DE10236802C1 - Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet - Google Patents
Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignetInfo
- Publication number
- DE10236802C1 DE10236802C1 DE2002136802 DE10236802A DE10236802C1 DE 10236802 C1 DE10236802 C1 DE 10236802C1 DE 2002136802 DE2002136802 DE 2002136802 DE 10236802 A DE10236802 A DE 10236802A DE 10236802 C1 DE10236802 C1 DE 10236802C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cutting
- thread
- area
- cutting edge
- approx
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 title claims abstract description 265
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 title 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 title 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 claims abstract description 25
- 238000003801 milling Methods 0.000 claims description 53
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 39
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 37
- 238000005553 drilling Methods 0.000 claims description 29
- 230000008569 process Effects 0.000 claims description 28
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 11
- 230000007704 transition Effects 0.000 claims description 9
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 5
- 210000001061 forehead Anatomy 0.000 claims description 3
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000011343 solid material Substances 0.000 abstract 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 7
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 5
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 5
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 5
- 229910000838 Al alloy Inorganic materials 0.000 description 4
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 4
- 230000008859 change Effects 0.000 description 4
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 4
- 238000007730 finishing process Methods 0.000 description 3
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 3
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 2
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 2
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 2
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 description 2
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000001154 acute effect Effects 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 238000005461 lubrication Methods 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
- 229910000679 solder Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 230000008685 targeting Effects 0.000 description 1
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23G—THREAD CUTTING; WORKING OF SCREWS, BOLT HEADS, OR NUTS, IN CONJUNCTION THEREWITH
- B23G5/00—Thread-cutting tools; Die-heads
- B23G5/18—Milling cutters
- B23G5/182—Milling cutters combined with other tools
- B23G5/186—Milling cutters combined with other tools combined with chamfering tools
- B23G5/188—Milling cutters combined with other tools combined with chamfering tools and with drills
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Milling Processes (AREA)
Abstract
Bohrgewindefräser mit einem Schaft, mit welchem auch in Stahl als auch in langspanenden Materialien (Bsp. St 37) ein Gewinde ins volle Material mit nur einem Werkzeug eingebracht werden kann. Dabei ist der Bohrerstirnschneidenbereich in drei Funktionsbereiche aufgeteilt. Einmal in einen Zentrierbereich, in einen Spanbrecherbereich und einen Fasenschneidenbereich, wodurch einmal der erzeugte Span besser gebrochen wird, u. v. a. schneller nach innen zur Spannut gelenkt wird. Zum andern kann mit dieser Fasenschneide die erstellte Gewindeausnehmung angefast werden, egal welcher Ausnehmungstiefe. Durch die schnelle Umlenkung des Spans zur Spannut kann die Umfangsschneide des Bohrers zumindest um 50% gekürzt werden, wodurch dann der seitliche Druck auf den Werkzeugschaft bei der Erstellung des Gewindes, was ja durch einen Umlauf durch einen Fräsvorgang erfolgt, zumindest um etwa dieses Maß gesenkt wird, dabei sind die Stirnschneiden im Bereich des 45 DEG Fasenschneidenbereiches der sich daran anschließenden Umfangsschneide der Flankenschneide und der gewindeerzeugenden Schneiden mit ca. 15 DEG zur Bohrerachse positiv schneidend angestellt, wodurch dann lehrhaltige Gewinde auch in hochfeste Materialien eingebracht werden können. Um ein Einhaken der Späne in die zur Spanflussrichtung offenen Flankenschneiden der Gewindezähne auszuschließen, sind diese in diesem Bereich leicht nach hinten abgesenkt, womit dann der abzuführende Span keinen Kontakt zu dieser Schneidenfläche mehr hat. Um ...
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Bohrgewindefräser nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1 sowie des Verfahrensanspruchs 10. Ein solches Bohrgewinde
fräswerkzeug und dessen Verfahrensansprüche sind aus der EP 0237 035 A2, EP 0302 915 B1,
EP 0265 445 B1, WO 88/05361 A1 und auch aus der WO 96/07502 A1 bekannt.
Dabei ist derzeit der Einsatz solcher Werkzeuge nur in kurzspanenden als auch nur
Werkstoffen mit niedriger Festigkeit wie Gusswerkstoffe, Aluminium, Aluminium
legierungen sowie einige Kunststoffe möglich, wobei hier bereits bei einigen dieser zu
bearbeitenden Materialien bei einer Gewindeausnehmungstiefe von 1,5 mal
Durchmesser bereits Probleme dahin auftreten, dass diese Gewinde in ihrem unteren
Ausnehmungsbereich leicht konisch werden, womit sie der Norm nicht mehr
entsprechen würden. Diese begrenzte Einsatzmöglichkeit dieses Bohrgewindefräsers
liegt einmal darin, dass die beim Bohrvorgang erzeugten Späne beim Abtransport aus
der Bohrung die, am Umfangsbereich des Bohrers angebrachten gewindeerzeugenden
Schneiden beschädigen. Dies ist einmal darauf zurückzuführen, dass durch die Form
der Stirnschneiden des Bohrgewindefräsers sehr breite Späne erzeugt werden, welche
dann beim Abtransport über die Spannuten nicht voll in diese aufgenommen werden
können bedingt durch ihre Breite. Dadurch kommen sie dann zwangsläufig auch in
Kontakt mit den an die Spannuten angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden.
Die in Spanflussgegenrichtung stehenden Flankenschneiden werden dabei einmal
schnell stumpf, v. a. aber kommt es immer wieder vor, dass sich die Späne in diesen
offenen Flankenschneiden festsetzen, wodurch dann ein Werkzeugbruch zwangsweise
erfolgt. Dieser Werkzeugbruch wird auch noch v. a. dadurch unterstützt indem der
Übergang von der letzten gewindeerzeugenden Schneide zur fasenerzeugenden
Schneide als Sollbruchstelle (bedingt durch diese große Kerbwirkung) wirkt. Dies ist
darauf zurückzuführen, dass dann dieser Übergangsbereich in Bezug Steifigkeit
übergangslos im Verhältnis von ca. 1 : 2 erfolgt, zum Andern sind diese Werkzeuge, um
diese überhaupt wirtschaftlich einsetzen zu können, meist aus Vollhartmetall erstellt,
wobei hier bei manchen Einsätzen durch zusätzlichen Einsatz (gleich einlöten) von
verschleißfesterem Material wie z. B. PKD Schneidstoffen der Werkzeugschaft noch
zusätzlich geschwächt wird, wodurch sich diese vorhandene Kerbwirkung besonders
nachteilig auswirkt.
Selbst wenn dieses Problem des ungehinderten Spanabflusses gelöst wäre, könnte mit
diesen Werkzeugen kein lehrhaltiges Gewinde in tiefere Gewindeausnehmungen
eingebracht werden, aber vor allem keine in hochfeste Werkstoffe, da, bedingt durch die
breite Umfangsschneide, welche sich an die Stirnschneide anschließt, diese bei der
Erstellung des Gewindes, welches durch einen Fräsvorgang in einem Umlauf (gleich
360°) um die Bohrachse mit entsprechend seitlichen Versatz erfolgt, auch diesen
Umlauf mitmachen muss.
Dabei entsteht dann ein großer seitlicher Druck auf den Werkzeugschaft einmal bedingt
durch diese breite Umfangsschneide, zum andern aber auch durch diese negative
Flankenschneide, welche sich an die Umfangsschneide anschließt, was bei hochfesten
Werkstoffen als auch bereits bei tieferen Ausnehmungen ab 1,5 × D bei Werkstoffen mit
geringer Festigkeit eine Abdrängung des Werkzeuges von der vorbestimmten
Umlaufbahn bewirkt, v. a. im unteren Bereich der Gewindeausnehmung (gleich konisch).
Diese stark negative (ca. 30°) Flankenschneide, welche sich an die Umfangsschneide
anschließt, ergibt sich zwangsläufig daraus, dass diese Werkzeuge meist mit 30°
spiralgenutet gefertigt sind, um einmal die Bohrerstirnschneiden positiv schneidend zum
Einsatz zu bringen, zum andern auch den Späneabfluss über die Spannuten zu
begünstigen. Wobei beim jetzigen Stand der Technik überhaupt kein Gewinde bei
hochfesten Werkstoffen eingebracht werden kann, da bedingt durch die bereits
aufgeführten Probleme ein Werkzeugbruch zwangsläufig vorprogrammiert ist, da dieser
große seitliche Widerstand gerade bei der längsten Werkzeugauskragung entsteht.
Auch können diese Werkzeuge oft nicht bei der Erstellung von Sacklochgewinden in
dünnwandige Materialien eingesetzt werden. Dies ist auf die Gestaltung der Stirn- und
Umfangsschneiden und auch auf das Arbeitsverfahren zurückzuführen. Aus diesen
Summen, Bohrerspitze 140°, der großen Breite der Umfangsschneide, ein Umlauf um
360° bei der Erstellung des Gewindes sowie v. a. die gleichzeitige Erstellung der Fase
beim Bohrvorgang ergibt dies einen nicht unwesentlichen nicht nutzbaren
Kernlochvorlauf von 1/3. Beispiel: nutzbare Gewindelänge bei M16 Gewinde bei einer
Tiefe von 1,5 mal Durchmesser, gleich 24 mm erfordert eine Kernlochtiefe von 36 mm
(gleich 6 Gewindegänge nicht nutzbarer Kernlochvorlauf).
Dieser erforderliche große Kernlochvorlauf wirkt sich auch nachteilig auf die Stand- und
Fertigungszeit u. v. a. auf die Stabilität des Werkzeuges (gleich seitliche Abdrängung)
aus, wobei dies auf die sich daraus ergebende erforderliche Überlänge des Werkzeuges
zurückzuführen ist. Diese große Breite der Umfangsschneide ist bei dieser
Stirnschneidenform aber derzeit erforderlich, um den erzeugten Bohrspan von den am
äußeren Umfang angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden nach innen zur
Spannut zu leiten, um eine Einhaken in diese offenen Flankenschneiden zu vermeiden
bzw. auch deren vorzeitige Abstumpfung zu verhindern. Ein weiteres Problem dieser
derzeit auf dem Markt befindlichen Werkzeuge liegt darin, dass die Anfasung der
Ausnehmung nur auf eine vorbestimmte Bohrungsausnehmungstiefe (gleich 1,5-2, +2,5
mal Durchmesser) möglich ist.
Für benötigte Zwischengrößen wie dies z. B. im Motorenbau der Fall ist, wo bis zu 10
verschieden tiefe Gewinde mit gleicher Steigung (z. B. M8) erstellt werden sollen, sind
somit wieder Sonderwerkzeuge erforderlich, um diese Ausnehmung gleich mit anfasen
zu können. Dies ergibt einmal zusätzliche Kosten für die Anschaffung und der
Lagerhaltung dieser Sonderwerkzeuge, aber v. a. ergibt dies Probleme bei der
Unterbringung dieser zusätzlichen Werkzeuge im Werkzeugmagazin der Maschine.
Auch ist eine Trocken-Bearbeitung von z. B. Alu oder auch bei manchen Alulegierungen
wegen der Bildung einer Aufbauschneide im Kernbereich des Bohrwerkzeuges nicht
möglich. Dabei ist diese Trockenbearbeitung immer mehr im Kommen bzw. werden
heute schon Werkzeugmaschinen ausgeliefert, welche nur noch eine innere
Kühlmittelzufuhr durch die Arbeitsspindel in Form von Pressluft haben. Desweiteren
können auch keine Gewindeausnehmungen mit derzeit geläufigen Bohrverfahren bei
langspanenden Werkstoffen eingebracht werden. Durch die nun angestrebte Möglichkeit
mit einem Bohrgewindefräser auch in hochfeste Werkstoffe ein Gewinde einbringen zu
können, ergibt sich hieraus ein weiteres Problem indem die gewindeerzeugenden
Schneiden u. v. a. deren Spitzen zu schnell stumpf werden. Wobei dies einmal darauf
zurückzuführen ist, dass bei der Erzeugung der Gewindeflanken das Material in Keilform
(fast ganz spitz) abgetragen werden muss, zum Andern ist diese Spitze am längsten in
Schneideneingriff.
Auch soll die zeitliche Einbringung einer zylindrischen Gewindeausnehmung, wofür ein
zusätzlicher Schlichtvorgang vorgesehen ist bzw. auch die 45° Fase durch einen
weiteren 360° Umlauf erstellt werden muss, die nach dem jetzigen Stand der Technik
erforderliche Fertigungszeit zumindest nicht überschreiten. Zur Lösung dieser Stand-
und Fertigungszeitprobleme könnte die aus der EP 030291581 bekannten Lösung,
diese Bohrfräswerkzeuge mit vier Umfangsschneiden auszustatten, wesentlich
beitragen. Doch ist die dort gezeigte Ausführung mit den Nachteilen behaftet, dass alle
vier Spannuten gleich groß sind, womit bei den Schneiden, welche bis Mitte schneiden,
die Spannut für den reibungslosen Abtransport der erzeugten Späne zu klein ist.
Wiederum hätten die Spannuten eine ausreichende Größe, würde dadurch das
Werkzeug in seiner Stabilität zu sehr geschwächt für den auszuführenden Fräsvorgang
bei der Erzeugung der Gewindegänge um den dabei entstehenden seitlichen Druck auf
den Werkzeugschaft noch ausreichend aufnehmen zu können.
Aus der DE 101 09 990 A1 ist ein neues Arbeitsverfahren bekannt, mit welchem auch
langspanende Werkstoffe (z. B. St 37) problemlos bearbeitet werden können. Um auch
eine Trockenbearbeitung bei z. B. Aluminium bewerkstelligen zu können ist
vorgeschlagen, die aus DE 199 15 536 C1 bekannte M-Schneide beim
Bohrvorgang einzusetzen. Dabei könnte in diesem spez. Fall eine zusätzliche
Minimalmengenschmierung ganz hilfreich sein. Dabei kann dann auch hier mit dieser
M-Schneide und deren 45° Fasenschneide die erstellte Bohrungsausnehmung gleich
angefast werden, egal welche Ausnehmungstiefe diese aufweist. Trotz dieser Vorteile
kann mit diesem Werkzeug derzeit kein Gewinde ins volle Material eingebracht werden,
da dafür die erforderlichen verkürzten Umfangsschneiden und die gewindeerzeugenden
Schneiden fehlen. Wie bereits aufgeführt sind aus der WO 96/07502 A1 weitere
Werkzeuge in dieser Richtung bekannt. Dabei beinhaltet der dort in Fig. 1E gezeigte
Bohrgewindefräser keine Möglichkeit, die erstelle Gewindeausnehmung mit diesem
Werkzeug gleich mit anfasen zu können, womit dadurch für diesen Arbeitsgang ein
zusätzliches Werkzeug zum Einsatz gebracht werden muss. Bei den in Fig. 1A-1D
gezeigten Werkzeugen handelt es sich nicht um Bohrwerkzeuge, sondern um
Fräswerkzeuge.
Womit zwar dann dort mit dem vorhandenen 45° verlaufenden Schneidenbereich durch
einen Fräsvorgang eine Fase gleich ins volle Material erstellt werden könnte und somit
dann für diesen Arbeitsgang kein zusätzliches Werkzeug mehr erforderlich wäre.
Doch dürften die in Fig. 1A-1E gezeigten Werkzeuge keinerlei praktischen Einsatz
zulassen, da dort die Proportionen gleich Stirnschneidendurchmesser zu den
Gewindeflankentiefen und deren Gewindesteigung in einem für einen Fachmann nicht
ganz nachvollziehbarem Verhältnis stehen. Sollten die Werkzeuge in etwa 1 : 1
zeichnerisch dargestellt sein, könnte mit dieser Gewindezähneausbildung erst eine
Gewindesteigung von 3 mm (gleich M24) erstellt werden. D. h. zur Erzeugung der hierfür
erforderlichen Kernbohrung von 21 mm Durchmesser stünde nur ein Werkzeug mit einer
Bohrschneide von 12 mm Durchmesser zur Verfügung. Somit müsste der restliche
Kernbohrungsdurchmesser auf 21 mm mit der Erstellung des Gewindes mit erbracht
werden. Diesen dann dort entstehenden seitlichen Druck auf den Werkzeugschaft bei
diesem Fräsvorgang (gleich Umlauf um 360°) dürfte dieses Werkzeug auf nur einer sehr
geringen Auskrakungslänge widerstehen, da dieses ja nur einen Schaftdurchmesser von
7 mm im Gewindebereich hat. Womit für dieses Werkzeug kein wirtschaftlicher und auch
kein praktischer Einsatz möglich ist, selbst nicht in Werkstoffen mit geringer Festigkeit.
Auch dürften die in den Fig. 2A-2C gezeigten Fertigungsabläufen mit solch einem
Werkzeug bei der Erstellung der Fase und der Kernbohrungsausnehmung durch einen
Zirkularfräsvorgang keinen wirtschaftlichen Einsatz zulassen, da dieser Vorgang zeitlich
viel zu lange dauert, zum Andern stark auf die Standzeit der Werkzeugschneiden geht
aber v. a. auch hier bei der Erstellung des Gewindes durch einen 360° Fräsumlauf.
Durch seitlichen Druck, welcher v. a. im Umfangsschneidenbereich entsteht, kann
dadurch mit diesem Werkzeug keine Gewindeausnehmung in einer brauchbaren Tiefe
auch nicht bei Werkstoffen mit geringer Festigkeit erstellt werden, da ja dann auch hier
der Werkzeugschaftdurchmesser im gewindeerzeugenden Bereich nur 7 mm aufweist.
Aus dem Katalog der Fa. Emuge Franken (gleich Jahrgang 2000) ist die derzeitig
begrenzte Einsatzmöglichkeit dieser Bohrgewindefräser beschrieben ("Einsatzgebiet:
kurzspanende Gusswerkstoffe, Aluminium, Aluminiumlegierungen sowie einige
Kunststoffe"), siehe hierzu Fig. 7.
Aus den Fig. 1-7 ist einmal der Arbeitsablauf dieser Werkzeuge beschrieben zum
Anderen geht auch hier der große nicht nutzbarer Kernlochvorlauf (gleich 1/3 von der
Kernlochtiefe) hervor. Wie dies aus den aufgeführten Problemen zu entnehmen ist, kann
derzeit kein lehrhaltiges Gewinde, auch nicht in Werkstoffe mit geringer Festigkeit über
2 × D eingebracht werden, weil diese bereits stark konisch werden, wobei dies einmal
auf die Werkzeugschneidenausbildung zurückzuführen ist, zum Andern v. a. aber auch
auf das Arbeitsverfahren, indem einmal beim Bohrvorgang die Fase gleich mit erstellt
werden muss, was eine zusätzliche Werkzeuglänge erfordert, und v. a. einen unnötigen
nicht nutzbaren Kernlochvorlauf ergibt, zum Andern auf die Erstellung der
Gewindeausnehmung im Gleichlauffräsvorgang, weil hierbei die seitliche Abdrängung
naturgemäß größer ist als beim Gegenlauffräsen, wobei auch beim Gegenlauffräsen die
Abdrängung auch zu groß wäre bei den derzeit zum Einsatz kommenden
Schneidengeometrien und deren Verfahrensabläufen. Somit kann aus keiner der hier
aufgeführten Erfindungen auf Bezug Schneidenausbildung und Verfahrensansprüche
ein Bohrgewindefräswerkzeug entnommen werden, mit welchem die Erstellung von
lehrhaltigen Gewindeausnehmungen (v. a. auch zylindrisch) ins volle Material mit nur
einem Werkzeug auch in hochfeste Werkstoffe möglich wäre, wobei die Erstellung des
Kernloches durch einen Bohrvorgang in Verbindung einer Bohrerschneide erfolgt und
wobei mit diesem Werkzeug zugleich das Gewinde als auch die Fase erstellt werden
kann und die Erstellung der Fase unabhängig von der Ausnehmungstiefe und der
Herstellungsablauf auch im Trockenverfahren (gleich nur Einsatz von Pressluft) möglich
sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Werkzeuge zu schaffen, welche v. a. auch in
Verbindung von neuen Arbeitsverfahren die aufgezeigten Probleme lösen (siehe
Anspruch 1-3 + Verfahrensanspruch), wobei hier Gewindeausnehmungen jeglicher Art in
hoher Qualität (v. a. auch auf Bezug zylindrisch) in allen zerspannbaren Materialien, v. a.
auch bevorzugt bei Trockenbearbeitung (gleich Kühlung und Entfernung der Späne nur
mit Pressluft) erstellt werden sollen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Dabei kann die Bohrstirnschneide in drei Schneidenbereiche aufgeteilt sein. Einmal in
einem Zentrierbereich, in einem Spanbrecherbereich und einen
Fasenschneidenbereich.
Dabei ist der Zentrierbereich durch einen in einem Spitzenwinkel von ca. 140°
verlaufenden Bereich erstellt, der sich daran anschließende Spanbrecherbereich durch
einen in einem Spitzenwinkel von ca. 160° verlaufenden Bereich und der Fasenbereich
durch einen in 45° verlaufenden Schneidenbereich, wobei dieser Bereich in seinem
Ausmaß auf etwa der zu erstellenden Fasengröße begrenzt ist.
Durch diese Schneidenform wird der erzeugte Span in drei verschiedene Richtungen
abgetragen, wodurch er einmal besser gerollt wird, zum Andern dadurch leichter bricht,
womit nur kurze Späne erzeugt werden (außer bei langspanenden Materialien wie z. B.
St 37). Als weiteres ist die an die Fasenschneide angeschlossene Umfangsschneide auf
ca. die Hälfte der zu erzeugenden Gewindesteigung reduziert (Beispiel:
Gewindesteigung 2 mm ergibt eine Umfangsschneidenbreite von ca. 1 mm). Diese
Verkleinerung der Umfangsschneide ist einmal dadurch möglich, dass durch die 45°
Winkelstellung der nun vorhandenen Fasenschneide in diesem äußeren
Umfangsbereich der beim Bohrvorgang erzeugte Span schneller zur Spannutmitte
geleitet wird bedingt durch diese Veränderung der Spanabflussrichtung als auch der
Spanform. V. a. aber dadurch, indem die gewindeerzeugenden Zähne in abgesetzter
Form angebracht sind, wodurch eine vorzeitige Abstumpfung bzw. auch ein Einhaken
des abzuführenden Spans an die sich an die Umfangsschneide anschließenden
gewindeerzeugende Zähne ausgeschlossen wird. Dabei ist die in Gegenrichtung zum
Spanfluss angebrachte Flankenschneide und deren Stirnschneide leicht bis ca.
Zahnmitte abgesenkt, womit dann der nach außen abzuführende Span keinen Kontakt
mit dieser Schneidenhälfte mehr hat. Auch soll eine Abänderung der stark negativ
schneidenden Flankenschneide, welche sich an der Umfangsschneide anschließt, in
eine positiv schneidende, indem in diesem Schneidenbereich eine Hohlkehle
eingebracht ist, wodurch sich dann dieser Schneidenbereich in einen positiv
schneidenden Eingriffswinkel verändert, den Fräswiderstand herabsetzen. Desweiteren
kann dies auch noch dadurch unterstützt werden, indem sich die Spannuten nach oben
(gleich hin zum Bohrerschaft) verkleinern, wodurch das Bohrfräserwerkzeug in seiner
seitlichen Steifigkeit verstärkt wird, da ja gerade in der weitesten Auskragungslänge der
größte seitliche Druck bei der Herstellung des Gewindes durch 360° Umlauf bei diesem
Fräsvorgang auftritt.
Diese allmähliche Verjüngung der Spannut in Richtung Bohrerschaft ist durch die bereits
aufgeführte Veränderung der Stirnschneiden möglich, zum Andern aber kann nun der
Span auch die volle Spannutbreite durchfließen, da ja jetzt die im Bereich der am
Umfang angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden in ihrem Gefahrenbereich
(gleich offene Flankenschneide entgegen Spanflussrichtung) keinen Kontakt mit den
nach außen abzuführenden Spänen mehr haben. Auch soll hier der Übergangsbereich
von den gewindeerzeugenden Schneiden zum zylindrischen Werkzeugschaft leicht
konisch verlaufen, einmal um eine Kerbwirkung zu vermeiden, zum Andern soll der
Werkzeugschaft verstärkt ausgeführt sein, um zumindest in diesem Bereich eine
seitliche Abdrängung des Werkzeuges bei der Erstellung des Gewindes durch einen
Fräsvorgang zu vermeiden. Um diese Kerbwirkung voll ausschließen zu können und
dabei die Steifigkeit des Werkzeuges ab dem Bereich der gewindeerzeugenden
Schneiden voll ausschöpfen zu können, ist der Schaftdurchmesser ab Gewindezähne
auf ca. der Hälfte der Flankentiefe dieser gewindeerzeugenden Zähne ausgelegt und
steigt ab hier leicht konisch an. Durch all diese Verbesserungen ist es dann möglich, ein
lehrhaltiges Gewinde zumindest bis ca. 1 × D Tiefe in hochfeste Materialien
einzubringen. Um dann ein lehrhaltiges Gewinde auf eine Tiefe von ca. 2 mal
Durchmesser in hochfeste Materialien einbringen zu können oder bei Werkstoffen mit
geringer Festigkeit, wie z. B. Aluminiumlegierungen, Gewindeausnehmungen bis 2,5 × D
Tiefe oder darüber erstellen zu können, ohne dass sie im unteren Ausnehmungsbereich
leicht konisch werden, ist vorgeschlagen, die Bohrerstirnschneide im Bereich ihrer 45°
Fase v. a. die sich daran anschließende Umfangsschneide, die Flankenschneide als
auch die gewindeerzeugenden Schneiden positiv zur Werkzeugachse anzustellen.
Durch diese Maßnahme wird der seitliche Widerstand beim Fräsvorgang (gleich die
Erstellung des Gewindes durch einen 360° Umlauf) nochmals um ca. 50% gesenkt.
Durch alle diese Maßnahmen wird der seitliche Widerstand gegenüber Stand der
Technik um ca. 80% abgesenkt. Um dann aber eine Gewindeausnehmung von hoher
Qualität, v. a. auch in Bezug zylindrisch erzeugen zu können, ist weiterhin
vorgeschlagen, dies durch einen zweiten 360° Umlauf zu bewerkstelligen. Dabei erfolgt
der erste Umlauf im Gegenlauffräsen mit etwas Schlichtaufmaß (von ca. nur noch 10%
von der zu erstellenden Gewindeflankentiefe).
Durch dieses Gegenlauffräsen wird das Werkzeug v. a. in seiner größten
Auskragungslänge (gleich Bohrerumfangsschneide), bedingt dass die Schneiden hier
mit ca. 15° positiv zur Bohrerachse angestellt sind, nach außen gezogen (gleich ins
Material hineingezogen), wodurch dann die Gewindeausnehmung im untersten Bereich
das größte Durchmessermaß erbringt (leicht konisch nach außen), womit dann beim
Schlichtvorgang, welcher im Gleichlauffräsen erfolgt, in diesem unteren Bereich der
Gewindeausnehmung (gleich im Bereich der Umfangsschneide) fast kein Material (bzw.
kein Material) mehr abgetragen werden muss, wodurch dann ein lehrhaltiges (v. a. ein
zylindrisches) Gewinde erstellt wird. Durch diesen zweiten Umlauf im Gleichlauf
(Gleichlauffräsen) wird dann zugleich eine bessere Gewindeoberfläche erzeugt.
Um dann aber auch in langspanende Werkstoffe eine Gewindeausnehmung einbringen
zu können ist vorgeschlagen dies durch einen Intervallbohrvorgang zu bewerkstelligen,
d. h. zwei Umläufe mit axialer Zustellung und einen ohne Zustellung, wodurch dann auch
hier nur kurze Späne erzeugt werden. Desweiteren können dann alle
Sacklochgewindeausnehmungen problemlos erstellt werden, weil hier der nicht nutzbare
Kernlochvorlauf um ca. 50% durch die aufgeführten Maßnahmen (verkürzte Stirn- und
Umfangsschneide und neues Arbeitsverfahren) reduziert ist.
Beispiel: nutzbare Gewindelänge 1,5 × D bei einem M16 Gewinde gleich 24 mm erfordert
eine Kernlochtiefe von 30 mm (gleich nur noch 3 Gewindegänge nicht nutzbarer
Kernlochvorlauf). Um auch ein Gewinde in Trockenbearbeitung ins volle Material wie
z. B. Aluminium einzubringen, ist dies durch die Änderung der Stirnschneiden auf eine
M-Schneidenform zu bewerkstelligen, wobei diese M Schneide auch eine 45°
Fasenschneide beinhaltet. Durch diese Maßnahme wird auch der Kernlochvorlauf
nochmals geringfügig reduziert. Die Bildung einer Aufbauschneide im Zentrum der
Stirnschneide wird durch die Stirnschneidenanordnung verhindert, indem in diesem
Zentrumsbereich eine Schneide über die Mitte schneidet und die andere Schneide um
ca. dieses Maß verkürzt ist. Dadurch wird der Span in der Bohrungsmitte durch einen
Schneidevorgang abgetragen und v. a. wird dieser ungehindert abgeführt.
Um das Problem der vorzeitigen Abstumpfung der gewindeerzeugenden Schneiden
bzw. besonders deren Spitzen bei hochfesten Materialien zu lösen und die
Fertigungszeit zu verringern, ist einmal vorgeschlagen, die Spanabtragungsstärke zu
reduzieren.
Dies wird dadurch erreicht, indem sich an die kernloch- und gewindeerzeugenden
Schneiden eine weitere zusätzliche Schneidenreihe anschließt. Diese Schneidenreihe
trägt auch dann wesentlich dazu bei, dass die Fertigungszeiten nach dem Stand der
Technik nicht überschritten werden bzw. sollen sie im Zusammenhang mit den
Verfahrensansprüchen sogar noch leicht abgesenkt werden, obwohl hier zwei
zusätzliche 360° Umläufe erforderlich sind. Dabei kommt diese jeweilige zusätzliche
Schneidenreihe beim Bohrvorgang nur ca. im Bereich ihrer Fasenschneide in
Schneideingriff. Durch diese reduzierte Eingriffsbreite ist für die dadurch erzeugten
Späne nur eine in ihrer Ausnehmungstiefe geringe Spannuttiefe für deren Abtransport
erforderlich, wodurch der Werkzeugschaft fast nicht geschwächt wird. Um dies zu
erreichen, ist diese jeweils zusätzliche Schneide mit einem Abstand von ca. 85° an die
Stirnschneide angefügt. Dies ist einmal erforderlich um für die Stirnschneide eine
ausreichend große Spannut einbringen zu können, zum Andern muss auch die nun
zusätzlich angebrachte Schneide eine ausreichende Wandstärke haben, um die beim
Bohr- und Fräsvorgang auftretenden Kräfte aufnehmen zu können.
Durch diese zusätzlichen Schneiden kann einmal der Bohrvorgang beschleunigt
werden, zum Andern, v. a. bei Werkstoffen mit geringer Festigkeit, kann der
Fräsvorschub bei der Erstellung der Gewindeausnehmungen fast verdoppelt werden,
und bei dem nun erforderlichen zusätzlichen Schlichtumlauf und einem weiteren 360°
Umlauf für die Erstellung der Fase, kann auch hier der Fräsvorschub fast verdoppelt
werden. Womit sich dann in Verbindung der 100% Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit
bei diesen Fräsarbeiten (siehe Verfahrensanspruch) gegenüber der
Schnittgeschwindigkeit beim Bohren die gesamte Fertigungszeit sogar leicht reduziert
gegenüber dem Stand der Technik. Ein weiterer Vorteil durch diese zusätzlichen
Schneiden liegt darin, dass das Werkzeug in seiner Zentrität (gleich axialer Verlauf)
besser geführt ist bzw. wird auch ein ruhiger Lauf bei der Erstellung der
Gewindeausnehmungen erreicht wird durch die Drallstellung (ca. 25°) der
gewindeerzeugenden Schneiden und den nun zusätzlichen Schneiden (gleich zweite
Schneidenreihe), womit dadurch immer mehr Schneiden in Schneideingriff sind und
somit das Werkzeug dann fast ganz gleichmäßig belastet ist.
Die Erfindung ist anhand der Fig. 1-4 im Einzelnen beschrieben und in einem Maßstab
von ca. 5 : 1 erstellt (Bsp. Gewindefräser für M16) sowie deren Verfahrensablauf in den
Fig. 6 + 7 dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen schemenhaft dargestellten Bohrgewindefräser Stand der
Technik und in diesem integriert die erfinderische verbesserte
Ausführungen, wobei dieser hier rechtsschneidend ausgelegt ist, könnte
aber genau so gut linksschneidend ausgelegt sein.
Fig. 2 zeigt einen weiteren schemenhaft dargestellten Bohrgewindefräser in
verbesserter Ausführung (gleich M Stirnschneide).
Fig. 3 zeigt einen Bohrgewindefräser nur in seinem Schneidenbereich in
nochmals verbesserter Ausführungsform (nur zweischneidig und mit
gerade verlaufender Spannut dargestellt).
Fig. 4 zeigt diese Ausführungsform im Schnitt A-A und B-B (wobei hier das
Werkzeug mit zusätzlich eingebrachten zwei Schneiden dargestellt ist).
Fig. 5 zeigt ein einsatzfähiges Werkzeug für eine Gewindegröße M16 im
Maßstab 1 : 1.
Fig. 6 zeigt einen Bohrgewindefräser in Verbindung einer dieser neuen
Schneidengeometrien als auch dem neuen Verfahrensablauf im
praktischen Einsatz.
Fig. 7 zeigt einen Bohrgewindefräser Stand der Technik im praktischen Einsatz.
Fig. 1 zeigt einen Bohrgewindefräser, der einmal den Stand der Technik wiedergibt, zum
Andern sind bereits die Verbesserungen beinhaltet. Dabei weist nach dem Stand der
Technik der Bohrgewindefräser (1) in seinen Stirnschneidenbereich (2) eine
Stirnschneide auf, wobei diese in einem spitzen Winkel von 140° in voller Breite (2b)
erstellt ist. An diese schließt sich eine Umfangsschneide (3a) in einer Breite von ca. 1
mal Gewindesteigung (P) an. An diese wiederum schließen sich die
gewindeerzeugenden Schneiden (5) mit ihrer Stirnschneide (20) an, in der Anzahl der zu
erstellenden festen Gewindelänge (6). An deren Enden ist eine in 45° erstellte
Fasenschneide (7) am Werkzeugschaft (26) angebracht, dabei verläuft die Spannut (11)
in ca. 25° zur Werkzeugachse (14).
Die in Fig. 1 integrierten Verbesserungen zeigen einmal einen Stirnschneidenbereich
(2), welche durch eine Zentrierspitze (2a) in einem Spitzenwinkel von etwa 140° gebildet
ist, an diese schließt sich eine in einem Spitzenwinkel von ca. 160° erstellter
Schneidenbereich (2c), welcher als Spanbrecher wirkt, an. An diese wiederum schließt
sich ein in 45° erstellter Schneidenbereich (8) an, wobei dieser dann auch zur Erstellung
der Fase zum Einsatz kommt (gleich Fasenschneidenbereich (27)) und auf dieses
erforderliche Maß (gleich mindestens Gewindeflankentiefe und ca. 15% darüber) in
seiner Breite beschränkt ist. An diese schließt sich eine wesentlich verkürzte
Umfangsschneide (3) an, dabei ist diese in ihrer Breite von ca. 0,5 mal Gewindesteigung
(P) erstellt. Am Ende dieser schließt sich eine Flankenschneide (9a) an. An diese
schließen sich mit geringem seitlichem Abstand (4) gleich ca. 3% kleiner als die
kernlocherzeugenden Schneiden (2) die gewindeerzeugenden Schneiden (5) mit ihrer
Stirnschneide (20) in einer Anzahl von mind. der zu erstellenden
Gewindeausnehmungstiefe bis Werkzeugschaftanfang (30) an. Dabei kann die
Stirnschneide (20) gebrochen sein, indem sie bis ca. ihrer Schneidenmitte (10) in dem
Bereich ihrer Flankenschneide (9) mit ca. 8° nach hinten abgesenkt ist, wodurch dann
beim Bohrvorgang die abzuführenden Späne keinen Kontakt mit diesem
Stirnschneidenbereich (17) mehr haben. Desweiteren kann nun die Fasenschneide (7)
ganz entfallen, da ja dann die Gewindeausnehmungen jeglicher Tiefe mit dem
Schneidenbereich (8) angefast werden können, womit dann auch keine
Sonderwerkzeuge (Zwischenlängen) mehr erforderlich sind. Durch diesen möglichen
Verzicht auf die Fasenschneide (7) entfällt auch zugleich diese große Schwachstelle
(Sollbruchstelle) in diesem Übergangsbereich (30a). Dabei könnte aus
Herstellungsgründen zur Bearbeitung von kurzspanenden Werkstoffen der
Stirnschneidenbereich (2) auch nur aus den Schneidenbereichen (2d + 8) bestehen. Um
die Arbeitsgeschwindigkeit und die Standzeit der Schneiden erhöhen zu können, sind
der Stirnschneide (2) und den gewindeerzeugenden Schneiden (5) eine jeweils weitere
Schneide in einem Abstand von ca. 85° angefügt (31). Dabei kommt die Stirnschneide
(8a) nur ca. in ihrem Fasenschneidenbereich (27) in Schneideingriff.
Fig. 2 zeigt einen Bohrgewindefräser in verbesserter Ausführung, wobei hier der
Hauptvorteil in der Trockenbearbeitung liegt. Dabei ist hier der Stirnschneidenbereich (2)
durch eine M-Schneide gebildet, wobei diese jeweils eine kurze gerade Querschneide
(12) aufweist, an welche sich eine spiegelgleiche Ausnehmung (13) anschließt. Dabei
reicht hier eine Schneide über die Werkzeugachse (14) hinaus (14a) bzw. ist die andere
Schneide um ca. dieses Maß verkürzt. An die Querschneide (12) schließt sich nach
außen ein weiterer geneigter Schneidenbereich (15) an, an den sich ein weiterer
Schneidenbereich (8), welcher auch als Fasenschneide zum Einsatz kommt an und
wobei er in einer Gradzahl von 45° bis zur Umfangsschneide (3) verläuft. Dabei weist
auch hier die Umfangsschneide nur eine sehr geringe Breite von 0,5 mal
Gewindesteigung (P) auf. Am Ende dieser schließt sich eine Flankenschneide (9a) an.
An diese schließen sich auch hier mit geringem seitlichem Abstand (4) die
gewindeerzeugenden Schneiden (5) mit ihren Stirnschneiden (20) in einer Anzahl von
mind. der zu erstellenden Gewindeausnehmungstiefe bis Werkzeugschaft (30) an.
Dabei kann die Stirnschneide (20) auch hier gebrochen sein, indem sie bis ca. ihrer
Schneidenmitte (10) in dem Bereich ihrer Flankenschneide (9) mit ca. 8° nach hinten
abgesenkt ist, wodurch dann beim Bohrvorgang die abzuführenden Späne keinen
Kontakt mit diesem Stirnschneidenbereich (17) mehr haben. Desweiteren kann auch
hier die Fasenschneide (7) entfallen, da die Gewindeausnehmungen jeglicher Tiefe mit
dem Schneidenbereich (8) angefast werden können, womit dann auch keine
Sonderwerkzeuge (Zwischenlängen) mehr erforderlich sind. Durch diesen Verzicht der
Fasenschneide (7) entfällt die Schwachstelle (30a) (Sollbruchstelle) ganz. Um diese
Schwachstelle ganz auszuschalten, verläuft der Übergang von den gewinde
erzeugenden Schneiden (5) zu dem zylindrischen Werkzeugschaftbereich (26) leicht
konisch ansteigend (26a) mit etwa 6,5°, wobei er im Anfangsbereich (30) nur ein
Durchmessermaß, welches in etwa bei der halben Gewindezahnflankentiefe (t) liegt,
aufweist. Um diese abgesetzte Form (17) zeichnerisch besser darstellen zu können, ist
hier der gewindeherstellende Bereich um 90° gedreht zur Stirnschneide (2) angeordnet
und verläuft samt Spannut (11) in Richtung Bohrerachse (14). Desweiteren können alle
Schneidenübergänge durch Radien (R) gebildet sein bzw. können auch die
Stirnschneiden 2a, 2c, 12, 13 + 15 eine Bogenform aufweisen (hier nicht gezeigt).
Fig. 3 und 4 zeigen einen Bohrgewindefräser in nochmals verbesserter Ausführung.
Dabei ist in die negativ schneidende Flankenschneide (9a) eine Hohlkehle (22)
eingebracht, wodurch sie dann positiv schneidend zum Fräseinsatz kommt. Als weiteres
ist die Veränderung der Spannutentiefe (11) von unten (23) nach oben (24) zum
Werkzeugschaft (26) ersichtlich. V. a. auch die positive Anstellung (21) von ca. 15° des
Schneidenbereichs (8) der Umfangsschneide (3) der Flankenschneiden (9a) und der
gewindeerzeugenden Schneiden (5) zur Bohrerachse (14), wobei diese positive
Anstellung leicht über die innere Flankenschneide (27a) der gewindeerzeugenden
Schneiden hinausragt gleich bis Fasenschneidenbereich (27), reicht. Desweiteren die
Kühlmittelbohrungen (28), welche hier in Drallrichtung (gleich mit den der Spannuten)
bis Werkzeugschaftende (26) verläuft den starken Freiwinkel (29), da ja das
Bohrwerkzeug auch einen Fräseinsatz bei der Erstellung der Gewindegänge
bewerkstelligen muss. Aus der Fig. 4 geht auch der Stand der Technik auf Bezug des
Schneidenwinkels (25) zur Werkzeugachse (14) hervor (wobei dieser gleich 0 beträgt)
sowie mit Bezugszeichen (11b) die geringe Tiefe der Spannuten (11a), wobei diese ca.
nur die Hälfte der Spannuttiefen (11) erreicht.
Fig. 5 zeigt ein einsatzfähiges Werkzeug gleich für eine stufenlose
Gewindeausnehmungstiefe bis 2 × D bei einer Gewindegröße von M16, dabei ist der
Übergang vom gewindeerzeugenden Bereich (30) in etwa 6,5° konisch ansteigend zum
zylindrischen Werkzeugschaftbereich (26) ausgelegt.
In Fig. 6 ist das neue Verfahren in den Fig. 6.1-6.7 im Maßstab von 1 : 1 bei der Erstellung
einer M16 Gewindeausnehmung bei einer nutzbaren Gewindelänge von 1,5 × D
dargestellt, hierbei könnten mit diesem Werkzeug auch Gewindeausnehmungen bis 2 × D
in stufenlosen Bereich erstellt werden.
Beispielhaft dargestellt zeigt Fig. 6.1 einen Bohrgewindefräser in Einsatzstellung, Fig. 6.2
die bereits durch einen Bohrvorgang erstellte Bohrung, Fig. 6.3 das Werkzeug um 1,5 ×
Gewindesteigung (P) angehoben, Fig. 6.4 das Werkzeug in Verbindung einer 180°
Einfahrschleife, das bereits durch einen Fräsvorgang in die Umfangswandung mit einem
Schlichtaufmaß von ca. 10% der zu erstellenden Gewindeflankentiefe eingedrungen ist,
Fig. 6.5 das Werkzeug, das bereits eine Umfahrung von 360° in Abwärtsrichtung erledigt
hat, Fig. 6.6 das Werkzeug auf seiner Nullstellung bzw. gleich Ausgangsstellung zur
Ausführung des Schlichtvorgangs von unten nach oben durch einen weiteren 360°
Umlauf, wobei dieser Vorgang nicht gezeigt ist, da er ja gleich ist mit dem
Schruppvorgang lediglich in umgekehrter Richtung mit Schlichtmaßzustellung. Fig. 6.7
zeigt das Werkzeug nach Beendigung der Erstellung der Fase durch die 45°
Fasenschneiden durch einen 360° Umlauf, wonach dann der Verfahrensablauf beendet
ist.
Fig. 7 zeigt einen Auszug aus dem Katalog Gewindefrästechnik der Fa. Emuge
Rückersdorf. Dabei ist die derzeit begrenzte Einsatzmöglichkeit dieser Werkzeuge
(Stand der Technik) sowie der große Kernlochvorlauf von 1/3 aufgezeigt, welcher einmal
dadurch entsteht, dass mit diesem Werkzeug beim Bohrvorgang die Fase gleich mit
erstellt werden muss durch die Fasenschneide (7), zum Andern durch die erforderlich
große Breite der Umfangsschneide (3a) als auch der im Spitzenwinkel von 140°
erstellten Stirnschneide (2b). Desweiteren geht auch der Stand der Technik in Bezug auf
Verfahren hervor.
Dabei wird beim Bohrvorgang die Fase gleich mit erstellt, zum Andern das Gewinde im
Gleichlauffräsvorgang von Unten nach Oben in nur einem Umlauf erstellt, d. h. das
Gewinde wird nicht vorgefräst. Dieser Verfahrensablauf ist zeitlich kaum mehr zu
unterbieten, ist aber mit dem Nachteil behaftet, dass hiermit bereits
Gewindeausnehmungen mit geringer Tiefe leicht konisch werden und v. a. kann kein
Gewinde in hochfeste Materialien erstellt werden.
Anmerkung: Im Normalfall sind diese Werkzeuge rechtsschneidend gefertigt, da ja ein
Rechtsantrieb weltweit die Standard-Antriebsrichtung ist. D. h. dieses Werkzeug könnte
auch linksschneidend erstellt sein, wodurch die Erstellung eines Rechtsgewindes in
umgekehrter Reihenfolge ablaufen müsste. Mit diesen Werkzeugen können Rechts-
oder auch Linksgewinde mit gleichem Werkzeug erstellt werden (Stand der Technik).
Womit sich die Verfahrensansprüche auf beide Schneidrichtungen als auch auf Rechts-
und Linksgewinden erstrecken.
Claims (10)
1. Bohrgewindefräser mit einem Schaft, welcher mit Stirn-, Umfangs- und
Flankenschneiden sowie gewindeerzeugenden Schneiden ausgestattet und
drehangetrieben sowie mit fortlaufender Z-Achszustellung ins volle Material bewegbar
ist und zur Verwendung auf CNC gesteuerten Maschinen durch Bewegen mit einer
Kreisbahn um die Ausnehmungsachse umlaufend verschiebbar zum Gewindefräsen als
auch zum Anfasen geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der
Stirnschneidenbereich (2) durch eine Zentrierspitze (2a), welche in einem Spitzenwinkel
von ca. 140° erstellt ist, wobei sich an diese sich ein, in einem Spitzenwinkel von ca.
160° erstellter Schneidenbereich (2c), anschließt, an diesen wiederum schließt sich ein
in ca. 45° verlaufender Schneidenbereich (8) an, wobei dieser in seinem Ausmaß gleich
seinem Fasenschneidenbereich (27) begrenzt ist und die sich daran anschließenden
Umfangsschneide (3) nur eine Breite von gleich ca. nur einer halben Gewindesteigung
(P) aufweist, an diese schließt sich eine Flankenschneide (9a) an, wobei dann die in
Längsrichtung mit einem geringem seitlichen Abstand (4) gleich ca. 3% kleiner als die
kernlocherzeugenden Schneiden (2) angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden
(5), welche zumindest in Anzahl der zu erstellenden Gewindeausnehmungstiefe
vorhanden sind und sich bis Werkzeugschaftbereich (30) erstrecken, wobei diese in
ihrer zum Stirnschneidenbereich (2) zugewandten Flankenschneide (9) bis ca. der
Hälfte (10) ihrer Stirnschneide (20) nach hinten (17) abgesenkt sind und der
Stirnschneidenbereich (2) im Bereich seines Fasenschneidenbereichs (27) der
Umfangsschneide (3) der Flankenschneide (9a) die gewindeerzeugenden Schneiden (5)
zur Bohrerachse (14) positivschneidend (21) angestellt sind.
2. Bohrgewindefräser nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der
Stirnschneidenbereich (2) durch jeweils eine kurze gerade Querschneide (12) gebildet
ist, an welchen sich eine spiegelgleiche Ausnehmung (13) anschließt, dabei reicht eine
Schneide über die Werkzeugmitte (14) hinaus bzw. ist die andere Seite um ca. dieses
Maß verkürzt, wobei diese im Bereich der Bohrerachse (14) dieser gegenüber
hinterliegend sind, höchstens aber dieser schneidend ausgerichtet, und an die Quer
schneide (12) schließt sich nach außen ein geneigter Schneidenbereich (15) an, an den
sich ein in seinem Neigungswinkel von ca. 45° erstellter weiterer Schneidenbereich (8)
anschließt, welcher in seinem Ausmaß gleich seinem Fasenschneidenbereich (27)
begrenzt ist und bis zur Umfangsschneide (3) verläuft, dabei weist die Umfangsschneide
nur eine geringe Breite von ca. nur einer halben Gewindesteigung (P) auf, dabei ist der
Stirnschneidenbereich (2) in seinem Fasenschneidenbereich (27) der Umfangsschneide
(3) der Flankenschneide (9a) zur Bohrerachse (14) positiv schneidend (21) erstellt.
3. Bohrgewindefräser nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der
Stirnschneidenbereich (2) durch eine in einem Spitzenwinkel von ca. 140° erstellten
Schneidenbereich (2d) erstellt ist, an welchen sich ein in ca. 45° erstellter
Schneidenbereich (8) anschließt, welcher in seinem Ausmaß gleich seinem
Fasenschneidenbereich (27) begrenzt ist und bis zur Umfangsschneide (3) verläuft,
dabei weist die Umfangsschneide nur eine geringe Breite von ca. nur einer halben
Gewindesteigung (P) auf, dabei ist der Stirnschneidenbereich (2) in seinem
Fasenschneidenbereich (27) der Umfangsschneide (3) der Flankenschneide (9a) zur
Bohrerachse (14) positiv schneidend (21) erstellt.
4. Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 1-3 dadurch gekennzeichnet, dass sich
an die kernlocherzeugenden Stirnschneidenbereich (2) und die gewindeerzeugenden
Schneiden (5) eine weitere Schneidenreihe (31) anschließt, wobei hier die Stirnschneide
(8a) nur im Bereich des Fasenschneidenbereichs (27) vorhanden ist, die
Umfangsschneide (3) die Flankenschneide (9a) die gewindeerzeugenden Schneiden (5)
voll vorhanden sind, wobei auch hier diese Schneiden positiv schneidend (21) zur
Bohrerachse (14) erstellt sind und die Spannut (11a) nur eine geringe Tiefe (11b) von
ca. der Hälfte von den Spannuttiefen (11) erreicht und der Abstand bei einem
zweischneidigem Werkzeug zu den Hauptschneiden ca. 85° bzw. bei einem
dreischneidigem Werkzeug ca. 57° beträgt.
5. Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 1-4 dadurch gekennzeichnet, dass die
Spannuten (11) in ihrer Tiefe von Vorne (23) nach Hinten (24) Richtung Werkzeugschaft
(26) abnehmen und der Werkzeugschaft ab den gewindeerzeugenden Schneiden (5)
zum zylindrischen Teil des Werkzeugschafts (26) allmählich in seinem Durchmesser mit
einem Anstieg von ca. 6,5° zunimmt, wobei der Schaftdurchmesser bei seinem
konischen Anfangsbereich (30) eine Stärke gleich ca. der Hälfte der Flankentiefe (t) der
gewindeerzeugenden Schneiden aufweist.
6. Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 1-5 dadurch gekennzeichnet, dass die
Stirnschneiden 2c, 2d, 12, 13, 15 in Bogenform erstellt sind und die jeweiligen
Schneidenübergänge durch Radien (R) gebildet sind und die Flankenschneide (9a) mit
einer Hohlkehle (22) belegt ist.
7. Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 1-6 dadurch gekennzeichnet, dass die
Fasenschneidenbereich (27) die Umfangsschneide (3) die Flankenschneide (9a), die
gewindeerzeugenden Schneiden (5) mit ca. 15° zur Bohrerachse (14) positiv
schneidend erstellt sind, wobei dieser positive Anstellungsbereich bis ca.
Fasenschneidenbereich (27) verläuft und die Stirnschneide (20) der
gewindeerzeugenden Schneiden (5) in der zum Stirnschneidenbereich (2) zugewandten
Flankenschneide (9) mit ca. 5°-10° bis ca. Zahnmitte (10) nach hinten (17) abgesenkt
ist.
8. Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 1-7 dadurch gekennzeichnet, dass diese
Werkzeuge auch mehrschneidig (gleich 3 × 120°) ausgelegt sind und diese
Schneidengeometrien auch an eingesetzte Schneidwerkstoffe (z. B. PKD) angebracht
sind.
9. Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 1-4 dadurch gekennzeichnet, dass diese
Schneidengeometrien des Stirnschneidenbereichs (2) und dieser zweiten
Schneidenreihe (31) sowie deren Spannutentiefe (11b) auch für Bohrer Verwendung
finden können, wobei diese Schneidengeometrien in den Bezugszeichen 2a, 2c, 8, 2d,
8a, 21 und 27 beinhaltet sind.
10. Verfahren zur Herstellung von rechtsgängigen Gewindeausnehmungen ins volle
Material mittels eines Bohrgewindefräsers (1) mit einem Schaft, wobei das Werkzeug
rechts drehangetrieben und in Z-Achszustellung bewegbar ist und mit einer Kreisbahn
um die Ausnehmungsachse umlaufend verschiebbar z. B. auf einer CNC gesteuerten
Werkzeugmaschine geführt ist und mit Stirnschneiden zum Erzeugen einer
Kernlochbohrung versehen ist, wo im jeweiligen Übergangsbereich zur Umfangs
schneide (3) der Stirnschneidenbereich (2) durch einen Schneidenbereich (8) erstellt ist,
welcher in einem Winkel von ca. 45° erstellt ist, wobei dieser in seinem Ausmaß gleich
seinem Fasenschneidenbereich (27) begrenzt ist und wobei die Umfangsschneide nur
eine geringe Breite von ca. nur einer halben Gewindesteigung (P) aufweist und wobei
sich an diese in Längsrichtung mit einem geringem seitlichen Abstand (4) die gewinde
erzeugenden Schneiden (5) anschließen, welche zumindest in einer Anzahl der zu
erstellenden Gewindeausnehmungstiefe vorhanden sind und sich bis Werkzeugschaft
(30) erstrecken und wobei diese im Bereich ihrer zum Stirnschneidenbereich (2)
zugewandten Flankenschneide (9) bis ca. der Hälfte (10) ihrer Stirnschneide (20) nach
hinten abgesenkt sind (17) und der Stirnschneidenbereich (2) im Bereich seines Fasen
schneidenbereiches (27) der Umfangsschneide (3) der Flankenschneide (9a) und der
gewindeerzeugenden Schneiden (5) zur Bohrerachse (14) positiv schneidend (21)
angestellt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungsausnehmung durch einen
Bohrvorgang auf die erforderliche Tiefe erstellt wird, wobei nach Erreichung der
erforderlichen Ausnehmungstiefe wird das Werkzeug um ca. 1,5fache der zu
erzeugenden Gewindesteigung (P) angehoben und anschließend mit entsprechend seit
lichem Versatz, wobei ein geringes Schlichtaufmaß belassen wird, durch einen 360°
Umlauf im Gegenlauffräsvorgang bei entsprechender Steigung das Gewinde in einer
Abwärtsbewegung vorgefräst, wobei dies vorteilhaft durch eine Ein- u. Ausfuhrschleife
unterstützt wird, wobei für alle diese Fräsvorgänge die Schnittgeschwindigkeit
gegenüber den vorausgegangenen Bohrvorgang um ca. 100% erhöht wird und nach
Beendigung dieses Vorgangs wird dieser Vorgang in umgekehrter Reihenfolge unter
Zustellung des belassenen Schlichtaufmaßes wiederholt, wobei dies dann im Gleich
lauffräsvorgang in einer Aufwärtsbewegung erfolgt, wobei nach Zurücksetzung des
Werkzeuges zur Bohrungsmitte dieses bis auf Senktiefe zurückgezogen wird und
anschließend durch entsprechenden Versatz, außer Mitte durch einen 360° Umlauf mit
der Fasenschneide die Fase erstellt.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002136802 DE10236802C1 (de) | 2002-08-10 | 2002-08-10 | Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet |
| DE2003134454 DE10334454B3 (de) | 2002-08-10 | 2003-07-29 | Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet |
| PCT/EP2003/008659 WO2004022274A1 (de) | 2002-08-10 | 2003-08-05 | Bohrgewindefräser |
| AU2003258573A AU2003258573A1 (en) | 2002-08-10 | 2003-08-05 | Thread milling tool |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002136802 DE10236802C1 (de) | 2002-08-10 | 2002-08-10 | Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10236802C1 true DE10236802C1 (de) | 2003-10-09 |
Family
ID=27816226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2002136802 Expired - Fee Related DE10236802C1 (de) | 2002-08-10 | 2002-08-10 | Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10236802C1 (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0237035A2 (de) * | 1986-03-13 | 1987-09-16 | Turchan, Manuel C. | Methode und Werkzeug zum Gewindeschneidbohren |
| WO1988005361A1 (en) * | 1987-01-27 | 1988-07-28 | Turchan Manuel C | Combined hole making and threading tool |
| EP0265445B1 (de) * | 1986-03-17 | 1993-04-21 | Manuel C. Turchan | Kombiniertes bohr- und gewindebohrwerkzeug |
| WO1996007502A1 (en) * | 1994-09-06 | 1996-03-14 | Leblond Makino Machine Tool Company | Improved integral boring and threading tool and method |
| DE19915536C1 (de) * | 1999-04-07 | 2001-01-04 | Felix Leeb | Bohrwerkzeug |
| DE10109990A1 (de) * | 2001-03-02 | 2002-09-19 | Felix Leeb | Verfahren zur problemlosen Herstellung von Bohrungen, v.a. bei langspanenden Materialien und großen Ausnehmungstiefen |
-
2002
- 2002-08-10 DE DE2002136802 patent/DE10236802C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0237035A2 (de) * | 1986-03-13 | 1987-09-16 | Turchan, Manuel C. | Methode und Werkzeug zum Gewindeschneidbohren |
| EP0265445B1 (de) * | 1986-03-17 | 1993-04-21 | Manuel C. Turchan | Kombiniertes bohr- und gewindebohrwerkzeug |
| WO1988005361A1 (en) * | 1987-01-27 | 1988-07-28 | Turchan Manuel C | Combined hole making and threading tool |
| EP0302915B1 (de) * | 1987-01-27 | 1993-04-21 | Manuel C. Turchan | Kombiniertes werkzeug zum bohren eines lochs und beim gewindeschneiden |
| WO1996007502A1 (en) * | 1994-09-06 | 1996-03-14 | Leblond Makino Machine Tool Company | Improved integral boring and threading tool and method |
| DE19915536C1 (de) * | 1999-04-07 | 2001-01-04 | Felix Leeb | Bohrwerkzeug |
| DE10109990A1 (de) * | 2001-03-02 | 2002-09-19 | Felix Leeb | Verfahren zur problemlosen Herstellung von Bohrungen, v.a. bei langspanenden Materialien und großen Ausnehmungstiefen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102004059264B4 (de) | Werkzeug und Verfahren zur Erzeugung eines Gewindes in einem Werkstück | |
| DE60019929T2 (de) | Bohrer mit drei schneidkanten | |
| DE3876820T2 (de) | Bohr- und gewindeschneidwerkzeug. | |
| EP2825339B1 (de) | Verfahren und entgratwerkzeug zur entgratung von insbesondere unrunden ausnehmungen in werkstücken | |
| EP3433044B1 (de) | Verfahren und werkzeug zur erzeugung einer gewindebohrung | |
| DE102016008478B4 (de) | Verfahren zur Erzeugung einer Gewindebohrung | |
| EP3356071B1 (de) | Schlichtfräswerkzeug, insbesondere schaftfräser | |
| DE4342557A1 (de) | Wendeschneidplatten zum Passungs- und Gewindefräsen ins volle Material und dazu einen einfachen Plattensitz | |
| DE102015013247B4 (de) | Bohrer mit Konteraufbohrfunktion und Konteraufbohrverfahren für Leichtbauwerkstoffe | |
| DE10238775A1 (de) | Gewindebohrer | |
| DE102016200404B4 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Rotationswerkzeugs und Rotationswerkzeug | |
| DE202016106331U1 (de) | Gewindewerkzeuge mit Fluidkanälen | |
| EP2076345A1 (de) | Modulares bohrwerkzeug und verfahren zu seiner herstellung | |
| EP0334002A2 (de) | Gewindefräser | |
| DE102005022503B4 (de) | Werkzeug und Verfahren zur Erzeugung eines Gewindes | |
| EP3784430A1 (de) | Gewindebohr-werkzeug und verfahren zur erzeugung einer gewindebohrung | |
| DE3627798C2 (de) | Verfahren und Kombinationswerkzeug zum Herstellen von Gewindebohrungen | |
| DE102006000173B4 (de) | Gewindefräser mit einer Nut, die in entgegengesetzter Richtung zur Drehrichtung verwunden ist und Verfahren zum Ausbilden eines Innengewindes | |
| DE10334454B3 (de) | Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet | |
| DE102014014932B4 (de) | Verfahren zum Aufbohren einer vorgebohrten Werkstück-Kernbohrung | |
| DE10318948A1 (de) | Kombinationswerkzeug | |
| DE102015200753B4 (de) | Werkzeug und Verfahren zum Herstellen eines Gewindes | |
| DE102005019921A1 (de) | Werkzeug und Verfahren zur Erzeugung oder Nachbearbeitung eines Gewindes | |
| DE10236802C1 (de) | Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet | |
| DE102014112162A1 (de) | Werkzeug und ein Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere beim oder zum Erzeugen eines Gewindes |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |