DE10216705B4 - Kupplung zwischen zwei Zügen eines Fahrzeugsitzes - Google Patents
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- B60N2/427—Seats or parts thereof displaced during a crash
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Abstract
Kupplung
zwischen zwei Zügen
eines Fahrzeugsitzes, insbesondere eines Kraftfahrzeugsitzes, welche
die beiden Züge
(107, 108) wenigstens im Crashfall miteinander verbindet, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder der
beiden Züge
(107, 108) mit einer eigenen Zugeinheit (121, 124) verbunden ist,
die innerhalb eines Gehäuses (111)
der Kupplung (101) beweglich geführt
ist, wobei Sperrmittel (131) vorgesehen sind, welche eine Wirkverbindung
der beiden Zugeinheiten (121, 124) beschleunigungssensitiv steuern.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Kupplung zwischen zwei Zügen eines Fahrzeugsitzes mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1.
- Mit einer bekannten Kupplung dieser Art werden zwei Züge, beispielsweise Seilzüge oder Bowdenzüge, fest miteinander verbunden. Mit den Zügen werden beispielsweise Betätigungselemente oder Sensoren mit Verriegelungen von Sitzkomponenten verbunden, um letztere zu öffnen, wobei die Sitzkomponenten vorgespannt sein können. Sofern die Züge teilweise zugänglich verlegt sind, beispielsweise vom Fußbereich eines dahinter angeordneten Fahrzeugsitzes zugänglich sind, besteht die Gefahr eines Mißbrauchs, d.h. die Verriegelung der Sitzkomponente kann geöffnet werden ohne daß das Betätigungselement betätigt wurde.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Kupplung der eingangs genannten Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kupplung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Dadurch, daß jeder der beiden Züge mit einer eigenen Zugeinheit verbunden ist, die innerhalb eines Gehäuses der Kupplung beweglich geführt ist, wobei Sperrmittel vorgesehen sind, welche eine Wirkverbindung der beiden Zugeinheiten beschleunigungssensitiv steuern, kann bei crashaktiven Sitzkomponenten, wie beispielsweise Kopfstützen, eine mißbräuchliche Auslösung verhindert werden. Die erfindungsgemäße Kupplung kann an nahezu beliebiger Stelle des Fahrzeugsitzes angebracht werden, lediglich die Ausrichtung zur Fahrtrichtung ist in der Regel für die Beschleunigungssensivität zu beachten. Die erfindungsgemäße Kupplung kann in die Auslöselinien verschiedener crashaktiver Sitzkomponenten eingebaut werden, und zwar zwischen einem Sensor oder einem Betätigungselement einerseits und der crashaktiven Sitzkomponente andererseits.
- In einer bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Zugeinheiten in der Grundstellung der Kupplung von einander getrennt, vorzugsweise durch eigene Federmittel unabhängig voneinander vorgespannt, und gelangen im Crashfall in Wirkverbindung, in besonders einfach herzustellender Weise in der vorgegebenen Zugrichtung der Züge in Anlage aneinander. Die Sperrmittel sperren beispielsweise die in Zugrichtung voreilende erste Zugeinheit in der Grundstellung der Kupplung, so daß sie beispielsweise auf Abstand zur in Zugrichtung zweiten Zugeinheit gehalten wird, und geben die erste Zugeinheit im Crashfall frei.
- In bevorzugter, konstruktiv einfach zu verwirklichender Ausführung sind die Sperrmittel in der Grundstellung in der Bewegungsbahn der ersten Zugeinheit angeordnet, wobei sie außerhalb des Mißbrauchsfalls vorzugsweise im Abstand zur ersten Zugeinheit angeordnet sind, um eine Reibung bei Eintritt des Crashfalls zu vermeiden. Im Crashfall bewegen sich die Sperrmitel aus der Bewegungsbahn der ersten Zugeinheit. Als Sperrmittel ist vorzugsweise eine zugleich beschleunigungssensitive Masse vorgesehen, welche für eine geringe Reibung schwenkbar in einer im wesentlichen quer zur Fahrtrichtung ausgerichteten Lage gelagert ist.
- Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels mit einer Abwandlung näher erläutert. Es zeigen
-
1 einen Längsschnitt durch das Ausführungsbeispiel in der Grundstellung, -
2 einen Ausschnitt entsprechend1 im Mißbrauchsfall, -
3 eine Darstellung entsprechend2 zu Beginn des Crashs, -
4 einen Längsschnitt durch das Ausführungsbeispiel am Ende des Crashs, und -
5 eine schematische Seitenansicht eines Fahrzeugsitzes. - Eine beschleunigungssensitive Kupplung
101 ist in einem Fahrzeugsitz103 , beispielsweise in der Lehne, zwischen einem ersten Zug107 und einem zweiten Zug108 vorgesehen, welche in der Regel als Bowdenzüge ausgebildet sind, aber auch lediglich Stahlseile sein können. Dabei ist der erste Zug107 mit einem nicht näher dargestellten Crashsensor verbunden, während der zweite Zug108 mit einem crashaktiven Bauteil, im Ausführungsbeispiel mit der Kopfstütze109 , des Fahrzeugsitzes103 verbunden ist. - Die Kupplung
101 weist ein Gehäuse111 auf, dessen durch die Züge107 und108 definierte Längsrichtung im wesentlichen aufrecht, d.h. senkrecht zu der in1 durch einen Pfeil angedeuteten Fahrtrichtung, angeordnet ist. Eine wannenförmige, stirnseitig (quer zur Fahrtrichtung) und nach oben geöffnete, erste Zugeinheit121 ist innerhalb des Gehäuses111 in Längsrichtung beweglich angeordnet und durch ein erstes Druckfederpaket123 nach oben vorgespannt, so daß die erste Zugeinheit121 in der Grundstellung der Kupplung101 die obere Abschlußwand des Gehäuses111 , im folgenden als Decke111' bezeichnet, berührt. In der Mitte der ersten Zugeinheit121 ist der erste Zug107 eingehängt und nach unten aus dem Gehäuse111 geführt, so daß die erste Zugeinheit121 in Zugrichtung voreilend ist. - Eine kastenförmige, in und entgegen der Fahrtrichtung geöffnete, zweite Zugeinheit
124 ist ebenfalls innerhalb des Gehäuses111 in Längsrichtung beweglich angeordnet und durch ein an dein Boden124' der zweiten Zugeinheit124 angreifendes zweites Druckfederpaket126 nach oben vorgespannt, so daß die zweite Zugeinheit124 in der Grundstellung der Kupplung101 die Decke111' des Gehäuses111 berührt. Die erste Zugeinheit121 ist aufgrund der Federvorspannungen im Abstand zum Boden124' der zweiten Zugeinheit124 oberhalb desselben angeordnet. In der Mitte der oberen Wandpartie der zweiten Zugeinheit124 ist der zweite Zug108 eingehängt und nach oben aus dem Gehäuse111 geführt, so daß die zweite Zugeinheit124 in Zugrichtung nacheilend ist. - Auf einem gehäusefesten, quer zur Fahrtrichtung angeordneten Lagerbolzen
130 ist eine hammerförmige Sperrmasse131 schwenkbar gelagert und durch eine in der Zeichnung nur angedeutete, vorgespannte Feder so beaufschlagt, daß die Sperrmasse131 in der Grundstellung in der Bewegungsbahn der ersten Zugeinheit121 angeordnet ist. Dabei steht die aufgrund ihrer Hammerform leicht längliche Sperrmasse131 näherungsweise aufrecht, d.h. quer zur Fahrtrichtung in einer Lage, die ohne Feder und Anschlag labil wäre. - In einem Mißbrauchsfall wird auf den ersten Zug
107 eine Zugkraft ausgeübt. Die erste Zugeinheit121 wird dadurch zunächst nach unten gezogen und dann durch die Sperrmasse131 gesperrt, und zwar bevor die erste Zugeinheit121 in Anlage an den Boden124' der zweiten Zugeinheit124 gelangt. Die zweite Zugeinheit124 und damit der zweite Zug108 bleiben durch die so gesperrte Kupplung101 unbeeinflußt. - In einem Crashfall, vorliegend einem Heckcrash, erfahrt die Sperrmasse
131 einen Impuls, vorliegend nach hinten. Die Sperrmasse131 schwenkt dadurch nach hinten, d.h. aus der Bewegungsbahn der so freigegebenen ersten Zugeinheit121 heraus. - Durch den auf den ersten Zug
107 ausgeübten Zug wird die erste Zugeinheit121 nach unten gezogen. Nach Anlage am Boden124' nimmt sie die zweite Zugeinheit124 mit, wodurch der zweite Zug108 gezogen wird, wie in3 dargestellt. Der zweite Zug108 löst dann die Crashfunktion der Kopfstütze109 aus. In einer späteren Phase des Crashs, wenn der Impuls abklingt, schwenkt die an einen Anschlag gelangte Sperrmasse131 aufgrund ihrer Federbelastung zurück, bis sie in Anlage an die Außenseite der ersten Zugeinheit121 gelangt. Zur Rückkehr in die Grundstellung drücken die beiden Druckfederpakete123 und126 die erste bzw. zweite Zugeinheit121 bzw.124 wieder nach oben an die Decke111' des Gehäuses111 . -
- 101
- Kupplung
- 103
- Fahrzeugsitz
- 107
- erster Zug
- 108
- zweiter Zug
- 109
- Kopfstütze
- 111
- Gehäuse
- 111'
- Decke
- 121
- erste Zugeinheit
- 123
- erstes Druckfederpaket, Federmittel
- 124
- zweite Zugeinheit
- 124'
- Boden
- 126
- zweites Druckfederpaket, Federmittel
- 130
- Lagerbolzen
- 131
- Sperrmasse, Sperrmittel
Claims (9)
- Kupplung zwischen zwei Zügen eines Fahrzeugsitzes, insbesondere eines Kraftfahrzeugsitzes, welche die beiden Züge (
107 ,108 ) wenigstens im Crashfall miteinander verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Züge (107 ,108 ) mit einer eigenen Zugeinheit (121 ,124 ) verbunden ist, die innerhalb eines Gehäuses (111 ) der Kupplung (101 ) beweglich geführt ist, wobei Sperrmittel (131 ) vorgesehen sind, welche eine Wirkverbindung der beiden Zugeinheiten (121 ,124 ) beschleunigungssensitiv steuern. - Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zugeinheiten (
121 ,124 ) in der Grundstellung der Kupplung (101 ) voneinander getrennt sind und im Crashfall in Wirkverbindung gelangen. - Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zugeinheiten (
121 ,124 ) im Crashfall in der Zugrichtung der Züge (107 ,108 ) in Anlage aneinander gelangen. - Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrmittel (
131 ) die in Zugrichtung voreilende erste Zugeinheit (121 ) in der Grundstellung der Kupplung (101 ) sperren und im Crashfall freigeben. - Kupplung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die sperrenden Sperrmittel (
131 ) die erste Zugeinheit (121 ) im Abstand von einer für die Anlage vorgesehenen Wand (124' ) der in Zugrichtung nacheilenden zweiten Zugeinheit (124 ) halten. - Kupplung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrmittel (
131 ) in der Grundstellung in der Bewegungsbahn der ersten Zugeinheit (121 ) angeordnet sind und im Crashfall sich aus der Bewegungsbahn begeben. - Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Sperrmittel (
131 ) eine im Gehäuse (111 ) um einen quer zur Fahrtrichtung angeordneten Lagerbolzen (130 ) schwenkbar gelagerte Sperrmasse vorgesehen ist, welche in der Grundstellung der Kupplung (101 ) im wesentlichen quer zur Fahrtrichtung ausgerichtet ist. - Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugeinheiten (
121 ,124 ) durch jeweils eigene Federmittel (123 ,126 ) innerhalb des Gehäuses (111 ) vorgespannt sind. - Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz, mit einer crashaktiven Kopfstütze (
109 ), gekennzeichnet durch eine Kupplung (101 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zwischen einem Sensor und der Kopfstütze (109 ).
Priority Applications (1)
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Publications (2)
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| DE10216705A1 DE10216705A1 (de) | 2003-11-20 |
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Family Applications (1)
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