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Mehrteiliger Ausbaurahmen für den Grubenausbau in Ring- und Bogenform
Die neuen Abbauverfahren im Bergbau und die bei diesen auftretenden höheren Gebirgsdrücke
auf Strekken, Ouerschlägen, Richtstrecken und Abbaustrecken sowie Streben vermehren
die Anforderungen an den zur Verwendung kommenden Ausbau und dessen Einzelsegmente.
Sowohl im Strecken- als auch im Strebausbau sind verschiedene Arten des nachgiebigen
stählernen Grubenausbaus mittels ineinan.dergeführter, rinnenförmiger Ausbauprofile
bekanntgeworden.
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Diesebekannten mehrteiligenAusbaurahmen bestehen aus ineinanderlegbaren
Profilen. Die als Rinnenprofile ohne verstärkte Randflansche ausgebildete Ausbauprofile
sind im Überlappungsbereich durch Spannvorrichtungen gege'neina'nder verspannt.
Der Querschnitt dieser bekannten haubenförmigen Ausbauprofile ist derart gestaltet,
daß sie wahlweise austauschbar sind und außerdem ein- beliebiges Ineinanderlegen
von Profilen verschiedener Gewichtsklassen zulassen. Zum Teil weisen diese bekannten
Profile Längsrillen im Scheitelpunkt auf.
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Die bekannten beim Grubenausbau verwandten Rinnenprofile haben nicht
immer die erforderliche Biegefestigkeit und besitzen ein zu großes Gewicht. Außerdem
ist bei ihnen das Widerstandsmoment nach der Y-Achse größer als nach der X-Achse.
Beim Ausbau mit diesen bekannten Profilen treten bei verhältnismäßig kurzer Einsatzdauer
und mäßigem Gebirgsdruck bereits starke Verformungen und vor allen Dingen Verdrehungen
auf mit der Folge, daß diese verformten Ausbauteile durch zusätzliche Ausbaumittel
verstärkt werden müssen. Teilweise sind die Verformungen derart, daß Brüche und
Risse:, insbesondere an den Überlappungsstellen der ineinanderliegenden Ausbauprofile
auftreten.
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Die vorstehend erwähnten Nachteile werden nach der Erfindung durch
eine besondere Ausgestaltung der Ausbauprofile weitgehend vermieden.
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An ihrem Scheitelpunkt weisen sie, im Profilquerschnitt gesehen, in
ihrer Hauptgurtung, die verstärkt ausgeführt ist, Ouerrippen oder Ouerrillen mit
Abstand voneinander oder eine unterbrochene Längsrille zur Gewichtsverminderung
und zur Versteifung auf. Hierbei sind die Innen- und die Außenflächen der Ausbauprofile
haubenförmig gewölbt oder ellipsenförmig gebogen. Die Profile sind durch zwischen
ihnen eingelegte oder sie umgreifende Klemmittel gegeneinander verspannt. Letztere
sind aus Gleitstücken, Laschen, Zugbändern oder Manschetten, die einen Schnellverschluß
aufweisen, gebildet.
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Zur Herstellung der Ausbauprofile nach der Erfindung, die aus hochfesten
Thomasstählen bestehen, werden diese durch Warmbehandlung, insbesondere durch Nurabhärtung
bei etwa 950° C bis auf etwa 50 bis 150° C vergütet und nach dem Walzprozeß bei
950° C in geraden Längen abgelöscht sowie anschließend kalt oder warm auf den entsprechenden
Ausbau-oder Krümmungsradius gebogen. Als Vormaterial der Ausbauprofile wird ein
einfaches oder profiliertes universalähnliches Flacheisen mit längs oder quer gerillter
oder verzahnter Oberfläche verwandt. Die Ausbauprofile werden zu mehreren gleichzeitig
in einem einzelnen Arbeitsgang zu fertigen Segmentbögen geformt. Vor dem Anbringen
von Gleit- und Bremsbelägen auf den Ausbauprofilen wird die Walzhaut entfernt, was
vorzugsweise durch Behandlung des metallischen Untergrundes durch Sandstrahlen oder
Beizung erfolgt. Anschließend werden sowohl auf den ganzen Ausbauprofilen als auch
auf den Gleitstücken die Brems- und Gleitbeläge durch Verzinken oder Aufspritzen
oder in Form von Kunststoff, Aluminiumfarbe, Bleibronzeanstrich od. dgl. aufgebracht.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen gekennzeichnet.
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Ausbaurahmens, die Profilgestaltung
und das Herstellungsverfahren der Profile sind von ganz erheblichem Vorteil. Zunächst
wird die Verwendung zusätzlicher Verstärkungen und Ausbaumittel im Klemmbereich
des Aufbaurahmens, d. h. an den Überlappungsstellen der ineinanderliegenden Profile
vermieden. Ferner ist die Rißanfälligkeit behoben, und es treten keine Verformungen
und Verdrehungen der den Ausbaurahmen bildenden Ausbauprofile auch bei starkem Gebirgsdruck
ein. Außerdem ist das Profil selbst und ein mit
dem Profil hergestellter
Ausbaurahmen von höchster Biegefestigkeit und höchsten Beanspruchungen gewachsen.
Die besondere Ausbildung des Profils ist von Bedeutung, weil durch sie neben der
Gewichtsersparnis gleichzeitig eine größere Biegefestigkeit und Biegesteifigkeit
erreicht wird.
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Die Zeichnung veranschaulicht verschiedene Ausführungsbeispiele der
Erfindung. Es zeigt Fig.1 einen Querschnitt durch die ineinanderliegenden Profile,
Fig.2 einen Querschnitt der ineinandergelegten Profile mit einer zwischen ihnen
angeordneten Spannvorrichtung, ' Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Überlappungsstelle
der ineinandergelegten Profile und die Spannvorrichtung nach Fig. 2, Fig.4 eine
Seitenansicht der ineinandergelegten Profile mit verbundenen Spannvorrichtungen,
Fig.5 einen Querschnitt durch ein Profil mit Längs- und Querrillen in der Hauptgurtung,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch die `ber#appungsstelle der ineinanderliegenden Profile
mit Holzeinlage, Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine Überlappungsstelle der Profile
mit einer das Außenprofil spannend verformenden Klemmeinrichtung, Fig. 8 das Vormaterial
zur Herstellung der Ausbauprofile, Fig.9 einen Querschnitt durch ein Ausbauprofil
mit geschwungenen Flanschen, Fig. 10 einen Querschnitt durch zwei ineinandergelegte
Profile mit geschwungenen Flanschen, Fig. 11 den überlappungsbereich zweier aufeinandergelegter
Profile in perspektivischer Darstellung. Fig. 12 einen offenen, zusammengesetzten
mehrteiligen Ausbaurahmen, Fig. 13 einen mehrteiligen geschlossenen ringförmigen
Ausbaurahmen, Fig. 14 einen Querschnitt durch eine Klemmvorrichtung mit Längskeil
für die Profile, Fig. 15 einen Längsschnitt durch die Klemrnvorrichtung nach Fig.
14, Fig. 16 eine Klemmvorrichtung mit einem als gegenläufigem Keilpaar ausgebildeten
Schnellverschluß, Fig. 17 eine Klemmvorrichtung mit Druckstück und Druckschraube,
Fig. 18 eine Manschette als Klemmvorrichtung mit Verschlußspange, Fig. 19 eine Manschette
als Klemmvorrichtung der Profile mit einer Klemmspange mit Keilanzug.
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Der in Fig.1 wiedergegebene Querschnitt durch die ineinanderliegenden
Ausbauprofile 1 und 2 läßt die haubenförmige Wölbung oder ellipsenförmige Linienführung
der Innenflächen 3 und der Außenflächen 4 der Ausbauprofile 1 und 2 erkennen. Das
innenliegende Profil ist mit 1 und das außenliegende Profil mit 2 bezeichnet. Die
Flansche 7 der Ausbauprofile 1 und 2 verjüngen sich in Richtung ihrer freien Ränder,
während in der Hauptgurtung 8 der Ausbauprofile 1 und 2 eine Werkstoffanhäufung
vorgesehen ist. Im Scheitelpunkt der Ausbauprofile 1 und 2 sind im Bereich der Hauptgurtungen
8 im Abstand voneinander entweder Querrillen oder Querrippen oder eine unterbrochene
Längsrille 6 vorgesehen, so daß das innenliegende Profil 1 an der Innenfläche 3
des Außenprofils 2 in Richtung der Längsachse wechselweise vollständige Flächenanlage
und unterbrochene Flächenanlage durch die Rippen 5 und Rillen 6 besitzt.
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In Fig. 2 ist ein Querschnitt durch die Ausbauprofile 1 und 2 eines
Ausbaurahmens gezeigt, zwisehen denen eine Klemmvorrichtung 9 in Form eines Klemmbandes
vorgesehen ist. Das Klemmband oder die Zuglasche 9 ist entweder an beiden freien
Enden mit einem Zug- oder Druckstück 11 verbunden, wobei dieses Zugstück 11 gleichzeitig
am Außenprofil 2 befestigt ist, oder aber unmittelbar am Außenprofil befestigt.
In dem Zug- oder Druckstück 11 ist ein Spannkonus 10 gelagert, über «-elchen die
aus dem Zugband 9 bestehende Klemmvorrichtung mittels einer Spannschraube 12 verspannt
wird. Dadurch, daß das Druckstück 11 am äußeren Profil 2 fest angebracht ist oder
das Zugband 9 an diesem Profil befestigt wird, wird durch Spannen der Schraube 12
und des Spannkonus 10 das äußere Profil 2 gegen das Innenprofil 1 gezogen und gleichzeitig
das Innenprofil l in das Außenprofil 2 gedrückt.
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In Fig.3 ist ein Längsschnitt im Überlappungsbereich der Ausbauprofile
1 und 2 des Ausbaurahmens wiedergegeben. wobei zur Wiedergabe ein Schnitt in Richtung
der Längsachse der ineinanderliegenden Profile 1 und 2 nach Fig. 2 gewählt ist.
Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel sind an der Hauptgurtung 8 des Innenprofils
1 und des Außenprofils 2 Querrippen 5 vorgesehen, die in der Regel eine solche Höhe
aufweisen, daß sie mit ihrer Oberkante unmittelbar an der Innenfläche des Außenprofils
2 anliegen. Das Ausführungsbeispiel, bei welchem die Höhe der Rippen 5 kleiner ist,
soll nur zeigen, wie die Zuglasche 9 als Klemmvorrichtung die Rippen 5 übergreifen
kann oder in eine Lücke zwischen den Rippen 5 eingelegt wird. Bei einer Ausführung
des Gegenstandes der Erfindung nach Fig. 3 bilden die Zuglaschen 9 ergänzende tragende
Flächen zwischen den Ausbauprofilen 1 und 2, auf welche ein Reib- oder Bremsbelag
aufgebracht werden kann.
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Aus Fig. 4 ist ein Ausschnitt der Ausbaubögen des Ausbaurahmens zu
erkennen, bei welchem sich das innenliegende Profil 1 und das außenliegende Profil
2 ineinanderliegend überlappen. Da bei dem Auftreten von Druck das innenliegende
Profil 1 nach links und das außenliegende Profil 2 nach rechts verschoben werden,
müßten zwangläufig die Klemmvorrichtungen 9 das Bestreben haben, mitzuwandern und
sich im entgegengesetzten Sinne zu bewegen, so daß sich der Abstand mit zunehmendem
Druck und zunehmendem Ineinanderschieben der Ausbauprofile 1 und 2 vergrößern müßte.
Um zusätzlich zu dem Eingriff der Klemmvorrichtungen 9 in die Rippen oder Rillen
5 der Hauptgurtung der Ausbauprofile 1 und 2 eine Sicherung zu schaffen, sind die
Klemmvorrichtungen 9 durch eine Lasche 13, z. B. aus Flacheisen, miteinander verbunden.
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Das in Fig. 5 im Querschnitt gezeigte Innenprofil 1 besitzt sowohl
OOuerrillen 5 als auch eine unterbrochene Längsrille 6 an der Oberkante der Hauptgurtung
8, d. h. der Außenfläche des Profils. Gegebenenfalls können derartige Rillen auch
an den Außenflächen der Flansche 7 vorgesehen sein.
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Das Ausführungsbeispiel nach Fig.6, welches einen Längsschnitt durch
einen Teil des Ausbaurahmens zeigt, läßt die Anordnung einer Klemmvorrichtung 9
zwischen dem Einsteckende des Innenprofils 1 und dem Außenprofil 2 erkennen. Die
zweite Klemmvorrichtung 9 umfaßt die Ausbauprofile 1 und 2 von außen. Durch die
elastische Verspannung des Innenprofils 1 im Außenprofil 2 entsteht zwischen den
Klemmvorrichtun Igen 9 ein sogenannter Klemmspalt. Der Klemmspalt ist mit einer
Holzeinlage 14 ausgelegt, welche vorteilhaft aus Sperrholz besteht. Es kann auch
ein anderer Werkstoff für die Einlage gewählt
sein. Beim Ineinanderschieben
des Innenprofils im äußeren Ausbauprofil 2 bleibt der Klemmspalt zwischen den Klemmvorrichtungen
9 zunächst unverändert, da die Einlage 14 den Schubbestrebungen wachsenden Widerstand
entgegensetzt. Erst bei einer eintretenden Verformung der Holzeinlage 14 erfolgt
eine Veränderung des Klemmspaltes. Die Ausbildung nach Fig. 6 ergibt den besonderen
Vorteil, daß die Zwischenlage im Klemmspalt durch die Oberflächengestaltung der
Hauptgurtung 8 des inneren Ausbauprofils 1, d. h. durch die Rillen gehalten wird
und gleichzeitig als zusätzliches Bremsmittel mit oder ohne zusätzlichen Reibbelag
wirkt.
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In Fig. 7 sind die Spann- oder Klemmvorrichtungen des Ausbaurahmens
wechselweise zwischen den Ausbauprofilen 1 und 2 und diese umgreifend angeordnet.
Die Klemmvorrichtungen, zwischen denen die Ausbauprofile 1 und 2 angeordnet sind,
sind hier durch Spannvorrichtungen 21 gebildet, welche als tragende Flächen zwischen
den Ausbauprofilen 1 und 2 wirken. Die in Fig. 7 gezeigte Spannvorrichtung 15 ist
zwischen den Klemmvorrichtungen 21, beide Ausbauprofile 1 und 2 umgreifend, angeordnet.
Die Spannvorrichtung 15 kann auch mit einem Spannkonus 10, einer Spannschraube 12
und einem Druckstück 11 ausgerüstet sein. Sie verspannt im Überlappungsbereich das
Außenprofil 2 gegen das Innenprofil l unter elastischer Verformung zwischen den
Klemmvorrichtungen 21, so daß beim Ineinanderschieben der Ausbauprofile 1 und 2
des Ausbaurahmens sich diese wellenartig durch die Spannvorrichtung 15 und die Klemmvorrichtung
21 verschieben müssen. Die wiedergegebene Verspannung bildet nicht nur eine sichere
Führung der ineinanderliegenden Ausbauprofile, sondern verspannt auch die Ausbauprofile
1 und 2 sicher gegeneinander und verhütet Verdrehungen und Verkantungen im überlappungsbereich.
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Aus Fig. 8 ist ein Stück des für die Herstellung der Ausbauprofile
1 und 2 des Ausbaurahmens verwendeten Vormaterials 16 zu erkennen. Das Vormaterial
16, welches durch ein einfaches oder profiliertes universalähnliches Flacheisen
gebildet sein kann, ist in einem Arbeitsgang zum Profilquerschnitt eines Ausbauprofils
1 oder 2 gebogen oder gewalzt. Das in Fig. 8 wiedergegebene Vormateria116 besitzt
an der Oberfläche Querrillen 5, zwischen denen Rippenteile im verstärkten Mittelteil
des Flacheisens stehengeblieben sind. Eine in Längsrichtung unterbrochene Längsrille
6 ist andeutungsweise wiedergegeben. Die Bearbeitung oder Verrillung in der Oberfläche
des Vormaterials 16 kann gleichzeitig während des Biege-oder Preßvorganges erfolgen.
Das Vormaterial kann also als glattes Flacheisen zum Profilquerschnitt in Hauben-
oder Ellipsenform verformt werden, wobei im gleichen Arbeitsgang die Rillen 5 oder
die unterbrochene Längsrille 6 in der Hauptgurtung angebracht werden. Es ist aber
auch möglich, die Rillen 5 oder die Rille 6 im Vormaterial 16 vor dem Biegen zum
Profilquerschnitt vorzusehen.
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Fig. 9 zeigt einen Profilquerschnitt durch das Ausbauprofil 1, wobei
die Flansche 7 des Profils im Bereich ihrer freien Ränder geschwungen ausgeführt
sind.
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In Fig. 10 sind die Ausbauprofile 1 und 2 ineinanderliegendwiedergegeben
und weisen geschwungene Flansche 7 entsprechend Fig. 9 auf.
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Fig. 11 gibt die Ausbauprofile 1 und 2 perspektivisch im Überlappungsbereich
mit geschnittener Stirnkante wieder. Sie läßt den Ausschnitt aus einem Ausbaurahinen
in Ring- oder Bogenform erkennen. Bei auftretendem Druck verschieben sich die Ausbauprofile
1 und 2 aufeinander in den mit A und B bezeichneten entgegengesetzten Pfeilrichtungen.
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Bei dem Ausbaurahmen für den Grubenausbau gemäß Fig. 12 ist aus den
Innenprofilen 1 und den Außenprofilen 2 ein offener Ring- oder Bogenausbaurahmen
gebildet. Die Innen- und Außenprofile 1 und 2 sind im Überlappungsbereich durch
Klemmvorrichtungen 9 miteinander verbunden. Das Außenprofil dient bei einem solchen
offenen Ring- oder Bogenausbaurahmen als Kappe, während die Innenprofile 1 als Stoß-
oder Streckenstempel wirken. Das Au ßenprofil2 kann als Kappe ein- oder mehrteilig
ausgebildet sein. Die Stoßstempel, d. h. die Innenprofile 1, können nachgiebig gelagert
sein, was z. B. dadurch erreicht sein kann, daß sie in Verlängerungen oder Untersätzen
vorteilhaft kastenförmigen Querschnitts an einem eingelegten Zugelement aufgehängt
oder abgestützt werden. Das Zugelement, welches die Unterkante der Innenprofile
1, d. h. der Streckenstempel, unterfängt oder an demselben befestigt ist, ist an
seinen freien Enden in Bremskeilen oder Rollen od. dgl. geführt sowie geklemmt und
wird bei zunehinendem Gebirgsdruck oder durch die niedergehenden inneren Ausbauprofile
1 unter Betätigung seiner Klemmorgane in den Untersatz oder in die Verlängerung
gezogen. Gegebenenfalls läßt sich auch ein derartiges Zugelement an allen Überlappungsstellen
der ineinandergeführten Ausbauprofile 1 und 2 versehen.
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Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 ist ähnlich dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 12 aus den Innenprofilen 1 und den Außenprofilen 2 zu einem Ausbaurahmen
zusammengesetzt. Der Ausbaurahmen bildet hier einen geschlossenen Ring- oder Bogenausbaurahmen.
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Die Verbindungen der Ausbauprofile 1 und 2 des Ausbaurahmens im Überlappungsbereich
können auch, wie es Fig. 14 zeigt, durch eine Spannvorrichtung 15 mit einem in Richtung
der Längsachse der Ausbauprofile 1 und 2 geführten Keil 23 versehen sein. Die Verbindung
besteht aus einem Band oder einer Lasche 15, welche die Ausbauprofile 1 und; 2 umgreift.
An der offenen Profilseite ist innen an der Spannvorrichtung 15 ein Führungsstück
22 als Keilführung und Lager angebracht, durch welches ein in Richtung der Längsachse
der Profile bewegbarer Spannkeil 23 geführt ist.
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Fig. 15, welche einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung nach
Fig. 14 zeigt, läßt erkennen, daß durch Eintreiben des Spannkeiles 23 in Richtung
der Längsachse der Ausbauprofile 1 und 2 letztere durch den Keil 23 gegeneinander
verspannt werden. Der Spannkeil 23, dessen Anzug in das Führungsstück 22 gelegt
ist, ist an seiner Rückenfläche der Innenfläche der Ausbauprofile 1 und 2 entsprechend
gestaltet, d. h.. die Rückenfläche des Spannkeiles 23 ist vorteilhaft dem Krümmungsradius
der Ausbauprofile 1 und 2 des Ausbaurahmens angepaßt.
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Die Ausbildung der Spannvorrichtung 15 gemäß Fig. 16 ist ähnlich der
in Fig. 15 und 14 wiedergegebenen Ausbildung, bei welcher die Verspannung durch
einen Keilverschluß erfolgt. Auch hier werden die Ausbauprofile 1 und 2 von der
als Klemmband oder Manschette ausgebildeten Spannvorrichtung 15 umgriffen und weist
die Spannvorrichtung als Klemmorgan ein aus zwei Keilen 24 und 25 bestehendes gegenläufiges
Keilpaar auf. Durch gleichzeitiges oder aufeinanderfolgendes Anschlagen der Keile
24 und 25 wird die Spannvorrichtung 15 an den Ausbauprofilen 1
und
2 festgesetzt und werden diese reibungsschlüssig gegeneinander und ineinander verspannt.
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Fig. 17 gibt eine Spannvorrichtung 15 wieder, bei welcher in dem Klemmband
eine Druckschraube 27 geführt ist, die in den freien Querschnitt der Ausbauprofile
1 und 2 vorsteht und ein Druckstück26, welches der Innenwand der Ausbauprofile angepaßt
ist, gegen die Innenwand des Innenprofils 1 drückt. Durch Drehen des Kopfes 28 der
Druckschraube 27 wird der Druck auf das Druckstück 26 übertragen, Das Druckstück
preßt das Innenprofil 1 in das Außenprofil 2, so daß eine sichere Verspannung der
Profile des Ausbaurahmens gewährleistet ist.
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Die Keilanordnung oder Druckstückanordnung, wie sie sich aus Fig.
14 bis 17 ergibt, kann in einer einzigen Kleinmanschette als Spannvorrichtung 15
mehrmals übereinander im Überlappungsbereich der Ausbauprofile 1 und 2 vorgesehen
sein.
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In Fig. 18 und 19 sind die Spannvorrichtungen 15 als Manschetten ausgebildet,
deren freie Enden durch Spangen 28 verspannt werden. Bei der Ausführungsform nach
Fig.18 werden die ineinanderliegenden Ausbauprofile 1 und 2 des Ausbaurahmens von
einer Manschette umfaßt, die einen aufgebogenen oder umgebördelten Rand 26 besitzt.
Der Manschettenrand 26 kann eine Keilsteigung aufweisen, so daß die aufgeschobene
Spange 28 die Manschette beim Einschieben zunehmend verspannt. Mit 27 ist das Stirnblech
der Spange 28 bezeichnet.
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Die Manschette nach Fig. 19 weist abweichend von Fig. 18 zur freien
Profilmitte vorgezogene Enden 26 auf. Der Keilanzug ist in die Mitte des freien
Profilquerschnitts verlegt. Die Spannvorrichtung 15 wird durch die aufschiebbare
Spange 28 fest um die ineinanderliegenden Ausbauprofile 1 und 2 verspannt. Die Profile
selbst werden gegeneinander reibungsschlüssig festgelegt, Die Ausbauprofile 1 und
2 des Ausbaurahmens können einzeln oder zu mehreren gleichzeitig in nur einem einzigen
Arbeitsgang zu fertigen Segmentbögen, wie sie in Fig. 12 und 13 wiedergegeben sind,
gebogen werden. Das Aufbringen der Brems- und Gleitbelege kann neben den bereits
aufgezeigten Möglichkeiten ohne weitere Vorbehandlung der Profile durch Aufstreichen
von Bleifarbe od. dgl. erfolgen.
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Als Ouerschnittsform ist den Ausbauprofilen 1 und 2 die Ku.rvenforrn
einer Haube oder einer Ellipse zugrunde gelegt.
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Die besondere Ausbildung der Außenfläche der Hauptgurtung der Ausbauprofile
1 und 2 des Ausbaurahmens gibt die Möglichkeit, Verbolzungen und Abstandshalter
besser und leichter als bisher anbringen zu können. Darüber hinaus ist die Materialanhäufung
im Bereich der Hauptgurtung der Profile bei gleichzeitiger Gewichtserleichterung
von Vorteil. Außerdem wird durch die Anordnung der Rillen an der Außenfläche der
Ausbauprofile 1 und 2 der Verzug besser verteilt und sicher mitgenommen. Die Verzahnung
des außenliegenden Außenprofils wirkt, da der offene Profilquerschnitt der Ausbauprofile
des Ausbaurahmens immer vom Gebirge wegzeigt, als Bremse und entlastet die Verspannungselemente
9 und 15. Neben der Verwendung beim Streckenausbau eignet sich der Ausbaurahmen
auch für den Schachtausbau. Die besondere Form der Ausbauprofile 1 und 2 bietet
außerdem Vorteile bei der Verwendung der Profile beim Stempel- und Kappenbau.
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Die erfindungsgemäßen Verspannungen und Klemmverbindungen 9 und 15
an der Überlappungsstelle der Ausbauprofile 1 und 2 des Ausbaurahmens vermeiden
ruckartige Stöße beim Ineinandergleiten der Profile, gewährleisten und erhöhen jedoch
die Bremswirkung.
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Die Ausbauprofile 1 und 2 besitzen durch ihre Hauben- und Ellipsenform
sowie ihre Verbindung zu einem Ausbaurahmen den '\"orteil höchster Biegefestigkeit
und vermeiden Brüche und Risse an den Einspannstellen, so daß die Profile selbst
höchsten Beanspruchungen gewachsen sind. In der X- und Y-Achse besitzen die Ausbauprofile
1 und 2 gleiche Widerstandsmomente. Die Spann- und Klemmvorrichtungen 9 und 15 können
aus einem Stahl höherer oder niedrigerer Güte als die Ausbauprofile 1 und 2 bestehen
und gleichfalls mit einem Brems- oder Gleitschutz versehen werden.