DE10229088A1 - Infrastruktur-Kanal - Google Patents
Infrastruktur-KanalInfo
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Classifications
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- E03F5/00—Sewerage structures
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract
Es wird ein Infrastruktur-Kanal (1) vorgeschlagen, der aus einer Vielzahl von dichtend zusammengesetzten Fertig-Segmenten (2) besteht. Jedes Fertig-Segment (2) ist monolithisch aus Beton hergestellt und hat einen gewölbeartigen Querschnitt mit einer Grundplatte (6) und zwei angeformten Wänden (z und 8), auf die eine Wölbung (9) aufgesetzt ist. DOLLAR A In dem gewölbeartigen Infrastruktur-Kanal (1) sind Leitungen unterschiedlichen Durchmessers und unterschiedlicher Auslastung eingesetzt, die gegen äußere Einflüsse geschützt sind. DOLLAR A Der gewölbeartige Infrastruktur-Kanal (1) ist bestimmt zur Verwendung in Neubaugebieten zur preiswerten und modernen Erschließung derselben und zur Verwendung bei einer Unter- oder Überquerung von Autobahnen oder Bahnanlagen oder als Düker bei Gewässern oder Kanälen (Fig. 1).
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Infrastruktur-Kanal nach der Gattung des Hauptanspruches. Ein derartiger Infrastruktur-Kanal ist bekannt.
- Solche bekannten Infrastruktur-Kanäle werden verwendet, um vorzugsweise in Neubaugebieten alle Versorgungs- und Entwässerungs-Leitungen in einem einzigen Kanalelement zusammenzufassen. Damit sind Überwachungs-, Reparatur- und/oder Ergänzungs- und Ausbauarbeiten wesentlich vereinfacht und verbilligt.
- Als Kanalelemente werden meist armierte Betonrohre verwendet, die fabrikmäßig hergestellt werden und die dann auf der Baustelle zu einem Rohrleitungs-Kanal unter Verwendung von Stirndichtungen zusammengesetzt werden.
- Nachteilig an einer solchen. Bauweise ist, dass die im Querschnitt runden Betonrohre nach ihrer Verlegung unterfüttert werden müssen, weil der den Aufnahmegraben aushebende Bagger mit seiner Schaufel nur weitgehend ebene Auflage-Bodenflächen erstellen kann. Eine solche Unterfütterung ist aber zeitraubend und teuer. Außerdem sind Rohre mit rundem Querschnitt nicht auftriebssicher gegenüber dem Grundwasser.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Nachteile zu vermeiden und einen Infrastruktur-Kanal zu schaffen, der eine der Baggerschaufel angepasste, zumindest weitgehend ebene Grundplatte hat, der weiterhin keine Unterfütterung benötigt, der auftriebssicher ist und der, abgesehen von einem Transportschutz, ohne Armierung auskommt.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruches. Vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes des Anspruches 1 ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche. So ist es gemäß den Merkmalen des Anspruches 8 von Vorteil, dass die Fertig-Segmente wegen ihrer Gewölbe-Bauweise ohne statische Drücke aufnehmende Armierungen hergestellt werden können, denn herkömmliche Eisenbetonrohre sind aufgrund ihrer notwendigen Armierung verhältnismäßig teuer.
- Desweiteren besteht in manchen Fällen das Problem, dass mit dem Infrastruktur-Kanal Steigungen oder Gefälle zu überwinden sind, z. B. bei einer Unterquerung von Autobahnen oder Eisenbahnanlagen oder Gewässern oder Kanälen (Düker). Gemäß den Merkmalen der Ansprüche 9-11 ist dieses Problem vorteilhaft gelöst.
- Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung perspektivisch dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Die Fig. 1 zeigt einen Infrastruktur-Kanal 1, der aus einzelnen monolithisch hergestellten Fertig-Segmenten 2 zusammengestellt ist. Die Fertig-Segmente 2 sind aus Beton fabrikmäßig hergestellt und werden als Fertigteile an die Baustelle angeliefert. An mindestens einer ihrer beiden Stirnseiten 3 und 4 sind sie mit umlaufenden Dichtungen 5 versehen, so dass die auf der Baustelle zusammengesetzten Fertig-Segmente 2 einen durchgehenden, dichten Infrastruktur-Kanal 1 bilden.
- Wie aus der Zeichnung zu erkennen, ist der Querschnitt des Infrastruktur-Kanals 1 insgesamt gewölbeartig gestaltet mit einer Grundplatte 6, an die sich zwei seitliche Wände 7 und 8 anschließen, und oben werden die Wände 7 und 8 über eine Wölbung 9 miteinander verbunden. Auf diese Weise ist ein in sich geschlossenes, einstückiges und druckbelastbares Gewölbe 10 geschaffen, das durchgehenden Leitungen einen druckfesten Schutz bietet.
- Als solche Leitungen kommen in Frage und sind dargestellt: Zwei Leitungen 11 und 12 (Vor- und Rücklauf) für Fernwärme, ein Kommunikations-Kabel-Kanal 13, zwei Leitungen 14 und 15 für Trinkwasser und Brauchwasser, eine Vakuum-Leitung 16 für Schwarzwasser und Grünabfall und eine Regenwasser-Sammel-Leitung 19, die zu einer Zisterne 20 führt. Natürlich ließe sich die Anzahl der Leitungen bei Bedarf noch vergrößern.
- Außenanschlüsse der genannten Leitungen werden durch Durchbrüche 17 und 18 in den Wänden 7 und 8 installiert. Innen sind an den Wänden 7 und 8 Konsole 21 zum Abstützen der Leitungen vorgesehen. Diese Konsole 21 sind vorzugsweise unmittelbar an die Wände 7 und 8 angeformt, d. h. angegossen. Im Gewölbe 10 links oben sind außerdem 20 kW-, 360 V- und Solarleitungen an die Wand 7 anmontiert. Die Grundplatte 6 ist des weiteren mit einem eingegossenen bzw. eingeformten Abwasser-Kanal 22 ausgestattet, der vorzugsweise mit einem Bodenblech 23 abgedeckt wird, insbesondere auch deshalb, weil der Infrastruktur- Kanal 1 so bemessen ist, dass er begehbar ist. Ein Verteilerkasten schließlich trägt die Bezugszahl 24.
- Die Fig. 2 zeigt einen Infrastruktur-Kanal 25, der zur Überwindung einer Steigung bestimmt ist und der deshalb innen mit Stufen 26 versehen ist, die entsprechend dem Steigungswinkel innen in seine Grundplatte 27 eingeformt sind. Natürlich ist ebenfalls möglich, auf diese Weise auch ein Gefälle zu überwinden; die Stufen 26 müssen dann jedoch abwärts führen. Der Steigung oder dem Gefälle des Infrastruktur-Kanals ist dann auch die Konfiguration der Fertig-Segmente 28 angepasst.
- Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 erstrecken sich die Stufen 26 über die gesamte Breite der Grundplatte 27. Die Fig. 3 zeigt, dass Stufen 29 auch so angeordnet werden können, dass sich ihre Breite lediglich auf den meist begangenen Teil einer Grundplatte 30 beschränkt.
- Die fabrikmäßig monolithisch hergestellten Fertig-Segmente 2 werden per Lastwagen oder per Bahn an die Baustelle angeliefert. Dort hat ein Bagger einen Graben ausgehoben mit durchgehender, ebener Sohle und glatten Seitenwänden, die in ihren Abmessungen auf die Fertig-Segmente 2 abgestimmt sind. In diesen derart vorbereiteten Graben werden die Fertig- Segmente 2 mittels Greifer eingebracht, wobei ihr äußerer Querschnitt den Graben satt ausfüllt. Ein Unterfüttern und ein seitliches Auffüllen kann damit entfallen. Übliche Bodensetzungen sind damit vermieden. Auch Verdichtungsarbeiten sind nicht notwendig. Damit werden Zeit und Geld und Ärger erspart.
- Die gewölbeartige Form der Einzel-Segmente 2 gewährleistet eine hervorragende Festigkeit und Drucksicherheit des Struktur-Kanals 2, so dass das Bauwerk eine lange Lebensdauer aufweist. Die ebene Grundplatte 6 garantiert des weiteren eine weitgehende Auftriebssicherheit gegenüber steigendem Grundwasserspiegel.
- Bei der Erstellung des Infrastruktur-Kanals 1 ist es vorteilhaft, in gewissen Abständen T- Stücke als Fertig-Segmente 2 einzubauen, bei denen der T-Abzweig mit einer Tür verschließbar, das Fertig-Segment 2 also zugänglich ist. Auf diese Weise hat dann Montage- oder Wartungspersonal einen Zugang zum Kanal-Inneren. Auch ist es möglich, ein Fertig- Segment 2 mit einem Mannloch zu versehen, das durch einen Deckel verschließbar ist. Dann wäre ein Zugang von oben geschaffen. Des weiteren sind Einrichtungen für Belüftung und Beleuchtung im Inneren des Gewölbes 10 zu installieren.
- Schließlich ist noch zu bemerken, dass die Fertig-Segmente 2 nicht nur aus reinem Beton, sondern auch aus einem faserverstärkten Sonderbeton, insbesondere aus einem Polymer- Beton hergestellt sein können. Auch eine Ausführung der Fertig-Segmente 2 aus Kunststoff ist denkbar.
- Die Ausführungen nach den Fig. 2 und 3 werden verwendet, wenn der Infrastruktur-Kanal 25 Steigungen oder Gefälle überwinden bzw. durchdringen soll. Eine solche Aufgabe liegt z. B. vor bei einer Unter- oder Überquerung von Autobahnen oder von Bahnanlagen. Auch ist es möglich, mit einem solchen ansteigenden und/oder abfallenden Infrastruktur-Kanal 25 nach Art eines Dükers Gewässer oder Kanäle zu unterqueren. Für die waagrechten Teile des Bauwerkes wird dann wieder der stufenlose Infrastruktur-Kanal 1 nach der Fig. 1 Anwendung finden. Bezugszeichenliste 1 Infrastruktur-Kanal
2 Fertig-Segment
3 Stirnseite
4 Stirnseite
5 Dichtung
6 Grundplatte
7 Wand
8 Wand
9 Wölbung
10 Gewölbe
11 Leitung
12 Leitung
13 Kabelkanal
14 Leitung
15 Leitung
16 Vakuum-Leitung
17 Durchbruch
18 Durchbruch
19 Regenwasser-Sammel-Leitung
20 Zisterne
21 Konsole
22 Abwasserkanal
23 Bodenblech
24 Elektr. Verteilerkasten
25 Infrastruktur-Kanal
26 Stufen
27 Grundplatte
28 Fertig-Segment
29 Stufen
30 Grundplatte
Claims (11)
1. Infrastruktur-Kanal, der aus einzelnen, monolithisch hergestellten, zu einem
durchgehenden Kanal dichtend zusammensetzbaren Fertig-Segmenten besteht, dadurch
gekennzeichnet, dass jedes Fertig-Segment (2, 28) eine Grundplatte (6,27 u. 30) aufweist,
an die zwei seitliche Wände (7 u. 8) anschließen, die über eine Wölbung (9) miteinander
einstückig zu einem Gewölbe (10) verbunden sind.
2. Infrastruktur-Kanal nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigsegmente (2)
aus Beton erstellt sind
3. Infrastruktur-Kanal nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Beton ein
faserverstärkter Sonder-Beton, insbesondere in Polymer-Beton ist.
4. Infrastruktur-Kanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fertig-Segmente
(2) aus Kunststoff hergestellt sind.
5. Infrastruktur-Kanal nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass an den
seitlichen Wänden (7 und 8) Konsole (21) vorgesehen sind.
6. Infrastruktur-Kanal nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass in die
Grundplatte (6) des Gewölbes (10) ein Abwasserkanal (22) integriert ist.
7. Infrastruktur-Kanal nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Querschnitt des Infrastruktur-Kanals (1) derart bemessen ist, dass der Kanal begehbar ist.
8. Infrastruktur-Kanal nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Fertig-Segmente (2) ohne Armierung, gegebenenfalls lediglich mit einer Transportschutz-
Armierung, erstellt sind.
9. Infrastruktur-Kanal nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Grundplatte (27 u. 30) mit einer normalen Treppenanlage entsprechenden Stufen (26, 29)
versehen ist mit einem Steigungswinkel, dem auch die seitlichen Wände (7 u. 8) und die
obenliegende Wölbung (9) angepasst sind.
10. Infrastruktur-Kanal nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufen (26) sich
zumindest weitgehend über die ganze innere Breite der Grundplatte (27) erstrecken.
11. Infrastruktur-Kanal nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufen (29) in
ihrer Breite auf den begehbaren Teil der Grundplatte (30) beschränkt sind.
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