluidums 16 zu verhindern. Da
die Sintertemperatur der Elektroden 11 A und 11 B nur in
Abhängigkeit von dem Material der zu verwendenden Paste
bestimmt wird, muß die Sintertemperatur des Meßrohrs 14
nicht in die Betrachtungen mit einbezogen werden. Da der
Grad an Auswahlfreiheit für die Art des Elektrodenmateri
als größer wird, können aus diesem Grunde billige
Materialien verwendet werden. Zusätzlich tritt, verglichem
mit den herkömmlichen Herstellungsmaterialien, bei denen
das nicht gesinterte Meßrohr und die Elektroden 11 A und
11 B integral bei der Sinterung der Elektroden gesintert
werden, fast keine Kontraktion des Meßrohrs 14 auf, und
lediglich eine kleine Deformation wird durch die Kontrak
tion der Paste erzeugt. Daher können Risse oder Beschädi
gungen des Meßrohrs 14 reduziert oder vermieden werden.
Ebenfalls können die Elektroden, die integral mit dem
Meßrohr gesintert werden, nicht ersetzt werden, selbst
wenn sie aufgrund beispielsweise des Abriebs, ersetzt
werden sollten. Nach dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung jedoch muß das Meßrohr selbst nicht ersetzt
werden, da die Elektroden 11 A und 11 B durch Zufuhr und
Sinterung der Paste neu hergestellt werden können.
Gemäß dem Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für
einen elektromagnetischen Durchflußmesser wird das
die Elektrodeneinführungslöcher des Meßrohres eingefüllt
und metallisiert, um die Elektroden zu bilden. Daher ist
der Grad an Auswahlfreiheit für die Art des Materials der
Elektrode vergrößert. Zusätzlich kann eine Deformation,
die sich durch Sintern am Elektrodenbefestigungsabschnitt
ausbildet, und demzufolge eine Deformation beim Elektro
densintern reduziert werden, wobei Risse oder Beschädigun
gen des Meßrohres vermieden werden. Ebenso kann die
Vorbearbeitung ausgeführt werden, um eine gewünschte
größenordnungsmäßige Präzision und Oberflächenrauheit der
Elektrodeneinführungslöcher zu erhalten, selbst wenn die
Abmessung betreffende Variationen auftreten aufgrund von
Massenunterschieden oder verschiedener Herstellungszeit,
wobei der Herstellungsgrad verbessert wird. Da das
Sintern der Elektroden, wenn es erforderlich ist, beliebig
oft ausgeführt werden kann, kann ein zuverlässiger
Flüssigkeitsabschluß erzielt werden. Daraus resultiert,
daß eine hochempfindliche Elektrodenstruktur einfach bei
geringen Kosten hergestellt werden kann.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Bezugnehmend auf Fig. 4 bezeichnet das
Bezugszeichen 30 ein keramisches Meßrohr aus beispielswei
se Al2O3 oder ZrO2. Ein Paar Anregungsspulen (siehe Fig.
1a) sind auf der äußeren Oberfläche des Meßrohrs 30
montiert, um vertikal das Meßrohr 30 dazwischenliegend zu
umschließen und ein magnetisches Feld zu erzeugen, das in
einer Richtung senkrecht zu einer Flußrichtung eines zu
messenden leitenden Fluids 31 ausgerichtet ist. Ein Paar
Elektroden 32 A und 32 B sind in die zentralen Abschnitte
der das Meßrohr 30 umgebenden Wandung eingesetzt, wobei
sie sich gegenüberliegend derart angeordnet sind, daß sie
sowohl senkrecht zur Flußrichtung des zu messenden Fluids
31 und zu der Richtung des durch die Anregungsspulen
erzeugten magnetischen Feldes senkrecht stehen, und dabei
kann eine elektromotorische Kraft, die in dem zu messenden
Fluid 31 erzeugt wird, extrahiert werden.
Da die Elektroden 32 A und 32 B den gleichen Aufbau haben,
wird des weiteren nur die Elektrode 32 A beschrieben. Die
Elektrode 32 A besteht aus einem stabähnlichen Elektroden
kern 32 a, der aus einem keramischen Material, wie
beispielsweise Al2O3 oder ZrO2 ähnlich dem Meßrohr 30
hergestellt ist, und wird in das Elektrodeneinführungsloch
33 A eingesetzt, und besteht aus einer Metallschicht 32 d,
die auf der Umfangsoberfläche und der inneren Endfläche
des Elektrodenkerns 32 A durch Sintern ausgebildet ist, um
das Elektrodeneinführungsloch 33 A abzuschließen. Die
innere Endfläche des Elektrodenkerns 32 a weist in Richtung
des Innenraums des Meßrohrs 30, um eine Flüssigkeitskon
taktoberfläche zu bilden, und ihr äußeres Ende ist mit
einem Ende eines Zuführungsdrahtes 34 A durch einen
Aufsatz 35 A verbunden.
Ein Verfahren zur Herstellung der zuvor beschriebenen
Elektrodenstruktur wird im folgenden beschrieben. Zunächst
wird das nicht gesinterte Meßrohr, beispielsweise der
geformte Körper, durch ein keramisches Material, wie
beispielsweise Al2O3 gebildet. Dieser geformte Körper
kann einfach dadurch gebildet werden, indem ein pulverför
miges, nicht gesintertes keramisches Material mittels
konventioneller Methoden wie Einpreßdrucken oder Isotakti
sches Drucken zusammengepreßt wird. Zu diesem Zeitpunkt
werden die Elektrodeneinführungslöcher 33 A und 33 B unter
Berücksichtigung der Kontraktion ausgebildet, die durch
den nachfolgenden Sintervorgang bewirkt wird. Die
Elektrodeneinführungslöcher 33 A und 33 B können jedoch
durch Schleifen nach dem Sintern geformt werden. Der wie
zuvor in der Ausbildung beschriebene geformte Körper wird
bei einer Sintertemperatur von etwa 1800°C zur Ausbildung
des Meßrohres 30 gesintert. Nachdem der Verfahrensschritt
des Sinterns des Meßrohres 30 vollendet ist, wird ein
nicht gesinterter Elektrodenkern durch ein keramisches
Material wie beispielsweise Al2O3 in der selben Weise
wie das Meßrohr ausgebildet, und bei einer Sintertempera
tur von etwa 1800°C zur Bildung des Elektrodenkerns 32 a
gesintert. Nach dem Sintern werden das Meßrohr 30 und der
Elektrodenkern 32 a wenn nötig, geschliffen, um die
gewünschte Größe und Oberflächenbeschaffenheit zu
erzielen. Eine Metallpulverpaste wird dann auf die innere
Oberfläche des Elektrodeneinführungsloches 33 A (33 B) des
Meßrohres 30 und auf die Oberfläche des Elektrodenkerns
32 a aufgetragen.
Ist das zu messende Fluidum 31 sauer oder alkalisch, und
müssen demzufolge die Elektroden 32 A und 32 B eine
Korrosionsfestigkeit aufweisen, so wird eine Metallpulver
paste bestehend aus Platin, Gold oder ähnlichem, verwen
det. Ist keine Korrosionsfestigkeit erforderlich, so
werden für elektronische Teile eine auf Mo-Mn basierende
Paste, eine auf W basierende Paste, eine auf Ag-Pd
basierende Paste, eine auf Ag-Pt basierende Paste, eine
Ag-Paste oder ähnliches verwendet. Der mit Platinpaste
überzogene Elektrodenkern 32 a wird in das Elektrodenein
führungsloch 33 A (33 B) des gesinterten keramischen
Meßrohres 30 eingesetzt. In diesem Zustand wird das
Meßrohr 30 wieder mit einer Temperatur von etwa 1100°C
eine vorbestimmte Zeitspanne lang geheizt (metallisiert).
Die Paste wird zu einer dünnen Metallschicht 32 b, da ihre
organischen Komponenten verdampft oder verbrannt werden.
Durch diese Metallschicht 32 b wird der Elektrodenkern 32 a
in dem Elektrodeneinführungsloch 33 A (33 B) gesintert, und
das Einführungsloch 33 A (33 B) wird abgeschlossen.
Danach werden Aufsätze 35 A und 35 B, die aus einem Metall
oder einem Metall sowie einem isolierenden Material
bestehen, auf den äußeren Enden der Elektroden 32 A und
32 B montiert, und die Anregungsspulen werden auf den
äußeren Oberflächen des Meßrohrs 30 montiert, um dabei
das Meßrohr 30 zu vervollständigen.
Gemäß des obigen Elektrodenherstellungsverfahrens werden
das Meßrohr 30 und der Elektrodenkern 32 a unabhängig
voneinander gesintert, der Elektrodenkern 32 a und das
Elektrodeneinführungsloch 33 A (33 B) mit Paste überzogen,
und dann der Kern 32 a durch Sintern in das Elektrodenein
führungsloch 33 A (33 B) eingesetzt und fixiert. Daher
können das Meßrohr 30 und der Elektrodenkern 32 a nach dem
Sintern der maschinellen Bearbeitung wie gewöhnliche
Metalle unterworfen werden. Im speziellen können die
Elektrodeneinführungslöcher 33 A und 33 B eine die Abmessung
betreffende Präzision und Oberflächenrauhigkeit durch
gewöhnliche Metallverarbeitung erhalten, und dabei wird
das Problem der Variationen gelöst, die von Massenunter
schieden oder verschiedenen Herstellungszeiten herrühren.
zusätzlich dazu werden die inneren Oberflächen der
Elektrodeneinführungslöcher 33 A und 33 B nicht beschädigt,
wenn der Elektrodenkern 32 a darin eingesetzt wird. Da das
Sintern bzw. Fixieren des Elektrodenkerns 32 a und das
Abschließen des Elektrodeneinführungsloches 33 A (33 B)
zuverlässig mit Hilfe der Metallschicht 32 b durchgeführt
werden kann, ist daher ein Ausströmen des zu messenden
Fluidums 31 vermeidbar. Da außerdem der Sinterprozeß
zuvor ausgeführt wird, ist der Kontraktionsgrad beim
Sintern des Elektrodenkerns 32 a gering und es wird
lediglich eine verglichen mit den konventionellen
Herstellungsmethoden, bei denen das Meßrohr und die
Elektroden integral gesintert werden, geringere Deformati
on bei den Elekroden bewirkt.
Dadurch können Risse oder Beschädigungen des Meßrohrs 30
reduziert oder vermieden werden. Des weiteren können die
integral mit dem Meßrohr gesinterten Elektroden nicht
ersetzt werden, selbst dann nicht, wenn sie beispielsweise
aufgrund des Abriebs ersetzt werden sollten. Gemäß dem
Verfahren der vorliegenden Erfindung jedoch kann durch
das Erhitzen und Schmelzen der Metallschicht 32 b der
Elektrodenkern 32 a ersetzt werden, um wirkungsvoll das
Meßrohr 30 zu gebrauchen.
Die Fig. 5a bis 5d zeigen Modifikationen, bei denen
der äußere Durchmesser zur Einstellung des Elektrodenkerns
32 a teilweise abgeändert ist. In den Fig. 5a und 5d
ist der Durchmesser des äußeren Endabschnittes vergrößert,
um einen außen liegenden Kernansatz zu bilden. In den
Fig. 5b und 5c ist der Durchmesser des inneren
Endabschnittes vergrößert, um einen innen liegenden
Kernansatz zu bilden. In den Fig. 5a und 5b ist der
Durchmesser des Elektrodeneinführungsloches 33 A (33 B)
über die gesamte Länge gleich. In den Fig. 5c und 5d
sind die Sitze 37 und 38 jeweils an den inneren und
äußeren Öffnungsendabschnitten des Elektrodeneinführungs
loches 33 A (33 B) ausgebildet, so daß der Elektrodenkern
abschnitt 32 A großen Durchmessers in den Sitzen 37 oder
38 sitzt. Wie in den Fig. 5b oder 5c gezeigt, hat der
innen liegende Elektrodenkernansatz 32 a eine große
Flüssigkeitskontaktoberfläche und ist aus diesem Grunde
vorteilhaft bei der Messung eines Fluidums geringer
Leitfähigkeit.
Fig. 6 zeigt einen Elektrodenkern aus Platin (oder einer
Platinlegierung), der mittels einer Platinpulverpaste
(oder einer Platinlegierungpulverpaste) gesintert bzw.
fixiert ist. Da der Elektrodenkern 32 a ursprünglich aus
leitendem Material gefertigt ist, muß in diesem Fall die
Platinpuderpaste (oder die Platinlegierungpuderpaste) nur
auf die Umfangsfläche aufgetragen werden, aber nicht auf
die Berührungsfläche mit der Flüssigkeit. zusätzlich, wie
bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform, wird der
Sintervorgang für den Elektrodenkern 32 A vorgenommen,
nachdem das keramische Meßrohr 30 gesintert wurde. Ist
Korrosionsfestigkeit erforderlich, so hat die Platinpaste
(oder die Platinlegierungpulverpaste) vorzugsweise einen
höheren Gehalt an Pt (Gewichtsverhältnis von 85% oder
mehr). Falls keine Korrosionsfestigkeit erforderlich ist,
so kann der Gehalt an Pt geringer sein.
Die Fig. 7a bis 7e zeigen einen metallischen Elektro
denkern 32 A unterschiedlicher Formen. In Fig. 7a ist der
Elektrodenkern 32 a ein zylindrisches Teil mit einem
Boden, wobei das äußere Ende geöffnet ist. In Fig. 7b ist
der Elektrodenkern 32 a als scheibenähnliches Teil
ausgebildet, um die Flüssigkeitsberührungsfläche zu
vergrößern und einen Fluiddruck aufzunehmen, und weist
gleichzeitig einen stabähnlichen leitenden Abschnitt 32 c
auf, der integral mit dem Elektrodenkern 32 a ausgebildet
und aus der äußeren Fläche des Meßrohrs 30 herausragt. In
Fig. 7c ist ein konisches Loch 39 in einem äußeren
Öffnungsendabschnitt eines Elektrodeneinführungslöches
33 A (33 B) ausgebildet, um eine Druckhaltung zur erzielen,
und das konische Loch 39 ist mit einer Metallschicht 32 b
bedeckt. In diesem Fall wird das Metall beim konischen
Abschnitt eingefüllt, nachdem das Metallteil in das
Einführungsloch eingesetzt wurde. In Fig. 7d. ist der
Durchmesser des äußeren Endes des Elektrodenkerns 32 a so
viel mehr als der des Einführungsloches vergrößert, um
den Elektrodenkern 32 a, wie in Fig. 5a einzustellen. In
Fig. 7e ist das Elektrodeneinführungsloch 33 A (33 B)
konisch, und ein Einführungsendabschnitt des Elektroden
kerns 32 a ist als Konus ausgebildet. Zusätzlich zu den
oben genannten Modifikationen sind verschiedenste andere
Modifikationen für die Gestalt des Elektrodenkerns 32 a
möglich.
Nach dem oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung
einer Elektrode für einen elektromagnetischen Durchfluß
messer gemäß der vorliegenden Erfindung, ist der zylin
drisch geformte Körper durch ein nicht gesintertes
keramisches Material ausgebildet und wird gesintert, um
das keramische Meßrohr zu bilden. Danach wird Paste auf
die Elektrodeneinführungslöcher, die in der Umfangs
fläche des Meßrohres ausgebildet sind und auf die
Umfangsfläche der Elektrodenkerne aufgetragen. Die
Elektrodenkerne werden in die Elektrodeneinführungslöcher
eingesetzt und durch Metallisierung der Paste darin
gesintert/fixiert. Dadurch kann die Fixierung der
Elektroden und das Abschließen der Elektrodeneinführungs
löcher zuverlässig unter Vermeidung eines Ausströmens des
zu messenden Fluidums durchgeführt werden. Zusätzlich
wird der Grad an Auswahlfreiheit für die Art des Elektro
denmaterials vergrößert, da die Elektroden gesintert
werden, nachdem das Meßrohr gesintert wurde. Da lediglich
das Meßrohr alleine gesintert wird, ist ebenfalls eine
Deformation, die beim Sintern an den Elektroden auftritt,
und demzufolge eine Deformation während des Elektrodensin
terns reduziert, um Risse oder Beschädigungen des Meßrohrs
zu vermeiden. Des weiteren kann eine Vorbearbeitung
stattfinden, wenn eine die Abmessungen betreffende
Variation die von den Massenunterschieden oder von
verschiedenen Herstellungszeiten herrührt, auftritt.
Daher kann das Elektrodeneinführungsloch mit den gewünsch
ten maßlichen Genauigkeiten und Oberflächenbeschaffenhei
ten ausgebildet werden, wobei das Produktionsergebnis
verbessert wird. Als Resultat kann eine hochempfindliche
Elektrode bei geringen Kosten leicht hergestellt werden.
Fig. 8 zeigt noch eine andere Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. In der Fig. 8 bezeichnen die
Bezugszeichen 50 A und 50 B Metallschichten, die durch
Metallisierung einer Paste als ein leitendes Material,
das auf den Innenflächen der Elektrodeneinführungslöcher
43 A und 43 B eines Meßrohres 40 jeweils gesintert wurde,
ausgebildet sind; die Bezugszeichen 51 A und 51 B bezeichnen
Lötteile zur Verbindung von Elektroden 41 A und 41 B mit
den Metallschichten 50 A bzw. 508; und die Bezugszeichen
52 A und 52 B bezeichnen Aufsätze, die mit den Enden der
Zuführungsdrähte 53 A und 53 B verbunden sind, und jeweils
auf den äußeren Enden der Elektroden 41 A und 41 B montiert
sind.
Da die Elektroden 41 A und 41 B die gleiche Anordnung
aufweisen, wird im folgenden nur die Elektrode 41 A
beschrieben. Die Elektrode 41 A besteht aus einem Elektro
denhauptkörper, der durch Sintern eines keramischen
Materiales wie beispielsweise Al2O3 ähnlich dem Meßrohr
40 geformt wurde, und aus einer Metallschicht 41 b, die
durch Sintern einer Paste, bestehend aus einem leitenden
Material, das auf der Außenfläche und der inneren
Endfläche des Elektrodenhauptkörpers 41 a aufgesintert
ist, ausgebildet wird. Das leitende Material, das die
Metallschicht 41 b bildet, wird in Abhängigkeit von der
Art des zu messenden Fluidums ausgewählt. Das heißt,
falls die Elektrode 41 A eine Korrosionsfestigkeit haben
muß, wird eine Metallpulverpaste bestehend aus Platin,
Gold oder ähnlichem, verwendet. Ist keine Korrosionsfe
stigkeit erforderlich, so wird für elektronische Teile
eine auf Mo-Mn basierende Paste, eine auf W basierende
Paste, eine auf Ag-Pd basierende Paste, eine auf Ag-Pt
basierende Paste, eine Ag-Paste, oder ähnliches verwendet.
Die Metallschicht 41 b wird integral mit dem Elektroden
hauptkörper 41 a gesintert.
Alternativ dazu wird eine gewünschte Paste auf dem
Elektrodenhauptkörper 41 a aufgetragen, nachdem der
Elektrodenhauptkörper 41 a gesintert wird, und der
Elektrodenhauptkörper 41 a wird erhitzt und gesintert, um
die Metallschicht 41 b zu bilden.
Wenn die Metallschichten 50 A und 50 B, die auf den inneren
Oberflächen der Elektrodeneinführungslöcher 43 a bzw. 43 b
ausgebildet sind, eine Korrosionsfestigkeit aufweisen
müssen, die ähnlich der der Metallschicht 41 b der
Elektrode 41 A (41 B) ist, so wird eine Metallpulverpaste,
bestehend aus Platin, Gold oder ähnlichem, als Überzug
verwendet und gesintert. Andernfalls wird die auf Mo-Mn
basierende Paste, die auf W basierende Paste oder
ähnliches überzogen und gesintert.
Beispiele für die Lötteile 51 A und 51 B sind leitfähige
Materialien wie beispielsweise eine Silberlötlegierung,
Lötmittel und ein Gold-Silizium-Eutektikum mit niedereren
Schmelzpunkten (500°C bis 600°C) als die der Paste.
Ein Verfahren zur Herstellung obiger Elektrodenstruktur
wird im folgenden beschrieben. Zunächst wird ein zylin
drisch geformter Körper durch ein nicht gesintertes
keramisches Material wie beispielsweise Al2O3 gebildet.
Dieser geformte Körper, der gesintert ist, um als Meßrohr
zu dienen, kann leicht durch Einpressen oder durch
isotaktisches Pressen eines pulvrigen, nicht gesinterten
Materiales mit Hilfes eines herkömmlichen Verfahrens
gebildet werden. zu diesem Zeitpunkt werden die Elektro
deneinführungslöcher 43 A und 43 B unter Beachtung der
Kontraktion, die aufgrund des folgenden Sinterschrittes
auftreten wird, ausgebildet. Die Elektrodeneinführungslö
cher 43 A und 43 B können jedoch durch Schleifen nach dem
Sintern gebildet werden. Der geformte Körper, der wie
zuvor beschrieben, gebildet wurde, wird bei einer
vorbestimmten Temperatur (von etwa 1800°C im Fall von
Al2O3) gesintert um das Meßrohr 40 zu erhalten. Nachdem
das Sintern des Meßrohres 40 vollendet ist, können die
Elektrodeneinführungslöcher 43 A und 43 B falls erforder
lich, der Weiterverarbeitung unterworfen werden, um einen
gewünschten Durchmesser und eine gewünschte Oberflächen
rauhigkeit zu erzielen.
Die Metallpulverpaste wird auf die inneren Oberflächen
der Elektrodeneinführungslöcher 43 A und 43 B aufgetragen,
und das Meßrohr 40 wird bei einer vorbestimmten Temperatur
eine vorbestimmte Zeitspanne lang erhitzt (bei 1000°C bis
1200°C: 10 bis 30 Minuten lang, falls die metallische
Pulverpaste eine Platinpaste ist). Demzufolge wird die
metallische Pulverpaste in den Elektrodeneinführungslö
chern 43 A und 43 B gesintert, um dünne metallische
Schichten 50 A bzw. 50 B auszubilden. zu diesem Zeitpunkt
werden organische Komponenten, die in der Metallpulverpa
ste enthalten sind, verdampft oder verbrannt.
Dann werden die Elektroden 41 a und 41 b in die Elektroden
einführungslöcher 43 A bzw. 43 B eingesetzt, so daß ihre
inneren Endflächen auf den Innenraum des Meßrohrs 40
weisen. Die Elektrode 41 A (41 B) wird vorher vorbereitet
und weist daher den gesinterten Elektrodenhauptkörper 41 a
und die Metallschicht 41 b auf. Wenn die Elektrode 41 A
(41 B) in das Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B) einge
setzt wird, fließt das geschmolzene Lötteil 51 A (51 B) in
das Loch 43 A (43 B) und wird darin abgekühlt und verfe
stigt, wobei es dabei einen Spalt zwischen den Metall
schichten 41 b und 50 A (50 B) füllt. Als Resultat dessen
fixiert das Lötteil 51 A (51 B) die Elektrode 41 A (41 B)
fest in dem Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B) und
verschließt das Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B). In
diesem Fall wird der Lötprozeß bei einer Temperatur von
250°C bis 660°C durchgeführt.
Danach werden die Aufsätze 52 A und 52 B auf den äußeren
Enden der Elektroden 41 A bzw. 41 B montiert, und ein Paar
Anregungsspulen werden auf der Außenfläche des Meßrohrs
40 montiert, um dabei das Meßrohr 40 zu vervollständigen.
Gemäß dem oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung
einer Elektrodenstruktur wird, nachdem das Keramik
Meßrohr gesintert ist, die Elektrode 41 A (41 B) in das
Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B) eingesetzt und
verlötet. Daher können die Elektrodeneinführungslöcher
43 A und 43 B nach dem Sintern der maschinellen Bearbeitung
unterworfen werden, um gewünschte Durchmesser und
Oberflächenrauhigkeit zu erhalten, wobei dadurch das
Problem der Variationen oder ähnlichem, bedingt durch
Massenunterschiede oder verschiedene Herstellungszeiten,
gelöst wird. Zusätzlich kann das Sintern der Metall
schichten 50 A und 50 B falls notwendig, beliebig oft
durchgeführt werden, da es durchgeführt wird, nachdem das
Meßrohr 40 gesintert wurde. Da das Lötteil 51 A (51 B) in
das Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B) eingefüllt und
fixiert wird, um das Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B)
nach dem Sintervorgang zu verschließen, kann ebenfalls
ein zuverlässiger Flüssigkeitsabschluß erzielt werden,
wobei ein Ausströmen des zu messenden Fluidums 46 aus den
Elektrodeneinführungslöchern 43 A und 43 B vermieden werden
kann.
Da die Sintertemperatur der Metallschichten 50 A und 50 B
lediglich durch die Zusammensetzung des Materials,
beispielsweise der Paste bestimmt ist, muß die Sintertem
peratur des Meßrohrs 40 nicht in Betracht gezogen werden.
Da der Grad an Auswahlfreiheit für ein Material vergrößert
wird, können die Metallschichten 50 A und 50 B durch
billigere Materialien gebildet werden. Beim Sintern der
Metallschichten 50 A und 50 B und dem Verlöten der Elektro
den 43 A und 43 B tritt zusätzlich nahezu keine Kontraktion
auf, da das Meßrohr 40 schon gesintert ist. Deshalb
bildet sich, verglichen mit den herkömmlichen Herstel
lungsverfahren, bei denen das Meßrohr und die Elektroden
integral gesintert werden, nur eine geringe Deformation
aus, wobei Risse oder Beschädigungen des Meßrohres 40
reduziert werden. Auch können die mit dem Meßrohr integral
gesinterten Elektroden nicht ersetzt werden, selbst wenn
eine Ersetzung aufgrund von Abreibung oder ähnlichem
erforderlich ist. Gemäß dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung jedoch können die Elektroden 41 A und 41 B durch
Schmelzen der Lötteile 51 A bzw. 51 B ersetzt werden. Daher
kann das Meßrohr 40 mehrere Male verwendet werden.
Fig. 9 zeigt noch eine weitere Ausführungsform der
Elektrode gemäß der vorliegenden Erfindung. Bezugnehmend
auf Fig. 9 ist ein Metallaufsatz 60 A (60 B) auf der
inneren Endfläche einer Elektrode 41 A (41 B) montiert, d.
h. einer Flüssigkeitskontaktfläche 41 c, um dabei die
Flüssigkeitskontaktfläche 41 c gegen Abreibung, Korrosion
oder ähnlichem zu schützen. Die Metallaufsätze 60 A und
60 B werden bei der Herstellung der Elektroden 41 A und 41 B
montiert. In diesem Fall, wie in Fig. 10 gezeigt, kann
ein Einpaßvorstoß 60 a integral auf dem Metallaufsatz 60 A
(60 B) ausgebildet sein und in einen Aufnahmeabschnitt
41 d passen, der in der Flüssigkeitskontaktoberfläche 41 c
eines Elektrodenhauptkörpers 41 a ausgebildet ist.
Die andere Anordnung ist die gleiche wie bei der in Fig.
8 gezeigten Ausführungsform.
Fig. 11 zeigt noch eine weitere Ausführungsform, bei der
eine aus Platin oder einer Platinlegierung gebildete
Elektrode 41 A (41 B) mit Hilfe eines Lötteiles 41 A (41 B)
in ein Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B) eingesetzt
ist. Da die Elektroden 41 A und 41 B ursprünglich aus
leitendem Material hergestellt werden, muß in diesem Fall
die Metallschicht 41 b der in Fig. 8 gezeigten Ausführungs
form nicht geformt werden. Die andere Anordnung und ein
Herstellungsverfahren sind gleich wie diejenigen der in
Fig. 8 gezeigten Ausführungsform und es wird auf eine
detaillierte Beschreibung verzichtet.
Die Fig. 12a und 12d zeigen Modifikationen von
Elektroden 41 A (41 B) unterschiedlicher Formen, die aus
einem leitenden Material bestehen. In den Fig. 12a und
12b sind ein scheibenförmiger Abschnitt 41 e und ein
konischer Abschnitt 41 f am inneren Endabschnitt der
Elektrode 41 A (41 B) ausgebildet, um eine Flüssigkeitskon
taktoberfläche zu vergrößern. In Fig. 12c ist ein
Abschnitt 41g großen Durchmessers an dem äußeren Endab
schnitt der Elektrode 41 A (41 B) angeformt. In Fig. 12d
ist das Elektrodeneinführungsloch 43 A (43 B) ein sich
gegen den Innenraum des Meßrohres 40 verjüngendes
konisches Loch, und die Elektrode 41 A (41 B) ist konisch
ausgebildet.
Wie zuvor beschrieben, wird gemäß dem Verfahren zur
Herstellung einer Elektrode für einen elektromagnetischen
Durchflußmesser der vorliegenden Erfindung das Keramikmeß
rohr gesintert, und die Elektroden werden dann in die
Elektrodeneinführungslöcher des Meßrohrs eingesetzt.
Daher ist der Grad an Auswahlfreiheit für die Art von
Elektrodenmaterial vergrößert. Da das Meßrohr alleine
gesintert wird, kann eine Deformation, die während des
Sinterns der Elektrodenmontierabschnitte auftritt und
demzufolge eine Deformation, die beim Löten der Elektroden
entsteht, reduziert werden, wobei dabei Risse oder
Beschädigungen des Meßrohrs vermieden werden. Selbst wenn
die Abmessung betreffende Variationen aufgrund von
Massenunterschieden oder verschiedenen Herstellungszeiten
auftreten, können ebenso die gewünschte größenmäßige
Genauigkeit und Oberflächenrauheit der Elektrodeneinfüh
rungslöcher erzielt werden, da sie einer Vorbearbeitung
unterworfen werden können, wobei die Ausbeute verbessert
wird. Da die Elektroden durch Löten fixiert werden, ist
des weiteren keine hohe Genauigkeit erforderlich, und ein
zuverlässiger Abschluß der Elektrodeneinführungslöcher
kann durch die Lötteile erzielt werden. Demzufolge kann
eine hochempfindliche Elektrodenstruktur bei geringen
Kosten leicht hergestellt werden.
Fig. 13 zeigt noch eine weitere Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Unter Bezugnahme auf Fig. 13
bezeichnet das Bezugszeichen 74 ein aus einem Keramikmate
rial wie beispielsweise Al2O3 oder ZrO2 gebildetes
Meßrohr. Ein Paar Anregungsspulen (siehe Fig. 1a) sind
auf der äußeren Oberfläche des Meßrohrs 74 angeordnet, um
vertikal das Meßrohr 74 dazwischenliegend zu umschließen,
und sie erzeugen ein magnetisches Feld, das senkrecht zu
einer Flußrichtung eines zu messenden leitenden Fluidums
76, das durch das Meßrohr 74 fließt, ausgerichtet ist.
Ein Paar Elektrodeneinführungslöcher 73 A und 73 B sind in
den zentralen Abschnitten der ummantelnden Wandung des
Meßrohres 74 derart gegenüberliegend angeordnet, daß sie
sowohl zu der Flußrichtung des zu messenden Fluidums 76
wie auch zu der Richtung des durch die Anregungsspulen
erzeugten magnetischen Feldes senkrecht stehen. Elek
troden 71 A und 71 B sind in den Elektrodeneinführungs
löchern 73 A bzw. 73 B eingebettet. Da die Elektroden 71 A
und 71 B die gleiche Anordnung aufweisen, wird im folgenden
nur die Elektrode 71 A beschrieben.
Die Elektrode 71 A besteht aus einer zylindrischen
Metallschicht 71 b, die dadurch gebildet wird, daß eine
Paste als leitfähiges Material auf der inneren Oberfläche
des Elektrodeneinführungsloches 73 A metallisiert (gesin
tert) und ein Lötteil 71 a in die Metallschicht 71 b
eingefüllt wird. Ein Ende eines Zuführungsdrahtes 72 A ist
mit dem äußeren Ende der Metallschicht 71 b verbunden.
Das leitfähige Material zur Bildung der Metallschicht 71 b
kann beliebig in Abhängigkeit von der Art des zu messenden
Fluidums gewählt werden. Müssen beispielsweise die
Elektroden 71 A und 71 B eine Korrosionsfestigkeit aufwei
sen, so wird eine Metallpulverpaste bestehend aus Platin,
Gold oder ähnlichem verwendet. Ist keine Korrosionsfestig
keit erforderlich, so wird für elektronische Teile eine
auf Mo-Mn basierende Paste, eine auf W basierende Paste,
eine auf Ag-Fd basierende Paste, eine auf Ag-Pt basierende
Paste, eine Ag Paste oder ähnliches verwendet. Die
Metallschicht 71 b wird dadurch gebildet, daß die innere
Oberfläche des Elekrodeneinführungsloches 73 A (73 B) mit
einer gewünschten Paste überzogen wird, und die Paste bei
einer vorbestimmten Temperatur ein vorbestimmtes Zeitin
tervall lang (bei 1000°C bis 1200°C: 10 bis 30 Minuten,
falls die Platinpaste verwendet wird) gesintert wird. Die
Sintertemperatur des Meßrohres 74 ist etwa 1800°C im Fall
von Al2O3.
Beispiele für das Lötmaterial 71 a sind leitfähige
Materialien wie beispielsweise eine Silberlötlegierung,
Lötmittel und Gold-Silizium-Eutektikum, die einen
geringeren Schmelzpunkt als ihn die Paste hat, aufweisen.
Ein derartig leitfähiges Material wird in seinem geschmol
zenen zustand in die Metallschicht 71 b eingefüllt und
darin abgekühlt und verfestigt. In diesem Fall sind die
Löttemperaturen der obigen leitfähigen Materialien, d. h.
einer Silberlötlegierung, eines Lötmittels und Gold-
Silizium-Eutektikums 500°C bis 600°C, etwa 200°C bzw.
300°C bis 400°C.
Fig. 14 zeigt eine Modifizierung der Elektrodenstruktur.
Unter Bezugnahme auf Fig. 14 sind Flanschabschnitte 73 a
und 73 b an den beiden Endöffnungsabschnitten einer
zylindrischen Metallschicht 71 b angeformt und überdecken
die Peripherien der beiden Endöffnungsabschnitte eines
Elektrodeneinführungsloches 73 A (73 B). Demzufolge wird
ein Berein einer innen liegenden Elektrodenendfläche 71 d,
d. h. ein Flüssigkeitskontaktbereich vergrößert, so daß
die Endfläche eine zufriedenstellende Stärke gegenüber
innerem Druck erhält.
Gemäß der oben beschriebenen Anordnung der Elektroden
struktur wird die Paste in das Elektrodeneinführungsloch
73 A (73 B) des gesinterten Keramikmeßrohres 74 eingefüllt
und metallisiert, um die zylindrische Metallschicht 71 b
zu bilden, und das Lötteil 71 a wird darin eingefüllt, um
die Elektrode 71 A (71 B) zu bilden. Daher können die
Elektrodeneinführungslöcher 73 A und 73 B, nachdem das
Meßrohr 74 gesintert ist, wie gewöhnliche Metallmateriali
en der maschinellen Bearbeitung unterworfen werden, wobei
eine die Abmessung betreffende Genauigkeit und Oberflä
chenrauhigkeit erzielt werden kann, ähnlich der, die man
erhält, wenn gewöhnliche Metallmaterialien bearbeitet
werden. Demzufolge kann das Problem mit den Variationen
bei Meßrohren 74 bedingt durch Massenunterschiede oder
verschiedene Herstellungszeiten gelöst werden. Da das
Sintern der Metallschicht 71 b nur in Abhängigkeit von der
verwendeten Paste durchgeführt wird, muß zusätzlich die
Sintertemperatur des Meßrohres 74 nicht in Betracht
gezogen werden. Da der Grad an Auswahlfreiheit für die
Art von Elektrodenmaterial vergrößert ist, können
billigere Materialien verwendet werden. Ebenso kann das
Sintern der Metallschicht 71 b wenn nötig, beliebig oft
wiederholt werden. Daher können die Elektrodeneinführungs
löcher 73 A und 73 B zuverlässig abgeschlossen werden, um
ein Ausströmen des zu messenden Fluidums 76 aus dem
Bereich zwischen der inneren Oberfläche 73 A (73 B) und der
Metallschicht 71 b zu vermeiden. Da die Elektroden 71 A und
71 B in dem gesinterten Meßrohr 74 ausgebildet sind, ist
der Grad an Kontraktion des Meßrohres 74 beim Sintern der
Paste sehr gering. Da nur eine kleine Deformation aufgrund
der Kontraktion der Paste auftritt, können Brüche oder
Beschädigungen des Meßrohres 74 reduziert oder vermieden
werden. Bei herkömmlichen Strukturen können die integral
mit dem Meßrohr 74 gesinterten Elektroden 71 A und 71 B
außerdem nicht ersetzt werden, selbst wenn sie aufgrund
von Abreibung oder ähnlichem ersetzt werden sollten. Mit
Hilfe der Elektrodenstruktur der vorliegenden Erfindung
jedoch kann die Elektrode 71 A (71 B) dadurch reproduziert
werden, indem die Metallschicht 71 b und das Lötteil 71 a
aufgeheizt und geschmolzen werden, wobei dadurch wirksam
das Meßrohr 74 benutzt wird.
Die Schnittansicht der Elektrode 71 A (71 B) ist nicht nur
auf die Fig. 13 und 14 beschränkt, sondern kann, wie
in den Fig. 15a bis 15d gezeigt, modifiziert werden.
Diese Modifikationen sind mit denen der Fig. 12a bis
12d identisch, und es wird auf ihre detaillierte Beschrei
bung verzichtet.
Wie zuvor beschrieben, wird bei der Elektrodenstruktur
für einen elektromagnetischen Durchflußmesser gemäß der
vorliegenden Erfindung auf die innere Oberfläche des
Elektrodeneinführungsloches des gesinterten keramischen
Meßrohres die Paste aufgetragen und metallisiert, um die
zylindrische Metallschicht zu bilden, und das Lötteil
wird darin eingefüllt und gehärtet, um dabei die Elektrode
auszubilden. Auf diese Weise kann das Fixieren der
Elektrode sowie das Abschließen des Elektrodeneinfüh
rungsloches zuverlässig durchgeführt werden, um auf diese
Weise ein Ausströmen des zu messenden Fluidums zu
vermeiden und den Grad an Auswahlfreiheit für die Art von
Elektrodenmaterial zu vergrößern. Eine Deformation am
Elektrodenbefestigungsabschnitt des Meßrohres, die
während des Metallisierens der Metallschicht entsteht,
kann reduziert werden, wobei Brüche oder Beschädigungen
des Meßrohres vermieden werden. Ebenso können die
gewünschten, die Abmessung betreffende Genauigkeit und
die Oberflächenrauhigkeit erzielt und das Produktionser
gebnis bei der Herstellung des Meßrohres verbessert
werden. Demzufolge kann eine hochwertige Elektrodenstruk
tur bei geringen Kosten einfach hergestellt werden.