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DE1022321B - Verfahren zum Anbringen von Pulverschichten in Lampenkolben und Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Anbringen von Pulverschichten in Lampenkolben und Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens

Info

Publication number
DE1022321B
DE1022321B DEL17790A DEL0017790A DE1022321B DE 1022321 B DE1022321 B DE 1022321B DE L17790 A DEL17790 A DE L17790A DE L0017790 A DEL0017790 A DE L0017790A DE 1022321 B DE1022321 B DE 1022321B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
powder
container
oxygen
lamp bulbs
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL17790A
Other languages
English (en)
Inventor
Gunnar Georg Johan Guenther
Goesta Birger Rosengren
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Auralight AB
Original Assignee
Lumalampan AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lumalampan AB filed Critical Lumalampan AB
Publication of DE1022321B publication Critical patent/DE1022321B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/005Methods for coating the surface of the envelope

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Anbringen von Pulverschichten in Lampenkolben und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, Pulverschichten in Lampenkolben anzubringen, und auf eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
  • Bei einem früher bekannten Verfahren ist eine zu feinen Kieselsäurepartikelchen verbrennbare Kieselverbindung verwendet worden. Dieses Verfahren setzt voraus, daß man eine geeignete Kieselverbindung zur Verfügung hat, die sich durch ein Verbrennungsverfahren in Kieselsäure umwandeln läßt, welche sich in Form von Rauch als eine weiße, lichtdiffundierende Schicht auf die Innenseite des Kolbens niederschlägt.
  • Bei einem anderen, früher bekannten Verfahren ist ein pulverförmiges Medium aufgewirbelt und auf diese Weise dazu gebracht worden, sich auf die Innenseite des Kolbens abzusetzen. Bei einem derartigen Verfahren können durch die Wahl geeigneter farbiger Pulver auch farbige Schichten erhalten werden; im allgemeinen ist jedoch hierbei anzumerken, daß es schwierig ist, eine gleichförmige Verteilung über die Kolbenfläche zu erreichen, und daß auch die Haftfestigkeit Mängel aufweist.
  • Bei einem weiteren bekannten Verfahren wird verbrennbares Pulver, z. B. Siliziumpulver, zusammen mit .einem brennbaren Gas, z. B. Sauerstoff, in den Lampenkolben @ei.ngeführt und dort verbrannt, wobei sich das Pulver dann als Sil.iziumdioxyd an der Kolbenwand niederschlägt. Dabei wird aber die ganze Wärmeenergie des Siliziumpulvers und des Sauerstoffs zum Verbrennen des Pulvers verbraucht, so daß man den Kolben noch zusätzlich von außen her erhitzen muß, damit sich das Siliziumoxyd auch einwandfrei mit der Kolbenwand, verbindet. Die Erfindung hat nun ein Verfahren zum Gegenstand, gefärbte oder ungefärbte Pulverschichten auf kontrollierbare Weise anzubringen, um gleichmäßige Schichten mit gutem Haftvermögen zu erhalten. Außerdem soll die umständliche Erhitzung des Lampenkolbens von außen her vermieden werden.
  • Die Erfindung erzielt dies dadurch, daß zusammen mit Sauerstoff bzw. Luft chemisch stabil bleibendes Pulver in den Lampenkolben eingeblasen und dort ein brennbares Medium verbrannt wird. Bei diesem Verfahren wird die ganze Wärmeenergie des eingeblasenen Sauerstoffs und des brennbaren Mediums ausschließlich zum Erhitzen der Kolbenwand verbraucht, da das Pulver selbst nicht verbrannt wird, so .daß sich der Lampenkolben schnell und gleichmäßig erhitzt. Zugleich werden die Pulverpartikeln gleichmäßig auf die Kolbenwand verteilt und finden dort eine gute Haftgrundlage. Da das Pulver beim Niederschlag chemisch stabil bleibt, hat der Niederschlag auf den Lampenkolben genau die gleiche Körnung wie das Pulver vor dem Niederschlag. Man kann deshalb bei farbigen Belägen von vornherein durch die Körnung der Pulverpartikeln auch die endgültige Lichtdiffusion der Niederschlagsschicht festlegen. Das Verfahren nach der Erfindung erlaubt auch die Verwendung von Pulvermischungen für farbige Niederschläge, wobei die Pulverkomponenten lediglich in der Korngröße, nicht dagegen in ihrer Oxydationsfähigkeit übereinstimmen müssen, da sie während des Niederschlags chemisch stabil bleiben und nicht verbrennen.
  • Für die Durchführung des Verfahrens wird der Lampenkolben nach der Erfindung auf eine rotierbare Vorrichtung aufgesteckt. Diese Aufsteckvorrichtung hat einen feststehenden Kopf mit einem Behälter für die Erhitzung des brennbaren Mediums und. rings um den Behälter eine Einführdüse für den mit den Pulverpartikeln beladenen Sauerstoffstrom oder Luftstrom. Außerdem ist eine Mischvorrichtung zur Anreicherung des Sauerstoffstroms bzw. der Luft mit den Pulverpartikeln vorgesehen.
  • Die Erfindung wird in Verbindung mit der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels für die Aufsteckvorrichtung näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 die Vorrichtung von vorn gesehen, Fig.2 in etwas größerem Maßstab den Verbrennungsbehälter im Querschnitt.
  • An einer Wand ä ist eine Konsole 9 angebracht, in deren oberem Arm 12 ein Lager 11 für eine vertikal stehende Hülse 10 eingesetzt ist. Die Hülse 10 wird unten von einem auf einem unteren Arm 16 der Konsole angebrachten Lagerring 15 gestützt und durch eine auf die Hülse aufgezogene Riemenscheibe 14, deren Treibriemen mit 13 bezeichnet ist, zum Rotieren gebracht.
  • Die Hülse 10 wird oben mit einem konischen Sitz 6 abgeschlossen, auf welchen der Hals 7 des Lampenkolbens 4 aufgesteckt wird, wodurch demnach der Kolben dazu gebracht wird, mit der Hülse 10 zu rotieren.
  • In die Mitte der Hülse 10 ist ein Rohr 5 eingesetzt. das unten in ein Loch des Armes 16 eingeschraubt ist, unter dem das Rohr mit einem T-Stück 17 verlängert ist. In einen der Rohrstutzen des T-Stückes ist ein Rohr 19 eingesetzt, das an einen Sauerstoffzylinder angeschlossen ist. In einen anderen Rohrstutzen ist ein Rohr 18 eingeschraubt, das sich bis zur Mitte des Rohres 5 fortsetzt.
  • Auf das Rohr 18 ist unten ein Schlauch 20 aufgegesetzt, der an das Ausflußmundstück eines Vorrats gefäßes für die zu verbrennende Flüssigkeit angeschlossen ist. Diese Flüssigkeit kann z. B. Äthylalkohol oder eine andere verbrennbare organische Flüssigkeit mit hohem Verbrennungswert sein.
  • Oben geht das Rohr 18 in. einen Verbrennungsbehälter 2 für die Flüssigkeit über. Dieser Behälter kann einen kreisförmigen oder elliptischen oder aber noch besser zwiebelförmigen axialen Längsschnitt haben. Oben besitzt der Behälter eine Öffnung 21, in welche ein Stab 1 hineingesteckt ist, der oben an der einen Seite der Öffnung lehnt und unten auf dem Boden des Behälters steht. Damit die Flamme sich mehr ausbreitet und die Gefahr einer Überhitzung des Kolbenscheitels geringer wird, hat der Stab 1 mit Vorteil oben eine Verdickung 23 von mehr oder weniger pilzähnlichem Aussehen geformt. Die Form des Behälters verhindert Spritzen des brennbaren Mediums, und mit Hilfe des Stabes 1 können Krusten aus abgesetztem Pulver rings um die Öffnung des Behälters entfernt werden.
  • Die Flüssigkeit 22 im Behälter 2 wird durch Selbstzufluß aus dem Vorratsgefäß auf konstantem Niveau erhalten. Das Sauerstoffgas strömt aus dein Zwischenraum zwischen den Rohren 5 und 18 durch die Öffnung 3 und ist vor dem Eintritt in diesen Zwischenraum durch einen Raum mit Pulver geleitet worden, das mit Vorteil durch Vibration, Schütteln oder auf andere Weise aufgewirbelt wird. Ist kein Kolben aufgesteckt, bestreicht der Sauerstoffstrom die Außenseite des Behälters 2 und kühlt diese, während er sich mit dem Dampf aus der Öffnung 21 nur wenig vermischt. Die Brennvorrichtung brennt hierdurch mit spärlicher Flamme. Sobald der Kolben aufgesteckt ist, wölbt sich die Flamme auch nach unten und bestreicht den Lampenkolben, so daß dieser warm und die Flamme stark wird. Das Auftragen geht dadurch schnell und wirksam, erleichtert unter anderem dadurch, daß die Flamme auch die Pulverpartikelchen während des Herumwirbelns im Kolben erhitzt. Wenn die Partikelchen einen niedrigen Schmelzpunkt haben, kann sogar eine gewisse Oberflächenschmelzung stattfinden, so daß die Partikelchen leicht an der Kolbenwand festsintern. Das Sauerstoffgasrohr 5 kann vorteilhaft leicht konisch mit dem engen Teil an der Spaltöffnung 3 ausgeformt werden. Die in den Sauerstoffstrom eingeführte Partikelmenge bestimmt in der Hauptsache die Belegu.ngs- und Strömungsgeschwindigkeit, und die Größe der Partikelchen kann so ausbalanciert werden. daß der Stoffverlust gering ist. Es ist zweckmäßig, wenn die Pulverpartikelchen beim Einführen in den trockenen Sauerstoff- oder Luftstrom ganz trocken sind, um eine gute Suspension im Gase zu ermöglichen. Im übrigen mögen die Partikelchen gerne kristallinischer oder amorpher Art sein. Eine fernere Bedingung ist, daß die Bestandteile der Belagschicht sowohl beim Anbringen als auch während des Betriebes der fertigen Lampe chemisch stabil sind.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen '#,'erfahrens ist, daß Pulvermischungen angebracht werden können, wobei es allerdings zweckmäßig ist, daß die Pulverkomponenten in der Korngröße übereinstimmen, damit eine genügende Farbengleichmäßigkeit der angebrachten Schicht sichergestellt wird. Es hat sich gezeigt, daß Mischungen des Kieseldioxyds mit einem oder mehreren Farbenstoffen, wie Bariumchromat, Chromoxyd, Kobaltblau, Rinnmannsgrün, Eisenoxyden u. a. m., sehr gute, farbenfiltrierende, lichtdiffundierende Schichten ergeben. Als Beispiele für Mischungen können angeführt werden: 90% Si02+10% Eisenoxyd, die ein Lampenlicht in rosa Farbton gibt, 25°/o Si 02-1-75% Bariumchromat, die ein Lampenlicht in gelbem Farbton gibt, 50°/o Si 02+50% Chromoxyd, die ein Lampenlicht in grünem Farbton gibt, 10% Si 02-1-90% Kobaltblau, die ein Lampenlicht in blauem Farbton gibt.
  • Das Verfahren kann auch beim Innenbelegen von Kolben mit fluoreszierenden Pulvern, wie Zinksilikat, Magnesiumwolframat, Zinkgermanat, Aluminiumoxydleuchtstoffen u. a. m., ohne Bindemittel angewendet werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Anbringen von Pulverschichten in Lampenkolben, dadurch gekennzeichnet, daß zusammen mit Sauerstoff bzw. Luft chemisch stabil bleibendes Pulver in den Kolben eingeblasen und dort ein brennbares Medium verbrannt wird.
  2. 2. Aufsteckvorrichtung für Lampenkolben zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierbare Aufsteckvorrichtung einen feststehenden Kopf mit einem Behälter für die Erhitzung des brennbaren Mediums und rings um den Behälter eine Einführdüse für den mit den Pulverpartikeln beladenen Sauerstoff- oder Luftstrom hat und außerdem eine Mischvorrichtung zur Anreicherung des Sauerstoffstroms bzw, der Luft mit den Pulverpartikeln vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter einen im wesentlichen kreisförmigen oder zwiebelförmigen axialen Längsschnitt und oben eine Öffnung hat.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen in die Öffnung hineingesteckten. im Behälter lose stehenden Stab als Reinigungsorgan für die Behälteröffnungen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des Stabes pilzförmig od. dgl. verdickt ist.
  6. 6. Torrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter so mit einem Vorratsgefäß für das brennbare Medium verbunden ist, daß das Medium ständig in Abhängiglceit von der verdampften bzw. verbrannten Menge nachgeführt wird.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischvorrichtung aus einem in die Zufuhrleitung (9) des Sauerstoff-bzw. Luftstromes zur Aufsteckvorrichtung eingeschalteten, mit Pulver gefüllten Raum besteht und das Pulver darin vorzugsweise durch Vibration, Schütteln od. dgl. aufgewirbelt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 848 219, 838 974.
DEL17790A 1953-02-06 1954-01-26 Verfahren zum Anbringen von Pulverschichten in Lampenkolben und Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens Pending DE1022321B (de)

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SE1022321X 1953-02-06

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DE1022321B true DE1022321B (de) 1958-01-09

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DEL17790A Pending DE1022321B (de) 1953-02-06 1954-01-26 Verfahren zum Anbringen von Pulverschichten in Lampenkolben und Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens

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DE (1) DE1022321B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE838974C (de) * 1942-02-22 1952-05-15 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Wellenkupplung, insbesondere Reibungskupplung, die durch Fluessigkeits- oder Luftdruck geschaltet wird
DE848219C (de) * 1947-02-15 1952-09-01 Gen Electric Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lichtzerstreuenden Siliciumdioxydueberzuges auf der Innenseite elektrischer Gluehlampen und aehnlicher Lampenhuellen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE838974C (de) * 1942-02-22 1952-05-15 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Wellenkupplung, insbesondere Reibungskupplung, die durch Fluessigkeits- oder Luftdruck geschaltet wird
DE848219C (de) * 1947-02-15 1952-09-01 Gen Electric Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lichtzerstreuenden Siliciumdioxydueberzuges auf der Innenseite elektrischer Gluehlampen und aehnlicher Lampenhuellen

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