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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tastatur, die mit Spezialfunktionstasten
versehen ist.
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Aufgrund der rasanten Weiterentwicklung von mit Computern zusammenhängenden
Techniken und Anwendungen werden kontinuierlich verbesserte industrielle
informationstechnische Produkte auf den Markt geworfen. Die herkömmliche Computer-
Tastatur (siehe Fig. 1) ist in diese Weiterentwicklung bezüglich manueller Eingaben
jedoch bislang nicht einbezogen worden. Während leistungsfähige Funktionen und
ein problemloser Betrieb zwei hauptsächliche Anforderungen an aktuelle
Vorrichtungen und Einrichtungen sind, müssen die meisten aktuell verfügbaren
Betriebssysteme und Dokumentaufbereitungsprogramme über eine Maus betätigt und ausgeführt
werden, mit welcher ein Nutzer eine gewünschte Funktion aus einer Optionentabelle
auswählt. Zur Vervollständigung der Eingabe von Instruktionen muss der Nutzer
dabei körperlichen Einsatz leisten. Diese Art von Betätigungsablauf ist mühsam und
unbequem für den Nutzer und führt zu Beeinträchtigungen von Armen und Gelenken,
wenn ein Nutzer Computer in dieser Weise über lange Zeit nutzt.
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Eine in Fig. 2 gezeigte Multimedia-Tastatur ist entwickelt und auf den Markt gebracht
worden mit dem Ziel, Computernutzer bezüglich der vorstehend erwähnten
aufwendigen und mühsamen Bedienweise zu entlasten. Diese Art von Multimedia-Tastatur
umfasst zusätzlich zu den üblichen Tasten Direktzugrifftasten, sogenannte "Hot
Keys", die spezielle Funktionen in einer herkömmlichen Standardtastatur einführen.
Diese Multimedia-Tastatur wird mit einem speziellen Tastaturtreiber betrieben. Ein
unter Windows® arbeitender Nutzer muss dann lediglich diese
Spezialfunktionstasten drücken, um entsprechende Instruktionen auszuführen. Die Maus ist dabei
jedoch als Hilfsmittel unerlässlich, so dass der Nutzer zur Betätigung der Maus eine
Hand bzw. einen Arm und Gelenke weiterhin häufig einsetzen muss. Diese
Multimedia-Tastatur ist deshalb nicht so hilfreich wie erwartet.
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Fig. 3 zeigt eine durch professionelle Tastaturhersteller entwickelte Windows®-
Tastatur. Die Tasten dieser Tastatur sind in vier Zonen unterteilt, nämlich in eine
allgemeine Texttastenzone, ein modulare Dokumentaufbereitungstastenzone, eine
modulare Büroanwendungstastenzone und eine modulare
Anwendungsprogrammiertastenzone.
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Auf dem technischen Gebiet herkömmlicher Tastaturen werden sechs Klassen von
Tastenabtastcodes für übliche Tastaturen eingesetzt. Die übliche Texttastenzone auf
der Windows® Tastatur nutzt die ersten bis vierten Klassencodes. Die modulare
Dokumentaufbereitungstastenzone nutzt den sechsten Klassencode. Die modulare
Anwendungsprogrammiertastenzone nutzt den zweiten Klassencode und die modulare
Büroanwendungstastenzone nutzt den sechsten Klassencode. Diese Windows®-
Tastatur ist nicht mit sämtlichen Arten von Computersystemen kompatibel, sondern
wird nur von einigen wenigen Programmen unterstützt.
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Im folgenden werden die vorstehend genannten sechs Klassen von
Tastenabtastcodes kurz erläutert.
(a) Erster Klassencode
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Dieser Klassencode umfasst einen MAKE-Code, bei dem es sich um eine Ein-Byte-
Taste handelt. Wenn die Taste gedrückt und gehalten wird, wird der MAKE-Code
kontinuierlich ausgesendet, bis die Taste freigegeben wird. Wenn die Taste
freigegeben wird, wird ein BREAK-Code F0 (H) ausgesendet. Der BREAK-Code und der
MAKE-Code umfassen insgesamt zwei Bytes. Der erste Klassencode hat deshalb die
Form XXF0XX.
(b) Zweiter Klassencode
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Dieser Klassencode umfasst einen MAKE-Code, bei dem es sich um eine Zwei-Byte-
Taste handelt. D. h., wenn eine weitere Taste auf der Tastatur, die die Funktion mit
demselben Symbol aufweist, oder wenn eine herkömmliche Multimedia-Taste mit
einem MAKE-Code E0XXH (der MAKE-Code der ursprünglichen Taste lautet XXH)
kontinuierlich gedrückt wird, wird der Zwei-Byte-MAKE-Code kontinuierlich
ausgesendet, bis die Taste freigegeben wird. Wenn die Taste freigegeben wird, wird ein
Drei-Byte-BREAK-Code E0 + F0 + XX ausgesendet. der zweite Klassencode hat die
Form E0XXE0F0XX.
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Wenn eine Taste des vorstehend genannten oder zweite Klassencodes gedrückt und
gehalten wird, sendet die Tastatur kontinuierlich einen MAKE-Code aus, der als
"TYPEMATIC" bezeichnet wird. Beim Auslegen einer Tastatursteuereinheit ist es nicht
erforderlich, dass jede Taste die TYPEMATIC-Funktion besitzt.
(c) Dritter Klassencode
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Dieser Klassencode umfasst eine PRINT-SCREEN-TASTE, bei der es sich um eine
spezielle Taste handelt. Der dritte Klassencode weist einen Vier-Byte-MAKE-Code
und einen Sechs-Byte-BREAK-Code auf. Wenn die Taste kontinuierlich gedrückt
wird, werden zwei Bytes (EO7CH) kontinuierlich ausgesendet.
(d) Vierter Klassencode
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Dieser Klassencode umfasst eine PAUSE-Taste, bei der es sich ebenfalls um eine
spezielle Taste handelt, die lediglich einen MAKE-Code ohne irgendeinen BREAK-
Code aufweist. Bei dem MAKE-Code handelt es sich um einen Acht-Byte-Code.
(e) Fünfter Klassencode
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Dieser Klassencode wird gebildet durch Kombinieren der vorstehend genannten vier
Klassencodes mit SHIFT, CONTROL, ALT oder NUM LOCK und anderen Tasten
abhängig von unterschiedlichen Bedingungen. Die Tabelle 1 zeigt einige Beispiele
dieser Tastenkombinationen.
Tabelle 1
(f) Sechster Klassencode
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Dieser Klassencode stellt eine Variante des fünften Klassencodes dar. Der Code wird
in der in Tabelle 2 gezeigten Sequenz ausgesendet. Wenn beispielsweise die REDO-
Taste in Tabelle 2 gedrückt wird, wird eine entsprechende Tastenkombination
ausgesendet.
Tabelle 2
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Aus Tabelle 2 geht hervor, dass die REDO-Taste der Tastenkombination Alt + E, R;
Alt + Enter; oder Alt + Shift + Backspace entspricht. Dasselbe Prinzip ist anwendbar
auf andere Funktionen. Es besteht jedoch das große Problem der
Softwarekompatibilität des sechsten Klassencodes. D. h., er ist nicht auf sämtliche Arten von
Computersoftware oder Betriebssysteme anwendbar, sondern kann lediglich in einer
speziellen Software verwendet werden. Wenn ein Treiber verwendet werden würde, um
die spezifische Funktion zu erzielen, würde der Treiber auch Funktionen ersetzen,
die anderweitig durch andere Programme gestützt werden. Bezüglich des sechsten
Klassencodes liegen demnach zahlreiche Mängel vor.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Tastatur zu schaffen,
die einen siebten Klassencode unter Verwendung der Definition E2 als führenden
Code und entsprechende spezielle Tasten nutzt, so dass ein Nutzer einen
professionellen und bequemen Betrieb oder eine Dokumentverarbeitung unter dem
Computerbetriebssystem direkt durchführen kann, ohne dass es notwendig wäre, mehrere
Tasten abzuspeichern und zu kombinieren oder eine Maus zu Hilfe zu nehmen.
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Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1. Eine vorteilhafte
Weiterbildung der Erfindung ist im Anspruch 2 angegeben.
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Demnach umfasst die erfindungsgemäße Tastatur hauptsächlich eine
Texttastenzone und eine Spezialfunktionstastenzone, die zusätzlich in sieben
Hauptfunktionszonen unterteilt ist, nämlich in eine Mausaufbereitungszone, eine Internetzone, eine
Multimedia-Spielzone, eine Anwendungszone, eine Strom- bzw.
Energieverwaltungszone, eine Zone zum Umsetzen bzw. Eingeben von numerischen und
Abkürzungstasten sog. Shortcut-Tasten und eine Anzeigeeinrichtungszone. Die sieben
Hauptzonen sind elektrisch mit I/O-Anschlüssen eines Mikrocomputers verbunden, der in
einer internen Schaltungskonfiguration der Tastatur enthalten ist und mit einem siebten
Klassencode arbeitet, der die Definition E2 als führenden Code nutzt. Die Tastatur
erlaubt unterschiedliche Arten von Eingaben, so dass ein Nutzer einen
professionellen und bequemen Betrieb oder eine Dokumentverarbeitung direkt unter einem
Computerbetriebssystem durchführen kann, ohne dass mehrere Tasten abgespeichert
und kombiniert werden müssten, und ohne dass eine Maus zu Hilfe genommen
werden muss.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert; in
dieser zeigen:
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Fig. 1 eine herkömmliche Standard-Tastatur,
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Fig. 2 eine herkömmliche Multimedia-Tastatur,
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Fig. 3 eine herkömmliche Windows-Tastatur, und
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Fig. 4 eine Tastatur in Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
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Unter Bezug auf Fig. 4 wird nunmehr eine Tastatur 1 in Übereinstimmung mit einer
bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert.
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Die Tastatur 1 ist in zwei Zonen unterteilt, nämlich in eine allgemeine Texttastenzone
und eine Spezialfunktionstastenzone. Die Spezialfunktionstastenzone ist zusätzlich in
sieben Hauptfunktionszonen unterteilt, nämlich in eine Internetzone 11, ein
Multimedia-Spielzone 12, eine Anwendungszone 13, eine Zone 14 zum Umsetzen bzw.
Eingeben von numerischen und Abkürzungstasten sog. Shortcut-Tasten, eine Mauszone
15, eine Strom- bzw. Energieverwaltungszone 16, und eine Anzeigeeinrichtungszone
17. Diese Zonen sind mit I/O-Anschlüssen eines Mikrocomputers verbunden, der in
einer internen Schaltungskonfiguration der Tastatur enthalten ist. Ein Nutzer kann
diese modularen Tasten zusammen mit einem siebten Klassencode direkt nutzen,
der die Definition E2 als führenden Code nutzt, um eine Eingabe durchzuführen,
ohne dass mehrere Tasten gedrückt und die Maus gleichzeitig bewegt werden muss.
Die modularen Tasten, die in den vorstehend genannten sieben
Hauptfunktionszonen enthalten sind, können auf der Tastatur unabhängig oder gleichzeitig vorgesehen
sein.
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Von den sieben Zonen arbeiten die Internetzone 11, die Multimediaspielzone 12, die
Stromverwaltungszone 16 und die numerische Tastenfunktion der Zone 14 zum
Umsetzen bzw. Eingeben von numerischen und Abkürzungstasten sog. Shortcut-Tasten
auf Grundlage der vorstehend genannten herkömmlichen ersten bis fünften
Klassencodes. Die Mausaufbereitungszone 15 nutzt einen ähnlichen Code wie den
herkömmlichen Klassencode zum Aussenden des Codes MARK und sie weist lediglich
den MAKE- nicht jedoch den BREAK-Code auf. Andere Tasten in der
Mausaufbereitungszone 15 senden Codes über eine Maus aus. Die Anwendungszone 13 nutzt den
herkömmlichen zweiten Klassencode zum Senden von Codes. Die
Abkürzungstastenfunktion der Zone 14 zum Umsetzen bzw. Eingeben von numerischen und
Abkürzungstasten sog. Shortcut-Tasten nutzt den siebten Klassencode gemäß der
vorliegenden Erfindung. Mit dem siebten Klassencode ist die Tastatur 1 problemlos mit
Techniken gemäß dem Stand der Technik kompatibel und sie weist eine aktualisierte
Tastaturfunktion und eine raschere Eingabegeschwindigkeit auf.
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Die vorliegende Erfindung stellt außerdem einen Treiber bereit, der Tastencodes in
Übereinstimmung mit einer Spezialtastencode-Umsetzungstabelle umsetzt, so dass
die Tastatur selbst die Codes nicht umsetzen muss. Der Codeumsetzungstreiber, der
erfindungsgemäß verwendet wird, unterscheidet sich stark von dem herkömmlichen
Hot-Key-Treiber bezüglich seiner Arbeitsweise. Mit dem erfindungsgemäßen
Codeumsetzungstreiber sendet die Tastatur selbst einen Code E2XXE2F0XX aus und
nutzt ein vervollständigtes Kernprogramm, das auf einer Basisschicht des
Betriebssystems als Abkürzungstastenverarbeitungsfunktionsmodul vorliegt, das ein
spezifiziertes Abfang- und Umsetzprogramm in Form von Terminate und Stay Resident
(TSR) (bzw. in Form von Beenden und Resident sein) enthält. Wenn beispielsweise
ein Nutzer unter Windows® arbeitet, muss er Alt und E drücken und halten und R
drücken, um die REDO-Funktion durchzuführen. Mit der erfindungsgemäßen Tastatur
1 muss der Nutzer jedoch lediglich eine einzige Taste drücken, um die REDO-
Funktion durchzuführen. Einige führende Codes gemäß der vorliegenden Erfindung
und die entsprechenden Tastenkombinationen, die die Durchführung spezieller
Funktionen simulieren, sind in Tabelle 3 aufgelistet.
Tabelle 3
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Wenn beispielsweise eine Tasteneingabe Chinesisch/Englisch unter MS-DOS®
durchgeführt wird, muss der Nutzer (bislang) Ctrl drücken und halten, während er die
Leertaste drückt, um zwischen Chinesisch und Englisch umzuschalten. Wenn jedoch
bei der erfindungsgemäßen Tastatur eine Taste E2XXE2F0XX spezifiziert wird und
das spezifizierte Tastenabfang- und Umsetzprogramm aktiv ist, kann der Nutzer den
Schalter rasch mit einem einzigen Finger beenden. Wenn ein Nutzer unter X-Window
(d. h. Linux®) arbeitet, kann er ein vervollständigtes Kernprogramm nutzen, das auf
der Basisschicht des Betriebssystems zu liegen kommt, und zwar als
Abkürzungstastenverarbeitungsfunktionsmodul, das ein spezifiziertes Tastenabfang- und
Umsetzprogramm in Form von Terminate und Stay Resident (TSR) enthält.
Beispielsweise kann der Nutzer eine Taste E2XXE2F0XXX drücken, um Ctrl + Alt + F1 zu
simulieren und einen Anschluss umzuschalten. Wenn ein Nutzer unter Windows®
arbeitet, kann er eine SHELLEXEC()-Funktion nutzen, um andere externe
Programme aufzurufen und auszuführen. Das Drücken einer E-Mail-Taste sendet
beispielsweise einen Code E201E2F001 aus. Wenn das TSR den Code empfängt, wird
hierdurch der Code umgesetzt und die SHELLEXEC-()-Funktion wird genutzt, um
"C: PROGRAM FILES\OUTLOOK EXPRESS/MSIMN.EXE" aufzurufen. Der Nutzer
kann dann die E-Mail senden.
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Die erfindungsgemäße Tastatur 1 ermöglicht unterschiedliche Arten von Eingaben,
so dass ein Nutzer einen professionellen und bequemen Betrieb oder ein
Dokumentenaufbereiten direkt über einen Computerbetriebssystem durchführen kann, ohne
dass mehrere Tasten abgespeichert und kombiniert betätigt werden müssen und
ohne Zuhilfenahme einer Maus.
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Die vorliegende Erfindung ist anhand einer bevorzugten Ausführungsform vorstehend
erläutert worden. Sie ist jedoch zahlreichen Abwandlungen und Modifikationen
zugänglich, die sämtliche durch die Erfindung abgedeckt sind, die in den anliegenden
Ansprüchen festgelegt ist.
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Hinsichtlich vorstehend im einzelnen nicht näher erläuterter Merkmale der Erfindung
wird in übrigen ausdrücklich auf die Patentansprüche und die Zeichnung verwiesen.