DE1022234B - Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsaeure - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von GlutaminsaeureInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K11/00—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves
- F16K11/02—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit
- F16K11/04—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only lift valves
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsäure aus wäßrigen Lösungen, die
Glutaminsäure oder Muttersubstanzen derselben enthalten, und zwar insbesondere aus konzentriertem
Steffens-Filtrat und proteinhaltigen Stoffen.
Glutaminsäure wird durch Hydrolyse von pflanzlichen Proteinen und Zuckerrübenabfallaugen, Abscheidung
von Verunreinigungen aus den erhaltenen Hydrolysaten und Kristallisation der Glutaminsäure
an ihrem isoelektrischen Punkt hergestellt. Bei der Gewinnung von Glutaminsäure aus solchen Hydrolysaten
kristallisieren erhebliche Mengen der Glutaminsäure nicht aus und gehen mit der Endflüssigkeit, die
verworfen wird, verloren. Das beste Verfahren, Verluste an Glutaminsäure zu verringern, besteht darin,
daß die Menge an Endflüssigkeit durch Konzentrieren der Lösungen, aus denen Glutaminsäure kristallisiert
werden soll, soweit wie möglich vermindert wird. Die Menge der Glutaminsäure, die in der Endflüssigkeit
verlorengeht, liegt unter den allgemeinen und übliehen Bedingungen zwischen 25 und 40% der ursprünglich
im Hydrolysat vorhandenen Menge. Das Maß der Konzentrierung ist begrenzt, da die Flüssigkeit
wegen der im Hydrolysat vorliegenden organischen Stoffe unterhalb eines gewissen Punktes zu
viskos wird, um weiter verarbeitet werden zu können. Als allgemeiner Weg zur Gewinnung von Glutaminsäure
aus der Restflüssigkeit wurde die Behandlung mit Ionenaustauschern angewandt, und diese ist in
gewissem Umfange brauchbar. Jedoch sind die Kosten solcher Verfahren für die technische Anwendung zu
hoch, und in einigen Fällen war die gewonnene Glutaminsäure stark verunreinigt.
Ein Ziel der Erfindung ist ein verbessertes, technisch durchführbares Verfahren zur Gewinnung von höheren
Ausbeuten an Glutaminsäure aus Rohstoffen, die Glutaminsäuremuttersubstanzen enthalten, z. B. aus konzentriertem
Steffens-Filtrat oder proteinhaltigen Stoffen, bei dem mit der Endlauge im Vergleich zu früher
angewandten Verfahren zur Glutaminsäuregewinnung wesentlich weniger Glutaminsäure verlorengeht, da
die verunreinigenden Stoffe während des Verfahrens entfernt werden, wodurch eine größere Konzentration
der Glutaminsäurelösung vor der Kristallisation ermöglicht wird.
Gemäß dieser Erfindung behandelt man eine Glutaminsäure oder Muttersubstanzen derselben enthaltende
wäßrige Lösung mit einem wasserlöslichen Bariumsalz oder Bariumhydroxyd bei einem pH-Wert
oberhalb 7 und einem Festkörpergehalt von mindestens 25 Gewichtsprozent und trennt den entstandenen
Niederschlag ab. Durch Zugabe von wasserlöslichem Bariumsalz, vorzugsweiseBariumchlorid, oderBariumhydroxyd
unter diesen Bedingungen werden Barium-Verfahren zur Gewinnung
von Glutaminsäure
von Glutaminsäure
Anmelder:
International Minerals & Chemical
Corporation, Chicago, 111. (V. St. A.)
Corporation, Chicago, 111. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauerstr, 2, Patentanwälte
München 27, Pienzenauerstr, 2, Patentanwälte
Joseph L. Purvis, Cincinnati, Ohio,
und Harold L. Fike, Chicago, 111. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
salze der verunreinigenden organischen Stoffe gebildet, diese Bariumsalze fallen aus und können nach
jedem üblichen Verfahren, z. B. durch Filtrieren oder Zentrifugieren, entfernt werden. Das Filtrat kann in
bekannter Weise zur Gewinnung von Glutaminsäure verarbeitet werden. Wenn der Niederschlag der
Bariumsalze gewaschen wird, sollen die Waschlaugen nicht zum Filtrat gegeben werden, da sonst die
Lösungen wieder mit erheblichen Mengen an unerwünschten Stoffen verunreinigt werden. Diese Erfindung
ist auf jede wäßrige Lösung anwendbar, die Glutaminsäure oder Glutaminsäuremuttersubstanzen,
wie Glutamin oder Pyrrolidoncarbonsäure, enthält.
Insbesondere ist das Verfahren dieser Erfindung auf konzentriertes Steffens-Filtrat oder ein Hydrolysat
einer Glutaminsäuremuttersubstanz anwendbar.
Verfahrensgemäß wird Steffens-Filtrat, das einen Festkörpergehalt von mindestens 25 Gewichtsprozent,
vorzugsweise von mindestens 40 Gewichtsprozent, und ein Pf1 größer als 7, vorzugsweise zwischen 9 und 11,
besitzt, mit einem wasserlöslichen Bariumsalz, z. B. Bariumchlorid, behandelt, wodurch die verunreinigenden
organischen Stoffe im konzentrierten Steffens-Filtrat
als Bariumsalze abgeschieden werden. Der Niederschlag kann nach üblichen Verfahren, z. B.
durch Filtration, abgetrennt werden, und das von diesen verunreinigenden organischen Stoffen freie
Steffens-Filtrat kann dann hydrolysiert und nach den
709 848/348
üblichen Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsäure
weiterbehandelt werden.
Bei Verwendung von konzentriertem Steffens-Filtrat-Hydrolysat, das durch saure oder alkalische
Hydrolyse von konzentriertem Steffens-Filtrat in üblicher Weise erhalten wurde, wird, wenn erforderlich,
auf ein pH größer als 7, vorzugsweise zwischen 9 und 11, eingestellt. Das eingestellte Hydrolysat kann, λνεηη
sein Festkörpergehalt mindestens 25 Gewichtsprozent beträgt, unmittelbar mit einem wasserlöslichen
Bariumsalz behandelt werden; bei einem niedrigeren Festkörpergehalt wird es durch Verdampfen von
Wasser eingeengt, bis die Festkörperkonzentration des Hydrolysate mindestens 25 Gewichtsprozent und vorzugsweise
mindestens 40 Gewichtsprozent beträgt. Im Falle eines alkalischen Steffens-Filtrat-Hydrolysats,
d. h. eines Hydrolysate, das durch Hydrolyse von konzentriertem Steffens-Filtrat mit einem Alkali, wie
eignet. Ebenso ist Bariumhydroxyd geeignet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man auch Bariumcarbonat
verwenden. So verwendet man nach einer besonderen Ausführungsform als Ausgangsmaterial
eine saure wäßrige Lösung, die Glutaminsäure oder
Muttersubstanzen derselben enthält, versetzt diese mit Bariumcarbonat und stellt sie anschließend mit einem
Alkali auf einen oberhalb 7 liegenden pH-Wert ein. um dann weiter wie oben zu verfahren. Überschüssige
Bariumionen — in dem nach Entfernung der Bariumsalze der organischen Verunreinigungen erhalteneu
Filtrat — können in an sich bekannter Weise durch Natriumcarbonat als Bariumcarbonat gefällt werden.
Die Waschwässer dieser Fällung können mit dem nach Abtrennung des Bariumcarbonats erhaltenen
Filtrat vereinigt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern besondere Ausführungsformen
dieser Erfindung. Alle Teile und Prozente sind auf das Gewicht bezogen, wenn nichts
Natriumhydroxyd, oder Bariumhydroxyd hergestellt
wurde, kann das Hydrolysat unmittelbar mit einer 20 anderes angegeben ist.
wasserlöslichen Bariumverbindung behandelt werden,
wasserlöslichen Bariumverbindung behandelt werden,
um die verunreinigenden organischen Stoffe abzu- Beispiel I
scheiden. Jedoch sollte zweckmäßigerweise bei einem
scheiden. Jedoch sollte zweckmäßigerweise bei einem
alkalischen Steffens-Filtrat-Hydrolysat das pH des 1000 Teile konzentriertes Steffensches Filtrat
Hydrolysate durch Zufügen einer anorganischen Säure, 25 wurden hydrolysiert, indem 162,5 Teile einer 50°/oigen
wie Salzsäure, auf einen Wert zwischen 9 und 11 ein- wäßrigen Natriumhydroxydlösung zugefügt wurden
gestellt werden, wenn auch jeder pH-Wert über 7 aus- und die alkalische Mischung 21A Stunden auf 88°
reicht. erhitzt wurde. Das Hydrolysat wurde durch Zufügen Wird das wasserlösliche Bariumsalz zu einer von konzentrierter Salzsäure (37 %>) auf pH 9,0 einwäßrigen,
Glutaminsäure enthaltenden Lösung zu- 30 gestellt. Es wurden 100 Teile BaCL, ■ 2H2O in Form
gefügt, die ein niedrigeres pH oder einen Festkörper- einer 20%igen wäßrigen Lösung zu dem eingestellten
gehalt von weniger als etwa 25 Gewichtsprozent oder Hydrolysat gegeben, das einen Festkörpergehalt von
beides gleichzeitig besitzt, dann muß nach Zugabe des 52% besaß. Unmittelbar nach der Zugabe der wäßrigen
wasserlöslichen Bariumsalzes das pH, wenn erforder- Bariunichloridlösung wurde ein Niederschlag gebildet,
lieh, auf einen Wert über etwa 7 bzw. der Festkörper- 35 der aus Bariumsalzen organischer Stoffe bestand und
gehalt auf über 25 Gewichtsprozent eingestellt werden, da anderenfalls die Abscheidung der vorliegenden
verunreinigenden organischen Stoffe unvollständig ist. Bei Verarbeitung proteinhaltiger Stoffe, wie
der durch Filtrieren entfernt wurde. Der Filterkuchen wurde nicht gewaschen. Durch Zufügen von Natriumcarbonat
in einer Menge, die ausreichte, um alle Bariumionen als Bariumcarbonat zu fällen, wurden
Weizenkleber, Maiskleber usw., die mit einer anorga- 40 die überschüssigen Bariumionen aus dem Filtrat entnischen
Säure, wie Salzsäure, hydrolysiert wurden, fernt. Der Bariumcarbouatniederschlag wurde abwird
das Hydrolysat mit einem anorganischen Alkali. filtriert, gut mit Wasser gewaschen und die Waschwie
Natriumhydroxyd, auf einen pH-Wert über 7 ein- wasser zu dem Filtrat gegeben. Das Filtrat wurde mit
gestellt und auf einen Festkörpergehalt von mindestens konzentrierter Salzsäure auf pH 5 eingestellt und dann
25 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 40 Gewichts- 45 durch Verdampfen von Wasser so weit eingeengt, bis
prozent, eingeengt und mit (wie beschrieben) einem die Viskosität 375 Centipoises (80°) betrug. Die konwasserlöslichen
Bariumsalz, wie Bariumchlorid, zur zentrierte Lösung wurde dann filtriert, um anorganische Salze, die aus Natriumchlorid und Kaliumchlorid
bestanden und die beim Einengen der Lösung
Fällung von Bariumsalzen der störenden organischen Stoffe versetzt.
Es ist ferner möglich, das durch Behandlung eines 50 auskristallisierten, zu entfernen. Nach Entfernung der
proteinhaltigen Stoffes, wie Maiskleber, mit einer anorganischen Säure, z. B. Salzsäure oder Schwefelsäure,
gewonnene Hydrolysat mit einem Alkali, wie Natriumhydroxyd oder Ammoniak, auf einen pH-Wert
zwischen 5 und 7 einzustellen, ausgefallene Huminstoffe durch Filtration zu entfernen, das Filtrat durch
Verdampfen des Wassers auf einen Festkorpergeha.lt von mehr als 25 Gewichtsprozent einzuengen und unlösliche
Substanzen, hauptsächlich Tyrosin und Leucin, anorganischen Salze wurde das Filtrat mit konzentrierter
Salzsäure ungefähr auf pH 3,2 eingestellt und 5 Tage unter gelegentlichem Umrühren bei Zimmertemperatur
stehengelassen, damit die Glutaminsäure kristallisieren konnte. Die kristallisierte Glutaminsäure
wurde durch Filtrieren entfernt. Die Menge der Mutterlauge (Restflüssigkeit), die nach Entfernen der
kristallisierten Glutaminsäure zurückblieb, betrug Teile und enthielt 7,8 Teile Glutaminsäure. Die
die während des Einengens ausfallen, abzutrennen. 60 Ausbeute an Glutaminsäure betrug etwa 80% des
Durch Zufügen eines Alkalis, wie Natriumhydroxyd oder Ammoniak, kann das pH des Filtrats auf einen
über 7 und vorzugsweise zwischen 9 und 11 liegenden
Wert eingestellt werden, worauf die verunreinigenden organischen Stoffe durch Zugeben eines wasserlöslichen
Bariumsalzes zur eingestellten wäßrigen Lösung ausgefällt und abgetrennt werden können.
Die Bariumsalze, die für diese Erfindung verwendet werden, können beliebige, wasserlösliche, anorganische
Bariumsalze sein. Bariumchlorid ist besonders Glutaminsäuregehalts des Ausgangsstoffes.
Nach dem Verfahren des Beispiels I und unter Verwendung
eines gleichwertigen Rohstoffes und der gleichen Reagenzien, aber ohne daß die verunreinigenden
organischen Verbindungen als Bariumsalze ausgefällt wurden, wurden 700 Teile einer Restlauge
erhalten, die 14 Teile Glutaminsäure enthielt. Die
Ausbeute an Glutaminsäure betrug 72 0Io. bezogen auf
den Glutaminsäuregehalt des Ausgangsstoffes.
500 Teile Maiskleber, der 64% Protein., 5.9% Feuchtigkeit und 15,1 % Glutaminsäuremuttersubbtauzen
enthielt, wurden durch lostündiges Erhitzen unter Rückfluß mit 1000 Teilen wäßriger 26%iger
Salzsäure hydrolysiert. Das Hydrolysat wurde durch Zugabe von 625 Teilen ' einer 50%igen wäßrigen
Natriumhydroxydlösung auf pH 6,2 eingestellt. Die Temperatur wurde durch Kühlen des Reaktionsgefäßes
unter 50° gehalten. Das eingestellte Hydrolysat wurde filtriert, um während der Hydrolyse gebildetes Humin
zu entfernen. Das Humin wurde sechsmal mit je 100 Teilen wäßriger 5%iger Natriumchloridlösung
gewaschen, worauf die Waschwässer zum Filtrat gegeben
wurden. Das mit den Waschwässern vereinigte Filtrat wurde auf 1200 Teile eingeengt und bei 50°
liltriert, um anorganische Verbindungen, die beim Einengen des Filtrats abgeschieden worden waren, zu
entfernen. Der Filterkuchen wurde einmal mit 50 Teilen Wasser und dann einmal mit 25 Teilen
Wasser gewaschen. Das Filtrat und die vereinigten Waschwässer, die 859 Teile ausmachten und die einen
Festkörpergehalt von 50·% besaßen, wurden durch Zugabe von 63,4 Teilen einer 50°/oigen wäßrigen
Xatriumhydroxydlösung auf pH 9,0; eingestellt. Dann
wurden 10O1 Teile BaCl2 · 2 H0 O in Form einer
wäßrigen 2O°/oigen Lösung langsam zugegeben. Es bildete sich sofort ein Niederschlag, der aus Bariumsalzen
der verunreinigenden organischen Verbindungen bestand, der auf ein vorher überzogenes Filter gegeben
und möglichst trocken gepreßt wurde. Der Filterkuchen wurde nicht gewaschen. Durch Zugabe von
Natriumcarbonat in einer Menge, die ausreichte, um alle Bariumionen als Bariumcarbonat auszufällen,
wurden überschüssige Bariumionen aus dem Filtrat entfernt. Das Bariumcarbonat wurde abfiltriert, gut
mit Wasser gewaschen und die Waschwässer zu dem Filtrat gegeben. Das mit den Waschwässern vereinigte
Filtrat wurde durch Zufügen von 52,9 Teilen konzentrierter Salzsäure (37 0Io) auf pH 6,0 eingestellt, durch
Verdampfen von Wasser auf 776 Teile eingeengt und nochmals bei 50u filtriert. Der Filterkuchen wurde
einmal mit 25 Teilen und dann mit 15 Teilen Wasser gewaschen, die Waschwässer wurden dem Filtrat zugefügt.
Das mit den Waschwässern vereinigte Filtrat, das 676 Teile ausmachte, wurde durch Verdampfen
von Wasser auf 500'Teile eingeengt, auf Zimmertemperatur abgekühlt und durch Zufügen von
112,8 Teilen konzentrierter Salzsäure (37%) auf Pjj 3,2 eingestellt. Die eingestellte Lösung wurde dann
Tage unter gelegentlichem Umrühren stehengelassen, damit die Glutaminsäure kristallisieren konnte. Die
kristallisierte Glutaminsäure wurde durch Filtrieren entfernt, wobei 332 Teile einer Restlauge erhalten
wurden, die 7,48 Teile Glutaminsäure enthielt. Die gewonnene, rohe Glutaminsäure enthielt 83 % der
Glutaminsäure des Ausgangsstoffes.
Nach dem Verfahren des Beispiels III wurden unter Verwendung der gleichen Rohstoffe und Reagenzien,
aber ohne daß die verunreinigenden organischen Verbindungen als Bariumsalze entfernt wurden, 500; Teile
einer Restlauge erhalten, die 12,5 Teile Glutaminsäure enthielt. Durch das Reinigungsverfahren des Beispiels
III wurde also der Verlust an Glutaminsäure in der Endlauge um etwa 40 % vermindert. Die Ausbeute
an Glutaminsäure betrug, bezogen auf den Glutaminsäuregehalt des Ausgangsstoffes, etwa 74 0Io.
Von konzentriertem Steffens-Filtrat mit einem Festkörpergehalt von 58 Gewichtsprozent wurden
1000'Teile mit 100 Teilen BaCl2 · 2H2O in Form
einer 20%igen wäßrigen Lösung vermischt und das Gemisch bei Raumtemperatur V2 Stunge gerührt. Es
bildete sich ein dunkler Niederschlag, der abfiltriert wurde. Wenn man das Filtrat mit Natriumhydroxyd
hydrolysierte und in der üblichen Weise unter den üblichen Bedingungen weiterbehandelte, ergab sich
eine verbesserte Ausbeute an kristalliner Glutaminsäure und eine geringere Konzentration an Glutaminsäure
in der Endlauge.
Claims (7)
1. Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsäure aus wäßrigen Lösungen, die Glutaminsäure oder
Muttersubstanzen derselben enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die wäßrige Lösung mit
einem wasserlöslichen Bariumsalz oder Bariumhydroxyd bei einem P11-Wert oberhalb 7 und einem
Festkörpergehalt von mindestens 25 Gewichtsprozent behandelt, den entstandenen Niederschlag
abtrennt und aus dem Filtrat in bekannter Weise Glutaminsäure gewinnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial konzentriertes
Steffens-Filtrat verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den pH-Wert des konzentrierten
Steffens-Filtrats auf einen Wert zwischen 9 und 11 und den Festkörpergehalt auf mindestens
40( Gewichtsprozent einstellt.
4 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Ausgangsmaterial ein konzentriertes Steffens-Filtrat-Hydrolysat verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als konzentriertes
Steffens-Filtrat-Hydrolysat ein solches verwendet, das durch Hydrolysieren mit einem Alkali oder
Bariumhydroxyd hergestellt wurde.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserlösliches
Bariumsalz Bariumchlorid verwendet.
7. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Ausgangsmaterial eine saure wäßrige Lösung, die Glutaminsäure oder Muttersubstanzen derselben
enthält, verwendet, diese mit Bariumcarbonat versetzt, anschließend mit einem Alkali auf einen
oberhalb 7 liegenden pH-Wert einstellt, den entstandenen
Niederschlag abtrennt und aus dem Filtrat in bekannter Wreise Glutaminsäure gewinnt.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 713 592.
© 709 848/348 12.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI10635A DE1022234B (de) | 1955-09-09 | 1955-09-09 | Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsaeure |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI10635A DE1022234B (de) | 1955-09-09 | 1955-09-09 | Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsaeure |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1022234B true DE1022234B (de) | 1958-01-09 |
Family
ID=7185277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI10635A Pending DE1022234B (de) | 1955-09-09 | 1955-09-09 | Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsaeure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1022234B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2713592A (en) * | 1953-07-01 | 1955-07-19 | Int Minerals & Chem Corp | Production of amino acids |
-
1955
- 1955-09-09 DE DEI10635A patent/DE1022234B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2713592A (en) * | 1953-07-01 | 1955-07-19 | Int Minerals & Chem Corp | Production of amino acids |
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